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mikel015
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3682

BeitragVerfasst am: 9. Sep 2017 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

perl hat Folgendes geschrieben:




Man muss die Arschtritte, die einem "das Leben" oder man selbst versetzt, dann wohl nutzen. Sonst k*ckt man ja richtig ab.

Bis später
perl



Naja Perl,mal generell...
Veränderungen sind vorallem eins ... wichtig !
Ich habe mich durch grosse Veränderungen in meinem Leben zum positiven entwickelt.
Sicher fiel mir das alles andere als leicht.
Erstmal muss man begreifen warum eine Veränderung notwendig ist, dann muss man den Mut aufbringen es anzugehen, dann die Standhaftigkeit beweisen das bis zum Ende auszuhalten um nicht wieder in alte Muster zu verfallen.
Ein laufender Prozess der oft nie endet.
Wichtig ist dabei nur sich selbst treu zu bleiben.
Immer nur soviel zulassen wie man selbst verarbeiten und begreifen kann.
Womit ich nicht umgehen kann ist wenn mein Umfeld um mich herum zusammenfällt.
Ich brauche Anker , auch mal ne Schulter zum festhalten - aber nie wieder werde ich Schultern überbelasten und meine von anderen Überbelasten lassen.

L.G.
Mikel
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Domenico
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Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 3085

BeitragVerfasst am: 9. Sep 2017 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

hi mikel,ja du hast vollkommen recht ich finde deine posts immer sehr interessant und ich wünschte ich hätte auch endlich die veränderung die ich mir für mein leben wünsche!
aber erstmal heisst es jetzt sobald meine suchtberaterin aus dem urlaub wieder da ist(sie macht nebenher die ausbildung zur therapeutin)den antrag auf therapie mit zwei gutachten los zu schicken.aber seit ich grundsicherung bekomme ist net mehr
die rentenversicherung zuständig,sondern die f**k AOK die schon beim letzten mal direkt den ersten antrag ablehnte.aber mein zweiter suchtberater meint mir steht es zu die klinik für mehrfachdiagnosen und suchtkrankheit zu bekommen bzw. die kostenzusage zu bekommen!
aber die aok hat sich letztes mal schon quer gestellt nur damit sie nicht zahlen müssen.aber diesmal werde ich bis vor das sozialgericht gehen und da ich mich mit jura ganz gut auskenne für einen laien,werde ich die aok fertig machen!
ich weiss genau welche schritte ich gehen muss wenn der widerspruch vom widerspruch auch abgelehnt wird,gehe ich mit allen unterlagen zum rechtspfleger
ins gericht nach montabbaur und händige im die unterlagen aus bzw. er macht sich kopien und er ist der jenige der enscheidet ob ich eine chnace hab den prozess zu gewinnen oder nicht und die chancen stehen mit meinen gutachten
von meinem psychologen und psychiater sowie die von meinen suchtberatern
ziemlich gut.also das heisst ich würde dann prozesskostenhilfe bekommen weil ich ja kein geld habe um den prozess zu bezahlen,leider!
denn so will ich nicht weiter leben ich will endlich lernen mit meinen ängsten und
der panik ohne medis klar zu kommen und gleichtzeitig meine sucht bekämpfen.
von diesen kliniken gibts sehr wenige und das gute ist hennef ist zwar in NRW aber von mir nur ca.45-50minuten entfernt jenachdem wie schnell man fährt!
das ist mien ziel das fest in meinem kopf verankert ist!LG Vito
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 9. Sep 2017 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Da war es früher einfacher,nen Therapieplatz zu bekommen.
Da gabs in Do'mund nen Projekt " Therapie sofort" und die ersten 5 eines jeweiligen Tages, bekamen einen Platz, incl. vorangehender Entgiftung. Die Drobse öffnete um 7:30, wer nen Platz haben wollte, musste um 3-4 Uhr da sein.
Die ersten 5 kamen auf'm Affen, die nächsten 3 um zu verkaufen und die folgenden bekamen nen Platz Very Happy

...hat aber auch nichts gebracht!


LG N
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perl
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Anmeldungsdatum: 10.07.2016
Beiträge: 1100

BeitragVerfasst am: 10. Sep 2017 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und guten Morgen,

ich danke für Eure Antworten. Gestern hats pressiert, es war ein komplett verrückter Tag mit meiner Ma.

Ich hätte früher nie gadacht, dass ich mal mit ihr in einem Haus wohnen werde und wir uns nochmal so nah sein würden.
Jetzt scheint das Leben mich dahin gestellt zu haben und ich mache das Beste daraus.

Bin gestern zweimal aus dem Haus geflüchtet und habe Geld in der Stadt ausgegeben, das ich nicht habe Rolling Eyes .

Dakini, danke (mal wieder) für Deine immer sehr hilfreichen Hinweise. Ich werde dem unbedingt nachgehen. Du hast völlig recht mit den "Mangelgeschichten". So wurde, als meine Mutter völlig am Durchdrehen war, ein Natriummangel festgestellt und ihr Zustand besserte sich schlagartig, als das behoben war.
Leider nicht dauerhaft.
Die Symptomatik spricht jedenfalls gegen eine Demenz.
Ich lasse das Thema für heute. Heute ist ihre alte, selbstständige Persönlichkeit wieder da. So haben wir beide erstmal Ruhe zum Durchatmen.

