Wie geht es Euch heute?

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ast
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2781

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2021 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

tröste Dich, in Zeiten der Isolation wird jeder auf sich selbst zurückgeworfen.
viele Menschen haben in dieser Zeit durch die Spaltung beste Freunde oder Partner verloren, Du bist nicht allein.
dazu gehört auch das Gefühl, übriggeblieben zu sein - das hat jeder, der derzeit im Survival-Modus ist.
und dass man manche Gefühle verdrängt oder eben gar nichts mehr fühlt ist quasi auch nur eine Abwehrreaktion des Körpers zum Selbstschutz.
denn wenn man die Gefühle voll umfänglich zulassen würde, würde man wahrscheinlich dran kaputt gehen...

sieh es einfach nochmal als Übung, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen;
viel Kraft und Gesundheit dafür wünsche ich Dir.
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 2512

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2021 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Gut, wenn man primär seinen Halt schon immer in sich selbst gesucht, und hoffentlich auch gefunden hat.
Diese Zeit zeigt u.a. auch, wie sehr die Gesellschaft inzwischen auf Außen fokussiert ist, und der Einzelne oft wenig mit sich selbst anzufangen weiß.

Freunde, die "sogenannten" Netzwerke, die tatsächliche Verlässlichkeit des gesamten sozialen Umfelds zeigen sich halt i.d.R. erst in ihrer Wahrhaftigkeit,
wenn Freude, Frieden, Eierkuchenzeit vorbei sind.

Rein philosophisch betrachtet, ist jeder Verlust auch ein Gewinn. Hatte man doch das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein,
und an-was-oder-wem-auch-immer teilhaben zu können/dürfen. Das Paradox: Erst durch den glücklich gefunden und erworbenen Mehrgewinn kommt schließlich der Verlust zustande.

Es gibt so viele kluge Worte - auch in dieser Zeit. Mir scheint oft, als wüssten viele überhaupt nicht, was sie letztlich bedeuten.
Leben jeden Tag, als wäre es der letzte (mit Dir und Deinen Freunden).
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2428

BeitragVerfasst am: 27. Feb 2021 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Seid gegrüßt!

Meine alte kleine virtuelle Selbsthilfegruppe. Wink
Das Thema Sucht ist grade sehr präsent und so wundert es mich nicht, dass es mich hierher zieht.

Wie ich sehe haben auch andere aktuell zu kämpfen. Auch mir setzt der Lockdown zu. Arbeiten seit fast einem Jahr nur von zu Hause. Kaum soziale Kontakte. Kiffen als Ausweg aus dem Stress und der Langeweile. Danach die Depression. Meist am Abend. Die Einsicht aufhören zu müssen und die Unfähigkeit es zu tun.

Seit ein paar Wochen bin ich wieder clean. Dieses Mal Traumatherapie als Hilfe. Anstrengend, aber wirkungsvoll. Der Anfang ist gemacht und es geht mir besser. Alleine hätte ich es nicht geschafft.

2020 war hart. Der Opa gestorben, der Bruder ein Pflegefall. Meine Mutter hält sich raus (wenn sie nicht grade verbal um sich schläg) und so lastet viel auf meinen Schultern. Die Beerdigung ihres Vaters habe ich organisiert. Wegen Corona konnte keiner helfen, denn es durften maximal zwei Personen im Raum sein, also blieb es bei Oma und mir.

Als am Abend der Anruf der Feuerwehr kam, der fragte, ob ich zu meiner Oma kommen könne um sie zu beruhigen, war ich nüchtern. Ich dankte dem "Herrn" dafür. Es war eine Fahrt von 1,5 Stunden und ich hätte es mir nie verziehen wenn ich nicht hätte fahren können. In der Zwischenzeit stellte man eine Seelsorge.
Dank Atemtechnik konnte ich meinen Schock soweit in den Griff bekommen, dass ich ruhig genug wurde zu fahren. Nützliche Skills, die ich im Laufe der Therapie erlernen durfte. Die Erkennnis in der Lage zu sein zu Handeln gab mir Kraft.

Kinners... was soll ich sagen. Mein Leben war nie leicht und die letzten Monate waren es ebenso nicht. Dennoch finde ich in mir eine Stärke, die mich weiter machen lässt und die mir Mut gibt.

