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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2392

BeitragVerfasst am: 23. Jun 2017 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Mann ey, ihr diskutiert da echt gerne rum, wa? Wink
Also ich weiß ein bisschen was über Elmars Suchtgeschichte *flöt*
Müsst ihr wohl aufmerksamer lesen.

Ich finds auch ehrlich gesagt unnötig zu betonen wie sehr oder wenig mir hier jemand ans Herz gewachsen ist, aber sei es drum.

scrabble: bitte nicht wundern, aber Elmar polarisiert hier grundsätzlcih, das passiert immer, wenn er was schreibt. Wink
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persephone
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 27.07.2016
Beiträge: 171

BeitragVerfasst am: 24. Jun 2017 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

scrabble hat Folgendes geschrieben:
persephone hat Folgendes geschrieben:
Du erinnerst mich total an mich, bzw an meinen aktuellen Zustand...nur dass ich mittlerweile auch wieder abhängig bin ...


Abhängig von ihm oder wovon? Das habe ich jetzt nicht verstanden. Er ist süchtig und du auch, von der selben Substanz oder du von ihm oder einer anderen Substanz? Question


Tut mir leid, deine Frage habe ich völlig überlesen!
Nein ich meinte ich bin wieder (seit 1 1/2 Jahren) abhängig von H.
Er ist Politox und knallt sich so ziemlich alles in die Birne - hauptsache er muß der Realität nicht ins Auge sehen (Was ich bei ihm sogar recht gut nachvollziehen kann, nachdem was er in der Kindheit jahrelang ertragen mußte) Aber das kann man doch auch nicht bis zum Lebensende mit sich herumschleppen. Da gehören Spezialisten ran,die das behutsam aufarbeiten.
Und das kann ich leider nicht. Auch wenn ich ihn als Einzige mehrfach aus psychotischen Episoden rausholen konnte - ich hab halt keine übernatürlichen Fähigkeiten, sondern bin einfach nur hochsensibel.

Wir wohnten schon länger zusammen, aber gut ein Jahr habe ich einfach nur "auf ihn aufgepasst" , damit nichts passiert. Damit man noch rechtzeitig den Notruf alarmieren kann...usw...
DAS kanns doch echt nicht sein! Das ist jetzt nicht wirklich mein Traum einer funktionierenden Beziehung.

Deswegen mußte er auch gehen, aber ich habe jeden Tag Angst,dass ich die Nachricht erhalte, dass er gestorben ist. Und ich würde mir dann wahnsinnige Vorwürfe machen.




... Hatte gerade einen ellenlangen Text verfasst, aber irgendwie traue ich mich nicht den Rest davon nu abzusenden... Hättest du vielleicht Lust privat weiter zu reden ? Ich glaube, dass wir uns da ganz gut austauschen könnten. Ich würde mir dann eine neue Emailaddy zulegen und die hier posten.
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scrabble
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 30.03.2014
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 25. Jun 2017 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Elmar hat Folgendes geschrieben:
... Scheinbar drehst du dich weiterhin im Kreis. Hast du mal nachgezählt, wie oft du im letzten post (den du lange nach der Trennung geschrieben hast) "er" o.Ä. geschrieben hast? Und wie oft du "Ich" o.Ä. geschrieben hast? Ich habs jetzt nicht nachgezählt, das Ergebnis dürfte aber deutlich zu SEINEN Gunsten ausfallen.

Du versuchst immer noch, Mutti für ihn zu spielen. Jetzt hat deine Freundin ihn an der Backe- ist also quasi sowas wie dein Kindermädchen für ihn.

Aber scheinbar geht´s auch gar nicht mal so sehr um ihn, im letzten Satz verrätst du dich schon:

Zitat:
Ich vermisse unsere Zweisamkeit, die Nähe, das JEMAND da ist


Wie sah die Zweisamkeit denn aus? Mal gaaaanz ehrlich? Dicht sein und Lügen. Und natürlich der tollste Mann der Welt, solange genug Stoff verfügbar ist.

