Eilt : Operation - Polamidon/Heroin

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Sonnenlicht
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 04.03.2016
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 23. Nov 2019 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Noch eine vielleicht blöde Frage an euch

Wartest man mit der erneuten Einnahme von Polamidon genau 24 Stunden
oder
guckt man wie es einem geht und wenn noch kaum Entzugssymptome da sind, dann nimmt man erst später?

Wenn es einem noch gut geht, dann wäre es doch nachteilhaft schon wieder etwas zu nehmen, denn dann dosiert man doch hoch, oder?

Das ist echt so schwierig, oder ich mache mir einfach viel zu viele Gedanken (das war schon oft mein Problem)

Ich hoffe euch allen geht es gut und ihr könnt den Tag genießen. Gerade kommt seit längeren Tagen zum ersten Mal die Sonne raus. Ist das nicht ein tolles Gefühl, die helle, warme Sonne...
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Sonnenlicht
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 04.03.2016
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 23. Nov 2019 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

nebukadnezar hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Nebu: Bist du aktuell noch drauf?

Nein, bin seit 01. '15 clean. Ich war über 20 J in Substitution und lebe über 20 J mit meiner Frau zusammen, die gar nichts mit Drogen zu tun hat. Ich habe ihr anfangs auch nicht erzählt, dass ich H- abhängig war. Allerdings ließen sich die ( damals noch) 21-30 Dhc Fläschchen nicht dauerhaft erklären. Also musste ich irgendwann klaren Tisch machen. Das war gut, denn Ehrlichkeit befreit, wenn man eine Lüge lebt und immer wieder wider seinem Wesen handelt. Je nachdem ist es nicht einfach und gerade wir Süchtel sind nun mal nicht die Konflikt freudigsten.


... muss unterbrechen, Madame ruft...

t. b. c.

LG N

Hallo Nebukadnezar,
Wie hast du es nach 20 Jahren runter geschafft? Und hattest du nie Beikonsum? Jetzt schon 4,5 Jahre clean. Wow, du bist echt ein starker Mensch.
Wie hast du das psychisch gemacht, mit was hast du dich abgelenkt oder hast du dich in einer Therapie damit auseinander gesetzt?


Meine Partnerschaft ist auch schon so lange. Wobei sie in den letzten Jahren schon gelitten hat. Wir sind ein gutes Team und haben uns wirklich (und trotz H) sehr geliebt, aber ich habe mich ja immer mehr zurück gezogen. Von allem.
Ob wir wieder 100% zusammen finden? Aktuell tausche ich ja nur aus. H gegen Pola.

Aktuell stresst mich einfach alles. Aber ob das überhaupt mit der Sucht zusammenhängt?
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Sonnenlicht
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 04.03.2016
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 23. Nov 2019 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Seppel 4 hat Folgendes geschrieben:
Liebe Sonnenlicht,

ich lese in Deinem Post eine gewisse Traurigkeit gepaart mit ein wenig Resignation.

Das ist nicht NOT-wendig!

Es hilft Dir nicht, Deine Not zu wenden, denn es führt Dich nicht zum Ziel. Es ist

( aus meiner persönlichen Sicht ) ABSOLUT notwendig, dass Du etwas tust, dass

Dir WIRKLICH hilft.

Und das Tun muss aufgeteilt werden in LANGFRISTIG - MITTELFRISTIG -

KURZFRISTIG !

Mache Dir doch mal einen Plan, den Du in diese 3 Untergruppen einordnest.


Und mache diesen Plan für ALLES im Leben; NICHT nur für Drogen!


Und bespreche diesen Plan mit einer Person, der Du für die Durchführung dieses

Plans voll ( oder auch halb ) vertraust.


Du M U S S T erst mal wieder das Gefühl dafür kriegen, dass DU

a) K Ä P T A I N und b) M O T O R Deines Lebensschiffes bist. Wenn Du

nicht recht schnell aufhörst Dich HAUPTSÄCHLICH um die letzen Einzeldetails

Deiner Lebensverwirklichung zu kümmern, gibt es Probleme; d.h.


IN FORTSCHRITTEN DENKEN und nicht nur


' den Status Quo ' erhalten, sonst geht es nämlich automatisch nur bergab.

