30 Tage Substirezept

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Goldmund
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 18.05.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 22. Jun 2017 23:54    Titel: Verloren nach langjähriger Substitution Antworten mit Zitat

Du sprichst genau das an, was mir seit Monaten durch den Kopf geht, Quasimodus.

Zitat:
Ich finds bloss schade, mit welcher Selbstverständlichkeit das Zeug heutzutage unters Volk gebracht wird und wie verdammt hart so ein Methaentzug ist.
Das was man vom Leben verpasst hat, sieht man meist erst dann, wenn man den Entzug hinter sich hat,


Ich bin seit ca. 15 Jahren hoch substituiert mit Methadon. Nachdem ich mein Leben wieder rein organisatorisch schön auf Reihe gebracht habe, könnte ich jetzt eigentlich den Entzug anpacken. Ich fühl mich mit dem Methadon gar nicht mehr wohl, ich finde mich nämlich selbst nicht mehr.

Ich war bis zur Hälfte meines Lebens ein aktiver, lebenslustiger Mensch, bis mich das unvergleichliche Gefühl des Heroinkicks alles vergessen ließ. Ich bin dann sehr schnell auf Methadon umgestiegen. Und wie du sagst, es ist erstaunlich, wie leicht man das bekommt und wie schnell man auch hochdosiert wird.

Jetzt schaue ich mit Sehnsucht auf all die Dinge, die früher abgelaufen sind, z.B. lange draußen sitzen an Sommerabenden, Schwimmbad, Grillabende mit Freunden etc. Ich finde keinen Bezug mehr zu alten Freunden, mich langweilt das alles. Eigentlich gibt es nichts mehr, das mir wirklich Freude macht, wenn ich kein Methadon habe.

ich sehe mit unverständlichem Staunen, wie streng man die Abgabe von Ersatzsuchtmitteln handhabt, aber wie wenig Gefallen man den opitalabhängigen Leuten mit dem Methadon gemacht hat und wie gedankenlos man über Jahre hinweg damit versorgt wird. ES kann nicht das Ziel sein, die Leute wieder in Arbeit und bürgerliches Leben zu bringen. Es müsste viel weiter gehen. Ich jedenfalls komme allein jetzt nicht mehr weiter.

Geht es jemandem ähnlich wie mir?
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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3057

BeitragVerfasst am: 23. Jun 2017 01:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ja was denn nun? Jahrelang war Vorgabe bei der Substi: Dosis reduzieren, spätestens nach 5 Jahren sollte Schluß sein...
Ergebnis: Gequirlte Sch..., BK ohne Ende, ständige Beschwerden über den gräßlichen Zwang, abgebrochene Entgiftungen, gescheiterte Therapien, “kann ich bitte bitte wieder in Substi?“
Es kommt immer darauf an, was IHR aus einer Substi macht!
6(!) abgebrochene Entgiftungen seit Jahresanfang, oder dauernde Dosisreduktionsversuche mit regelmäßig ansteigendem BK...
Mal zur PSB gehen und das mit denen besprechen? Wozu?

Niemand wird in eine Substitution gezwungen... oder wollt ihr wieder die strengen Regeln von früher?

LG

Praxx
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 23. Jun 2017 08:50    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
Niemand wird in eine Substitution gezwungen... oder wollt ihr wieder die strengen Regeln von früher?

Ja, Praxx, die Zahl derer, die glauben, daß die Substitution ihnen alles abnimmt und den Weg ins Paradies weist, ist hoch.
Eigenverantwortung ist bei der Mehrzahl der Junkies kleingeschrieben.
Und wenn was nicht paßt, ist der Doc schuld.
Wobei man auf der anderen Seite sagen muß, daß es schon Docs gibt, die es einem unmöglich machen, eigenverantwortlich zu handeln. ZB jene, die sagen Abdosieren findet nicht statt. Das wird den Herrschaften zu kompliziert. Damit haben sie aber den Beruf verfehlt ...
Cheers
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musikera
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 07.11.2013
Beiträge: 925

BeitragVerfasst am: 26. Jun 2017 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke wenn einer mit dem Metha kein " Leben " mehr hat ist er hochdosiert,und hat noch andere Baustellen.
Auf der Nadel in Gosse auf Turkey ohne Fett auf der Scene rumrennen mit Alkfahne oder Tabs verpeilt...dann lechzen nach METHADON und nach einigen Jahren dann wieder unzufrieden sein, mit Metha.

