Was tun? Substi und Trinken.

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Schlaumeier
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 1668

BeitragVerfasst am: 12. Sep 2019 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ja nee is klar. Wir Suechtel sind alle nur Opfer.
Ich bin seit '81 H Abhaengig und hab 2 kalte Entgiftungen in Kkhs und mehrere privat gemacht. Dann kam Ende der 80er / Anfang der 90er das erste Geschenk, die warme Entgiftung. Spaeter kam die Sub mit immer neuen Submitteln. Hat mich entkrimminalisiert und war der Einstieg zum Ausstieg. Dafuer bin ich dankbar. Ich hab mich nie als Opfer gesehen. Einige meiner Freunde haben auch ueber die Sub zurueck ins Leben gefunden. Ich denke auch ein paar Forenmember. Shocked "Subfalle" kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

Zur Sauferei kann ich nur von mir reden. Ich war Alki bevor ich Junkie wurde. Die meisten meiner Freunde auch. Kellerparties mit Bier und Schnaps, spaeter Kiff und mehr. Irgendwann H. Alk war zumindest bei mir immer dabei. Ich hab dann nicht aufgehoert mein Feierabendbier, das Diskobier oder das Strandbier zu trinken nur weil ich H Breit war. Was ist geblieben? Das Bier, der Junk nur sporadisch alle Jubeljahre. Was aber gruselig ist, viel ist auch Gewohnheit. Oft gehe ich ganz automatisch in einen Kiosk und kaufe nen Jaegi ohne wirklich das Beduerfnis zu haben. Einfach weil ich das immer so gemacht habe und gerade an dem Kiosk vorbeilaufe. Mad
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2189

BeitragVerfasst am: 12. Sep 2019 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

nunja, - hab nicht alles gelesen.

Ich weiß ungefähr, was Praxx meint, auch wenn es schon SO ist, dass der Alk auch VOR der Substitution omnipräsent war.

Ist ja nicht so, dass die mit Metha oder Pola abgesättigten "Kühe" (sorry, aber so kamen mir die Leutz im Park - kleine Szene in Köln- oft vor, und dann auf einmal entdecken "oh, am Kiosk oder im Supermarkt gibt es ein Getränk, für wenig Geld, das die Beduselung (ich nenne es mal nicht "Kick"- weil Alk nicht kickt, nach der Gewöhnungsphase) verstärkt- probier ich das doch mal aus"!

Ich habe während meiner Studien-zeit mit einem Hardcore-Junkie zusammengewohnt - und kann nur sagen- SEIN Leben war viel anstrengender und kräftezehrender als mein lari-fari-Studenten-Leben. Damit mein ich primär die Beschaffungskriminaliät mit allem Klamauk, der dazugehört.
Kann sein, dass dieses nahezu chronische Rumgewusel auf Adrenalin dem Alk weniger Raum gibt. Aber Suchtgehirn ist halt Suchtgehirn, der Jaegi, war eh immer dabei (so meine Beobachtung)-

Ich kenne echt nur einen Menschen (im Bekanntenkreis) der NUR Meta nimmt (oder H eben) abwechselnd (selbstorganisiert mit stabiler Lieferung) und keinen Beikonsum hat. Meine beste Freundin hier. Mal ein sticki, aber auch nicht täglich.
Sie mag Alk einfach nicht,- ist nie alk-affin gewesen.
Merkt man deutlich, wenn man sich mit ihr unterhält. Einer der ganz wenigen, die noch "alle Tassen im Schrank" haben.
Ich bin leider politox. Ist ja kein Geheimnis.
Abgenervt bin ich gerade, dass ich meinen täglichen Alk-konsum gesteigert habe- davon muß ich dringendst wieder runter, sonst bin ich in 10 Jahren tot.

sorry, off-topic,- der Rest waren lediglich "Beobachtungen" (war selbst nie substituiert)- mein Arzt verschreibt mir weiterhin brav Oxycodon. Soviel ich will. Aber ich will nicht "viel"! Rolling Eyes -

LOVE & PEACE in die Runde!
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2225

BeitragVerfasst am: 12. Sep 2019 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Mohandes59 hat Folgendes geschrieben:
Warum verfallen so viele ex-Junkies dem Alkohol?


