33 Jahre jung und im Programm. Methaentzug ambulant machbar?

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Mohandes59
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1560

BeitragVerfasst am: 9. Nov 2017 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
Natürlich läßt sich Methadon auch ambulant entziehen = abdosieren. Alle 2-3 Wochen (keinesfalls schneller!) 5mg runter, die Letzten 10mg könnte man mit Polamidontropfen ausschleichen - jeden 3. Tag ein Tropfen weniger.
Allerdings befürchte ich, dass du die notwendige Disziplin nicht aufbringen wirst.
Von 10mg könnte man auch gleich auf null gehen und die Entzugserscheinungen mit Clonidin, Doxepin und Flupirtin coupieren

Das wichtigste dabei ist natürlich auch tatsächlich aufhören wollen!

LG

Praxx


Hi Tex,

weiter so! Der Wille ist da.

Zu Praxx' Worten würde ich noch ergänzen, daß eine absolut schmerzfreier Entzug von beliebigen Dosen Opiaten/Opioiden möglich ist! Stichwort: CHINESE CURE.
Erst große Schritte, dann kleinere und zum Ende dann winzige Schritte. Bei höheren Dosen Metha/Pola oder Subutex muß man Monate einplanen - also sind Wille und Disziplin absolut nötig ... aber dafür dann ein schmerzloser Entzug als Belohnung.

Habe ich selber mit Subutex (von 8mg auf Null) und Metha (von 6ml=60mg auf Null) schon praktiziert (dann aber immer wieder angefangen ... typisches Morphinisten-Verhalten eben).

Praktisch läuft eine Chinese Cure so ab: Man macht sich eine entsprechend starke Opium-Tinktur. Jeden Tag nimmt einen Löffel aus der Flasche und schütten einen Löffel Wasser in die Flasche ... am Ende ist nur noch Wasser in der Flasche. Das geht sinngemäß auch mit Metha/Pola und auch mit Tabletten (krümeln). Für mathematisch interessierte: das ergibt als Kurve über die Zeit aufgetragen eine abfallende Exponentialfunktion.
Natürlich muß man die Tinktur so erstellen, daß ein Löffel der gewünschten Tagesdosis entspricht und daß die Menge nur langsam weniger wird. Bißchen rechnen oder probieren.

LG Mohandes
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Domenico
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 3083

BeitragVerfasst am: 9. Nov 2017 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

hi mohades,alles ok?ich finde die chinese cure hört sich sehr interessant an!
weisst wan ich bei einer entgiftung noch kein bisl gelitten haben,als ich noch nicht
im programm war und "nur" auf shore war und dann in der entgiftung mit metha
entzogen wurde.das habe ich 2 mal in andernach gemacht und ich hatte kein affen,
aber wirklich garkeinen affen gehabt!erst als das mit,pola,metha und benzos
anfing,war kein entzug mehr locker!LG
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mrTex
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.10.2014
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2017 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Leute, euch allen vielen Dank für die Beiträge!

Es hilft mir echt sehr eure Beiträge zu lesen, auch wenn ich ein paar Tage selbst nix geschrieben habe.

@Mohandes59: 1000 Dank für deinen Zuspruch! Sowas tut mir ggerade sehr gut!
Deinen Tipp mit der Tinktur hätte ich vllt etwas früher lesen sollen. Smile

@nebukadnezar: Danke für deinen Bericht und den Link. Ja, wie du schon schreibst, mit der Kontrolle nehmen Sie es wohl sehr genau. Ist aber, denke ich, in solchen Einrichtungen eher Gang und Gäbe so als in der Dorfsubsti. Very Happy Für mich gut zu wissen, dass es die Option gibt.
Lustig, die Aussage mit der Substitution bis ins Altenheim habe ich jetz schon von 2 Ärzten gehört. Beide waren in etwa der gleichen Meinung: Und zwar, dass es besser wäre, jeden der in der Substi ist, bis ins Altenheim zu substituieren, denn oftmals ist es so, dass das was sich die Süchtigen wünschen und vornehemen einfach Meilenweit von der Realitität entfernt ist, deshalb nicht klappt, und dann alles wieder von vorne los geht...
Ich weiß zwar, was damit gemeint ist, aber trotzdem finde ich diese pauschalen Aussagen einfach nur scheiße. Manchmal muss man die selbe Runde 3x gehen, bis man es geschafft hat...

