Bin ich Alkoholiker? (10-12 Flaschen Bier am Tag á 0,5 L)

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Yez
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2410

BeitragVerfasst am: 20. Feb 2018 20:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Müller,

unsere Erzeugerin gehört zu den ganz wenigen die es geschafft hat ,
nach Jahrzehnten täglich Alkohol , aktuell „nur „ noch am Wochenende zu trinken.
Sie war für 2 Wochen im Krankenhaus ( ohne Alkohol )

Am 1. Tag zu Hause, musste garantiert eine Flasche Wein dran glauben.

Mein Vater hat es leider nicht überlebt. ! ! !

Du musst ja nicht unbedingt eine Familie gründen,
auch ohne kann das Leben lebenswert sein.


Grüße

Yez
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nebukadnezar
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3908

BeitragVerfasst am: 20. Feb 2018 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

power-mueller hat Folgendes geschrieben:



@all: Muss ich jetzt ein Leben führen wie ein Moslem, Nicht rauchen, Nicht trinken? hat hier jemand, der entgiftet hat schon mal einen Rückfall gehabt bzw. Ist es möglich mal am Wochenende einen trinken zu gehen ohne dass man rückfällig wird?


War auch schon mal bei einer Drogenberatung aber die wollten dass ich paar Monate in so en Dorf fahre (nach einer Entgiftung)!


LG


Nabend p-m,

ich bin so ein seltener Vogel, von dem marle schrieb. Ich habe jahrzehntelang getrunken, mal mehr ,mal weniger...in der letzten Zeit tgl. Ab dem Zeitpunkt, an dem der Alkohol einen anderen Zweck bekam und mein bis dato perfektes Leben abstürzte, gabs den Vodka vorm Frühstück und in mancher Nacht habe ich ne Flasche Hochprozentiges in 3 Hieben platt gemacht, um etwas Ruhe zu bekommen. Das alles gipfelte in einer Zeit in der ich nur noch Vodka in mich geschüttet habe, nix mehr gegessen , ständig schwarz erbrochen und verdaut habe. Habe sogar mein Methadon vergessen, das ich 20 J.nahm. Dann an einem Morgen 2 Flaschen Vodka und schwupps mit Notarzt auf die nächste Intensiv. 3 Wochen später war ich clean😀 , konnte aber weder laufen noch sonst was...
In den folgenden Monaten gab es kleine Rückfälle(4-5) aber eher weil der Methadonentzug etwas länger dauerte.
Schließlich aber nach 6 Monaten abstinent für über ein Jahr oder länger... . Das war Anfang '15 . Ich trinke heute schon mal ein Glas Wein/ Bier zum Essen, aber nie mehr als 1-2, eher nur 1. Macht mir nix aus, triggert mich nicht oder w.d.H.
Das ist aber nur meine Geschichte und bedeutet für dich gar nichts! Wenn du dein Problem erkennen kannst ( was Alkis oft unmöglich scheint) dann handel ! Eine Entgiftung ist nicht dramatisch und du bekommst dort auch Unterstützung, um weitere Entscheidungen zu finden, wie immer die aussehen. Aber wichtig ist ein klarer Kopf , um zu erkennen was notwendig und für einen möglich/ richtig ist...und der führt nur über die Entgiftung!

LG N
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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3031

BeitragVerfasst am: 21. Feb 2018 00:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo P-M
Joe wird jetzt schreiben, dass das überhaupt nicht möglich ist, weil schon Wein in der Soße oder Hustentropfen mit Alkohol einen fürchterlichen Rückfall auslösen wird.
Damit hat er auch Recht - zumindest, was das "einen trinken" angeht. Solang du dich weiterhin betrinken willst, wird eine Entgiftung oder Reha ab und an zwar deiner Gesundheit nützen, aber nichts an deiner Alkoholsucht ändern.
Ohne einen wirklichen Veränderungswunsch wird das nichts.
Bei einer Therapie musst du dich schon darauf einlassen, dass unter Umständen ein abstinentes Leben herauskommt.
Aber mal ein bißchen Statistik: Mindestens 55% der Alkoholkranken schaffen die "Remission", und die Hälfte davon lebt NICHT abstinent!
Aber direkt aus der Abhängigkeit zu einem "symptomfreien Risikokonsum" ohne eine längere Trinkpause dazwischen - das ist ein unrealistischer Wunschtraum.

LG

Praxx
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1130

BeitragVerfasst am: 21. Feb 2018 08:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, ja, diese „Statistik“.
So treibt man dann jeden Tag einen neue Sau durchs Dorf.

