der erste schuss

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Glamour-Babe
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 01.01.2010
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 1. Jan 2010 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Alles klar, danke Smile
Weil man ja immer hört dass es so gut wie garnicht möglich wär von H loszukommen wenn man es einmal genommen hat..
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 1. Jan 2010 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hach ja, diese Theorien... Schwer nachzuvollziehen, das glaub ich gerne. Ich werde es mal versuchen, anders zu verdeutlichen:

Wenn Du einen Pakt mit dem Teufel schließt, dann ist eines klar: Du bekommst nichts umsonst. Für jedes Hochgefühl musst Du mit einem "Tal der Tränen" bezahlen. Und weil der Teufel schlau ist, merkst Du das natürlich nicht sofort. Die Rechnung kommt später.

Daher kann es anfänglich so scheinen, als ob doch alles "nicht so wild" ist.

Und daher kommt es, dass, obwohl es doch zigtausendfach bewiesen ist, es die frischen Generationen immer wieder aufs Neue "wissen wollen". Nun denn, sie werden es erfahren, müssen aber erkennen, dass sie nicht klüger oder geschickter waren als ihre Vorgänger.

Der "Teufel" lässt sich nicht so leicht austricksen! Habe daher Respekt!
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YanoTed
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 12.04.2009
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 1. Jan 2010 17:38    Titel: Vorsicht, dies ist die Stadt mit dem schlechtem Geruch ! Antworten mit Zitat

Hallo,
✰✰☮✰☢☢☢
also ich bin erst nach einem Jahr "Opium" rauchen psych. wie körperlich langsam abhängig geworden.
Leider fing ich nach diesem Jahr an Heroin i.v. zu spritzen, da es keinn Opium mehr gab.
Dann war ich schnell klassisch Heroin abhängig und konsumierte 10 Jahre Heroin i.v. Bin Gott sei Dank trotz allem Gesund geblieben und muß sagen eine normale Tabaksucht ist schlimmer wie Opiatsucht. !☺

Meinen ersten "Hit" vergesse ich nie,
saß alleine in meinem Wohnzimmer und kochte mir 1 Zehntel Gramm Heroin auf. Hatte ne Braun 2ml Spritze und ne lange schwarze Nadel. (endsphattes Gerät).
Bin nach drei Stunden wieder aufgewacht mit GUN im Arm. phuu-Glück gehabt. War dann wie gesagt 10 Jahre auf Nadel und der erste Hit war auch meine einzige OVERDOSE in meiner ganzen Karriere ! lieber zuwenig als zuviel.
wenn das Material passt muß 1/10 Gramm vollkommen reichen.
Vorsicht - lebenslange Suchtgefahr !
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 1. Jan 2010 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

RIGHT

Dieser Bericht von YanoTed beweist also, liebe Jule + liebes Glamour-Babe, dass es leicht passieren kann, dass der erste auch der letzt Schuss ist. Jemand mit schwächerer Konstitution wäre vielleicht nicht mehr aufgewacht. Da erübrigt sich dann jede Überlegung, ob Du nach diesem einen Mal wieder aufhören kannst. Möchtest Du dieses Risiko wirklich eingehen?

Glück gehabt, YanoTed!
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M3V4L0T1
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 17.08.2009
Beiträge: 296

BeitragVerfasst am: 1. Jan 2010 21:19    Titel: Antworten mit Zitat

@veilchenfee: gebe dir Recht. Das fiese an Heroin ist, dass man am Anfang meint, man hat alles im Griff. Man konsumiert nur einmal, dann erst wieder 1 oder 2 Monate später. Alles easy. Ein Gramm langt ewig, Geldprobleme kennt man nicht. Man versteht die Junks nicht, wieso sie klauen, anschaffen, etc. Was ist so schlimm an H? Ist doch alles easy. Man nimmt es öfter. Setzt mal ne Woche aus. Dann hat man Durchfall, Magenschmerzen. Man hat sich ne Grippe eingefangen, das denkt man. Irgendwann wird einem klar, dass es Entzugserscheinungen sind. Dann ist es meist zu spät. Aber selbst dann, ist der Entzug noch einfach. Er kommt einem pervers und schlimm vor, aber im Vgl zu dem, was noch kommt, ist das Kinderkacke. Also redet man sich ein, okay, geht doch. Was haben die alle, 3 Tage Entzug und schon bin ich clean. 3 Tage zu Hause im Bett liegen, schwitzen und bisschen Durchfall. Geht doch. Und so gehts immer weiter nach unten. Man ahnt, dass man auf dem falschen Weg ist. Man weiß es. Aber das redet man sich schnell wieder aus. Man kann ja noch immer aufhören, wenn man will. Süchtig ist man doch nicht. Bis man mal richtig entzügig ist, kotzt, scheißt, Magenkrämpfe hat, schwitzt und friert. Sich zum Ticker schleppt. Dann weiß man, man braucht H.
Der Prozess hat bei mir über ein Jahr gedauert. Mit dem ersten Konsum war ich nicht abhängig, aber ich habe eine Schwelle überschritten, eine Grenze. Das Tor zur Hölle einen Spalt geöffnet, dann immer weiter. Bis ich ganz eingetreten bin.
Am Ende können wir alle erzählen, warnen, etc. Es wird nix bringen. Mir erzählten damals die Junks das Gleiche, ich solle jetzt aufhören, jetzt ginge es noch. Sie warnten mich. Ich wollte es nicht glauben. Ich, nein Ich werde doch nicht so wie die. Ich habe das doch im Griff.
So denken alle "Beginner" Und alle tappen in die gleiche Falle. Ich habe mir in Foren bei H-Beginnern schon die Finger wund getippt, um sie abzuhalten, auf zu klären, meine Geschichte zu erzählen. Es bringt nix, jetzt sind die drauf, einer ist bereits tot.
Leider muss wohl jeder selbst duch die Hölle durch, ersparen kann man das niemanden. Vielleicht durch äußere Umstände, Umzug in ne andere Stadt, etc. weg von der H-Connection. Aber sonst, tappt jeder in die Falle.
Klar gibt es Ausnahmen. Die gibt es immer. Aber darauf setzten, dass man selbst so eine Ausnahme sei, dient nur zur Beruhigung der eigeen instinktiven Befürchtung und Vorahnung.
Grüße Mevaloti
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Stomp
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 05.12.2009
Beiträge: 170

