Wegen Alkohol meine Beziehung/en geschrottet

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Klein1982
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Anmeldungsdatum: 24.04.2016
Beiträge: 75

BeitragVerfasst am: 24. Okt 2016 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

... indem man selbst schon lange genug trocken ist um zu wissen was man will
und genug erfahrung hat dem Partner die Problematik begreiflich zu machen
und einen Partner hat der bereit ist sich mit dafür zu auf zu reiben
und man genug mechanismen kennt um akuten Druck in Problemlagen zu erkennen und dagegen vor zu gehen


also ... ziemlich kompliziert
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MausiMaus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 2148

BeitragVerfasst am: 24. Okt 2016 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

vom ersten Moment an, als ich ihm begegnete,

und er mir auch gefallen hat,

habe ich mir ganz bewusst gesagt :

ich lege da keine Erwartungen rein, keine Hoffnungen,
keine Gedanken an Irgendwas, Zukunft, oder so,
weil,

in 2 Tagen kann schon wieder alles ganz anders sein.

wars dann ja auch.
Aufpassen muss ich grade, dassich keine Schuldgefühle

mir einrede.
Muss zugeben, dass der Gedanke an 2 Flsch. Wein da ist, doch

kein Geld, zum Glück.

Den Anderen halt so sein zu lassen, wie er ist,

ist vielleicht das Geheimnis.

Er hat ja selber Probleme, mit dem Sauffen.

Gibt es aber nicht zu, also ein Lügner auch noch.

Keine Ahnung.

Ist halt gecrashed, schon nach 2 Tagen...

immerhin ein Rekord.

Vielleicht, wahrscheinlich besser so.
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1133

BeitragVerfasst am: 24. Okt 2016 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aufpassen muss ich grade, dass ich keine Schuldgefühle
mir einrede

Wie ich schon schrieb: Ich sehe das ganz tiefen entspannt. Bringt mir ja nix, wenn ich mir zu der Scheiße auch noch Schuldgefühle auflade.
Zitat:
Er hat ja selber Probleme, mit dem Saufen.
Gibt es aber nicht zu, also ein Lügner auch noch.

Ja, ja, diese Verstrickung sind dann wahrlich Dynamit in so einer Beziehung Twisted Evil

Eine Partnerschaft mit einem nicht süchtigen Partner?

Müsste eigentlich heißen: Wie sollte eine Partnerschaft zwischen einem trockenen und einem nicht Suchtveranlagten Partner funktionieren?

„Funktionieren“ tun ja viele solcher Partnerschaften. Die Frage ist für mich: Ist das unter allen Voraussetzungen erstrebenswert?

Auf jeden Fall halte ich eine Partnerschaft zu einem aktuell noch süchtigen Partner für alles andere, als erstrebenswert.
Schon weil ich als Suchtler weiß, dass in nassen Zeiten für mich immer die Sucht die absolute Numero Eins ist.

Beispiele gibt es ja gerade in letzter Zeit zuhauf hier im Forum, dass in solchen Zeiten der Partner belogen, betrogen und nach Strich und Faden beschissen wird.
Da bin ich zumindest keine Ausnahme.
Dazu kommt für mich eine Fähigkeit, die ich trocken zutiefst verabscheue, und nass in Perfektion beherrsche: Die Manipulation des Partners.

Ganz offen und direkt: Fragt mich in meinem Freundeskreis jemand, ob er oder sie mit einem Suchtabhängigen zusammen gehen soll, dann sage ich: Wenn dir dein Leben was wert ist, dann nimm die Beine in die Hand und renne soweit weg von dem, wie du kannst.

Okay, ich lebe auf einem vermutlich recht hohen Level.
Will sagen, Knete war nie das Thema. Da gab’s schon so manches dickes Extra, nur damit ich in Ruhe meiner Sucht frönen konnte. Auch nach außen hat es die meiste Zeit „irgendwie“ gepasst: Mein Dings, mein Superdings, mein Ultradings … alles mein ...

