Qutenza bei Schmerzen

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MausiMaus
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 12. Dez 2016 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Elbfürstin,

ja, gerne, schreib mal, wie das ist.

Für mich hat sich das jedoch erledigt,

ich lass mir doch meine Nervenenden nicht zerstören.

Muss ja furchtbar wehtun.

Wo hast dus hingekriegt ?

bis dann, Karin
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Elbfuerstin16
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Anmeldungsdatum: 23.08.2016
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 12. Dez 2016 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Karin, ich habe es wegen Nervenschmerzen im Bein bekommen, aufgrund einer Femoralisparese nach einer Operation.
Ich bin jetzt gerade unterwegs, aber heute Abend schreibe ich dir wie es war und was es gebracht hat. Wird etwas länger die ganze Geschichte!

Bis heute Abend Wink
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MausiMaus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 12. Dez 2016 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, Danke,

freu mich schon drauf.

Meins liegt immer noch beim Arzt.

Wenn dus willst, ich mach dir einen Sonderpreis ( nein, kleiner Scherz,

doch 340 Euro...ist mehr, als ich den ganzen Monat zum Leben habe.

bis heute Abend dann,

schönen Gruss, Karin
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Yez
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 1630

BeitragVerfasst am: 12. Dez 2016 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maus ,

wie siehts denn bei dir aus ?
Du wolltest doch das Gabapentin wieder absetzen .

Ich weiß nicht mehr wo du es geschrieben hast .

Welche Medikamente könntest du alternativ nehmen ?

Gruß

Yez
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MausiMaus
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 12. Dez 2016 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Yez,

nett, dass du mir schreibst.

Ja, zum Glück nehme ich das Gaba wieder "normal" ein.

Habe mich leider dazu verleiten lassen, das doch mal extrem überzudosieren, und

12 300derter auf einmal genommen habe.

Ist dann vergleichbar mit 600 Lyrika.

Nicht so stressig, wie Lyrika.

Doch Kamikaze, schon wieder.

Ich bin so krank, was Suchtmittel angeht.

Weiss noch nicht, wie ichs machen soll,

vielleicht rede ich mit der Apotheke,

dass die mir helfen, das runterzudosieren.

Im Arztbrief steht was von Osteochondrose LWS,

lese mich da grade durch.

Morgen endlich kann ich in der Schmerzambulanz die Ärztin erreichen.

Ich bin schon mal froh, dass ich mich entschieden habe, keine

starken Schmerzmittel zu nehmen.

Und einen anderen Weg zu gehen.

Gott sei Dank bin ich jetzt soweit,

dass der Wille da ist.

War hart, die letzten 2 Jahre, doch es hat sich gelohnt.

Wenn ich an diese Abhängigkeit von Fentanyl denke,

kann ich wirklich dankbar sein, das hinter mich gebracht zu haben.

Was ich mir wünschen würde, wäre Cannabis auf Rezept,

viell. erlebe ich das noch.

Ich bin mal gespannt, ob die Schmerzärtzin alternative Medies hat,

oder ob ich das mit Ernährung, Therapien und eben auch leben mit den

Schmerzen hinkriege.

Wie geht es dir, @Yez ?

Was nimmst du für Medies ?

Bin ja mal gespannt, was @Elbfürstin schreibt, über das

Qutenza.

ich mach mir jetzt mal eine schöne Wärmeflasche und Lebertee...

Verdammt, ich will doch 100 werden.

grüsse, Karin
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Yez
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 1630

BeitragVerfasst am: 12. Dez 2016 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maus ,

Cannabis zu legalisieren, wäre für viele gut .
Ich gebe die Hoffnung nicht auf .

Bin gespannt, was sich bei der Schmerzambulanz ergibt .

Opiate sind nicht immer die richtige Lösung .
Aber ich habe durch Oxy ein wenig mein Leben zurück erhalten .

Ich wollte ja unbedingt vom Oxy ganz weg , habe es aber schmerztechnisch nicht geschafft.