Du sprichst davon, dass JEMAND da ist. Ich bleib dabei, was ich schon mal so oder so ähnlich geschrieben habe:

Dir geht´s gar nicht so sehr um IHN, dir geht´s um JEMANDEN wie ihn. Ne halbseidene Bunke, die nix geregelt kriegt, damit DU dich daneben gut fühlen kannst. In den du deine ganze Energie reinstecken kannst, damit niemand merkt, dass eigentlich DU mal deine Energie nötig hättest, um dich wertvoller zu fühlen.
IHN vermisst du meiner Meinung nach gar nicht mal soo sehr, mal ehrlich, gebracht hat dir persönlich diese Art von Beziehung doch außer Ärger gar nicht mal so viel. Hast halt jetzt nur keinen mehr, der so weit unten ist, dass DU dich wieder groß fühlen kannst.

Diese Komplexe kannst du aber nicht immer an den armen Junkies auslassen. Lass die mal Junkies sein und fang bei dir an! Sonst fängst du immer wieder von vorne an und kommst zum selben "Ergebnis" wie hier im thread. Oder in dem davor. Oder in ...


Ich finde deinen Post teilweise ziemlich vermessen.
Wo drehe ich mich denn im Kreis? Ich habe die Beziehung beendet.
Und wenn man mehr als 2 Jahre jeden Tag zusammen war und zusammen gewohnt hat, ist es wohl normal sich einsam zu fühlen, wenn man plötzlich alleine ist.
Das Ende der Beziehung hat auch bei mir ein Loch ins Leben gerissen.
Ich vermisse bei weitem nicht, dass ich mich um seinen Papierkram gekümmert habe, sondern vermisse unsere gemeinsamen Ausflüge, mit dem Rad, mit dem Hund oder einfach draussen in der Abendsonne zu sitzen und Karten zu spielen. (Nur mal so als Beispiel)

Wie kommst du darauf, dass meine Freundin jetzt für ihn an meiner Stelle die Nanny spielt?
Es ist nicht so, dass ich ihn bei ihr vor der Tür abgestellt hätte. Er ist selbst zu ihr, nachdem er mehrere Wochen bei Bekannten geschlafen hat, die aber selbst Drogenprobleme haben, vorher hatte er zu diesen Bekannten meines Wissens nach keinem Kontskt.
Meine Freundin hat ihm die Möglichkeit gegeben dort für einige Zeit zu leben, weil sie ein schlechtes Gewissen hatte und wir ihr viel geholfen haben, zbsp eben diese Wohnung zu bekommen.
Mit ihrer Entscheidung hatte ich nichts zu tun, sie könnte auch nicht meine "Aufgaben" übernehmen, bei ihm alles zu regeln, weil sie weniger deutsch spricht als er.
Und ich habe mich seit unserer Trennung auch nicht mehr darum gekümmert, er weiss wie und wo er seine Post holen kann.

Ich finde es total dreist, dass du mir unterstellst, ich suche absichtlich einen Junkie als Freund.
Nochmal, als wir unsere Beziehung begannen, wusste ich nicht, dass er solche Probleme hat. Es ist ja nicht so, dass ich mir meine Männer am Bahnhof suche und schaue, wer mir da noch am passabelsten erscheint. Vielleicht sollte ich eine Partnerbörse "Junkie sucht Junkie aka Helfer sucht Junkie" eröffnen?! Laughing

Das ist totaler Quatsch.
Ja, mein alter Kumpel war ebenfalls ein Junkie, nachdem ich diese Freundschaft beendet hatte, lernte ich 1 1/2 Jahre später meinen Partner kennen, in keiner Weise besteht eine Verbindung zwischen ihnen.
Und wie gesagt, als ich die Beziehung einging, wusste ich nicht, wie es um seine Drogenbiografie steht, vielleicht sollte ich das beim nächsten Date mal abfragen, kann mir ja so vorgefertigte Fragebögen erstellen.
Ich sehe es eher so, dass mehr Menschen mit Drogenproblemen oder einer Sucht zu kämpfen haben, als die Gesellschaft denkt.