Aber: Der Partner zahlt (als Numero Zwei) einen hohen Preis.
Ein Leben unterm Damoklesschwert.
Ich weiß das zumindest bei mir. Egal was ich mir in guten Zeiten suggeriere, in Wirklichkeit bin ich immer nur ein Glas von der aktiven Sucht entfernt.

Beim Partner ist das dann nochmals … brisanter? Erschreckender? Abschreckender?

Immerhin kann ich ja viele Jahre trocken mit ihm ein wunderbares Leben führen. In dem dann viele Dinge gemeinsam aufgebaut und geschaffen werden.
Die ruckzuck futsch sind, wenn die Sucht wieder zuschlägt.
Verrat auf der ganzen Linie …

Vielleicht, so überleg ich gerade, sollte die Frage eher lauten: Kann ich als Suchtler die Verantwortung einer Partnerschaft stemmen?

LG
Marle
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1133

BeitragVerfasst am: 24. Okt 2016 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ist halt gecrashed, schon nach 2 Tagen...

immerhin ein Rekord.


Laughing Laughing
So wird aus einer Eintagsfliege eine dicke fette Stubenfliege.
Und ehe Du Dich umschaust, sitzt gleich daneben eine riesige Spinne und wartet auf Beute ... Twisted Evil
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Rabe85
Anfänger


Anmeldungsdatum: 24.10.2016
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 24. Okt 2016 14:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo danke erstmal für die Antworten.

Zu aller erst ich bin kein Fake sowie meine Beiträge auch nicht.

In meiner Pflege Ausbildung haben wir ja das Thema Alkohol befasst. Das ich psychisch Abhängig bin ist mir seit Jahren bewusst. Ich helfe jeden Tag 25 Reha Patienten durch den Tag. Auch da die beste Beurteilung bekommen die nur möglich ist nach der Probezeit-zuverlässig wie ein Uhrwerk. Auch achte ich dadrauf halt nicht verkatert zum Dienst zu erscheinen und lege halt die Excesse auf Tage wo ich weiß ich habe den Tag später frei.

Mir selber helfen kann ich aber leider nicht. Bzw nur bis zu einem gewissen Grade. Anmeldung im Fitnesstudio.Mache kleine Video - Clips oder spiele viel Gittarre.
Aber es gibt immer wieder Tage...Dann naja Planschbecken.

Zu der Bewährungstrafe kam ich weil ich zum einen Betrunken gefahren bin zum anderen eine Schwere Straßenverkehrs Gefährdung hin zu kommt. Da ist das Strafmaß bedeutend höher.
Führerschein habe ich dann letztes Jahr nach MPU bestanden. Wobei ich da auch gelogen habe das die Balken sich biegen. Dennoch habe ich seitdem kein Fahrad oder Auto mehr im Betrunkenen Zustand angefasst.

Auch wenn ich in manchen Beiträgen sehe,das Alkohol und Beziehung nicht fruchten. Was ich aufjedenfall gemacht habe,mich halt oft zuhause zurückgezogen um trinken zu können.

Zudem es leider dann zu diesen Eifersuchts Attacken gekommen ist.