Im April war ich noch auf 80-80-80 mg ( 240 mg ) täglich.
Habe dann Abdosiert auf " nur noch " 90 mg täglich.
Zusätzlich nehme ich abends Mirtazapin und mein CBD Öl.
An schlechten Tagen nehme ich noch eine 300er Gabapentin .

Reicht erstmal.
Im Frühling versuche ich ganz ganz langsam weiter runter zu gehen .

Zum Glück habe ich keinen Suchtdruck , dadurch ist es etwas leichter beim Abdosieren.

Drücke dir für morgen die Daumen

Liebe Grüße

Yez
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Elbfuerstin16
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Anmeldungsdatum: 23.08.2016
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 13. Dez 2016 02:54    Titel: Antworten mit Zitat

So da bin ich Smile

Also ich habe am rechten Bein eine Femoralisparese und eine Perneusparese seit einer Umstellungsostetomie. Im sitzen oder bei längerem liegen habe ich extreme Schmerzspitzen, die von der Leiste bis ins Knie strahlen. Brennende/ stechende die nicht auszuhalten sind. In diesem Moment kann ich das Bein auf keinen Fall bewegen, weil es so stark schmerzt. Das ganze dauert 20-30 min und kommt pro Nach 2-3 mal vor. Der absolute Horror. Gegen die Dauerschmezen bekomme ich Fentanyl Pflaster 100er und das übliche Programm Novalgin, Ibuprofen (wegen Rheuma),Amitriptylin nur Abends und seit ein paar Wochen wir Cabamazepin getestet. Aber das hilft nicht, außer das ich davon müde werde.
Außerdem ist ab Mitte Oberschenkel bis Mitte Innenseite, alles taub. Trotzdem habe ich bei Berührung Hautschmerzen (das war vlt auch der Grund warum es so schmerzhaft war).
Meine Ärztin aus der Schmerzambulanz im Krankenhaus hatte dann die Idee, das Qutenza Pflaster zu probieren. Bis dahin bekam ich gegen die Schmerzspitzen, PecFent, eine Nasenspray mit Fentanyl 400microgramm pro Sprühstoß. Das Spray hat super gut geholfen, da es sofort gewirkt hat wenn die Attacken kamen und ich konnte sofort weiter schlafen. Das Spray bekomme ich nicht mehr, weil ich nur für Tumorpatienten mit Durchbruchschmerzen zugelassen ist und pro Monat knapp 2.000€ kostet (meine Krankenkasse hat aber nie einwende gehabt). Einerseits bin froh, dass ich es nicht mehr bekomme, ich sehr abhängig davon geworden bin und es auch immer öfter genommen habe, also nicht nur Nachts. Dadurch musste ich es immer höher dosieren und ich kam mit dem Rezept nicht bis zum nächsten Termin. Zu dem Zeitpunkt bekam ich als Basis Tilidin und das Spray, also noch keine Pflaster. Im September wurde das Spray dann gegen die Pflaster getauscht. Tagsüber komme ich sehr gut klar mit Pflastern, die Schmerzen tagsüber liegen jetzt bei 3-4, womit ich super klar komme. Aber Nachts hilt das Pflaster bei den Attacken natürlich nicht und somit habe ich einfach Pech gehabt und muss damit weiter leben, so hat meine Ärztin mir das gesagt. Sad

Also kam die Idee mit dem Pflaster. Das Pflaster musste ich nicht selber bezahlen, auch die anderen Patienten die ich aus dem Krankenhaus kenne, musste das auch nicht selbst bezahlen! Wundert mich warum du das selbst bezahlen musstest?! Weißt du warum?

