@ Dr. Praxx: Aussagekraft von Leberwerten

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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Dass einem das erste Glas damals vielleicht nicht so gut geschmeckt hat, sagt m.E. auch nicht wirklich etwas darüber aus, wie ein Erwachsener den Geschmack wahrnimmt. Es gibt doch viele Dinge, die man als Kind nicht gemocht hat und später dann schon. Ich mochte so gut wie nichts, als ich klein war, und mittlerweile gibt es kaum etwas, das mir nicht schmeckt (also an bloßen Nahrungsmitteln).
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3908

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Der eigene Geschmack entwickelt sich doch, müsstest du doch wissen als Koch, Schneemann. Und natürlich sind alkoholische Getränke wohlschmeckend, nicht für jeden, aber eben ganz individuell...nach Geschmack und inwiefern man die Möglichkeit hatte seinen Geschmack zu schulen.
Und ebenso wie Dinge, die einem als Kind oder junger Mensch nicht geschmeckt haben, genauso schmecken einem heute Dinge, die man früher gern trank/gegessen hat, überhaupt nicht mehr.

LG N
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Seppel 4
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Seit ich vor ca. 5 Jahren mit dem Alk aufgehört habe und dann mal am Bier

( Franziskaner-war damals mein Lieblingsgebräu ) genippt habe fande ich es

nur herb. Was ich dann mal gemacht habe ist hochprozetigere Liköre, wie

Southern Comfort, Cointreu, Bärenfang, Schlehen Feuer zu probieren, doch:

Ich habe so gut wie nix ( mengenmässig ) getrunken und hatte dicke Kopf-

schmerzen. Ich vertrag nix mehr und das ist auch gut so.

Seit dem ist Schluss mit Alk.

LG

Sepp Wink
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1894

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

hey- hab nochmal rein-gezappt, dachte, dass ganze geht eher in ne andere Richtung, aber okay.
Ach so, ich meinte im letzten post natürlich die "GABA-Rezeptoren", nur zur Korrektur. Bin ja auch im "Verblödungs-prozess" - drogeninduziert.

Die Diskussionen rund um Alk im Vgl zu anderen drugs (Toxizität betreffend) und warum dieser legal überall erhältlich und somit für Otto-Normalverbraucher die "Standard-Benebelungs-Droge" ist, wurde hier ja schon des öfteren durchdiskutiert und auch ausdiskutiert.
Ein Drama, dass NUR DIESE Droge legal ist, es gäbe für viele Sucht-gehirne evlt elegantere Alternativen...
Zell-toxischer als jeder andere Stoff (siehe Missbildungen während der SS) ist er auch.

Schön fänd ich auch, surreal, wenn ich mich mit THC in einen guten chilligen Rausch kriegen könnte (hast du im anderen Thread geschrieben)- aber da hab auch ich meine "psychischen Grenzen"- ich vertrage es echt nur in "homöopathischer Dosierung"- und nur peace, kein Gras - weil ich sonst auch das Gefühl hab, ich dissoziere oder werde leicht psychotisch...
Idea
Bin eben psychisch auch nicht die Stabilste. Bzw. ich mag es mittlerweile nicht mehr, diese "De-zentrierung"- so mit Anfang 20 stand ich da voll drauf.

Schade, weil der Stoff ja echt weniger schlimm ist als Alkohol.

Also als ich mit 14 oder so mein erstes Bier getrunken habe, fand ich das geschmacklich, so wie von der Wirkung her, super-angenehm. Dachte, - wow- endlich mal entspannt!
Denke "sympathikus-dominierte" Menschen (wie ich, konstitutionell) werden allein die muskel-relaxierende Wirkung mögen. Was aber nicht heißt, dass es "ausufern" muß.
Aber ich wäre jetzt nicht der Typ, der sagt, "es gibt ab jetzt keinen Tropfen Alk mehr in meinem Leben" - grauselige Vorstellung! (das gilt wohl nur für "Schwerst-betroffene") . Ich will einfach nur wieder zu einem "vernünftigen Level" finden. Also mal am Abend zwei Bierchen oder so.
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:
Aber ich wäre jetzt nicht der Typ, der sagt, "es gibt ab jetzt keinen Tropfen Alk mehr in meinem Leben" - grauselige Vorstellung! (das gilt wohl nur für "Schwerst-betroffene") . Ich will einfach nur wieder zu einem "vernünftigen Level" finden. Also mal am Abend zwei Bierchen oder so.


