Life - vom Spielplatz zu einer Herausforderung

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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2017 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:
Aber warum Therapie bei Asperger? Was soll das? Ich denke, okay- du mußt primär evlt "skills" lernen, um dich unter Normalos wohlzufühlen


Ja, genau so etwas habe ich vor. Daher habe ich auch bewusst nicht nur von "Therapie", sondern auch von "Training" geschrieben, da es ja nicht darum geht, das Asperger-Syndrom "loszuwerden" (was auch gar nicht ginge), sondern eben darum, die damit einhergehenden Schwierigkeiten, insb. im sozialen Bereich, auszugleichen. Und da habe ich durchaus meine Probleme, die mir immer wieder im Weg stehen. Ich muss mir gewissermaßen vieles von dem, was der "Normalo" intuitiv gelernt hat und geradezu unbewusst anwenden kann, gezielt und bewusst aneignen.

Ach so, und das Asperger-Syndrom ist eine Form von Autismus. Der Hauptunterschied zum frühkindlichen Autismus besteht (abgesehen vom Beginn) darin, dass Sprache und Intelligenz nicht beeinträchtigt sind. In den USA hat man die verschiedenen Diagnosen mittlerweile sogar aufgehoben und fasst alles unter "Autismusspektrum" zusammen. Soweit ich weiß, soll das im nächsten ICD auch so geändert werden.

Beruflich überlege ich seit einer Weile, als "Brotberuf" vielleicht in die IT-Branche einzusteigen. Nicht, weil das dem Autistenklischee entspricht Wink, sondern weil ich mich damit auch immer schon beschäftigt habe und ziemlich gut darin bin, und weil es in dem Bereich natürlich viel mehr Möglichkeiten gibt.

Zum Forum: ja, manchmal schaue ich noch rein, aber tatsächlich bin ich, was den Drogenkonsum angeht, im Moment so stabil, dass das Thema für mich gerade nicht mehr so relevant ist. Ganz weg bin ich aber offensichtlich nicht, denn immerhin habe ich nun ja sogar nach ca. einem halben Jahr nochmal geantwortet.

Und danke @Soltau.
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2053

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2017 12:49    Titel: Antworten mit Zitat

hi, ich nochmal kurz.
Wie sieht es denn mit deinem Kratom-Konsum aus,- hast du den (deiner Meinung nach) im Griff oder er dich?
Ist bei mir ja ähnlich. Ich nehme seit zig Jahren meinen Drogen-mix und komme damit klar. Deshalb sehe ich oft nicht die Notwenigkeit, - also mit Fragestellungen meinerseits hier aufzuwarten.
Ich habe nicht vor, von irgendwas zu entziehen, merke lediglich, dass weniger Alk (mal nur 1 Flasche Bier am Tag) mir guttut. Der Rest soll so bleiben.
also Oxycodon und Diazepam im low-dose-Bereich. Sehe da für mich keine Problematik, derzeit. Wenn sich das ändern sollte, ich auf einmal denke, Entzug steht an! - kreuze ich hier auch wieder auf. Aber es gibt ja über Drogen hinaus ab und zu Themen, die mich interessieren, und ums Eck mit diesen in Verbindung stehen... Wink
Asperger zu haben, hat echt viele Vorteile. Man ist nicht so gefühls-überbordend wie andere. Und ich komme mir (neben meinen Männern, z.B.) eher vor wie deren "Hirn"- das ihnen wohl zeitweise abhanden kommt. Viel rationaler, all in all.
So ist das eben.
Schreib mal was zu deinem Konsum-muster, wenn du magst,...
Lieben Gruß!
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2017 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich konsumiere weiterhin Kratom, aber im Moment wirklich nur noch so, wie ich es geplant hatte. Also am Wochenende abends bzw. nachmittags. Ausnahmen gibt es da aktuell nur noch sehr wenige bis fast keine. Meist, wenn ein stressiger Termin ansteht oder so etwas. Auf jeden Fall beeinträchtigt er mich derzeit gar nicht, sondern ich genieße eben den gelegentlichen "Rausch" und das war's.

