Substitol, retadiertes Morphin

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C21H23NO5
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.11.2010
Beiträge: 220

BeitragVerfasst am: 16. Feb 2018 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Quasimodus hat Folgendes geschrieben:
Ich hab auch mal verdeckt abdosiert, von 15mg Pola.
Am Tag als das erste mal nur Wasser im Becher war, brauchte ich garnicht fragen, ich wusste, die null steht.

Mein ganzer Stoffwechsel begann sich umzustellen, ich habs einfach genau gewusst, das kein Tropfen Pola mehr drin war, dazu noch der psychische Abturner, ich hab dann spasseshalber nachgefragt, und genau so war es.

1. Nulltag.

Das verdeckte abdosieren hätte ich mir auch sparen können und habs danach auch nie wieder gemacht.


eben. man merkt es einfach. alleine schon wenn man morgens wach wird und sich nach der Einnahme nichts am Befinden verändert
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musikera
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Anmeldungsdatum: 07.11.2013
Beiträge: 925

BeitragVerfasst am: 16. Feb 2018 23:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann mir vorstellen das es bis, sagen wir 20 mg , ginge, verdeckt abzudosieren. Dann müssen aber einige Parameter stimmen.
Vor allem muss in kleinsten fast mikroskopischen Dosen verringert werden.

Irgendwann aber wird das Metha ( ich bezieh es NUR auf Metha ) aber nicht mehr die nötige Zeit wirken. Ich hab das selber schon erfahren. Obwohl am morgen das Metha andockte und ich arbeiten konnte war aber gegen Nachmittag der Affe im Anmarsch und es musste dann überbrückt werden. Ich hatte damals noch Connection zu Codein. Am Ende war ich auch noch auf Codis.

Bei verdeckter Abdosierung würde ja spätestens jetzt ein Rückfall winken.

Vielleicht könnte man die 20 mg splitten und initial 15 mg geben um dann Nachmittags die restlichen 5 mg nachzuschieben.

Alles aber kompliziert und heimlich ohne das der Patient etwas merkt nicht möglich.

Ich bezweifel die Story die Praxx sagte.

@ ROCK , mein Opa war im WK 1. und 2. und war bis zu seinem Tod Morphinist.
Ein Geschenk des Krieges. Er bekam bis Anfang 80 er Stoff verschrieben.
Ich weiß das Mutter sagte das er den Entzug nie schaffte.
Bei Veteranen ging es aber nicht um Metha sondern um Morph. bzw. Temgesic usw. Auch Opa war erfolgreich im Beruf. Er war noch preußisch erzogen und hatte Tugend und hohe Moralwerte. Krank feiern gab es nicht. Ich erinnere mich wieder morgens lange vor dem Spiegel stand und sich penibel den Saitenscheitel zog und die Krawatte band. Irgendwie ist das nicht mit heutigen Süchtigen zu vergleichen .
Diese Generation gehörte ja auch nicht einer Subkultur an die kriminalisiert wurde und im Untergrund agierte. Die Ärzte beschafften Nachschub. BTM Rezepte gab es damals noch keine. Alles war noch locker. Die Ärzte waren meist auch im Krieg oder hatten Erinnerungen daran.

Ich sag ja:
Es muss dringend ein Stufensystem her. Extreme Junkys die aussteigen werden anders behandelt als
Substituierte die seit Jahren keinen Beikonsum haben, Arbeit und soziale Bindungen. Solchen könnte man vom Arzt befreien und sie ihre Medis direkt in der Apo holen lassen. Einmal im Quartal zur Arztvorstellung. Ähnlich wie bei der Konsilarius Methode.

Saluti
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Quasimodus
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1599

BeitragVerfasst am: 17. Feb 2018 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Diese Generation gehörte ja auch nicht einer Subkultur an die kriminalisiert wurde und im Untergrund agierte. Die Ärzte beschafften Nachschub. BTM Rezepte gab es damals noch keine. Alles war noch locker. Die Ärzte waren meist auch im Krieg oder hatten Erinnerungen daran.


Eben.
Die Kriminalisierung einer Krankheit ist in unsererem doch so "offen-toleranten" Staat schon ein Hammer an sich.
Ich wollte zB Nachbarschaftshilfe machen, für Senioren Erledigungen/Arztbesuche begleiten etc.
Das erste was die Frau von der Caritas mich fragte war : " Wir brauchen ein Führungszeugnis von Ihnen und das möglichst (sofort).