Lieber Praax, es ist immer wieder erstaunlich, was Du als erfahrener Suchtarzt so von Dir gibst.
Zu Deiner „Statistik“: Es gibt eine einzige – unter vielen hunderten gegenteiligen – „Aussagen“ die eine Selbstremission überhaupt in Erwägung zieht. Und selbst in dieser steht „es scheint so“. Also überhaupt nicht „es ist so“.

Ich weiß nicht, wie viele Alkoholiker Du kennst. Ganz sicher eine Menge. Da ich viele Jahre sehr aktiv in der Suchthilfe tätig bin, geht es mir genauso.
Ich möchte jedenfalls in meiner Tätigkeit weder den Betroffenen die Hoffnung nehmen, so wenig, wie ich falsche Hoffnungen wecken möchte.
Falsche Hoffnung, geradezu Beihilfe zu einer Verlängerung bei dieser unsagbar leidvollen (auch für Angehörige, die Kinder, usw.) Krankheit ist, die Hoffnung zu wecken, dass nach eskalierender Suchtvorgeschichte ein „normales Konsumieren“ wieder möglich wäre.

Hoffnung machen ist, regelmäßig auf den Suchtstationen Hilfe anzubieten und zu vermitteln, dass ein Stillstand und damit eine für die Suchtkranken kaum vorstellbares hochqualitatives, gutes Leben möglich ist, wenn man zunächst einmal den simplen Weg geht, den die „Joes und Marles“ gegangen sind.
Ich schätze mal, Du wirst, wenn Deine Hoffnung der Selbstremission zum nächsten fürchterlichen Absturz, Arbeitsplatzverlust, Trennung von der Familie oder im schlimmsten Fall direkt zur Einweisung in die Geschlossene geführt hat, nicht dafür gerade stehen wollen. Statistik hin oder her.

Nichts für ungut!
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Seppel 4
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Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 21. Feb 2018 09:07    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Power-Müller,

ich kann sehr gut verstehen, dass Du nicht in die Entgiftung willst. Ich bin so

einer, der kontrollieren will, was abgeht ( Angst, Feigheit und Gewohnheit im

Lügen ). Dadurch habe ich mich nicht kennengelernt; besonders in Situationen,

die plötzlich kamen oder per se nicht zu kontrollieren sind.

Lieber den gewohnten Einheitsbrei schönreden, als sich mal mit meditativer

Einkehr mal auf seine Sucht zu besinnen und rauskriegen, was Dir solche Angst

macht.

Lass die Entgiftung solange, bis Du weisst, warum Du angefangen hast und

warum Du weiter machst. Bevor das nicht klar ist, wirst Du aus meiner Sicht

durch eine Entgiftung nicht alkfrei durchs Leben kommen.

Sich zum Entgiften überreden zu lassen; na ja: ich habe da so meine Zweifel.

Lern Dich erst mal kennen. Schreib auf wie Du Dich wann fühlst, was Du gerne

möchtest und was Deine Ängste sind. Schreib ein Gefühlstagebuch und wenn Du

mehr über Dich weisst, dann tu das was für Dich richtig ist. Forummässig

scheinst Du satt zu sein, so meine ich.

Liebe Grüsse und viel Mut

wünscht Dir Seppel
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3582

BeitragVerfasst am: 21. Feb 2018 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe auch hier nur teilweise quer gelesen muss aber sagen das es schon interessant ist so einiges zu erfahren was mir auch nicht so geläufig war über Alkoholismus.
Alkoholismus ist die wohl meist totgeschwiegenste Krankheit überhaupt.
Ich habe mal gelesen das "Limit" für Alkoholmenge pro Tag ist für den Erwachsenen ca. 35ml!Na wenns darum geht müßte ich theoretisch schon tot sein.




Marle hat Folgendes geschrieben:


3. Es gibt sogenannte „Missbraucher“, die jahrelang einen hohen riskanten Alkoholkonsum haben – und nicht abhängig werden. Die können dann von heute auf morgen ohne nennenswerte Entzugssymptome mit dem Alkohol aufhören.

.




Ich gehöre wohl auch zu dieser Kategorie die Marle da aufführt und heutzutage bin ich eigentlich nur noch ein Genusstrinker und das ist auch seltener geworden.
Ich denke,wenn man nur trinkt, weil einem das Bier zum Abendessen gut schmeckt, finde ich das unbedenklich (solange es bei 2-3 Bier bleibt). Wenn man trinkt um amgetrunken zu sein, weil es einem dann besser geht, ist das gefährlich. Ich trinke übrigens nur noch sehr selten...
Naja,wenn mich die Vorstellung, von diesem Augenblick an auf unabsehbare Zeit nie wieder einen Tropfen Alkohol zu trinken, irgendwie beunruhigt oder ich mir dies nicht vorstellen könnte,
denke ich da genau setzt Abhängigkeit ein - wenn ich mir ein "Restleben" ohne etwas oder jemand nicht vorstellen kann, ohne dabei ein ungutes Gefühl zu haben.