Ich denke auch, dass das nicht bei allen Menschen notwendig ist, die mal abhängig getrunken haben. Nur diejenigen, die tatsächlich bei jedem Tropfen, den sie zu sich nehmen, Gefahr laufen, die Kontrolle zu verlieren, ist das ratsam. Aber ich bin überzeugt davon, dass sich das nicht bei allen so äußert.
Ich selbst habe, wie gesagt, bei einem Gläschen etwa zum Essen nie das Bedürfnis, bis zur Trunkenheit weiterzumachen. Da ist der Wein bloß ein Genuss- und kein Rauschmittel für mich. Warum sollte ich mir das also nicht erlauben?
Ich finde, das sollte jeder selbst für sich beurteilen und seinen Umgang mit dem Alkohol entsprechend regeln.
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Schneemann
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.01.2016
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2016 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube da haben wir ein wenig aneinander vorbei geredet, Nebu.
Und wohlschmeckend sind alkoholische Getränke für fast niemanden beim ersten kennenlernen, unabhängig vom Alter. Hatte zuletzt in einer Studie darüber gelesen, obwohl manche Gruppen den bitteren Geschmack des Alkohols von Beginn an als angenehmer empfinden als andere!
Was ich sagen wollte: auch mir hatte das Bier damals geschmeckt, heute bevorzuge ich ändere Getränke! Warum sollte ich auch meinen Geschmackssinn wieder darauf konditionieren, wenn eh nicht gut tut? 🤔
Übrigens, essen und Alk verbinde ich bis heute noch liebend gern😬
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Schneemann
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.01.2016
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2016 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ergänzend zu dir, schattengewächs: soweit ich informiert bin, regeneriert sich die Leber wirklich gut. Quartalssäufer haben m.e. keine großen leberprobleme, da sie immer wieder eine Pause einlegen.
Mein Schwiegervater hatte seit 50 Jahren dauerhaft gesoffen wir ein Loch und dennoch war seine Leber intakt ( möchte das jetzt keinesfalls mit deinem Konsum vergleichen, nur ein Beispiel). Ich möchte das sicher nicht schön reden, aber denke schon, dass manche schneller organisch betroffen sind als andere.
Grüße
Schneemann
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1894

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2016 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Schneemann, danke für die Bemerkung- aber ich bin mir durchaus bewußt darüber, dass ich dem Organ täglich etwas zu viele Gifte aufzwänge... !

Praxx hat ja bewußt nicht auf meine Frage geagiert :

"ist die Leber regenerations-freudig?" -

das habe ich mir aber auch gedacht: welcher Mediziner sagt jetzt einem Menschen mit mittelschwerem Alk-problem: "ja, ganz ruhig, alles gut, *streichel, tätschel*"- die Leber ist jederzeit bereit zu sagen: "Sobald du mich wieder gut behandelst, werde ich wieder topfit und gesund- ich bin nicht nachtragend!"
Kann ich verstehen. Idea

Denn ich merke ja selbst, dass ich nicht "vor Vitalität strotze", sondern mehr so "gerade das Nötigste" auf die Reihe kriege- so als "Energie-ökonomin" geht das irgendwie - (wobei man sagen muß, dass eben auch noch phasenweise ne latente Depri ihren Senf dazugibt)... Also bei mir läuten gerade schon ab und an diverse "Alarm-glocken" und ... ich mach hier erstmal einen Punkt.
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Seppel 4
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2016 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hei Schattengewächs,

die Leber, die ich in meinem Leben sehr missbraucht habe und einige Quittungen

dafür bekommen habe, spielt ja auch in der griechischen Mythologie eine grosse

Rolle:

Zeus hatte mehrere Kinder ( 6 ? ) und eins davon, Prometheus brachte den

Menschen das Feuer, was ruhig doppeldeutig interpretiert werden darf und soll:

Mit ' Feuer bringen ' ist die Geistigkeit gemeint und man hört es in so Sprüchen

wie:

Geht Dir da ein Licht auf? oder Ist der Funke nun übergesprungen? oder Er ist

halt nicht der hellste!

Doch Zeus war darüber erzürnt und liess Prometheus an einen Felsen ketten,

wo tagsüber ein Adler kam und von seiner Leber frass.

Doch nachts wuchs die Leber wieder zur alten Grösse.

Das Spiel ging solange, bis Chiron ein alter Heiler die Schuld von Prometheus

übernahm. Hier werden Ähnlichkeiten mit Jesus, der für uns die Schuld am

Kreuz auf sich genommen hat ersichtlich.

Doch was Deine und meine Leber angeht:

Genauso, wie ich meine Leber durch Alk und Drogen super belastet habe, so

habe ich sie auch durch Fasten, Meditation und bewusster Ernährung mit

Ausdauersport immer wieder in Schuss gebracht.

Ich habe mir liebend gerne die volle Breitseite gegeben, doch wenn die Werte

zu schlecht wurden, habe ich gehandelt. Wo das endet, wenn man immer so

weiter turnt hat der Tod meines Lieblingsbruders mir eindrucksvoll und

schmerzhaft gezeigt.

Und da wollte ich noch nie hin; jedenfalls nicht so früh.

Ich wünsche Dir ganz viel Mut und Selbstliebe, dass Du zu Deinem Körper wie

ein guter Freund bist und ihn pflegst, wie Dein Baby.

