Gibt es etwas nach dem Tod?

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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 3. Apr 2010 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Der Tod...

Ein Thema, dass mich bisher nie in tiefste Trauer oder Angst geführt hat. Auch wenns Tode gegeben hat, die bei mir viele Emotionen ausgelöst haben. Inspiration, einen Lebensabschnitt zu beenden, weiter zu leben, intensiver zu leben, das Leben selbst anders wahr zu nehmen. Jedes fallende Blatt ist ein kleiner Tod, jede riesige Eiche ist ein gewaltiger Haufen Leben. Tode führen uns manchmal auf den Boden der Tatsachen zurück.

Ich denke schon, dass der Tod das Ende ist, dass es keinen Geist gibt, der den Körper entweicht, denn wenn man sich Überlebende schwerer Kopfverletzungen ansieht, deren "Geist" dadurch stark geschädigt wurde, sieht man, dass auch das endet. Stirbt man, dann ist es sicher so, als wenn man einschläft. Ich liebe es zwar, mal richtig gut schlafen zu können, aber an den Schlaf selbst kann man sich nicht erinnern. Wenn ich aktiv drüber nachdenke, im Bett liege, und den Prozess des Einschlafens verfolgen will, geht das nicht. Dann schlafe ich nicht ein.

Auch erscheint es mir logisch, dass das zeitlich gesehen einfach das gleiche ist, wie vor dem Leben. 20 Quadrillionen Jahre vor eurer Geburt wart ihr eben nicht da, und was war einen Tag davor? Das gleiche. Und davor? Das gleiche. In beide Richtungen ist Zeit eine unendliche Geschichte, die der menschliche Verstand nicht zu verarbeiten weiß. Ihr merkt nichts. Ihr habt vorher auch nichts gemerkt, und sollte euer "Ich" allen wissenschaftlichen Thesen entgegen plötzlich doch im Jahre 2172 wieder auftauchen, dann habt ihr diese Zeitspanne einfach nicht als lange Zeit vor Augen.

Vielleicht existieren räumliche und zeitliche Gegenheiten auch parallel, Hobbymathematiker und Quantenphysiker, falls wir hier welche haben, auch da gibts Theorien, die mir gar nicht gänzlich spinnerhaft erscheinen. Zwar können wir aktiv lebend keine zwei Filme vor Augen parallel leben, vielleicht machts aber einmal kurz "Peng" und wir leben wieder 2 Minuten vor dem Zusammenstoß mit dem PKW, entscheiden uns aber diesmal, nicht auf die Straße zu gehen, sondern uns nochmal einen Fussel von der Jacke zu streichen.

Das sind meine Gedanken zu einer Sache, die ich sonst auch nur ganz klar mit "Leben bis zum Tode" beantworten kann. Aber das Existenzbewusstsein, dass jeder einzelne wohl hat, erscheint mir zu unbegreiflich, als dass ich da sagen will "so isses"...

Ich habe aus oben genannten Gründen aber keine Angst davor. Genau so, wie schöne Erlebnisse in Erinnerung bleiben, bleiben das die Menschen. Und nach Trauer sollte dann auch jedem das Gefühl in den Sinn kommen, dass man der Tatsache danken sollte, sich getroffen, gekannt zu haben. Der Tod sollte zwar die Macht haben, zu beenden, nicht aber, zu zerstören...
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BLADE
Anfänger


Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 4. Apr 2010 15:59    Titel: Hey Ho Antworten mit Zitat

Ich finde diesen Beitrag echt gut!

Todsüchtig, selbstzerstörerisch, ja es läuft bei uns Süchtigen wohl schneller darauf hinzu, dem Tod und eventuell auch enttäuschten Mitmenschen, die um uns, und darüber nicht "noch mehr" getan zu haben übrigbleiben.

Vielleicht sollte dieser Beitrag uns wirklich mal bewußt vor Augen halten, das wir uns so dem Tod, oder Krebs oder Nieren&Leberschäden und oder extremen physischen und psychischen Krankheiten sehr schnell nähern gegenüberstehen.

Ein schwieriges und sensibeles Thema, by BLADE
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TramaWolfpack
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 01.05.2010
Beiträge: 153

BeitragVerfasst am: 9. Mai 2010 20:22    Titel: Re: Gibt es etwas nach dem Tod? Antworten mit Zitat

[quote="medi"]Hallo Leute,

bin durch einen konkreten Fall wieder an meine größte Angst erínnert worden.
Gibt es etwas NACH dem Tod? Mich lässt dieses Thema nicht los. Ich habe mit dem Hinterbliebenen geredet und geredet und ich spürte die Angst und ich spürte meine eigene Angst.

