Hallo bin neu hier und brauche mal eure Hilfe

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meineHübsche
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 1. Nov 2007 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Kerstin,

das mit dem verbieten ist in meinen Augen so eine Sache. Das geht nach hinten los.

1. redest du dir den Mund fusselig, machst dir selber Streß und es bringt nichts.

2. wird er es dann heimlich tun

Ich hab die letzten Tage für mich die Erfahrung gemacht, wenn ich ihm keine Vorwürfe mache geht das viel besser. Klar hab ich ihn darauf angesprochen ob er wieder Rückfällig ist, er hat es auch sofort zugegeben. Aber ich habe nicht getobt oder sonst was, sondern ich hab es hingenommen und wir haben vernünftig darüber geredet. Das war jedenfalls besser als das rumgebrülle von meiner Seite.

Es ist sein Leben und er muß die Konsequenzen tragen und die Verantwortung dafür übernehemen. Ich kann ihm nicht immer alles abnehemen und von ihm fernhalten. Das macht mich kaputt und das will ich nicht mehr. Ich werd in weiter unterstützen wo ich kann aber ich werde nicht mehr die ganze Verantwortung alleine tragen.

LG
meineHübsche
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danielle
Anfänger


Anmeldungsdatum: 21.09.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 21. Sep 2008 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

das stimmt nicht das bei heroin kosum die pupillen geweitet sind,die werden so klein wie stecknadelköpfe.er wird ganz ruhig und seine reaktionen sind in zeitlupe.mein mann hat auch h...genommen und es war schrecklich ihn so zu sehen.
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Infinity18
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 09.12.2008
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 9. Dez 2008 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

danielle hat Folgendes geschrieben:
das stimmt nicht das bei heroin kosum die pupillen geweitet sind,die werden so klein wie stecknadelköpfe.er wird ganz ruhig und seine reaktionen sind in zeitlupe.mein mann hat auch h...genommen und es war schrecklich ihn so zu sehen.


stimmt, aber sieh dir mal schlafmittel junkies an, da sieht dein mann wie ironman aus ,-)
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Kilon
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 186

BeitragVerfasst am: 9. Dez 2008 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Heroin sowie fast alle Opioide (einige Ausnahmen gibt es - aber eher nicht in der Szene anzutreffen) verursachen eine Miosis (Pupillenverengung) oder in der Szene auch als "Steckis" bekannt. Das Phänomen wenn Heroinkonsumierende Leute oder Leute bei denen man es vermutet sehr große Pupillen (Mydriasis) haben hat dann meist 2 Ursachen:

a) Upper-Konsum, in der Heroinszene meistens Kokain (meist auch i.v.), deutlich seltener aber auch Amphetamin ("Pep", "Speed") und Derivate (Methamphetamin - Crystal, MDMA - XTC etc.). Diese verursachen ebenfalls eine deutliche Mydriasis bzw Pupillenerweiterung.

b) Entzug. Ein Opioidentzug löst in fast allen Punkten gegenteilige Wirkungen aus: Schmerzlinderung (Analgesie) - Schmerzüberempfindlichkeit (Hyperalgesie), Pupillenverengung - Erweiterung, Verstopfung (Obstipation) und Durchfall (Diarrhoe), Sedierung (Beruhigung) - Unruhe etc.... also auf Entzug hat man auch erweiterte Pupillen. Teilweise auch sehr extrem und bei mir früher immer sehr... "kalt", glasig, kann aber auch mein Eindruck nur gewesen sein auf Entzug.
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Infinity18
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 09.12.2008
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 10. Dez 2008 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Kilon hat Folgendes geschrieben:
Heroin sowie fast alle Opioide (einige Ausnahmen gibt es - aber eher nicht in der Szene anzutreffen) verursachen eine Miosis (Pupillenverengung) oder in der Szene auch als "Steckis" bekannt. Das Phänomen wenn Heroinkonsumierende Leute oder Leute bei denen man es vermutet sehr große Pupillen (Mydriasis) haben hat dann meist 2 Ursachen:

a) Upper-Konsum, in der Heroinszene meistens Kokain (meist auch i.v.), deutlich seltener aber auch Amphetamin ("Pep", "Speed") und Derivate (Methamphetamin - Crystal, MDMA - XTC etc.). Diese verursachen ebenfalls eine deutliche Mydriasis bzw Pupillenerweiterung.