Und wenn Du Dein Leben mutig in die Hand nehmen willst dann wisse:


HÖR AUF, DIR SACHEN SCHRIFTLICH VORZUSTELLEN, DIE DU n i c h t wilst!


Du machst Dir dabei A N G S T Evil or Very Mad !


Doch Du brauchst: M U T ! Und: ZUVERSICHT ! Und: Kleine tägliche Erfolge!


Das kannst Du ( solltest du ) ganz prima im Forum klären. Wie Du selbst fest-

gestellt hast: Hier postet die GEBALLTE ERFAHRUNG ! No joke Exclamation


Unterlasse bitte den K A R D I N A L F E H L E R, den aber fast alle

zaghaften, ängstlichen Praktiker machen:

HÖRE AUF, ETWAS IN DEINEM LEBEN ZU VERSUCHEN ! HÖR DAMIT AUF!


Mache Deine Ziele/Aufgaben so klein, dass Du sie gehen kannst. Das ist die

ABSOLUTE VORRAUSSETZUNG für den Weg in die frohe Cleanheit!

DU bist die Chefin und lebst DEIN Leben. Lebe und gestalte es so, dass Du

N I E mehr was versuchen musst.

Lieber viele, viele kleine Schritte in Richtung Erfolg als EINEN zu grossen Schritt,

der daneben geht und wieder AUSGEHALTEN WERDEN MUSS!

DAS ist praktizierte SELBSTLIEBE, die Dir hilft MIT oder OHNE Drogen immer

ein Leben zu Leben, dass erkennen lässt, dass Du Dich lebst. Bewusst und aktiv.


Schau nicht zu oft auf Deine Befindlichkeiten; vom Schauen wird nix besser.

Ich hoffe, ich war nicht ZU direkt und Du verstehst das Geschriebene als Hilfe.

Hau rein! Ich bin bei Dir!

Seppel Wink


Hallo Seppel,
du kannst zu mir absolut direkt sein.
Ich laufe eigentlich ziemlich gezielt durch das Leben. Habe die großen Ziele schon unterteilt in viele kleine Ziele.
To Do Listen neben Erfolgsplaner.
Ich lese viel, mache etliche Weiterbildungen und arbeite auch am Mindset. Ich glaube an die Bernhardt-Methode der positiven neuronalen Vernetzungen.
Trotzdem ziehen mich meine seltsamen Ängste, die ich vor 5Jahren noch nicht hatte, oft zurück.
Ich plane total viel und bin sicherheitsbewusst. Trotzdem eine 50% Eule (alles planend, protokollierend mit vielen Warum-Fragen) und ein 50% Delfin (freiheitsliebend, abenteuerliebend) - wenn man nach den Tiermodellen ala Tobi Beck geht. Normalerweise ist man Eule oder Delfin. Ich aber bin beides. Das macht es (mir und sicher auch meinem Umfeld) so schwierig.

Ich plane jetzt erstmal nur bis Donnerstag, bis zur OP.
Wenn ich sehe, dass Calvin H. 1x im Jahr selbst beim Zahnarzt eine Narkose bekommt, dann wird es bei mir doch wohl auch ein lockeres Ding sein.
Versuche ich mir jetzt zu sagen.

Gerne höre ich mehr von dir Seppel, praktische Umsetzungsideen helfen mir.
Liebe Grüße Sonnenlicht
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3300

BeitragVerfasst am: 23. Nov 2019 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Sonnenlicht...

Erstmal Entschuldigung für mein schlechtes Benehmen...alles gute für die OP das hätte ich nämlich früher schon sagen sollen,mache es aber jetzt hiermit...

Ob du Pola erst nachlegen solltest wenn du entzügig bist,weis ich nicht,hab noch nie H oder Opiate genommen...

Ich hab mir mein Leben mit Alkohol ruiniert den es ganz Legal an jeder Tankstelle zu jeder Uhrzeit gibt...

Aber das wollte ich nicht sagen...sondern...lass das Kopfkino jetzt...schau das es dir gut get bis zur OP...und wenn die vörüber ist,dann kannst du dir den Kopf zerbrechen wie es weitergeht...