Hallo Medi, ich selber war schon dreimal in ner Reanimierungs-situation, bei ner Hirnhautentzündung mit defibrillator, sah ich mich tatsächlich, wie oft beschrieben, über dem Tisch schweben, also nicht meinen schwebenden Körper, sonder als würden meine Augen den Ärzten über die Schulter schauen. Allerdings war die Situation sehr gelassen und nicht beängstigend. Der Stromimpuls des Defis war so, als ob einen einer schubst. Vom Gefühl her.
Und bei den andern beiden malen, einmal unter Wasser mit nem Armband (dicke Kette)´verharkt, und beim andern Mal als mein Vater mich würgte und es zu weit trieb, das ewig her, da sah ich bei beiden malen: nichts. das war nur Finsterniss, aber keine Angst. Will sagen: Da ist irgendwas...du kannst Angst vorm Sterben haben, weil du noch nicht gehen willst, noch was zu erledigen hast etc. Aber vor dem Tod, geb ich dir die Hand für, brauchst keine Angst zu haben.

Liebe Grüße, der Wolf
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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 10. Mai 2010 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Angst allein fühlt man doch, weil man befürchtet, das Leben, oder zumindest die Unversehrtheit ist in Gefahr. Wenn mir jemand sagt, ich müsse bald sterben, vor was soll ich mich da fürchten? Viele sagen, sie würden wohl komplett ausrasten, wenn sie diese Nachricht bekämen, aber ich persönlich meine immer, das totale Panik dann das letzte wäre, was ich wohl fühlen würde. Genau wissen kann ich's natürlich nicht, ich schätze das nur so ein.
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 10. Mai 2010 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

@Jana:
Der Tod ist nichts greifbares, kein Lebender weiß, wie es sich anfühlt, zu sterben. Ob man vielleicht beim Sterben Schmerzen empfindet, was und ob überhaupt etwas nach dem Tod passiert, das kann keiner beantworten. Ich denke, vor dieser Ungewissheit haben viele Leute Angst.

Wenn ich nur noch wenige Tage zu leben hätte, würde ich wahrscheinlich auch nicht direkt Angst in dem Sinne empfinden. Ich fände es einfach nur schade, keine Zeit mehr zu haben, die Dinge zu erleben, entdecken und erfahren, die mir bisher verborgen blieben. Ich will noch etwas von der Welt sehen, noch etwas vom Leben haben, bevor es zuende ist. Für meine Familie und Freunde würde es mir zudem extrem leid tun, ich weiß, wie schlimm es ist, einen nahstehenden Menschen zu verlieren.
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 10. Mai 2010 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Der Mensch geht ganz unterschiedlich mit dem nahenden Tod um. Der "Verdränger" fragt immer wieder unschuldig nach dem Sinn der Infusion und der Spritzen, die er regelmäßig bekommt. Ob man die Spritze denn nicht bald wieder absetzen könne? Dass er die Infusion bekommt, weil er schon Knochenmetastasen habt, will er nicht wahrhaben. Gezieltes Weghören beherrscht der Verdränger ganz ausgezeichnet.

Andere, oft hochbetagte Menschen, wünschen sich, sie könnten endlich sterben. "Alt werde isch net scheee" - das höre ich immer wieder. Ist man zum Beispiel mit 90 Jahren im Kopf noch fit, aber fast vollkommen blind und taub, kann der ansonsten funktionsfähige Körper zur Falle werden. Was soll man bloß den ganzen Tag tun? Schrecklich.

Ich habe selten das Gefühl, dass ein Mensch direkt Angst vor dem Sterben hat. Die finale Phase dauert meist nicht sehr lange und davor war der Mensch noch relativ "normal" unterwegs. Ich habe jeden Tag mit Krebspatienten zu tun und einige kenne ich seit 16 Jahren. Und wenn dann mit 85 Jahren gestorben wird, dann sehr oft am klassischen Herzinfarkt und nicht am Tumor.

Die moderne Palliativmedizin ist zudem in der Lage, Schmerzen vollständig auszuschalten.

Es spielt wohl auch eine Rolle, in welchem Alter einen das Schicksal ereilt. Ein junger Mensch hat zu recht das Gefühl, noch nicht "zu Ende gelebt" zu haben und hadert eher mit seinem Schicksal als ein 78-jähriger, der sich sagt: Wenn ich noch 5 Jahre habe - gut - wenn nicht: Ich habe mein Leben gelebt, es ist in Ordnung. Es gibt aber auch Menschen, die schon mit einer Menge Tumore auf die Welt kommen, alle paar Jahre ein wenig mehr "ausgeräumt" werden und trotzdem heranwachsen, Schule und Ausbildung machen und leben.

