Forentreffen Frühsommer 2018

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MausiMaus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.07.2015
Beiträge: 2148

BeitragVerfasst am: 3. Jun 2018 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Forumianer,


das freut mich sehr, für Euch, dass es schön war,

hab`schon an Euch unbekannterweise gedacht, gestern.

Zum Glück habe ich " Nur " Suchtdruck nach >Kiffen, das wäre für

Euch sicher kein Problem gewesen, zu akzeptieren.

Im schlimmsten Fall hätt`ich paar Bier getrunken, ja und `?

Ausbaden muss ichs ja eh`Immer Selber, und körperlich drauf`sein,

auch, wenns " Nur " der Alkohol iss, will ich auch Nie wieder.

Ob sich das in meinem Leben jemals ändern wird ?

Mit dem Alkohol, und dem Kiffen ?

Kanns mir kaum vorstellen. Nicht den Rest meines Lebens,

oh , Nein.

Es wäre für mich auch kein Problem gewesen, wenn ihr Euer Substitut

oder was weiss ich dabei gehabt hättet...

ausser Heroin, da wäre ich sauer geworden, und mich hoffent - lich

sofort umgedreht, und weggrannt, so schnell ich könnte, das habe

ich mir oft vorgestellt, sollte ich jemals wieder mit Heroin in Kontakt kommen.


Ich meide Junkies, wie die Pest, normalerweise,

und, drum bin ich froh, dass der Junkie von letztens ,

sich nicht mehr gemeldet hat. Lieber keinen ( nahen ) Kontakt,

zu solchen Menschen.


Weil, über was reden zwei Junkies, Immer, egal, ob Ex - oder Nicht,


übers Junken, natürlich.

Ist doch so, oder ?

Und irgendwann liegt das Zeug wieder auf dem Tisch.



Doch vor einem Treffen hätte ich keine Angst, wenn kein H.

im Spiel ist, also werde ich das nächste Treffen anders planen,

vielleicht mit paar Tagen Urlaub, oder so.



Schön wären natürlich paar mehr Leute, klar,


doch schön, dass Ihr es wieder geschafft habt !

aller Anfang ist schwer.


grüsse,

Karin
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Cariote
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 1059

BeitragVerfasst am: 5. Jun 2018 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, war schön! Allerdings, Karin, solltest du wirklich mal teilnehmen wollen dann checke das lieber ab, ob irgendwelche Drogen " verboten" sind. Nicht, dass du da in je blöde Situation stolperst...
Und, nein, als Heroin User gibt es durchaus andere Themen als Heroin. Es sei denn du hast ein Defizit/ Bedarf.

Sonnige Grüße sendet Caro
PS Kann das sein, dass der Ruhrpott sehr viele finanziell nicht so gut gestellte Bewohner hat? Ich habe dort extreme Armut erlebt, mehr noch als in Berlin, gefühlt..
Ein bisschen erschrocken war ich schon über die Kippenpuler im Bahnhof Exclamation
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2708

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2018 09:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Caro,

das Ruhrgebiet ist sehr heterogen. Es gibt ne Menge Leute, die die gut verdienen und viele, die nix haben. Zudem ein riesen Multi Kulti. Hier sieht man besonders gut, wo die Politik uns hin führt. An den Brennpunkten - das Ruhrgebiet gehört definitiv dazu, mit 20% Arbeitslose in Gelsenkirchen bspweise. Trotzdem lässt sich hier gut Geld verdienen. Ich mache gerne Ausflüge dorthin, weil die Industrielandschaft einfach abgefahren ist Very Happy Zudem haben viele Ecken einen besonderen Charme. Bayern war mir zu "sauber" und homogen. Allerdings - Essen gehört für mich nicht dazu, die Stadt mag ich überhaupt nicht. Und mir ist schon wichtig, den Niederrhein im Rücken zu haben, nur Ruhrpott - das wär dann auch nicht meins. Obwohl es viele Ecken gibt, die sehr grün sind.

Die größte Armut hab ich aber in Karlsruhe gesehen, schön versteckt, direkt neben der großen Einkaufsstraße. Der Kontrast war heftig, wenn auch nicht für jedermann sichtbar. Ansonsten ist BW reicher, das sieht man auch. Hessen hat auch seine Ballungsgebiete - aber gänzlich OHNE Charme. Es wirkt kalt. (Essen ist eine der wenigen Ecken hier, die ähnlich auf mich wirken, deshalb verbringe ich dort keine Zeit.)