Ende September hatte ich dann den Termin, ich habe mir eigt gar nichts davon erhofft, aber ich dachte, dass vlt die Hautschmerzen besser werden und ich dachte, so schlimm wird es wohl nicht sein wie alle sagen! Falsch gedacht!
Zu erst wurde die betroffene Stelle, also der halbe Oberschenkel mit einer Betäubungssalbe eingerieben und musste 20 min einwirken. Ach, die Vertreterin von der Firma von Qutenza war auch anwesend, das machen die in Minden wohl immer so, weil die Ärzte sowas auch bis dahin erst bei 5 Patienten gemacht haben, finde ich gar nicht schlecht, bevor irgendwas falsch läuft.
Also Bein wurde abgewaschen und dann wurde das Pflaster bzw. waren es zwei, ganz exakt zu geschnitten, damit es auch nur auf der betroffenen Stelle klebt. Bis dahin war alles schon sehr unangenehm, weil Berührungen mir sehr weh tun, das einreiben war schon sehr schmerzhaft. Über das Pflaster wurde ein Verband gemacht, damit es richtig fixiert blieb. Abgesprochen war, dass das ganze im Aufwachraum gemacht wird, am Monitor. Als ich das hörte, ahnte ich schon böses. Anders als abgesprochen wurde es dann in der Ambulanz gemacht. Erst hieß es, dass zu beginn schon ein Zugang gelegt wird, für evtl. benötigte Schmerzmittel. Dann hat sie sich aber entschieden, erst einen zu legen, wenn ich nötig ist. Ich habe aber einen Port, weil meine Venen zu schlecht sind. Also hätte man eine Portnadel aus der Notaufnahme holen müssen, die ganze 10m entfernt war. Darum wurde erstmal ohne Zugang begonnen.
Nach 3 min ging es los, das Bein fühlte sich an als wenn ich mich in Brennnesseln gelegt hatte. Ich durfte immer nur für wenige Sekunden ein Kühlpad drauf legen, weil das sonst dir Wirkung beeinträchtigt. Hat also Null gebracht, weil der Verband ja auch noch drüber war!
Nach 5 min fing ich an zu schwitzen am ganzen Körper und ich musste anfangen zu weinen, ich wollte es nicht, aber es ging nicht. Dazu muss man sagen, ich hatte bis dahin schon massen an Operationen, ganze Gesicht zertrümmert mit Hirnbluten, Koma usw...also Schmerzen bin ich gewohnt. Aber das konnte ich nicht runterschlucken. Ich verlange also nach einem Schmerzmittel und nun ging es los, es musste eine Portnadel geholt werden. In der Zeit wurde es immer und immer schlimmer. Im Raum war die ganze Zeit auch die Vertreterin, die mir versuchte zu erklären, ich solle mich nicht so anstellen. Da muss ich jetzt durch und danach hätte ich keine schmerzen mehr! Ahjjaaa, ich hätte sie tot schlagen können.
Mir lief der Schweiß in die Augen, auf den Beinen hatte ich Schweißtropfen die mir wie Wasser über den Körper liefen und ich habe gedreht und gewendet, ich konnte nicht mehr still liegen vor Schmerzen. Teilweise habe ich richtig geschrien und hatte totale Panik. Von Minute zu Minute wurde es immer schlimmer. In meinem ganzen Leben hatte ich noch nie solche Schmerzen. Die Schwester war immer noch nicht zurück mit Portnadel in der Zeit erkannte die Ärztin dass es jetzt besser wäre einen Monitor zu holen. Puls war bei 160 und der Blutdruck schwankte zwischen 80/60 und dann wirder 170/100. Das war zumindest das letzte was ich wahr genommen habe. Dann bin ich Ohnmächtig geworden (zum Glück!) Aber leider nicht lange, nur so 20sek. Ich bat dann die Schwester meine Mama sofort anzurufen, weil ich mich so