Und ja, ich finde auch, dass das Asperger-Syndrom, anders als andere "psychische Störungen" wie etwa die Depression, auch Vorteile mit sich bringt. Z.B. kann man damit in Verbindung bringen, dass ich dazu neige, mich über teilweise sehr lange Zeit sehr konzentriert mit einer Sache beschäftigen kann, wenn sie mich interessiert. Und auch, dass ich wenig an sozialer Bestätigung interessiert bin, finde ich eigentlich vorteilhaft. Das ist übrigens gar nicht mal so eine Außenseitermeinung mehr (siehe das Schlagwort "Neurodiversity"). Allerdings habe ich halt, wie gesagt, auf der anderen Seite durchaus die typischen Probleme. Neben dem Sozialen ist das v.a. meine Überempfindlichkeit auf der Wahrnehmungsebene und dass ich leicht von eigentlich kleinen Ereignissen, Unregelmäßigkeiten usw. "aus der Bahn geworfen" werde. Trotzdem wollte ich letzten Endes wohl nicht tauschen. Ich versuche nun eben gezielt meine Probleme in den Griff zu bekommen, was mit dieser Diagnose nun wohl deutlich besser gelingen sollte als bisher. Dass frühere Therapien immer "an mir vorbeigegangen sind", wird wohl daran gelegen haben, dass man von völlig falschen Voraussetzungen ausgegangen ist.
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2053

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2017 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

yep, das ist schon alles sehr dubios.
Prinzipiell gibt es auch nicht "gut" oder "schlecht" - also alle sog. "Störungen" haben Vor- und Nachteile, sind Fluch oder Gnade, je nachdem, wie gut der Umgang mit dem System incl "Anpassung ohne Integritätsverlust" in meinem Fall!- gelingt.
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supi, klingt total gut, surreal! *Daumen hoch*! warst ja phasenweise auch ganz schön am straucheln, bzw. hattest schon in Erwägung gezogen dich ins Substi-programm zu begeben, weißt du noch?
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Ich brauch ja auch einen sehr routinierten, getackteten Tages-ablauf! Immer dasselbe, zur selben Uhrzeit. Ob das jetzt unter "Asperger" fällt, oder vielmehr eine "Zwangs-störung" ist, die aufgrund von zuviel Brass in der Kindheit (Trauma) eine Art haltgebende Struktur ist, sei mal dahingestellt.
Will sagen: die Schwierigkeit der Diagnosestellung liegt einerseits darin, dass ein bestimmtes (nennen wir es) SYNDROM, vielen verschiedenen Störungsbildern zugeordnet werden kann. Da muß man schon genauer hinschauen!

Ich denke auch, Asperger neigen nicht zu Depressionen, einfach deshalb, weil sie relativ unabhängig davon sind, wie ihr Gegenüber agiert, bzw. sie brauchen nicht zwingend "manisch-verpeilte" Liebesbeschwörungen, z.B. - weil sie sich prinzipiell selbst genügen. Das ist z.B. was sehr Positives an der Störung, andere Dinge sind dann problematischer- ...
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2017 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Therapie bzw. eben eigentlich eher ein "Sozialtraining" halte ich in meinem Fall auch für durchaus angebracht. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man mit einem bloß theoretischen Studium etwa der Sozialpsychologie nicht allzu weit kommt, wenn einem der unmittelbare Zugang zum Sozialen fehlt. Und außerhalb einer speziellen Gruppe, die genau den Zweck verfolgt, ist es auch schwer, entsprechend Gelerntes einzuüben. Nicht zuletzt, weil man da natürlich keine ausdrückliche Rückmeldung bekommt, also Kritik und Verbesserungsvorschläge. Tatsächlich gibt es aber genau solche Gruppen. Ich hoffe mal, dass die, bei der ich schon angefragt habe, sich noch meldet... Denn gerade für erwachsene Autisten ohne kognitive Einschränkungen sind die Angebote auf der anderen Seite noch eher dürftig.
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2017 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Doch, die Rate an Depressionen ist unter Asperger-Autisten überdurchschnittlich hoch. Viele leiden darunter, in ihrer Umgebung nicht richtig zurechtzukommen usw., und das drückt sich dann eben auf verschiedene Weise aus. Regelrecht depressiv (im klinischen Sinne) war ich, würde ich mal sagen, noch nie, aber ich bin eben in die Abhängigkeitsrichtung gerutscht... (das ist auch eine bekannte "Komorbidität").