b) Entzug. Ein Opioidentzug löst in fast allen Punkten gegenteilige Wirkungen aus: Schmerzlinderung (Analgesie) - Schmerzüberempfindlichkeit (Hyperalgesie), Pupillenverengung - Erweiterung, Verstopfung (Obstipation) und Durchfall (Diarrhoe), Sedierung (Beruhigung) - Unruhe etc.... also auf Entzug hat man auch erweiterte Pupillen. Teilweise auch sehr extrem und bei mir früher immer sehr... "kalt", glasig, kann aber auch mein Eindruck nur gewesen sein auf Entzug.


Stimmt eigentlich so ziemlich.

Sprich wenn dem junkie sein analgetikum ausgeht, wird er immer unruhiger, es reißt ihm, die pupillen erweitern sich, bis er wieder stimulanzien hinzufügt
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anja
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 16.09.2008
Beiträge: 469

BeitragVerfasst am: 10. Dez 2008 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

eine Frage an alle Partner:

Ihr sagt Süchtige lügen.
Warum tun sie das?
Weil es von Angehörigen meist zielich unschöne Szenen gibt, wenn ein Süchtiger etwas konsumiert hat.
Was also bleibt ihm wenn er den anderen nicht belasten, keine lauten Streits und keine immer gleichen Vorwürfe möchte?
Lügen....
Das das nicht Ok ist weiß jeder-
Aber der Co Abhängige trägt dazu bei.
Im schlimmsten Fall verstärkt sich durch dieses Versteckspiel das Suchtverhalten...
Einen Menschen der süchtig ist unter Druck zu setzen und mit Vorwürfen zu bewerfen macht ihn nur noch hilfloser und der nächste Griff zur Droge folgt.
Was also tun?
Es gutheißen?
Natürlich nicht.
Aber offen seine Meinung sagen und sie nicht zu schreien. Versuchen zu verstehen und nicht zu drohen. Hilfe anbieten wenn es um Therapiesuche etc geht- aber diese Hilfe nicht an Bedingungen knüpfen, die dann erst wieder erfüllt sind wenn der andere lügt. (z.B. "wenn du heute und morgen nichts nimmst dann"... fordert zum Lügen auf)

Ein Partner kann klar von der Angst sprechen den anderen zu verlieren- und davon wie es ihm selbst mit alledem geht.
Vorschriften machen kann er leider nicht.
Nur die Hand reichen.

An alle Partner:
Könnte man Sucht willentlich beeinflussen wäre sie keine Sucht!
Das einzige was man noch kann ist bereit sein sich- schrittweise aus einer Krankheit helfen zu lassen.
Und Lügen sowie Rückfälle sind TEIL dieser Krankheit und somit völlig normal.
Sie sind weder ein Vertrauensbruch noch eine Ablehnung. ...
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Das ist mal ne gute Meinung, genauso sehe ich das auch.
Respekt
Anja
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miramööp
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 10.11.2008
Beiträge: 163

BeitragVerfasst am: 11. Dez 2008 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

ne ganz wirre Rolle ist es irgendwie, wenn man süchtig ist und Partner eines Süchtigen. Man weiß was man selber will oder nich - also behandelt werden, trotzdem gibt es so ein paar "Reflexe", vor denen man nicht sicher ist...ganz strange. Kennt das jemand?
Was du schreibt, Anja, ist sehr wahr. Und trotzdem ist es so schwer, richtig zu reagieren, wenn man denkt der andere macht sich kaputt, redet sich alles schön, und steckt fest... Confused
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anja
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 16.09.2008
Beiträge: 469