Aber wie immer - ist Empfindungssache, neben klaren Zahlen, wie Arbeitslosigkeit, Kriminellenrate (gestern telefonierte ich lange mit Hanna und da kamen wir auf Hessen, als wir damals im Frankfurter Raum in die Sucht einstiegen: die höchste Rate an Kriminalität hatte "unsere" Stadt damals, auf die Einwohnerzahl umgerechnet. Eine traurige Berühmtheit, dagegen ist das ganze Ruhrgebiet, mitsamt den nahezu rein türkischen Vierteln sehr "harmlos". Wink
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1335

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2018 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Dakini hat Folgendes geschrieben:
Die größte Armut hab ich aber in Karlsruhe gesehen, schön versteckt, direkt neben der großen Einkaufsstraße.


Fällt mir spontan die "Drachenburg" ein. Cool
Abgesehen davon, jede Stadt hat, völlig unbemerkt von den meisten ihrer Einwohnern, irgendwo ein Armenghetto.
Und auf der schwäbischen Alb (bitte mit b Wink ) gibt es mehr Junkies und Alkoholiker, als mancher glauben möchte. Wink
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2708

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2018 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu Marle,

definitiv: grusel! Die Leute nannten die Ecke "die Bronx". Meine Güte, so was hab ich in Amsterdam nicht gesehen damals. Ich war total geschockt. Auch die Leute, die drauf (und arm) waren, welch ein Horror! Nach 4 Wochen dort war ich therapiereif und hatte die Nase voll von dem Elend, besonders von meinem eigenen. Naja, gerade mal erwachsen, dem Gesetz nach, macht man solche Dinge. Mein Ex (nicht süchtig) meinte wohl, es würde mir gut tun, so richtig in der Sch... zu sitzen und hat mich dahin mitgenommen - er lag absolut richtig. Ich selbst hatte ein kl Appartment in der Nähe von Heilbronn. Doch in Karlsruhe, lebte ich mit den anderen mehr oder weniger auf der Strasse. (mal hier, mal da gepennt) Weiter runter geht´s nimmer. (selbst Frankfurt war nicht ganz soo krass) War sehr heilsam! Aber das ist alles sehr lange her! In einem anderen Leben...

Seither habe ich immer zugesehen, dass die Rahmenbedingungen stimmen (Wohnung, Finanzen, Beschäftigung). Mit, oder ohne drugs. Nun ja, man wird älter und weiser...Very Happy Cool

Trotzdem, es war völlig anders, als heute - was denkst Du? Besser, oder schlechter, oder einfach anders?
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1335

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2018 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Trotzdem, es war völlig anders, als heute - was denkst Du? Besser, oder schlechter, oder einfach anders?


Viele ältere – ich sach mal so ab 40+ hört man oft sagen „früher war alles besser“.
Ich finde das nicht. Es war anders. Manches war schlimmer, manches besser.
In manche Gegenden, die ich früher hipp und toll fand, würden mich heute keine 10 Pferde mehr bringen. Andere, die ich früher immer gemieden habe, haben sich krass zu ihrem Vorteil gewandelt. Plätze, wo früher übelste Gestalten herumlungerten, sind heute schöne Plätze, wo jeder jeden trifft.

Was vielleicht nicht so extrem war: Die Anonymität und das Wegschauen.
Ich glaube, die heutige – oft auch nur subjektiv empfundene Armut kommt viel vom Übermaß der Dinge, die jeder haben muss. Kein 14jähriger, der nicht schon ein Smartphone für 500€+ hat. Das wären zu meiner Zeit mindestens 1000, eher sogar mehr DM gewesen. Hätte sich niemand vorstellen können, und schon gar nicht so achtlos durch die Gegend getragen.

Ich komme in der Selbsthilfe mit Leuten zusammen, die jammern, wie arm sie sind. Wenn ich zu denen nach Hause komme, krieg ich große Augen. Flat-TV mindestens 1,5 m. Neueste Tabletts und Smartphones. Das Zeug liegt rum, als wär’s wertloser Kram. Da werde ich dann nachdenklich …
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2708

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2018 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist auch wertlos, denn die wahren Werte sind wohl anders gelagert. Idea

Hab mich ne Weile mit Narzissmus auf persönlicher Ebene befasst und dann mal ein Buch in die Finger gekriegt, in dem es um den Narzissmus der Gesellschaft geht. Ist mehr oder weniger, der Punkt den Du ansprichst -> wegschauen, usw, der sich verändert hat. Schreib in Ruhe noch was dazu.