ausgeliefert gefühlt habe und ich einfach meine Mama bei mir haben wollte. Sie war immer bei allen OPs bei mir und auch bei allen Untersuchungen die schmerzhaft ware, aber an diesem Tag dacht ich, es würde reichen, wenn sie mich abholt. Aber ich wollte das sie jetzt bei mir ist, ich bin zwar schon 26, aber ich wollte unbedingt das meine Mama kommt. Irgendwann tauchte die Portnadel auf und es wurde versucht zu punktieren, ging aber nicht so einfach, weil ich es nicht schaffte still zu halten. Als ich wieder weg getreten bin, hatte ich endlich den Zugang und es wurde Dipidolor gespritz, was nicht brachte gar nichts! Also noch mehr und noch mehr, nichts half. Ich war komplett nass, als ob ich unter der Dusche stehen würde. Ich konnte mich nicht zusammenreißen und musst immer wieder sehr laut weinen. Das Bein fühlte sich an, als würde es im Feuer liegen. Nachdem dann irgendwas anderes gespritzt wurde, wurde der Schmerz endlich erträglich und ich konnte mich entspannen. Es war die größte Erleichterung an die ich mich bis jetzt erinnern kann. Achja, 1 Stunde sollte das Pflaster drauf bleiben. Inzwischen war 15 min vergangen,es fühlte sich an wie Stunden.
Und dann ging es wieder los, genauso schlimm wie vorher. Ich fing wieder an zu schreien und zu Weinen und hab immer wieder hyperventiliert und auch immer kurz Ohnmächtig, aber immer nur 10-20sek. laut meiner Mutter. Dann wurde endlich der Chefarzt der Anästhesie geholt, der mich seit Jahren sehr gut kennt und immer die Narkosen usw bei mir gemacht hat. Die alte von der Firma saß immer noch auf dem Stuhl und gucke sich alles in Seelenruhe an. Irgendwann macht sie wohl wieder irgendeinen dummen Spruch, worauf hin meine Mutter sie zusammen geschrien hat und rausgeschmissen hat. Als Prof. Bachmann dann kam, hat er erstmal gefragt, warum keiner auf die Idee kommt, das ganz Zeug ab zumachen, da man nicht schwer erkennen können, dass das so nicht weiter gehen bis zum Ende. Bis dahin war ich erst bei 30min. Ab dann weiß ich lange nichts mehr. Als ich wieder aufgewacht bin, lag ich im Aufwachraum und das Pflaster war ab. Trotzdem war der Schmerz immer noch da. Im Aufwachraum bekam ich nochmal was gespritzt und als ich wieder aufgewacht bin, war es 20 Uhr, also knapp 6 Stunden später, lag auf der Intensivstation.
Der Oberschenkel war feuerrot und die Narbe auf dem Oberschenkel war weiß wie Schnee. Ich bekam dann nochmal was und habe bis zum nächsten Mittag geschlafen. Sad Der Schmerz war dann weg.
Und was hat es gebracht, NIX. Gar nichts! Der Hautschmerz war vlt 40% besser, aber mir ging es nicht um den Hautschmerz, sondern um die Nervenschmerzen.
Hätte es geholfen, müsste man alle 3 Monate das ganze wiederholen! Im Leben würde ich das nieeemallls nochmal machen, egal wie toll es hilft.
Ich hatte noch nie so schlimme Schmerzen, ich habe mir gewünscht dass ich sterbe. Mama hat gesagt, dass sie mich noch nie so panisch gesehen hat. Sie hat zeitweise wirklich gedacht ich sterbe. Die ganze Vital Werte gingen auch immer hoch und runter. Puls zwischen 40 und 165 und Blutdruck zwischen 50/30 und 190/110. Selbst meine Mutter musste was zur Beruhigung, weil sie es nicht ertragen konnte und sie ist ganz gewiss nicht empfindlich was wir zusammen alles durchgemacht haben durch Unfälle und Operationen.