Diese sind jetzt auch nicht unbedingt aus der Phantasie heraus entstanden. Seit 2 Jahren ist die Beziehung immer eine On Off gewesen.Vor meiner fahrt war das eine gefestigte Beziehung.
Naja und immer in den Off Phasen ist sie zu dem Fußballtrainer von dem Sohn hin mit dem Pflegte sie Kontakt weil der Sohn ja mal Fußballprofi werden soll. Er bekam auch immer ihre Aufmerksamkeit während ich und die Tochter meist uns selbst überlassen waren. Sie fing an Violine zu spielen und teilte die Leidenschafft der Musik mit mir.
Aufjedenfall sagte sie mir als wir wieder zusammen kamen,er sei so erfolgreich und schön. Das wurmte mich.Sie mäkelte immer an mir rum ich solle mich schicker anziehen. Vom kleidungstil bin ich irgendwo in meiner Kindheit stehen geblieben.Chucks und Jeans. Habe zwar selber auf Amateur Ebene Fussball gespielt. Mit dem Jungen gerne auch mal ne Runde gekickt. In einer Beziehungspause sagte sie mir zu ihm könne sie aufschauen zu mir nicht. Naja und diese Kritik wurmte mich machte mich wütend. Und immer wenn ich wütend bin kippe ich unendlich in mich rein.
Dann fing der Typ an(der eine Freundin hat mit einem Kind was grade mal 1 Jahr alt ist) immer wieder an ihr rumzubaggern. Sie war dann von ihm eingeladen worden einen Weinkeller zu besuchen, als ich davon hörte bin ich total ausgerastet und habe Wörter benutzt die ich seit dem 16 Lebensjahr nicht mehr benutzt habe. Ich hatte mich absolut nicht mehr im Griff gehabt,zum einen gezeigt wie schwach ich innerlich eigentlich bin zudem das Alkoholproblem offensichtlicher wurde. Nüchtern hätte ich das wahrscheinlich Stillschweigend hingenommen,aber besoffen geige ich jedem meine Meinung. Nur leider in einer Ausdrucksweise die nicht zu mir passt.

Ich habe nach meiner Fahrt auch eine Suchtherapeutin aufgesucht,die komplette zerstörte Kindheit durchforstet,Jugend usw alles aufgearbeitet.
Geholfen hat es nur bedingt. Bekam Medikamente die helfen sollten,nun jetzt bin ich auch noch Medikamenten Abhängig ohne die ich nicht mehr Schlafen kann und Alkoholabhängig.
Das ist alles ein Mist mit der Sauferei. Der Satz mit dem Damoklas Schwert finde ich gut...ich sag zu mir selber immer.Saufen ist Leben wie auf Messers Schneide.Morgen kanns soweit sein oder übermorgen aber irgendwann kippt man herunter.
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mmartin
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.08.2016
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 24. Okt 2016 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist dann doch noch interessant geworden, nach anfänglicher Plattheit.

@Maus, kann das sein, dass unsere Staubsauger in einer engeren verwandtschaftlichen Beziehung stehen? Klingt, als wären die eineiige Zwillinge.

Beziehungen sind schon ohne Sucht die letzte Herausforderung auf dieser Erde, allerdings können ungünstige Beziehungen auch zu Sucht führen.

Ich glaube, dass die Liebe die einzige Basis einer Beziehung ist, somit kann Liebe auch dabei helfen, mein Suchtproblem in den Griff zu bekommen. Gut wäre eine Partnerin, die die Sucht versteht. Keine Coabhängige, warum nicht eine Frau, die selbst auch ein Suchtproblem hat?

Bin gespannt, wie ihr darüber denkt.

Liebe Grüße

martin
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mikel015
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3586

BeitragVerfasst am: 24. Okt 2016 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

Kann funktionieren , eine Beziehung zwischen Süchtel und Nicht-Süchtel...
Solange man sich nicht zu arg/oft abdichtet und somit die Lust an allem verliert und das über Tage bis paar Wochen und die Beziehung dadurch zu Bruch geht *hust*
Das Verstecken macht dich einsam - noch schlimmer in einer Suchtbeziehung...ausser es ist das gewisse Maß an Akzeptanz da.
Meine Frau lehnt es ab, tolleriert aber meinen Konsum, solang dieser nicht ausartet.
Ich denke, wenn man sich gut vertraut und ehrlich ist, kann es sehr gut laufen
Tja,Süchtige sind ja meistens sehr liebenswerte und sehr sensible Menschen. Wink

Tip mal an die Nicht-Süchtels;
Liebe kann sehr viel bewegen aber bitte versuch euch niemals zu sagen wenn er/sie genug Liebe von dir bekommen würde er/sie dann aufhören für dich.
Es gibt einfach kein Patentrezept aber eine Weg damit umzugehen ...

so Long
Mikel
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1133

BeitragVerfasst am: 25. Okt 2016 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rabe,

mir wird bei Deinen Beiträgen Angst und Bange.
Man könnte meinen, da schreiben zwei Personen.
Und, wenn Du schreibst „Ich denke ich habe ein ziehmliches Problem mit dem Alkohol“, dann untertreibst und unterschätzt Du Deine Alkoholproblematik ganz gewaltig.