BeitragVerfasst am: 11. Dez 2008 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Das oben ist nicht von mir, das habe ich kopiert, hat ein Gast auf Seite 1 geschrieben. Ich fand die Meinung einfach gut. Natürlich ist es schwer mit einem Süchtigen zusammen zu sein. Aber man sollte halt nicht denken, oje der lügt ja eh, bekommt eh nix auf die Reihe, hat doch alles keinen Sinn, der ändert sich nie....
Wenn man eine intakte Beziehung hat, sollte man über alles reden können. Wenn vertrauen da ist,braucht auch keiner Lügen.Es gibt auch Probleme bei nicht Süchtigen, die man gemeinsam bewältigen sollte.Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Anja
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bright
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Anmeldungsdatum: 09.11.2008
Beiträge: 733

BeitragVerfasst am: 11. Dez 2008 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Sind wir uns einig, dass es diese ganzen Probleme nicht geben würde, wenn der seelische Schmerz der dem Suchtverhalten zugrunde liegt, als Krankheit anerkannt wäre, und die Süchtigen (seelisch Versehrten) vom Arzt ihr Morphin verschrieben bekommen würden, wie es leider auch nur teilweise die (körperlich) Schmerzpatienten bekommen.
Überall würde wunderbarer Friede einkehren.
Und genauso wie man von einem Schmerzpatienten nicht pausenlos versucht ihn "Abstinent" zu bekommen, solange der Schmerz präsent ist, so sollte man das auch bei einem seelisch Versehrten nicht erwarten unmedikamentiert zu sein, solange der seelische Schmerz noch seine Lebensqualität in die einer Vorhölle verwandelt.
Deshalb ist der momentan gangbare Weg, eine einigermassen stabile Ersatzmedikation zu bekommen, um Zeit zu überleben, bis sich endlich Morphin an Süchtige als Standardmedikation durchgesetzt hat. Es läuft zur Zeit eine Länderinitiative, die wie ein Arzt mir sagte, dahin führen wird, dass wohl in 2 Jahren Heroin von Drogenärzten verschrieben werden kann. Der Politik trauen zu können ist allerdings ein besonderes Problem. Sie haben diese merkwürdige Angst vor einem Dammbruch.
Ich behaupte allerdings, dass sie Angst davor haben, dass die positive Veränderung die dann in der Welt der Süchtigen einziehen würden, und die Wirkung auf den allgemeinen sozialen Frieden deutlich aufzeigen würde, was in ihrer Verantwortung, schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit, in den letzten mindestens 70 Jahren falsch gelaufen ist.
Und ihre Pharmalobbyisten würden alle pleite gehen. Diese destruktive Macht gilt es zu überwinden. Ihr seht also wie schwierig es werden wird.
Bis dahin müsst ihr alle eure Ärzte bearbeiten, da auch dort nicht gerade ein ausgeprägtes Beusstsein vorhanden ist.
Bedenkt, dass wenn ihr eure Partner leiden seht, dass er ein politisch Verfolgter ist. Und zwar so sehr, dass die meisten ungeschminkt in einem KZ-Film als Komparsen oder sogar Hauptdarsteller mitspielen könnten.
Soviel solltet ihr wissen. Es kommt nicht von der Droge. Zumindest nicht vom Morphin. Alk, Koks, Blaue, ud die ganze Chemo-Gift Abteilung, nicht einmal Zucker und Fett, oder nichts zu essen , sind damit zu vergleichen. Kein Grund zum Lachen. Ihr braucht Euch nur umzusehen und die Lebensqualität der Betroffenen anzusehen. Die gute Anja wird Euch aus ihren Kindheitserfahrungen und Demütigungen und Schwierigkeiten die sie damit hatte eine Lied singen können. Andeutungen darüber hat sie schon in einigen Beiträgen gemacht. Aber Ihr braucht nur aus dem Fenster zu sehen und es springt in Eure Augen, auch ohne dass eine Propaganda es in Euer Hirn hämmert.
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miramööp
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 10.11.2008
Beiträge: 163

