Tipps für den Cannabis-Entzug

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Anfänger


Anmeldungsdatum: 04.01.2012
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2012 21:33    Titel: Tipps für den Cannabis-Entzug Antworten mit Zitat

Du hast beschlossen mit dem Kiffen aufzuhören. Jetzt ist es ganz wichtig überlegt vorzugehen. Als Hilfestellung dienen dir dabei unsere Tipps für den Cannabisentzug.
Das Ziel

Wichtig ist es, dass dein Ziel ganz klar formuliert ist, damit du nicht in Versuchung gerätst, dich selbst zu betrügen, indem du z.B. auf einmal ganz viele besondere Gelegenheiten zum Kiffen findest und den Zeitpunkt des Ausstiegs immer weiter nach hinten verschiebst. Setze dir einen klaren Termin, wann du anfangen willst und teile diesen auch deiner Umgebung mit (Vertrauenspersonen - Freunde, Familie).

Alles muss raus

Falls du noch Cannabisreste besitzt, solltest du diese auf dem schnellsten Weg entsorgen, um nicht in Versuchung zu kommen. Auch alle Kifferutensilien (Papers, Filter-Tips, ... ) solltest du vernichten!

Und jetzt kann es losgehen.

Phase 1 (Tag 1 bis 3)

Hier kommt es zu einem Gefühl der Euphorie. Man fühlt sich stark und ist voller Tatendrang. Zu Hause abhängen, Fernsehen ist jetzt zu langweilig geworden. Problematisch ist nur das Einschlafen, es ist - wenn überhaupt - erst sehr spät möglich. Auch können erste Entzugserscheinungen auftreten. (kalter Schweiß, Schüttelfrost, Nervosität), diese sind allerdings nicht auf eine körperliche Abhängigkeit zurückzuführen, sondern spielen sich auf psychischer Ebene ab.
Hierzu muss man aber ganz klar sagen, dass die Entzugssymptome von Person zu Person verschieden sind und bei manchen Personen nur sehr schwach oder auch gar nicht auftreten.

Tipp

Viel Obst und Gemüse essen, viel draußen unternehmen. Um deine Motivation zum Aufhören noch etwas zu unterstützen, solltest du konkrete Pläne für die Zukunft schmieden, z.B. einen langersehnten Urlaub, den du dir ohne Dope nun endlich leisten kannst.

Achtung

Viele Kiffer machen den Fehler, statt Cannabis Alkohol zu konsumieren. Vor allem Bier hat eine ähnlich beruhigende Wirkung wie Cannabis. Hier ist aber Vorsicht geboten, ansonsten rutscht du ganz schnell in die nächste Abhängigkeit rein.

Phase 2 (Tag 3 bis 10)

Symptome, wie gereizte bis aggressive Stimmung, Gefühle der Einsamkeit und innere Leere erschweren den Entzug.
Tipp

Sport lenkt dich von den Entzugserscheinungen ab. Ansonsten solltest du viel rausgehen, Freunde treffen. Wenn du nur Freunde hast, die selber Kiffen, musst du selbst für dich entscheiden, ob es dir deinen Entzug erschwert oder nicht. Auf alle Fälle sollten deine Freunde deine Entscheidung mit dem Kiffen aufzuhören akzeptieren und dich dabei auch soweit wie möglich unterstützen.

Phase 3 (Tag 10 bis 40)

Ab dem 2. Tag erwartet dich die schwierigste Phase. Vor allem die Nächte sind nicht so erholsam, wie du es gewohnt bist. Erst dauert es ewig bis du eingeschlafen bist und dann wachst du total früh wieder auf, weil du schlecht geträumt hast. Nichtträumen bzw. sich nicht an Träume erinnern zu können, ist eine typische Folge des Kiffens. Hört man mit dem Kiffen auf, träumt man natürlich auch wieder. Oft wird dies als sehr unangenehm empfunden. Hinzu kommt, dass der mangelnde Schlaf an den Nerven zehrt und die anfängliche Motivation schwinden lässt. Jetzt heißt es standhaft bleiben.

Tipp

Wahrscheinlich wirst du um die Einschlafprobleme nicht herum kommen. Um dir das Einschlafen zu erleichtern, empfiehlt es sich, den Konsum von Kaffee, schwarzem und grünem Tee, Cola und ähnlichem zu vermeiden. Darüber hinaus gibt es Entspannungs-CDs als Einschlafhilfe und verschiedene Methoden wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, die z.B. bei Krankenkassen oder bei der Volkshochschule angeboten werden.

Außerdem ist es wichtig, dass du einen geregelten Tagesablauf hast und nicht zu Hause abhängst. Ansonsten besteht die Gefahr, rückfällig zu werden.

Phase 4 (Tag 40 bis...)

Endlich lassen die Entzugserscheinungen nach. Es gibt keine akuten Beschwerden mehr, dennoch ist das Verlangen nach dem Kiffen immer noch da. Meist wird dieses Verlangen durch bestimmte Risikosituationen ausgelöst. Das sind meist ganz bestimmte Personen, Orte, die dich an das Kiffen erinnern. Wenn du die Auslöser für diese Situationen erkennst, kannst du ihnen auch besser aus dem Weg gehen.

Es wird sicherlich auch Fälle geben, da wirst du diesen Situationen nicht entgehen können. Deswegen ist es wichtig, dass du ganz persönliche Strategien entwickelst, mit solchen Situationen umzugehen.

z.B.

In einer solchen Situation erst mal einen guten Freund/eine gute Freundin anzurufen und mit ihm/ihr über dein Verlangen "einen zu kiffen" zu sprechen.
Denk daran, warum du mit dem Kiffen aufhören wolltest.
Verschaff dir Ablenkung, indem du etwas unternimmst.
Rückfälle verhindern

Viele, die mit dem Kiffen aufgehört haben, glauben, sie hätten ihren Konsum im Griff und setzen sich das Ziel, nur noch gelegentlich oder zu besonderen Anlässen zu Kiffen. Hier ist auf lange Sicht allerdings Vorsicht geboten! Tatsächlich schaffen es auf Dauer nur die Wenigsten, kontrolliert zu konsumieren. Ein Rückfall ist hier meistens vorprogrammiert.

Daher besser ganz die Finger davon lassen! Sonst wäre ja die ganze Mühe umsonst.
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 3721

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2012 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Mann, mann, wo haste denn die Weisheiten her?

Ist ja ganz nett, aber ich weigere mich nach wie vor, von einem "Entzug" zu sprechen, wenn es darum geht, mit dem Kiffen aufzuhören. Macht das Ganze doch nicht dramatischer, als es ist! Rolling Eyes
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