Gott oh Gott...die Älteren werden es noch kennen: NICHTS gab es bei Ärzten außer eine Überweisung zur Klapsenentgiftung...

Ich geb PRAXX recht.

Ich komme klar mit dem Substitut. Spiele in einer Band, tanze im Verein, hab soziale Kontakte und gurke in Spanien rum und freue mich nicht mehr auf der Gasse rumzuhängen...

Alles wegen Substitution.

Danke dafür.

Irgendwann werd ich aufhören...oder auch nicht...Rauchen hab ich seit drei Jahren aufgegeben. Kaffee auch...Ernährung geht Richtung Veggie ...

Mir geht's gut, hab nen Job und nächstes Jahr einen neuen Doc ( der mich kennt ) und mir jetzt schon das 30 Tage Rezept in Aussicht stellte.

Es gibt solche und solche.

Sei er froh Metha zu haben und nicht den Arsch nem Grünen Politiker hinstrecken zu müssen...hahaha

Bis denne
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MausiMaus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 2148

BeitragVerfasst am: 27. Jun 2017 00:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, musikera,

ich freue mich sehr mit dir, dass du es geschafft hast,

wieder in einer Band zu spielen !

Erinnere mich noch, wie du mal gesagt hast, dass es dir leid

tut, dass deine Gitarre in der Ecke versauert und verstaubt...

...und alles andere freut mich auch, hört sich gut an...

grüsse,


Karin
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musikera
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 07.11.2013
Beiträge: 925

BeitragVerfasst am: 27. Jun 2017 06:37    Titel: Antworten mit Zitat

MausiMaus hat Folgendes geschrieben:
Hallo, musikera,

ich freue mich sehr mit dir, dass du es geschafft hast,

wieder in einer Band zu spielen !

Erinnere mich noch, wie du mal gesagt hast, dass es dir leid

tut, dass deine Gitarre in der Ecke versauert und verstaubt...

...und alles andere freut mich auch, hört sich gut an...

grüsse,


Karin


Hallo Mausi

Man sollte etwas aus der Situation in der man ist machen.
Jeder hat auch mal schlechte Tage, auch nichtsubstituierte.
Vor allem versuchen das Substitut nicht über alles zu stellen sondern es einfach am Morgen einnehmen und fertig und dann nicht mehr an Drogen und so typisches Geraffel mit Scenecharakter zu denken.

Geht nicht von heute auf morgen aber irgendwann sollte es klappen. Immer den Helm voll dröhnen ist Vergangenheit. Jetzt zählen andere Sachen.

Danke für Deine lieben Worte.

Gruß aus dem Schwarzwald
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Quasimodus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1507

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2017 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es kommt immer darauf an, was IHR aus einer Substi macht!


Das sagen die Ärzte.

Es heisst ja nicht umsonst Betäubungsmittel, und mit dem Metha/Pola was auch immer wird in 1. Linie die Diagnose Sucht behandelt.
Ich kenne kaum jemanden, auf den nur eine Diagnose zutrifft, meistens kommen noch Persönlichkeitsstörungen, ich würde sogar sagen unter langjähriger Substitution komplette Wesensveränderungen hinzu.
Depression, Borderline, Schizophrenie, Ängste etcpp. welche auch wieder mit fragwürdigen Medis aus der AD und Neuroleptika Gruppe behandelt werden, im schlimmsten Fall durch Benzos und/oder Lyrica.
Gerade bei Frauen ist der Anteil an Lyricamissbraucherinnen schon erschreckend hoch, da reicht eine herkömmliche Therapie nicht aus, um zu integrieren.
Da kommt dann unterm Strich ein Mix bei raus, wo man nicht mehr in der Lage ist ein KFZ zu führen, geschweige denn klar zu denken oder am sozialen Leben teilzunehmen.
Allein der Satz "ich bin im Methaprogramm" reicht schon aus, um vielerorts abgestempelt zu werden, wie die Juden damals mit ihrem Stern.
Dann heisst es immer wir und die Normalos, Schwachsinn eigentlich, aber so denken viele.