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:
Ich brauch ja auch einen sehr routinierten, getackteten Tages-ablauf! Immer dasselbe, zur selben Uhrzeit. Ob das jetzt unter "Asperger" fällt, oder vielmehr eine "Zwangs-störung" ist, die aufgrund von zuviel Brass in der Kindheit (Trauma) eine Art haltgebende Struktur ist, sei mal dahingestellt.


Nach dem oben erwähnten neuen Konzept des "Autismusspektrums" ist es auch durchaus möglich, Menschen, die nicht die ganzen Diagnosekriterien im hinreichenden Maße erfüllen, als mehr oder weniger autistisch zu bezeichnen. Die Idee ist, dass es da einen fließenden Übergang von "absoluter Normalität" zur "stärksten Ausprägung des Autismus" gibt. Eine medizinische Diagnose wird in dem Zusammenhang dann gestellt, wenn man sich sozusagen weit genug im Spektrum befindet.

Und zuletzt: ich denke nach wie vor, dass mir eine regelmäßige Opioideinnahme vielleicht dauerhaft helfen könnte, insbesondere mit den "Reizüberflutungsproblemen" umzugehen (vielleicht kann ich ja irgendwann mal eine entsprechende Forschung anregen Wink). In Substi wollte ich aber mittlerweile nicht mehr, aus verschiedenen Gründen. Vor allem habe ich in letzter Zeit doch immer wieder den Eindruck bekommen, dass ich es auch so schaffen kann. Die Opiate werden aber wohl weiterhin ein Teil meines Lebens bleiben, jedenfalls habe ich im Moment nicht vor, den Konsum ganz einzustellen, da er mir, wie gesagt, derzeit auch keine Probleme bereitet und ich die Wirkung auch einfach mal genießen kann.
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2053

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2017 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

hmmm, interessant.
klar, wir hatten ja auch schon klargekriegt, dass es diese "Überlappungsbereiche" gibt, bzw. Co-morbiditäten verzerren /verrücken/ verschleiern dann das eingentlich zugrundeliegende Wesensmerkmal des Menschen Question Arrow Idea -
Also - ich unterhalte mich ja auch in anderen Foren mit Aspergern ganz gerne- nur! sind die z.T. wirklich extrem vulnerabel, sag ich mal salopp, im Gegensatz zu mir- (ich hab mir ja quasi selbst die Diagnose gegeben- mein Psychiater hat es vehement verneint, bzw den Kopf geschüttelt, als ich ihn damit konfrontierte... aber ich kenne mich schließlich besser als er, - ist ja logisch)- deshalb vertraue ich in dem Fall meiner Intuition.
also, sehr verletzliche Asperger gibts zu Hauf. Die ziehen sich dann auch schnell zurück, wenn ich sie etwas antriggere- antworten nicht mehr und das war s dann.
Auch nicht so schön für mich, zumal ich ja nicht konfliktscheu bin und meine Angst und meine Neugier (Antagonisten) relativ gleichstark ausgeprägt sind.
Denn Asperger neigen echt dazu, sich in ihrer vertrauten kleinen überschaubaren Niesche einzurichten, incl ihrer Substanzen, die sie kennen und deren Wirkung sie vertrauen. grins.

Aber die wirklich heftigen Depris habe ich in den Kreisen nicht erlebt.
Das liegt meiner Meinung nach an einer überdimensional hohen Intelligenz.
Und Intelligenz schützt ein wenig. Auch vor Psychosen.
Asperger würden nie durch einen anderen Menschen (bzw. deren Verlust) komplett aus dem Gleichgewicht kommen, denke ich. Dafür lassen sie sich gar nicht genug seelisch auf ihr Gegenüber ein! (wenn doch, dann ist es wieder ne Co-morbidität die reinfunkt!)- und ich z.B. kann ja auch null sinnvoll intervenieren, wenn Freunde von mir Beziehungsprobleme haben, die sie fast suizidal machen- da bleibt mir nur zu sagen: "trenn dich und gut ist. Niemand muß doch in einer Beziehung leben!" ich sehe das Problem überhaupt nicht, scheinbar!
Das meine ich.
Gut schonmal, dass ich keine Psychologin oder so geworden bin. Denn ich bin auch nur in meinem eingeschränkten Erlebnis-radius bewandert und kann dort evtl sinniges Geistesgut beisteuern. Vieles an menschlichen Querelen kann ich glaub ich gar nicht richtig erfassen, - und mit dem Alleinsein hab ich auch keine Probleme.
Primär aber auch dank Romeo. Also diese Mini-Anbindung an ein lebendiges Wesen brauch ich dann wohl doch.
Auch habe ich ja hier und da mal eine Begegnung der intensiveren Art, nur gefühlsmäßig investiert mein Gegenüber immer viel mehr als ich! das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben.
Egal jetzt.
Schön, surreal, dass du wieder so aktiv hier bist. Hab dich schon was vermisst. (mal eine emotionale Äußerung von mir, ausnahmsweise!)- Rolling Eyes
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2053

