Iboga

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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
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BeitragVerfasst am: 12. März 2022 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doc,

könnte stimmen - die Sache mit dem heiligen Grahl. Wink Doch für einen Entzug ist es nicht gedacht, ist ja schon ein Weilchen her. Auch nicht darum, wie man clean bleibt, sondern wie man etwa Blockaden auflösen kann, usw. - was kann Ibogain? Wie, in welchen Dosen kann man anwenden? Darüber möchten wir uns austauschen - das Thema mit den Kliniken war lediglich Gegenstand meiner Fragen auf den Stoff bez. Ich denke, da ist auch schon Neugier vorhanden, was da gemacht wird.

Das kam aus der Klinik, es ist der gesamte Text, bis auf die Adresse, ich mache ja keine Werbung:

"Das Behandlungsprogramm umfasst 14 Tage Krankenhausbehandlung und 12 Monate ambulante Behandlung. Während der Krankenhausbehandlung erhielt die Patientin die notwendige professionelle Hilfe, um eine stabile Struktur aufzubauen. Der Behandlungsprozess besteht aus Diagnostik, Entgiftung, Psychotherapie, Pharmakotherapie und schließlich dem Übergang in die ambulante Behandlung und dem Einbau von Opiatblockern. Die ambulante Behandlung umfasst einen Zeitraum von einem Jahr nach der stationären Behandlung, in dem einmonatige Kontrollen und Reaktivierung von Blockern obligatorisch sind. Die stationäre Behandlung erfolgt phasenweise in folgender Reihenfolge:
Das Behandlungsprogramm wird für jeden Patienten separat in Bezug auf die aktuelle geistige und körperliche Verfassung erstellt. Wenn die Ergebnisse der Diagnose von den Standarderwartungen abweichen, behält sich die Klinik das Recht vor, den Behandlungsplan nachträglich zu ändern.
Ich Diagnostik
Vollständige Laboranalysen, kardiologische Untersuchung, hausärztliche Untersuchung, Urintest. Anschließend werden psychologische Tests durchgeführt, um das psychologische Profil und den Grad der Abhängigkeit zu bestimmen.
Bei gravierenden Abweichungen in den Untersuchungen oder chronischen Begleiterkrankungen des Patienten sind zusätzliche Untersuchungen (MRT, EEG, Ultraschall, Untersuchung beim Neurologen, Untersuchung beim Kardiologen etc.) nur eingeschränkt möglich und nicht in der Preis der Behandlung.
II Entgiftung und psychische Stabilisierung
Die Entgiftung beinhaltet einen schrittweisen Entzug von Opiaten mit intensiver Infusionstherapie und Vitamintherapie. Bei Bedarf werden UROD-Verfahren durchgeführt - ultraschnelle Entgiftung des Körpers von Opiaten, die zur Stabilisierung des Zustands und zur Linderung der Symptome einer Abstinenzkrise beitragen.

Pharmakologische Therapie - Im Rahmen der Behandlung werden täglich alle notwendigen Medikamente zur Regulierung einer Vielzahl körperlicher und seelischer Funktionen einbezogen. Außerdem haben die Patienten eine tägliche Infusionstherapie als Teil ihres Tagesplans.
Psychotherapie und Pädagogik - Individueller Zugang zum Patienten, pädagogischer und therapeutischer Natur, um Problemkritik zu entwickeln, potentiellen Auslösern vorzubeugen und Veränderungen auf kognitiver, emotionaler und konativer Ebene herbeizuführen.
NeuroJet-Therapie - Korrektur des Mediator-Ungleichgewichts und Stimulierung der Serotonin- und Endorphinproduktion mit Hilfe von milden, speziell modulierten Impulsen.
III Ambulante Behandlung
Die ambulante Behandlung umfasst einen Zeitraum von 12 Monaten mit regelmäßigen monatlichen Kontrollen und Beratungsgesprächen in der Klinik. Bei dieser Gelegenheit haben die Patienten die Möglichkeit, sich mit ihrem Arzt und Psychologen zu beraten und über Resozialisierung und die Überwindung möglicher Hindernisse zu sprechen. Am Ende der Behandlung wurde ein Anti-Depotblocker besorgt, der bei den Kontrollen jeden Monat reaktiviert werden muss. Im Preis der Behandlung sind 2 Depots mit Opiatinjektionen enthalten. (Der Preis für jedes weitere Alkoholimplantat wird bei regelmäßigen Kontrolluntersuchungen in Höhe von 300 Euro gezahlt.)