Ein körperlicher Entzug ist schnell gemacht. Es scheitert immer an dem psychischen Druck, die meisten geben auf weil sie nicht durchhalten, es ist nun mal nicht nach ein paar Wochen vorbei.Es gibt so viele Möglichkeiten sich helfen zu lassen, doch man muss auch Hilfe annehmen, es gibt immer eine zweite Chance, auch wenn man es sich momentan nicht vorstellen kann.
Zu guter Letzt noch was, viele die immer wieder aufgefangen werden neigen dazu nicht zukämpfen, und das verurteile ich ganz gewaltig, es steht jedem frei seine Sucht zubekämpfen oder auch nicht, doch ziehe ich mein Umfeld mit runter so hört der Spass auf.
Wenn jemand das Gefühl hat, dass mit seinem Alkoholkonsum etwas nicht stimmt, dann wird es Zeit, etwas zu unternehmen. Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Hilfsangebote gibt es ja nun wahrlich genug.
Man ist nicht gezwungen, zu warten, bis PartnerIn, Kinder, Job, Geld, Haus, Führerschein und letztlich körperliche und geistige Gesundheit sich im Sprit aufgelöst haben.
Wem das alles nicht wichtig ist, der mag sich natürlich gern weiter zu schütten.
Als Suizidmethode zwar zunächst ganz lustig, aber relativ lang andauernd und am Ende ziemlich schmerzhaft. Kein schöner Anblick, wenn Leute an Alk bzw. dessen Spätfolgen komplett verblöden und qualvoll krepieren.


meine 5 Cent

so long
Mikel
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1130

BeitragVerfasst am: 21. Feb 2018 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Alkoholismus ist die wohl meist totgeschwiegenste Krankheit überhaupt.


Laut Hochrechnungen gibt es ca. 2 Millionen „formal erfasste“ Alkoholiker. Das sind all die, die schon mal wegen der Diagnose Suchtmittelabhängigkeit „Alkohol“ aufgefallen sind. Zum Vergleich: Dieselbe Statistik (DHS) geht von ca. 320.000 Drogenabhängigen aus.

Zitat:
Ich habe mal gelesen das "Limit" für Alkoholmenge pro Tag ist für den Erwachsenen ca. 35ml!


Das ist falsch. Erstens geht es bei der „risikoarmen“ Alkoholmenge/Tag um Gramm (reinen Alkohol), und der liegt beim Mann bei 24 gr. und bei Frauen bei 12 gr.
Rechnet man das um, dann sind das etwas 2 kl. Bier (330 ml)/Mann oder 2 Achtel Wein/Mann und 1 Achtel/Frau.
Der statistisch erfasste Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol liegt in Deutschland bei 9,7 Liter (Reinalkohol), dürfte aber nur bei ca. 8,8 Liter sein. (Die darin enthaltene absolut abstinent lebenden Menschen zwischen 18 – 60 sind natürlich miteingerechnet, also ist der tatsächliche Verbrauch pro Trinker viel höher.)

Zitat:
Es gibt so viele Möglichkeiten sich helfen zu lassen, doch man muss auch Hilfe annehmen, es gibt immer eine zweite Chance, auch wenn man es sich momentan nicht vorstellen kann
.

Das ist der eigentliche traurige Punkt: Dass jemand süchtig wird, ist keine Schande. Aber wenn jemand süchtig geworden ist, und (hier in Deutschland – sehr luxuriöse Situation!) von all den Hilfen, die angeboten werden, keine Hilfe annimmt – dann ist das ein Schande.

Zitat:
Zu guter Letzt noch was, viele die immer wieder aufgefangen werden neigen dazu nicht zukämpfen, und das verurteile ich ganz gewaltig
,

Das ist leider eine Nebenwirkung der sehr liberal gewordenen Einstellung gegenüber Sucht allgemein. Viele Süchtige richten sich unter dem Motto „ich kann nichts dafür, ich bin halt süchtig“ sehr gemütlich in der Suchtecke ein.

Zitat:
es steht jedem frei seine Sucht zubekämpfen oder auch nicht, doch ziehe ich mein Umfeld mit runter so hört der Spass auf
.