Und ja, Veränderungen stehen an.

Ich bin jetzt seit neun Wochen nach meiner Flucht aus der Klinik wieder zu Hause. Es ist wie ein stufenweises Gewahrwerden.
Eine neue Klarheit ist da. Und die wächst von Woche zu Woche.

Wenn es hier - wegen meiner Mutter - nicht drunter und drüber geht, habe ich den großen Luxus, mich der Heilung widmen zu können...
Obwohl auch der Zustand meiner Mutter dazu beiträgt: Wieder Verantwortung übernehmen, aus dem Quark kommen und so Dinge machen müssen wie...KOCHEN...- uuuuh, das ist ja gar nicht meins Shocked .

Es gibt viele Stränge, die ich verfolge und ich sehe auch zunehmend klarer, wohin ich "mein Leben" manövriert habe.
Dieses Jahr gebe ich mir noch Zeit. Nächstes Jahr ist es höchste Eisenbahn, dass beruflich was geschieht!
Daran kann ich momentan gar nicht denken.

Ich bin froh, dass meine Konzentration gerade wieder so gut ist, dass ich lesen und schreiben kann. Einigermaßen.

Zum Schlafen nehme ich immer noch (ungern) Promethazin. Habs lange ohne probiert, aber die durchwachten Nächte machen mich fertig.

Mein Körper wie auch mein Geist/Psyche haben noch zu kämpfen. Es fühlt sich nicht "normal" an, das dauert wohl noch.

Überall "Baustellen"... ich habe den ganzen Tag Zeit und komme nicht halb so weit wie ich möchte.
Mensch, und früher habe ich zehn Stunden und mehr gearbeitet und Haushalt und Garten nebenbei gemacht.

... Veränderung, dakini, mikel,...ist ein großes Thema.

Ich mach jetzt mal Schluss, meine posts werden einfach immer zu lang.

Heute runter kommen, lecker essen und mal schauen, was der Tag so bringt...

Vor genau zwei Jahren war ich übrigens das erste Mal in einer Klinik. Da, wo Du, dakini, auch warst.
Das ist ja schwer in die Hose gegangen. Und der Mist ging richtig los.

Jetzt habe ich es hinter mir und kann aufräumen...

In diesem Sinne wünsch ich Euch einen schönen (Sonn)Tag!

Danke, Vito, auch für Deine guten Wünsche!

Grüße perl
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2697

BeitragVerfasst am: 10. Sep 2017 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, das ist ja ein Ding!

Ich wusste gar nicht, dass wir in der gleichen Einrichtung waren. Naja, ich hab mich gegen die "Verordnung" gewehrt und das Zeug ausgespukt und sie letztendlich gezwungen, auf Null mit mir zu gehen. Aber ich hatte Erfahrung, während Du keinen Dunst von dem ganzen Zeug hattest - das hab ich verstanden, Perl. Ich hatte einfach Glück, mit den Leuten, die gerade anwesend waren, sicher ein wichtiger Aspekt! Immerhin war es die Motivation, die ich brauchte - bis Ende Sommer war ich stabil auf dem Winzpflaster, letzt mögliche Dosis. Aber nochmal würde ich mir keine "Hilfe" in Form einer Klinik suchen. Das kommt mir nur in den Kopf, als letzte Möglichkeit. Ich denke, es geht auch so, aber ich bin auch nicht soo hoch dosiert und Benzos nehme ich nur als Notfallmedi. Kenne das Zeug ja, was bei Dir eben nicht der Fall war - inzwischen denke ich auch, das war fahrlässig vom Personal, Dich damit zu entlassen. Aber jetzt hast Du es geschafft!

Ganz arg freue ich mich mit Dir, über "den Luxus", Dich um Dich kümmern zu dürfen. Und ja, es kann durchaus eine Unterstützung sein, Dich um Deine Mutter zu kümmern. Ich war auch bei meiner Oma, als der Opa ins Krankenhaus musste und hab ihr Frühstück gemacht, tagsüber geschaut, dass sie nix anstelllt, mit ihr auf dem Balkon in der Sonne gesessen, über alte Zeiten gesprochen, woran sie sich erinnern konnte. Das war in dem Sommer, nach der Klinik, also mit Absetzerscheinungen "gesegnet". Es tat mir gut, aufstehen zu müssen und mich zu kümmern. Meine Mutter meinte, sie würde das nicht schaffen und ich sollte es mir auch nicht antun. Die Oma wäre "schrecklich", richtig bösartig oft. Naja, so ist das halt mit der Demenz. Und so unterschiedlich kann man so was empfinden.

Doch zum GROßEN Glück, ist das bei Deiner Mutter anders, Demenz ausgeschlossen. Wenn die Mineralien zunächst griffen, es aber nicht anhielt - gab man sie weiter? Abgesehen von Mangelzuständen, die massive Symptome nach sich ziehen können - Viele ältere Menschen mögen ungern Wasser trinken, ich hab meiner Oma Tee gemacht, fiel mir gerade noch ein.