Man fühlt sich ausgegrenzt, wenn die eigene family sich dann noch von einem abwendet, dann gute Nacht.
Wo geht man dann hin ?
Zu Leuten, denen es ähnlich beschissen geht, auf die scene wo konsumiert wird, Gründe dazu gibts genug ( siehe oben).

Alkohol als eine der leicht verfüglichen harten Drogen schädigt zusätzlich noch die Organe und das Immunsystem, man ist polytox, und in dem Zustand eine Arbeit gewissenhaft zu erledigen ist bullshit.

Wenns nur das Substitut alleine wäre, schon schwer genug, aber was dieser ganze Giftcoctail, den viele täglich in sich reinschütten anrichtet, seelisch, hat das schonmal wer unter die Lupe genommen ?

Ich bin auch dafür, die Länge der Substiprogramme zu begrenzen und den Menschen noch einen Anreiz zu geben, auszusteigen und nochmal neu anzufangen.
Wer hätte Anfang der 90er gedacht , dass es Leute gibt die mittlerweile 25Jahre am Stück auf Methadon sind und mir erzählen wollen sie hätte nix von ihrer Lebensqualität eingebüsst.
Da muss man halt individuell entscheiden, aber es ist ja inzwischen soweit gekommen, dass Substituierte erstmal ein mächtiger Wirtschatfsfaktor geworden sind, ich möchte nicht wissen wieviel Liter von dem Zeug Tag für Tag bundesweit über Ärzte - und Apothekentresen gehen.

So Ende der 90er/ Anfang 2000er bestand noch Hoffnung, man wollte helfen die Leute aus dem ewigen dreckigen Sumpf rauszuholen.
Was sich jetzt eingeschlichen hat ist, dass sich viele Ärzte, Sozialarbeiter usw mit den Gegebenheiten abfinden, wer den Absprung nicht schafft, selber Schuld.
Ist ja auch so verdammt, verdammt harte Entscheidung.
Und diese über Jahre immer und immer wieder so treffen.
Klaro, letztendlich liegt es an einem selbst

In Österreich darf man nur noch auf Entgiftung, wenn man danach ne Therapie macht, da frage ich jetzt, ist das ein Schritt in die richtige Richtung oder auch nur eine Verzweiflungstat von Krankenkassen und Rehaträgern ?

Polamidon/Metha war mal ein guter Ansatz, aber es macht auch verdammt abhängig, schlimmer als Heroin.
Seitdem wir Patienten oft und nicht überall nur noch Nummern ohne Lobby sind, da kann ich verstehen , dass sich etliche vollends aufgegeben haben.
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2017 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Quasimodus hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Es kommt immer darauf an, was IHR aus einer Substi macht!


Das sagen die Ärzte.

Da hat Praxx aber recht.