Ich habe mich auch bei weitem nicht gut neben ihm gefühlt, eher habe ich mich geschämt die Freundin eines Junkies zu sein. Daher wissen das auch nur 2 Freunde von mir, wie es bei uns in der Beziehung aussah.
Wie soll ich mich denn gut neben ihm fühlen, wenn ich nie weiss, wie weit es noch gehen wird und das ich so doof bin und das passiv unterstütze?! Ich hatte total Angst davor, dass Leute auf mich schauen und sagen "ach schau mal, ihr Freund ist ein Junkie, wer weiss, wie er an das Geld kommt, wahrscheinlich nimmt sie früher oder später auch was".
Neben ihm habe ich mich schlecht gefühlt, weil ich mit in diesem Kreislauf gefangen war und von seinen Problemen unmittelbar betroffen, wenn zbsp das Geld mal wieder plötzlich weg war.
Mein Fehler war das so lange mitzumachen, ihn nicht vorher schon raus zu kicken, so wie es wahrscheinlich andere Menschen getan hätten, denn normale Menschen wollen ja mit Süchtigen nichts zu tun haben, stimmt's?!
Ich mag aber Menschen nicht abstempeln, schon gar nicht, wenn sie mir nahe stehen.
Durch meine eigene Erkrankung weiss ich, wie weh das tut und wie ungerecht es oft ist, bzw sich so anfühlt.

Was ich unter anderem aus dem ganzen Mist gelernt habe, ist dass es viel mehr "normale" Junkies gibt, als man ahnt. Junkies sind eben nicht immer obdachlos, stinken und /oder sind sozial auffällig, es kann auch der Familienvater vom nebenan sein. Viel mehr Menschen haben Suchtprobleme als man allgemein ahnen würde. (Brauche ich euch hier ja wahrscheinlich nicht zu erzählen)


Du sagst, ich soll mal was für mich tun, mich um mich selbst kümmern.
Gut gesprochen aber wie soll das aussehen?
Sowas sagt sich total gut, empfehle ich Freundinnen ja auch immer aber was verstehst du darunter?
Ich gehe meiner Ausbildung nach, erledige meinen Kram, der so anfällt, halte soziale Kontakte, gehe zu meinem Therapeuten, nehme mir Zeit für mich mit Tee, Schokolade und einem guten Buch, wenn mir danach ist. Das habe ich alles auch während meiner Beziehung getan.

Das die Leute in meiner Schule eher wenig an sozialen Kontakten interessiert zu sein scheinen, sondern eben ihre Zeit absitzen und dann schnell wieder gehen oder erst gar nicht auftauchen, kann ich nicht beeinflussen.

Was heisst denn jetzt dieses um mich kümmern? Was versteht ihr darunter? (Die Frage geht an alle)
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scrabble
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 30.03.2014
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 25. Jun 2017 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Elmar hat Folgendes geschrieben:
... Scheinbar drehst du dich weiterhin im Kreis. Hast du mal nachgezählt, wie oft du im letzten post (den du lange nach der Trennung geschrieben hast) "er" o.Ä. geschrieben hast? Und wie oft du "Ich" o.Ä. geschrieben hast? Ich habs jetzt nicht nachgezählt, das Ergebnis dürfte aber deutlich zu SEINEN Gunsten ausfallen.

Du versuchst immer noch, Mutti für ihn zu spielen. Jetzt hat deine Freundin ihn an der Backe- ist also quasi sowas wie dein Kindermädchen für ihn.

Aber scheinbar geht´s auch gar nicht mal so sehr um ihn, im letzten Satz verrätst du dich schon:

Zitat:
Ich vermisse unsere Zweisamkeit, die Nähe, das JEMAND da ist


Wie sah die Zweisamkeit denn aus? Mal gaaaanz ehrlich? Dicht sein und Lügen. Und natürlich der tollste Mann der Welt, solange genug Stoff verfügbar ist.

Du sprichst davon, dass JEMAND da ist. Ich bleib dabei, was ich schon mal so oder so ähnlich geschrieben habe:

Dir geht´s gar nicht so sehr um IHN, dir geht´s um JEMANDEN wie ihn. Ne halbseidene Bunke, die nix geregelt kriegt, damit DU dich daneben gut fühlen kannst. In den du deine ganze Energie reinstecken kannst, damit niemand merkt, dass eigentlich DU mal deine Energie nötig hättest, um dich wertvoller zu fühlen.
IHN vermisst du meiner Meinung nach gar nicht mal soo sehr, mal ehrlich, gebracht hat dir persönlich diese Art von Beziehung doch außer Ärger gar nicht mal so viel. Hast halt jetzt nur keinen mehr, der so weit unten ist, dass DU dich wieder groß fühlen kannst.