Mein Kopf hat grad mal wieder zig Dinge inne. Furchtbar, wenn man so ablenkbar ist. Nicht gerade attraktiv,sich in dem Alter, wie ein ADS Kind zu erleben. Vieles kommt hoch, was längst bewältigt schien, Jahrzehnte nahzu in der Versenkung verschwunden war. So ist das, in Extremsituationen.

Doch wenigstens teile ich mit Dir den Luxus, mich um mich kümmern zu dürfen, für den Rest des Jahres und die ersten Mo des nächsten, bis es beruflich zur Sache geht. Darauf können wir uns doch auch freuen, auch, wenn wir gegenwärtig in erster Linie, mit uns selbst beschäftigt sind. Das ist eine wertvolle Zeit! Man verändert sich, räumt Neuem mehr Raum ein, altes verblasst - und am Ende ist man eine Frau, die gestärkt aus dieser Zeit hervorgeht Smile

Hab gerade ein langes Gespräch mit dem Vater des Mieters gehabt, wegen der Wohnung, hört sich alles gut an! Mal sehen, ob das so hinhaut, aber es wird natürlich weiter gesucht, obwohl es das schon wäre. Einziger Nachteil: ein riesen Raum, den man abteilen muss, dafür aber ein separates Kleiderzimmer (ganz wichtig). Der Vater hat die Küche angepasst, die ist glücklicherweise auch separat- kommt aus dem Gewerbe, muss ein dolles Ding sein. Auch der Keller ist mit Teppich ausgelegt, die haben sich richtig ins Zeug gelegt, für ihren Sohn - kommt dem Nachmieter zugute, denn die Whg ist so sauber, dass man gerade einziehen kann, ohne, groß was machen zu müssen. Für ein Jahr etwa, bis ich beruflich stehe, genau das richtige. Sind schon mal gute Nachrichten und steigert die Motivation, die Pillen los zu werden! Very Happy

P.S. und wieder sehe ich, Freunde sind das A und O. Ohne soziale Netze, sähe es trübe aus, zuweilen. Mein Leben lang, sind sie mir eine Familie. Und es ist die, die man sich ausgesucht hat Smile Ich bin schon sehr glücklich und fühle die Wärme, die ausgeht, von Menschen, mit denen man verbunden ist. Sch...auf die verflixten Pillen!
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perl
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Anmeldungsdatum: 10.07.2016
Beiträge: 1100

BeitragVerfasst am: 12. Sep 2017 06:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo dakini und @all,

danke für Deinen langen post. Ich antworte später darauf, wenn ich mehr Luft habe.

Sechs Uhr morgens, meine Mutter ist wieder kurz vorm Durchdrehen und ich bin mit dieser Situation zunehmend überfordert.

Ich habe mein Leben lang alleine gelebt und das gerne. Diesen Anforderungen bin ich in meiner derzeitigen Situation nicht wirklich gewachsen und muss es doch irgendwie hin kriegen.

Mag das noch jemand lesen?

perl
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perl
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Anmeldungsdatum: 10.07.2016
Beiträge: 1100

BeitragVerfasst am: 12. Sep 2017 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, da bin ich wieder.

Zum Glück habe ich noch drei Stunden geschlafen. Das gibt Kraft, um den Tag durchzustehen.

Jetzt ist auch ein wenig Raum für mich, das Gespräch gestern mit dem Therapeuten "wirken" zu lassen.
Meine Mutter ist leider wieder verwirrt, aber ruhig, so dass ich etwas zu mir kommen kann.

Nach der aktiven Sucht/Abhängigkeit und mit dem klarer-werden kommen die "Baustellen" zum Vorschein.
Vielleicht habe ich diese unter "Stoff" auch irgendwie wahrgenommen, die Substanzen jedoch deckeln ja so vieles!
Logisch: Benzos und Opoide: Da ist das Leben "schön"...

Jetzt ist es schöner: Natur nehme ich ganz anders wahr und langsam kommt die Konzentration wieder: Ich war früher eine glühende Leserin. Das ging unter der Medikation gar nicht mehr.
Letzte Woche stand ich wieder im Buchladen, fast hilflos von dem Angebot. Und dann kam meine alte "Leselust" wieder. Stunden habe ich dort verbracht, bin mit drei Büchern (ja, noch solche, die man in der Hand halten kann... ) nach Hause und lese jeden Tag ein bißchen mehr.

Ich habe es je heute morgen schon woanders geschrieben: Mein "Plan" für die nächsten Monate ist wohl überfordernd.
Das habe ich nicht gesehen.
Leider bin ich in einem Alter, wo ich dringend "aus dem Quark" kommen muss, um überhaupt nochmal Fuß zu fassen.
Das drückt natürlich.

Ich versuche trotzdem, den Druck möglichst gering zu halten, denn er nützt in meiner Situation gar nicht.
Es ist wie es ist.
Entzugssymptome sind immer noch da. Ich dachte zwischenzeitlich, ich wäre durch, ist aber noch nicht so.
Am schlimmsten sind die Schlafstörungen, das ist eine Qual.
Aber auch das fiese Körpergefühl und die fehlende Kraft machen mir zu schaffen.
Die häusliche Situation tut ein übriges.
Ich habe es schonmal geschrieben: Ich hatte eigentlich nie vor, mit meiner Mutter zusammen zu leben. Habe immer gern alleine gelebt. Und nun hat mich "das Leben" hierhin gestellt...