Genieß die Ferne! -> wünsch ich Dir Wink
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Yez
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2584

BeitragVerfasst am: 7. Jun 2018 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

Nach meiner persönlichen Erfahrung,

in meiner Jugend , gab es wesentlich wenig Geld für Luxus .
In den meisten Familien, gab es zum Beispiel „ nur „ ein PKW .
Heute ist es doch normal , dass Mama Taxi spielt .
Wir sind stattdessen mit dem Fahrrad unterwegs gewesen .
Auch war weniger Geld für Urlaub über .
Da wurden dann eher Waldausflüge oder ähnliches gemacht .
Dadurch lernte man erst das eigene Land kennen ,
bevor man sich die „ Welt „ anschaute .

War das besser ?...? ..., ich denke schon ,
weil man sich auf die Familie konzentrierte , statt sich nur mit Elektroschrott zu beschäftigen

Natürlich möchte ich auf meinem „ Luxus „ auch nicht mehr verzichten ,
aber benötigen wir ihn wirklich ? Eher nicht .

Eigentlich ist heute doch der echte Luxus, die Zeit .
Davon hatten wir früher wesentlich mehr .

Auf das wir unsere Zeit sinnvoll nutzen

Liebe Grüße

Yez


Selbst das schreiben hier , ist oft nicht sinnvoll
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mikel015
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3688

BeitragVerfasst am: 7. Jun 2018 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

dakini hat Folgendes geschrieben:




Aber wie immer - ist Empfindungssache, neben klaren Zahlen, wie Arbeitslosigkeit, Kriminellenrate (gestern telefonierte ich lange mit Hanna und da kamen wir auf Hessen, als wir damals im Frankfurter Raum in die Sucht einstiegen: die höchste Rate an Kriminalität hatte "unsere" Stadt damals, auf die Einwohnerzahl umgerechnet. Eine traurige Berühmtheit, dagegen ist das ganze Ruhrgebiet, mitsamt den nahezu rein türkischen Vierteln sehr "harmlos". Wink


"Ghettos" gab es schon immer und die wird es auch immer geben!
Für manche die nur Muttis Reihenhaus Bonzenviertel kennen ist jede Hochhaussiedlung ein No-Go-Ghetto,

Im Ruhrpott , Dortmund ganz klar - Nordstadt
Dagegen ist doch in Essen alles ganz locker und chillig.


Ich bin in Düsseldorf-Oberbilk aufgewachsen, wobei es sich dort auch stark beruhigt hat und der Stadtteil eigentlich nur von seinem üblen Ruf lebt. Seit den 90ern und Wegzug, Einknastung und älterwerden vieler damaliger Gestalten die heute alle ü40/ü50 sind ist der Stadtteil inzwischen kaum anders wie die meisten.
wenn man sich mit Jugendlichen die da heutzutage groß werden unterhält können die kaum glauben dass da noch vor 20 Jahren ein anderer Hase lief und bekommen sehr schnell ungläubig blickende, große Augen wenn sie die eine oder andere erlebte Geschichte zu hören bekommen. Heute halt ne völlig andere Jugend (Generation [SPAM GEBLOCKT] ,Smarthone und co...) in nem anderen Zeitalter...

Ich musste mich Ende der 80ziger mal aus D'dorf für ne Zeitlang verdrücken weil die Cops nicht so gut auf mich zu sprechen waren und bin dann ein paar Monate zu " Bekannten"
nach Preungesheim ...Frankfurt...
sowas hatte ich vorher noch nicht gekannt da war alles andere echt ein Ponyhof...
hatte dort immerden Eindruck dass mir das Wort "Fremder" auf der Stirn tattoowiert steht und mich alle angaffen würden.
Dort live mitbekommen wie sich mal eine türk.Jugendgang mit ner arabischen/zigeun.Jugendgang tierrisch auf die Birne gehauen hat,da ging es so richtig ab und natürlich von den Cops keine Spur denn die trauten sich schon mal garnicht nach Preungesheim...


Ach ja, die gute alte Zeit... Wink
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