Ich hoffe ihr kommt halbwegs durch die schwierige Zeit. Ich für meinen Teil freue mich über das gute Wetter und so wage ich es optimistisch zu sein für die Zukunft, die da kommen mag.
Ich hoffe es geht euch ebenso.

LG,

Haschi
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 2512

BeitragVerfasst am: 27. Feb 2021 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Haschgetüm hat Folgendes geschrieben:
Seid gegrüßt!

Meine alte kleine virtuelle Selbsthilfegruppe. Wink
Das Thema Sucht ist grade sehr präsent und so wundert es mich nicht, dass es mich hierher zieht.

Wie ich sehe haben auch andere aktuell zu kämpfen.

Die Haschi! Very Happy
Sei zurück gegrüßt!
Und ... bring mal frischen Wind in unseren Tümpel Wink

Wie es sich so liest, haben nur die Bev und der Quasi derzeit "intensivere" Probleme mit drugs, bzw. mit dem Verlangen danach.
Alle anderen, so scheint es, haben sich "arrangiert". Und wieder andere verlangen nach einem Arrangement Twisted Evil

Zitat:
Kiffen als Ausweg aus dem Stress und der Langeweile. Danach die Depression. Meist am Abend. Die Einsicht aufhören zu müssen und die Unfähigkeit es zu tun.

Ich dachte auch mal, Kiffen würde mir - bei Depression - helfen. Hat es auch. So 4 oder 5 Stunden. Danach kam dann der richtig tiefe Fallout. Rolling Eyes
Zitat:
Seit ein paar Wochen bin ich wieder clean. Dieses Mal Traumatherapie als Hilfe. Anstrengend, aber wirkungsvoll. Der Anfang ist gemacht und es geht mir besser. Alleine hätte ich es nicht geschafft.

Toll! Die Unfähigkeit, es nicht beenden zu können, überwunden! Glückwunsch!
Zitat:
2020 war hart. Der Opa gestorben, der Bruder ein Pflegefall.

Nützliche Skills, die ich im Laufe der Therapie erlernen durfte. Die Erkennnis in der Lage zu sein zu Handeln gab mir Kraft.

Also erstmal meine Anteilnahme! Zum Verlust und auch zur Last des Alleinetragens!
Exclamation Idea "Die Erkenntnis in der Lage zu sein zu Handeln gab mir Kraft"Idea Exclamation
Wow! Toller Fortschritt! DAS sollte sich so mancher ausdrucken, einrahmen und direkt in Augenhöhe auf den Spiegel kleben!

Zitat:
Dennoch finde ich in mir eine Stärke, die mich weiter machen lässt und die mir Mut gibt.

und so wage ich es optimistisch zu sein für die Zukunft, die da kommen mag.

Absolut die richtige Einstellung! Wir haben noch ein Stück, bis zur endgültigen Dunkelheit. Und solange soll unser Licht leuchten!

Marle
Optimist, auch im Fall Twisted Evil
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2428

BeitragVerfasst am: 28. Feb 2021 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Marle. Wink

Danke für die aufbauenden Worte.

Kiffen nutze ich nicht gegen Depris, ich kriege sie davon. Auch eine Erkenntnis, die leider in Vergessenheit geraten war.
Ich liebe es trotzdem und werde es wohl auch immer.
Nichts entspannt mich so sehr wie ein Joint. Aber die Langzeitwirkung ist leider immer die gleiche. Apathie, Depression, Selbsthass. Die psychoaktive Wirkung bringt irgendwann Dinge hervor, die nicht allzu präsent sein sollten. Sorgen, Ängste und Zweifel.

Ich probiers im Moment mit Cbd-Gras. Ist allerdings teurer als normales Gras. Das stört mich. 200 Euro im Monat für diese minimale Wirkung. Eigentlich way too much.
Dennoch kann es leicht entspannen, ohne die negative Folge.
Eine Alternative gibts halt für mich nicht, von Bewegung, ner heissen Wanne und Imaginationsübungen mal abgesehen.