Der Wert der vorgeschlagenen Behandlung beträgt 7.000 Euro. Dieser Betrag wird bei der Ankunft für die Behandlung bezahlt.

Es besteht die Möglichkeit einer komplexeren Behandlung:
Zusätzlich zu dem oben Gesagten würde dieses Programm eine zusätzliche Therapie umfassen – eine Ibogain-Therapie für weitere fünf Tage.
Ibogain-Therapie (Schlüsselverfahren zur Psychostabilisierung). Unter dem Einfluss der Droge erlebt der Patient eine intensive emotionale, kognitive und sensorische Erfahrung, die ihm hilft, sich jener mentalen (unbewussten) Prozesse bewusst zu werden, die für das Verständnis des Problems und die Selbsterkenntnis notwendig sind.
Der Preis für diese Behandlung beträgt 3.000 Euro.
Wenn Sie sich jedoch für diese zusätzliche Behandlung entschieden haben, betragen die Gesamtkosten für die Behandlung der Alkoholabhängigkeit und die Behandlung mit Ibogain 10.000 Euro, und der Patient würde 19 Tage in der Klinik verbringen."

Kein Wort über den Stoff, wurde schon im Tele umgangen, bzw nicht beantwortet...So, in Bälde dann über Wirkung, Dosen,also dem Thema zugewandt...Wink
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Praxx
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3198

BeitragVerfasst am: 13. März 2022 04:40    Titel: Antworten mit Zitat

In den 60ern flog mein Vater mal mit ein paar Kollegen zum Star-Hypnotiseur Paliwoda nach Zürich, um sich für 1000 SFr pro Nase einen "hypnotischen Rauchstop" verpassen zu lassen - mit Flug und Hotel haben die jeder ca 2000 DM für eine 10-Minuten-Sitzung bezahlt.
Alle wurden rückfällig, aber erst nach einem halben Jahr, aus Angst vor dem Gespött der anderen...
Es ist nur schade, dass die Kollegen in diesen Klon iken vor lauter Arbeit nicht dazu kommen, ihre Daten mal zusammenzustellen und zu veröffentlichen.
Dabei besteht natürlich das Risiko, dass die Ergebnisse überprüft und nachvollzogen werden können - oder auch nicht!

Wunderkuren sind meist Geldmacherei, nach dem Motto: je teurer, desto wirksamer!

LG

Praxx
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3303

BeitragVerfasst am: 14. März 2022 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Praxx,

immerhin ein halbes Jahr weg von den Giftstängeln, das ist ja schon mal was, schmunzel**

Ich glaube auch nicht an solche Erfolgsraten. (85% in der Klinik) Ansonsten sage ich mal nix dazu, kann ich auch gar nicht... - Es wäre hilfreich, mehr aus der Ecke zu erfahren! Wenn es schon angewandt wird! Doch wie Du schreibst, müsste man die Zahlen verrmutlich stark nach unten korrigieren.

Hast Du mal drüber nachgedacht, was den Stoff so hilfreich machen könnte? (wenn Du davon ausgehst, dass zunächst der Suchtdruck sinkt,mehr Antrieb, pos aufzunehmen, etc - so viel, wurde berichtet aus der Entzugsecke, ich gehe nicht von einem Placebo Effekt aus...) Du weißt doch mehr über Rezeptoren, Wirkungen,...als ich.

Warten wir mal ab, was passiert (oder nicht). Ich fülle das Pulver gerade in die Kapseln, hab noch einige Tage vor mir, bevor ich loslegen kann...Wink
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3303

BeitragVerfasst am: 19. März 2022 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Heute begann ich mit Micordosing.