So auch jetzt vielleicht.

Also was bisher passiert ist:

Mittwochs habe ich meine "letzte" Dosis getrunken mit der Hoffnung, dass ich evtl schon Montags oder Dienstags nach dem WE die erste Subu Dosis nehmen kann. Bis Freitag Abend habe lief alles ohne Probleme. Auch wenns keinen Spaß gemacht hat, habe ich mich bewusst den kompletten Freitag damit beschäftigt meiner Mutter und ihrem Mann beim Einrichten eines Gästezimmers zu helfen.

Mein Bruder (wohnt etwas weiter weg) weiß von meinem Problem, und deshalb habe ich ihm die letzten beiden Wochen einen Teil meiner Dosis mitgegeben, um bessser über die Woche zu kommen. Ich dachte ich wäre stark genug um ihm Freitags, wenn er am Bahnhof ankommt,einfach zu sagen "Nimm das ganze wieder mit" oder so, aber der Gedanke war echt einfach naiv und dumm...

Ich hatte zu dem Zeipunkt nicht mal wirkliche Entzugserscheinungen, was mich gewundert hat.
Ich habe also Freitag Abends einen total unnötigen Rückschlag erlebt.(Vor allem da der Tag fast vorbei war) Ich habe viel nachgedacht, und bin zu dem Schluß gekommen, dass es weder das Methadon, noch der Entzug waren, sondern die fuckin Nadelgeilheit.

Man...wieso bin ich manchmal so dumm?! Vielleicht werde ich es bereuen, aber ich habe mich entschieden, den erhaltenen Rest Methadon nicht über die nächste Zeit ganz langsam runterzudosieren, und dann bis zur ersten Subu einnahme auszuhalten. Sondern eher das Metha schnell leer zu machen, um so quasi direkt wieder mit der "Übergangszeit" bis zur ersten Suboxone beginnen zu können, auch wenn das medizinisch gesehen scheiße ist, und ich wahrscheinlich mit dem runterdosieren besser dran wäre. 3ml waren am Ende dann noch in der Dose, welche ich sogar weggeschüttet habe (?!)...Wahrscheinlich weil ich mir wegen dem Rückschlag etwas beweisen musste oder so..Ich weiß es nicht. Aber wenigstens das!

Naja es gibt zumindest für mich ein paar positive Dinge. Ich habe alles dafür getan, dass ich nächste Woche nicht wie üblich Nachschub bekommen kann. An meinem Willen zurück auf Suboxone zu kommen, hat sich nichts geändert und ich habe trotz des Rückfalls nicht aufgehört hier zu schreiben. Very Happy Das wäre typisch für mich..



Etwas Angst ist halt da, dass jetzt der bevorstehende Entzug wesentlich schlimmer wird, durch meine Dumme Aktion. Aber ich kann es jetzt sowieso nicht mehr ändern.

Ich habe mir vorgenommen beim Umstellen mit 2mg Suboxone anzufangen, wenn ich meine das der Zeitpunkt passt.
Von da an dann wollte ich nach der Einnahme 1-2 Std abwarten, und wenn ich zumindest keine Verschlechterung der Symptome merke, dass ganze wiederholen bis ich bei ca 16mg (meine alte Subu Dosis) angekommen bin, und ab dann täglich wieder.

Kann es passieren, dass es mir trotz der Umstellung auch einige Tage danach noch beschissen gehen wird, bzw ich mich affig fühle?
Oder sollte ich schon einen spürbaren Unterschied merken, nachdem ich das Suboxone hochdosiert habe und täglich nehme?
Falls es mir nicht so gut gehen sollte, einfach weiternehmen, oder?