Ich habe schon den Eindruck, dass Alkohol (oder auch Benzos) ansatzweise den "alten Zauber" zurückbringen, wenn die Opiate allein nicht mehr so richtig wirken wollen. Leider haben die an sich bald den gleichen Effekt... Ich habe das so erlebt: Alkohol allein macht mich eigentlich nur noch fertig. Mit Opiaten geht es mir nach einer kurzen Weile einfach nur "nicht schlecht". Mit beidem zusammen fühle ich mich gut, aber das wird auch schnell weniger (und kürzer). Bei den Benzos ist es ähnlich. Im Endeffekt ist es wohl so: man kann seine Gehirnchemie nicht ewig austricksen.
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2189

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2019 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

huch, - hi surreal! Smile - toll, dass du auch mal wieder was schreibst.
Hab dich schon vermisst hier.
ja, so ist das. Man / frau gewöhnt sich einfach an ALLES, - dieser Gewöhnungs-effekt bezieht sich auf ALLE psychoaktiven Substanzen- nur am Anfang hat man den Rausch / Kick whatever- und genauso würde ich es auch ausdrücken- irgenwann kann man sich selbst nicht mehr austricksen- man wird quasi (wenn man nicht DOOF ist) gezwungen, auch mal mit bestimmten Stoffen zu pausieren.
Ich bin aktuell bei 4-5 Flaschen Bier am Tag, was ich persönlich bei meinem Fliegengewicht von 50 kg zu viel finde.
(@ Seppel: hab deine privaten mails bekommen, ich schreib dir später was, hatte Besuch und muß mich gerade etwas "regenerieren")-

Surreal, wie geht es dir denn aktuell? was konsumierst du so? Kratom war ja deine Lieblingsdroge, oder? Kommst du irgendwie klar, auch mit deinen Devianzen die speziell im Zusammensein mit Menschen problematisch sein können?

LOVE & PEACE -
Schatti Cool
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2225

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2019 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, in der Tat läuft es aktuell so gut wie seit Jahren nicht mehr bzw. vielleicht so gut wie noch nie. Habe nun die "Branche" gewechselt und arbeite im IT-Bereich (was ich übrigens zunächst ohnehin vorhatte...). Die Arbeit macht mir Spaß und mein Arbeitgeber ist offenbar sehr froh, mich eingestellt zu haben...

Naja, Kratom ist jetzt nicht unbedingt meine "Lieblingsdroge", eher allgemein die Opioide. Und da gibt es schon bessere (Heroin wirkt schneller und man muss sich nicht löffelweise Pulver in den Hals schieben...). Wenn man sich daran gewöhnt hat, sich ungeheure Mengen davon einzuverleiben, gibt es aber keine wesentlichen Unterschiede mehr. Aber egal, ob Kratom oder Heroin: ich erlebe das mittlerweile immer so, wie oben beschrieben: ein paar Tage (mal mehr, mal weniger) fühle ich mich damit sehr gut - und dann wird es bestenfalls "normal" (und man ist dann schon wieder ein kleines bisschen darauf angewiesen, weil das Absetzen schon wieder unangenehm geworden ist).

Beim Alkohol allein ist es noch schlimmer. Tatsächlich trinke ich mittlerweile gar nicht mehr, wenn ich sonst nichts habe, weil das immer nur schlechte Stimmung erzeugt. In Kombination erlebe ich aber noch immer so etwas wie einen Rausch - was ich gerade noch einmal versucht habe. Daher wohl auch die Wortmeldung... Wink
Etwas Kratom habe ich noch und heute auch nochmal eine Flasche Wein dazu gekauft - wenn das weg ist, lasse ich es aber wieder sein... zumindest für eine Weile.

Tatsächlich glaube ich immer noch, dass speziell die Opioide in meinem Gehirn quasi eine Art Ausgleich schaffen - zumindest fühle ich mich damit wie zu Anfang "normaler" als sonst - aber ich denke mittlerweile, dass sie wohl eher nicht dafür geeignet sind, diesen Zustand permanent herzustellen, weil das eben recht schnell wieder vergeht. Inzwischen gönne ich mir das ganze Zeug entsprechend eher mal ein paar Tage und lasse es dann auch wieder.
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2189

BeitragVerfasst am: 14. Sep 2019 08:35    Titel: Antworten mit Zitat

das hört sich echt gut an, surreal.
Also ich denke, du bist einer von den GANZ WENIGEN hier (und generell), die das Hinkriegen, mit dem "kontrollierten Konsum"! Idea Wink - also wirklich hinkriegen, - denn viele glauben das, und sind eben dennoch mehr oder weniger Opfer ihres Suchtgehirns.