Zunächst testete ich ca 10 mg (Pulver einfach in den Mund und runtergespült), um eine allergische Reaktion weitgehend auszuschließen.
Ich begann mit 130 mg (gleicher Stoff wie Maxi, nur vom anderen Hersteller)

Nach ca 45 min hatte ich das Gefühl, entspannt müde zu werden - das legte sich innerhalb 15 min und wich einer eher leichten Wachheit. (könnte beides Placebo gewesen sein)

Kurz drauf jedoch, konnte ich besser sehen. (meine Augen wurden in letzter Zeit schlechter, brauche ne andere Brille - Weitsicht). Ich nahm draußen weit klarere Unterschiede wahr, die Farben einer Tanne bspweise. Doch auch Lesematerial, nah wie fern.

Wir überlegten, ob sich der Tränenfilm verbessert hätte - oder etwa der Sehnerv? Augenmuskeln entspannter? K.A. das war nicht übersprüfbar, es fühlte sich jedoch so an, als wäre das Auge "feuchter" (wir werden sehen, ob sich das hält in den nächsten Tagen..)

Ich nahm die Dosis 2 Std nach einer Mahlzeit ein, es begann zu "drücken" in Magen und Dünndarm. Das hielt an, bis zur Abendmahlzeit. Nun ist es besser.

Sollte das nicht anders werden, wenn ich die Kapsel direkt zur Mahlzeit einnehme morgen, bekomme ich ein Problem mit dem Stoff in der Form und werde es nicht lange fortsetzen können.

Ab morgen nehme ich dann 170 mg als feste Tages Dosis. Ich werde nun nicht jeden Tag berichten, sondern schreibe mir alles auf - und bündle das dann hier. Wink
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Maximus96
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Anmeldungsdatum: 29.11.2012
Beiträge: 366

BeitragVerfasst am: 19. März 2022 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend ihr Lieben,

Praxx, sehr interessant, was du da schreibst. Über das mit der QT-Zeit-Verlängerung bin ich auch gestolpert. Ich nehme Bupropion (Elontril), habe gelesen, dass es die QT-Zeit verkürzt, ist das so?

Wie auch immer. Dakini, bin trotzdem gespannt auf deine Erfahrungen, aber würde es definitiv erst mal beim Microdosing belassen. Ja und der heilige Gral ... das kenne ich zu gut...

LG MAXI
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3303

BeitragVerfasst am: 20. März 2022 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Maxi,

das Ärzteblatt hat dazu was:

...ups, bin bei AD(H)S gelandet

www.aerzteblatt.de/nachrichten/63412/Long-QT-Syndrom-Synkopen-durch-ADHS-Medikamente

www.aerzteblatt.de/archiv/108561/Psychopharmakaassoziierte-QTc-Intervall-Verlaengerung-und-Torsade-de-Pointes

So ist das halt mit Medis aller Art - nichts ist ohne NW, was wirkt.

Ich dachte auch, wir ticken in manchem ähnlich. Bin halt vorsichtiger geworden im Lauf der Zeit mit heftigen Erfahrungen, auf die ich allesamt gut hätte verzichten können. Mag dazu jedoch sagen, ich suche nichts außerhalb von mir. Insofern bin ich selbst der heilige Grahl, den es zu erkunden gilt. Seit meinem ersten Tantra Seminar, bekam ich eine Ahnung davon, wieviel sich unterbewusst abspielt. Da mag ich nun ausprobieren, ob sich das mit Ibogain im Alltag anhaltender transparenter gestaltet. (kurz gefasst) Oder ob überhaupt erst mal...

Korrektur: bin kurzsichtig (nicht weitsichtig) - das war wohl der Freud´sche Verschreiber, im Zus.hang mit Ibogain, lächel**

Studien wurden nun genehmigt in USA mit Ibogain! Das ist wunderbar für alle, bei denen es greift und die sonst an Rezeptblöcken hängen würden...Immerhin hat eine Therapeutin ca 1000 Patienten/Jahr.

Du hast ja einiges gesammelt, was danach sich veränderte. Du scheinst eine feine Wahrnehmung zu haben. Jedoch hat sich Deine Situation ja positiv verändert. Du liest Dich "gelöster". Kannst Du unterscheiden?

