Was soll ich nur tun?

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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 5. Mai 2017 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

dakini hat Folgendes geschrieben:
... haben heftige Drogenkarrieren hinter sich, man kann es auch abkürzen, anstatt sein ganzes Leben damit zu verbringen.

Ja, ja, JA, Du sagst es, dakini !
Drogen kennengelernt zu haben, das möchte ich nicht missen, das gehört zu meinem Leben dazu und das ist gut so. Ich verdanke den Drogen viel, wenn auch nicht nur Gutes.
Wo es etwas zu meckern gäbe an meinem Leben, das ist der Punkt, den Du angesprochen hast - ich habe übertrieben, maßlos übertrieben. Das kann als Grenz- bzw Extrembereich auch interessant sein. ABER es besteht immer die Gefahr, daß man gar nicht so weit kommt, daß man seine Erfahrungen und Erkenntnisse in irgendeiner Weise umsetzen kann in einem lebenswerten Leben.
Jemand wie mir, der seit beinahe einem halben Jahrhundert mit dem Konsum lebt, der viele "Karrieren" sehr bewußt beobachtet hat, schauert es, wenn ich Hilferufe wie den von Gaucho lese/höre.
Gaucho ist knapp über zwanzig, wenn ich recht informiert bin. Und er ist schon ziemlich kaputt, obwohl er das Nest noch gar nicht richtig verlassen hat.
Welche Chance auf ein vernünftiges Leben hat er ? 50:50 ? Positiver, negativer ? Wer will das sagen ? Ich nicht !
Es wird sehr darauf ankommen, an wen er gerät, denn irgendwann wird er Hilfe suchen/finden müssen. Das muß gar kein Psy-Doc sein, es gibt eine Fülle anderer Möglichkeiten. Ein guter Mentor, jemand, der zu ihm durchdringt und ihn für etwas begeistern kann - eine Möglichkeit. Liebe - eine weitere Möglichkeit ... Der Haken ist nur der, daß man weder einen geeigneten Mentor, noch Liebe mit einem auch für die Situation geeigneten Partner herbeizaubern kann.

Ich würde gerne einmal ein paar Spaziergänge mit Dir machen, Gaucho. Ein paar Runden, "Gesprächsrunden" drehen in der Natur, bei schönem Wetter. Zumindest ein paar neue Denkanstöße wären schon d'rin.
Nur müßtest Du diese Fäden - wenigstens einen davon - auch aufnehmen und weiterverfolgen.
Wir werden kaum jemals gemeinsam Runden drehen. Aber es gibt viele, viele andere Menschen, von welchen Du etwas lernen kannst, die Dich - das meinte ich eigentlich - auf andere Gedanken bringen können.
Schau' Dich mal um, sei offen, dann kommt auch das, was Du brauchst. Es kommt immer, nur siehst Du es nicht, weil Du mit Scheuklappen durch die Gegend latscht. Die Scheuklappen sind Dein Konsum, der Dich ja wirklich arg einschränkt.
Offen zu sein für alles, vielleicht ein gangbarer Einstieg in eine Änderung für Dich ? Sei neugierig, dann kommst Du auch dorthin, wo Dir geholfen wird - und sei's ein Therapeut, eine Möglichkeit, die ich Dir anraten würde. Zwar bin ich immer skeptisch, es gibt so viele Idioten, die als Therapeuten glauben, sie stehen an einem Fließband. Aber es gibt auch gute Leute, und vor allen Dingen darf man nicht vergessen, daß da irgendwie auch die "Chemie" stimmen muß. Ohne Vertrauen geht nichts. Es bringt gar nichts, wenn man es nicht schafft, sich dem allerbesten Therapeuten auf Erden gegenüber zu öffnen. Da kann der dann auch nicht helfen.
Wünsch' Dir alles Gute !
Cheers
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2078

BeitragVerfasst am: 5. Mai 2017 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

lol, dakini! Very Happy guter Beitrag, zusammenfassend...

leider gehöre ich, schatty, nicht zur "creme de la creme" was Langzeiterfahrung mit Opiatkonsum betrifft! Confused - deshalb, lieber gaucho, höre besser auf das, was die "ältere und lebens-weisere Fraktion" dir zu sagen hat... Cool !