Ob du mit Heroin weiterleben willst,oder auf ein Substitut...oder doch ein entzug dann wagen willst...

Aber ich glaube das Kopfkino ist jetzt Kontraproduktiv...das hilft dir momentan nicht,sondern dir gehts dadurch nur schlechter...

Kümmer dich nach der OP um diese Fragen...so meiner Meinung ist das besser..

Wenn fragen da sind frag löcher in den Bauch...

Dafür sollte ein forum da sein meine ich mal...

Gruß
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2236

BeitragVerfasst am: 23. Nov 2019 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

ja, high zusammen, und sorry fürs lange "Nicht-Schreiben"- ich habe persönliche Gründe dafür, - bin noch nicht sicher, ob ich hier überhaupt weiterschreibe, da ich mich "virtuell gestalked" fühle, grob zusammengefasst. Besser ist es, wenn ich für einige Monate untertauche- mehr mag ich gerade nicht sagen.

yep, Schattengewächs trifft auf Sonnenlicht! Cool - sehr krass.
Evtl sind wir ja einfach auch Gegensätze, denn man wählt seine nicks ja nicht "einfach mal so"- sondern sie haben schon eine tiefe Bedeutung, - glaube ich zumindest,-

jau, viel Glück für die OP, du Liebe.
Ich hab den Thread ganz grob quergelesen, da es nicht mein Fachgebiet ist- bin zwar auch low-dose auf Opiaten, und denke, ich bleibe es auch bis an mein Lebens-ende. Ich sehe für mich keinen Grund, sie wegzulassen. Sie schädigen den body in der Winz-dosierung weniger als so manch anderes Gift und wirken eben antidepressiv.
Krieg ich im Himme ne Goldmedaille, wenn ich ätzende Zustände brav aushalte?
(so denke ich oft)- dann doch lieber einen Krümel Oxycodon.

Was mich wundert, wie die Leutz hier reagieren.
Du kriegst vermutlich von deinem Checker 100 Prozent reines Diamorphin (= Heroin)- somit ist die Menge nicht vergleichbar mit dem Dreck, den du auf der Straße kaufst. (oft um die 20 Prozent H drin)- also kannst du alles mal 5 nehmen, und landest dann bei einem halben Gramm DAM pro Tag. Sprich: 15 gramm DAM im Monat (Di-acetyl-morpin). Das ist nicht wenig, - ich denke, das sollte bei der Umrechnerei beachtet werden. Hab selbst null Wissen über Halbwertzeiten / Rezeptoren-affinitäten (gibt ja Opioide, die vorrangig an den Rezeptoren festkleben, salopp ausgedrückt)- da war mir hier vieles etwas zu nebulös, um ehrlich zu sein.
Aber klar, die Leute nehmen oder nahmen das Zeug ja selbst, deshalb war ich erstaunt über die große Resonanz! Bist aber auch ne Nette, Un-verstrahlte, das merkt man am Schreibstil.
Hoffe, du findest jetzt intuitiv deine Äquivalenz-Polamidon-dosierung für die OP oder hast sie gefunden. Wie Praxx sagt, außer Diacetylmorphin ist im KH wohl alles okay.
Versteh einer diese Welt!
was du machst ist schlau! Der Dealer ist evtl etwas überbezahlt, aber dafür ersparst du dir ne Menge Klamauk, von gepantschtem Stoff bis Kontakt zu abzockenden Junkies auf der Szene. Gut gemacht! sag ich mal.
Wie es weitergeht, kannst echt nur Du entscheiden.
Easy wird es nicht, davon nach so langer Zeit wegzukommen.
Jetzt erstmal OP überstehen - danach weitergucken,
Herzlichst-
Prof. Dr. von und zu Schattengewächs Cool
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nebukadnezar
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4130

BeitragVerfasst am: 23. Nov 2019 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wie hast du es nach 20 Jahren runter geschafft?