Ich finde das schwer, aber man selbst, kennt sich am besten. Ich sah nun zu, dass das Außen gleichbleibend ist, während der Einnahme und eine Weile danach. (also nicht durch die Gegend fliegen, ect)

Ich bin eher in Ruhe derzeit mit mir selbst, wenn auch was zu tun ist. Bald beginnt eine Frau mit Tantra zum ersten mal (sie ist jedoch ausgebildet in Reiki) - ich möchte auch wissen, ob sich die Erfahrungen etwas gleichen - der Zugriff auf unbewusstes. Ich denke auf jeden Fall,man hat alles im Gepäck. Das Außen ist nicht mehr der Raum, der noch soo interessant ist für mich gegenwärtig... Wink
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3303

BeitragVerfasst am: 21. März 2022 10:10    Titel: Antworten mit Zitat

Gestern rund 170 mg. Da ich es zum Essen einnahm, gab es keine Magenprobs...

Aber mir wurde sehr schwindelig, als ich am einschlafen war und noch mal kurz aufstand und ins Bad ging, ich "kippte fast weg" - hatte das Gefühl, mein Blutdruck sauste in den Keller (meine neue Manschette kommt erst morgen, von daher war es nicht überprüfbar, wie tief er absank), das war allerdings auffällig und noch nie da gewesen. Ohrgeräusche/Schwindel, fast schwarz werden vor den Augen, leichte Lichtringe - am Fenster ging es sofort weg, als wäre nix gewesen...im Liegen kam es zurück, so schlief ich ein. Ich achtete drauf, dass der Kopf gut liegt, der Körper entspannt (und doch fühlte ich mich schwer wie ein Stein) und fiel in einen unruhigen Schlaf bei voller Luft Zufuhr.

Es machte mir keine Angst etwa, war aber sehr unangenehm, ich zog den Rolle halb hoch und ließ das Fenster weit offen (es ist immer offen nachts, aber so weit dann doch nicht) , der Schwindel an sich war auch merkwürdig, als würde mein Kopf in einer Nebelbank stecken, schwer zu erklären, es war kein richtiger Lufthunger bz auf die Lunge, mein Gehirn benötigte Sauerstoff. Und schwitzte massiv, mein Nachtshirt nass, beim aufwachen fühlte ich mich, als hätte ich am Tage zuvor Schwerstarbeit geleistet... - wahrlich eher unangenehm. (An Träume kann ich mich nicht erinnern...)

Außerdem ging mir gestern die Nase zu, nach ca 1 Std Einnahme. Nach wenigem, was zu lesen ist, ein Hinweis, dass die Dosis zu hoch ist. Am Tage zuvor mit 130 mg nichts dergleichen...Ich werde sie etwas senken ...Wenn ich mehr einnehmen würde, müsste ich Bedenken haben, dass mir der Kreislauf zusammen bricht. Ich habe grundsätzlich einen niedrigen Blutdruck. Hände und Füsse feucht-kalt am Morgen. Ui ui. - von dem "bischen"

Und noch was - beim Erwachen bis jetzt: eine grenzenlose Leere im Kopf. K.A wann ich sowas zum letzten mal fühlte. Ist schon ne ganze Weile her. Ein ganz leichtes Angstgefühl...nur ganz zart im Hintergrund. Ebenfalls nicht gerade angenehm.

Ansonsten: meine Mutter hatte mir ein kleines Päckchen Pralinen geschenkt, was ja sehr selten vorkommt, weil ich das nicht möchte. Am Tag zuvor (130 mg) bekam ich seit Ewigkeiten so richtig Appetit auf die Leckerei und genoss jedes Stück, anstatt sie zu verschenken, was ich immer tue bei (solch besonderen) Süßigkeiten, anderes werfe ich sofort weg an sweets - gestern jedoch, schaute ich auf die restlichen Pralinen mit tiefer Abwehr - ich hätte sie nicht essen können. Beides empfand ich als "extrem". Normalerweise begegne ich dem mit Gleichgültigkeit seit langem...