BeitragVerfasst am: 11. Dez 2008 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo bright,
ich kann dir in vielen Dingen die deine Ansicht über die Drogenproblematik betreffen zustimmen. Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass "Morphin für alle" die Antwort auf alle Fragen (die wäre eh 42 Wink ) und Probleme ist. Grundsetzlich wiederspreche ich dir nicht, dass legale und ausreichende Versorgung mit dem passenden (individuell unterschiedlich) Opiat manchen Menschen - mich im Moment eingeschlossen - helfen und das Leben "lebenswerter" oder lebbarer machen kann. Du hast meiner Meinung nach auch Recht damit, dass hier jede Menge Propaganda am wirken ist, die verhindert, das Menschen (und Politiker *g*) sachlich und differenziert über dieses Thema verhandeln können, zum Besten aller Beteiligten. Und es ist auch sehr lobenswert, dass du das alles offen und deutlich aussprichst, und dich anscheinend auch ansonsten für diese Sache einsetzt.

Allerdings funktioniert es meiner Meinung nach nicht, alle Menschen mit einem Suchtproblem in dieses Schema zu pressen, das du beschreibst. Von aussen betrachtet ist das vielleicht alles ganz logisch und einfach, aber das Leben folgt manchmal einfach nicht der Logik und ist dermaßen komplex, dass einfache Lösungen nicht passen, und schon gar nicht für jeden.
Vielleicht ist Morphin nicht für jeden das Richtige, vielleicht gibt es Menschen die auch mit ausreichender Versorgung nicht glücklich sind, sich trotzdem weiter betäuben müssen, vielleicht gibt es welche die ganz einfach nicht von einem Medikament abhängig sein Wollen und lieber einen anderen Weg versuchen - und es gibt sogar welche denen das gelingt. Was ich sagen will ist: jeder Mensch ist vollkommen einzigartig, deswegen hilft nicht jedem dasselbe.
Der ander Punkt ist der, dass Morphin im moment, und auch nicht Heroin, noch nicht mal Metha oder sonst irgendwas dermaßen einfach zu bekommen ist, dass jeder damit sein Problem lösen kann, selbst wenn es für jeden die Lösung wäre. Das ist etwas, dass man auch berücksichtigen muss. Es wäre sicher ein erstebenswertes Ziel, aber ES IST gegenwärtig nicht so. Also ist es eine unpraktikable Lösung.
Und bis es mal soweit ist, muss ich als Mensch immer noch mit meinen Mitmenschen umgehen, an denen mir etwas liegt. Wenn Sucht in einer Beziehung oder Freundschaft ein Problem ist, hilft es mir nicht wenn ich mir sage " ach es wäre ja alles ganz anders wenn...". Nein es hilft nicht.
Ich muss erst mal einen Weg finden, der mit den äußeren Umständen zusammenpasst, denn im Zweifelsfall ist der andere nämlich tot bevor ich es geschafft habe die Umstände dem Ideal anzupassen. Das hat nix mit Propaganda zu tun.
Ich schätze deine Beiträge, aber das musste ich jetzt mal loswerden. Nimm's mir nicht übel.
Mira
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bright
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 09.11.2008
Beiträge: 733

BeitragVerfasst am: 12. Dez 2008 00:06    Titel: Antworten mit Zitat

miramööp hat Folgendes geschrieben:
Nimm's mir nicht übel.

Hallo Mira,
alles Easy!
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass "Morphin für alle" die Antwort auf alle Fragen (die wäre eh 42 Wink ) und Probleme ist.

Es befriedigt in einzigartiger Art jede Sucht. Füllt jede Leere. Welche Probleme dann noch übrig sind wird sich dann zeigen. Ich wüsste keine, um die der Betroffene dann nicht jedenfalls die Kraft und die Motivation, den Antrieb hätte, sich kümmern zu können.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Grundsetzlich wiederspreche ich dir nicht, dass legale und ausreichende Versorgung mit dem passenden (individuell unterschiedlich) Opiat manchen Menschen - mich im Moment eingeschlossen - helfen und das Leben "lebenswerter" oder lebbarer machen kann.

