Wie geht es Euch heute?

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ast
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2337

BeitragVerfasst am: 29. Jun 2020 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Marle hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
und ja, schlimmer geht immer...seltsamerweise ist Alk die einzige Droge, die mich nie interessiert hat.

Da kann ich Dich nur beglückwünschen, auch, wenn ich persönlich keine ganz so tollen Unterschiede bei den diversen Suchtstoffen sehe.

oh doch, da differenziere ich weiterhin sehr stark zwischen verschiedenen Substanzen.
klar, das Suchtpotential ist ihnen allen gemein, aber im Grad der Abhängigkeit unterscheiden sie sich doch stark:
z.B. ist Alkohol toxisch, zerstört die Zellen, während man mit reinem H durchaus alt werden kann und Marihuana sogar ein beachtliches Heil- Potential besitzt.

genauso muss man bzgl. geregeltem Konsum differenzieren.
es spielen viele verschiedene wie individuelle Faktoren eine Rolle, warum es einem vielleicht besser gelingt als jemand anderem.
ich wäre jedenfalls vorsichtig, immer so zu verallgemeinern, aber ich muss Dir zustimmen, dass man bei Quasi wohl nicht mehr von'geregeltem Konsum' reden kann.

zum Abschluss noch ein Zitat für Dich:

Die Lage eines Menschen ändern, bessern wollen, heißt, ihm für Schwierigkeiten, in denen er geübt und erfahren ist, andere Schwierigkeiten anbieten, die ihn vielleicht noch ratloser finden.

Rainer Maria Rilke
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4221

BeitragVerfasst am: 29. Jun 2020 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Alkohol schmeckt auch ganz anders als Heroin Shocked... , ja es gibt viele Unterschiede unter den diversen Substanzen, die aber mMn nicht mal zweitrangig erscheinen im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Sucht. Egal wo man steht. Quasi ist fertig, um nicht zu sagen fick und fettich! Da bleibt wohl auch keine Kraft und kein Moment eines klaren Gedanken, seine Koffer für z. B Fleckenbühl zu packen. Da reicht es bestenfalls in eine stationäre Entgiftung, um sich die Chance und Hilfe zu organisieren den nächsten Schritt zu tun. Das wäre auch mein einziger Tip an ihn und es spielt überhaupt keine Rolle, wie oft ma vorher gescheitert ist! Niemand muss sein lebenslang an was auch immer hängen, um sich sein Leben zu zerstören. Nur: ' clean sein' ist allerdings auch kein Lottogewinn, unter Umständen aber viel mehr wert, denn man bekommt ein Leben zurück, in dem man klare Gedanken weiterdenken kann, um Entscheidungen zu treffen, die man auch durchzieht. Clean sein ist ja nichts Besonderes, nur das was die meisten Menschen leben. Das Leben wird nicht reicher oder glücklicher dadurch, aber man hat zumindest die Möglichkeit es dahingehend zu lenken.

LG N
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Mohandes59
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1758

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2020 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

LOL - Alkohol schmeckt anders als Heroin Wink

Sucht ist Sucht - die Drogen sind schon sehr verschieden. Ein Alkoholiker der morgens seinen 'Schüttelschluck' braucht ist eine andere Nummer als ein Junkie der morgens affig aufwacht. Ein Kokser ist kein Kiffer. Alles ohne Wertung.

Zum Quasi-Hilferuf: was ich über Fleckenbühl gelesen habe hört sich gut an. Aber! Schwer abhängig und hochdosiert von Opiaten, Benzos, Lyrica und Alc ... das geht nicht in Fleckenbühl! Dann noch rauchfreies Haus. Da geht nur eine stationäre Entgiftung. Und die ist nicht in 3 Wochen erledigt.

Zum (leidigen) Thema low-dose: ich bleibe dabei, für mich ist es momentan der einzig vernünftige Weg. Ich bin seit 30 Jahren opiatabhängig, die kurzen Zeiten in denen ich clean war ging es mir permanent schlecht. Also köchele ich meine Sucht auf möglichst kleiner Flamme. Meine 120mg Morphin am Tag sind meine Medizin. Mein Opium. Und ich denke nicht zu viel darüber nach, das Leben ist so bunt und es gibt so vieles mehr als Drogen.

