Gewöhnung Schmerzmittel?

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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2135

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 09:38    Titel: Gewöhnung Schmerzmittel? Antworten mit Zitat

Hi ihr Lieben - ich bräuchte mal eure Meinung zum Thema Schmerzmittel.
Ich nehm ja nun schon seit einigen Wochen welche und ich habe irgendwie das Gefühl, dass da mittlerweile nichts mehr anschlägt.

Zuerst ging man von einer Sehnenscheidenentzündung aus, aber das MRT hat eine Reizung der Knochenhaut angezeigt - Diagnose: Tibiakentensyndrom.

Nun nehme ich seit Oktober verschiedene Schmerzmittel.
Erst Ibuprofen 400 - 800 mg ca. 2-3 Wochen,
dann Voltaren ein paar Tage,
dann Voltaren Resinat 75 mg ca. 2-3 Wochen, bis ich davon Magen-Darm-Probleme bekam.
Dann ca. 1 Woche abgesetzt, dann sporadisch abends mal eine genommen,
nun seit 5 Tagen Kortison (Prednisolon acis 50 mg), die ich nun auf 25 mg reduzieren soll für 4 Tage und dann noch mal um die Hälfte.

Eine kurze Linderung verspürte ich lediglich, als das Voltaren auf Voltaren Resinat umgestellt wurde und die Dosis erhöht wurde, das hielt dann 1-2 Tage an - aber das wars dann auch schon.
Nach 4 Tagen 50 mg Kortison spüre ich keinen Unterschied.

Frage:
Hau ich mir das eigentlich alles umsonst rein? Ein entzündlicher Prozess wurde laut MRT ausgeschlossen (naja da hatte ich ja auch schon Wochen lang Entzündungshemmer genommen) - brauche ich da wirklich Kortison?

Hat sich mein Körper evtl. an die Schmerzmittel gewöhnt und ich spüre deshalb keine Verbesserung? Greifen diese Medis alle an den selben Stellen?

Ich hab langsam aber sicher keine Lust mehr Medikamente einzunehmen, die dann doch irgendwie nichts bringen.

Hat jemand einen Rat für mich?
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Quasimodus
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1116

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 10:10    Titel: Antworten mit Zitat

moin ...getüm,

Tibiakensyndrom, da musste ich doch glatt erstmal googeln , das hört sich ja an wien urzeitlicher einzeller.

wie gehts denn sonst ?

ich bin ja kein arzt , aber als oberkrankes schwein kann ich dir nur empfehlen :
mach dir nicht so einen kopf wegen krankheiten, symptomen und syndromen.

bleib so wie du bist.

lg
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Schlaumeier
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 11:25    Titel: Re: Gewöhnung Schmerzmittel? Antworten mit Zitat

Haschgetüm hat Folgendes geschrieben:
Hi ihr Lieben - ich bräuchte mal eure Meinung zum Thema Schmerzmittel.
Ich nehm ja nun schon seit einigen Wochen welche und ich habe irgendwie das Gefühl, dass da mittlerweile nichts mehr anschlägt.
...
...
Nach 4 Tagen 50 mg Kortison spüre ich keinen Unterschied.

brauche ich da wirklich Kortison?

Hat sich mein Körper evtl. an die Schmerzmittel gewöhnt und ich spüre deshalb keine Verbesserung? Greifen diese Medis alle an den selben Stellen?

Ich hab langsam aber sicher keine Lust mehr Medikamente einzunehmen, die dann doch irgendwie nichts bringen.

Hat jemand einen Rat für mich?

Zum Kortison faellt mir kein Rat ein. Ich weiss nicht ob das (wirksamer) Bestandteil der Ursachenbekaempfung / Therapie ist. Ich weiss aber auch das Kortison allzuoft benutzt wird weil der behandelnde Arzt ratlos ist, warum auch immer. Vieleicht isser einfach Inkompetent. Passiert oft genug.