Diese Komplexe kannst du aber nicht immer an den armen Junkies auslassen. Lass die mal Junkies sein und fang bei dir an! Sonst fängst du immer wieder von vorne an und kommst zum selben "Ergebnis" wie hier im thread. Oder in dem davor. Oder in ...


Ich finde deinen Post teilweise ziemlich vermessen.
Wo drehe ich mich denn im Kreis? Ich habe die Beziehung beendet.
Und wenn man mehr als 2 Jahre jeden Tag zusammen war und zusammen gewohnt hat, ist es wohl normal sich einsam zu fühlen, wenn man plötzlich alleine ist.
Das Ende der Beziehung hat auch bei mir ein Loch ins Leben gerissen.
Ich vermisse bei weitem nicht, dass ich mich um seinen Papierkram gekümmert habe, sondern vermisse unsere gemeinsamen Ausflüge, mit dem Rad, mit dem Hund oder einfach draussen in der Abendsonne zu sitzen und Karten zu spielen. (Nur mal so als Beispiel)

Wie kommst du darauf, dass meine Freundin jetzt für ihn an meiner Stelle die Nanny spielt?
Es ist nicht so, dass ich ihn bei ihr vor der Tür abgestellt hätte. Er ist selbst zu ihr, nachdem er mehrere Wochen bei Bekannten geschlafen hat, die aber selbst Drogenprobleme haben, vorher hatte er zu diesen Bekannten meines Wissens nach keinem Kontskt.
Meine Freundin hat ihm die Möglichkeit gegeben dort für einige Zeit zu leben, weil sie ein schlechtes Gewissen hatte und wir ihr viel geholfen haben, zbsp eben diese Wohnung zu bekommen.
Mit ihrer Entscheidung hatte ich nichts zu tun, sie könnte auch nicht meine "Aufgaben" übernehmen, bei ihm alles zu regeln, weil sie weniger deutsch spricht als er.
Und ich habe mich seit unserer Trennung auch nicht mehr darum gekümmert, er weiss wie und wo er seine Post holen kann.

Ich finde es total dreist, dass du mir unterstellst, ich suche absichtlich einen Junkie als Freund.
Nochmal, als wir unsere Beziehung begannen, wusste ich nicht, dass er solche Probleme hat. Es ist ja nicht so, dass ich mir meine Männer am Bahnhof suche und schaue, wer mir da noch am passabelsten erscheint. Vielleicht sollte ich eine Partnerbörse "Junkie sucht Junkie aka Helfer sucht Junkie" eröffnen?! Laughing

Das ist totaler Quatsch.
Ja, mein alter Kumpel war ebenfalls ein Junkie, nachdem ich diese Freundschaft beendet hatte, lernte ich 1 1/2 Jahre später meinen Partner kennen, in keiner Weise besteht eine Verbindung zwischen ihnen.
Und wie gesagt, als ich die Beziehung einging, wusste ich nicht, wie es um seine Drogenbiografie steht, vielleicht sollte ich das beim nächsten Date mal abfragen, kann mir ja so vorgefertigte Fragebögen erstellen.
Ich sehe es eher so, dass mehr Menschen mit Drogenproblemen oder einer Sucht zu kämpfen haben, als die Gesellschaft denkt.

Ich habe mich auch bei weitem nicht gut neben ihm gefühlt, eher habe ich mich geschämt die Freundin eines Junkies zu sein. Daher wissen das auch nur 2 Freunde von mir, wie es bei uns in der Beziehung aussah.
Wie soll ich mich denn gut neben ihm fühlen, wenn ich nie weiss, wie weit es noch gehen wird und das ich so doof bin und das passiv unterstütze?! Ich hatte total Angst davor, dass Leute auf mich schauen und sagen "ach schau mal, ihr Freund ist ein Junkie, wer weiss, wie er an das Geld kommt, wahrscheinlich nimmt sie früher oder später auch was".
Neben ihm habe ich mich schlecht gefühlt, weil ich mit in diesem Kreislauf gefangen war und von seinen Problemen unmittelbar betroffen, wenn zbsp das Geld mal wieder plötzlich weg war.
Mein Fehler war das so lange mitzumachen, ihn nicht vorher schon raus zu kicken, so wie es wahrscheinlich andere Menschen getan hätten, denn normale Menschen wollen ja mit Süchtigen nichts zu tun haben, stimmt's?!
Ich mag aber Menschen nicht abstempeln, schon gar nicht, wenn sie mir nahe stehen.
Durch meine eigene Erkrankung weiss ich, wie weh das tut und wie ungerecht es oft ist, bzw sich so anfühlt.