Man sagt ja daß sich bei vielen im Alter die Sucht herauswächst (so einen die Drugs nicht vorher gekillt haben). Wenn ich überlege was ich mir früher so reingepfiffen habe. Die polytoxe Wundertüte. Heroin, Koks, Speed, Cannabis, Trips, Pilze, Alc ... usw. Heute mein Opium und ab und an mal eine Nargile mit schwarzem Hasch. Reicht mir völlig. Selten hole ich mir ein Gramm Shore. Tagsüber mag ich den klaren Kopf. Die Option vielleicht mal ganz clean zu werden bleibt!

LG Mohandes
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2903

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt einige, die mit Lox Dose gut fahren, Mohandes.
Erlebe ja selbst, dass man Opiate begrenzt nutzen kann, von kleinen Dosen ist der Weg nun mal auch sehr kurz bis ganz clean. Die Frage ist dabei doch lediglich - wie Du beschreibst, ob man sein Leben mag, zufrieden ist.
Weitere Fragestellungen wären in meinen Augen, die Lebenslügen betreffen. Jene zu identifizieren, gelingt vielen erst, wenn sie clean sind.

Mit mal ist "alles ganz anders", nicht wenige, trennen sich, wenn sie clean wurden.

Dabei gibt es andererseits durchaus Leute, die clean recht vernagelt sind. Durchschnittshaushalte (Sucht fern) leben mit solchen Lügen, bis der Deckel zugeht. Ein Süchtiger kann sich das jedoch kaum leisten, weil es oft so ist, dass gerade jenes, den Durchbruch zum Cleansein/-bleiben verhindert. Nicht umsonst ist Psychothera begleitend in Therapien, ob stationär oder ambulant. Um zu identifizieren, was im Verborgenen liegt. Unbewusste Belastungen, die tiefer liegen.

Dir hat es geholfen, Dich selbst nicht mehr zu zermartern - die Lebensquali stieg entschieden. Du wirst ja mit Morphin substituiert, das Du als Opium beschreibst. Low Dose nach Deiner persönlichen Messlatte in erster Linie. Auch 0,2 mg Tex haben bspweise noch eine entschiedene Wirkung - die sich WESENTLICH von einem ganz nüchternen Zustand unterscheided. Deshalb bin ich davon ab, Low Dose als solches zu beschreiben. Ein bischen schwanger gibt es auch nicht...Der Körper passt sich an die Gabe an. Und auch "wenig" entfaltet seine Wirkung und man ist w e i t weg von clean. Das möchte ich mal unterstreichen.

Ich glaube, Marle versuchte das hervor zu heben und vllt wird es so deutlicher. Das Leben fühlt sich anders an - auch bei "lächerlichen" 0,2 mg entgegen clean. Das weiß ich aus Erfahrung, ich ging alle Schritte bereits, mit diversen Medis. (Tex, Hydro, Oxy) Auch 2 mg Hydro sind entschieden anders, als keine Gabe. Ebenso Oxy. Das Fühlen verändert sich bereits unter minimaler Gabe, Denken ebenfalls.

Auch kleine Gaben reichen aus, das Gehirn zu beruhigen mit zunehmendem Alter, lernt man sich besser zu regulieren zum einen, der Körper kann aber auch nicht mehr so viel verarbeiten, auch Alkohol wirkt "toxischer", am nächsten Tag ein mega Kater, wo man früher locker mit arbeiten konnte, liegt man heute flach.

Z.Bsp senken sich die Hormone auch mehr ab, früher nicht spürbar. Ab einem gewissen Alter nehmen Begeitsymptomatiken also zu. Und damit benötigen viele auch weniger. Es gibt zahlreiche Körpersysteme, die dann anders arbeiten. Warum bekommt man gerade dann ne Diabetes, Herzprobleme, ect wenn physiologisch Hormone absinken? Es gibt Zusammenhänge, die das zunehmende Alter kennzeichnen.

