Tagebuch: Beverly_Marsh

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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2169

BeitragVerfasst am: 28. Apr 2018 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Bev,

ich musste schmunzeln, als ich Deine letzte Zeile las: da lebt man ein Leben, das man nie wollte, von dem man nun aber eingebettet wird, weil man sich das alles schuf und feststellt: das hält einen Smile

Die Zeit, in der das von Dir erschaffen wurde, ist ja gar nicht soo lang! Aber inhaltsvoll! Und stabil, ein Steinchen auf´s andere, hast Du Dich durch gekämpft und Dein Leben gefüllt.

Ne frühere Freundin hat mir mal ne Karte geschickt: "Auf die Vision kommt es an" Einer, sitzt da: ich behaue einen Stein.(und schwitzt) Ein zweiter: ich arbeite an einem Spitzbogen.(auch er schwitzt) Der dritte: Ich baue eine Kathedrale! (er sieht glücklich aus)

Ich glaub, Du bist nun schon ne Weile die, die die kathedrale baut Smile

Das wäre ein schönes Buch, eine Lebensgeschichte, für viele Menschen, besonders junge Leute, die daraus Hoffnung schöpfen können! Es könnte damit enden, dass du gerade vor einem großen Kampf stehst, oder damit, dass Du an einem Fenster stehst, oder an einer Strasse, Dich noch mal umschaust, bevor Du den Blick nach vorne richtest und auf all das schaust, was das Leben noch bereit hält! Und Dich nie wieder umdrehst! Ne tolle Geschichte, weil sie echt ist!
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Domenico
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Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 3021

BeitragVerfasst am: 28. Apr 2018 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

hi beverly und dakini,also da muß ich dakini recht geben.ich hatte dir ja so weit
ich weiß schon früher gesagt das du eine super schreiberin wärest!
und wie dakini schon schrieb,wäre es deine geschichte,eine echte geschichte!
das wäre einfach fantastisch!

Ich würde dein buch sofort kaufen!denn du hast wirklich talent.ich deinen posts
merkt man schon sofort,
das du schreiben kannst!also versuch es doch mal und schreibe ein paar
kapitel.Liebe Grüsse an euch beide!
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3308

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2018 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Beverly_Marsh hat Folgendes geschrieben:


Im Boxen habe ich im Mai dann endlich meinen ersten richtigen Kampf für meinen Verein. Das wird auch nochmals eine Sache für sich. Ich selbst bin ja da nicht so übertrieben ehrgeizig und weiß auch, was ich kann. Und wenn eine andere eben mehr kann, stecke ich ein. Das ist kein Weltuntergang. Aber ich mache das natürlich auch für die Trainer und den Verein, und da möchte ich schon ganz gerne mit einem Sieg starten. Ich werde berichten.

!



Hi Bev ,

wenn deine Kombinationen, Schlagtechniken, Ausdauerkonter, Kampfpsyche usw. soweit sitzen dann steht einem Sieg für deinen ersten Kampf wohl nichts im Wege und natürlich drücke ich dir die Daumen...

Ich stehe ja auf MMA (Mixed Martial Arts)
Boxen ist zwar nicht ungefährlich, aber MMA geht da noch ein bisschen weiter.
Aber im Gegensatz zu einem Boxmatch könnte ein MMA-Kampf durchaus ohne blutige Wunden und Verletzungen ablaufen, wenn man z.B. wirksames Grappling und Aufgabegriffe am Boden nutzt.
Es geht maximal über 5 Runden. Zwar dauern die Runden 5 Minuten aber bei nem Kampf der nach Punkten gewonnen wird ist die Belastung für beide geringer als bei nem Kampf über 12 Runden beim Boxen .

Schön sind die Thailändischen Muay Thai Kämpfe zu sehen das sind auch ganz schön harte Brocken.

Ich kann nur sagen es tut immer weh wenn man eine auf die Zwölf kriegt Very Happy

Aber ich muß ehrlich zugeben das ich dem Frauenboxen etwas zwiespältig gegenüberstehe...
Vielleicht hat ja jemand den Kampf zwischen Abraham und Molina gesehen. Abraham wurde in der vierten Runde der Kiefer gebrochen, die Schwellung war so groß das er denMund gar nicht mehr schließen konnte, dazu hat er permanent schwer aus dem Mund geblutet und insgesamt laut Ärzten über einen Liter verloren. Aber der Mann hat weitergeboxt und am Ende nach Punkten gewonnen.

Das war eines der blutigsten Massaker im Ring die ich jemals gesehen habe und wenn ich mir sowas bei Frauen vorstelle... Shocked
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Beverly_Marsh
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 12.08.2015
Beiträge: 414

BeitragVerfasst am: 4. Mai 2018 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst mal Danke für die neuen Antworten Smile !

@dakini
Ach, eine Kathedrale muss es gar nicht sein ^^. Mir reicht es erst einmal, wenn ich mit mir selbst klar komme. Denn das ist auch etwas, was ich gelernt habe: Früher hieß es immer...der Typ vor mir ist das Problem. Oder die hat blöd gelabert, die dumm geschaut. Aber das ist alles Blödsinn. Das Problem war ich selbst, meine Person, die mit nichts klar gekommen ist und sich mit elf schon benommen hat wie mit 17. Die Hölle war in mir...nicht in den Leuten, die vor mir standen.
Und so denke ich ja...im Moment passt das etwas unaufgeregte Leben. Weil ich auch zeit brauche, um das Chaos in meinem Kopf zu sortieren und mit mir klar zu kommen.
Ob am Ende dann was draus wird, eine Hütte, ein Haus oder eine Kathedrale...muss man sehen. Aber das Bild gefällt mir sehr gut Wink .
Naja...ich habe bereits 2016 mein Leben aufgeschrieben. Also eine Art Romanbericht. Das hat mir ziemlich geholfen, alles zu sortieren...zu wissen, was ist passiert und wieso...und auch um ein bisschen abzuschließen. Aber ich glaube, das muss nicht veröffentlicht werden. Solche Berichte gibt es schon genug. Egal ob nun Gewalt, Drogen, Prostitution...das wurde alles schon so oft erzählt.
Und nun ist Christiane F. schon vierzig Jahre her. Klar, damals gabs nur Westberlin, es gab keine Handys, kein Internet. Aber sonst? Hat sich am Prinzip von Abhängigkeit und Drogen und Gewalt viel verändert? Ich glaube eher nicht. Daher ist es wohl besser, wenn der Romanbericht mein Baby bleibt. Zumal er ohnehin online zu finden ist Smile .
Vielen Dank für deine Worte und das „Bild“ Smile