Ich gehöre nicht wirklich dazu, obwohl ich das zeitweise dachte!
Was Benzos und Oxy betrifft, yep.
Beim Alk kann ich einfach nicht nach einer Flasche Bier "stop" sagen und wieder Wasser trinken. Also mindestens zwei müssen es eben sein, damit ein Winz-rausch einsetzt (in Kombi mit den anderen Basics an drugs, logo)-

Ich freue mich voll, dass du gut klarkommst,- im IT-Bereich bist du bestimmt ein "Überflieger", und hast auch primär auf sachlicher Ebene mit Menschen zu tun. Da wird das Asperger-Syndrom (das ja diagnostiziert wurde) dir nicht im Weg stehen.

Würde mich freuen, wenn du hier ab und zu was hier schreibst, du liest dich schön "flüssig" und intelligent, - kann das Forum gut gebrauchen!
Alles Gute!
Schatti Cool
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2225

BeitragVerfasst am: 14. Sep 2019 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß nicht, wie gut ich das wirklich hinbekomme... Mittlerweile denke ich schon öfter mal darüber nach, dass es vielleicht besser wäre, die Drogen ganz sein zu lassen - weil ich durch den erneuten Konsum immer wieder auf die Schiene gebracht werde, dass es mir damit doch so viel besser ginge - was sich, wie gesagt, nach ein paar Tagen dann wieder als trügerirsch herausstellt. Das sind dann immer wieder einige Tage "Umstellung" und Entbehrung, wenn man so will.
Vernünftig betrachtet ergibt das keinen Sinn. Und trotzdem fange ich immer wieder damit an. Von daher werde ich wohl auch eines dieser "Suchthirne" haben... Wink
Insgesamt kann ich den Konsum mittlerweile aber schon ganz gut willentlich regeln. Eine Zeit lang habe ich z.B. wirklich täglich Kratom genommen (einfach, weil ich es mir nun leisten konnte...) - und nach ein paar Wochen hatte ich den Eindruck, dass es mir dadurch eher schlechter geht: regelmäßig Schwindegefühle und Übelkeit, aber keine bessere Stimmung mehr... Das habe ich dann gelassen und bin so nach und nach dazu übergegangen, eben hin und wieder ein paar Tage (Wochenende oder im Urlaub) zu konsumieren, was mit einigem Abstand dann auch immer wieder angenehm ist.
Insgesamt frage ich mich aber schon, ob das nicht, global betrachtet, eher zusätzlicher Stress ist. Nur kann ich es offenbar zumindest aktuell nicht sein lassen.
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2225

BeitragVerfasst am: 14. Sep 2019 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ansonsten: ja, ich fühle mich in der Arbeit, die ich nun habe, wirklich "zuhause". Ich kann mich mit interessanten Projekten beschäftigen, habe recht großen Freiraum dabei und meine Arbeit wird wertgeschätzt. Von daher war das die beste Entscheidung seit langem, mich in der Richtung zu orientieren.
Vermutlich liegt es auch daran, dass ich seit Jahren keine wirklichen "Abstürze" mehr hatte. Wie ich mit dem "Restdrogenbedürfnis" umgehen sollte, frage ich mal halt trotzdem hier und da...
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2189

BeitragVerfasst am: 14. Sep 2019 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

ja, das ist schon mal super. Smile dass du für dich eine "Niesche" gefunden hast.
Sag ich mal.
Wo du keinen Stress hast, primär- und dass du deine Begabungen so sinnvoll einbringen kannst,- denn die hast du ja!
Ich hab nochmal über "kontrollierten Konsum" nachgedacht.
Insgesamt ist mir aufgefallen, dass Leute mit dem Asperger Syndrom einfach "rationaler" unterwegs sind, - das bietet ein gutes Gegengewicht, zu dem, was feelings mit einem machen, wenn der "Geist" nicht mehr interveniert, könnte man sagen.
Sprich: klar, du konsumierst schon "hartes Zeug" (H) aber du kannst abschätzen, wie lange und wieviel du davon nimmst, und wann du wieder "um-switchen kannst" in den Arbeits-modus. Dafür braucht man eben SYSTEM-VERSTÄNDNIS - und das geht bei einigen Menschen gen ZERO.
Will sagen: wenn du dich entscheidest, dir ein Wochen-ende lang dein Leben unter den von dir benannten Substanzen zu leben, dann ist es eben für diese Zeit. Und du weißt ungefähr, im Hinterkopf, wie lange und blöd sich der Entzug danach anfühlst, nimmst es aber ganz bewußt "in Kauf"-
Das ist eben das, was die meisten Konsumenten nicht "auf ihren Radar" (derzeit mein Lieblings-ausdruck! Wink) kriegen---- sie wissen nicht was sie tun- und wenn sie nörgelig-entzügig drauf sind, - checken sie zwar immer, wieso- aber tun es dennoch immer wieder.
however-
Ich fühl mich eben zu dir seelenverwandt, weil es da einige Übereinstimmungen sind. Ich denke, ich habe ganz klar "aspergerische Züge"- ist mir egal, ob Psychiater damit übereinstimmen, oder nicht.