Was treibst du denn so zur Zeit?
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 2512

BeitragVerfasst am: 1. März 2021 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

Haschgetüm hat Folgendes geschrieben:
Hey Marle. Wink

Kiffen nutze ich nicht gegen Depris, ich kriege sie davon. Auch eine Erkenntnis, die leider in Vergessenheit geraten war.
Ich liebe es trotzdem und werde es wohl auch immer.
Nichts entspannt mich so sehr wie ein Joint. Aber die Langzeitwirkung ist leider immer die gleiche. Apathie, Depression, Selbsthass. Die psychoaktive Wirkung bringt irgendwann Dinge hervor, die nicht allzu präsent sein sollten. Sorgen, Ängste und Zweifel.

Hab ich schon verstanden!
Bei mir (sic!) war es so, dass ich glaubte, Kiffen könnte mir gegen meine Depression helfen. Was aber - siehe vorgehend - längerfristig genau das Gegenteil tat.

Heute kenne ich genug andere Möglichkeiten, um Entspannung und Loslassen auch in schwierigen Situationen hervorzurufen.
Zitat:
Was treibst du denn so zur Zeit?

Weiß nicht, inwiefern Du mitgelesen hast. Stück für Stück realisieren sich meine Pläne. Aktuell auf Sparflamme, dank dem Corona-Hype. Aber ich denke langfristig, und es läuft mir nix weg.
Spätestens in 2022 bin ich wieder auf richtig großer Tour. Wink
2021 nutze ich, um alle Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Grüßle
Marle
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2428

BeitragVerfasst am: 1. März 2021 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Marle,

ich habe gar nicht mitgelesen, ehrlich gesagt.

Bin nicht so der stille Typ Mensch. Wenn ich da bin, hab ich in der Regel auch was zu sagen Very Happy Muss wohl mal bisschen zurückblättern und mich auf den Stand der Dinge bringen.

Freut mich aber, wenn es für dich läuft bzw. wenn die Aussichten weiterhin positiv sind. Aktuell darf man wohl froh sein, wenn man nicht vollkommen ohne Existenzsicherung da steht. Gnädiger Weise boomt es bei uns in der Firma seit der Krise, weshalb ich mir da keine Sorgen machen muss. Nur das permanente Home Office ist gewöhnungsbedürftig, wenn auch der Gesundheit dienlich.

Depris hatte ich ganz zu Beginn, noch vor meiner Sucht-Karriere. Mit Sicherheit war das auch Ausschlag gebend für meinen Konsum, weswegen es mir ja besonders XTC angetan hatte. Die Kifferei war nur mein Gegenpol. Ich war erst Mal nur von Uppern begeistert. Kiffen gabs zur After. Dann regelmäßig abends. In Verbindung mit zu viel Speed allerdings ne blöde Kombi.

Was nutzt du zur Entspannung? Da habe ich wohl die größten Probleme mit. Mir überhaupt zu erlauben mich zu entspannen. Ich habe es immer mit "faul sein" verbunden und dachte grundsätzlich unter Stress stehen zu müssen. Immer aktiv sein zu müssen. Leistung bringen.
Heute kann ich auch mal kurz still sitzen, aber dieses Talent hält sich weiterhin in Grenzen.
Das Sportangebot ist ja aktuell auch reichlich begrenzt, aber das entspannt mich noch am ehesten. Ich habe früher im Verein Volleyball gespielt und so gehe ich manchmal raus und kloppe einfach den Ball gegen die Wand. 20 Aufschläge mit voller Wucht und mir geht´s besser.
Die Nachbarn freuen sich. Wink

LG,

Haschi
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2428

BeitragVerfasst am: 1. März 2021 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

dakini hat Folgendes geschrieben:


Ich habe alles verloren, was mir einst Halt und Stabiltät von außen bescherte. Nun mein Leben wieder zum Funkeln zu bringen, so hab ich das im Kopf... - denn eines, bin ich nicht, trotz derzeitigen Gefühlen: hoffnungslos. Ich wollte die "totale Freiheit", aber doch nicht so! Leute, da muss ich erst mal durch, ich erkenne mich nicht wieder. Und werde alles tun, da wieder raus zu kommen. Man denkt, es kann nicht schlimmer kommen - und siehe da, es kam schlimmer.

Ich sende Euch allen Grüße!


Hi Dakini,

grade mal ein wenig zurück geblättert.