Mal zu den Fakten: Bei den von Dir angegebenen Konsummengen glaube ich kaum, dass es überhaupt einen Zeitpunkt gibt, zu dem Du nicht angetrunken bist. Auch wenn Du das nicht mehr im Sinn von Rausch registrierst. Also von wegen „Seit dem bin ich nie wieder betrunken Auto gefahren“.

Für Deine Verhältnisse sind 5 Weizen quasi eine kleine Menge.
5 Weizen 0,5 Liter sind dann, je nach Zeitraum, schnell mal an die 1‰.
Ohne die Du nicht mehr wirklich funktionierst.
Das heißt, Du bist zumindest die meiste Zeit ein sogenannter Delta-Trinker, also Spiegeltrinker.

Und das auf einem sehr, sehr hohen Niveau:
„Ich habe mich von allem zurückgezogen an freien Tagen trinke ich bis zu 16 Büchsen Bier ohne nennenswerte ausfall erscheinungen zu haben.“
Das wären dann min. 3‰ und insgesamt rund 320 gr. Reinalkohol.
Die einigermaßen noch gesundheitlich vertretbare Menge Alkohol am Tag liegt bei 24 gr. Wenn Du, wie Du schreibst, täglich min. 1 Liter Bier konsumierst, dann bist Du bei 40 gr. Alkohol.

Dazu kommen noch Medikamente. Ich vermute, Dir wurde sozusagen Standardmäßig von den Ärzten Antidepressiva verschrieben.

Alles in Allem ein Bilderbuch Karrierenverlauf eines Alkoholikers.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit, besonders aufgrund der von Dir beschriebenen Dauer Deines Konsumverhaltens, wird es jetzt irgendwann in Richtung Auffälligkeit am Arbeitsplatz kommen.
Ist ja eine ziemlich haarige Angelegenheit, wenn ein Pfleger für 25 Reha Patienten durchweg angesäuselt ist. Ob da das Vertrauensverhältnis noch stimmig ist?

Da Du offenbar Deine gegenwärtige Konsumsituation noch einigermaßen reflektieren kannst, müsste auch, zumindest vage, die Erkenntnis da sein, dass es vor dem großen Crash höchste Zeit ist, etwas zu unternehmen.

Aber wie sagt man so schön: Jeder muss es selbst erleben, damit er es auch wirklich glaubt.
Manche würden jetzt auch sagen: Du hast einfach den Schuss noch nicht gehört Twisted Evil

Marle
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MausiMaus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 2148

BeitragVerfasst am: 25. Okt 2016 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, wieder,

Ja, ich kenn das von mir.

Ich mach erst was dagegen, wenn der Leidensdruck zu gross wird.

Wenn ich mal zurückdenke,
vor paar Wochen, wo ich um 7 Uhr früh schon im Supermarkt war,
mir Alk besorgt hab`.

Als der Wein nicht mehr gerreicht hat, und eine Flsch. Chantre hermusste,
den ich als Tee " verkleidet ", mit viel Zucker, anders
müssteich kotzen,
ach, wenn ich da zurückdenke, kommts mir

auch gleich wieder hoch.

Als ich dann aufgewacht bin...
und gewusst hab`, so gehts nicht weiter,

errst dann kann ich aufhören, mit Alk.
Habe das schon so oft gemacht, einfach gestoppt.
Dachte, nie wieder...

und trotzdem, immer wieder,
erst Bier, dann Wein, dann Schnaps.