Eher zufällig 😁... Ich habe auch immer gearbeitet, auch während ich fixte (unterbrochen von 2 Therapien) und dann durchgehend während meiner Substitution. Habe mich dann selbstständig gemacht und war recht erfolgreich, bis dann ein schwarzes Jahr kam, viele Handwerker ihrer Rechnungen nicht zählten und ich einen Konkurs nur durch den Verkauf meiner Firma abwenden konnte. Trotz entsprechender Gesellschaftsform blieben am Ende private Forderungen und alles Angelegte war futsch😬 Ich habe schon immer viel getrunken, allerdings ohne Probleme, mir ging ja gut! Aber den Verlust habe ich nicht weg gesteckt und Alkohol bekam eine Aufgabe, nicht mehr aus Genuss und Spaß wurde getrunken, sondern um den Kummer und das Versagen zu vergessen. Kurzum: es endete auf der Intensiv, wurde wiederbelebt und habe dann alles direkt abgesetzt, den Alkohol und das Methadon. 3 Wochen stationär und ca 6 Monate bis recht gut war. Ohne ins Detail zu gehen, es ging mir sehr mies, aber es war nicht schlimm. Ich wusste ja es wird alles gut und es war meine letzte Chance.

Zitat:
Und hattest du nie Beikonsum?

Nein, eigentlich während der gesamten Sub nicht, ausgenommen einige Situationen in denen mir einige Damen Koks offerierten😔 aus dem Buch:die dunklen Momente, des einnsamen Mannes fern des Weibs😔😖
Mit meiner Dosis war ich auch was Opiaten betraf völlig satt, aber auch sehr leistungsfähig!

Zitat:
Jetzt schon 4,5 Jahre clean. Wow, du bist echt ein starker Mensch.

Meinste? Ich glaube, das wird total überbewertet! I h bin zwar in meiner Persönlichkeit tatsächlich ein starker oder kontrollierter Mensch, aber das hat nichts mit Drogen nehmen oder nicht nehmen zu tun. Das ist eher ein Ergebnis aus der Summe Leben +Trainings +Schulungen 😉 Ich denke, das jeder - besonders wenn man nur im Thema Drogen bleibt - ein starker Mensch ist bzw. werden kann. Man muss es nur wollen! (der Wille allein reicht zwar nicht aus,aber damit fängt an... dann wirds inviduell

Zitat:

Wie hast du das psychisch gemacht, mit was hast du dich abgelenkt oder hast du dich in einer Therapie damit auseinander gesetzt?

[/quote]

Ich hatte keine andere Wahl und ich wollte keine andere Wahl. Nach den 3 Wochen stationär bin ich zwar am Rollator raus, aber meine Frau hat mich angetrieben, und es ging ja immer besser. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch in einer anderen Stadt als meine Frau gewohnt (hatte das Unternehmen damals aus Geschäftsgründen in eine andere Metropole gelegt) Über die Woche lag ich brach in Rekonvaleszens, schaute Filme, ging spazieren u. a., am WE scheuchte mich meine Frau durch Möbelhäuser, wir machten (sobald es ging) Radtouren, fuhren die See... wenn ich Nachts nicht schlafen konnte, bin ich aufgestanden, spazieren gegangen,mit Auto ziellos durch Gegend... halt irgendwas. Am Anfang hilft Ablenkung, aber ich brauchte sehr bald Aufgaben, Tages halte und! Menschen und positive Inputs. Therapie habe ich nicht gebraucht und ich bin auch selbst in der Lage mir die richtigen Fragen zu stellen, die meisten zu beantworten und weiss, wen ich beim Rest fragen kann.

Natürlich kann man ein Kleinstmenge Heroin recht problemlos entziehen... theoretisch. Wenn man dieses Forum und andere Foren als Maßstab nähme, schaffen es allerdings die wenigsten und meisten sind tatsächlich nach einer Substitution dauerhaft raus. Aber das ist kein Maßstab, von welcher Seite man das immer argumentieren mag, die Wahrheit wird man nicht finden. Diese Wahrheit zum Ausstieg aus der Sucht liegt in jedem Einzelnen und er ist auch der einzige Maßstab!
Egal, wie du entzieht, du wirst schon einige Nachwirkungen spüren, auch körperlich. Aber das geht alles vorbei und ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei dir dramatisch wird. Aber es ist schwer, das alles vor einem vertrauten Menschen, der zu einem gehört zu verstecken, zumal wenn man sich liebt. Ich führe das nicht weiter aus, das weißt du alles selber!