Das wollte ich noch durchfunken.
Ich mach jetzt Sendepause-
lOVE & PEACE-
Schatti-Checker Cool
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2225

BeitragVerfasst am: 14. Sep 2019 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Das stimmt allerdings wirklich. Als ich dann mal selbst erlebt hatte, dass die Wirkung irgendwann nicht mehr wirklich besser wird (eher das Gegenteil), habe ich es dann (so zumindest) auch sein gelassen. Alles andere erschien mir sinnlos. Mag sein, dass andere einen solchen Moment vielleicht nicht so erkennen. Ich meine auch, dass ich seitdem wirklich einen größeren Abstand zu meinem Konsum habe - wenn auch trotzdem immer etwas hin- und hergerissen...

Ansonsten: dir auch alles Gute. Nach dem, was ich jetzt von dir gelesen habe, scheinst du es ja auch geschafft zu haben, bei deinem "Muster" zu bleiben - und das hält sich ja auch in Grenzen. Letzten Endes ist das wohl nicht die schlechteste Situation - jedenfalls, wenn man es schafft, sich in dem Bereich zu halten.
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2225

BeitragVerfasst am: 14. Sep 2019 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Und: wie gesagt verstärken Alkohol und Benzos die Opioidwirkung bei mir deutlich. Nur: Alkohol kann ich nicht so viel trinken (das würde auffallen Wink) und vor den Benzos habe ich wirklich zu viel "Respekt". Das, was da so als Entzug geschildert wird, ist mir das bisschen"Steigerung" nicht wert... Ganz davon abgesehen, dass ich die auch nicht so einfach bekomme. Von daher hatte ich in der Hinsicht, jedenfalls in letzter Zeit, größere Probleme.
Grundsätzlich kann ich es aber gut nachvollziehen, dass jemand, der an Opiate gewöhnt ist, irgendwann dann auch auf Alk und/oder Benzos kommt - denn die wirken wirklich gut zusammen. Im Beipackzettel von Diazepam wird übrigens ausdrücklich darauf hingewiesen Wink. Mittlerweile gehe ich aber schon davon aus, dass das genauso kurzfristig ist. Bzw. ich hatte schon am zweiten oder dritten Tag Alkohol + Opioid den Eindruck, dass der "Rausch" schon wieder flacher oder kürzer wird.
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2225

BeitragVerfasst am: 14. Sep 2019 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

surreal hat Folgendes geschrieben:
Von daher hatte ich in der Hinsicht, jedenfalls in letzter Zeit, größere Probleme.


Keine größeren Probleme natürlich... Laughing
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2189

BeitragVerfasst am: 15. Sep 2019 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

hi lieber Surreal!
wie du selbst siehst, ist das Forum derzeit nicht sehr aktiv, bzw. es schreibt fast niemand mehr was... naja. Schade eigentlich.
Wir beide kommen schnell in eine Art geistiges "Ping-Pong"- einfach deshalb, weil da wohl ähnliche Grundstrukturen gegeben sind. Sehr lustig.
ja, ich finde mich auch bewundernswert: denn ich hab mich eben (wie du gesagt hast) seit vielen Jahren fix eingestellt auf meine Opiat- und Benzospiegel, - dazu kommt eben noch Kiff (wenn mir danach ist) und LEIDER, etwas zuviel Alk.
Wenn ich auf 2 Flaschen Bier am Tag kommen könnte, würde es mir deutlich besser gehen. Aber derzeit geht das nicht. Bzw. evtl erschließt sich mir nicht der Grund, warum- physiche Parameter (Blut) ist okay, fit bin ich auch noch (mache morgens vor dem Frühstück immer ein kleines Bewegungsprogramm- zig mal 30 Liegestütze vorwärts und rückwäts, stretching aller wichtigen Zonen (komme z.B. mit der Nasenspitze locker ans Knie, wenn ich das Bein auf einen Zaun positioniere!) - diese ganzen Dinge funktioinieren nur, weil ich ein DISZIPLINIERTER Junkie bin. Also, ich mache bestimmte GESUNDE Dinge jeden Tag, egal wie es mir geht und wetterunabhängig.
Das ist wohl der entscheidende Punkt.
Auch was Ernährung betrifft. Es "darf" auch mal Junkfood sein, logo- also oft pimpe ich mir eine Tiefkühlpizza mit Spinat, Tomaten, Knobi, Zwiebeln, Chicoree usw. auf, so dass es eher "Nobel-Junk-Food" ist.
Anders geht es eben nicht.
Das alles sind quasi kompensatorische Maßnahmen, weil ich ja auch viel toxischen Input habe. Und irgendwie will ich eben auch nicht in den nächsten Jahren sterben, dafür find ich das Leben einfach dann doch zu schön.
Ausgenommen sind die "Migräne-Phasen"- klar,- da würde ich oft am liebsten sterben. (wenn ich wüßte, wie! Shocked )- schnell verdrängen.
Aber die hängt nicht kausal mit den drugs zusammen.