Ich habe gedacht, dass ich das alles schon alleine schaffen kann. Auch das ein Irrtum.
Jetzt kommt doch einiges ins Bewusstsein, dass es zu verarbeiten gilt. Benzos/Opioide deckeln eben so massiv...

Was unglaublich fehlt, auch das ist neu, sind eben soziale Kontakte.
Unter Medikamenten wusste ich das wohl, aber es schien nicht so wichtig. Da kommt jetzt auch der Backlash.
Seit zwei Jahren wohne ich nun in Norddeutschland und Kontakte: Nada!

Ich kürze ab, es wird wieder zu lang!

@dakini: Ich möchte doch jetzt endlich mal auf Deinen post bzgl. der Klinikzeit eingehen: Ja, ich bin noch in Auseinandersetzung mit dem Arzt.
Warum mache ich das? Gerechtigkeit? Genugtuung? Das Gefühl, dem, was mir da angetan wurde, nochmal etwas entgegensetzen zu können? Rache vielleicht?
Da spielt wohl einiges mit rein.

Tatsache ist aber auch, dass mich das eine Kraft kostet, die ich eigentlich für meine Genesung/Heilung einsetzen muss.
Ich kann/will es (noch) nicht lassen.
Auch, wenn ich sehr wohl sehe, dass es ratsamer wäre, das Kapitel zu schließen.
Seit Donnerstag schmort wieder eine Mail von dem Arzt in meinem Postfach. Bisher hatte ich noch nicht die Kraft, diese zu öffnen.

Und ja, dakini, wir waren in derselben Klinik! Als Du von der russischen Stationsärztin u.a.m. geschrieben hast, hats bei mir geklingelt.
Ich war vor genau zwei Jahren dort.
Auch das ist ja massiv schief gelaufen. Mit High-dose Benzos daraus und dann die bekannte Arztsuche mit den vielen Rausschmissen.
Bin ich froh, dass das vorbei ist!

Dakini, Du bist doch auch auf einem sehr guten Wege. Klar haben wir alle mit Hindernissen zu kämpfen, die manchmal übermächtig erscheinen.
Ich versuche, nur in die nahe Zukunft zu schauen, den jeweiligen Tag möglichst gut zu leben.
Das gelingt nicht immer.
Angst vor Arbeitslosigkeit, finanzielle Unsicherheit, Angst davor, ob ich nochmal Fuß fassen kann beruflich: Ich bin so lange raus, habe über zwei Jahre keine Fortbildungen mehr gemacht: KANN ich das überhaupt noch?
Angst, vor dem, was zu Hause passiert, das ist alles da.
Wenn ich mich davon einfangen lasse, wirds düster.

Das geht jetzt alles nicht nur an dakini. Wenn jemand darauf antworten mag, würde ich mich freuen!

Ich schätze dieses Forum sehr...

Nur meine posts werden immer zu lang. Schluss jetzt!

Grüße
perl
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2697

BeitragVerfasst am: 12. Sep 2017 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Perl,

ich las auch Deine Zeilen in "wie geht es heute", aber auch bevor ich es las, dachte ich, Du wirst Deine Grenzen doch anders stecken müssen, wenn Du clean bleiben willst. Das letzte poste von Dir, hat noch mal deutlich gemacht, dass die Mutter doch was anderes, als die Oma ist, wo ich phasenweise einsprang, auch wenn Opa da war, der ist ja blind. Zumal das Verhältnis ja auch anders ist, als zum geliebten Vater. Vllt sogar zwiegespalten. Ich sah, wie meine Mutter litt, wenn sie sich um ihre Stiefmutter, (meine leibliche Großmutter starb bereits mit 37 an Krebs, so dass ich sie als meine Oma sah) kümmerte, sie wurde bald verrückt dabei. Ich bin froh, dass das rum ist. Wir machten uns schon Sorgen, um meine Mutter.

Da ist kein innerer Abstand, der nötig wäre, um so was zu schultern, wie man den Bezug zu Großeltern hat. Wäre es meine Mutter gewesen, wäre das für mich etwas gänzlich anderes gewesen, was die innere Haltung und auch Gefühle betrifft. Zudem hatte ich über Jahre einen Klienten, der an dem Umstand, dass seine pflegebedürftige Mutter zusammen mit ihm im Haus lebte, fast zerbrach. Er kam jedesmal völlig aufgelöst, die vielen Psychostd bei einem Psychologen hatte nix gebracht, so ist er damals bei mir gelandet. Irgendwann starb sie und er war noch nicht wieder gänzlich hergestellt, als ich weg zog. Ein erwachsener, "gestandener" Familienvater, Firmenchef.

Ich sah das im ersten Moment so, wie ich zur Oma stand, aber so ist es ja nicht, da hatte ich wohl kurz Scheuklappen auf, bin gerade nicht so auf Zack, wie ich feststelle. Entschuldige.

Gut, dass Du Dich austauschen konntest, mit Fachpersonal. Die Begleitung ist ja super wichtig. Du machst das doch sehr gut, jetzt schau, dass Du nicht in die Tiefe gezogen wirst! In erster Linie, geht es nun um Dich und Du wirst Grenzen setzen müssen. Aber wie umsetzen?