Also mir ist schon bewusst, das Methadon und Buprenorphin 2 völlig unterschiedliche Opioide sind, und ich mich deshalb erst mal wieder dran gewöhnen muss klar, und nicht in meinem Metha Schleier zu sein.
Ich meinte eher Sachen wie ständiges Gähnen, warm/kalt, etc. auch

Ich werde mich spätestens morgen Abend wieder im Forum melden. Hoffentlich mit Erfolg, Very Happy denn Montag ist einfach nochmal ein spezieller Tag für mich, weil ich mich da in der Vergangenheit für die Woche eingedeckt habe. Diesen Montag dann zum ersten mal nicht!

Danke euch allen hier! Wirklich! Es war ne gute Entscheidung den Thread zu erstellen.

Btw ich merke , dass ich gerade ewig brauche um mal einen Beitrag bis zum Ende zu verfassen...Immer denke ich, ich habe was wichtiges vergessen, oder was doppelt geschrieben, finde da einen Fehler etc...Naja...Mitlerweile haben wir 20 vor 1. Ich glaube ich habe um 11 oder so angefangen zu schreiben Smile
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Mohandes59
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1560

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2017 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Tex,

wenn Dich meine 5 Worte schon ermutigt haben, hier eine kleiner Nachschlag (ganz ehrlich gemeint):

Du liest Dich ziemlich sortiert. Der Wille ist da, auch der Plan und das Ziel, Du hast eine Frau an Deiner Seite die zu Dir hält und für die es sich lohnt ... beste Voraussetzungen. Zwar mangelt es (noch) an der Willenskraft aber auch die läßt sich steigern.

Dein Rückfall. Dem würde ich nicht allzuviel Bedeutung beimessen, so nach dem Motto "aufstehen und weiter"! Das mit der "Nadelgeilheit" finde ich schon bedenklicher. Auch Pola zu drücken ... schau Dir hier im Forum mal ein paar Erfahrungsberichte über Langzeitschäden an (auch solche, die nach vielen Jahren auftreten können) - vielleicht bringt Dich das zum Nachdenken?!

Bitte berichte weiter, sind bestimmt viele (stille) Mitleser, die an solchen Erfahrungsberichten Interesse haben und auch Deine Geschichte verfolgen.

LG Mohandes
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Lillian
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3821

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2017 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
Natürlich läßt sich Methadon auch ambulant entziehen = abdosieren. Alle 2-3 Wochen (keinesfalls schneller!) 5mg runter, die Letzten 10mg könnte man mit Polamidontropfen ausschleichen - jeden 3. Tag ein Tropfen weniger.

pieren


LG

Praxx


Da muss ich widersprechen, Praxx. Ich habe mich von 7ml inerhalb einer Woche auf 2ml runter dosieren lassen. Am Sa. noch zur Vergabe und am Montag in die Praxis. Gab direkt ne 8er. Bis ich dann i-wann mehr brauchte. Ich war schon 3-4 mal in Substi. Aber das tue ich mir nicht mehr an. Die Regeln sind mittlerweile derart hart, das ich eh nicht schaffe. Und Pola oder Metha habe ich mich immer rasch auf Subutex umstellen lassen.Und alles war ok. Selbst der Sonntag, wo wir nicht zur Vergabe fuhren, kamen keine Entzugserscheinungen.
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mrTex
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.10.2014
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2017 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

Heyho Mohandes59,

nochmal danke für die lieben Worte, aber eine Frau an meiner Seite habe ich momentan leider nicht, kein Ding.
Sozial bin ich zur Zeit eher isoliert. Hm..und da Ablenkung für den Entzug, sehr wichtig ist, habe ich beschlossen meiner Mutter zu sagen was ich da gerade tue.