Du warst ja auch ein Fan von Karl Lagerfeld. Ich konnte das zuerst gar nicht verstehen, da er mir suspekt war. Nach seinem Tod habe ich mir zig Dokus und Interviews mit ihm reingezogen, und gemerkt, was für ein toller, zutiefst integrer Mensch er doch war! Ein Mensch mit Werten. Eine Seltenheit!

So, ich schweife ab... ich geb mein bestes, um das Forum am leben zu erhalten.
Heute werde ich wohl später mal zum See fahren- denn es ist echt ein schöner, sonniger Herbsttag. Eigenlich mein Lieblingswetter. Im Sommer kann man mich echt in die Tonne kloppen. Ab 28 Grad geht gar nichts mehr. (so wie bei dir, eben)-
Wünsch dir einen guten Tag, - du weißt ja, was du tust. Um dich mache ich mir viel weniger Sorgen als um manch andere Kandidaten, die hier still mitlesen!
LOVE & PEACE-
Schatti Cool
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2225

BeitragVerfasst am: 19. Sep 2019 21:56    Titel: Antworten mit Zitat

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:
Du warst ja auch ein Fan von Karl Lagerfeld. Ich konnte das zuerst gar nicht verstehen, da er mir suspekt war. Nach seinem Tod habe ich mir zig Dokus und Interviews mit ihm reingezogen, und gemerkt, was für ein toller, zutiefst integrer Mensch er doch war! Ein Mensch mit Werten. Eine Seltenheit!)


Ja, in der Tat, den fand ich immer klasse. Obwohl er so extrem künstlich gewirkt hat, kam es mir so vor, als sei er echter gewesen als die meisten Menschen, die man in den Medien so zu sehen bekommt. Auf jeden Fall hat er bis zuletzt das durchgezogen, was ihm entsprechend war. (Wobei er natürlich auch Glück hatte: wohlhabend geboren und früh als "Genie" anerkannt. Da kann man sich natürlich mehr leisten denn als "Otto Normal"... Wink).
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2189

BeitragVerfasst am: 19. Sep 2019 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

high surreal! da bist du ja wieder! Idea -
das ganze gerät jetzt (wie immer hier, quasi) etwas "of topic" aber ja! ich fand ihn auch irgendwie authentisch incl seiner ganze Extravaganzen. Ein "stimmiges Gesamt-gefüge" und dazu sehr schlau, und schlagfertig, auch noch ü 80!
das soll mal einer nachmachen.
Dazu gehört nicht nur Genie, sondern auch eine gewisse Disziplin. Wie auch immer- ich war ganz baff als er diese Pappnase von Markus Lanz voll an die Wand gequatscht hat. Da konnte man schön sehen, dass einige Menschen (primär Moderatoren) ewige Schleimis und Arschkriecher bleiben, und andere einfach NIVEAU haben. Geld hin oder her. Ja, klar hatte er besser Ausgangs-positionen als manch anderer- ist immer nur die Frage, was man draus macht!
Aus mir hätte auch mehr werden können als ein schattengewächs, das viel Lebenszeit damit verbringt, hier im Forum zu texten.
Derzeit für einen "guten Zweck": ich will nicht, dass es demnächst "weg ist"- weil es zuwenige Beiträge gibt.

Bonne nuit! Alles wird gut.
Schatti Cool
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