Tut mir leid zu sehen wie schlecht du grade dran bist. Ich weiß in so Momenten kann einen nix und niemand trösten, aber ich weiß auch wie schlau du bist und wie bewandert in der Thematik. Auch ich habe mich die letzten Monate ein wenig mit Trauerarbeit beschäftigt.

Denk bitte daran, dass es eine Folge der schweren Trauer ist, dass du glaubst es ist alles vollkommen hoffnungslos. Wer geliebte Menschen verliert, und das auch noch mehrfach, der sieht überall nur noch Tod und Trauer.

Ich weiß wie es ist, wenn man nur noch schwarz sieht. Mach dich nicht fertig deswegen. Es ist dein gutes Recht zu trauern, dich scheisse zu fühlen oder auch keine Gefühle zulassen zu können.

Du hast eine solch positive Kraft in dir, die du wieder entdecken wirst, da bin ich sicher. Irgendwo in dir weißt du, dass es wieder besser werden kann und wird.
Ich wünsche dir Kraft und Mut für die kommende Zeit.

Lass dir alle Zeit, die du brauchst.

Fühl dich gedrückt.
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Quasimodus
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1659

BeitragVerfasst am: 1. März 2021 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

moinsen,

Zitat:
Ich habe es immer mit "faul sein" verbunden und dachte grundsätzlich unter Stress stehen zu müssen. Immer aktiv sein zu müssen. Leistung bringen.


Faulsein passt nicht zum schönen Bild unserer Leistungsgesellschaft und wird assoziert mit " Bahnhofspennern ".
Währenddessen ist die Masse unfähig ihren freien Sonntag entschleunigend zu nutzen.
ist schon komisch, ich würde sagen ein urdeutsches Problem.
Unsere eropäischen Nachbarn haben uns gegenüber einen Vorteil.
SIE LEBEN IHR LEBEN.
Wir können das nicht, weil wir immer nach höherem streben, nach Macht und Einfluss.
Und sind in unserer kleinen Welt gefangen auf 50qm, neidisch auf den Nachbarn Herr X, der einen Maserati fährt, einfach nur weil er es sich leisten kann.
Da wird dann gleich geleakt, irgendwas kann da doch nicht stimmen.
Wir haben 2 Weltkriege verloren auf der Suche nach Lebensraum und sind blind unserem Führer wie die Lemminge ins Verderben gefolgt, das sitzt.
Zufrieden sein mit dem was man hat, das würde ja Stillstand bedeuten.
Deutschland ist der Zahlmeister der EU, gelebt wird anderswo.
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 2512

BeitragVerfasst am: 1. März 2021 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Haschgetüm hat Folgendes geschrieben:
Hi Marle,
Muss wohl mal bisschen zurückblättern und mich auf den Stand der Dinge bringen.

Mach mal. Dann muss ich nicht alles wiederkäuen Cool
Zitat:
In Verbindung mit zu viel Speed allerdings ne blöde Kombi.

Bei mir war's Speed und Alk. Auch eine blöde, aber (leider) lange Zeit funktionierende, Kombi.
Zitat:
Was nutzt du zur Entspannung? Da habe ich wohl die größten Probleme mit. Mir überhaupt zu erlauben mich zu entspannen. Ich habe es immer mit "faul sein" verbunden und dachte grundsätzlich unter Stress stehen zu müssen. Immer aktiv sein zu müssen. Leistung bringen.

Das wirkliche Problem meines Erachtens: DASS "Entspannung" allgemein-gültig definiert wird. Dabei ist ein höchst individueller Zustand, und bei jedem grundverschieden.
Das ist genauso wie mit dem "Faul-sein". Wer sagt denn, dass faul sein nichts-tun sein muss? Für mich ist es faul, wenn ich mit meinem Kumpel paar Kilometer durch Wald und Wiesen streife. Oder Dinge "so nebenbei" mache, die nicht meine 100%tige Aufmerksamkeit erfordern. Ein richtiger "fauler Tag" kann auch schon mal in einem Buch enden, das inhaltlich höchste Kopfarbeit erfordert.

Quasi hat Folgendes geschrieben:
Währenddessen ist die Masse unfähig ihren freien Sonntag entschleunigend zu nutzen.
ist schon komisch, ich würde sagen ein urdeutsches Problem.
Unsere eropäischen Nachbarn haben uns gegenüber einen Vorteil.
SIE LEBEN IHR LEBEN.