Die Tabletten wuerde ich einfach mal absetzen und sehen was passiert. Wenn sich nix aendert, ist die Dosierung oder das Medi falsch, denke ich. Wenns schlimmer wird, kannste ja wieder / weiter einwerfen.
Gute Besserung
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, wenn du Schmerzen hast und auch bekannt ist, woher die kommen, solltest du schon ein Schmerzmittel nehmen. Also, wenn du dich nicht quälen willst. Allerdings ist es ja bekannt, dass Diclofenac (Voltaren) ordentlich auf den Magen schlägt. Oft bekommt man da auch gleich entsprechende magenschützende Medikamente dazu. Wenn du keine Opioide nehmen willst oder sollst, dann wäre vielleicht noch Metamizol (Novalgin) eine Option. Soweit ich weiß, ist das besser verträglich als der Rest und auch stärker.
Wird eigentlich auch ursächlich etwas getan? Oder kann man da nur abwarten?
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2135

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 12:52    Titel: Re: Gewöhnung Schmerzmittel? Antworten mit Zitat

Schlaumeier hat Folgendes geschrieben:

Die Tabletten wuerde ich einfach mal absetzen und sehen was passiert. Wenn sich nix aendert, ist die Dosierung oder das Medi falsch, denke ich. Wenns schlimmer wird, kannste ja wieder / weiter einwerfen.
Gute Besserung


Naja, Kortison kann man nicht einfach absetzen, da der Körper während der Behandlung die körpereigene Herstellung einstellt - daher wird das langsam wieder ausgeschlichen. Bei anderen Medis wäre es eventuell eine Möglichkeit.

surreal hat Folgendes geschrieben:

Naja, wenn du Schmerzen hast und auch bekannt ist, woher die kommen, solltest du schon ein Schmerzmittel nehmen. Also, wenn du dich nicht quälen willst. Allerdings ist es ja bekannt, dass Diclofenac (Voltaren) ordentlich auf den Magen schlägt. Oft bekommt man da auch gleich entsprechende magenschützende Medikamente dazu. Wenn du keine Opioide nehmen willst oder sollst, dann wäre vielleicht noch Metamizol (Novalgin) eine Option. Soweit ich weiß, ist das besser verträglich als der Rest und auch stärker.
Wird eigentlich auch ursächlich etwas getan? Oder kann man da nur abwarten?


Wenn die Schmerzmittel allerdings nicht helfen, wofür sie dann nehmen? Ich frage mich halt eher ob ich da ne Toleranzbildung entwickelt habe und deswegen nicht viel davon merke. Wer weiß wie es ganz ohne aussähe, aber ich will mir so wenig Medis wie möglich einpfeifen.
Novalgin hab ich auch ne Zeit lang auf Bedarf gekriegt in der Entgiftung, das ging auch ganz gut. 25 Tropfen vor dem Schlafen. Morgens war ich beschwerdefrei, aber das war eigentlich immer so, da die Belastung nachts wegfällt. Die Schmerzen treten nur dann auf, wenn ich das Bein belaste (was ich ja zwangsläufig tue im Laufe des Tages).

Man hat mir noch ne Stoßwellentherapie empfohlen, müsste ich allerdings selbst zahlen. Sonst heißt es abwarten und schonen. Es ist halt durch Überbelastung entstanden, mein Hausarzt sagt ich müsse Geduld haben , das wäre ne langwierige Kiste.
Joar. Ist ja schön und gut, aber wie gesagt, diese ganzen Schmerzmittel / Entzündungshemmer... ich weiß nicht so recht.
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MissElly
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 373

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Haschi,

ich habe gerade nicht den Kopf in meinem thread zu antworten und zu schreiben. Ich kriege es gerade null geordnet und es so wirklich in Worte fassen.
Will dir aber was hier zu deinen Fragen schreiben.
Alsooooo, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht genau ob die bei NSAR wie Ibu und Voltaren ne Toleranz entwickelt. Kann mich jedenfalls nicht darin erinnern, dass ich so etwas in die Richtung gelernt habe. Was natürlich ist, sie sind dauerhaft gar nicht gut für den Magen-Darm-Trakt. Es sind ja sog. Cox.-Hemmer und das funktioniert unter anderem über die Hemmung von Prostaglandinin und diese sind nun mal auch dafür verantwortlich, dass Stoffe produziert werden die die Schleimhaut in Magen und Darm schützen. Diese Schutz ist dann bei der Einnahme eben herabgesetzt.
Da sie dir scheinbar nicht ausreichend nicht, denke ich sollte man schon mal über den Kosten Nutzen nachdenken. Warum sich den NW aussetzen wenn sie ihren Effekt gar nicht erfüllen. Gut, man weiß eben nicht ausgeprägt deine Schmerzsymptomatik ohne wäre, aber das ist Spekulation.
Ich würde wie surreal schon schrieb, dein Doc mal auf Novalgin anhauen. Das ist eigentlich ein wunderbares Schmerzmittel. Es verursacht keine NW im Magen- Darm-Trakt wie die NSAR und ist allgemein recht wirksam und gut verträglich. Es ist halt nur verschreibungspflichtig, der Grund ist eigentlich nur wegen einer NW die sehr sehr sehr selten ist, quasi nie auftritt aber wenn gefährlich sein kann, Agranulozytose. Aber wie gesagt das gibts fast nicht.
Ansonsten wie dein Arzt schon sagte, so doof es auch ist, schonen.Die Beschwerden treten eben leider bei Belastung auf. Ich denke so ganz wirste die immer mal haben bevor es nicht ganz ausgeheilt ist.Auch mit Schmerzmittel.