Dieser Spaß bezieht auf ca. 8 Millionen Co-Abhängige! Da sind nicht nur Frauen, sondern auch Kinder mit dabei.
Zitat:

Als Suizidmethode zwar zunächst ganz lustig, aber relativ lang andauernd und am Ende ziemlich schmerzhaft. Kein schöner Anblick, wenn Leute an Alk bzw. dessen Spätfolgen komplett verblöden und qualvoll krepieren.


Da ich schon bei mehreren ihr Sterben miterlebt habe: Es ist sehr viel schlimmer, wie sich das ein „Normalo“ vorstellen kann!
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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2392

BeitragVerfasst am: 21. Feb 2018 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Achja... das leidige Thema.

Mir hat in der Therapie so einiges geholfen, und paar Monate nüchtern sein, rückt das Leben wieder in ein anderes Licht.

Wenn man dann noch Glück hat, und noch irgendwo was Positives finden kann, woran man sich halten kann, wie zum Beispiel Hobbys oder Religion oder sonstwas, dann gibt es Chancen, dass das Leben noch mal lebenswert wird.

Ich habe viel reflektiert warum ich konsumiert habe, und alleine das ist halt nur nüchtern wirklich möglich. Wenn ich heute mal das Bedürfnis habe mir Stress "wegzutrinken", dann fällt es mir auf, aber das ist für mich keine Option - das schaffe ich mittlerweile sehr gut.

Selbst wenn kein abstinente Leben auf Dauer bei rausspringt, so legt man doch einen Grundstein - und darauf kann man aufbauen. Auch wenns lange dauert.

Aber wie gesagt - man muss halt auch den Glauben haben, dass es das wert ist. Wenn man alles negativ sieht, dann hat es keinen Zweck, denk ich.
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1894

BeitragVerfasst am: 21. Feb 2018 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

so, auch hier gebe ich auch noch meinen Senf dazu! in der Hoffnung, dass eine bestimmte Person es unkommentiert stehen läßt!
- als bekennende Alkoholabhängige (low-dose)- sage ichk, - also ich trinke jeden Tag schon meine 3 mal 0,5 Bierchen-... dass es kontraproduktiv ist, powermüller mit dem Gedanken der lebenlänglichen Total-Abstinenz nach dem Entzug zu konfrontieren,- denn SO - also mir der Option- nach der Therapie NIE MEHR AUCH NUR EINEN TROPFEN anzurühren, wird sein Nervensystem noch konfuser als es eh schon ist- und er wird eher dazu tendieren, nicht in die Entgiftung zu gehen!

wäre im übrigen auch für mich ne end-gruselige Vorstellung bis zum Tag meines Todes nix mehr zu trinken! Shocked - genauso schlimm, wie mit der Tabak-Raucherei aufzuhören, oder den Kaffee wegzulassen... z.B.
Verhext ist das,- mit der Stoff-fixierung. Sich umbringen ist ja auch keine Option, und eine der elendigsten Formen zu sterben ist tatsächlich der Zerfall durch den Alk.

Was ich sagen will?
Ich lüge nicht gerne, aber für mich sind "Notlügen" dann erlaubt, wenn sie Nutzen haben: Also der Betroffene sich in die Entgiftung bewegt, - evtl rührt er auch für ein paar Monate keinen Alk an, - und darüber freut sich fast jedes Körperorgan. Es ist dann eben nur ne PAUSE. Aber die schafft Raum für eine gewisse Regeneration der Leber, u.a. -
Der TE ist ein schwererer Fall als ich, - deshalb sage ich das.
Ich werde auch nicht uralt bei dem Konsum-muster, - habe aber, wie gesagt, keine Verantwortung für Kinder, einen Partner oder sonstwen...
@ Seppel- schön, dass du wieder dabei bist! nur in dem von dir angesprochenen Punkt bin ich skeptisch. Powermüller fehlt derzeit komplett die Klarsicht.
Also die Reihenfolge ist schon: erst entziehen, dann die Psycho-Baustellen bearbeiten.
Ich komme nicht aus der Hardcore-Alk-Szene, habe aber Kontakt zu zwei Menschen, die schwerstabhängig sind, - und ich kenne deren Reaktionen, wenn man ein Leben ohne "Schlupfwinkel" und die Möglichkeit eines "kontrollierten Konsums" zu bestimmten Zeiten einräumt- wenn man das Thema Klinik / Entzug anspricht! Da kommt einfach nur Panik auf,- und die führt zur Erstarrung.
Der Standpunkt mag vielen nicht gefallen. Wollte das nur kurz beisteuern.
ist lediglich meine Sicht auf das Problem.
Alles Gute für dich, Power-müller! Idea
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Dr.Mabuse
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 2778

BeitragVerfasst am: 21. Feb 2018 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

Gude Schattengewächs...