Damit kann ich nicht dienen, sagte ich, schon war es ein Job weniger, den ich machen kann.
Ich krieg z ZT. EU Rente, und da kommt nicht gerade viel Bares rüber.
So ein Führungszeugnis brauchst du doch heute für jeden Bananenkistenpackerjob, das turnt natürlich ab.

Klar , ist mein Verschulden, aber wo soll das alles hinführen.
(Ex) Junkies, die sich engagieren wollen, werden sozusagen schlecht gemacht von Leuten, die es immer noch nicht begriffen haben, dass sie durch ihr Verhalten, wie alten Omis die Handtasche zocken usw allen schaden.
Das Wort Substitution ist doch eh schon so mit Mist bekleckert, das musst du untern Tisch kehren, aber dann erklär mal, warum du jeden Tag kurz zum Arzt musst.
Immer diese Lügnerei, das nagt irgendwann an der Psyche, je mehr Jahre du damit zu tun hast.
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rock
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 17. Feb 2018 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

musikera hat Folgendes geschrieben:

Ich bezweifel die Story die Praxx sagte.

@ ROCK , mein Opa war im WK 1. und 2. und war bis zu seinem Tod Morphinist.
Ein Geschenk des Krieges. Er bekam bis Anfang 80 er Stoff verschrieben.
Ich weiß das Mutter sagte das er den Entzug nie schaffte.
Bei Veteranen ging es aber nicht um Metha sondern um Morph. bzw. Temgesic usw. Auch Opa war erfolgreich im Beruf. Er war noch preußisch erzogen und hatte Tugend und hohe Moralwerte. Krank feiern gab es nicht. Ich erinnere mich wieder morgens lange vor dem Spiegel stand und sich penibel den Saitenscheitel zog und die Krawatte band. Irgendwie ist das nicht mit heutigen Süchtigen zu vergleichen .
Diese Generation gehörte ja auch nicht einer Subkultur an die kriminalisiert wurde und im Untergrund agierte. Die Ärzte beschafften Nachschub. BTM Rezepte gab es damals noch keine. Alles war noch locker. Die Ärzte waren meist auch im Krieg oder hatten Erinnerungen daran.

Ich sag ja:
Es muss dringend ein Stufensystem her. Extreme Junkys die aussteigen werden anders behandelt als
Substituierte die seit Jahren keinen Beikonsum haben, Arbeit und soziale Bindungen. Solchen könnte man vom Arzt befreien und sie ihre Medis direkt in der Apo holen lassen. Einmal im Quartal zur Arztvorstellung. Ähnlich wie bei der Konsilarius Methode.

Das ist alles recht schön und gut, ich stimme auch zu. Aber es hat nichts mit der Methode des Abdosierens (ohne daß der Betreffende davon weiß) zu tun.
Es ging ja darum, ob sie funktioniert oder nicht. Du meintest nein. Das ist ok. Offenbar funktionierte sie aber vielfach doch. Zwei unterschiedliche Ansichten.
Soll es geben. Dabei kann man "soll" durchaus mit "muß" ersetzen. Laughing
Cheers

PS: Die Ärzte waren vielfach selber d'rauf. Ich kannte einen, zu dem konnte eine Handvoll Leute kommen und gelegentlich was Gutes mitnehmen. Oft genug hieß es aber "Ich hab' für mich selbst zu wenig."
Er bekam nur in einer Apo etwas, seine Rezepte nahm auch nur diese Apo an. Die haben ihn gebremst. Wer weiß, hatte der Magister selbst gelegentlich einen Engpaß, weil dem Großhandel auffiel, daß seine Apo verdächtig viel Zeug bestellt. Unmöglich ? Sicher nicht. Es gab da in der selben Stadt einen Fall ... Aber das ist eine andere Geschichte. Monieren, wenn jemand vom Thema abweicht und selbst vom 100sten ins 1000ste zu kommen, ist nicht so gut Wink
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Praxx
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3109

BeitragVerfasst am: 17. Feb 2018 14:51    Titel: Antworten mit Zitat

Nochmal:Das ist nicht "meine" Story, ich hab schon geschrieben, wer das wo erzählt hat und dass ich keinen Grund habe, an der Richtigkeit zu zweifeln. Der Urheber ist einer der erfahrensten Substitutionsärzte, die von Anfang an (Modellversuch!) dabei waren. Damals war die kontinuierliche Dosisreduktion noch definitive Vorschrift - Langzeitbehandlungen mit konstanter oder gar gesteigerter Dosis waren nicht erlaubt und die Kassen weigerten sich, dafür zu bezahlen!
Und es gab kein "Patientenrechtegesetz", das dieses Vorgehen ohne Wissen des Patienten verbietet.