Dazu muss man wissen, dass ich ein eher distanziertes Verhältnis zu meiner Familie habe. Vor allem, wenn es um das Thema Drogen, Medikamente etc geht. Ist halt einfacher über das Wetter zu sprechen, wenn man sich mal sieht. Wink

Aber gesagt habe ich das zum einen, um, wie auch durch den Thread hier, etwas Druck aufzubauen,damit ich das ganze nicht einfach wieder aufschiebe oder so, und zum anderen, dass ich auch mal zu ihr hin gehen kann, wenn es mir nicht so gut geht, ohne das ich ihr was vorspielen muss.

Auch wenn es nicht das spannendste der Welt ist, gemeinsam zu kochen, oder ein Möbelstück aufzubauen...Es vergeht Zeit..Das ist wichtig, denke ich. Und wenn es mir zu viel wird, und ich gehen will, kann ich ehrlich sagen wieso.

Zum Thema mit der Nadel: Puh...momentan schaff ich es noch nicht, über die ganzen bekannten Langzeitschäden und auch auftretende Spätfolgen zu lesen. Das ist so ein unangenehmes Thema...Ich weiß nur, dass ich, nachdem ich wieder auf Suboxone bin und es mir etwas besser geht, zum Doc gehen werde, und mich,so gut es eben geht, durchchecken lassen möchte.

Ist schon komisch...man weiß eigentlich was man seinem Körper antut, aber die scheiß Sucht ist einfach so stark, dass man es ausblendet..Zumindest ist es bei mir so.

Dir alles gute!
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mrTex
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.10.2014
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2017 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

@ Lilian: Habe deinen Beitrag gar nicht gesehen vorhin. Very Happy

Ich denke mal von hohen Dosen lässt es oftmals schnell auf eine niedrigere Dosis einstellen.

Am Samstag hast du noch 2ml Metha erhalten, und Montags dann schon deine erste 8er? Shocked Krass, also nur den Sonntag ausgesetzt...Das ist extrem kurz, aber super das es bei dir geklappt hat!
Wie lange warst du denn allgemein im Programm? Bist du dann nach der Metha auf Subu Umstellung, zeitnah auch vom Subu runter?
Glaub mir, ich wäre so was von froh gar nicht mehr im Programm sein zu müssen. Aber halt auch nur, wenn ich es trotzdem schaffen würde stabil zu bleiben...

Jeder ist da anders..Ich habe damals bei meinem ambulanten H Entzug länger als 24h gewartet, und mir so einen üblen Turboaffen eingefangen...uaah, nie wieder bitte!

Bei den H Entzügen zuvor, waren 24h absolut ausreichend.

Liebe Grüße!
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Mohandes59
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1560

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2017 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

mrTex hat Folgendes geschrieben:
Heyho Mohandes59,

nochmal danke für die lieben Worte, aber eine Frau an meiner Seite habe ich momentan leider nicht, kein Ding.
Sozial bin ich zur Zeit eher isoliert. Hm..und da Ablenkung für den Entzug, sehr wichtig ist, habe ich beschlossen meiner Mutter zu sagen was ich da gerade tue.

Dazu muss man wissen, dass ich ein eher distanziertes Verhältnis zu meiner Familie habe. Vor allem, wenn es um das Thema Drogen, Medikamente etc geht. Ist halt einfacher über das Wetter zu sprechen, wenn man sich mal sieht. ;-


Hmm, ja ... das mit der Frau, da habe ich irgendwie durcheinander bekommen (quer gelesen). Sozial isoliert - das ist nicht gut! Soziale Kontakte, gerade zur Familie und Freunden, das hat mich immer am Leben gelassen, gerade in schweren Situationen (z.B. nach Alkoholabsturz in der Anstalt aufgewacht und dann begann der Morphin-Affe und sie haben mir eine Woche lang NIX gegeben ...).