Was ich unter anderem aus dem ganzen Mist gelernt habe, ist dass es viel mehr "normale" Junkies gibt, als man ahnt. Junkies sind eben nicht immer obdachlos, stinken und /oder sind sozial auffällig, es kann auch der Familienvater vom nebenan sein. Viel mehr Menschen haben Suchtprobleme als man allgemein ahnen würde. (Brauche ich euch hier ja wahrscheinlich nicht zu erzählen)


Du sagst, ich soll mal was für mich tun, mich um mich selbst kümmern.
Gut gesprochen aber wie soll das aussehen?
Sowas sagt sich total gut, empfehle ich Freundinnen ja auch immer aber was verstehst du darunter?
Ich gehe meiner Ausbildung nach, erledige meinen Kram, der so anfällt, halte soziale Kontakte, gehe zu meinem Therapeuten, nehme mir Zeit für mich mit Tee, Schokolade und einem guten Buch, wenn mir danach ist. Das habe ich alles auch während meiner Beziehung getan.

Das die Leute in meiner Schule eher wenig an sozialen Kontakten interessiert zu sein scheinen, sondern eben ihre Zeit absitzen und dann schnell wieder gehen oder erst gar nicht auftauchen, kann ich nicht beeinflussen.

Was heisst denn jetzt dieses um mich kümmern? Was versteht ihr darunter? (Die Frage geht an alle)
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scrabble
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 30.03.2014
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 25. Jun 2017 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Haschgetüm hat Folgendes geschrieben:

Daher fragte ich auch explizit danach, wie es DIR jetzt geht.


Ich habe erst ein Mal wahrlich jemanden geliebt und seit dem steht für mich fest:
Wahre Liebe ist es, wenn du deinen Partner so liebst wie er ist und nicht den Wunsch hast, ihn zu verändern. Denn du liebst alles an ihm, du akzeptierst seine Schwächen aber du siehst überwiegend das Gute in ihm (anfangs natürlich auch nur das Gute - rosa Brille und so).

Lass mal was von dir hören, wie isses weiter gegangen?
Gibts Neuigkeiten?
Was macht die Ausbildung? kommst du zurecht?


Mir geht's gerade so lala, mal läuft es gut für ein paar Stunden, v.a. wenn ich etwas zu tun habe.
Dann aber gibt es Stunden oder Tage, in denen ich total zwiegespalten bin, die gemeinsame Zeit vermisse, mich alleine fühle aber auch bereue das Ganze nicht früher beendet zu haben, sondern mich selbst mit dem ganzen Mist so belastet zu haben.
Dann wiederum fühle ich mich dennoch schlecht ihn jetzt so sich selbst überlassen zu haben.
Er hat natürlich bei keinen anderen Kliniken angerufen und war auch nicht beim Sozialamt, soweit ich weiss.
Er ging aber wohl immer dienstags zu dieser Klinik wo er auf die Aufnahme wartet und nächste Woche wohl ist die Urinkontrolle und wenn die negativ ist, wird er am Donnerstag aufgenommen.
Ich persönlich glaube nicht wirklich daran, wenn dieses "bla bla nächste Woche" hatten wir ja schon mehrmals.

Nächste Woche wird sein Vater operiert, das belastet ihn ziemlich.

Wir haben uns seit der Trennung nicht mehr gesehen, nur ab und zu getextet.

Ich gehe weiterhin zur Schule aber mir fehlt irgendwie die Motivation, keine Ahnung, was ich letztendlich mit der Ausbildung wirklich anfangen kann/werde.
Als ich damit anfing dachte ich, es würde sich so einiges verändern, ich bekäme eine Perspektive, täte endlich das, was ich gerne tue, worin ich einen Sinn sehe, treffe auf Gleichgesinnte aber nichts da.
Trotzdem ist es besser als es vorher war, bevor ich die Ausbildung anfing.
Eimal die Woche arbeite ich ehrenamtlich bei der Tafel, die Arbeit macht mir Spaß aber die Kollegen sind eher unterirdisch aber sei's drum...