In diesem Sinne wünsche ich Dir alle Liebe, die Du brauchst, um das umzuset-

zen. Wink

Sepp
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3582

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2016 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich trinke auch nur an Tagen Alkohol, die mit tag enden.
Mittwochs gehe ich Einkaufen. Wink
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1894

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2016 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ach, Sepp, du bist echt (wie soll ich das nennen?) voll mit "Herzens-wärme"!

Schönes Bild aus der Mythologie!
Schlimm ist, dass die meisten erst versuchen, das Ruder noch rumzureißen, wenn es "zu spät" ist... DU hast die Kurve ja scheinbar noch gekriegt, Gott sei Dank!
Ich nippel schon wieder an meinem Bierchen... Rolling Eyes
und höre jetzt auf!- geh jetzt mal schnell raus, weil mir hier nur noch die Decke auf den Kopf fällt. Ist schon alles nicht so easy, vor allem, wenn s an der Umsetzung des Erkannten hapert! Idea
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Seppel 4
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2016 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hei Mikel, bei dieser Form der Störung gibt's jetzt einen ganz neuen Tee:

Leider habe ich den Zettel, wo ich den Namen draufgeschrieben habe

geraucht: Embarassed Wir hatten keine Blättchen Meer!

Schönen Mittwoch!

Sepp Wink
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andy1977
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Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 2688

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2016 15:11    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu,


http://www.leber-ratgeber.de/leber/schadstoffe/alkohol/

lg andy
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mikel015
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3582

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2016 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:
"ist die Leber regenerations-freudig?" -

.




da ich ja seit 3 Monaten meine Hep-Thera hinter mir habe sind die Info's noch frisch und will auch mal was sinnvolles beitragen sonst wird unser Sepp noch "böse"...!Wink

Nein, die Leber regeneriert sich nicht, wie es oft gesagt wird. Sie hält lange durch aber was kaputt ist bleibt kaputt. Das intakte Restgewebe kann eine ausreichende Funktion haben und ein normales Leben ermöglichen
Zerstörtes Lebergewebe ist nicht zu reparieren, da das aus Bindegewebe besteht, aber man kann schon viel durch sinnvolle Ernährung und Bewegung kompensieren

so long
Mikel
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Seppel 4
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2016 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

@ schattengewächs

Zur Regenerationsfähigkeit der Leber:

Ich ziitiere aus dem 2. Buch, 18. Auflage von 2007 aus dem Buch von meinem

Lieblingsautor, dessen Vorträge ich auch fast alle besuche, wenn sie in NRW

sind, Dr. Ruediger Dahlke: KRANKHEIT ALS SYMBOL:


S. 95

Leber: Symbolische Bedeutung:

eng mit dem Leben ( Leber ) verbunden ( engl. to live ), Zustand der Leber

beantwortet die Frage: Wie gehe ich mit meinem Leben um? Wiedergeburt

neuen Lebens; unsterbliche Leber im Mythos: Adler frisst sie tagsüber, und

nachts wächst sie wieder nach ( Prometheus, Loki ), spiegelt sich medizinisch

wider in der Fähigkeit zur Erholung selbst nach langen Entgiftungsexessen;

Leber wächst AUCH NACH, WENN TEILE OPERATIV ENTFERNT WURDEN;

Es geht bei der Leber um:

Wertung, Weltanschauung, ( Rück-)Verbindung nach unten ( zum Anfang, Ur-

sprung) und nach oben ( Sinnhaftigkeit ); Labor; Sucht und Suche;


Aufgabe/ Thema:

Unterscheidung und Wertung; Rückverbindung zumUrgrund, zur Urform des

Lebens ( re-ligio ); das rechte Mass und den Sinn des Lebens finden;

seelische Synthese: fremdes Eiweiss ab- und eigenes aufbauen ( konstruktiv

sein ), das Fette ( Üppige ) verdaulich machen, entgiften; Stimmungsproduzent/

Barometer, wobei es nicht so sehr um die persönliche Stimmung geht, sondern

darum, ob das Leben Sinn hat, und um seine grundsätzliche Temperiertheit,

das Grundtemperament ( Choleriker, Melancholiker, Sanguiniker, Phlegmatiker )


1. Dem Melancholiker ist mehr, als eine Laus über die Leber gelaufen,

2. Der Choleriker neigt dazu, Gift und Galle zu spucken; Galle = im Leberlabor

produzierter Verdauungssaft; als Gallenproduzent ist die Leber auch am

Agressionsausdruck beteiligt; Sitz von Ekel und Ärger: sich gelb und grün

ärgern.

Das, liebes Schattengewächs war mal eine kurze Abhandlung aus einem meiner

Lieblingsbücher zum Thema Leber.

Eins ist klar: Die Leber ist sehr regenerationsfähig und wächst nach! Doch:

Auch bei der Leber gibt es ein ' Point of no Return '.

Dann hilft auch kein Vaterunser mehr. Eine gewisse Menge gesunder Grundsub-

stanz MUSS sein, damit sie sich wieder bei bester Pflege ( vorausgesetzt! )

reparieren kann.

Alles Liebe, Schattengewächs

von

Sepp
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