Zunächst muss mal geschaut werden, was überhaupt los ist. Hast Du es mal mit Flüssigkeitszufuhr versucht? Das war bei Moron´s Mama immer ganz wichtig und wenn sie mal im Krankenhaus war, das nicht beachtet wurde, zog es schlimme Zustände nach sich. Ich hörte ne med CD, als ich im Auto saß, da wurde noch mal drauf hingewiesen, dass bei psychotischem Verhalten der B12 Spiegel gequeckt werden sollte. Vllt ist es gut, das erst mal abzuklären, samt Schilddrüse. Wenn da nix ist, kann man noch mal schauen, ob es andere psychiatrische Veränderungen gibt. Das muss ja keine Demenz sein, Möglichkeiten, gibt es da noch andere.

Es muss die Ursache der Verhaltensveränderung heraus gefunden werden und ein längerer Krankenhausaufenthalt wäre anzuraten. Das gibt Dir auch die Möglichkeit, Dich um Dich zu kümmern in der Zeit und zu überlegen, wie Du das nun strickst. Gehört Dir schon ein Teil vom Haus? Sonst würde ich Dir nahe legen, Dir vllt doch ne Mietwohung zu nehmen -> als wichtiger Schutzraum.

Clean werden, ist ein kurzer Prozess,auch wenn er leidvoll ist, der längere setzt nun ein, daheim. Da bin ich ja auch umgekipppt, als eine Reihe von Problemen auftrat, ich war noch lange nicht stabil genug und hätte in meiner Wohung, einem wichtigen Schutzraum, bleiben sollen, bis ich gänzlich wieder hergestellt gewesen wäre. (Das ist mein Problem, mit dem ich gegenwärtig zu tun habe, ich muss das korrigieren und es kostet mich weit mehr, als wenn ich gleich auf meiner Spur geblieben wäre. Was bei mir abläuft, ist grenzwertig, um das wieder hinzukriegen. Es bedeutet, innere Zerrissenheit, u.v.m, vom praktischen ganz abgesehen - WAS EIN AKT!)

Moron lebte mit der kranken Mutter im Haus, das über 2 Jahrzehnte. Die Folgen sind ...heftig! Der Sympathikus scheint das einzige, was die Zügel in der Hand hält. Völlig überdreht, nachts zig mal die Klingel die letzte Zeit - SOWAS macht einen fertig! Ich kann Dir wirklich nur raten, das NICHT mitzumachen, wenn sich der Zustand nicht bessern lässt, weil die Ursache behoben werden kann. Für ihn war das selbstverständlich, er liebte seine Mutter, zudem war es moralisch richtig, seiner Meinung nach. Du bist zwar eine erwachsene Frau, er war ja noch ein Kind, als das anfing - aber Deine Situation macht Dich nicht zu einer "Pflegekraft"!

Es kommt wirklich alles auf einmal. Zuerst der Tod des Vaters, dann die eigene Suchtgeschichte in Ordnung bringen. Kaum, gehst Du das an, läuft es mit der Mutter schief! Ein Paket, das es in sich hat.

Ich befasse mich gegenwärtig mit Entscheidungsfindung. Da steckt ne Menge dahinter. Man fühlt: das kann ich nicht. Dann setzt möglicherweise der Verstand ein, der einem sagt: Ohje, jetzt umziehen, raus aus dem Haus...Zudem bin ich ja nicht fit...Das "Bauchgefühl", als "somatische Marker", sind das oberstes Gebot. Im besten Falle findet Gefühl und Verstand zusammen. Die Marker sind der Erfahrungsschatz, alles, was das Zentrum der Gefühle, im Lauf des Lebens zusammen getragen hat. Darauf zu hören, hätte mir viele Unannehmlichkeiten erspart, aber der Verstand flüsterte mir dies und jenes zu - man kann es sich zurecht biegen. Das ungute Gefühl zur Seite schiebend. Ich lerne gerade, wirklich auf meine innere Stimme zu hören. Sie hat mich noch nie getäuscht, während mein Verstand mich oft fehlleitet. Das nun zusammen zu bringen, ist eine Aufgabe, die für mich wichtig ist. Vllt ging es Dir ganz ähnlich, als Du die Pillen geschluckt hast, gegen Deine Schmerzen. Überleg doch mal, ob da nicht warnende Stimmen in Dir waren, die Du vllt - weil der Arzt so sorglos damit umging, "überhört" hast?

Mir ging das so, mit der Hep C Thera. Ich wusste immer, das Zeug haut mich um. Ich kenne mich und meinen Körper, meine Psyche. Aber, als der Arzt sagte: "das schaffst Du!", kam genau, was ich hören wollte, obwohl meine Marker mir was ganz anderes sagten. - Ein Grund, warum ich die Verantwortung bei mir sah, letztendlich.

Naja, das führt jetzt sehr weit, aber es ist wohl ein wichtiger Punkt! Eben, genau, in solchen Situationen. Höre auf Deine innere Stimme, mag ich Dir zurufen. So, wie ich Dich einschätze, sagt sie Dir das richtige. Wink
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perl
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Anmeldungsdatum: 10.07.2016
Beiträge: 1100

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2017 07:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo dakini,

ganz, ganz herzliches Danke für Deine lange Antwort und Deine Anteilnahme!