@Vittorio
Auch dir ein Danke und die Antwort in Sachen Buch steht schon bei dakini Wink

@mikel015
MMA ist natürlich nochmals eine ganz andere Liga. Das wird allerdings in meiner Ecke gar nicht so viel angeboten. Und gerade Frauen machen das dann noch eher selten, oder?
Wenn ich unter Druck bin und angegriffen werde, kann ich auch treten, um mich zu verteidigen. Aber insgesamt ist mir das reine Boxen lieber. Ganz am Anfang habe ich auch Kickboxen versucht. Am Ende gaben vermutlich auch die Leute vom Boxen den Ausschlag. Im Verein sind wir schon eine ziemlich krasse Truppe. Viele mit entsprechender Vergangenheit...aber sehr in Ordnung. Die Leute passen einfach. Und daher ist dann Boxen für mich auch ideal.
Am 16.6. ist mein erster Kampf Smile . Daumendrücken ausdrücklich erwünscht Wink. Ich bin jetzt keine, die total ehrgeizig ist, aber ich will niemanden enttäuschen und hoffe mal, dass ich ganz gute Chacen haben werde.
Den Kampf von Abraham damals war vor meiner Zeit, aber ich kenne ihn von youtube. Das war natürlich ein eher krasses Beispiel und kommt sehr selten vor. Ich glaube aber, Frauen können genauso zäh sein. Die Schlagkraft ist natürlich meistens etwas geringer, so dass ein gebrochener Kiefer in einem Frauenkampf seltener ist und wenn, dann eher im Schwergewicht vorkommen wird. Da ich im Leichtgewicht boxe, bin ich da doch noch ein Stück weit entfernt.
Danke auch dir für deine Worte Smile




Im Moment bin ich wieder ziemlich am Grübeln. Dabei geht es irgendwie um mich, meine Persönlichkeit und das Leben an sich. Und dass ich irgendwie im Moment ein sehr krasses Gefühl habe, dass es eine Trennung gibt bei mir zwischen dem Außen und dem Innen.

Außen, das sind meine Noten. Die ziemlich gut sind. Das Gefühl, genau deswegen auf der richtigen Schule zu sein. Ich komme im Unterricht gut mit. Es sind Dinge, die mich oft interessieren. Deutsch und Fremdsprachen mal ausgenommen. Ich beweise eigentlich täglich (mir und anderen), dass ich es vom Kopf her, vom Denken her kann. Und beweise mir damit auch wohl ständig, dass meine Erzeugerin Unrecht hatte. Ich komme also gut voran. Außen. Und habe bewiesen, dass ich nicht auf der falschen Schule bin.

Tja, und jetzt wird es kompliziert. Denn Innen sieht es etwas anders aus. Und dazu möchte ich zwei Beispiele bringen, damit es vielleicht besser zu verstehen ist.
Diese Woche waren ja drei Exkursionen. Technisch war es interessant. Doch dann saßen wir an einem Tag noch beim Chef der besuchten Firma im Büro. Der Typ war mir grauenvoll unsympathisch. Und dann fängt er an, dass er uns gratuliert, weil wir später mal die Elite sein würden und keine Versager ohne „höhere“ Schulbildung. Und ich habe den nur angeschaut, was ihm aber nicht aufgefallen ist. Und habe damit gekämpft, ihm keine zu klatschen.
Dafür ist mir aufgefallen wie das alle anderen toll fanden. Die Leute in meiner Klasse und selbst der Lehrer. Dass es absolut besch... ist, so arrogant zu sein und sich nur wegen der Schule über andere zu erheben, sah offenbar keiner. Ich habe mich da drin noch mehr wie eine Fremde gefühlt als sonst.
Zweites Beispiel: Vor kurzem bin ich mit einem Typen aus meiner Klasse, den ich bisher noch als halbwegs erträglich eingestuft habe, in einer Freistunde in der Stadt gewesen. Da kamen wir auch an einem Obdachlosen vorbei, den ich etwas besser „kenne“. Der und ich sind beim ersten Mal aneinander geknallt. Da war er an einem Platz in der Nähe, wo ich wohne und hat plötzlich rum geschrien und ein kleines Kind hat sich erschrocken. Naja...Kinder will ich ja immer beschützen und damals meinte ich zu ihm: „Junge, bisschen leiser, hier sind Kinder!“ . Und er war völlig aus dem Häuschen, dass ihn jemand anspricht, dass jemand „Junge“ zu ihm sagt ^^...und so habe ich gemerkt, dass der eigentlich ganz friedlich und okay ist. Und manchmal...immer kann ich es mir nicht leisten, stecke ich dem auch mal nen Euro zu oder zwei. Das habe ich dann auch an dem Tag gemacht und kurz mit dem geredet. Der Blick des Typen aus meiner Klasse war krass. Total entgeistert. Entsetzt. Wie ich denn als eine von einem TG mit einem Obdachlosen reden kann. Er hat es nicht ausgesprochen. Aber sein Blick war eindeutig. Meiner aber auch. Aber es war wieder ein gutes Beispiel, das innen und außen nicht so ganz passen.