Der Haken ist der, daß es immer welche gibt, die alles bis zum Exzess ausnützen. Darunter leidet die "Allgemeinheit" der Substituierten natürlich.
Aber auf der einen Seite beanspruchen so gut wie alle für sich, daß sie doch voll auf der Höhe seien und sehr gut selbst wissen, was gut für sie sei. Auf der anderen Seite sollte der Doc dann auch noch darauf achten, daß seine Patienten ja möglicherweise psychische Schäden davontragen.
Zum Teil durch die Medikation selbst, das ist richtig, aber eben nur in Teilen, kleinen Teilen. Metha/Pola weichen längerfristig das Hirn auf, sagen Betroffene. Der Eindruck bestätigt sich bei vielen auch von außen.
Selbst wenn derselbe Doc noch Psychopharmaka verschreibt, bleibt wieder nur ein Bruchteil der Betroffenen übrig, der nicht zusätzlich noch weiß der Kuckuck was konsumiert.
BK wird verneint, sogar mit künstlichem Urin.
Was soll der Doc da machen ? Sagt er, wenden Sie sich mal an den Kollegen Sowieso, der ist Psychiater, muß er froh sein, nicht beschimpft zu werden.
Bleibt der Versuch, Vertrauen aufzubauen - das ist angesichts des Umfeldes an "Kollegenschaft" nicht einfach und langwierig, den Vertrauensvorschuß gibt's nicht mehr, den haben Andere schon vor langer Zeit mißbraucht - und offen zu reden.
Dazu gehört aber auch, daß man mal etwas annimmt, was der Doc sagt, daß man aktiv daran mitarbeitet, daß es einem stabil gut geht. Vielleicht hat er ja doch gelegentlich recht. Von Medizin hat er zumindest mehr Ahnung ...
Klar, daß es den idealen Arzt kaum gibt. Aber man kann es ja versuchen, selbst ist man ja auch nicht zwangsläufig gleich der Idealpatient Wink
Ich habe gute Erfahrungen gemacht, sehr gute sogar. Und ich kenne eine ganze Reihe von Leuten, die zu ihrem Substi-Arzt wie zu einem guten Bekannten auf einen Tratsch gehen. Davon hört man nie, denn was geschmiert läuft, macht keinen Lärm. Gibt's aber und ich kann jedem nur empfehlen, es mal zu versuchen.
Aber Achtung ! Aus Mißtrauen Vertrauen zu machen, das geht nicht von heute auf morgen ! Da und dort wird's gar nicht gehen. Trotzdem, probieren geht über studieren, sagt man.
Cheers
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MissElly
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 424

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2017 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenn mich Substitution kaum aus. Ich war ne Kifferin und habe irgendwann dazu noch tgl. Amphetamin und am Wochenende alle sonstigen Partydrogen und Koks konsumiert. Ich war das was viele vielleicht als ne verwöhnte Göre aus gutem Hause die sich langweilt bezeichnet hätten. Natürtlich bullshit, hinter meinem Konsum steckte wie bei den meisten weitaus mehr.
Ich war dann recht lange clean. Letztes Jahr Rückfall. Und da kamen dann Opioide dazu. Hauptsächliche niederpotente, meistens Tilidin, mal Tramal, DHC, ne Oxy kam auch schon mal vor.
Mittlerweile bin ich drauf auf den ganzen Pillen und Tropfen.
Was mich irgendwie schockte. Vor kurzem war ich einem Zentrum für Suchterkrankungen, da ich aus dem Mist wieder raus will. Hatte da ein Gespräch mit einem Psychiater. Er erklärtr mir dann was es alles für Möglichkeiten gibt um zu entziehen. Zum Schluß meinte er dann, man könnte aber auch erstmal substituieren mit Pola z.B. Bitte was?!
Was ist das ist denn für ein Quatsch oder versteh ich da was nicht. Wollen die, die Leute erst richtig drauf bringen oder wie? Ich mein ich habe ein Problem mit Tilidin, was im Vergleich zu Pola doch nen Fliegenschiss ist,oder? Ich habe nen Job, bin sozial gut integriert und all den Kram. Warum da bitte substituieren?!
Also ich fand's krass das mir das vorgeschlagen wurde.Wollte ich nur mal los werden...

Liebe Grüße an alle
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2017 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

MissElly hat Folgendes geschrieben:
Also ich fand's krass das mir das vorgeschlagen wurde.