Wird, nicht kann, würde ich leicht berichtigen, ohne Haare spalten zu wollen. Morphin ist ein ausserordentlich verlässliches Mittel.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Du hast meiner Meinung nach auch Recht damit, dass hier jede Menge Propaganda am wirken ist, die verhindert, das Menschen (und Politiker *g*) sachlich und differenziert über dieses Thema verhandeln können, zum Besten aller Beteiligten.

Ich erwarte da Rationalität, keine Verhandlungen.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Und es ist auch sehr lobenswert, dass du das alles offen und deutlich aussprichst, und dich anscheinend auch ansonsten für diese Sache einsetzt

Ich habe meine Gründe.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Allerdings funktioniert es meiner Meinung nach nicht, alle Menschen mit einem Suchtproblem in dieses Schema zu pressen, das du beschreibst.

Alle Menschen mit einem Suchtproblem sind in diesem Schema, welches letzlich ein bestimmter Mangel in der Bio-Chemie ist. Serotonin-Endorphin-Mangel. Den auszugleichen, mit dem Joker, dem Morphin, heisst die Sucht zu befriedigen. Allerdings um den Preis einer Gewöhnung, die bei regelmässigem langfristigem Gebrauch in Kauf genommen werden muss.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Von aussen betrachtet ist das vielleicht alles ganz logisch und einfach, aber das Leben folgt manchmal einfach nicht der Logik und ist dermaßen komplex, dass einfache Lösungen nicht passen, und schon gar nicht für jeden.

Es ist ein einfacher Mangel, der auch einfach ausgeglichen werden kann. Allgemeingültig, universell. So wie trinken bei jedem den Flüssigkeitshaushalt regelt. Ist wirklich nicht komplex. Die symptome können vielfältig sein, aber nicht die Ursache, die ist immer die selbe.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht ist Morphin nicht für jeden das Richtige, vielleicht gibt es Menschen die auch mit ausreichender Versorgung nicht glücklich sind, sich trotzdem weiter betäuben müssen,

Das ist wohl nur eine Frage der Dosis. Je höher das Suchtpotenzial, desto höher muss die Eingangsdosis sein. Die heilende Wirkung kann nur über die Sättigung erreicht werde. Die kann natürlich in Abhängigkeit vom Potenzial eine Weile so hoch sein, dass man Geduld braucht, bis sich ein stabiles Gleichgewicht eingestellt hat, das Produktivität und Kreativität ermöglicht, ja zwangsläufig mit sich bringt. Wie umgekehrt das Gegenteil zwingend ist. Die Handlungsunfähigkeit.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
vielleicht gibt es welche die ganz einfach nicht von einem Medikament abhängig sein Wollen und lieber einen anderen Weg versuchen

Dann ist dieser Suchtdruck, der diese Wahl eindeutig macht nicht vorhanden, und sie brauchen es dann auch nicht. Sollte sie ihre Suchtbefriedigung allerdings durch Gewalttaten erreichen, also Opfer produzieren, würde eine zwangsweise Einnahme, quasi eine "Chemische Kastration" wie sie jetzt bei Gewalttätern bestimmter Profile auch schon angewandt werden, allerdings mit fragwürdigeren Mitteln, auch angedacht werden müssen.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
und es gibt sogar welche denen das gelingt. Was ich sagen will ist: jeder Mensch ist vollkommen einzigartig, deswegen hilft nicht jedem dasselbe.

Alle Säugetiere haben ein und dasselbe Limbische System. Da ist nichts einzigartig. Nur die Prägungen unterscheiden sich. Deshalb hilft auch bei allen dasselbe. Der Ausgleich des Endorphinmangels mit einem praktisch identischem Soff von aussen. Dem Morphin. Das Prinzip ist ganz einfach. Simpel ja oder nein.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Der ander Punkt ist der, dass Morphin im moment, und auch nicht Heroin, noch nicht mal Metha oder sonst irgendwas dermaßen einfach zu bekommen ist, dass jeder damit sein Problem lösen kann, selbst wenn es für jeden die Lösung wäre.