Ich merke eben doch sehr deutlich, dass ich irgendwie mit einfachen Leuten (nicht negativ gemeint, mir fehlt nur ein besseres Wort), mit Leuten, die eben auch bisschen Lebensprobleme haben und eine eher nicht normale Biografie besser auskomme. Ich habe das Gefühl, zu denen zu gehören. Unsere Wohnung liegt ja auch jetzt eher in einer rustikalen Gegend. Schon ein bisschen sozialer Brennpunkt, wenn auch nicht vergleichbar mit der Siedlung in meiner Heimatstadt.
Aber ich fühle mich da wohl. Es sind irgendwie normale Leute mit Problemen. Nicht arrogant. Mit ihren Fehlern. Und ihren Stärken. Und ich habe das Gefühl, dass diese Menschen zu mir und meiner Natur passen.
Die anderen sind mir fremd. Die in der Klasse sowieso. Das wäre noch egal. Aber naja, ich ticke ja auch nicht wie die Lehrer. Die Lehrer sind begeistert, weil meine Noten so sind wie es keiner gedacht hat. Und vermutlich auch, weil so mancher Lehrer sich gut fühlt, wenn er sagen kann, dass er eine wie mich mit der Vergangenheit zum Abi begleitet. So ein bisschen die Quoten-Asoziale auf dem Technischen Gymi Wink . Aber dieses Gefühl...dass ich eigentlich mit den Leuten, die sich für was Besseres halten, nichts anfangen kann und dass ich dort innerlich immer ein Eindringling bleiben werde, ist sehr stark. Und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob ich das bekämpfen möchte. Eventuell wäre es doch besser gewesen, wenn ich nach der Real die Ausbildung auf dem Bau gemacht hätte. Dann hätten Innen und Außen vielleicht etwas besser harmoniert.
Denn eines ist auch klar: Wofür macht man Technisches Abi? Richtig, um was Technisches zu studieren. Wenn ich mir allerdings ansehe, wie manche Studenten hier in meiner Stadt so rüber kommen, wenn ich sie auf der Straße sehe...dann sehe ich heute schon, dass das niemals klappen wird. Mit solchen Schwätzern habe ich null gemein. Und sann diese Arroganz, nur weil sie studieren. Dabei sind die ja auch nichts anderes als Azubis. Nur eben welche, die vor allem viel Theorie haben.
Naja...bisschen ungeordnet im Kopf und musste jetzt einfach mal raus Wink .
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Yez
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2098

BeitragVerfasst am: 5. Mai 2018 08:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Beverly,

leider beurteilen die meisten nach dem äußeren.
Ganz ganz schlimm !

Ich finde das dein „ Äußeres „ und „Inneres „ schon zusammen passen.
Für andere , wirke ich recht „ normal „
trotzdem wertschätze ich Personen, die es nicht „ geschafft „ haben .
Wir sind doch nichts besseres , wenn es uns finanziell gut geht .
Ich bin auch nichts schlechteres , weil meine Bildung und Belesenheit geringer als beim Studierten ist .

Letzten Sommer bei Lidil , habe ich einem Obdachlosen meinen wöchentlichen Pfandbong gegeben .
Er war auf Pfandsuche unterwegs .
Er nur , boh..., dafür hätte ich Tage suchen müssen .
Er strahlte und bedankte sich , sehr sehr höflich.
Damit habe ich 2 Personen Glücksgefühle verschafft .

Es gibt sehr viele , die eine gute Schulbildung genossen haben
und durch äußere Umstände trotzdem auf der Straße gelandet sind .
Sehr sehr oft , sind es emphatische Personen .


Was ich noch erwähnen möchte ,
ich finde es echt super , dass du , egal wer dir schreibt ,
jeden persönlich nennst und antwortest .
Das ist auch eine Wertschätzung an uns .
Und so sollten wir doch jedes Wesen wertschätzen.

Mache dir keine Gedanken wegen dem Chef oder deine Mitschüler .
Ein großer Teil unserer Mitmenschen ist überheblich und arrogant.
Bis es ihnen selbst mal richtig SCH... geht .
Der intelligente ändert dann seine Meinung.
Der Dumme bleibt dumm .

Für den 06.06 drücke ich dir die Daumen.

Liebe Grüße

Yez
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2169

BeitragVerfasst am: 5. Mai 2018 12:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bev,

dazu könnte Dir Missy ebenso was schreiben, wie ich nun. Sie saß auch zwischen Studenten, die arrogant rüber kamen im Medizinstudium und trotzdem hat sie ihren Weg gemacht. Es ist nicht wichtig, WER da noch sitzt, denn heute, werden sich überall nahezu Menschen finden, die dem Narziss frönen. So hat sich unsere Gesellschaft nun mal entwickelt und das ist Gegenstand vieler wissenschaftlicher Untersuchungen. Einige Profs (auch Ärzte,die auch wissenschaftlich tätig sind, Soziologen, ect) haben sich dem Thema zugewandt und auch Moron wird das in seine Arbeit einfließen lassen.

Es ist "alles bestimmend", könnte man sagen, von oben angeschoben: die Wachstumsspirale. Die Menschen werden an ihren grundlegenden Instinkten wie Gier gepackt. Konkurrenzdenken folgt auf dem Fusse. Was das für uns alle bedeutet, ist weitreichend im sozialen Miteinander, denn das entfällt derart weitgehend. (ich persönlich finde dies schade, weil der Mensch sich auch anders hätte entwicklen können..) Und so, wird Dein Empfinden noch verstärkt.