Ja, es ist merkwürdig, was hier geschieht: Gestern kam die "normale" Persönlichkeit meiner Mutter wieder hervor, heute ist sie wieder da. Ein Glück.

Ich denke, ich bin auf der richtigen Spur. Meine Ärztin hatte als Hypothese den Begriff der "Pseudodemenz" gebraucht. Wenn ich dem nachgehe, passt es: Die Ereignisse der letzten beiden Jahre, also der ganze Mist mit mir, der Tod meines Vaters (62 Ehejahre, wer schafft das heute schon...) und insbesondere die oberkrasse Zeit nach meiner Flucht aus der Klinik waren zuviel!
Das habe ich nicht erkennen können.

Vor der Klinikzeit hatte ich hier noch eine "Freundin", die hat mich in meiner Not aber so fies in den Hintern getreten, dass ich den Kontakt abgebrochen habe.
Meine Mutter war immer für mich da, wie Mütter häufig sind.
1930 geboren gehört sie zu einer Generation, die sich selbst immer zurückstellen, wenig reden.
Ich habe sie täglich ein/zwei Mal angerufen und meine Anrufe wurden immer verzweifelter.
Yez hatte so freundlich und hilfreich angeboten, mich abzuholen. Das hätte ich auch herzlich gerne angenommen, sie war dann, als es sehr eng wurde, in Urlaub.
So ist meine Mutter noch mit 86 Jahren ohne Navi 500km alleine gefahren, um mich da rauszuholen.
Und mein Zustand danach war ja desolat hoch zehn.
Meine ganze Qual und Auseinandersetzung mit dem Arzt, mit Anwalt, Bundesverband Psychiatrieerfahrener etc. habe ich bei ihr abgeladen. Sie hat mir das immer angeboten. Ich habe nicht erkennen können, dass ich sie überfordert habe.
Zum großen Glück durfte ich auch Yez einiges berichten. Dafür bin ich dankbar.

Als dann vor fünf Wochen der große Einbruch bzgl.des Gesundheitszustandes kam, habe ich das nicht geschnallt und richtig sch**** reagiert. Schuldgefühle deswegen!
Durch Gespräche mit meiner Ärztin sowie dem großartigen Beratungstelefon der Dt. Alzheimergesellschaft meine ich auf die Spur gekommen zu sein.
Ruhe, Struktur und sehr wenig Belastung helfen.

Am Montag, nach meinem Gespräch bei dem Therapeuten, war ich selber mal wieder am Schwimmen und habe wieder mal blöd reagiert: Das wirkt sich sofort aus.
Es war zuviel. Sie ist 86!

Die Zeit der "Großen Verwirrung" hat mir quälend deutlich aufgezeigt, WELCH eine Belastung es für Angehörige ist, verwirrte Menschen zu pflegen.
Bei mir dauerte das nur ein paar Wochen und ich gehe auf dem Zahnfleisch. Das über Monate, Jahre zu leisten, uff.
Du hast es ja beschrieben mit Deinem Klienten.
Es ist zum einen die "äußere" Belastung, zum anderen das "innere", sprich: Sich möglicherweise von dem Menschen lebendig verabschieden zu müssen, den man eigentlich kannte.
Ach, das ist so vielschichtig!

Ich höre hier erstmal auf, weil es wieder so lang wird und ich nicht weiß, inwieweit Du - oder andere - da noch folgen mögen.

Deine Situation, dakini, verstehe ich noch nicht so ganz.
Du bist, überstürzt (?) nach Süddeutschland zu moron gezogen und bereust das jetzt?
Habe ich das richtig verstanden?
Und hast aber noch ein Haus, eine Wohnung im Rheinland?

Aus der Klinik damals bist Du "clean" wieder raus gekommen? Hast das aber nicht halten können? Bist seitdem auf Minidosierungen unterwegs? Richtig verstanden?
Ich lese bei Dir von Bupre, Oxycodon, Lyrika und steige - entschuldige - noch nicht wirklich durch.
Ich "staune" etwas, wie Du an das Zeug heran kommst. Bei mir war das ein Riesentheater.

Du schreibst von "innerer Zerissenheit" - was zerreisst Dich so?

In welcher "Entscheidungsfindung" steckst Du genau?

Viele Fragen. Ich würde mich freuen, wenn Du darüber noch näher schreiben magst.

So schön, dass Du auf meine Notsituation gestern so eingegangen bist! Und Du hast Recht: Wenn es so geblieben wäre, hätte ich u.U. die Notbremse ziehen müssen.
Aber wie? Ohne Einkommen und gesundheitlich komplett unfit...

Zum Glück ist seit gestern Nachmittag wieder alles klar.
Dann ist sie unten, ich oben, jede macht ihr Ding und ich kann wieder atmen.

Grüße
perl
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2697

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2017 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Perl,

zum Glück ist das geklärt - ich hoffe für Dich ganz arg, dass es auch so ist und man damit umgehen kann. Das ist ja für Euch beide wichtig! Ich verstehe Deine Situation, das wäre schwierig, sich nach einer eigenen Bleibe umzusehen.