Das stimmt leider, hat aber mit der Wirkung des Stoffes nichts zu tun. Nur mit der Verfügbarkeit.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Das ist etwas, dass man auch berücksichtigen muss. Es wäre sicher ein erstebenswertes Ziel, aber ES IST gegenwärtig nicht so. Also ist es eine unpraktikable Lösung.

Deshalb rate ich auch dazu die nächstbeste legale Lösung zu akzeptieren, um am Leben zu bleiben, um den Moment an dem sich dieses ändern wird möglichst unbeschadet zu erreichen.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Und bis es mal soweit ist, muss ich als Mensch immer noch mit meinen Mitmenschen umgehen, an denen mir etwas liegt.

Man muss sich eben selbst vertreten, und nicht die Zufriedenstellung seiner Mitmenschen zum Mittelpunkt seines Lebens machen. Notfalls muss man sich seiner selbst Willen auch von Leuten trennen, die nicht aufhören können einen negativ unter Druck zu setzen.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Wenn Sucht in einer Beziehung oder Freundschaft ein Problem ist, hilft es mir nicht wenn ich mir sage " ach es wäre ja alles ganz anders wenn...". Nein es hilft nicht.

Jemand der sich als mein Partner versteht, und für den Deine Posttraumatische Belastungsstörung ein Problem ist, ist keine Hilfe, sondern nur eine zusätzliche Belastung für Dich, und schadet Dir nur. Ich würde drauf verzichten. Du brauchst nämlich Deine Kraft für Dich selbst, und nicht dafür einem dem es sowieso schon besser geht als Dir, seine heile Welt zu erhalten. Soll er sich eine Plüschtante von den Jacobsisters aussuchen. Schroff, aber realistisch ausgedrückt.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Ich muss erst mal einen Weg finden, der mit den äußeren Umständen zusammenpasst, denn im Zweifelsfall ist der andere nämlich tot bevor ich es geschafft habe die Umstände dem Ideal anzupassen.

Wie gesagt, ich rate dann dazu zu akzeptieren eine legales Ersatzmittel zu gebrauchen, um Zeit zu gewinnen. Und ob der Tod scheidet, dadrauf wird auch bei anderen Erkrankungen keine "Rücksicht" genommen. Der Kranke kann es sowieso nicht, und der Gesunde stirbt nicht an dem Kranken, sondern wohl an seinem eigenen Leben. Darauf hat der Kranke eh keinen Einfluss.
miramööp hat Folgendes geschrieben:
Das hat nix mit Propaganda zu tun.
Ich schätze deine Beiträge, aber das musste ich jetzt mal loswerden.

Völlig in Ordnung, aber ich bin nicht Deiner Meinung. Schätze Deine aber glaube ich sogar schon vorher erklärtermassen. Wir sind doch sehr nahe beieinander mit dem was wir meinen.
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miramööp
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 10.11.2008
Beiträge: 163

BeitragVerfasst am: 12. Dez 2008 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo bright

bright hat Folgendes geschrieben:
Wir sind doch sehr nahe beieinander mit dem was wir meinen.


ja sicher, das sind wir


Zitat:
Alle Menschen mit einem Suchtproblem sind in diesem Schema, welches letzlich ein bestimmter Mangel in der Bio-Chemie ist. Serotonin-Endorphin-Mangel. Den auszugleichen, mit dem Joker, dem Morphin, heisst die Sucht zu befriedigen. [...]Es ist ein einfacher Mangel, der auch einfach ausgeglichen werden kann. Allgemeingültig, universell. So wie trinken bei jedem den Flüssigkeitshaushalt regelt. Ist wirklich nicht komplex. Die symptome können vielfältig sein, aber nicht die Ursache, die ist immer die selbe.


genau das halte ich für eine bisher unbestätigte These.
Hast du irgendwelche medizienischen Beweise dafür? Ich mein sicher, das wäre phänomenologisch betrachtet möglich, zumindest für Menschen, denen es mit h gut geht. Aber gibt es dafür Beweise?