Das wollte ich doch posten. Niedriger Blutdruck und Ibogain? Da setze ich im Geiste mal ein "Cave" davor...Wink
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3303

BeitragVerfasst am: 21. März 2022 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

P.S. zudem hatte ich einen extrem trockenen Mund. (8 Std nach der Einnahme ca, gen einschlafen)

Fazit: die Dosis ist zu hoch für mich als Microdosing. Ich fühle mich noch wie in einem Kokon - weit weg von allem. Und ausgepowert.Die (subjektiv?) empfundene gesteigerte (Tiefen) Sehschärfe ist noch vorhanden, fiel mir soeben auf.
Frauen reagieren stärker, dies wurde aufgegriffen in der vorhandenen Literatur.
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Kamikaze1970
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 412

BeitragVerfasst am: 21. März 2022 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich seit zwei Jahren enorm von Iboga profitiere, muss ich mich jetzt auch einmal zu Wort melden.
Kurz die Eckdaten: Heroin (zeitweise Methadon und Oxycodon) abhängig von 1993-Ende 2018, bis auf wenige Wochen Quälerei nach Entgiftungen, nonstop
Etliche Entgiftungen und zwei Langzeittherapien, die letzte in 2019.
Seit der letzten Therapie immer wieder mal kurze Rückfälle, ohne physisch wieder drauf zu kommen.
Aber meine Psyche hat mich regelmäßig gef...
Das Leben ohne Opiatmantel war zeitweise kaum auszuhalten.
Das Gefühl, nackt vor 80.000 Menschen im Olypiastadion zu stehen.
Seit ca. zwei Jahren "nur" noch 5-6 Rückfälle, also immer nur ein Tag, wo ich mir für Zwanni etwas geholt und geraucht habe.
Und Iboga nehme ich seitdem immer nur für 2-3 Tage, zwischen 1-3 g / Tag.
Microdosing (o,5g/ Tag) habe ich auch probiert, aber war nicht ganz so effektiv bei mir.
Immer wenn ich das Gefühl von schwer beherrschbaren Suchtdruck habe, mache ich meine Iboga Kur, und dies hilft mir ungemein.
Es fühlt sich an, wie ein Reset im Kopf.
Es gibt mir den Glauben an mich selbst zurück, und bewahrt mich vor erneuten Rückfällen.
Den letzten Rückfall hatte ich im September 2021, d.h. ich bin über halbes Jahr sauber geblieben, und dies habe ich Iboga zu verdanken.
Nichts, wirklich nichts hat mir so geholfen, wie diese Pflanze- ein Gottesgeschenk!
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3303

BeitragVerfasst am: 22. März 2022 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Kamikaze,

schön, von Dir zu lesen! Danke!
Ich erinnere mich sehr gut, dass es Dir half. Bist Du beim King geblieben? Das Pulver? - ich finde es hilfreich, wenn man weiß, um welches Angebot es sich handelt. Und es wäre toll, wenn Du beschreibst, wie es Dir dabei geht. 2-3 Tage 2-3 g -> jeden Tag oder verteilt? Was heißt denn "Reset"? (ich las darüber, hörte es von anderen und kann mir darunter nicht allzu viel vorstellen.)

Es sieht nicht so aus, als könnte ich es so gut vertragen. (ich habe keinen Suchtdruck. An dem Marker kann ich es nicht festmachen.) Wir sind uns nicht sicher, bz der Leber - Enzyme für die Verstoffwechselung könnten bei mir herab gesetzt sein. Auch bei Oxcodon aktiv, so weit ich das verstand - und niemals flutete da warm was an, iwie wirkte es bei mir anders. Als würde ein Teil nicht verstoffwechselt. Da fehlte mir einfach der Raum bislang, mich da rein zu lesen, inkl Transmitter) Ich dachte, es sei eine gute Zeit, weil emotional Ruhe ist, aber ich muss schon was tun und es geht mir massiv auf den Körper - tagsüber dann zittrige Beine - von dem bischen, ja.