Vermtet wird, dass das ganze durch diese Hauschmerzen bei mir, um ein vielfaches schlimmer war als bei anderen! Es soll wohl Patienten geben, den macht es nicht viel aus, da reicht Novalgin. Aber es gibt auch genauso viele, bei denen es auch so heftig ist, dass Dipi und Morphium gespritzt wird, obwohl keine Toleranz gegenüber Opiaten besteht.

Also komm bloß nicht auf die Idee, das Pflaster dir selber zu kleben! Tu es bloß nicht! Ohne Betäubung wird es nicht auszuhalten sein! Da es bei dir ja wahrscheinlich eh nicht hilft, probier es auch nicht.
Es gibt aber wohl viele Patienten bei denen es hilft. Ich habe einen LKW fahrer kennen gelernt, der keine Opiate nehmen kann/will wegen seinem Job. Er hat was an der Schulter und ist jetzt schmerzfrei durch das Pflaster für 3 Monate. Aber auch er sagt, dass das unerträglich ist wenn es einwirkt.

oh etwas länger geworden, sorry Embarassed
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MausiMaus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 13. Dez 2016 03:25    Titel: Antworten mit Zitat

wow, meine Güte,

du Ärmste,

bin grade aufs klo, da liegt mein Handy, war jetzt Zufall,
dich grade zu lesen.

muss dir schnell schreiben.

erst mal vielen Dank für deinen langern Bericht.
Ich erinnere mich noch an dich, mit diesen Fenta - Spray.

Hört sich schlimm schlimm an.

Der Vertreterin von dem Pflaster würde ich am liebsten auch eine scheuern, bzw ihr mal eins selber klebben lassen.

dass es sooo weh tut , dass du gleich ohnmächtig wirst, hätte ich jetzt nicht gedacht.

Habe am Donnerstag Termin bei Hausarzt,
und nein, ich musste es nicht selber bezahlen.

Doch um das gehts ja garnicht.

Du bist noch so jung,

umso schlimmer finde ich das alles.

Lass dich NIE NIE wieder einfach übergehen von irgendjemand, und mit dir tun lassen, was

du innerlich nicht willst.

War wieder mal eine typische Situation, dass man da soooo ausgeliefert ist, dein Gefühl hat dir das richtige gesagt.

Für mich hört sich das an wie eine Vergewaltigung.

Die gehören Alle geschlagen, die das mit dir gemacht haben !

Manchmal muss man als Patient sich sowas von wehren gegen solche A - Löcher.

Hört sich so harmlos an, mit dem Chilli...

und was da wirklich passiert, dass nämlich Nerven abgetötet werden, wie

@Praxx schrieb, davon steht nirgens etwas.

Das mit der Pharmareferentin finde ich ein starkes Stück,

könnte selber heulen, dass es sowas überhaupt gibt, in der Welt.

Habe mich letzte Woche selber so aufgeregt, im KH, weil ich vom Arzt

behandelt wurde, wie, ach, ich weiss nicht wie.

Wie eine kleine dumme Idiotin, dabei bin ich 54 Jahre alt.

Einfach über mein Kopf hinweg entschieden,

dass ich selber nichts mehr zu entscheiden habe.

Gut, dass deine Mutter da war.

Ich wollte nur kurz antworten, doch grade reg ich mich schon wieder so

auf, dass man als Mensch anderen Menschen gegenüber so ausgeliefert ist.

Egal jetzt, ob süchtig, oder, wie in

deinem Fall so richtig am Arsch, mit den Schmerzen.

Na ja, jetzt weisst dus.

Und vielen vielen Dank für deine Worte.

ich versuche weiter zu schlafen.

Wieso schläfst du denn nicht ?

drück dich mal, Du Liebe,

Karin
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MausiMaus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 13. Dez 2016 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

ich finde es unverantwortlich von der Ärztin, wenn sie sagt, dann hast du halt Pech gehabt, und musst mit den Schmerzen leben ?

Was ist mit Morphiumspritze, wenn die Spitzen kommen, in der Nacht ?

Lebst du bei deiner Mutter ?

Hast du Aussicht auf vollständige Heilung ?

gruss, Karin
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Elbfuerstin16
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Anmeldungsdatum: 23.08.2016
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 14. Dez 2016 01:11    Titel: Antworten mit Zitat

So, endlich Zeit zum Antworten.