Du scheinst ein ziemlich verschrobenes, sehr realitätsfremdes Weltbild zu haben?
DAS ist neuerdings ZIEMLICH Deutsch Rolling Eyes
Zitat:
Wir können das nicht, weil wir immer nach höherem streben, nach Macht und Einfluss.

Also ich bin ein Ur-Deutscher. Aber ich gehöre dann schon mal überhaupt nicht zu Deinen "Wirs".
Zitat:
Und sind in unserer kleinen Welt gefangen auf 50qm, neidisch auf den Nachbarn Herr X, der einen Maserati fährt, einfach nur weil er es sich leisten kann.

"Meine kleine Welt" ist a bisserl größer, und genau besehen so ziemlich übern Erdball verstreut. Immer mehr, und immer öfter.
Ich freue mich jedes Mal, wenn meine Nachbar ne neue, supergeile Karre vor die Tür stellen. Toll! Wenn es denen so gut geht, dann läuft der Laden noch rund. Wink
Zitat:
Deutschland ist der Zahlmeister der EU, gelebt wird anderswo.

Oh Mann, wo haste denn den Scheiß her?
In 2019 um die 22% Migranten gemessen am Gesamtbevölkerungsanteil. Steigend. (Ob die Generationen der "Ausländer" mitgezählt wurden, die schon seit Generationen da sind, weiß ich nicht.)
Man könnte also genauso gut sagen: Mindestens ein Viertel des EU-Beitrags wird - für Deutschland - von EU-Ausländern erwirtschaftet Wink

Ich weiß nicht, wo Du schon überall "gelebt" hast, aber nachdem, was ich so von Dir lese, gehe ich stark davon aus, dass es Dir woanders nicht gelingen wird, so zu leben, wie Du hier lebst, bzw. leben kannst. Twisted Evil Oder halt nicht so lebst, wie Du leben könntest Wink

Grüßle
Marle
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2428

BeitragVerfasst am: 1. März 2021 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube nicht das faul sein nur mit Bahnhofspennern verbunden wird.
In meiner Erziehung war man faul, wenn man geruht oder sich vergnügt hat, statt sich den Pflichten zu widmen.
Den Abwasch später erledigen? Die Wäsche erst morgen? Geht ja gar nicht.
Wenns bei mir nicht blitzeblank ist (und das ist es so gut wie nie) dann ist es nicht so, wie ich es beigebracht bekommen habe.
Noch heute putze ich die Ganze Bude von oben bis unten, wenn mein Vater auf der Matte steht.
Das nicht immer alles geht, das Perfektion nicht real ist - ich glaube das war eine Lektion, die ich erst sehr spät gelernt habe, wenn überhaupt.
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2781

BeitragVerfasst am: 2. März 2021 08:55    Titel: Antworten mit Zitat

Mut zur Lücke und ehre Deine Fehler Razz
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 2512

BeitragVerfasst am: 2. März 2021 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Wirklich stark, machen uns unsere Fehler und Schwächen.
Indem wir sie besiegen oder sie mit einem Lächeln tolerieren können. Razz
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Nehell
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 14.06.2013
Beiträge: 701

BeitragVerfasst am: 3. März 2021 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Marle hat Folgendes geschrieben:
Nehell hat Folgendes geschrieben:
Ich dachte immer die einzigen Säugetiere die mit Kobras fertig werden sind die Mungos. Das Hunde Kobras töten können habe ich noch nie gehört...

LG

Nehell

Warum sollten Hunde keine Schlangen, egal welche, töten können?
Ist halt nur ein hohes Risiko für Hunde, weil sie von Natur aus keine angeborene Angst vor Schlangen haben, und das Gift - genauso wie für Mungos übrigens - tödlich ist.
Mungos sind halt nur von Natur aus auf Schlangenangriffe sozusagen "spezialisiert". Außerdem viel reaktionsschneller als Hunde.