Und, höre auch immer wieder, wenns jemand mitkriegt,
normalerweise trinkle ich allein. Türe zu .
Doch , wenns jemand mitkriegt, und auch nur ein falsches Wort sagt,

ich dann verbal sehr beleidigend werden kann...

Manche werden aggro. Ich werde beleidigend, vergraule mir sämtliche
Menschen,

Der 2 Tage Typ hat sich gemeldet.
Habe ihm gesagt, dass ich keinen Alkohol mehr trinken will, wenn
wir uns wiedersehn, und überhaupt.

Ich glaube, dass, wenn man so eine "Beziehung" eingeht,

wie auch Immer, einem der Andere wirklich shice - egal sein muss...

Ist jetzt vielleicht überspitzt, doch trotzdem.

Muss immer wieder an ihn denken, versuche, ihn gedanklich so zu sehen,
als wäre ich auf meinem Schiff, oder Ich das Schiff,

und Er Ballast, den ichimmer wieder abwerfen muss.

Oder bisschen tragen kann, vielleicht,

doch, wenn Ich, also , das Schiff,

anfängt zu sinken, spätestens dann ich ihn

abwerfen mus..

Klinge konfus, ich weiss...

Will Ja Wollen.

Muss es nur tun.

Vom Wollen wollen bis zum Tun ist nur ein kleiner Schritt.

Komme gut vorran, mit der Wohnung,

nur noch wischen, dann ist Alles wieder rein...( muss lachen ),

hab mir extra Meister Propper gekauft, zur Motivation.

Was ich mach, mit dem Typ, keine Ahnung,

am Tel. tut er so, als wäre nix gewesen, und wir müssten ja
" nicht so viel " trinken.

Nein, hab ich gesagt, und sage es nochmal :

No Alkohol für Karin.

Wenn ich das mal schaffen würde, wäre gut. Guter. Am Gutesten.

Bin derzeit auf 3 - 4 mal 1200 Gabapentin, 5mg Zyprexa, und habe heute noch zusätzlich 5mg
Abiliify genommen...

Gestern mit Psychiaterin geredet, wegen Gewichtszunahme.

Niemals wieder will ich das Unvermögen, wenn ich mich hinsetz,
meine Beine nicht mehr übereinander schlagenkann,

haben. Nie wieder !

Lieber lebe ich weiter, mit meiner Psychose,
so,

wie ichs seit 25 Jahren tu.

keine Ahnung, wies weitergeht,

schreibe jedoch hier weiter, tut mir gut...

schönen Tag noch,

gruss, Karin
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Rabe85
Anfänger


Anmeldungsdatum: 24.10.2016
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 25. Okt 2016 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Marle hat Folgendes geschrieben:
Hallo Rabe,

mir wird bei Deinen Beiträgen Angst und Bange.
Man könnte meinen, da schreiben zwei Personen.
Und, wenn Du schreibst „Ich denke ich habe ein ziehmliches Problem mit dem Alkohol“, dann untertreibst und unterschätzt Du Deine Alkoholproblematik ganz gewaltig.

Mal zu den Fakten: Bei den von Dir angegebenen Konsummengen glaube ich kaum, dass es überhaupt einen Zeitpunkt gibt, zu dem Du nicht angetrunken bist. Auch wenn Du das nicht mehr im Sinn von Rausch registrierst. Also von wegen „Seit dem bin ich nie wieder betrunken Auto gefahren“.

Für Deine Verhältnisse sind 5 Weizen quasi eine kleine Menge.
5 Weizen 0,5 Liter sind dann, je nach Zeitraum, schnell mal an die 1‰.
Ohne die Du nicht mehr wirklich funktionierst.
Das heißt, Du bist zumindest die meiste Zeit ein sogenannter Delta-Trinker, also Spiegeltrinker.