Das ist unverantwortlich bis zum Anschlag ! Solche "Docs" sollte man schleunigst aussortieren, sie sind eine Gefahr für die Menschheit !
Leider ist es kein Einzelfall, es gibt viele Beispiele für Ähnliches. Leider ...
MissElly, Du scheinst stark zu sein, wirst es auch ohne "Substitution" schaffen und kannst dann umso stolzer auf Dich sein, weil Du noch stärker aus dem Ganzen hervorgehst.
Alles Gute dazu.
Cheers
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Cariote
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 1044

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2017 18:07    Titel: Antworten mit Zitat

Kommst du aus Österreich oder Deutschland? Welches Bundesland?
Vll würde dir das angeboten weil eine Substitution mit Tillidin nicht erlaubt ist?
Wahrscheinlich würdest du nur ganz wenig Pola bekommen. Vll 10mg? Ich könnte deine Dosis umrechnen per Opioidumrechnungstabelle.

Warum hast du mit Opiaten begonnen? Reichte das andere nicht mehr?
LG Caro
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MissElly
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 424

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2017 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich komme aus Deutschland, ziemlich westlich dort. Mehr mag ich hier nicht preisgeben.
Keine Ahnung, ich habe gar nicht groß nachgefragt,was der genau Grund dafür wäre und wie das von statten laufen würde, weil es für mich einfach keine Option ist.

Ich weiß nicht ob es erlaubt ist oder nicht. Ich meine aber mal gehört zu haben, das Leute wegen Tili oder sogar Tramaldol substituiert wurden. Vielleicht vertue ich mich aber auch.

Ja warum habe ich mit den Opiaten begonnen. Mein Rückfall hatte ich primär mit Amphetamin. Früher habe ich zum runterkommen gerne mal einen gekifft. Kiffen bekommt mir aber nicht mehr. Naja immer nur Upper war zu anstrengend, dann hab ich mal zum rinterkommen oder chillen Benzos genommen. Irgendwann kam ich zufällig an Tilidin, habe mi h damals in einer sehr stressigen Phase befunden und leicht depressiv war ich auch. Und da kam mir die Wirkung vom Tilidin so was von gelegen. Tja und ich war ziemlich leichtsinnig und habe es recht schnell tgl. genommen weil es mir einfach totale Erleichterung verschafft hat.So lam eines zum anderen
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Freder
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Anmeldungsdatum: 09.07.2016
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 4. Sep 2017 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Muss hier auch die Ärztezununft in schutz nehmen. Gut ich war bisher nur bei einem (seit 2 jahren +-).
Kann nichts schlechtes sagen. Wenn ich nen Termin will bekomm ich einen und es wird auch noch so etwas gequatscht. Wie gehts im Beruf? War der Umzug stressig? Ich habe erst versucht abzudosieren hat nicht geklappt also zurück zur Erstdosis. Im Frühling mit neuem Tatendrang wollte ich wieder abdosieren anfangen und Arzt machte es mit. Kam viel dazwischen in dem Jahr und das abdosieren nicht voran wie eigentlich geplant also im Herbst wieder auf Urzustand. Ich kann im Winter einfach nicht abdosieren bin eh schon depri genug wenns die ganze Zeit nur grau in grau ist. Arzt hats mir nicht krumm genommen und die Helferinnen auch nicht. Bin jetzt erstmal auf meiner Dosis geblieben und war bis auf einmal am Anfang nie BK auffällig (heisst nicht das ich keinen hatte heisst nur das ich ihn gut getimet habe). Aber selbst mein BK is an einer Hand ab zu zählen und da rechne ich kiffen, Alkohol und alles andere mit rein! Selbst wenn ich jetzt einen BK beim pissen hätte denke ich nicht das ich mein TH gestrichen bekommen würde solange ich nur mit der Wahrheit ankäm und nicht versuche eine ach so glaubwürdige Ausrede zu haben.
Allerdings sind bei uns auch ein paar Kandidaten recht jung wo ich mich frage ob es nicht evtl. doch einen besseren Weg gegeben hätte.
Aber nur mal so als Nebengedanken mal die Mühe gemacht sich die Sache von der anderen Seite anzuschauen? Wegen der Bezahlung macht der Arzt des wahrscheinlich nicht da gäbs sicher einfachere Methoden. Dafür aber ständig mit Gesocks rumägern müssen das dir mit ner Fahne 2km gegen Windrichtung sagt er sei nüchtern und das Gerät müsse sich irren. Oder das die Nachbarn dumm schaun wenn beim Deal vor der Praxis alles aufm Boden landet weil die Deppen es nicht auf die Reihe bekommen sowas woanders zu machen? Irgendwann sind die Ärzte wie Lehrer und resignieren einfach. Nur wenige stehen sowas lange durch und stehen nach 10 Jahren noch genau so eifrig da wie am Anfang.
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Marle
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1316