Ja, was sagt man der lieben Familie bezüglich Drogen (ohne zu lügen)?! Ich habe die Wahrheit immer individuell dosiert verteilt. Nicht alle verstehen oder verkraften die ganze Wahrheit. Für manche war es "nur" der Absturz mit Alc, für andere war ich offiziell wegen Depressionen in der Anstalt. Nur wenige wissen von meiner Opiat-Abhängigkeit, vom H ganz zu schweigen.

Paß auf Dich auf! LG Mohandes
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mrTex
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.10.2014
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2017 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Mohandes:

Passiert mir auch oft mit dem durcheinander kommen, was wie wo gepostet wurde.

Ja isoliert sein ist nie gut. Ich bin ein Mensch der sehr gut ne Zeit alleine kann, und das auch braucht, aber nur alleine...Nein kann ich nicht.
Ich hatte in meiner Jugend einen riesen Freundeskreis, danach war ich (fast) nie so isoliert wie gerade. Irgendwie gab es immer 1,2 gute Kontakte und halt die üblichen Verdächtigen.

Oh man, als ich deinen letzten Absatz wegen dem "wie sagt man das seiner Family" gelesen habe, musste ich echt lachen. Das handle ich lange genauso Smile Aber wahrscheinlich tun das viele, kA.

Was macht dein Lifestyle zur Zeit? Gibt oder gab es hier nicht mal eine Funktion PMs auszutauschen? Wurde wahrscheinlich abgeschafft, oder so...

Ich hoffe, dir gehts gut

LG Chris
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Lillian
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3821

BeitragVerfasst am: 13. Nov 2017 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

mrTex hat Folgendes geschrieben:
@ Lilian: Habe deinen Beitrag gar nicht gesehen vorhin. Very Happy

Ich denke mal von hohen Dosen lässt es oftmals schnell auf eine niedrigere Dosis einstellen.

Am Samstag hast du noch 2ml Metha erhalten, und Montags dann schon deine erste 8er? Shocked Krass, also nur den Sonntag ausgesetzt...Das ist extrem kurz, aber super das es bei dir geklappt hat!
Wie lange warst du denn allgemein im Programm? Bist du dann nach der Metha auf Subu Umstellung, zeitnah auch vom Subu runter?
Glaub mir, ich wäre so was von froh gar nicht mehr im Programm sein zu müssen. Aber halt auch nur, wenn ich es trotzdem schaffen würde stabil zu bleiben...

Jeder ist da anders..Ich habe damals bei meinem ambulanten H Entzug länger als 24h gewartet, und mir so einen üblen Turboaffen eingefangen...uaah, nie wieder bitte!

Bei den H Entzügen zuvor, waren 24h absolut ausreichend.

Liebe Grüße!
Ich habe 48 Stunden ausgesetzt und alles lief perfekt. Nahcmittags noch mal hin, ne 2er geben lassen und seit 30 JAhren arbeiten die schon in der Substitution und haben noch nie erlebt das jemand einen Turboaffen hatte. Ich denke ganz klar :Absolut an die Regeln halten:)
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mrTex
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.10.2014
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 16. Nov 2017 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Leute,

eigentlich wollte ich mich anfangs der Woche wieder melden.

Puhh...keine Ahnung, ganz ehrlich, dafür das ich das Methadon weder runterdosiert habe noch sonst etwas gehts mir meiner Meinung nach viel zu gut, dafür dass ich jetzt mitlerweile schon am entweder 4. oder 5. Tag komplett ohne bin...Das einzige was ich nehme ist Clonidin, aber das hatte ich auch schon vor dem Entzug genommen. Ich weiß, dass es gut gegen die unruhigen beine hilft, aber die habe ich gar nicht.

Die einzigen Symptome die ich bisher habe sind natürlich leicht tränende Augen (aber auch nur manchmal), Körpergefühl nicht gerade super, allgemein unsicher, aber was ich eigentlich am beschissensten finde, ist meine absolute unfähigkeit Entscheidungen zu treffen, bzw meine krasse Motivationslosigkeit.