Und das auf einem sehr, sehr hohen Niveau:
„Ich habe mich von allem zurückgezogen an freien Tagen trinke ich bis zu 16 Büchsen Bier ohne nennenswerte ausfall erscheinungen zu haben.“
Das wären dann min. 3‰ und insgesamt rund 320 gr. Reinalkohol.
Die einigermaßen noch gesundheitlich vertretbare Menge Alkohol am Tag liegt bei 24 gr. Wenn Du, wie Du schreibst, täglich min. 1 Liter Bier konsumierst, dann bist Du bei 40 gr. Alkohol.

Dazu kommen noch Medikamente. Ich vermute, Dir wurde sozusagen Standardmäßig von den Ärzten Antidepressiva verschrieben.

Alles in Allem ein Bilderbuch Karrierenverlauf eines Alkoholikers.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit, besonders aufgrund der von Dir beschriebenen Dauer Deines Konsumverhaltens, wird es jetzt irgendwann in Richtung Auffälligkeit am Arbeitsplatz kommen.
Ist ja eine ziemlich haarige Angelegenheit, wenn ein Pfleger für 25 Reha Patienten durchweg angesäuselt ist. Ob da das Vertrauensverhältnis noch stimmig ist?

Da Du offenbar Deine gegenwärtige Konsumsituation noch einigermaßen reflektieren kannst, müsste auch, zumindest vage, die Erkenntnis da sein, dass es vor dem großen Crash höchste Zeit ist, etwas zu unternehmen.

Aber wie sagt man so schön: Jeder muss es selbst erleben, damit er es auch wirklich glaubt.
Manche würden jetzt auch sagen: Du hast einfach den Schuss noch nicht gehört Twisted Evil

Marle


Hallo Marle,

vielen Dank für dein Post, die angegeben Konsum Mengen waren in meinem Urlaub der 5 Wochen dauerte,da war die Spitze dann von Morgens 10 bis zum Nächsten Morgen um 6. 16 Dosen auf ca 20 Std verteilt. Das war im negativen Sinne,mein Maximum. Seit mein Urlaub vorbei ist bin ich wieder auf die Menge von 1 Liter runter,abends nach der Arbeit. An Tagen wo ich trainiere,trinke ich in der regel nicht Jedoch Freitags Abends oder Samstags ist dann immer ganz bitter,da kommt dann wieder diese Innerliche Leere.
Die 5 Weizen habe ich getrunken als ich mich so darüber aufgeregt habe das sie sich mit dem trifft. Die 5 Dosen habe ich getrunken als ich sehr wütend war,die Situation nur noch verschlimmert. 5 Dosen sind jedoch nicht meine Tagesration.
Ich möchte mich jetzt auch nicht um Kopf und Kragen reden oder die Mengen verharmlosen.
16 Büchsen waren eine Hausnummer. Seit 2 Wochen jetzt die ich wieder arbeite ist mir halt nur eine reduzierung gelungen. Aber mir grauts schon vor der Weihnachtszeit...den nächsten Wochenenden.
Ich habe dass Gefühl ich habe den Point of no Return erreicht. Ich ärgere mich so über mich selber,ich habe massive Schuldgefühle. Ich habe mir immer ein eigenes Kind gewünscht eine eigene Familie aber mit dem Alkohol stehe ich mir nur selber im Weg. Die Situation in der ich mich befinde bin ich selber Schuld,die Schulgefühle werden wieder runtergespült und so dreht sich das Hamsterrad immer weiter. Ich fühle mich vollkommen Isoliert,komme nach der Arbeit nachhause...da ist nichts mehr. Diese Leere wird dann wieder betrunken.
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Rabe85
Anfänger


Anmeldungsdatum: 24.10.2016
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 25. Okt 2016 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

MausiMaus hat Folgendes geschrieben:
Hallo, wieder,

Ja, ich kenn das von mir.

Ich mach erst was dagegen, wenn der Leidensdruck zu gross wird.

Wenn ich mal zurückdenke,
vor paar Wochen, wo ich um 7 Uhr früh schon im Supermarkt war,
mir Alk besorgt hab`.