Zum Cortison. Richtig ist es, dass es nicht abrupt abesetzt wird. Grund haste ja im Prinzip schon selbst geschrieben. Was ich mich nur frage ist, warum es angesetzt wurde wenn kein Entzündungsprozess nachgewiesen wurde. Wobe intitial bestimmt entzündliche Herde vorhanden waren, finde ich bei genauerer Überlegung gar nicht so verkehrt das Vorgehen bei der Diagnose.

Ich wünsche dir gute Besserung und lieben Grüße
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2135

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Missy... ja ich dachte mir schon, dass du da im Moment deine Gedanken ordnest - aber danke, dass du dir die Zeit nimmst mir hier zu antworten.

Ich gehe auch stark davon aus, dass Entzündungen vorhanden waren, der Knöchel war ja auch gerötet und geschwollen, was ja eher auf eine Entzündung hindeutet.

Ich werd das Cortison nun noch zu Ende nehmen nach Anweisung und wenn´s dann immer noch nicht besser ist, frag ich mal nach dem Novalgin - die kann ich dann wenigstens auf Bedarf nehmen und muss sie mir nicht täglich reinhauen.

Ich hab die Beschwerden jetzt schon seit September und ich mach mich zwar nicht bekloppt, aber es wäre schon schön, wenn das jetzt einfach mal verheilen könnte.
Hab ja nun auch ne Beinschiene verpasst bekommen - das bremst meinen Bewegungsdrang ein wenig.
Versuche nun Bewegung noch konsequenter zu meiden (hab ich nicht immer gemacht, ist schwer auf die Dauer), hab alle Termine abgesagt und gammel zu Hause auf der Couch. Yippie ^^

Sorry, ich hab heute nen leichten Anflug von Selbstmitleid.
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

MissElly hat Folgendes geschrieben:
der Grund ist eigentlich nur wegen einer NW die sehr sehr sehr selten ist, quasi nie auftritt aber wenn gefährlich sein kann, Agranulozytose. Aber wie gesagt das gibts fast nicht.


Deswegen hatte ich da auch Vorbehalte. Ich hatte mal eine Verletzung und deswegen Novalgin bekommen und war zuerst skeptisch, weil unklar ist, wie selten diese Nebenwirkung wirklich ist. In manchen Ländern ist das Mittel deshalb nicht zugelassen. Auch Medikamente wie Aspirin können eine Agranulozytose auslösen, aber da ist es im Vergleich wirklich selten.
Naja, wenn man nach den ersten Einnahme keine Probleme hat, dann treten die wohl auch später nicht mehr auf, wenn ich es richtig verstanden habe. Also, entweder man bekommt das oder halt nicht.
Und ich habe das Zeug auch als gut wirksam und verträglich in Erinnerung. Von daher würde ich den Arzt auch mal danach fragen.
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Soltau
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1399

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Haschi,

ich würde auf jeden Fall das Kortison nach Anweisung des Arztes weiter einnehmen. Bei manchen Menschen dauert es etwas, bis das Kortison anschlägt und schließlich nimmst du eine geringe Menge. Achtest du darauf, dass du es immer morgens zwischen 5 - 7 Uhr einnimmst, das ist wichtig, da der Körper da auch körpereigenes Kortison produziert.