Ich bin vom Kopf her ziemlich klar, und weiß, was jetzt für mich am besten wäre, was ich tun sollte etc. aber wenn ich keinen Termin habe, passiert es leider wieder so oft, dass ich den ganzen Tag nichts mache.

Klar, wird das zum Teil vom Entzug kommen mit der motivationslosigkeit, aber das warr ein Problem, was ich vorher auch schon hatte. Allgemein hatte ich in meinem Leben immer wieder Phasenweise mit Depressionen zu kämpfen gehabt.

Ich habe auch schon drüber nachgedacht, wenn es nicht schlimmer wird, evtl abzuwarten, und dann auf Subutex zu verzichten, mal sehn...

Ich habe keine erweiterten Pupillen, mir ist nicht die ganze Zeit warm/kalt/schwittzen/gänsehaut. Öfters ziehe ich mir mal nen Pulli an und wieder aus, aber das war es. Suchtdruck? Dank meiner Motivationslosigkeit, kein Risiko mir was zu besorgen. Smile Aber wenn ich jetzt etwas und jemanden hier hätte, würde ich wahrscheinlich einfach mal ja sagen, und danach wieder weiter entgiften. Das ist wahrscheinlich eins der Dinge, auf die ich sehr achten Muss.

Benzos habe ich auch runterdosiert..Komisch..Normalerweise soll man Subu auch erst nehmen, wenn man wirklich entzügig ist.

Ich war Dienstags in der Suchtambulanz hier vor Ort, und mir wurde gesagt, dass ich zur Sicherheit 5 Tage warten sollte bis zum Subutex, und dann alle 4 Std 2mg nehmen. Naja, das ist in etwa das , was ich auch so grob im Kopf hatte.

Dann habe ich mir noch meinen Hals abchecken lassen. Ich habe hier ja nur geschrieben, dass ich Metha iv konsumiert habe, aber nicht, dass ich es immer mit einem Venofix in den Hals injeziert habe. Ich weiß genau, wie gefährlich diese Körperstelle ist, und mein Hals ist mitlerweile auch an der einen Seite verhärtet und etwas grün und blau.

Naja der Doc meinte, dass das natürlich das beschissenste ist, was ich mir antun kann, womit er recht hat, aber nach ganz kurzem abtasten, meinte er, dass alles okay ist. Das hat mich erst mal beruhigt. Ganz ehrlich hatte ich deshalb auch oft Angst, dass irgendwas passiert, und was schlechtes passiert. Vielleicht noch dadurch bedingt, dass ich ja einen Schädelbasisbruch hatte und seitdem einige Probleme habe. Wisst ihr, ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt, sich da mal GENAU durchchecken zu lassen, und eine ehrliche Antwort zu bekommen, was das für mich bedeutet, und ob ich etwas machen kann.

Sorry, falls der Beitrag etwas durcheinander ist, aber es war schon ne Anstrengung zu tippen, und lese ihn diesmaal nicht Korrektur. Ich hoffe euch gehts allen soweit gut. mmhhh ich hoffe ich schreibe heute Abend noch ein paar Sachen, die ich sschreiben wollte. Viele Grüße an euch alle!
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nebukadnezar
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3958

BeitragVerfasst am: 17. Nov 2017 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Venofix...musste ich erst mal googlen. TEX! Was machste denn für Sachen? Und dann in den Hals! Schön , dass das wohl ohne Auswirkungen blieb und du das eingestellt hast! Haste doch, oder?

Tag 5 ohne nennenswerte Entzugssymptome ( wenn ich richtig verstanden habe), ist doch klasse! Eigentlich müsste es schon nach 3 Tagen etwas anders sein, aber muss ja nicht. Der Kopf macht da viel aus und da du
Zitat:
Dank meiner Motivationslosigkeit, kein Risiko mir was zu besorgen.
ist auch ein sehr gutes Zeichen. Überhaupt ein interessanter Ansatz Wink Very Happy Vielleicht ergibt sich wirklich für dich die Möglichkeit, auf diese Art auszusteigen, who knows?
Hast du denn jemand, mit dem du diese Problematik besprechen kannst, oder gehörst du auch ( wie ich) zu denjenigen, die das mit sich selber ausmachen?