LG

Praxx
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C21H23NO5
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.11.2010
Beiträge: 220

BeitragVerfasst am: 22. Feb 2018 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es muss dringend ein Stufensystem her. Extreme Junkys die aussteigen werden anders behandelt als
Substituierte die seit Jahren keinen Beikonsum haben, Arbeit und soziale Bindungen. Solchen könnte man vom Arzt befreien und sie ihre Medis direkt in der Apo holen lassen. Einmal im Quartal zur Arztvorstellung. Ähnlich wie bei der Konsilarius Methode.


joa das wär mal ne Maßnahme Exclamation Selbst bei hier und da ein bißchen Beikonsum (außer H) könnte das so laufen, meiner Meinung nach. Bei älteren Langzeitsubstituierten die sich im Griff haben doch nur human. Einfach in der Apo einmal die Woche beim Abholen nen Speicheltest, und zum Arzt geschickt, wenn dreimal hintereinander was drin ist. Oder so. Sonst nur einmal Vorsteller im Quartal. Würde alle Betetiligen entlasten. Und nicht zuletzt würde man sich nicht mehr so krank vorkommen. So patientenmäßig, vom permanenten Arztgerenne. Aber darauf kann unsereiner lange warten..
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Leviathan
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Anmeldungsdatum: 30.03.2013
Beiträge: 981

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2018 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

@Simbalabum

Danke für Deine Einschätzung.

@Lilian

Danke, dass Du Dich sorgst um mich. Wegen einer aktuellen Krise habe ich das noch nicht ausprobiert. Anderes zum turnen hab ich nicht. Koka und Strassenshore merk ich nichts; EMMA hatte ich letztes Jahr zu viel, so dass eine Pause von vielen Monaten angesagt ist. Wegen der Krise nehm ich seit drei Tagen low dose Clonazepam, muss aber auch bald wieder mit aufhören.

Crystal Meth würd ich gerne mal probieren. Kriegste hier Raum FFM nur leider net...

LG der Leviathan
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Leviathan
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Anmeldungsdatum: 30.03.2013
Beiträge: 981

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2018 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hab ein bisschen Morpg gebunkert. Vielleicht sollte ich heute einfach mal mehr davon nehmen. Z.B. 500 statt 330. Oral natürlich...

LG der Leviathan
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Lillian
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Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3894

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2018 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

Leviathan hat Folgendes geschrieben:
Hab ein bisschen Morpg gebunkert. Vielleicht sollte ich heute einfach mal mehr davon nehmen. Z.B. 500 statt 330. Oral natürlich...

LG der Leviathan


Am besten du tastet Dich langsam ran. Musst Dir ja nicht gleich die volle Dröhnung geben, wenn du 1. damit keine Erfahrung hast und 2. auch keine Toleranz. Ich habe eben nur Angst, das Dein Vorhaben "unglücklich" endet.
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Leviathan
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Anmeldungsdatum: 30.03.2013
Beiträge: 981

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2018 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Deine Sorge um mich ehrt dich, liebe Lilli.

Na ja, Toleranz hab ich schon. Nur bin ich bis jetzt mit der recht moderaten Dosis ganz gut (ohne Affe) hingekommen, weil ich`s net übertrieben habe. Hab ich allerings mal weniger (so 260) genommen, machte sich das Bonsai-Äffchen an nächsten morgen schon bemerkbar.

In so akuten Krisen wie jetzt brauch ich einfach mehr. Werde den Substidoc bitten, aug 400 zu erhöhren.

Ja, der Unterschied zwischen oral und parenteral (rektal) wird odentlich sein bei der richtigen Dosierung und die richtige Dosis zu finden ist ein bißchen heikel. Sicher: 30 mg rektal sind zu wenig; 100 in jedem Fall zu riskant, zu viel.

Leider merke ich von Koka gar nichts. Wahrscheinlich hab ich noch nie so richtig gutes Weisses bekommen und/oder mein Dopasystem ist schon im Arsch und deshalb merk ich nichts. Demnächst könnte ich Base probieren. Geraucht soll`s ja angeblcih schön kicken. Gute Shore, ich meine so richtig gute, hatte ich auch erst ein einziges mal.

Meine Frau möchte nicht, dass ich Morph rektal konsumiere. Sie hat Angst, dass ich mich ins Nirwana schiesse.