Du hattest von deiner wahren Liebe bzw dem, was du darunter verstehst geschrieben, betrifft das aber such negative Dinge an dem Partner, die dir schaden würden?
Kann man dann noch von Liebe sprechen?
Ist diese Liebe immer selbstlos ,auch wenn sie schadet?!
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Soltau
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1622

BeitragVerfasst am: 25. Jun 2017 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

scrabble hat Folgendes geschrieben:

Ist diese Liebe immer selbstlos ,auch wenn sie schadet?!


Liebe schadet nicht, sie bereichert.
Falls bezogen auf deinen Ex, kannst du ihn weiter lieben und ihm einen Platz in deinem Herzen widmen;
Liebe bedeutet nicht Selbstaufgabe, Liebe ist frei, jeder entscheidet ob er mit dem anderen Will und Wollen bedeutet Dazutun.
Du darfst es dir ruhig Wert sein, liebevoll dir selbst gegenüber eine Beziehung auf Augenhöhe zu leben.

Mach dir nicht so viel Kopf um "ihn" - du hast so viel eingebracht. Er hat selbst gewählt.
Schau nach vorn, auf dein eigenes Leben.

Soltau
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Haschgetüm
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2392

BeitragVerfasst am: 27. Jun 2017 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Naja letztlich habe ich mich von meinem Ex getrennt, damit ich clean werden konnte. Wir haben uns kennen gelernt, als wir beide noch fröhlich und munter konsumierten - und während er das heute noch gerne macht, hat es mich krank werden lassen. Ich musste mich trennen um den Absprung von den Drogen zu schaffen, aber das hatte ja nichts mit ihm zu tun. Ich konnte mich da einfach nicht abgrenzen und kann es heute noch nicht. Ich würde nicht in einer Wohnung leben wollen, in der Drogen sind, also kommt eine Beziehung nicht in Frage.

Ich musste das für mich machen, denn ich selbst bin wichtiger als meine Liebe zu jemand anderem. Und glaub mir, dass ist mir sehr schwer gefallen.
Aber letztlich liebe ich ihn heute noch, auch wenn ich nicht mehr mit ihm zusammen sein will.
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Haschgetüm
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2392

BeitragVerfasst am: 27. Jun 2017 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ne kleine Ergänzung.
Nein ich denke nicht, dass ich eine Person lieben könnte, die mir Schaden zufügt.
Jemanden der mich hintergeht zum Beispiel.
Die Liebe die ich meine, basiert auf einer Art Grundvertrauen in diesen Menschen.
Ich halte ihn einfach für einen durch und durch guten Menschen.
Ich weiß natürlich auch, dass er Schwächen hat, manche Dinge nerven mich, zum Beispiel seine Sturheit, aber nichts was er gesagt oder getan hat, hat mir je geschadet.

Das einzige was mir geschadet hat, war MEIN Drogenkonsum, und leider konnte ich erst nach der Trennung damit aufhören.
Aber dafür kann ich ihn nicht verantwortlich machen, denn das Problem bestand schon vor unserer Beziehung.
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scrabble
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 30.03.2014
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 28. Jun 2017 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist etwas passiert.

Gestern war er wieder bei der Klinik, die UK wurde gemacht, negativ.
Also hat er für morgen! die Aufnahmebestätigung bekommen. Very Happy
Ich freue mich so sehr!

Er kann es irgendwie noch gar nicht realisieren.
Auch, weil sein Vater gestern operiert wurde, leider mit schlechtem Resultat. Die Diagnose ist doch sehr viel schlechter als vermutet, daß hat ihn fertig gemacht.
Auch, dass er nichts tun kann und weit weg ist.

Ich hoffe, dass sein Vater es schafft, bis er mit der Therapie durch ist und er hinfahren kann ihn zu sehen.
Sein Vater trinkt seit vielen, vielen Jahren immer wieder mal und wahrscheinlich hat das mit der Diagnose zu tun, ich hoffe vielleicht erkennt er, wie schlimm eine Sucht enden kann, nicht nur für einen selbst auch für alle anderen um einen herum.

Ich bin sehr happy und sehe ihn heute Abend nochmal, um ihn zu verabschieden.
Er wird wohl 6 Monate weg sein.
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Soltau
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1622

BeitragVerfasst am: 28. Jun 2017 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

scrabble hat Folgendes geschrieben:
Es ist etwas passiert.