Polamidon wirkt 24 - 36 h, wenn sich der Entzug bemerkbar macht, nimmt man seine Tages!dosis. Wenn du es länger ausreizen kannst, um so besser, nur das Absetzen sollte kontrolliert organisiert sein.

.. und nein, du machst dir nicht zu viele Gedanken! Nachdenken ist gut und wichtig! Schlimm ist es gedankenlos zu handeln😉

Man, soviel Text für mich alten Mann, das lese ich jetzt nicht Korrektur... mach ich ja sonst auch nicht.

Schönen Abend!

LG N
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nebukadnezar
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4130

BeitragVerfasst am: 23. Nov 2019 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mal in diesem Forum im Zusammenhang mit einem Entzug die Frage gestellt : Wo erkennt ihr euren Nulltag?
Die einhellige Meinung war: an dem ersten Tag, an dem ich nichts mehr nehm!
Ich sehe das anders! Der erste Nulltag, war der Tag an dem das Leben mich wieder wachküsste und ich wusste :danke! Das wars! Nicht nur für heute, diesen Monat oder Jahr, sondern für den Rest meiner Zeit auf diesem glorreichen Planeten!

LG N
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2236

BeitragVerfasst am: 23. Nov 2019 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

jau, - gut ist, dass jeder hier eine andere Meinung hat.
Neb s Aussage finde ich auch wunderschön, evtl solltest du dich eher an ihm als an mir orientieren!
Ich will hier nicht wie die "Pro-drugs-Tante" dastehen.
Prinzipiell macht die Dosis das Gift.
Und ich sehe bei dir eben weniger Probs als bei anderen.
Was mich echt schockiert hat, sorry, ist, dass du Tobias Beck gut findest.
Ich mag ihn überhaupt nicht. Reine Intuition.
Seine message (subtil, aber raus-hörbar) lautet:
"Ich zeig dir, wie du andere so manipulierst, dass sie dir geben, was DU brauchst!"

Das zumindest höre ich immer raus.

LOVE & PEACE & HARMONY
Schatti- derzeit hyperaktiv Cool
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Schlaumeier
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 1708

BeitragVerfasst am: 24. Nov 2019 02:02    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Unterlasse bitte den K A R D I N A L F E H L E R, den aber fast alle

zaghaften, ängstlichen Praktiker machen:

HÖRE AUF, ETWAS IN DEINEM LEBEN ZU VERSUCHEN ! HÖR DAMIT AUF!


Mache Deine Ziele/Aufgaben so klein, dass Du sie gehen kannst. Das ist die

ABSOLUTE VORRAUSSETZUNG für den Weg in die frohe Cleanheit!

Schon die Schreibweise erschreckt mich.
Versuchen. Was ist das? Grenzen immer wieder neu auszuloten hat etwas mit 'versuchen' zu tun. Traeume, Wuensche und Hoffnungen anzugehen und damit 'versuchen' sie zu erfuellen, etc. Das alles solltest, nein laut Seppel MUSST, Du aufgeben? Verstehe ich nicht.
Das Leben auf kleinste Schritte reduzieren, es klein zu halten bedeutet sich selbst klein zu halten. Es mag sein das hier 2-3 Leute mit den Schritten der AA/NA gut klarkommen, was fuer diese vermeintlichen EX-Abhaengige erfreulich ist. Die Masse kommt auch ohne diese Massregulierungen klar. Es ist erschreckend andere reduzieren zu wollen, indem man Ihne vorschlaegt langfristige Ziele aufzugeben. Noch erschreckender das mancheiner meint mit solchen Ratschlaegen Gutes zu tun. Mein Tip ist es in das normale Leben zurueck zu kehren, nur halt ohne Drogen oder zumindest auf ein lebenswerte Minnimum reduziert und mit allen Hoehen und Tiefen. Das funktioniert meist nur mit Hilfe anderer, mit Therapie, manchmal auch ohne Therapie aber mit privater Hilfe. Aber es kann funktionieren, was dieses Forum beweist. DU soonnenscheibist kein hardcore Junnkie und Dein Leben funktioniert erstmal in den substitutiellen Anforderungen und das seit Jahrzehnten. Du weisst um die drogenspezifischen Entbehrungen und moechtest etwas veraendern. Ist auch gut so. Aber Du hast Zeit. Finde Deinen Weg. Alles ist gut. Nur eines. Ob nun langfristig das Abkicken von H oder Pola, koerperlich ist es dasselbe. Dein Problem ist psychosomatisch. Das zu verinnerlichen finde ich wichtig. Was sollte also den Entzug anders machen wenn Du auf Pola umsteigst? Bist oder warst Du mal in psysom. Behandlung?