Emotionale Intelligenz wird nicht mehr "gebraucht", egoistische Züge verhindern Solidarität. Dafür wird Konkurrenzdenken angeschoben. Vor allem, macht ein Übermaß an narzisstischem Verhalten einsam. Und so, fühlen sich viele heute auch.

Hinzu kommt, dass das Konstrukt des narzisstischen Lebensstiles eine Selbstsucht anschiebt: ganze Seiten der Darstellung im Internet, belegen diese Entwicklung im bildlichen Sinne. Allgemein, lässt Selbstsucht keine Liebe zu, vor allem keine Selbstliebe. Denn das sind völlig verschieden Dinge. Früher wurde Narzissmus von den Mächtigen gelebt, heute, hat er die ganze Gesellschaft erfasst. Und was Du siehst, im Alltag, ist auch ein Ergebnis von diesem Wandel der ganzen Gesellschaft.

Solche Entwicklungen dringen bis in die privatesten/intimsten Bereiche. Auch, wenn manche nicht sehen können, dass sie sich so mies fühlen, weil das "Außen" entsprechend verändert ist. Da geht es keineswegs um das alte Sätzchen: "früher was alles besser." Das wäre am Thema vorbei.

Die Abwertung anderer, gehört dazu. Immer wieder, werden einige das erleben und es geht weit über Suchtpatienten, die in eine Schublade gesteckt werden, hinaus. Eben schon in der Ausbildung, geht es zuweilen derart zu. Meine Freundin schreib mir, dass eine Bekannte von ihr, ihrer Tochter, gerade mal 2 Jahre alt, erzählt wie toll sie ist UND -> dass sie BESSER ist, als die anderen! (da dreht sich mir der Magen rum)

Zu erkennen, dass vieles aus einem selbst geboren wird, ist wichtig. Und oft, hat man die Möglichkeit, das zu ändern. Sich zu ändern. Wenn ich es richtig verstehe, bist Du derzeit an diesem Punkt. Auch das, ist ein ganz elementarer Teil der eigenen Entwicklung. Und hat nichts mit der Gesellschaft zu tun - das kommt ins Spiel, wenn Du schreibst, dass es "Ecken" gibt, wo die Menschen besser zu einem passen.

Man darf sich aber nicht seinen Weg vermiesen lassen! Wenn man sich entscheidet, zu studieren, so ist das doch eine gute Sache - sich da an dem aufzuhängen, dass zu viele Menschen dabei sind, die sich zu wichtig nehmen -> da setzt an, was ich schrieb: es wird Dir überall begegnen können. Es darf Dich aber nicht hindern, Deinen Weg zu gehen. Du hast viel mehr drauf, allein durch das, was Du durch gestanden hast! Die meisten anderen, haben doch nur "auswendig" gelernt, um da hin zu kommen. Auch wenn Verstehen das begleitet, so ist es doch NUR der fachliche Teil. WO sind die menschlichen Kompetenzen?

Tauche nicht ab in Bereiche, weil Du da besser mit den Leuten klar kommst, sondern suche Dir den Weg, den Du beschreiten MÖCHTEST! Menschen kommen und gehen, die Ausbildung aber, bleibt Dir erhalten und ist Ausgangspunkt für alles, was Du noch machen möchtest. Zudem gibt es immer mal Phasen, wo man sich umentscheiden möchte. Und eine gute Grundausbildung, ermöglicht einem den Weg. Heute ist ein Abi Voraussetzung, um sich frei entfalten zu können beruflich. Früher, war das anders. Von daher, kann man überlegen, ob ein fachgebundenes Abi Sinn macht. Es ist nur dann sinnig, wenn man sich sicher ist, dass man auf der Schiene bleibt.

Aber erst mal ist Daumendrücken angesagt für Deinen Kampf! Wink
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mikel015
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3308

BeitragVerfasst am: 5. Mai 2018 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hast du nichts, bist du nichts." | „Hast du etwas, bist du etwas."


Es gibt kaum einen Satz/eine Redewendung, welchen/welche ich mehr verabscheue. Nun ja, es sind vielmehr die Menschen, die diese Redewendung ernst gemeint anwenden, um sich anhand ihrer materiellen Dinge etc., von anderen Menschen versuchen abzuheben, sich gar für etwas Besseres halten. Oberflächlich und dämlich, mehr kann man dazu nicht sagen.

naja und Obdachlose,

ich vermute, dass bei Obdachlosen so ähnliche Vorurteile dranhängen wie bei den Arbeitslosen: Alles Schmarotzer, Versager, usw...
In der Gesellschaft ist glaub ich das denken verbreitet: "Ich bin doch nicht wie dieser Abschaum!" Aus Angst mal selber abzurutschen oder der allgemeinen Verleugnung der eigenen faulen, schmarotzerischen Persönlichkeitsanteile versucht der Mensch sich heutzutage krankhaft "Von denen da unten" abzugrenzen.

Die Kölsche Band "Höhner" die sich für Obdachlose einsetzt hat einen interessanten Song dazu geschrieben: Alles verlore.

Es kann jeden treffen, jedoch hat nicht jeder die Kraft wieder aufzustehen!

Meine 5 Cent...
Mikel
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1753

BeitragVerfasst am: 5. Mai 2018 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

yep, interessantes Thema.
Es ist schlimm, wenn Menschen sich über Status, Geld, Macht usw. definieren.
Dahinter ist oft die ganz große innere "LEERE"-
In unserer Familie ist es leider auch so, dass man "so viel Wert ist, wie man leistet"- so ungefähr. HORROR.

Das diese Welt so tickt habe ich zig mal am Telefon getestet, - wenn mein Gegenüber fragte, WER ICH BIN? Rolling Eyes -

Die Stimmfarbe ändert sich sofort, *plink*- je nachdem ob ich sage, dass

+ ich bin eine Drogenabhängige bin, die von Grundsicherung lebt,(korrekt soweit) oder ob ich sage (was ja auch irgendwie "stimmt") :

+ ich Diplom-sportwissenschaflerin bin, in einer Lebenskrise, deshalb derzeit leider "arbeitsunfähig"...