BeitragVerfasst am: 2. Jan 2010 01:03    Titel: Antworten mit Zitat

Mevaloti hat völlig recht u.wer etwas anderes behauptet kennt Heroin nicht.
Es ist ein sehr laaaaangsamer Abstieg in die totale Abhängigkeit. So wie Mevaloti diesen Abstieg beschrieben hat so ist er auch. Am Anfang denkt JEDER: Ich habe die Droge im Griff,nicht die Droge mich. Jede Warnung vor dem Aus hatte ich ebenfalls mit mitleidigen Lächeln abgeschlagen u.dabei gedacht: Mir wird das nicht passieren. Ich bin doch nicht so abgefuckt wie die anderen. Nach einiger Zeit,vielleicht paar Monate,wurden die Abstände ,Heroin zu ballern, immer kürzer u.siehe da bald bestimmte das Heroin meinen Tagesablauf. Aber es ist völliger Quatsch zu glauben das man nach dem ersten Knaller schon in der Abhängigkeit gelandet ist. Man hat schon die Chance am Anfang "seiner Karriere" ohne größere Probleme von dem Zeug weg zu kommen.
---Stomp
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Glamour-Babe
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 01.01.2010
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 2. Jan 2010 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Oh gott des hört sich echt schlimm an Sad
Aber ich glaube dass deine Geschichte trotzdem manchen hilft. Ok, hast ja selbst gesagt dass jetzt trotzdem viele drauf sind und sogar einer tot aber vielleicht denken manche nachm ersten Schuss ach ich bin noch nicht süchtig einer geht noch und erinnern sich dann daran dass du das selbe gedacht hast und hören deshalb auf. Aber verlassen sollte man sich wohl eher ned drauf Confused
Wie meinst du man schleppt sich zum TICKER? Ist das der der die Drogen verkauft? :
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 2. Jan 2010 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, der Ticker, oder auch Checker, Dealer (mehr Begriffe fallen mir nicht ein, ist auch regional verschieden) ist der, bei dem man Drogen kauft. Oft ein netter, unauffälliger, "untypischer" Mensch, von dem man das nie gedacht hätte. Es hat auch schon den Fall gegeben, dass eine achtzgjährige Oma im Rollstuhl Drogen "vertickt" hat. Nur so am Rande.
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M3V4L0T1
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 17.08.2009
Beiträge: 296

BeitragVerfasst am: 2. Jan 2010 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ja, hatte vergessen, dass das Wort "Ticker" für Ausenstehdne nicht bekannt ist. "etwas verticken = etwas verkaufen), deshalb Ticker. Manche sagen Pusher, Connection, Conni, Dealer...also die PErson, die den Stoff hat.
Man schleppt sich hin, weil man entzügig ist. Weil man sein H aufgebraucht hat, und entweder erst Geld organisieren musste, oder keinen Verkäufer gefunden hat, man abgezogen (beklaut wurde), man einen Entzug starten wollte und abgebrochen hat...egal, man ist also entzügig und hat nichts mehr zu Hause (auf Tasche). Je nach dem wie lang die letzte Dosis, der letzte Konsum her ist, friert und schwitzt man, man gähnt, ist gereizt, unruhig, fühlt sich schlapp.
Dann wird es noch schlimmer, man erbricht, würgt, der MAgen krampft, die Beine und der Rücken schmerzt...man fühlt sich wie ne 90jährige Oma, kurz vorm sterben und schleptt sich zum Verkäufer. Dann hat man seinen Stoff, konsumiert und alles ist wie weggeblasen, es geht einem gut, der Spuk ist vorbei. Von einer Sekunde auf die andere.
Man wischt die Kotze zu Hause auf, wechselt die durchgeschwitzte Bettwäsche, duscht, ißt was...und überlegt dann, wie man an Geld oder Stoff kommt
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Glamour-Babe
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 01.01.2010
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 2. Jan 2010 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