Unterstützend würde ich dir empfehlen Retterspitz Umschläge zu machen. Vielleicht kennst du das ja bereits, das gibts in der Apotheke. Man macht Umschläge damit, es wirkt schmerzlindernd und heilend.

Wenn alles nichts hilft würde ich mir eine weitere ärztliche Meinung einholen.

Gute Besserung
Soltau
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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2135

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, ich nehms nach dem Aufstehen, so gegen halb 8 - halb 9.
Da hat mich Die Dächsin drauf aufmerksam gemacht, wär ja auch zu viel gewesen sowas von einem Facharzt zu erfahren, der einem das Zeug verschreibt.

Retterspitz kenne ich nicht. Hatte Emelbinsalbe ne Zeit lang drauf gemacht, aber ich habs irgendwann dran gegeben. Bin im Moment leicht resigniert weil ich das Gefühl habe, dass auch wirklich gar nichts hilft.
Ich werd mich aber mal informieren, wenn ich das nächste Mal in der Apotheke bin.
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Praxx
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2605

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Haschi
denn mal medizinisch...

Zuerst muss ich da mal die Missverständnisse ausräumen. Diclofenac und Ibuprofen sind "NSAR" oder "nichtsteroidale antiphlogistisch wirkende Stoffe".

Die wirken über eine Hemmung der Prostaglandinsynthese im Gewebe. Prostaglandine sind "Mediatoren" für Entzündung und/oder Schmerzen. Andere Prostaglandine schützen die Magenschleimhaut vor den Auswirkungen der Magensäure. NSAR unterdrücken die Bildung BEIDER Prostaglandine, allerdings unterschiedlich stark, und verursachen deshalb Magenprobleme bis hin zum Geschwür.

"Entzündung" bedeutet in diesem Zusammenhang einen Vorgang auf zellulärer Ebene, der nicht unbedingt im MRT sichbar sein muss. Eine nichtinfektiöse Entzündung muss du dir vorstellen wie eine Baustelle: Für die notwendige Reparatur muss Energie (Blut), Personal und Material (Leukozyten) zur Baustelle hin und Schutt(Lymphe) abtransportiert werden. Damit das funktioniert, muss der Verkehr abgesperrt werden, für den Fall, dass eine Infektion dahintersteckt, muss ein Bauzaun aus Fibrin außenrum.
Der Schmerz dient dazu, dass du die betroffene Stelle nicht zusätzlich bewegst, eine Schwellung sorgt für mehr Platz für das Blut, die Leukozyten und die Lymphe...
Die Hemmung der "Cyclooxygenase II" durch NSAR oder "Coxibe" sorgt dafür, dass dieser Prozess gebremst wird - als "Nebeneffekt" werden dabei auch Schmerzen vermindert.

NSAR und Coxibe hemmen also die Schmerzentstehung. Stoffe wie Novaminsulfon oder Paracetamol dagegen hemmen die Weiterleitung des Schmerzsignals in den entsprechenden Nervenfaser, je länger die Strecke, desto besser die Wirkung. Darum sind Zahnschmerzen viel schwerer zu bändigen als Schmerzen im Fuß... Opioide und andere "zentral wirksame Analgetica" hemmen die Schmerzwahrnehmung.

Das Tibiakantensyndrom ensteht - ähnlich wie zB "Tennis-" oder "Golfellenbogen" an Stellen, an denen Sehnenfäden im Knochen verankert sind. Der konstante Muskelzug entsteht ja aus der Summe Tausender einzelner, scharfe Zuckungen der Muskelzellen. Die sollen durch eingebaute "Ruckdämpfer" aus elastischem Knorpel so gedämpft werden, dass Knochenhaut und Knochen keinen Schaden nehmen. Wenn diese kleinen Knorpelteilchen ihre Elastizität verlieren, wirken die Muskelzuckungen ungedämpft auf Knochenhaut und Knochen, der entstehende Schaden muss "repariert" werden, also entsteht dort eine "Baustelle" mit allem was dazugehört: Entzündung und Schmerz.
Zwar unterdrücken "NSAR" den Schmerz, verlangsamen aber auch die Reparatur bzw Heilung des Schadens.
Corticoide wie Prednisolon wirken direkt entzündungshemmend, ohne Beteiligung der Prostaglandine.