Gestern war er wieder bei der Klinik, die UK wurde gemacht, negativ.
Also hat er für morgen! die Aufnahmebestätigung bekommen. Very Happy
Ich freue mich so sehr!

Er kann es irgendwie noch gar nicht realisieren.


Und was soll da jetzt so begeisternd dran sein bzw. weshalb verabschiedest du dich von ihm, damit das Dilemma von vorne angeht. Ich vermute, du hängst eine Traumvorstellung von ihm nach, die es gar nicht gibt.

Alles Gute

Soltau
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2025

BeitragVerfasst am: 28. Jun 2017 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

also es ist ja schon was positives, dass er ne negative UK abgeben konnte und für morgen die Aufnahme hat.
Du solltest Dir halt nur nicht allzu viele Hoffnungen machen, dass sich jetzt grundlegend was ändert...erst mal muss er in Therapie ankommen und dann auch noch durchziehen, es gibt ja nicht gerade wenige Abbrüche.
aber es ist zumindest ne Chance, viel Glück für euch!
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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2392

BeitragVerfasst am: 29. Jun 2017 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

scrabble hat Folgendes geschrieben:


Ich bin sehr happy und sehe ihn heute Abend nochmal, um ihn zu verabschieden.
Er wird wohl 6 Monate weg sein.


Und, wie war die Verabschiedung? Wink
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scrabble
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Anmeldungsdatum: 30.03.2014
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 29. Jun 2017 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

Soltau hat Folgendes geschrieben:
scrabble hat Folgendes geschrieben:
Es ist etwas passiert.

Gestern war er wieder bei der Klinik, die UK wurde gemacht, negativ.
Also hat er für morgen! die Aufnahmebestätigung bekommen. Very Happy
Ich freue mich so sehr!

Er kann es irgendwie noch gar nicht realisieren.


Und was soll da jetzt so begeisternd dran sein bzw. weshalb verabschiedest du dich von ihm, damit das Dilemma von vorne angeht. Ich vermute, du hängst eine Traumvorstellung von ihm nach, die es gar nicht gibt.

Alles Gute

Soltau


Eh? Warum ich mich verabschiedet habe?
Na, weil man sowas macht, wenn ein Mensch, der einem wichtig ist, über eine längere Zeit weg ist.

Ich habe ihn umarmt, alles gute gewünscht und viel Kraft.

Ich hab da jetzt nicht rumgeheult oder ein Drama aufgeführt, ich bin ja froh, dass er dort ist.

Aber natürlich ist mir klar, dass es sein kann, dass er abbricht. Wenn er dass macht, ist das sein Ding und seine Entscheidung. Meine Konsequenz wäre, dass es keine folgende Beziehung geben kann/wird. Punkt.
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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2392

BeitragVerfasst am: 29. Jun 2017 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Die Frage die sich mir da aufdrängt:
Unter Welchen Bedingungen kann diese Beziehung für dich weitergehen?
Wäre die Bedingung das er clean wird? Das er die Therapie durchzieht? Das er verspricht ehrlich zu sein?
(mal so als Beispiele)
Was genau wäre dir denn wichtig?
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Soltau
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Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1622

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2017 07:25    Titel: Antworten mit Zitat

scrabble hat Folgendes geschrieben:

Eh? Warum ich mich verabschiedet habe?
Na, weil man sowas macht, wenn ein Mensch, der einem wichtig ist, über eine längere Zeit weg ist.

Ich habe ihn umarmt, alles gute gewünscht und viel Kraft.

Ich hab da jetzt nicht rumgeheult oder ein Drama aufgeführt, ich bin ja froh, dass er dort ist.

Aber natürlich ist mir klar, dass es sein kann, dass er abbricht. Wenn er dass macht, ist das sein Ding und seine Entscheidung. Meine Konsequenz wäre, dass es keine folgende Beziehung geben kann/wird. Punkt.


Ich dachte scrabble du hättest dich bereits von ihm getrennt.
Habe ich das falsch verstanden? Er könnte dich sonst nicht für voll nehmen nach der Abschiedsaktion.
Dann ist das also so, dass du nun erstmal wartest was er weiterhin macht.

Gruß
Soltau
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