Ich find dein Post gut...

Was bringt es dem Threat Starter zu sagen...

"Wenn du nicht aufhören willst zu trinken,bringt auch eine Entgiftung nix"

Warum ermutigt man ihn nicht,warum soll er den Versuch nicht wagen?

Viele Alkoholiker merken erst mit 40-50 Jahren das sie ein Problem haben...

Power Müller ist gerade erst mal 30 Jahre...warum nicht mut machen?

So manchen Post hier ist arg Befremdlich...
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nebukadnezar
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3908

BeitragVerfasst am: 21. Feb 2018 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Seppel 4 hat Folgendes geschrieben:
.

Lieber den gewohnten Einheitsbrei schönreden, als sich mal mit meditativer

Einkehr mal auf seine Sucht zu besinnen und rauskriegen, was Dir solche Angst

macht.

Lass die Entgiftung solange, bis Du weisst, warum Du angefangen hast und

warum Du weiter machst. Bevor das nicht klar ist, wirst Du aus meiner Sicht
l


Da fällt mir der alte Witz ein: treffen sich zwei Alkis, sagt der eine" heute schon meditiert?" darauf der andere:" nö, haste mal nen Schluck?"
Also nein, ein Alki im Konsumbereich von 6 l Bier tgl. und das über 10 J. ist i.d.R. kein Meister der Reflexion und innerer Einkehr. Vielmehr ist das Seelenleben von Frust, Selbstmitleid, Aggression, Wut und Verzweiflung gekennzeichnet. Alles und alle sind verantwortlich, nur nicht der Protagonist selbst. Liegt am Alkohol Wink
Da hilft tats. nur die Einsicht( aus welcher Motivation auch immer) und Entgiftung, um seinem Hirn wieder eine kleine Chance zu treffen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und Entscheidungen zu fällen. Dann irgendwann kann man mit der Aufarbeitung beginnen, meditieren oder in seinem Innern forschen.

LG N
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Dr.Mabuse
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 2778

BeitragVerfasst am: 21. Feb 2018 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Treffen sich zwei Blinde im Park...

Sagt der eine zum Anderen...

Und was machst du heute?

Sagt der andere...Mal Schauen...
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joe
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 992

BeitragVerfasst am: 22. Feb 2018 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,
tja, die Vorstellung nie mehr was zu nehmen hat in mir am anfang auch angst ausgeloest. erstaunlicherweise war die dann aber relativ schnell weg.
die Klarheit von Abstinenz fand ich toll, teilweise auch die anscheinende Radikalität. mir fehlt heute nix und ich gehe heute einen Lebensweg, den ich mir früher nie hätte vorstellen können.
joe
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power-mueller
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 02.01.2012
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 22. Feb 2018 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo @all: Danke für eure Statements !

hab hier auch mal einen Very Happy


"Ein Kumpel hat mir gestern eine teure Flasche Whisky geschenkt.
Da ich Angst hatte, dass ich vom Fahrrad falle und die Flasche zerbricht, habe ich sie leergetrunken.
Das war ein kluger Schachzug, denn ich bin 7 mal vom Fahrrad gefallen…"


Ist ein H Entzug bzw. Opiate Entzug heftiger als eine Alk Entzug? Und wie merkt man dass man ein Delirium bekommt?


LG
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nebukadnezar
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3908

BeitragVerfasst am: 22. Feb 2018 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Der aktuelle Entzug in dem man sich gerade befindet, ist immer der schlimmste Wink , aber ein kalter Heroinentzug ist wesentlich härter, aber im Gegensatz zu einem kaltem Alkentzug nicht tödlich. Aber man muss es ( Heroinentzug )ja nicht kalt machen und mit entspr. Strategie und Medikamenten ( auch am besten stationär ) geht das ganz gut. Je nach Opiat, Dauer der Einnahme ist das dann auch noch untschiedlich.
Wann merkt man ein ( Alk) Delirium? Eigentlich erst , wenn mans überlebt Wink , gibt sicher Symptome , die darauf hindeuten - k.A.-, aber besser es ist jemand da! Ich hatte ein Delirium in der 2. oder 3. Nacht im Krankenhaus, weiss nur noch, dass es tats. im eigentlichen Sinn von ' delirium' irre war und mich die Nachtschwester irgendwo auf dem Boden des Zimmers gefunden hat. Muss man nicht erleben!

LG N
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