Ich war letzten Sommer gerade ein halbes Jhr von meinem Ex getrennt und kam allmählich zu dem Schluss, dass ich doch erst mal eine Weile für mich bleibe. Ich war zudem ein paar Monate ganz clean und hab mich am Ende auf 0,1 mg Subutex eingestellt, ein Pflaster, um der Hirnchemie die Möglichkeit zu geben, sich langsam zu erholen. Auf dieser Dosis, nahezu nichts im Suchtbereich, konnte ich bereits eine krasse Renovierung wuppen. Doch dann setzten die Nebenwirkungen der Hep C Thera ein. Moron meinte, ich wäre von heut auf morgen eine andere gewesen - ähnlich, wie Sonderbar beschrieb, oder Mikel. Zudem wurde ich von Tag zu Tag schwächer. Am Ende half nix mehr, außer Oxy, weil nix anderes da war und Bupre nicht mehr griff (Wechselwirkung) - so ist das gelaufen. Ich konnte die Nebenwirkungen nicht wuppen: Angstzustände waren massiv, Aggressionen...wäre ich stabiler gewesen, also mehr Zeit ins Land gegangen, wäre das nicht so gelaufen, aber selbst noch nicht richtig fit - und dann so ein crash! Ich hab lange gebraucht, um mich von dieser Therapie zu erholen, war bei Mikel genauso. Von wegen keine Nebenwirkunge - in ALLEN Studien, gab es diese massenhaft. Dass die Beipackzettel derart ausgeschrieben wurden - kann ich nicht nachvollzihen, denn die Studien gaben alles her, was ich erlitt. Auch, in den Foren, waren die Nebenwirkungen massiv für die Leute. Ein Verkaufsschlager, was soll man sagen? Aber immerhin, hat es gewirkt.

Was den Umzug an sich angeht - ich bin schnell zu begeistern Smile Und Moron gefiel mir so gut, so dass ich dachte, das funzt schon. Tat es aber nicht, ich übersah dabei wesentliches. Nämlich mich selbst! Ist mir nicht zum ersten mal passiert, aber ich denke, zum letzten mal. Es ist nie richtig, Dinge für einen anderen Menschen aufzugeben. Das geht irgendwann zur Belastung der Beziehung. Jeder muss frei, seine Sachen machen können. Da sind wir jetzt und stricken es anders. Moron kommt nach, sobald er sich loseisen kann. Aber erstmal muss ich eine Wohnung finden. Wink

P.S. die Pillen..naja, es gibt zig Ärzte und zig Rezeptblöcke. Kommt sehr auf die Gegend an, in der man lebt. Woanders geht man auf die Szene. Aber so, oder so: der Zugang ist da. Ich weiß, dass Du da keine Verbindung hast und das finde ich auch gut, denn allzeit verfügbar, ist nicht immer zielführend. Für mich, war das immer selbstverständlich. Bis zu Oxy, kann ich auch alles in der Schublade liegen lassen, auch, auf Entzug. an Oxy jedoch, müsste ich mich erst mal gewöhnen, mit der Zeit kann man damit auch umgehen. Aber das ist nicht mein Ziel, ich will ja weg davon...mal sehen, wo ich das einbaue, jetzt bin ich erst mal auf der Hälfte und mache wieder Pause, um mich zu schonen und Freude zu haben. Ist ganz erstaunlich, wie flugs man die abdosieren kann. Aber genauso schnell, geht es auch wieder hoch, leider Sad Bisher habe ich es einfach geschafft, die Dosis so zu halten, dass man sie relativ zügig los werden kann. Doch ausschlaggebend, ist das, was danach kommt. Da muss mehr Stabilität "in mir" her. In dieser Sitaution, ist es nicht weit her damit, kann man sich ja vorstellen.
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3682

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2017 11:29    Titel: Antworten mit Zitat

perl hat Folgendes geschrieben:

Jetzt ist es schöner: Natur nehme ich ganz anders wahr und langsam kommt die Konzentration wieder: Ich war früher eine glühende Leserin. Das ging unter der Medikation gar nicht mehr.
Letzte Woche stand ich wieder im Buchladen, fast hilflos von dem Angebot. Und dann kam meine alte "Leselust" wieder. Stunden habe ich dort verbracht, bin mit drei Büchern (ja, noch solche, die man in der Hand halten kann... ) nach Hause und lese jeden Tag ein bißchen mehr.






Hallo Perl,
ich schicke dir mal etwas und ich weiß das du damit umgehen kannst und es verstehst!


Die 4 indianschen Gesetze der Spiritualität!

Das 1. Gesetz sagt:
“Die Person die Dir begegnet ist die Richtige”
Das heißt, niemand tritt rein zufällig in unser Leben,
alle Menschen, die uns umgeben, die sich mit uns austauschen, stehen für etwas, entweder um uns zu lehren oder uns in unserer Situation voranzubringen.