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2017 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

sorry & all, die das lesen!
super-ätzend-arrogant, mein Getexte. Ganz schlimm, vermutlich primär oxycodon-induzierte Überheblichkeit.
Ohne Substanzen wäre ich evtl ein ganz kleiner ängstlicher Wurm-
Ich steh eben auch chronisch unter Substanzen. Das muß leider gesagt sein.
Eigenlich müßte erstmal "alles Modulierende raus"- dann kann diagnostiziert werden und sinnig gearbeitet. soho, leider heute mehr Bier als "geplant"- soviel zu meiner unglaublichen Rationalität!
lol.
wünsche euch allen einen chilligen Abend, Danke für eure Toleranz! Idea
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3113

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2017 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Schattengewächs...

Macht Oxycodon überheblich? Du nimmst es doch schon länger?

Wirkt das noch?

Na ich fand dein Post jetzt nicht schlimm,und mit Asperger und co hab ich null Ahnung...

Es gibt ja auch die Emotionale Intelligenz...wer damit behaftet ist,hat wirklich ein Problem..



Gefühlsmässig halt...und die Gefühlsebene ist ja so angreifbar beim Menschen

Lieben Gruß...
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2017 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:
Schön, surreal, dass du wieder so aktiv hier bist.


Wobei du dich nicht darauf einstellen solltest, dass ich nun wieder dauerhaft so aktiv hier sein werde. Wie ich ja schon früher öfter geschrieben habe, können mich auch solche Tätigkeiten wie z.B. das Schreiben in einem Forum so "einnehmen", dass ich zu meinem eigentlichen Vorhaben nicht mehr komme, und um dem vorzubeugen, beschränke ich etwa meine Forenaktivitäten ganz bewusst. D.h. ich werde schon immer mal wieder reinschauen und ggf. auch etwas schreiben, aber doch eher unregelmäßig.
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 1. Okt 2017 07:29    Titel: Antworten mit Zitat

Dr.Mabuse hat Folgendes geschrieben:
Es gibt ja auch die Emotionale Intelligenz...wer damit behaftet ist,hat wirklich ein Problem..


Naja, grundsätzlich ist es natürlich gut, wenn man über eine hohe "emotionale Intelligenz" verfügt, also gut mit seinen Emotionen und denen der anderen umgehen kann. Aber tatsächlich können damit auch Probleme einhergehen (wie bei der "eigentlichen Intelligenz" ja auch). Unlängst wurde ein interessanter Artikel dazu in "Spektrum der Wissenschaft" veröffentlicht, der ziemlich genau auf das abzielt, was du angedeutet hast:

Schattenseiten des Mitgefühls

@schattengewächs: Ich fand deinen Beitrag übrigens auch nicht überheblich oder sonstwie unangemessen.
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2053

BeitragVerfasst am: 1. Okt 2017 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen, lieber Doc Mabuse & surreal! Smile
yep, ich denke Oxy macht "leicht überheblich"- hab gestern mal was mehr genommen, was ich gerade bereue,- Confused - ich hab dann oft das Gefühl, ich bin nicht angreifbar, und stehe quasi "über den Dingen"-
interessanter link, surreal- yep, okay- fühl dich nicht verpflichtet, hier zu schreiben, ich denke auch bzgl Forum: "die Dosis macht das Gift"- ich verbiete mir an manchen Tagen auch das Reingezappe,- hatte ja auch Phasen hier, wo ich fast non-stop geschrieben habe. so ist das jetzt nicht mehr, obwohl mir schreiben eben immer irgendwie hilft, auch wenn ich gerade "down" bin! Idea