Hab ast gestern auch geschrieben, dass ich evtl lebenslänglich mit dem Oxycodon zusammenleben will, sehe darin kein "Drama" - du nimmst ja in etwa meine Opiat-dosierung (relativ niedrig!) - er meinte, meine Liebe wird irgendwann zur Hass-Liebe und dann nur noch zu "Hass" auf den Stoff.
Time will tell. Idea
Du nimmst doch sonst nix, nur eben in den "Pausen" oder? Bist also nicht politox und haust noch zig Bierchen drauf, usw...

Ich persönlich denke, du hast primär ein psychisches Problem, - das sollte mal im Fokus stehen.
Hab mich sehr gefreut dich wieder zu lesen (war gestern "on tour")- nicht weil der Inhalt jetzt "erfreulich" ist, Confused - sondern weil der Style (die Art dich auszudrücken) eben so gaucho-typisch geblieben ist...
Potenzial ist genug da, Intelligenz auch!
Liebste Grüße in den Norden! Idea
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Gaucho
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.08.2015
Beiträge: 1022

BeitragVerfasst am: 7. Mai 2017 03:38    Titel: Antworten mit Zitat

Höre gerade comfortably numb von pink floyd und habe mir eine richtig fette Dosis Opiumtee verpasst. Die Euphorie und das körperliche Wohlbefinden sind so dermaßen stark , dass es mich förmlich zerreißt und an meinen gliedern hängen bleierne Gewichte. Ich kann nicht mehr aufhören und mache weiter bis zum Ende.

Wofür sollte ich auch aufhören? Wen interessiert das schon, denn schließlich würde mich niemand vermissen wenn ich das zeitliche segne. Es würde sicherlich 1-2 Wochen dauern, bevor jemand meinen leblosen Körper in meinem Zimmer entdeckt.

Ich werde jetzt noch die letzten Jahre genießen bis ich 30 bin und mein restliches Geld verpulvert haben. Der liebe Gott möge mir noch ein paar Jahre in meinem vorhaben schenken.
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2730

BeitragVerfasst am: 7. Mai 2017 08:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde auch, dass 30 das passende Alter für nen Abgang ist Rolling Eyes (das geilste kam danach, vorher war es zwar auch gut, aber da kamen feelings, die mich richtig flashten, tiefer gingen! Tolles erlebt, das Leben ist mal richtig super, wenn man sich annimmt & Freunde hat)

Traurig finde ich, dass Du mit dem Bewusstsein lebst, dass Dich keiner vermissen würde. Einsam. Allein. Im Gedankenpalast gefangen. Pink Floyd hab ich mir auch schon mal rein getan früher, in solchen Stimmungen. Irgendwann bist Du in ner Substi und eines Tages schaust Du in den Spiegel, hast graue Haare, vllt ne Glatze und Du erinnerst Dich vllt an dieses Deiner postes.
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 7. Mai 2017 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Gaucho, Selbstmitleid ist ein denkbar schlechter Ratgeber.
Und sich über sein Umfeld, über die eigene "Wichtigkeit" in seinem Umfeld zu definieren ist auch nicht der rechte Weg.
Wollte ich Dir nur gesagt haben ...
Cheers
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schattengewächs
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2078

BeitragVerfasst am: 7. Mai 2017 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

*räusper* - mein Hirn läuft noch nicht auf Hochtouren, - nur mal kurz von mir, lieber gaucho:
ich sehe da so einige Gemeinsamkeiten bei uns.
Nur! Warum, um Himmels Willen, ist es für dich essenziell für andere Menschen "von Bedeutung" / wichtig zu sein!- hä,? das verstehe ich irgendwie nicht ganz.

Wir sind beide leicht narzisstisch angehauchte Wesen, und doof sind wir auch nicht, - nur eben "nicht belastbar"-
ich brauche auch immer diese "Auszeiten" mittels Drogen. Wahrscheinlich weil wir irgendwie sehr viel inneren Stress haben, solange keine Opiate die Rezeptoren belegen.
Der Unterschied ist klein aber fein: Ich (auch Narzisst- *wink* Wink )- habe gelernt über mich selbst zu lachen,- das solltest du auch tun. Hilft wirklich!

