JP hat Take Home

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QyX
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.07.2013
Beiträge: 1263

BeitragVerfasst am: 4. Jan 2017 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

@surreal: wenn du so sehr der Meinung bist, dass du unbedingt Opioide brauchst bzw. sie die einzige Medikamentengruppe sind, die dir Linderung verschaffen können, dann solltest du natürlich das auch unbedingt ausprobieren.

Nur ist es naiv, weil Opioide vllt. für einige Tage, Wochen oder Monaten geholfen haben das immer so sein wird.

In meinem Fall sind sämtliche dämpfenden / sedierenden Effekte nach 1 1/2 Jahre verschwunden.

Methadon ist womöglich eine Ausnahme, damit fehlen mir aber eigene Erfahrungen. Aber selbst wenn Methadon die Dämpfung dauerhaft liefert ist es doch ein problematisches Medikament. Siehe Schlafstörungen, Depressionen, Impotenz, Gewichtszunahme etc. als Nebenwirkung!

Und du hast grundsätzlich recht damit, dass psychische Symptome gegenüber somatischen Symptomen diskriminiert werden. Dein Vergleich mit RLS hinkt aber. Erst seit 2015 oder 16 ist überhaupt ein Opioid für RLS zugelassen. Davor war der Einsatz immer Off-Label.

Es gab aber schon zahlreiche Studien und umfangreiche Erfahrungen, die die Wirksamkeit von Opiaten und Opioiden bei RLS belegt haben. Was noch fehlte war eine große offizielle Zulassungsstudie.

Da RLS aber auch oft mit Schmerzen verbunden ist, war es aber auch ohne Zulassung und ohne Beachtung der Off-Label Regelungen möglich Opiate bei RLS zu verwenden.

Es gab da einen Konsens unter Ärzten und entsprechende Erfahrungen.

Da ist deine Situation also schon etwas anders gelagert. Ich würde dir mal empfehlen in einem Asperger-Selbsthilfeforum deine Geschichte zu schildern. Reizüberflutung ist ein großes Thema bei Autismus und bessert sich oft, wenn man ein Leben mehr nach seinen Bedürfnissen ausrichtet. Da du dich schon um eine Diagnostik bemühst dürfte da also einiges im Argen sein.

Mir persönlich ist es auch egal ob du Opiate nimmst oder nicht. Nur dass sie dauerhaft bei so einer Problematik helfen ist eher unwahrscheinlich. Vielleicht 1-2 Jahre und dann bleibt dir nur noch die drastische Erhöhung der Dosis.
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2166

BeitragVerfasst am: 4. Jan 2017 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

QyX hat Folgendes geschrieben:
@surreal: wenn du so sehr der Meinung bist, dass du unbedingt Opioide brauchst bzw. sie die einzige Medikamentengruppe sind, die dir Linderung verschaffen können, dann solltest du natürlich das auch unbedingt ausprobieren.


Abgesehen vielleicht noch von sedierenden Antidepressiva habe ich doch auch wirklich schon die ganzen gängigen "Beruhigungsmittel" durch. Sogar Benzos haben nicht den gewünschten Effekt. Die nehmen mir zwar die Angst, wenn ich denn welche habe, aber ansonsten spüre ich davon eigentlich nichts. Und die Neuroleptika machen mich dauerhaft müde (da ändert sich bei mir auch nichts durch Gewöhnung, das Seroquel wirkt schon seit 4 Jahren in der gleichen Dosierung als perfektes Schlafmittel) und ich habe das Gefühl, sie schränken mein Denken ein. Bei den Opioiden ist es so, dass wirklich mit einem mal alle diese Probleme und Einschränkungen, die ich schon immer mit mir rumschleppe, wie ausgeschaltet sind. Da ist es doch klar, dass man den Gedanken daran nicht so einfach wieder los wird.

Zitat:
Nur ist es naiv, weil Opioide vllt. für einige Tage, Wochen oder Monaten geholfen haben das immer so sein wird.

In meinem Fall sind sämtliche dämpfenden / sedierenden Effekte nach 1 1/2 Jahre verschwunden.


Das ist auch ein Grund dafür, warum ich das mit der "Substierschleichung" noch nicht durchgezogen habe. Wenn die Wirkung dann irgendwann doch komplett ausbleiben würde, ginge es mir wie vorher und ich hätte noch eine schwere körperliche Abhänigkeit an der Backe.
Auf der anderen Seite habe ich hier schon von einigen gehört, dass sie dauerhaft gerade mit Methadon zufrieden sind, dass sich auch die Nebenwirkungen im Rahmen hielten, und vor allem, dass gerade die Sedierung dauerhaft erhalten bliebe.

Aber es stimmt natürlich, ich habe, was den Gebrauch als Quasimedikament angeht, bisher erst ein paar Monate mit Kratom herumexperimentiert und dass es damit (abgesehen davon, dass die Wirkung immer kürzer wurde) in der Zeit ganz gut geklappt hat, sagt natürlich noch nichts darüber aus, wie es wirklich langfristig wäre. Dessen bin ich mir schon bewusst.
Ich würde es nur eben wirklich gerne ausprobieren und sei es nur, um die Sache am Ende abhakten zu können. So denke ich mir halt ständig, dass meine ganzen Probleme vielleicht mit der Einnahme einer Tablette (die für den Körper darüber hinaus auch noch weniger schädlich wäre als die Neuroleptika) erledigt sein könnten. Das lässt mich nicht so einfach los.
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Neji
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 158

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2017 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

bekommst du substitol, JP? HGW Smile
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QyX
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.07.2013
Beiträge: 1263

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2017 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Dann bleibt dir nichts anderes übrig als es auszuprobieren und dich substituieren zu lassen. Sonst wirst du immer diese Gedanken haben.
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Cariote
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 1077

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2017 01:27    Titel: Antworten mit Zitat

JP, wie geht es dir? Ich bin Ende Mai in Berlin, zusammen mit einer Freundin. Wir wollen ins Filmstudio Babelsberg, ins Gruselmuseum Dungeon und zu Madame Tous.
Wir wohnen Süd westlich am Stadtrand (U3)
Wenn du unser Fremdenführer sein magst freue ich mich dich kennenzulernen Smile

Klappt es gut bei dir mit Take Home u kein Beikonsum?
Glückwunsch, es geht weiter mit deinem Leben!
LG Caro
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