Meiner hat in Portugal eine Treppennatter (nicht giftig!) gekillt, bevor ich es merkte. Das ging so schnell, zudem er frei lief, dass ich nichts mehr machen konnte. Wobei es wohl weniger der Biss war, der sie dann letztlich tötete. Aber er schleuderte sie so heftig und wild mit dem Kopf auf den Boden, dass sie schnell tot war.

Grüßle
Marle



Mungos haben ( im Gegensatz zu den meisten Hunderassen )
sehr dichtes Fell, was die Giftschlangen wie Kobras davon abhält,
mit ihren Giftzähnen die Haut zu erreichen. Außerdem sind
Hunde nicht so schnell wie die meisten Giftschlangen und es ist
doch eher so das diese Schlangen den Hund töten als umgekehrt.

LG

Nehell
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dakini
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3079

BeitragVerfasst am: 3. März 2021 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Haschi,

ganz nach dem, wie ich Dich hier kennen lernte, hast Du Dich schon wieder "bekrabbelt". Ich freue mich (insofern ich überhaupt was fühle) , dass Du das wieder korrigieren konntest, Stabilität folgt Deinen Anstregungen wieder!

Ich habe immer gerne Deine langen Texte gelesen, niemals langweilig Smile. Du hast einen Weg hinter Dir, den Du "gerade" gegangen bist und hast Dein Leben auf die Kette bekommen. Neben Deiner Persönlichkeit, natürlich auch Anstrengungen, die Du unternommen hast, Dich aus Abhängkeiten zu befreien!

Wir haben uns alle verändert, seit wir hier begannen, zu schreiben. Und seither ist vieles geschehen. Mit Dir, konnte man immer ehrlich kommunizieren, sehr angenehm, empfand ich auch, dass Du es nie nötig hattest, Dich zu verstecken und immer offen warst. Ich weiß noch, wie ich Dir "um die Ohren haute", Du wärst ja nahezu einer "Hausfrau" gleich geworden - meine Güte, das wäre für so manche das "aus" gewesen, an Empfindlichkeit kaum zu überbieten, aber Du warst weniger beeindruckt und hast entsprechend geantwortet. Und weiter gings, mit Austausch! Ich möchte damit sagen, dass es schön war, wie wir uns damals austauschten - alle miteinander! Aber das ist vorbei und jetzt ist es, wie es ist. Jeder hatte seinen Anteil daran. Ich auch. Wichtig ist doch nur, dass man seine Fehler einräumen kann. Und aus ihnen lernt.

Kurzum, es ist wirklich erfreulich, von Dir zu lesen! Du bist eine jener Frauen, die trotz schwieriger Geschichte, ihr Leben auf die Reihe bekamen. Du wirst auch weiterhin der Sucht etwas entgegen zu setzen haben. Bei mir war das ja auch ähnlich, eher sonnigen Gemütes, doch das hat sich geändert, Haschi. Nicht nur wegen der Verluste, die mir zusetzen -ich realisiere gegenwärtig, dass Hanna nicht mehr da ist. Ich werde nie wieder ihre Stimme hören, nie wieder das Gefühl der totalen Verbundenheit, der absoluten Vertrautheit spüren.

Wir sagten immer, Männer kommen und gehen, Freundschaften, wie wir sie haben, sind bleibend. Den Tod, bezog derzeit niemand von uns ein! Wir fühlten uns stark miteinander und waren gemeinsam ein Schutzwall gegen alles von außen. Ein Familien Ersatz, ...weit darüber hinaus.

Eine ebenfalls langjährige Freundin, aber nicht so innig verbunden und lange Phasen, in denen wir uns nicht sahen, von der ich auch schon schrieb, war die Tage bei mir: ihre Mutter gerade gestorben, gleichzeitig hat ihr Fraund sie verlassen, mit dem sie 15 J zusammen war. Sie hat die gleichen Symptome, wie ich. Besorgnis, Ängste, depressive Verstimmung mit suidzidalen Gedanken, nach Diagnose Werk, klar einzuordnen. Ja, es wird vergehen. Wie jede Störung, die vorüber gehender Natur ist.

Hinzu kommen Veränderungen, die nicht vom Außen abhängen. Vor allem hat sich der eigene Körper verändert und damit bei mir, die Psyche. Ich hätte nie gedacht, dass es mir mal so ergehen könnte. Derart abhängig von Substanzen - für den Rest meines Lebens. Ich kann das verbessern, die Dosen senken in Zukunft, aber nicht absetzen.