Ich werde mich evtl gegen Mittag nochmal mit deinem "Fall" befassen, denn er ist eben sehr komplex.
Wohnst du denn jetzt endlich alleine, in okayen Räumlichkeiten, oder immer noch in der WG, die dich ankotzt?
Bis später- !
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3705

BeitragVerfasst am: 7. Mai 2017 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

Tja Coucho deine heile Opiatwelt ist überwiegend deine Traumwelt..merkste langsam was...
aber so ist die Realität! von Mitleid oder Selbstmitleid wirst du niemals aufstehen! sondern durch handeln...
was bringt es, sich zu bemitleiden, zu weinen,anstatt sich seinen Problemen zu stellen und diese zu bewältigen?
denke, die rumweinen und bemitleiden Variante bringt dir reichlich weniger...
du ziehst dich im Endefekt nur noch selbst weiter runter, trau dich etwas,und du wirst sehen, es wird etwas werden...
Coucho ...mit Selbstmitleid kenn ich mich gut aus, weil ich da selber lange Zeit regelrecht drin gebadet habe...mir geht´s es zu Zeit auch nicht besonders gut, aber ich wende grad die "mir-selbst-in-den-Hintern-treten"-Taktik an. Und die bekommt mir besser.
Ich denke niemand anders kann für das Glück und die Zufriedenheit in seinem Leben Sorge tragen, außer man selbst...und es sei mal dahin gestellt ob mit oder ohne Opiate... Wink

so long
Mikel
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ast
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2073

BeitragVerfasst am: 7. Mai 2017 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:

Der Unterschied ist klein aber fein: Ich (auch Narzisst- *wink* Wink )- habe gelernt über mich selbst zu lachen,- das solltest du auch tun. Hilft wirklich!


lol, ich glaube eher Du bist mit der Unfähigkeit zur Selbstkritik gesegnet, das erleichtert den unbeschwerten Konsum doch ungemein Wink
andererseits ist dies natürlich auch eine gravierende Behinderung, da Selbstkritik die Basis für Veränderung/ Entwicklung ist Idea
da ist das 'über sich selbst lachen' wohl eher ein 'aus der Not eine Tugend machen'.
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schattengewächs
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2078

BeitragVerfasst am: 7. Mai 2017 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

genau ast, ganz fachmännische Analyse.
Dem ist nix hinzuzufügen. Idea

Gaucho! ich verstehe dich eben. Evtl muß ich auch mal demnächst nach Lübeck, wg. meiner Fam. (mit Pistole im Rucksack,Shocked versteht sich)- dann würde ich schon mal gerne nach dir gucken, - und mit dir einen Opium-tee trinken!- *freu* -
Also, hast du verstanden, was ich meine? Du mußt noch etwas weiterarbeiten in Richtung "Selbst-distanzierung"! Wink -
ich glaube, dass rock dir schon ganz gut helfen kann,- aber! er ist eben durch über Berge und Täler gegangen, hat sich aus eigener Kraft "was aufgebaut"- und sitzt jetzt in seiner Alters-residenz (stimmt doch so, oder?)- ganz bewußt ab und zu Opiate genießend, THC sowieso... das ist stimmig, für mich! Bewundernswert auch, somehow.

Du hingegen stehst am Anfang ( Smile ) deines Lebens. Und klar, so wie ich ne "Prinzessin ohne Land" bin- bist du ein "König ohne Untertanen"- das ist kein artgerechtes Leben... denn wir sind schon somehow zu blöde, unsere Fähigkeiten im realen Leben einzubringen, umzusetzen, was an Potenzial da ist, - wir bevorzugen dann doch lieber den "Chill-modus"- der kommt aber eigentlich nur gut, also Opiate so als "Belohnung" für einen gelungenen Tag, - das wäre okay. Ein Verharren in der Traumwelt ist unser Untergang. Langfristig! glaube ich.
Dennoch, du hast einen besseren Riecher für "lukrative Geschäftsideen" als ich und kriegst glaub ich schon genug Geld an Land gezogen. Das ist auch nicht wirklich das Problem!
Notfalls hast du auch noch deine Eltern, ich nicht!