Dazu muss ich jedoch sagen, bei mir wirkte bislang so manches anders, als bei anderen. Ob das pflanzliche Substanzen sind, oder synthetisierte/vollchemische. Meine Mutter ist nicht anders - sie hat den ganzen Tag nen Overhang von 3 mg Melantonin am Abend und ich bekam wiederholt Wahrnehmungsstörungen von Cystofink. Tavor wirkte bei mir niemals spürbar. Bei einer OP musste man mir anderes nachspritzen. Jahre konnte ich Ibu vertragen, mit mal bekam ich auch davon heftige NW - sie sind iwo aufgeführt, ein Arzt im Krh. fand es damals, aber nicht auf dem Beipackzettel. Die meisten Galeniken von Oxycodon waren absolut unverträglich, ich bekam Depris, Änsgte, unerwünschte Rückblenden...nur eine Galenik hat halbwegs so gewirkt, wie gewünscht.

Ich eigne mich also nicht als "Messlatte", wenn es um Stoffe aller Art geht!

Auch deshalb bin ich froh, dass Du was dazu schreibst, denn ich bin überzeugt davon, dass es vielen helfen könnte.Aber für eines meiner Vorhaben, nutze ich dann doch lieber Tantra.

Natürlich hat mich vor allem angesprochen, dass der Stoff auf das Dopamin System einwirkt. Da liegen meine Probleme, die überdauern. Manchmal habe ich das Gefühl so überdeutlich, meinem Belohnungssystem ausgeliefert zu sein - das bezieht sich auf alles, Drogen kommen grad mal zu letzt i.M.

Tiefer wahrnehmen, gleichzeitig eine Prophylaxe. Wink Moron meinte, wir können im Urlaub, wenn nichts zu tun ist, auch die Vollanwendung nutzen, auf jeden Fall mehr - ob ich davon wieder aufstehe, kann ich mir grad nicht vorstellen. Mich haut ja schon ein Winz aus den Schuhen. Gestern setzte ich aus, heute dann max 130 mg.

Ich freue mich für Dich, dass Du es geschafft hast, Kamikaze! Und dass Ibogain Dir hilft!

Keine Therapeutin würde sich derart für den Stoff einsetzen, wenn es sinnlos wäre, soviel darf man doch kapieren. Es seien Interessenverbände, die sich dagegen aussprachen...

Jede Gesellschaft hat in ihrem Jahrhundert andere Vorstellungen. Unsere westliche dergestalt, dass niemand mehr Leid erfahren soll. Materiell, wie technisch alles vorhanden, dem vorzubeugen. Gebrechliche alte Menschen sind bei uns gut untergebracht, wie andere Hilfebedüftige. Wenn es jemand schlecht geht, wird die Ursache gesucht, das darf nicht sein. Das Elternhaus, der Partner, die Regierung,... - dass jedoch Leid und Schmerz Bestandteile des Lebens sind, ganz normale Phänomene, wird so regelrecht verlernt. Und so verliert sich auch die Fähigkeit, mit Problemstellungen selbstverständlich umzugehen. Nicht jeder hat Mio zur Verfügung, nicht jeder sieht aus wie ein Modell, aber man wird unzufrieden, weil andere es haben und super aussehen. (etwas überspitzt)

An dieser Stelle: der Dalai Lama (ich las was bei Bev) äußerte sich dazu. Wir denken im Westen, die Welt sei doch ein netter und meist gerechter Ort. Gute Menschen hätten es verdient, dass ihnen vorwiegend Annehmlichkeiten widerfahren. Das Aufkommen von Leid, untergräbt diese Einstellung (wie zu lesen ist oft). Und vor solchem Hintergrund, kann auch relativ geringfügiges massive psychologische Auswirkungen haben. - ich finde schon, dass es sich genauso verhält.

Da Leid immer weniger sichtbar wird, wird es als unnatürlich angesehen. Ein Zeichen von Scheitern, ...Sind wir unglücklich, ist etwas oder jemand verantwortlich. - dabei ist es einfach das Leben und es mag oft besser helfen, sich dessen bewusst zu werden. (anstelle sich weitere Feinbilder aufzubauen sowieso)

Ich hab das hier mal eingeflochten, weil es dazu gehört, m.M. n. Solch eine gesellschaftliche Entwicklung ändert alles! Es liegt jedoch am Einzelnen, wie er damit umgeht und wieweit er einsteigt - das war schon Thema im andern thread...