Das sind so subtile Nuancen, die mir nicht entgehen.
Und es widert mich zunehmend an.

Deshalb bin ja auch derzeit "reif für die Insel".- hab ich im anderen Thread geschrieben...
Alles Gute für dich, Bev, - du machst das schon. Immer die Fühlung zu deiner inneren Stimme behalten,- das ist wichtig... denn wenn die "Alarmglocken bimmeln" oder sich ein un-entspanntes Feeling im Body breit macht, - sind das gute Wegweiser.

Die Welt verliert sich immer mehr in Äußerlichkeiten.

Ich stehe, staunend und angewidert daneben mit meiner Suche nach Wahrheit, Substanz, Echtheit, Authentizität.

Manchmal bin ich auch froh, dass ich quasi nie aufgehört habe, mich zu "wundern"- also das ist wohl der kindliche Anteil in mir, der nie gestorben ist.

LOVE & PEACE
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1753

BeitragVerfasst am: 7. Mai 2018 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

my, wenn ich lese, was ich da schrieb, denke ich nur: shitte, wie arrogant - wieder ein Abdriften in mein "schwarz-weiß-Denken" halt.
Was ich hinzufügen wollte, für Alle, die noch jung sind (um die 20 Jahre)- bitte überlegt euch gut, wenn ihr ne Ausbildung oder ein Studium beginnt, ob ihr da ein Ziel verfolgt, das für euch wirklich Sinn macht. Langfristig. Ob ihr eine Leidenschaft dafür entwickeln könnt, und am Ende dann den Job auch gerne ausübt!
Denn: ich habe,- wei ich noch nie wußte, was ich wollte, oder wohin ich wollte,- mich einfach überreden lassen (von meinen Eltern) Sport an der SpoHo Köln zu studieren und auch mit Diplom abzuschließen. Für sie war die Vorstellung unmöglich, nach abegeschlossenem Abi (mit Ach und Krach) NICHT zu studieren, sondern sich mit Selbst-findung zu beschäftigen, z.B.-
Jetzt hab ich den Salat: ein längeres Praktikum in meinem Berufsfeld (Sport-therapie mit Suchterkrankten) in der hiesigen Akut-station hat mir dann gereicht, um zu checken: dies ist kein Arbeitsfeld, wo ich sinnig agieren könnte! (recht logisch, oder? - lol oder *heul* Shocked )- mein Dipl vergammelt im Schrank und ich hab mir dafür echt jahrelang den A. aufgerissen, alles Leistungskurse (anfangs noch magersüchtig) ohne Defizite abgerissen- meine Physis war eben leider schon immer gesünder als meine Seele.

Unter den sonnigen müsli-fressenden Sportstudenten, die keine anderen Probleme hatten, als Bänderrisse, Knochenbrüche, Verstauchungen aller Art... kam ich mir immer vor wie ein echter Außerirdischer, -
saß in den Pausen zwischen den Kursen, irgendwo im Gelände, rauchte meinen Joint, und fühlte mich überhaupt nicht integriert. Oft habe ich auch öffentlich geheult, weil ich ja schon immer so verzweifelt war, wie jetzt.
Mein Fazit: So grottendoof und un-empathisch wie Sportstudenten sind wohl kaum andere Leute auf Erden! höher, schneller, weiter...

Ich habe meine semesterfreie Zeit für Klinikaufenthalte gebraucht, und den Stoff für die Klausuren in 2 Nächten ins Hirn gekloppt (andere haben 2 Monate gebüffelt dafür-...)- nunja, will sagen:
hätte mich doch nur irgendein Mensch, in meiner Verwandtschaft oder Bekanntschaft "aus dem Verkehr" gezogen, frühzeitig, rechtzeitig! - nein... es kam dann noch mein beschissener Anspruch an mich selbst: "was man beginnt, das führt man dann auch zum Abschluß, ..."-

boah, sorry, Bev.-
Meine message lautet:
Selbstfindung sollte VOR der Berufsentscheidung stehen!

Und dafür braucht man Zeit und checkende Leutz um sich.

Klar, man kann auch in der Lebensmitte im totalen Burn-out landen und wieder völlig umdisponieren. usw. Alles möglich quasi, - das war nur das, was mir gerade im Kopf rumschwirrte, wohin auch immer DEIN Weg geht / gehen soll...
Cool
sorry, für o.t.-Gelaber, aber um s Eck war die Botschaft schon für dich!
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Beverly_Marsh
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Anmeldungsdatum: 12.08.2015
Beiträge: 414

BeitragVerfasst am: 11. Mai 2018 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Mal wieder Danke für die neuen Antworten Smile

@Yez
Naja, ich selbst habe ja auch wenig Kohle. Also lebe eben vom Jugendamt mit Schüler-Bafög und anderen Unterstützungen. Früher habe ich das, was ich heute im Monat habe, an einem halben Tag verdient. Nur eben nicht für mich und mit reichlich ekelhafter Arbeit. Trotzdem kommt es mir heute wie Luxus vor und gegenüber einem Obdachlosen ist das auch so.
Ja...Arroganz ist widerlich. Und man kann ja noch bei den Lehrern sagen: Okay, die haben Abi, die haben studiert. Auch bei dem Typen mit der Firma. Aber dass Mitschüler von mir, alle noch keine achtzehn und von Beruf Töchter und Söhne schon so arrogant sind...ohne je was geleistet zu haben...das finde ich krass. Und klar, je nachdem, was passiert, ist auch gute Bildung kein Schutz vor Armut oder vor Sucht oder einem Leben auf der Straße.
Ich komme eben mit normalen Leuten eher klar. Das sind irgendwie gefühlt meine Leute. Wäre ich bei einem Professor eingeladen...könnte ich mit dem vielleicht ansatzweise über sein Fach reden, wenn es Mathe ist. Aber sonst nichts. Nichts alltägliches. Das würde einfach nicht passen.
Es war toll, dass du dem Obdachlosen den Pfandbon geschenkt hast. Eine kleine Sache, aber für ihn viel wert.
Naja, zwei Jahre muss ich die Idioten in meiner Klasse noch ertragen. Was danach kommt, wird man sehen. Aber ich sehe da keinen Grund, mich zu ändern. Danke für deine Worte und Gedanken Wink ...und fürs Daumendrücken dann am 16.6. !