Vielleicht bekomme ich demnächst mal Christine. Bin gespannt, ob und wie das kickt. Für heute mus es dabei bleiben, noch ein bißchen Clonaz dazu zu nehmen.

Hab Dich lieb.

LG der Leviathan
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2018 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Leviathan, das klingt alles verdammt nach einer Krise Sad
Zwar bin ich angesichts meiner eigenen Fehler eigentlich der Allerletzte, der die Berechtigung hat so was zu sagen, aber ich tu's trotzdem - laß' Dich nicht hängen, wenn Du jetzt mit Gewalt versuchst, Dich zuzumachen, um etwas zu verdrängen, dann kann das die Abzweigung ins Nirgendwo sein. Die sehen nie danach aus, diese Abzweigungen ... Man merkt es erst zu spät, daß man einer Schimäre nachgejagt ist, als man abzweigte auf den Weg, wo's nach einer guten Dosis Morph so wohlig warmes Gefühl aus dem Bauch heraus gibt.
Gedanken an Koks und Meth sind auch nicht wirklich gut. Nicht, wenn sie auf einem Boden sprießen, der aus irgendwelchen Gründen "zugewachsen" werden will.
In solchen Situationen sollte man sich darum kümmern, was für den Wunsch, sich zuzumachen verantwortlich ist.
Ein alter Hut, aber er paßt immer, so gut wie ausnahmslos immer. Und fast immer passieren unangenehme Dinge, um es vorsichtig auszudrücken, wenn man ihn nicht aufsetzt !
Du weißt es, Du bist erfahren genug, und genau deshalb appelliere ich an Dich, setz' Deinen Verstand ein, laß' es nicht zu, daß diese unterschwelligen Gedanken an "Heilsbringer" Oberhand gewinnen !
Überwinde den inneren Schweinehund ! Zeig's uns, zeig' Deiner Frau und vor allen Dingen zeig' Dir, daß Du es kannst, daß DU die Kontrolle behältst !
Möge sich diese Phase möglichst rasch in Wohlgefallen auflösen !
Cheers
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Leviathan
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.03.2013
Beiträge: 981

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2018 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rock,

Danke. Auch wenn ich letzter Zeit hier in diesem Forum nicht so aktiv war, zeitweise ganz raus, bin ich doch froh zu erfahren, Zuspruch zu bekommen. Dafür ganz lieben Dank an Dich und alle anderen.

Wegen einer OP bin ich seit sieben Wochen zu Hause. Ende nächster Woche werde ich wieder arbeiten. Letzte Woche gab es schon Stress und finanzielle Einbußen aus einem alten Familienstreit. Der finanzielle Schlag tat schon weh, zumal ich zur Zeit Krankengeld bekommen.

Richtig in die Krise gezogen hat mich der Gesundheitszustand eines meiner haustiere, das wohl heute eingeschläfert wird. Gott sei Dank kümmert sich meine Frau darum. Letzten Herbst verlor ich erst eines unsere Tiere durch Erlösung. Für mich ich das so das Schlimmste was ich mir vorstellen kann. Unsere Tiere sind Familie. Ich habe nie gelernt, loszulassen. Psycho ist das für mich eine Extremsituation. Es gibt nur eins, was noch schlimmer wäre: Der Tod meiner Frau und/oder meines Sohnes. Das überlebe ich defintiv nicht, da wäre der Suizid vorprogrammiert.

Nun, der eine oder andere könnte sagen, der Tod gehört zu Leben dazu (was ja auch stimmt) und nimm dir das nicht so zu Herzen. Unmöglich. Bekomme ich nicht hin. Kommt natürlich hinzu, dass ich seit zwei Jahrzehnten chronisch unheilbar depri bin. Der Opikonsum der letzten sechs, sieben Jahre hat mich regelrecht weinerlich gemacht. Den Verlust meines Vaters habe ich ja bis heute nicht verwunden und das ich schon 28 Jahre her. Daraus resultieren ungeheuer starke Verlustängste. Im Moment fühle ich mich, als wenn ich auch gerne euthansiert werden möchte, wenngleich ich mir nichts antuen werde. Immerhin habe ich Frau und Kind. Eine extreme, meine Seele fürchterlich quälende Situation und nichts kann mich trösten.

LG der Leviathan
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3443

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2018 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Gude Levi...

Das mit den Haustieren,da kann ich dich sehr gut verstehen...
Jedes Leben endet irgendwann,und ich kann mit dem Thema auch gar nicht umgehen..