Ich selbst, vertrage Opiate gar nicht mehr hoch dosiert. Jedes Medi hat eine (Dosis) Grenze, wo es mir schlechter geht, als ganz ohne. Mehr als 60 mg Oxy, vertrage ich bspweise auch nicht mehr. Auch wenn man solch klare Grenzen nicht spürt: der Körper benötigt trotzdem weniger, sich stabil zu fühlen oft. Auch bei anderen Medis ist das ähnlich: L-Thyroxin Gaben senken sich mit zunehmendem Alter, weil der Körper nicht mehr so viel benötigt. Bezogen auf Opiate: Man denkt dann irrtümlich, man "wäre weiter". Dabei mag es so sein, wie ich beschrieb in nicht wenigen Fällen, dass der Körper sich mit weniger auch zufrieden gibt, weil er gar nicht mehr so viel benötigt, wie in jungen Jahren.

Das ist ein wichtiger Punkt, der zuweilen zu falschen Aussgen führt, weil diese Zusammenhänge außer Acht gelassen werden. Das jedoch ganz allgemein.

Quasi, Du schaust halt, so viel drauf zu knallen, dass das verruschte Leben nicht beständig zu miesen feelings führt - ein Kreislauf, der nur durch den totalen cut unterbrochen wird.

Während Du, Mohandes eben damit gut klar kommst.

Allgemein: Das ist doch auch wieder eine Altersfrage, da steht keine Ausbildung mehr an, für die man sich anstrengen darf, der Alltag ist durch völlig anders gekennzeichnet. Forderungen gibt es doch keine mehr. Der Unterschied könnte größer nicht sein, ich kenne das auch, in den Tag zu leben - > würde ich nicht arbeiten wollen und wollte ich nicht im Alter noch gut dastehen finanziell, hätte ich mich nicht dafür entschieden, beruflich noch einiges zu erreichen, hätte ich keinerlei aufreibenden Tage, würde nicht an Grenzen kommen. Mir würde es einfach nur gut gehen, da Stress keinen Stellenwert mehr hätte. (auch pos Stress ist "anstrengend") Ich überlegte natürlich, dass dies eine Lebensform wäre, die mich komplett absafte. Aber was ist später? Ich gebe mich nicht mit einem Minimum zufrieden, will meine Rechnungen sofort begleichen können und nicht überlegen müssen, ob ich mir dies oder jenes noch leisten kann. Geldsorgen möchte ich nie haben müssen. Und ich möchte einen Alltag, in dem ich beruflich gut dastehe, was heißt, ich kann tun, was mich ausfüllt. Ich habe noch nie so gelebt (beruflich). Das steht also noch aus.

Das Leben wäre für mich fantastisch (gegenwärtig), wenn ich nicht den Anspruch an mich selbst hätte und ohne Anforderungen wäre. Das beruhigte mein System derart, dass Opiate sofort überflüssig wurden.

2000€ jeden Monat würden mir ausreichen - aber wo soll das herkommen? Ich hätte gegenwärtig ein Minimum sozusagen, müsste niemals was tun, da später einiges fällig wird zudem. Also "müssen" ist das nicht, aber wollen.

Ich kann also gar nicht verstehen, ginge ich nur von mir selbst aus, dass man überhaupt Opiate benötigt, ist man so weit gesund und keinen Anforderungen mehr ausgesetzt und hat alle Freiheiten. Wer da noch Opiate benötigt, hat einen guten Grund. Da fehlt die Stimmigkeit. Das ist meine Meinung.

Warum werden Leute im Alter zunehmend cleaner?, mag eben an diesen Punkten hängen. Aber wie gesagt, die Low dose Nummer, ist eine Scheinverbesserung auf den Punkt gebracht, denn ohne ginge es nämlich nicht. Und deshalb ist das Hervorheben bereits eine Art Selbstlüge in meinen Augen. Wink
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3476

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Dakini hat geschschrieben:

Zitat:
2000€ jeden Monat würden mir ausreichen


2000 Euro hab ich zuletzt verdient,als ich noch Arbeiten war...mit 2000 Euro kannst du Leben wie Gott in Frankreich...

Der Preis war dementsprechend hoch...7Tage Frühschicht 7Tage Spätschicht 7Tage Nachtschicht...