Meine Gyn sagt, sie kann mir nicht helfen, sie weiß nichts beizutragen, was ich nicht selbst wüsste, in dem Bereich bin ich gut ausgebildet. Aber die Chirurgin ist mir voraus - was ein Glück! Sie hat Erfahrung, die sie mit mir teilen kann. Darauf freue ich mich, mich wieder mal einer Medizinerin anvertrauen zu können. Sie hat die besten Referenzen, die ich finden konnte. Dafür fahre ich auch gerne 600 km. (hin und zurück)

Ich gehe über zu einer endgültigen Lösung für die hormonellen Probleme, das wollte ich lange nicht, wobei ich wusste, es würde vermutlich so weit kommen, da ich die Hormone unmöglich absetzen kann. Das kommt für mich nicht in Frage, was ich anderen raten könnte - und würde. Die OP ist für Ende des Monats eingeplant. Der Termin steht.

Ich weiß, dass ich danach weit freier sein werde, vor allem, ein Stop der Anämie, die mir die Konz raubt und vieles mehr. Ich hab es geschafft, mir inzwischen 2 Ampullen i.v. zu injezieren, etwas besser, geht es mir schon. Das ist gar nicht so einfach mit den kaputten Venen mit einer Hand und dem großen Volumen, das gespritzt werden muss. Und ausgerechnet jetzt,ist mein Arzt anderweitig beschäftigt. Er könnte mir helfen, die Amänie in den Griff zu bekommen (Infusionen) - jetzt zu einem anderen zu gehen, dafür fehlt die Motivation. Ich komme wirklich kaum noch hoch derzeit.Muss gleich zusehen, die nächste Ampulle iwie in den Körper zu bekommen, was ein Mist, dass dies nicht i.m. möglich ist - das wäre so einfach. Aber mit Eisen nicht möglich. Entweder oral oder i.v.

Ich "wäre" doch frei, wie Du schreibst, Haschi, aber aufgrund des hohen Andranges hier, müsste ich 3 Jahre! warten oder mich wonaders anmelden... Das erzeugt Druck, den ich so gar nicht brauchen kann. Ich kann kaum denken - niemand ist ist in solch einer gesundheitlichen Lage Prüfungsfähig. Letztes Jahr, war ich wirklich gut dabei, doch dann wurde Hanna krank.

So lief das für mich und es war niemals so schwer, all dem zu begegnen. Ich kann kaum noch stehen manchmal, aber wie gesagt, ich weiß wenigstens, wie ich aus der körperlichen Geschichte wieder raus komme. Die Psyche wird nachziehen. Dessen bin ich mir sicher. Aber es wird ein langer Weg, anderes kommt hinzu, das auch in Ordnung gebracht werden will.

Danke für Deine unterstützenden Zeilen, Haschi! Sie erinnern mich an die Dakini, die ich einst war. Im Moment kenne ich mich nicht wieder, daran hat sich noch nichts geändert, vor allem Mut fehlt mir derzeit, alles kein Wunder. Einfach machen. Bloß nicht aufgeben...

Geht es Dir gut inziwschen, Haschi? Oder sind da noch andere Probleme, die Dich beschäftigen? Ich bin,wie Du, nicht die Stillleserin, wenn ich anklicke, schreibe ich auch. Manches geht so halt unter. Bist Du sozial eingebunden?

Ast, danke auch Dir! Wie geht es Dir denn eigentlich? Ich lese zwar manches, aber das sagt wenig aus, wie es Dir ergeht derzeit...Die Themen sind ja weit weg von einem selbst zu jenen geschrieben wird, mit Ausnahmen.

Ich fragte mich schon des Öfteren, wie es manchen geht! Meine Güte, Levi, entschuldige, ich konnte das nicht mehr verfolgen...

Mohandes, wie geht es Dir? Falls Du mit liest, lass doch mal was von Dir hören.

Gen Ende des Monats, bin ich wieder mehr "dabei", dann habe ich erst mal Luft und auch Zeit, denn dann bin ich eh ausgenockt, es wird 6 Wo dauern ohne Kompliaktionen, nach der OP.

Liebe Grüße in die Runde!
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