Zitat:
Die heilende Wirkung kann nur über die Sättigung erreicht werde. Die kann natürlich in Abhängigkeit vom Potenzial eine Weile so hoch sein, dass man Geduld braucht, bis sich ein stabiles Gleichgewicht eingestellt hat, das Produktivität und Kreativität ermöglicht, ja zwangsläufig mit sich bringt. Wie umgekehrt das Gegenteil zwingend ist. Die Handlungsunfähigkeit.


Hm, merkwürdig aus deiner Theorie fallen dann Leute, die sich selber ausreichend versorgen können, und über diverse Probleme klagen, z.B. dass sie gar kein Interesse mehr am Leben und am rausgehen haben, nicht mehr klar denken können und davon genervt sind, ihre Freunde nicht mehr sehen wollen, etc, also eher lethargisch und dumpf leben, obwohl sie eine stabile ausreichende Versorgung mit Morphin haben.

Zitat:
Alle Säugetiere haben ein und dasselbe Limbische System. Da ist nichts einzigartig. Nur die Prägungen unterscheiden sich.


Alle Menschen haben, wenn du hier nur die biochemische Ebene berücksichtigst und psychologische Faktoren ausschließt, ein ziemlich komplexes System aus Botenstoffen und Hormonen. Und dass hier nich jeder das selbe Ungleichgewicht hat, zeigt sich auch schon in den diversen Ausprägungen psychischer Krankheiten.

Zitat:
Notfalls muss man sich seiner selbst Willen auch von Leuten trennen, die nicht aufhören können einen negativ unter Druck zu setzen.

Warum soll es hier immer nur um Druck gehen?
Also du bist der Meinung, entweder macht der Partner alles mit und befürwortet es, was der andere tut, oder er trennt sich eben. Verhandeln, gemeinsames ausarbeiten, sich beistehen, sich streiten, sich helfen und helfen lassen, gibt es nicht. Alles so, wie "der süchtige" will. na halleluja.

Ja also, ich finde deine Meinung interessant und stellenweise stimme ich -erklärtermaßen - damit überein, aber zT ist es mir auch zu schwarz-weiß, zu einfach, und zu behauptet, zu "lebensfern" irgendwie.
Gut, es ist schon so, das Theorien immer nur ein Ideal aufzeigen können. Trotzdem sind sie mE eben nicht die Antwort aus alles.
frohes Schaffen, Mira
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Infinity18
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 09.12.2008
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 12. Dez 2008 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

also es gibt eigentlich prozentual gesehen eine klare antwort:

Alle Benzodiazepin-, morphin-, oder kokainjunkies sind zu 95%min. falsch !
Ich bin jetzt 3 jahre lang drauf aber bis heute kann ich wenigstens! mein privileg nutzen und mich zu den 5 % werfen.

Das muss man mir lassen, obwohl ich bis heute net weiß wie man alle prinzipien, wie so viele junkies, verlieren kann?
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anja
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 16.09.2008
Beiträge: 469

BeitragVerfasst am: 12. Dez 2008 12:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Infinity18
Aber Süchtige sind doch nicht von Grund auf falsch.Sie werden doch gezwungen falsch zu werden .Werden doch gezwungen klauen zu gehen ,Leute auszunehmen ,zu lügen, sich zu prostituieren...um an Geld zu kommen um ihre Sucht zu finanzieren.Niemand würde das tun, wenn der Stoff den sie zum (über)leben brauchen legal bekommen würden.
Anja
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miramööp
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 10.11.2008
Beiträge: 163

BeitragVerfasst am: 12. Dez 2008 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

ja, ich würde mich anja anschließen. es ist traurig, aber wahr, das menschen unter gewissen Umständen so sein müssen. Allerdings hab ich auch schon erschreckende Ehrlichkeit erlebt stellenweise...
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