In unserer Kultur ist der Tod ein Tabuthema...in anderen Kulturen denkt man ganz anderst darüber...

Ich hab hier in meinem Aquarium noch ein paar Hyphessobricon Amandae rumschwimmen...wenn die weg sind will ich keine Fische mehr...

Ich hab auch den ein oder anderen Fisch schon selbst erlösen müssen,aber das ist nix mehr für mich...ich will kein Tier mehr...

Natürlich ist das eine riesen Doppelmoral,und auch verweichlicht,weil wenn ich mir die abgepackte Wurst im Discounter hole,sehe ich nur das Endprodukt,und nich das Tier das da mal da war...

Wir hatten auch 2 Hunde die wegen Krebs eingeschläfert werden mussten,und das zerreisst einem das Herz...

Aber rein rational gesehen darf man Trauern eine Zeitlang,und muss dann weiter seinen Weg gehen...

Weil du und ich müssen auch mal sterben...

Scheiss Thema mit dem ich auch nicht umgehen kann...

Gruß...lass den Kopf nicht hängen...
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Lillian
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Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3894

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2018 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

LIeber Leviathan,
ich bekam Aimy um zu lernen los lassen zu können, denn das konnte ich auch NIE.Wenn Aimy einmal nicht mehr ist, wird mir das den Boden unter den Füßen wegreißen.

Aber ich will mich an all die schönen Jahre mit ihr erinnern und ich glaube, das macht den Schmerz erträglicher.

ES tut mir leid zu lesen, des es Dir scheinbar im Moment nicht gut geht, aber es geht wieder bergauf auf und sich dicht machen ist doch keine Alternative.

Und Deine Frau hat vollkommen recht. Ich habe auch Angst um Dich.

Denk dran, es gibt Menschen die Dich lieben!
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2018 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ach du Scheiße !
Es ist wie immer, alles kommt auf einmal und natürlich knüppeldick ... Eine uralte "Weisheit" und immer wieder trifft sie zu wie die Faust auf's Auge.
Alleine die Geschichte mit dem Tier ist niederschmetternd. So etwas trifft mich immer hart, auch wenn's "nur gehört" ist. Vorgestern habe ich von einem Unfall gehört, der jemand betroffen hat, der jemand kennt ... Stark erweitertes Umfeld also. Zwei Menschen betroffen und ein Hund. Von den Menschen reden alle, über den Hund war bis jetzt nichts herauszufinden ...
Wir haben zwei Hunde, große Windhunde. Bekommen haben wir sie arg traumatisiert, sie wurden nicht gut behandelt, sagen wir's mal so. Es hat, obwohl auf beiden (eigentlich vier, zwei Hunde und wir, meine Frau und ich) Seiten Liebe auf den ersten Blick, Jahre gedauert, bis auch der zweite uns wirklich vertrauen konnte. So sind wir zusammengewachsen zu einem gemischten Rudel.
Die zwei haben mich schon ungeheuer viel gelehrt, über sie bin ich zu Erkenntnissen gelangt, die ohne sie unmöglich gewesen wären. Wichtige, brauchbare Einsichten.
Du verstehst, daß ich Dich verstehe, wenn Du von Familienmitglied schreibst ?
Ich wünsche Dir alle Kraft, die Du brauchst. Auch für die anderen Dinge natürlich.
Und ich will es nicht unerwähnt lassen, Du machst es Dir nicht leichter, wenn Du (Dich) zumachst. Auch wenn es nicht so aussieht, wenn Du Dich schon im allertiefsten Keller wähnst, es gibt definitiv noch Keller, die wesentlich tiefer liegen. Einer der direktesten Wege dahin ist der über Drogen.
Drogen nimmt man dann, wenn es einem gut geht, wenn man etwas Besonderes machen möchte. Besonderes gibt's aber nicht jeden Tag. Sonst wäre es ja nichts Besonderes ...
Wenn es einem scheiße geht, dann geht es Dir mit Drogen noch mehr scheiße. Leicht zeitverzögert, dafür aber mit großzügigen Zinsen.
Stell' Dich den Dingen, bedenke, es ist immer alles im Wandel. So auch Deine Situation. Es kann nur noch bergauf gehen, es sei denn, Du arbeitest Dich wider besseres Wissen ganz bewußt weiter nach unten. Das geht relativ leicht, viel zu leicht. Schon das sollte stutzig machen. 'Rauf ist's hingegen eine Herausforderung, harte Arbeit.
Alles Gute !
Cheers
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