Aber zurück zu Ibogain. Ich mache weiter - lower. Kamikaze, magst Du das noch mal erklären? Das ist etwas zu abstrakt - "reset". Wink
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3303

BeitragVerfasst am: 24. März 2022 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Gleich, wie ich (mikro)dosiere, ich werde müde, nach einigen Sdt kehrt es sich um, mit Schwitzen - einfach unangenehm. Ich gehe da nochmal dran, wenn ich Urlaub habe. Vllt mit einer einmaligen höheren/hohen Dosis. So macht es keinen Sinn, es behindert mich nur. Und ist nicht alltagstauglich für mich. Wink
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Kamikaze1970
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 412

BeitragVerfasst am: 24. März 2022 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hi dakini,

mit Reset meine ich, daß es sich anfühlt, als ob meine Hirnchemie wieder im Einklang gebracht wird.
Das erste Jahr mit viel viel weniger Opioiden hat sich alles andere als gut angefühlt.
Ständig ein getriebenes Gefühl, Schweißausbrüche usw.
Aber am schlimmsten war das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, einhergehend mit Apathie und wirklich schlimme Gedankengänge.
Da hilft mir das Iboga auf nahezu geniale Art und Weise.
Dazu kommt noch, daß ich die letzten zwei Jahre einen zunehmenden Hass (ein hartes Wort aber ist so) auf unsere Politiker bekommen habe, vor allem in Bezug auf die zu keinem Zeitpunkt Faktenbasierte Coronapolitik.
Ich und meine Lebensgefährtin arbeiten beide in der Pflege, und haben uns vor kurzem doch noch entschieden, uns impfen zu lassen, ganz einfach weil wir so schnell keinen adäquaten anderen Job gefunden haben und auch gerne in der Pflege arbeiten.
Aber mir ging es nach beiden Impfungen (letzte am vergangen Montag) 2-3 Tage wirklich schlecht.
Und das Gefühl etwas gegen seinen Willen gespritzt zu bekommen, fühlte sich an wie eine Vergewaltigung!
Aber jetzt reicht es, wir werden uns kein drittes mal gegen etwas impfen lassen, wo wir kaum Angst vor haben.
Was ich noch dazu sagen muss, ist das wir seit halben Jahr einen Hund aus dem Tierschutz haben, der mir auch ungemein hilft, stark zu bleiben.
Gleich muss ich auf Spätdienst, deswegen melde ich mich bei Fragen später nochmals.
Haltet alle die Ohren steif... Wink
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 3298

BeitragVerfasst am: 24. März 2022 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

Kamikaze1970 hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Aber jetzt reicht es, wir werden uns kein drittes mal gegen etwas impfen lassen, wo wir kaum Angst vor haben.


Wetten doch!
Ist mit dem Booster (3. Impfung) dasselbe in grün: Wenn die Zeit der 2. Impfung abgelaufen ist (glaub 6 Monate), dann giltst Du als ungeimpft -und bist den Job trotzdem los Cool
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Kamikaze1970
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 412

BeitragVerfasst am: 25. März 2022 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

@Marle: Wir mussten Zeit gewinnen, darum ging es.
In einem halben Jahr werden wir neue Arbeit finden, und wenn alle Stricke reissen, sind wir sogar bereit das Haus zu verkaufen, und in einem besseren Land neu anzufangen.
Wir haben vor paar Wochen begonnen, spanisch zu lernen, erstmal nur als neues Hobby.
Fakt ist: Dieses Land ist völlig daneben, die Medien und Gerichte alles andere als unabhängig- und unsere Politikerkaste ist derart abgehoben und unfähig, wie es noch nie der Fall war.
Und das gefühlt 50-60 % der Bevölkerung dies auch noch gutheißt, macht mir persönlich schon Angst.
Deutsches Duckmäusertum und Obrigkeitshörigkeit ist Normalzustand geworden, die Hirnwäsche funktioniert.
Gleiches zu sehen im Ukraine- Konflikt.
Twisted Evil
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 3223

BeitragVerfasst am: 25. März 2022 10:49    Titel: Antworten mit Zitat

wer noch die Möglichkeit hat, dieses Land zu verlassen, sollte das auch schnellstmöglich tun.
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