However, alles Gute weiterhin und viel Erfolg!

LG N
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Quasimodus
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1504

BeitragVerfasst am: 24. Nov 2017 01:13    Titel: Antworten mit Zitat

give me the cure , könnte ich auch sagen.
Wie ist das bei mehreren stofflichen Süchten?

Erstmal Benzos in gross , dann klein , ist bekannt.
Dann Heroin, wirds schon schwieriger.
Am Besten ganz aufhören und auf minimalstabile Dosis, 4-6ml setzen.

Stabilisieren und nicht naschen, oh Mann, Weihnachten und der ganze blues steht vor der Tür, wer wird da nicht schwach, alleine vorm Tannebaum.

Wie auch immer, der Wille zählt.

Abdosieren vom Pola in 0,5% Schritten bis 2ml, dann evtl auf Tex switchen, lässt sich besser abdosieren.
Oder Pola tröpfchenweise ab 1ml runter, wie gesagt 1Tag ein Tropfen.

Aber über Allem steht eine Mordsdisziplin, und dann biste clean.
Und was dann?
Was macht einer , der sich 35 Jahre alles gegeben hat, vorzugsweise Benzos und Opiate.
Ich passe doch nicht mehr in ein System mit Arbeit und so oder glaubt ihr.
Ein Euro job koennt ihr vergessen, das kann ich nicht mehr, fuer die Statistik im Blaumann irgendwo , irgendwie.

Ich bin raus aus dem System, merk ich immer wieder.
Ich bin Intensivtaeter der clean werden will, 50 Jahre geschafft nicht draufzugehen, jetyt stehe ich alleine da, in den letzten 2 Jahren ist mein ganzer @Freundeskreis@ weggestorben oder Psychiatrie oder Knast.

Ich geh in der Woche um 7 ins Bett, da ist der Tag fuer mich erledigt, keine power mehr, keine Lust.
Das ist Tatsache, meinen Wohnungsnachbarn habense gestern geholt die cops, Ab in die geschlossene Psychiatrie.

Da hab ich es noch gut, ich hab die Wahl.
Eine Wahl zu haben ist wertvoller als sich das Wort anhoert.

OK, Stand der Dinge.
Ich muss morgen los, brauche Rivos, immer diese Bahnhofskacke, aber n Rivorezept ist gegenw'rtig Gold wert.
Und immer die Sorge, sind welche da oder stundenlanges Warten.
Mann, ich bin 50, das muss aufhoeren, das Leben hat einen anderen, besseren Sinn

Seid gegruesst
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Domenico
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 3083

BeitragVerfasst am: 24. Nov 2017 02:06    Titel: Antworten mit Zitat

hi mr.tex es gibt zwar keine stationäre therapie die die kompletten sechs monate
dich weiter substitutiert aber welche die dich drei monate lang ausschleichen
lassen plus entgiftungszeit ist das nicht schecht,oder?!gibts aber in deutschland
net viele musst mal im internet gucken!und wie gehts dir so?LG
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mrTex
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.10.2014
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 27. Nov 2017 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

sorry für die späte antwort.

ich bin seit einigen tagen auf subutex, aber mir geht es einfach nur schlecht. ich bin bekomme absolut meinen arsch nicht hoch. ich habe sehr viel zeit, aber nicht mal die einfachsten dinge klappen...ich möchte morgens nicht aufstehn, und bin froh wenn der tag rum ist.

ich hatte eher im kopf, dass durch das subutex, meine gedanken klarer und ich fitter und aktiver werde, aber iregndwie ist das gegenteil eingetreteten. das ist leider auch nichts, was mit dem schlechten wetter oder ähnlichem zur zeit zu tun hat.

liebe grüße an euch
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