Als der Wein nicht mehr gerreicht hat, und eine Flsch. Chantre hermusste,
den ich als Tee " verkleidet ", mit viel Zucker, anders
müssteich kotzen,
ach, wenn ich da zurückdenke, kommts mir

auch gleich wieder hoch.

Als ich dann aufgewacht bin...
und gewusst hab`, so gehts nicht weiter,

errst dann kann ich aufhören, mit Alk.
Habe das schon so oft gemacht, einfach gestoppt.
Dachte, nie wieder...

und trotzdem, immer wieder,
erst Bier, dann Wein, dann Schnaps.

Und, höre auch immer wieder, wenns jemand mitkriegt,
normalerweise trinkle ich allein. Türe zu .
Doch , wenns jemand mitkriegt, und auch nur ein falsches Wort sagt,

ich dann verbal sehr beleidigend werden kann...

Manche werden aggro. Ich werde beleidigend, vergraule mir sämtliche
Menschen,

Der 2 Tage Typ hat sich gemeldet.
Habe ihm gesagt, dass ich keinen Alkohol mehr trinken will, wenn
wir uns wiedersehn, und überhaupt.

Ich glaube, dass, wenn man so eine "Beziehung" eingeht,

wie auch Immer, einem der Andere wirklich shice - egal sein muss...

Ist jetzt vielleicht überspitzt, doch trotzdem.

Muss immer wieder an ihn denken, versuche, ihn gedanklich so zu sehen,
als wäre ich auf meinem Schiff, oder Ich das Schiff,

und Er Ballast, den ichimmer wieder abwerfen muss.

Oder bisschen tragen kann, vielleicht,

doch, wenn Ich, also , das Schiff,

anfängt zu sinken, spätestens dann ich ihn

abwerfen mus..

Klinge konfus, ich weiss...

Will Ja Wollen.

Muss es nur tun.

Vom Wollen wollen bis zum Tun ist nur ein kleiner Schritt.

Komme gut vorran, mit der Wohnung,

nur noch wischen, dann ist Alles wieder rein...( muss lachen ),

hab mir extra Meister Propper gekauft, zur Motivation.

Was ich mach, mit dem Typ, keine Ahnung,

am Tel. tut er so, als wäre nix gewesen, und wir müssten ja
" nicht so viel " trinken.

Nein, hab ich gesagt, und sage es nochmal :

No Alkohol für Karin.

Wenn ich das mal schaffen würde, wäre gut. Guter. Am Gutesten.

Bin derzeit auf 3 - 4 mal 1200 Gabapentin, 5mg Zyprexa, und habe heute noch zusätzlich 5mg
Abiliify genommen...

Gestern mit Psychiaterin geredet, wegen Gewichtszunahme.

Niemals wieder will ich das Unvermögen, wenn ich mich hinsetz,
meine Beine nicht mehr übereinander schlagenkann,

haben. Nie wieder !

Lieber lebe ich weiter, mit meiner Psychose,
so,

wie ichs seit 25 Jahren tu.

keine Ahnung, wies weitergeht,

schreibe jedoch hier weiter, tut mir gut...

schönen Tag noch,

gruss, Karin


So gehts mir auch 9/10 mal passiert nix aber wenn ein falsches Wort kommt werde ich so garstig und Beleidigend.
Vieleicht ist man besser wirklich alleine,so richtet man wenigstens keinen Schaden mehr an.
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Haschgetüm
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2392

BeitragVerfasst am: 25. Okt 2016 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

MausiMaus hat Folgendes geschrieben:


Gestern mit Psychiaterin geredet, wegen Gewichtszunahme.

Niemals wieder will ich das Unvermögen, wenn ich mich hinsetz,
meine Beine nicht mehr übereinander schlagenkann,

haben. Nie wieder !