Nein ich wohne seit September alleine, davor habe ich mit meinem Freund zusammen gewohnt. Aber Mama wohnt 500m weiter, was manchmal super ist und manchmal etwas nervig, weil sie sich ständig sorgen macht. Aber ich bin eh sehr wenig zu Hause, weil ich ein eigenes Pferd habe und immer 1-2 Berittpferde. Dadurch habe ich immer was zutun und ist abgelenkt von den Schmerzen, weil die Nervenschmerzen ja zum Glück nicht belastungsaghängig kommen, sondern eher in Ruhe schlimmer sind.
Ich denke dass die Reaktion auf das Pflaster bei mir so extrem war, da ich diesen extreme Empfindlichkeit der Haut ja eh schon habe und nicht wie die meisten anderen Patienten nur die tiefen Nervenschmerzen. Aber man hätte das Pflaster sofort abmachen müssen, nachdem es so schlimm wurde und klar war, dass sich das anders entwickelt, als bei anderen Patienten. Dafür muss doch nicht extra erst ein Professor kommen, um dies zu erkennen.

Heute Mittag ist mir eingefallen, dass wir diesen Wirkstoff, Capsaicin, auch als Gel für die Pferde haben. Das wird bei Pferden eingesetzt, bei Sehenenverletzungen am Röhrbein. Durch den Wirkstoff, will man das Bein extrem reizen und eine künstliche Entzündung provozieren, damit der Körper an der stelle beginnt den Schaden zu reparieren. Aber selbst die Pferde regieren schon nach 2-3 maliger Anwendung sehr stark. Das Bein wird richtig heiß und etwas dick. Man massiert das richtig ein und wäscht es aber nicht ab. Das ganze macht man 2-3 Wochen. Selbst wenn das Gel lange nicht mehr aufgetragen wird, ziehen die Pferde das Bein sofort weg wenn man es anfassen will. Dann kann man sich gut Vorstellen wie sehr es den Pferde weh tut Sad und ich jetzt erst recht. Aber bei den Pferden ist ein sehr effektives Medikament was wirklich gut hilft. Ich gucke morgen mal auf die Tube was da für eine Dosierung drin ist. Jetzt kann ich noch besser verstehen, warum der Tierarzt uns 100 mal gesagt hat, dass man das niemals ohne Handschuhe auftragen soll!

Ich kann mich damit auch nicht anfreunden, dass es da keine andere Möglichkeit als alternative gibt Crying or Very sad
Ob Morphiumspritzen helfen würden? Also wegen meiner Toleranz, die ist ja schon extrem hoch und Fentanyl hat ja einen Potenz von 100 und Morphium 1.
Aber so genau kenne ich mich da jetzt auch nicht aus.
Die einzige Möglichkeit ist, vlt nochmal eine andere Schmerzambulanz zu suchen.
Andererseits ist das Medikament ja wirklich nicht für mein Krankheitsbild zugelassen. Die Fentanylpflaster ja, aber das Spray nein. Verschreibt man dieses Medikament trotzdem, nennt man das "off lable use", Zitat von Wikipedia:Unter zulassungsüberschreitender Anwendung, engl. off-label use, versteht man die Verordnung eines zugelassenen Fertigarzneimittels außerhalb des mit der Zulassung von Arzneimittelbehörden genehmigten Gebrauchs hinsichtlich der Anwendungsgebiete (Indikationen) und Anwendungsarten.

Wer oder was sowas aber kontrolliert und das beanstandet, weiß ich nicht. Weil die Krankenkasse hat bis jetzt nie was dagegen gesagt. Im Internet habe ich gelesen, dass man aber kaum Chancen hätte, sowas einzufordern. Da müssen ganz bestimmte Punkte erfüllt sein und selbst dann, ist es fast unmöglich. Aber wie das ganze läuft, also ob die Ärzte dafür auch einen auf den Deckel bekommen würden, weiß ich nicht. Aber ich denke das es wahrscheinlich tausend solcher Fälle gibt, wo die Medikamente eigt für etwas ganz anderes zugelassen sind.