Doch! ich fand meinen letzten Beitrag total arrogant, - nett, dass ihr das nicht so seht. Also dieses "hach, ich bin so hochsensibel und wg. Asperger auch noch überdurchschnittlich intelligent" obendrauf, als Zugabe! so ungefähr der Tonus,- sorry.
naja, heute wieder gut gelandet, - mein body fühlt sich an, als ob man mir Blei reingepumpt hätte... ächz!
Bis später, oder so, ... wünsch euch allen einen guten Start in den sonnigen Sonntag! ---- Cool
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3688

BeitragVerfasst am: 1. Okt 2017 10:56    Titel: Antworten mit Zitat

surreal hat Folgendes geschrieben:
Dr.Mabuse hat Folgendes geschrieben:
Es gibt ja auch die Emotionale Intelligenz...wer damit behaftet ist,hat wirklich ein Problem..


Naja, grundsätzlich ist es natürlich gut, wenn man über eine hohe "emotionale Intelligenz" verfügt, also gut mit seinen Emotionen und denen der anderen umgehen kann..




Hm, ich bezweifle ob man emotionale Intelligenz erlernen kann.
Denn es ist sowas wie die Fähigkeit Menschen zu "lesen"... Entweder man kann es oder nicht.
Emotionale Intelligenz ist im Grunde nur eine pseudoswissenschaftliche Bezeichnung für Menschenkenntnis und Mitgefühl. Eine messbare emotionale Intelligenz gibt es nicht.
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 1. Okt 2017 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Das sehe ich genauso. "Emotionale Intelligenz" ist halt ein Schlagwort. Aber das, was damit wohl bezeichnet wird, gibt es natürlich: die Fähigkeit, mit seinen Emotionen gut umzugehen, die Gefühle von anderen zu erkennen und gut darauf zu reagieren usw.
Dass man das wirklich erlernen kann, glaube ich auch nicht, aber in meinem Fall wird es, denke ich, trotzdem sinnvoll sein, zumindest zu versuchen, gewisse kompensatorische "Techniken" einzuüben, die es mir zumindest ansatzweise ermöglichen, mich vergleichbar in sozialen Situationen zu verhalten. Dass das geht, kann man auch durchaus annehmen, denn genau darauf zielen entsprechende Therapien (oder wie man es nennen will) im Autismusbereich in aller Regel ab.
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2053

BeitragVerfasst am: 1. Okt 2017 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

right, ich denke auch die Fähigkeit, sich "in das Erleben des anderen hineinzuversetzen" (also mitzufühlen) ist mehr oder weniger angeboren.

Das war, laut meinem Psychiater auch Ausschluss-kriterium für Asperger, zumal er mich für empathisch hält, naja! - eine Eigenschaft, die bei Aspergern nicht so stark ausgeprägt ist.
Dafür sind sie eben oft in ihren Spezialgebieten echte "Überflieger"- also in diesem Sinne,- ist es ja gut, dass Fähigkeiten "verstreut" sind, und jeder hat eben seine Talente und Begabungen,- manche erfinden dann eben tolle Dinge, von denen andere profitieren, die eher dafür prädestiniert sind, einer monotonen Arbeit nachzugehen, - mehr "ordnend" und sozial agierend, u.a.
Es gibt eben immer noch Menschen, die eher dem Typ "Jäger" entsprechen, und die "Sammler" - ist doch gut so.
Also auch meine Empathie-fähigkeit ist durchaus stark (auch "auf den zig Stationen" grins) wo ich eben mal für ein paar Wochen eincheckte, wurde mir das bestätigt. Dort wird man ja quasi (auch heimlich) rund um die Uhr "beobachtet"- incl Sozialverhalten.

Dennoch ist mein Thema, gerade deshalb!-
"Zentrierung und Abgrenzung"-
weil ich nämlich oft dann so sehr in das andere Erleben "reinrutsche"- dass es mich arg beeinträchtigt, vor allem, wenn der Mensch, der mir nahe-steht, extrem leidet. Und ich auch quasi hilflos bin, nicht agieren kann. Dann merke ich, dass ich eben ganz bewußt "dicht-mache" , ist wohl ne Art Selbst-schutz.
Ach sorry, - das ist eben schon ein sehr spannendes Thema.
Ich trink noch einen Kaffee zum wacher werden! Rolling Eyes
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