Lieber lebe ich weiter, mit meiner Psychose,
so,

wie ichs seit 25 Jahren tu.

keine Ahnung, wies weitergeht,

schreibe jedoch hier weiter, tut mir gut...

schönen Tag noch,

gruss, Karin


Ich grätsch hier mal kurz rein, auch wenn´s offtopic ist.
Karin wir kennen uns ja nun schon ne Weile. Ich finde du machst nen weitaus besseren Eindruck als noch vor Monaten.
Zyprexa macht auch nicht dick, sondern Appetit.
Wenn du auf deine Ernährung achtest, dann nimmst du auch nicht zu.
Es ist schwer, aber möglich.
Ich hatte auch große Probleme mit der Gewichtszunahme (insgesamt ca. 10 kg) aber wenn ich mal ehrlich bin, hab ich mich auch einfach gehen lassen. Die ersten Wochen nach der Einnahme von Zyprexa habe ich aufgepasst wie ein Schießhund - und habe nicht ein Gramm zugenommen.
Du musst es ja nicht ewig nehmen. Alles Gute Wink
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Marle
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1133

BeitragVerfasst am: 25. Okt 2016 17:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rabe,
Zitat:
Ich möchte mich jetzt auch nicht um Kopf und Kragen reden oder die Mengen verharmlosen.

Was soll ich schreiben? Du machst es.
Mir geht es nicht um Deinen Kopf und Kragen. Du wolltest, wenn ich Dich richtig verstanden habe, einen Austausch darüber, wie Du aus Deiner Alkoholproblematik heraus kommst.

Okay, Sport ist schon mal nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt das Äquivalent um damit Deine Sucht auf- bzw. abzuarbeiten.
Weil:
Zitat:
Diese Leere wird dann wieder betrunken.


Als MFA oder examinierter Krankenpfleger kennst Du die möglichen Wege über Suchtberatung, Selbsthilfegruppe u. ä.

Ob Du the oint of no return schon überschritten hast, wirst Du selbst am besten herausfinden können. Entweder so wie jetzt, mit immer öfters und schneller aufeinander folgenden Besäufnissen - oder indem Du tatsächlich etwas gegen Deine Sucht unternimmst und mal einige Zeit ohne Alkohol zu konsumieren verbringst.
Allerdings auch dann wird Dir diese Frage niemand verlässlich beantworten können.

Schuldgefühle und schlechtest Gewissen, auch Angst und depressive Verstimmungen, genauso übersteigerte Eifersuchtsanfälle und erhöhte Streitlust, das alles sind sehr typische Auswüchse von Alkoholismus.

Die Gewinnerfrage ist: Was, außer Dich hier im Forum in Deinem Leid zu ergießen, tust Du gegen Deine Sucht und damit gegen Deinen sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit folgenden beruflichen, sozialen und auch finanziellen Untergang?

Marle
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Marle
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1133

BeitragVerfasst am: 25. Okt 2016 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

Rabe85 hat Folgendes geschrieben:

So gehts mir auch 9/10 mal passiert nix aber wenn ein falsches Wort kommt werde ich so garstig und Beleidigend.
Vieleicht ist man besser wirklich alleine,so richtet man wenigstens keinen Schaden mehr an.


Ja klar! Da hast Du doch die Lösung.
Keiner mehr da, der meckert, wenn Du säufst.
Das Thema hatten wir ja schon hier im Thread. Alternativ könntest Du Dir eine mitsaufende Partnerin zulegen.
Da brauchst dann auch nicht mehr eifersüchtig sein, weil besoffen will sie kein anderer. Und sich eine schönsaufen soll ja bei vielen funktionieren Twisted Evil
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MausiMaus
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 2148

BeitragVerfasst am: 25. Okt 2016 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Liebes Haschgetüm,

du schreibst, ich muss es ja nicht ewig nehmen...

Doch ich glaube, ich bin bereits süchtig danach.

Es tut mir psychisch so gut.

Bin in der Zwickmühle.

Entschuldige, @Rabe,
dass ich da so reingeplatzt bin.

Werde über meine Probs woanders schreiben.

schönen Abend noch,

gruss, Karin
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