"Tobi" musste ich erstmal googeln. Was fuer ein schleimiger Selbstdarsteller. Na ja, der 'Einkauf Button' als 'selbstloser Guru' spricht fuer sich.
https://tobias-beck.com/about/ Wink

Schoenen Sonntag!
Euer Meier, manchmal Schlau, manchmal weniger Schlau ...
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2236

BeitragVerfasst am: 24. Nov 2019 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

ja, Schlaumi- gruselig, oder, dieser Herr Beck?
Super, dass wir derselben Meinung sind. Ich hab halt den Laser-Blick für Leute, die manipulativ und total "pseudo-spirituell" unterwegs sind.
Ich komme mit vielen komischen Charaktereigenschaften klar, nur mit einer Sache überhaupt nicht: manipulatives Verhalten.
(klar, ganz frei davon bin selbst ich nicht! Shocked )-
aber wenn man den Leuten sagt, - dass das System-verständis des Gegenübers wichtig ist ("ich zeigt dir, wie der andere tickt, und wo seine Schwachstellen liegen, die du nutzen kannst") damit du sie für deine Zwecke gebrauchen kannst, (Applaus, Bewunderung, money, money, money, ERFOLG! ) - dann ist das einfach nur arg armselig.

naja,so hat jeder SEINE Wahrnehmung von Menschen und Dingen - die Geschmäcker sind eben verschieden. Ist ja jetzt nur das, was ich durch meinen Filter sehe.

liebe Grüße in die Runde!
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SAUBERMANN
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 27.03.2012
Beiträge: 1355

BeitragVerfasst am: 27. Nov 2019 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sonnenlicht!

Erstmal gesundheitlich alles Gute!

Ich bin in Suchtforen "eigentlich" gar nicht mehr aktiv, weil das Thema für mich so dramatisch an Bedeutung verloren hat.


Jetzt bin ich gerade krank und AU und stöbere mal hier, lese diesen Thread mit haufenweise kompetenten und gehaltvolen Antworten, Anregungen und Tipps.

MACH DA WAS DRAUS!

Ja, ich weiß: all die frommen Wünsche und guten Ratschläge werden Dich kaum zur Drogenfreihheit führen.

Aber ich habe irgendwann damit aufgehört, mir einzureden, wie "schwach" ich doch sei für einen Entzug und so weiter, nur weil ich jahrelang wie eine Laborratte auf den Opiatknopf gedrückt habe, sobald leichte Entzugssymptome anfingen.

Stattdessen habe ich die ganzen Erfolgsgeschichten regelrecht studiert und Faktoren gesucht, die den Leuten geholfen haben beim clean werden.


Ich selber war von 2006 - 2019 auf Opiaten, ausschließlich Apothekenkram, davon 10 Jahre Methadon/Polamidon.
Ich war hoch dosiert, immer um die 20ml täglich, gerne auch mehr.

Anfang 2017 habe ich meinem Arzt gesagt, dass ich einfach mal ein paar ML runtergehen will, ohne Druck. Das funktionierte auch wirklich super, so dass mich eine Euphorie packte, es zu schaffen.

Naja, rücklickend weiß ich, dass die ersten Schritte relativ easy sind.
Wenn man dann aber lernen muß, dass das Glück und Wohlbefinden nicht mehr auf Knopfdruck kommt und man dafür etwas tun muß, dann wirds zäh.