Wofür wolltest du das Pflaster probieren Karin? Für den Rücken? Hab gerade deinen ersten Poste zu dem Thema nicht mehr im Kopf?!
Hast du auch Nervenschmerzen Und mit welchen Medikamenten wirst du bis jetzt Behandelt?

Liebe Grüße Alina
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Elbfuerstin16
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Anmeldungsdatum: 23.08.2016
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 14. Dez 2016 01:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ach wegen der Heilung.

Nein, der Zustand ist jetzt der Endgültige. Operieren kann man da nichts mehr und die Ärzte sagen ja immer, dass die Chance auf eine Erholung des beschädigten Nervens, nur innerhalb des ersten Jahres nach dem enstandenen Schaden passieren würde. Danach passiert nichts mehr. Bei mir sind es im Februar 6 Jahre! Confused
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MausiMaus
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 14. Dez 2016 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, @elbfürstin,

habe nach was gegen meine Schmerzen gesucht, was nicht abhängig macht.

Doch das ist für dich wahrscheinlich kein Thema.

Für dich ist es erst mal wichtig, schmerzfrei zu sein, egal, wie.

Dein Pferd - Therapie finde ich toll.!

Ich liebe den Geruch von Pferdestall,

grüss mir deinen " Kleinen ".

Wie heisst er / sie ?

gruss, Karin
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MausiMaus
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 23. Dez 2016 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, wieder,

habe mir vorhin auf dem Markt rote Chillies gekauft.

Und NUR aufgeschnitten, in der Mitte, und an der LWS

befestigt.

Wollte lieber vorsichtig sein, drum Nicht draufgerieben, oder so.

Lange garnichts gemerkt.

Hapsch schon vergessen,

Doch Jetzt, nach ca. 2 Stunden - ein angenehmes Brennen...

interessant...

grüsse, Karin
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Praxx
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2843

BeitragVerfasst am: 24. Dez 2016 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Elbfürstin

Ich bin immer wieder erstaunt, wie blauäugig manche Kollegen mit Arzneimitteln hantieren, deren Wirkungsweise sie sich nicht mal richtig vorstellen können.

Wenn ich deine Geschichte lese, muss ich sofort an ein Phänomen denken, das "opioidinduzierte Hyperalgesie" heißt. Damit beschreibt man einen selten auftretenden Effekt von Opioiden, nämlich quasi eine "Wirkungsumkehr": Durch Gabe von Opioiden steigt die Schmerzempfindlichkeit an, je höher die Dosis, desto empfindlicher reagiert der Patient auf Schmerzreize.

Dazu kommt ja, dass Opioide bei Nervenschmerzen in aller Regel kaum wirksam sind.

Für dich kämen wohl zunächst andere Optionen infrage. Medikamentös natürlich in erster Linie Antiepileptica wie Carbamazepin, Valproat, Lamotrigin, Pregabalin, Levetirazetam, evt. auch "Conotoxin", (Kegelschneckengift). Manchmal kann so ein Schmerz durch eine Art "Schrittmacher", also zwischen den Rückenmarkshäuten im Wirbelkanal platzierte Elektroden, oder auch ein simples TENS-Gerät ("Transkutane elektrische Nervenstimulation") quasi "abgeschaltet" werden.

Auch medizinische Hypnose kann in solchen Fällen Erleichterung bringen, in der Schweiz wird mit Psilocybin erfolgreich experimentiert, auch medizinisches Cannabis wurde schon erfolgreich eingesetzt - es gibt also noch eine Menge Optionen außer Fentanyl und Carbamazepin...

LG

Praxx
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MausiMaus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 24. Dez 2016 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Forum,

wer zieht mit mir um, in die Schweiz ?

weihnachtliche grüsse,

Karin
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