@dakini
Naja, ich denke, dass Konkurrenzdenken und Gier schon irgendwie zum Menschen gehören. Ein Problem wird es nur, wenn gar nichts dahinter steckt oder das eben alles andere überstrahlt. Und wenn ich dann Leute sehe, die auf der Straße keinen Tag überleben würden, sich aber benehmen, als wären sie die Tollsten, dann geht bei mir der Rolladen runter. Wenn einer, der es drauf hat, arrogant ist...dann ist er trotzdem ein Arschloch. Aber wer arrogant ist ohne etwas zu können, ist eine Witzfigur.
Emotionale Intelligenz rutscht vermutlich wirklich mehr nach hinten. Wobei ich gar nicht sagen will, dass ich die habe. Ich bin schon traumabedingt sehr beschränkt, was positive Gefühle angeht. Aber mir geht Fainess über alles. Und wenn ich mich asozial gegenüber einem Obdachlosen verhalte, weil ich denke, dass der asozial ist, bin ich die Aosziale Wink . Für mich ist entscheidend wie mich einer behandelt. Ist der ehrlich? Dann darf er gerne auch grob sein oder laut. Oder proletig. Das ist ganz egal. Wenn er „echt“ ist.
Die Frage ist natürlich bei gewissen Leuten auch: Wie gefestigt sind die wirklich...wie stark und wie groß ist das Selbstvertrauen tatsächlich, wenn die sicher immer und immer wieder gegenseitig versichern müssen wie toll sie sind? Auf Kosten anderer? Wer wirklich stabil ist, hat das doch gar nicht nötig.
Stand jetzt habe ich keine Ahnung, ob ich mal studiere. Ich an einer Uni wäre wie der Papst im Swingerclub. Nicht vom Fachlichen her, aber von der Persönlichkeit. Sollte ich jemals studieren, werde ich sehr gute Nerven brauchen bei den Leuten dort. Aber jetzt bin ich sowieso erstmal noch gute zwei Jahre auf der Schule. Ja, wenn man es fachlich packt, sollte man schon schauen, dass man Abi macht. Genau deswegen probiere ich das auch. Dass ich auf der Schiene bleibe, ist sicher. Dort sind meine Talente. In Technik und noch mehr in Mathematik. Ich breche die Schule sicher nicht ab, auch wenn mir die Leute täglich auf die Eierstöcke gehen. Nur genervt bin ich eben manchmal.
Danke fürs Daumendrücken und für deine Worte Smile

@mikel
Ja...ein böses Zitat, aber eines, nachdem die Welt meistens funktioniert.
Es gibt schon auch unsympathische Obdachlose. Und dass viele nicht mit Leuten zu tun haben wollen, die besoffen und aggro auf der Straße herum schreien, verstehe ich auch. Dass aber pauschal alle abgelehnt werden, nur weil sie arm und ohne Wohnung sind, das kann nicht sein. Aber was du sagst, stimmt natürlich. Man grenzt sich nach unten ab und versichert sich total hektisch, dass man etwas Besseres ist. Der Aufzug fährt für manche viel schneller nach unten als sie selbst denken!
Danke für deine Worte...und den Song werde ich mir mal anhören, auch wenn ich das Kölner Zeug vom Dialekt her als Ossi meist nicht verstehe Wink .

@schattengewächs:
Das ist ziemlich genial bei dir, dieses Experiment, und ich kann mir denken, dass die tatsächlich total anders reagieren, je nachdem, was sie zu hören kriegen. Einerseits witzig, weil es fast schon Ironie ist, andererseits ist es ja eigentlich nicht lustig, weil es ein gutes Beispiel ist wie blöd die Gesellschaft tickt.
Ey und gar kein Thema, wenn du jetzt auch mal deutlicher von dir geschrieben hast. Das passt doch auch hier rein und gehört ja zum Thema dazu. Ich hoffe mal, dass es vielleicht doch noch eine Möglichkeit bei dir gibt, mit dem Diplom einen Bereich zu finden, in dem du besser arbeiten kannst. Sport ist sicher speziell...also auch von den Leuten her. Da wird vermutlich nicht groß um die Ecke gedacht. Der Body ist entscheidend, das andere überlassen wir den Philosphen...oder so ähnlich.
Danke für den Tipp..ich habe noch Zeit, bin mir aber heute schon recht sicher, dass ich auf alle Fälle in der technischen Richtung bleiben werde. Da passt das TG wirklich perfekt zu mir.
Nach jetzigem Stand...und die Frage stellt sich ja, wenn überhaupt, frühestens im Sommer 2020, könnte ich mir vorstellen, Mathe zu studieren. Aber naja...wenn man diesen Gedanken anderern mitteilt, ist es ungefähr so, als würde ich sagen, dass ich der nächste Papst bin Smile .
Danke für deine Worte und auch dass du deine Erfahrungen geschrieben hast. Ich wünsche dir das Beste!