Vom körperlichen Entzug wollen wir gar nicht reden, denn der war trotz über 2 Jahren des langsamen Abdosierens doch deutlich spürbar...


Ich bin jetzt über 6 Monate abstinent.

Und wenn ICH das schaffe, kann es auch jemand anderes schaffen.
Denn ich hielt mich wirklich für schwach.

Übrigens: auch ich habe jahrelang Versteck gespielt.
Niemand, bis auf 2 ganz enge Vertraute, wußten davon.
Ich war in Substi, es war mir peinlich, mit den Junkies zur Vergabe zu erscheinen. Ich fand diese Leute immer - sorry - eklig.



Wahrscheinlich hat jeder ähnliche Ängste:
- was ist, wenn ich monatelang entzügig bin und nicht "funktioniere"?
- was ist, wenn die Depressionen zurückkommen?
- wie soll ich nüchtern leben können? So ganz ohne meine "Belohnung"?
- wie fülle ich diese Lücke?
- was ist, wenn all der Scheiß hochkommt, den man jahrelang verdrängt hat?
- lohnt es sich überhaupt noch, clean zu werden?
- ist es nicht einfacher, so weiterzumachen?
- wird es nüchtern sehr hart werden?
- wie werde ich danach drauf sein?
- wie sehr verändert mich das Zeug eigentlich?
- erkennt meine Familie mich überhaupt wieder?
- usw.

All das sind ein paar klassische Fragen, die wir uns stellen.


Auch das mit deinen Mikrodosen kann ich verstehen. Ich habe zum Ende hin ernsthaft meine bereits leeren Fläschen mit Wasser aufgefüllt und noch einen 2. Schluck "Pola" genommen. Es war nur das Ritual. Ich war bereits monatelang so niedrig dosiert, dass ich keinerlei spürbare Wirkung mehr hatte.

Und das erste Wochenende komplett ohne war echt hart. Ich wußte abends nix mit mir anzufangen.

Trotzdem hatte ich erstaunlich wenig Suchtdruck. Nur mein Körper wollte noch unbedingt Opiate.


Ich habe mich rund 2 Jahre lang selber konditioniert. Immer wieder sagte ich mir, "DU SCHAFFST DAS!"
Und irgendwann habe ich selbst dran geglaubt.

Der Absprung kam dann trotzdem spontan, eigentlich wollte ich noch weiter runter, aber eines sonnigen Tages beschloss ich, nicht zur Vergabe zu gehen. Ich bekam immer komfortabel 2 Wochen Take Home, weil ich außer Pola nix konsumiert habe, auch keinen Alk.

Deshalb war mir auch immer klar: wenn ich aufhöre, dann war es das mit Suchtmitteln für mich. Dann muß ich meine Zeit irgendwie nüchtern "überstehen".


Und das schaffe ich jetzt bereits knapp 200 Tage.


Am Ende hatte ich von den Opiaten dauerhaft diffuse Angstzustände, ohne zu ahnen, dass das daher kommt. Zukunftsangst, Angst vor Krankheiten, kein Selbstvertrauen mehr usw...


Lange bin ich dem Irrglauben hinterhergejagt, dass man nur einmal 2 Wochen entziehen müsse, um wieder "der Alte" zu sein.
Doch "der Alte" kommt nie wieder zurück. Du bist dann ein anderer Mensch.


Vieles von dem, was uns blockiert, löst sich nach dem Entzug und einer gewissen Zeit auf Null in Luft auf.

Man muß es einfach mal ausprobieren und nicht so viel überlegen, was alles passieren könnte.
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Sonnenlicht
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 04.03.2016
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 28. Nov 2019 06:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich war bis eben hier im Forum gesperrt. Warum auch immer. Keine Ahnung

Um 7 Uhr muss ich im Krankenhaus sein, 8 Uhr ist die OP

Die OP wird mit Propofol eingeleitet, dann bekomme ich ein Gas (Sevofluran) und Fentanyl

Ich habe große Angst, weil ich das Gefühl hab sie kennen sich nicht so aus.
"Bringen sie ihr Pola einfach mit" war z.B. eine Antwort.

Auch das man Ultiva nicht benutzen darf, habe ich der Anäthesistin gesagt, sie "ja da haben sie recht".