Etwas verticken kenn ich deshalb hab ich mir das mit dem Ticker = Dealer schon gedacht Wink
Entzugserscheinungen kenn ich. Also nicht von mir selbst xD Aber aus "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Wo wir schon dabei sind, weiß jemand was Christiane am Anfang im Klo der Disco für ne "Tablette" nimmt?
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 2. Jan 2010 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt: Es war LSD und zwar ein Mikro. (Deshalb sagt Detlef später, als sie auf dem Parkplatz am Kotzen ist: "Du hättest den Scheißtrip nicht nehmen sollen"). Laut Buch hat sie zu Beginn außerdem jede Menge "Uppers" und "Downers" genommen.
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GBaby
Anfänger


Anmeldungsdatum: 02.01.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 2. Jan 2010 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Na da ist mir jmd zu vorgekommen.Wollte grade vorschlagen das Jule sich vllt mal den Film oder das Buch Wir Kinder vom Bahnhofzoo anschauen sollte bevor sie es ausprobiert.
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Glamour-Babe
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 01.01.2010
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 2. Jan 2010 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Naja aber man muss auch beachten dass ihre neuen Freunde alle Drogen nehmen. Und sie sich ja auch nicht über die Wirkung und die Nebenwirkungen und all das was dazugehört informierte sondern es einfach nahm weil sie dazugehören wollte. Würde ich H nehmen hätte ich denke ich bessere Chancen nicht süchtig zu werden da ich jetzt weiß da viele denken dass man noch nicht süchtig is jedoch auf dem besten Weg genau das zu werden und dann mir nicht selbst sagen "Ach, ein Schuss noch.." sondern wissen dass es nicht dabei bleiben würde. Versteht ihr wie ich mein? ^^
Naja der Film is meiner Meinung nach trotzdem sehenswert Smile
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 2. Jan 2010 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin mir nicht sicher, dass ich Dich richtig verstanden habe, aber Du hast weder bessere noch schlechtere Chancen als alle anderen, nicht vor die Hunde zu gehen. Ob Du Dich jetzt nun als informiert betrachtest oder nicht.

Die "echte" Christiane F. ist noch am Leben, soweit ich weiß und kämpft immer noch... hat einen Sohn ... ein ewiges Drama. Ich würde nicht darauf wetten, dass sie noch viel Spaß hat.

Der Film ist sehenswert, ja, schreckt aber nicht sonderlich ab, finde ich. Zumal Bowie ja sooo geile Musik dazu macht, das hat mich mächtig stimuliert, damals. Als ich zum ersten Mal besuchsweise in Berlin war, stand ich am Bahnhof Zoo und hatte Bowies Musik (Heroes) per Walkman im Ohr, wahnsinnig romantisch ... und dämlich. Bin mittlerweile da rausgewachsen, Bowie finde ich allerdings immer noch toll (ca. 1x/Jahr).
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wasted
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Anmeldungsdatum: 25.12.2009
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 2. Jan 2010 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Glamour-Babe hat Folgendes geschrieben:
Naja aber man muss auch beachten dass ihre neuen Freunde alle Drogen nehmen. Und sie sich ja auch nicht über die Wirkung und die Nebenwirkungen und all das was dazugehört informierte sondern es einfach nahm weil sie dazugehören wollte. Würde ich H nehmen hätte ich denke ich bessere Chancen nicht süchtig zu werden da ich jetzt weiß da viele denken dass man noch nicht süchtig is jedoch auf dem besten Weg genau das zu werden und dann mir nicht selbst sagen "Ach, ein Schuss noch.." sondern wissen dass es nicht dabei bleiben würde. Versteht ihr wie ich mein? ^^
Naja der Film is meiner Meinung nach trotzdem sehenswert Smile


Eigentlich sollte genug Information über Heroin genau den Umkehrschluß haben, nämlich dass du dem "ich werd davon nicht süchtig"-Irrglauben nicht mehr glaubst. Rolling Eyes
Das Wissen um den Suchtfaktor bringt dir nichts. M3V4L0T1 hat das ganz gut beschrieben.
Es wird der Punkt kommen, wo die Sucht oberhand über deinen Verstand gewinnt, aber du wirst ihn nicht bemerken.
Heroin ist, das muss man leider sagen, keine Genussdroge für ab und an, sondern irgendwann Teil deines Lebens, wenn du es konsumierst.
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