Manchmal können "fibrinolytische Enzyme" helfen (zB "Traumanase", "Phlogenzym" oder "Bromelain"), die machen zusätzliche Öffnungen in den "Bauzaun", so dass die Heilung beschleunigt wird.

Wenn mit den ganzen Substanzen die Schmerzen nicht im erträglichen Bereich gehalten werden können, muss die Extremität im Gips ein paar Wochen stillgelegt werden, damit eine Heilung erfolgen kann. Um das zu vermeiden, hilft nur "hoch das Bein" und konsequent entlasten - also möglichst wenig herumlaufen, evt auch Gehhilfen benutzen.

Gute Besserung

Praxx
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1335

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

hi Haschi!
Ganz kurz, (weil es mir selbst nicht gut geht) - es wäre meiner Meinung nach wesentlich besser, diese extrem ätzenden nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Ibu und Voltaren durch Novalgin zu ersetzen (gerade auch wenn Cortison parallel genommen wird- absolutes no-go für Magen-Darm u.a.)! Idea - falls du eben mit Novalgin klar kommst.
Ich reagiere leider nicht auf diesen Stoff, aber er ist ja vergleichsweise echt harmlos, - das Lieblings-medikament aller Internisten, weil es KEIN Opiat ist, und die Langzeiteinnahme von Voltaren und co (Ibu, Aspirin, Paracetamol) echt sämtliche Organe schädigt.
Das stimmt schon so.
Guck mal, ob du "umswitchen" kannst.
Gute Besserung für dich! Alles wird vorübergehen! Idea
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2135

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hey praxx.
Dank dir. Erträglich sind die Schmerzen durchaus.
Das ist kein Problem.
Gehhilfen wie Krücken hab ich keine gekriegt und auch für die Schiene musste ich erst 2 Monate das MRT abwarten, weil der Orthopäde nicht einsah das Bein irgendwie ruhig zu stellen. Auch der andere Orthopäde fand das nicht notwendig, kam aber meiner Bitte endlich nach und verschrieb mir nun die Schiene.
Ich warte jetzt mal ab, wenns nach der kortisonbehandlung nicht besser ist soll ich mich noch mal melden.

Schattengewächs- ich nehme ausschließlich das Kortison im Moment und nichts zusätzlich.
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Soltau
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Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1399

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Haschgetüm hat Folgendes geschrieben:
Naja, ich nehms nach dem Aufstehen, so gegen halb 8 - halb 9.
Da hat mich Die Dächsin drauf aufmerksam gemacht, wär ja auch zu viel gewesen sowas von einem Facharzt zu erfahren, der einem das Zeug verschreibt.

Retterspitz kenne ich nicht. Hatte Emelbinsalbe ne Zeit lang drauf gemacht, aber ich habs irgendwann dran gegeben. Bin im Moment leicht resigniert weil ich das Gefühl habe, dass auch wirklich gar nichts hilft.
Ich werd mich aber mal informieren, wenn ich das nächste Mal in der Apotheke bin.


Daran siehst du bereits die Kompetenz des Arztes, wenn er dich auf so was Wichtiges wie die Einnahmezeit vom Kortison nicht aufmerksam macht. Der Körper bildet selbst zwischen 5 und 7 Uhr Kortison und deshalb in dieser Zeit.

Retterspitz hilft wirklich, ist keine Salbe, sondern man macht einen Umschlag. Du mischt Wasser mit Retterspitzlösung und tauchst ein Geschirrtuch hinein und wringst es aus und dann auf dein Schienbein drauf, zwei Stunden wirken lassen.
Hier zum Informieren: https://www.retterspitz.de/
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mikel015
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 2338

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2017 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

Haschi,

meine Holde hat nach unserem schweren Motorradunfall vor4 Jahren in der linken Hüfte bis zum Knie jetzt ein Titangestell (Zertrümmerung des linken Hüftknochens) und nimmt wenn sie es nicht mehr aushält (was selten vorkommt) vor Schmerzen eben seit Jahren ab und an Novalgintropfen...sie ist gegen jegliche Chemie...naja bei dem Mann... Wink und das ist das einzige was sie dann zulässt...und es hat ihr eigentlich noch nie geschadet und es ist verträglich ohne Nebenwirkungen...auch keine Gewöhnung...


L.G.
Mikel
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