Mittlerweile wird mir das, was da in der Nachhilfe läuft, die ich gebe, selbst etwas unheimlich ^^. Auch die beiden anderen Mädels, denen ich jetzt helfe, haben sich in sehr kurzer Zeit sehr deutlich verbessert. Und zwar nicht nur in Mathe, sondern auch in Physik. Damit war auf keinen Fall zu rechnen. Ich wäre enttäuscht, wenn sich gar nichts geändert hätte. Aber naja, ich hatte mir das eher schrittweise vorgestellt. Ein solcher Sprung in den Noten war nie geplant.
Denn obwohl natürlich Defizite da sind und allen drei ein großer Teil vom letzten Schuljahr fehlt, konnte ich das wohl auch die Schnelle ein bisschen ausgleichen. Aber erklärt das alles? Ein bisschen Zufall muss dabei sein, denn ganz logisch lässt sich das nicht erklären.
Für die Eltern bin ich derzeit eine Art Heilige. Alle drei Mütter sind alleinerziehend, haben somit wenig Kohle und könnten sich eine super teure Nachhilfe nicht leisten. Dass nun meine funktioniert, haben die zumindest in der Form auch nicht erwartet. Und ich verlange wohl eher wenig Geld. Zu wenig meint meine Miwo. Aber gut, ist jetzt eben so, und das Geld ist auch nicht der alleinige Grund, warum ich es mache. Es macht ja auch Spaß.

Ganz witzig ist, dass die drei mich jetzt vor jeder Nachhilfestunde bequaken, dass ich doch später Lehrerin werden soll. Das ist insofern witzig, da vermutlich kaum ein Job weniger passend für mich wäre als der Wink . Ich und Lehrerin würde schon an meinem Nervenkostüm scheitern. Und das wären mir auch eindeutig zu viele Menschen um mich herum. Somit wird das also eher nichts werden. Und man darf die ganze Sache ja auch nicht überbewerten: Die Hauptarbeit leisten die drei, denn die haben gute Klausuren geschrieben. Nicht ich. Die haben sich verbessert. Nicht ich. Ich habe lediglich dafür gesorgt, dass sie die Blockade, die sie im Kopf haben und diese Gewissheit, dass sie für diese bösen Fächer ja viel zu doof sind, verloren haben. Deswegen ist mir das Lob, das ich derzeit bekomme, auch eher peinlich. Denn so viel habe ich dann ja auch nicht gemacht.

Ich freue mich, dass somit im Moment alle profitieren. Mir macht der Job Spaß und ich kann auch das Geld ganz gut gebrauchen. Vor einiger Zeit hatten wir ja Exkursionswoche und ich hatte auch meinen Anteil daran zu zahlen. Das übernimmt das Amt nicht komplett, wobei ich das nicht sehr nett finde – immerhin haben die ja Geld gespart, weil ich nicht mit nach Paris bin Wink .
Mal sehen wie das weiter geht und ob die drei das halten, was sie jetzt geschafft haben.

Am Samstag, als ich abends unterwegs war, war es sehr stressig und wäre fast eskaliert. In manchen Dingen kann ich meinem Kopf zwar vorher sagen, dass er sich nicht provozieren lassen soll. Und naja...der Kopf weiß das auch. Aber wenn dann mal wirklich etwas passiert, ist es schwer, den ursprünglichen Plan, sich raus zu halten und eher weg zu gehen, umzusetzen. Vor allem wenn gewisse Leute glauben, sie müssten mich berühren. Ich kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn mich Fremde ungefragt berühren oder mir zu nahe kommen. Und die Erklärung, sorry mein Kumpel ist besoffen, ist dann auch keine, die daran etwas ändert. Das ist nicht mein Problem. Wenn der Typ nicht mit Alk umgehen kann, soll er es einfach lassen. Meine Baustelle ist das jedenfalls nicht.
Es ist schade, weil so etwas dann vielleicht nur ein paar Minuten dauert, aber die schönen Stunden vorher dann in der Erinnerung ziemlich kaputt macht. Und wenn ich mich dann mal richtig wehren (würde), wäre ich wieder die Böse.

Von daher ist es besser, wenn ich nicht zu oft die Nähe zu anderen Menschen suche. Vor allem nicht beim Feiern. Aber das ist nun wirklich keine sehr neue Erkenntnis Wink !
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Yez
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2098

BeitragVerfasst am: 12. Mai 2018 08:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Beverly,

in solchen Momenten, kann man sich nur „ verteidigen „
Ich persönlich mag es auch nicht , wenn man mir zu nahe kommt .
Da passiert es schon mal an der Schlange im Supermarkt,
dass ich zu meinem Hintermann sehr laut und böse sage :
Hatten sie länger keinen Sex mehr , oder warum suchen sie meinen Körperkontakt ...?
Einer hat mich mal mundtot gemacht , er meinte : oh , sie riechen sooooo gut .
Bin nicht auf den Kopf gefallen, aber da wusste ich im 1. Augenblick nicht ,
was ich erwidern sollte .

Ein gewisser Abstand, zeugt von Respekt .

Ein mal kam mir mein jahrelanges Training beim Kampfsport zur Hilfe .
Von hinten hat mich der Typ angegriffen .
Da gibt es einen super guten effektiven Griff zur Verteidigung,
den ich hier nicht äußern mag .
Ist echt grenzwertig .
Einen 190 cm Mann , habe ich nachts zu Boden gebracht .
Anschließend gabs noch ne Ladung Pfefferspray ins Gesicht .
Dann bin ich nur noch gerannt.


Der Gedanke deiner Nachhilfeschüler , ist gar nicht so schlecht .
Nicht als Lehrerin , aber es gibt bestimmt Berufe , wo du einzelne Personen fördern kannst .
Und wenn’s nur nebenberuflich ist .