Ich war mehr auf Arbeit wie daheim...

Aber das war immer noch besser wie jetzt...als Hartz 4 Schmerzkrüppel
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4221

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

Logo... low dose geht und wenn 23 ml Methadon Highdose wäre, geht das auch, bei mir zumindest. Aber wenn ich richtig quergelesen😁 habe, ging es doch um den Ausstieg, oder? Egal, aber was glaubt du wo hier:
Zitat:
Ein Alkoholiker der morgens seinen 'Schüttelschluck' braucht ist eine andere Nummer als ein Junkie der morgens affig aufwacht.

der Unterschied ist? Also ich kenne leider beides und beides war elendig, stinckig und dreckig! Sehe da keinen Unterschied Sad

LG N
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4221

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
... kannst du Leben wie Gott in Frankreich...

Das Leben der Götter wird generell überbewertet, doc Wink

Sonst alles gerade bei dir?

LG N
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3476

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Neb hat geschrieben:

[quote]Sonst alles gerade bei dir?
Zitat:


Hmmm...mehr als bescheiden milde gesagt...will aber jetzt auch nicht ins Detail...

Hab dein Vid gesehen im Lieder Thread...schön...wenn ich Steve Vai spielen sehe,geht die Sonne auf,aber auch Frank Zappa hats richtig gut drauf...

Dein Projekt im Bilder hochladen,der alte Guts hof...das sieht ja mal nach richtig Arbeit aus...aber wenn alles klappt nach Plan,und das Endergebniss dann steht,wirds auch ein Erfolgserlebniss denke ich mal...

Gruß...
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1714

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Der Blick wird schon arg eng, wenn ...

Damit Du weißt, wie "Götter in Frankreich" leben, hier mal einen Vergleich

In Frankreich zahlst Du zwischen min. 2,50€ und 4,50@ für 0,2l Bier
Die Lebensmittelkosten sind durchweg höher als in Deutschland.
Der Sprit ist kostet min. 1.342€/l.
Angestellte verdienen im Durchschnitt 1.637 Euro netto.

Du wirst also mit Deinen 2.000 Euro weder dort, noch sonst wo "wie ein Gott" leben können.
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1714

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

Der Blick wird schon arg eng, wenn ...

Damit Du weißt, wie "Götter in Frankreich" leben, hier mal einen Vergleich

In Frankreich zahlst Du zwischen min. 2,50€ und 4,50@ für 0,2l Bier
Die Lebensmittelkosten sind durchweg höher als in Deutschland.
Der Sprit ist kostet min. 1.342€/l.
Angestellte verdienen im Durchschnitt 1.637 Euro netto.

Du wirst also mit Deinen 2.000 Euro weder dort, noch sonst wo "wie ein Gott" leben können.
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3476

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Marle hat geschrieben:

[quote]In Frankreich zahlst Du zwischen min. 2,50€ und 4,50@ für 0,2l Bier
Zitat:


Hi Marle...das Alkohol und Tabak im Ausland wesentlich Teurer sind das weis ich...die Länder im einzelnen hab ich jetzt nicht auf dem Schirm...

Ich meine England,Schweden,Norwegen,und noch etliche mehr ist Alkohol und Tabak nicht mehr bezahlbar...was im Grunde ja auch sehr gut ist...


Du wirst also mit Deinen 2.000 Euro weder dort, noch sonst wo "wie ein Gott" leben können.
Zitat:


Wer mit 2000 Euro Netto nicht gut Leben kann,dem ist nicht mehr zu helfen,Egal ob Frankreich oder Deutschland...

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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1714

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Dr.Mabuse hat Folgendes geschrieben:
Hi Marle...das Alkohol und Tabak im Ausland wesentlich Teurer sind das weis ich...die Länder im einzelnen hab ich jetzt nicht auf dem Schirm...