Das 2. Gesetz sagt:
“Das was passiert, ist das Einzige was passieren konnte”
Nichts, aber absolut nichts von dem, was uns geschieht, hätte anders sein können.
Nicht einmal das unbedeutendste Detail.
Es gibt einfach kein: “Wenn ich das anders gemacht hätte…, dann wäre es anders gekommen…” Nein, das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte und musste passieren, damit wir unsere Lektionen lernen, um vorwärts zu kommen.
Alle, ja jede einzelne der Situationen, die uns im Leben widerfahren, sind absolut
perfekt, auch wenn unser Verstand unser Ego sich widersetzen und es nicht
akzeptieren wollen.

Das 3. Gesetz sagt:
“Jeder Moment in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment”
Alles beginnt genau im richtigen Moment, nicht früher und nicht später.
Wenn wir dafür bereit sind, damit etwas Neues in unserem Leben geschieht, ist es
bereits da, um zu beginnen.

Das 4. Gesetzt sagt:
“Was zu Ende ist, ist zu Ende”
So einfach ist es. Wenn etwas in unserem Leben endet, dient es unserer
Entwicklung. Deshalb ist es besser loszulassen und vorwärts zu gehen,
beschenkt mit den jetzt gemachten Erfahrungen.
Ich glaube, dass es kein Zufall ist, dass du das hier jetzt liest. Wenn dieser Text Dir heute begegnet, dann deshalb, weil Du die Voraussetzungen
erfüllst und verstehst, dass nicht ein einziger Regentropfen irgend wo auf dieser Welt aus Versehen auf einen falschen Ort fällt.
Lass es Dir gut gehen…
Jeder Tag ist ein geschenkter, glücklicher Tag!

(Indianerweisheit)


L.G.
Mikel
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mikel015
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3682

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2017 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

dakini hat Folgendes geschrieben:



Ist ganz erstaunlich, wie flugs man die abdosieren kann. Aber genauso schnell, geht es auch wieder hoch, leider Sad Bisher habe ich es einfach geschafft, die Dosis so zu halten, dass man sie relativ zügig los werden kann. Doch ausschlaggebend, ist das, was danach kommt. Da muss mehr Stabilität "in mir" her. In dieser Sitaution, ist es nicht weit her damit, kann man sich ja vorstellen.



Hi dakinchen... Wink

ich habe Jahre gebraucht um mit Oxy moderat umgehen zu können und die Dosis zu halten und das abdosieren kann sich quälend langsam gestalten,weißt du ja selber.
Und wie du schon richtig erkannt hast die Toleranz ist wirklich enorm und das gewuppt zu bekommen und nicht wieder aufzudosieren damit man weiterhin so gut funktioniert kann bedarf es schon sehr viel Selbstdiziplin!
Oxy kann man wirklich nicht mit anderen Opiaten/Opioiten wie z.b. H vergleichen und das ist m.M.n. das teuflische daran.
Würde mir auch keinen Entzug von direkt 60mg,oder mehr zutrauen und gerade das "Danach" und dann eine zufriedenstellende Stabilität zu erreich kann ich mir nur schwerlich vorstellen.Bewundere Perl schon sehr das sie auf diesen Weg nicht kippte und immer noch stabil ist und bleibt.
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Yez
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2557

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2017 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ich vermute das es auch ein gewaltiger Unterschied ist ,
ob man die Oxy für 1-2 Jahre genommen hat
oder für 10 Jahre und länger .

Bis auf 150 mg runter ging noch relativ gut ,
aber danach waren jede 10 mg extreme Arbeit.
Zu mindest für mich persönlich.

Ich habe ja noch die Hoffnung,
dass wenn sich der Körper länger an eine niedrigere Dosierung gewöhnt hat ,
es wieder leichter wird abzudosieren.

Man was bin ich froh , wenn das Zeug ganz aus den Körper ist .

Liebe Grüße

Yez
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3081

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2017 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

Was machst du dann mit deinen Schmerzen?,wenn das Zeug ganz aus dem Körper ist...

Oder hattest du nie Schmerzen,wie die meisten "Schmerzpatienten" hier...
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Yez
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2557

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2017 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Doktor,

das hast du mich schon mal gefragt .
Nicht ohne Grund wurde ich im Roten-Kreuz-Krankenhaus drauf eingestellt.ich war trotzdem nicht schmerzfrei.
Vorher habe ich aus lauter Verzweiflung
mengenweise Prosecco inklusive rezeptfreier Medikamente zu mir genommen.
Das einzige Medikament was wirkte war Vioxx .
Das wurde leider vom Markt genommen.

Da sich mein gesundheitlicher Zustand langsam verbessert ,
kann ich nach und nach immer mehr auf Oxy verzichten.

Im April letzten Jahres habe ich noch 240 mg Oxy täglich genommen.
Nach 3 Monaten war ich auf 90 mg runter .
Mehr ging Schmerztechnisch leider nicht .

Ich bin einfach froh , wenn ich den Rest auch nicht mehr benötige
Das bedeutet, ich bin dann schmerzfrei ohne Oxy und das ist mein Ziel .

Mir ging es NIE um eine berauschende Wirkung !
Hatte ja auch " leider " keine .
Wäre doch ein angenehmer Nebeneffekt gewesen.


An Hand deiner Frage vermute ich ,dass es dir Schmerztechnisch mal wieder SCH... geht .

Liebe Grüße

Yez
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