Liebe Grüße

Yez

Ps. Und ganz viel Daumen für Mittwoch
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Beverly_Marsh
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 12.08.2015
Beiträge: 414

BeitragVerfasst am: 18. Mai 2018 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

@yez
Du hast da einen total wahren Satz gesagt:
Abstand ist immer auch Respekt. Und wer vor mir keinen Abstand hält, akzeptiert mich nicht. Und wer mich nicht akzeptiert, der muss nicht erwarten, dass ich ihm mit Respekt gegenüber trete.
Ich hasse es zum Beispiel auch sehr, wenn einer auf der Straße direkt und sehr nahe hinter mir läuft. Vor allem, wenn das länger dauert. Und ich reagiere dann auch immer sehr deutlich.
Kampfsport ist wohl immer nützlich. Bei mir ist es so, dass mich viele wohl nicht angreifen würden, weil ich absolut nicht in das „Opfer-Bild“ passe, das viele haben. Aber absolut genial wie du damals reagierst hast und auch bei harmloseren Dingen wie im Supermarkt reagierst.
Wirklich gute Sprüche fallen mir selten ein oder meistens zu spät. Aber wehren tue ich mich auch immer. Denn Abstand sollte selbstverständlich sein.
Naja, mal sehen, was später kommt. Im Moment ist die Nachhilfe als Job einfach genial. Die Chemie stimmt, ich bin nicht genervt, es macht Spaß, habe Erfolg und verdiene noch Kohle damit. Das ist dann irgendwie ein Gewinn für alle Beteiligten.
Danke für deine Worte und auch für die Beispiele von dir, die du gebracht hast.



Und einmal mehr staune ich mal wieder über die Schule. Ich meckere da recht viel im Moment, aber irgendwie kriegen meine Mecker-Nerven auch ständig neues Futter.
Im Moment ist ein Aufruhr in der Klasse ohne Ende. Man könnte meinen, es wäre etwas ganz wichtiges passiert. Dabei ist es nur ein Beispiel wie schnell die Menschen durchdrehen.

Letzte Woche in Physik. Ein guter Lehrer. Fachlich top, Unterricht interessant, manchmal labert er ein bisschen viel. Schon älter. Und in der Praxis-Stunde im Labor hat er der nervigsten und dümmsten Tussi dann ein Kompliment gemacht. Naja...ein plumpes Gelaber eben, was er für ein Kompliment gehalten hat.
Zitat: „Selbst im Laborkittel siehst du noch frisch und umwerfend aus!“
Okay. Sie grinst blöd...andere grinsen auch oder es ist ihnen egal. Das Ganze kann man also unter dem Register „Wie flirte ich nicht“ ablegen. Und dann einen Tag später. Irgendeine andere Person aus ihrem Umfeld muss ihr den Floh ins Ohr gesetzt haben, dass der Lehrer sie da extrem verletzt haben muss. Plötzlich sucht sie Zeugen und will zum Direktor gehen und eine Liste rum gehen lassen mit Unterschriften gegen den Lehrer? Und jetzt...später...springen natürlich manche auf den Zug auf und komischerweise meistens die, die zu blöd für das Fach sind ^^.
Mich hat sie gar nicht gefragt, ob ich unterschreibe. Die weiß warum. Und nun sollen alle, die dabei waren im Labor-Kurs einzeln befragt werden. So ein Aufwand! Wegen absolut nichts. Wegen etwas, was sie in der Sekunde null gestört hat! Einem guten Lehrer wird an den Karren gefahren, weil er einmal etwas Blödes, aber sicher nichts schlimmes gesagt hat.
So etwas kann man doch anders regeln. Hätte der den Spruch bei mir gesagt, hätte ich ihn angeschaut und gesagt: „Sehen Sie, Herr L. ...wenn sie jetzt jünger und schön wären, hätte ich mich über so ein Kompliment auch gefreut!“
Das hätte doch gereicht. Aber wegen einer solchen Kleinigkeit Tage später auf beleidigt machen, ist doch lächerlich.
Ich bin ganz klar gegen sexuelle Belästigung. Absolut. Aber das Verhältnis muss da sein und nicht jeder missglückte Spruch ist gleich ein Grund für einen Weltuntergang. Zumal ich den Eindruck habe, dass sich da nur eine wichtig machen will. Und genau das werde ich auch sagen, wenn ich befragt werde. Dieses scheinheilige Gejammer mache ich nicht mit. Die haben echt keine Probleme und machen sich dann künstlich welche!

Ansonsten geht es einigermaßen. Ich habe erträgliche Tage und grauenvolle Nächte. Im Moment mit weniger Albträumen, weil ich noch weniger schlafe. Manchmal denke ich, der Körper müsste sich den Schlaf doch mal irgendwann mit Gewalt nehmen. Einfach mehr schlafen. Zumindest am Wochenende. Aber nein...da schleppe ich mich müde durch den Tag und nachts geht dann trotzdem nichts oder nur wenig. Mein Kopf ist da einfach völlig in Unordnung. Das dürfte wohl ein Nachspiel der vielen Drogen sein. Aber wenigstens sind jetzt Ferien. So spielt es dann auch keine große Rolle, wenn ich die Tage eher verpennt durchlebe! Wobei ich genug zu tun habe. Training ist trotzdem, Nachhilfe gebe ich auch...und natürlich verziehe ich mich oft in meine geliebte Bibliothek. Bibliotheken und Friedhöfe sind geniale Orte, weil dort die Menschen meistens den Mund halten Wink .
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Yez
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2098

BeitragVerfasst am: 19. Mai 2018 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Beverly,

wie ist den der Kampf ausgegangen ?

Liebe Grüße

Yez
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Beverly_Marsh
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 12.08.2015
Beiträge: 414

BeitragVerfasst am: 19. Mai 2018 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Yez Wink

Der Kampf ist erst am 16. Juni...also in einem knappen Monat.

Aber auch dann werde ich sicher darüber berichten. Und Danke der Nachfrage!
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