Ich meine England,Schweden,Norwegen,und noch etliche mehr ist Alkohol und Tabak nicht mehr bezahlbar...was im Grunde ja auch sehr gut ist...

ich denke, aber das ist halt nur meine Erfahrung in diversen Ländern, dass Du ein sehr verzerrtes Gesamtbild hast. Oder die falschen Dinge im Blick hast?
Wenn Du - egal in welchem Land - so leben möchtest dass Du mit dem, was immer Du hast, klarkommen willst, dann musst Du richtig was dafür tun. Das fängt bei den Kontakten an, und geht über Ausprobieren, Erfahrungen sammeln (gute und schlechte), bis über die eigenen, individuellen Ansprüche ... (rauf oder runterschrauben).
Zitat:
Wer mit 2000 Euro Netto nicht gut Leben kann,dem ist nicht mehr zu helfen,Egal ob Frankreich oder Deutschland...

Ach hier scheint es mir, als hättest Du die Realitäten wenig oder gar nicht im Blick. Was glaubst Du, warum die Leute in Frankreich auf die Straße gehen? Weil sie zu blöd sind, mit 2.000 Euro gut zu leben?
Was denkst Du, warum jemand in Deutschland, der 2.000 Euro netto hat und alles selbst bezahlen muss (Miete, KV, sonstige Versicherungen, Zuzahlungen, usw. und so fort) glaubt, er wäre eine arme Sau?

Was denkst Du, wie schnell "Deine 2.000 Euro" in irgendeinem Land, in dem Du Tourist oder Zugewanderter bist, weg sind, weil Du schonungslos über den Tisch gezogen wirst? Glaubst Du, da kannst Du - wie in D. - vor den Kadi gehen, wenn es weh tut? Glaubst Du das interessiert irgendjemand, wenn Du mit leeren Taschen am Strand hockst und heulst?

Du bekommst Hartz4?
Hast Du mal alle "sonstigen Kosten" ausgerechnet, die vom Amt bezahlt werden? Frag mal einen, der 2.000 Euro bekommt, weil er malochen geht, wie viel er nach Abzug aller Kosten für "Sonstiges" übrig hat. Wink
Oder wenn seine Waschmaschine oder der Kühlschrank verreckt, wer es bezahlt. Oder, oder oder ...

Vielleicht bist Du einfach schon zu lange "raus" aus dem Erwerbsleben, dass Du gar nicht mehr weißt, was Du "netto bräuchtest", damit Du so wie jetzt, gut weiterleben könntest?
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3476

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Marle hat geschrieben:

Zitat:
Du bekommst Hartz4?
Hast Du mal alle "sonstigen Kosten" ausgerechnet, die vom Amt bezahlt werden?


Ich krieg nur die 432 Euro sonst nix...weder strom noch sonstwas bezahlt...deshalb steht ja auch mein Elternhaus auf dem spiel...aber ich will nicht weiter ins Detail...wird zu Privat...

Und ja ich weis was ne Waschmaschine ist...und ja ich hab sogar selbst mal eine Bezahlt...

Und ich bleib bei meinem Statement...wer mit 2000 Euro Netto nicht auskommt macht definitiv was falsch...

Ich ess noch was und geh ins Bett...

Lieben Gruß...
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1714

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 23:52    Titel: Antworten mit Zitat

Nun kommen wir der Wahrheit Stückchen für Stücken näher Wink

ich geh jetzt auch schlafen. Die letzte Nacht hier. Dann bin ich "on tour" - und am Ende in meinem Heimatland. Cool
Aber denkt nicht, Ihr könntet hier tun und lassen, was Ihr wollt! Ich seh Euch! Twisted Evil

Grüßle
Marle
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2903

BeitragVerfasst am: 3. Jul 2020 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Mal allgemein: Wer in D mit 2000€ auskommt in einem Singelhaushalt- und damit alle Rechungen begleichen kann, sich gut ernährt, vernünftig kleidet, Auto inkl, noch was übrig hat zum Reisen, der hat gut gehaushaltet und ist weit weg von Luxusansprüchen (sieht man gute Nahrung nicht als Luxus, sondern als normal an). In einem 2 Personenhaushalt hat man natürlich entsprechende Vorteile, wenn beide verdienen, sind 2000€ pro Nase ein gutes Einkommen - zusammen! und es bleibt was übrig. Wink
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