BeitragVerfasst am: 5. Sep 2017 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich mein ich habe ein Problem mit Tilidin, was im Vergleich


Ich habe Mitte der 90er einen Tilidin Entzug gemacht. War dazu vier Wochen (kann auch länger gewesen sein) in einer Schmerzklinik. Wenn ich mich noch richtig erinnere, bekam ich als Ausschleichhilfe Benzodiazepin um ruhiger zu werden.
Der Entzug war schlimmer, als der von Alkohol.
Irgendwann spürte ich tatsächlich Schmerzen bis in die Haarspitzen und in Körperteilen, von denen ich bislang keine Kenntnis hatte Very Happy

Aber es ist machbar. Das Problem: Mit was soll man ein Schmerzmittel ausschleichen. Die Grunderkrankung ist ja trotzdem vorhanden.

Glücklicherweise haben die Ärzte für mich eine Lösung gefunden. Ist aber sehr individuell.
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Leviathan
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 30.03.2013
Beiträge: 981

BeitragVerfasst am: 7. Sep 2017 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

MissElly hat Folgendes geschrieben:
Ich komme aus Deutschland, ziemlich westlich dort. Mehr mag ich hier nicht preisgeben.
Keine Ahnung, ich habe gar nicht groß nachgefragt,was der genau Grund dafür wäre und wie das von statten laufen würde, weil es für mich einfach keine Option ist.

Ich weiß nicht ob es erlaubt ist oder nicht. Ich meine aber mal gehört zu haben, das Leute wegen Tili oder sogar Tramaldol substituiert wurden. Vielleicht vertue ich mich aber auch.

Ja warum habe ich mit den Opiaten begonnen. Mein Rückfall hatte ich primär mit Amphetamin. Früher habe ich zum runterkommen gerne mal einen gekifft. Kiffen bekommt mir aber nicht mehr. Naja immer nur Upper war zu anstrengend, dann hab ich mal zum rinterkommen oder chillen Benzos genommen. Irgendwann kam ich zufällig an Tilidin, habe mi h damals in einer sehr stressigen Phase befunden und leicht depressiv war ich auch. Und da kam mir die Wirkung vom Tilidin so was von gelegen. Tja und ich war ziemlich leichtsinnig und habe es recht schnell tgl. genommen weil es mir einfach totale Erleichterung verschafft hat.So lam eines zum anderen


Hi MissElly,
dein Werdegang kommt mir so bekannt vor. Mein Einstieg in Opis erfolgte auch über Tilidin. Zu jener Zeit war das "flüssige" noch nicht Btm-Rezeptpflichtig. Ein Jahr später dann schon. Natürlich war es ein Trugschluss, Depris mit Tili zu "bekämpfen". Die Euphorie damals auf Tili war aber gewaltig und die Depris sofort weg.

Bin dann über längeren Konsum von Bupre, das ich mir "schwarz" besorgte, endgültig drauf gekommen und in die Substi mit Subu gegangen. Einen Menschen, der auf Trama oder Tili klebt, mit Metha/Pola therapieren zu wollen, halte ich für vorsätzliche Körperverletzung!

LG der Leviathan
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