Bitte denkt an mich und sendet mir positive Energie zwischen 7.30 und 11 Uhr
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Jolina40
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 28.12.2015
Beiträge: 655

BeitragVerfasst am: 28. Nov 2019 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Viel Glück für morgen und mach dich nicht verrückt, die wissen genau was sie machen.
Und das sie sagte du sollst einfach das Pola mitbringen ist gar nicht verwunderlich.
Wenns n kleines Krankenhaus ist haben sie vielleicht kein Polamidon da (Morphin aber auf jeden Fall).
Sie müssen dann nicht umständlich n Betäubungsmittel bestellen, du weißt wieviel du brauchst und du hast es dann auch zur Hand wenn du was brauchst.
Erleichtert Ihnen also Arbeit und ist somit die bequemste Lösung mit dem wenigsten nämlich keinem - Aufwand für die Klinik. Um mehr wirds da nicht gehen.

Mal davon ab kannst du dir gewiss sein dass die Anästhesisten sich nochmal schlau machen falls sie noch Fragen haben. Die machen schon ihre Hausaufgaben, können sich das davon ab gar nicht leißten aus Unwissenheit Fehler zu machen. Sei dir da sicher!

Ist auch "nur" ne kleine, kurze Op und kaum das du auf dem Op-Tisch liegst ist es auch schon wieder vorbei.

Hoffe du hast ne für dich akzeptable Dosierungen gefunden und vielleicht ist das jetzt deine Chance das Ruder rumzureißen - ich wünsche es dir und jedem von Herzen der den Wunsch hat aufzuhören.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

Gruß, Jolina
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Quasimodus
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1587

BeitragVerfasst am: 29. Nov 2019 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

hi,

du scheinst das Pola L ja bereits in der Flasche zu haben.
Ich wurde immer mit POla intus operiert, hatte damals aber auch eine feste Dosis von 10ml.
Schätze , bei deinem Konsummuster würde es ausreichen wenn du max 1,5 bis 2ml Pola oral einnimmst ( vor OP ) und es auch so sagen , wenn der Anesthäsist Fragen stellt.
Er muss ja dementsprechend das Propofol ansetzen und da ist deine Toleranz gegenüber H bzw Pola hilfreich.
Bei 2ml oral kannst du nichts falschmachen, die Frage ist, was kommt danach, du behälst ja die Flasche , ist dein Eigentum.
Wahrscheinlich liegst du während ich das schreibe schon in voller Montur im OP Saal oder schon im Aufwachraum.
Jedenfalls wird dich das Propofol so schnell "Fertigmachen" , dagegen anzukämpfen, keine Chance.

Viel Erfolg
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nebukadnezar
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4130

BeitragVerfasst am: 29. Nov 2019 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich dich recht verstehe, war deine OP gestern morgen, oder? Alles gut überstanden und gut verlaufen?
Als gelernter Junk hätte ich mich polamässig vom Krankenhaus versorgen lassen... und mein eigenes Pola zur Sicherheit mitgenommen Wink, im Entzug bin... oder war ich mir immer selbst der Nächste Rolling Eyes und hätte mich nie Abhängigkeit irgendwelcher ignoranter oder besserwissenden Pflegekräften bzw. Ärzten begeben. Aber gerade Entscheidungen sind sicher besser!
Ich erinnere mich noch gut an den Chefarzt, der meinen Vater (zu dem Zeitpunkt fast 90 J.) vor gut 2 Jahren im Krankenhaus nach Sturz und Rippenbrüchen behandelte und ihn, der nach Wirbesäulenfraktur vor einigen Jahren auf Targin eingestellt wurde, also zu jenem Zeitpunkt ein tgl. Bedatf von 60 mg Targin gewohnt war, einfach auf 5 mg setzte, mit dem Ergebnis das mein Vater natürlich in einen heftigen Entzug geriet!... obwohl ich diesen Arzt auf den Sachverhalt hinwies! Dieser Chefarzt wird mich bis heute nicht vergessen haben...!
... Naja, kleine Geschichte am Rande...

Ich hoffe dir geht's gut!

Gute Genesung!

LG N
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