Ansonsten brauch ich von dir mehr "Material" um therapeutisch wirksam arbeiten zu können. Du hast zwar schon viel geliefert, an privaten Details, aber es fällt mir immer noch schwer hilfreiche Tipps zu geben.
puh, ich muß gerade noch was erledigen.
Schreib dir einfach alles von der Seele, .- Selbstmitleid ist eine Form von Selbstliebe- und ich sitze hier auch alleine- habe (außer Romeo) keine Freunde mehr, leider. Die hatten von mir irgendwann alle "die Schnauze voll"- eben wegen der ewigen Lamentierei und Selbstwichtigkeit, - im realen Leben bin ich ein ganz ganz schlechter "Zu-hörer"- ich monologisiere, bist jemand sagt: ich kann nicht mehr, es ödet mich so unendlich an...
Hier, im Forum, kann ich mich darin üben, auch mal "über andere" nachzudenken. Wenn das ganze über das "geschriebene Wort" vermittelt wird, ist es einfacher für mich, jedenfalls.
so, bis demnächst...
Ich glaube weiterhin an dich- das sage ich nicht zu jedem, glaub mir!
Cool
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Gaucho
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.08.2015
Beiträge: 1022

BeitragVerfasst am: 18. Mai 2017 05:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin heute sei 8 Tagen clean und möchte das noch mindestens bis zu meinem Geburtstag am 31.5 durchhalten. Geplant sind eigentlich 30 Tage.

Ich hatte bisher keine wirklichen körperlichen Entzugssymptome (mal abgesehen von leicht schmerzenden Muskeln und Gelenken, sowie allgemeiner Kraft und Appetitlosigkeit).

Das schlimmste ist aber nach wie vor der große Opiathunger "Craving" und die damit einhergehende depressive Verstimung/Motivationslosigkeit und Langeweile.

Ich denke aber jetzt schon mal das Gröbste überstanden zu haben und versuche der Zukunft positiver entgegen zu sehen.

Ein kleiner Tipp am Rande: Ägyptisches Schwarzkümmelöl hilft wirklich Wunder, da es die meisten Entzugssyptome auf wundersame Weise. abdeckt
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tukuna
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 04.01.2013
Beiträge: 304

BeitragVerfasst am: 10. Jun 2017 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

moin Gaucho,

habe bisher nur mitgelesen und wollte eigentlich nichts dazu schreiben, weil das wesentliche bereits von Forenmitgliedern geschrieben wurde, die mehr Erfahrungen haben als ich. Nur zum craving. Ich kenne es nicht von Opiaten , aber von Koks. Das ist echt krass und hat bei mir ein halbes Jahr gedauert. Habe nachts sogar davon geträumt. Bin auch immer wieder rückfällig geworden bis ich von meiner einzigen Quelle weit weg gezogen bin. Und ich bin froh, das geschafft zu haben. Du hast jetzt schon relativ lange nichts genommen. Mache es nicht kaputt. jetzt -mit Pausen dazwischen- gibt es noch ein gutes feeling, aber sehr schnell ist man in der Situation, dass man nur den Entzug vermeiden will, und nichts turnt mehr. Das ist dann ein echt beschissenes Leben. Erspare es Dir. Bist gerade auf einem guten Weg.

VG tukuna
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Domenico
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 3085

BeitragVerfasst am: 14. Jun 2017 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

liebr gaucho,meine meinung ist das du entweder ganz aufhörst,sprich entgiftung und therapie oder wenigstens ambulante therapie.oder du konsumierst weiter!
denn wenn ich eins über die ganzen jahre gelernt habe ,dann ist es das man nur
entweder konumieren kann oder nicht!beides geht nicht,etwas dazwischen klappt
so gut wie nie,glaub mir das buddy!ich wünsche dir alles gute und hoffe du findest den richtigen weg!LG
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