Eine entsprechende Diagnose schockiert zunächst natürlich. Doch dann ist man erstmal gut beschäftigt, man muss zu diversen Ärzten und Kliniken und hat gar nicht so viel Zeit, um daheim in Depression zu versinken. Das Leben geht ja erst einmal weiter - wenn man Glück hat, noch für lange Zeit. Man fällt ja nicht gleich morgen oder übermorgen tot um. Mit Blasenkrebs (der immer gerne wieder kommt) oder mit einem früh erkannten Prostatakrebs kann man 100 Jahre alt werden, tatsächlich! Ich will hier nichts verharmlosen, es gibt natürlich auch rasche, dramatische Verläufe. In diesem Fall ist man gut beraten, seine persönlichen Angelegenheiten in Ordnung zu bringen.

Angst kann man haben vor den Schmerzen nach einer Operation, vor den Nadeln, Kathetern etc., davor, dass die Angehörigen nicht zurecht kommen, aber vor dem Tod selbst ... ?

Und schlussendlich sind wir alle samt unserem Schicksal nur kleine Sandkörnchen in der Erdengeschichte ... Gernerationen vor uns hatten die gleichen Ängste und Sorgen ... ihre Namen sind längst vergessen, ihre Körper in Neuem aufgegangen ... und so wird es uns allen auch ergehen. Also wozu die Aufregung. Nehmen wir unser Schicksal mit Würde an, so, wie der "liebe Gott" es uns auferlegt hat.
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 10. Mai 2010 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

veilchenfee hat Folgendes geschrieben:

Angst kann man haben vor den Schmerzen nach einer Operation, vor den Nadeln, Kathetern etc., davor, dass die Angehörigen nicht zurecht kommen, aber vor dem Tod selbst ... ?


Dazu würde mich interessieren, was du dir unter dem Tod vorstellt. Schwierige Frage, ich weiß. (Eigentlich wollte ich aufdasThema wegen seiner Komplexität gar nicht eingehen, jetzt stecke ich doch drin.)

Viele Menschen glauben ja an diese Vorstellung von einem langen Tunnel, an dessen Ende ein helles Licht scheint. Du weißt sicher, was ich meine.
Aber Fakt ist doch, dass das letztendlich nur eine Vorstellung von Lebenden war (Auf die Glaubhaftigkeit von Nah-Tod-Erfahrungen gehe ich jetzt bewusst nicht ein). Etwas,was in unseren Köpfen kreiert wurde, um den Tod an sich schön zu gestalten. Damit man auch in einem schlimmen Leben die Hoffnung auf ein Paradis nach dem Tod nicht verliert.
Ob das nun wirklich so ist, weiß doch keiner.

Für mich ist es sehr schwer, den Prozess des Sterbens zu erfassen, mir vorzustellen. Was passiert, kurz bevor der Tod eintritt? Der gängige Glaube ist, dass man quasi sanft einschläft und nie mehr aufwacht. Ich habe schon Menschen gesehen, wie sie starben, und von ihrem Gesichtsausdruck hätte man auch auf einen sanften Tod schließen können. Aber wie es nun in Wirklichkeit ist, wird mir keiner beantworten. Wir alle werden es früher oder später selbst erfahren.
Mit den Schmerzen meinte keinen krankheitsbedingten Tod. Stirbt man bei einem Unfall, so wird man keine Schmerzmittel bekommen. Allerdings wird der Tod in dem Fall eine Erlösung der Schmerzen sein.

Schon wieder ziemlich vom eigentlichen Thema abgekommen. Smile
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 10. Mai 2010 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Für mich ist es sehr schwer, den Prozess des Sterbens zu erfassen, mir vorzustellen. Was passiert, kurz bevor der Tod eintritt?


Meine Mama hat das mal sehr schön formuliert. Als ihre Nieren versagten (sie war 50), ging es ihr immer schlechter, aber sie ignorierte es. Später, sehr knapp mit dem Leben davongekommen, sagte sie mir, es sei ein Gefühl gewesen "zu verlöschen wie eine Kerze."

Diese Vorstellung vom Sterben finde ich für mich ganz passend. Acht Jahre danach ist sie dann wirklich gestorben - mit den Nieren hatte es allerdings nichts zu tun. Crying or Very sad Und sie sah sehr friedlich aus.
Ich glaube, dass Bewusstsein, Wahrnehmung und Schmerzen gegen Ende des Lebens immer blasser werden und einige Sekunden/Minuten, nachdem das Herz aufgehört hat zu schlagen, ganz ausgeschaltet werden. Und das war´s dann. Auch der berühmte Tunnel mit dem Licht am Ende dürfte dann wieder verschwunden sein. Aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren, nur bitte noch nicht so bald! Idea
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TramaWolfpack
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 01.05.2010
Beiträge: 153

BeitragVerfasst am: 10. Mai 2010 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Jana hat Folgendes geschrieben:
Angst allein fühlt man doch, weil man befürchtet, das Leben, oder zumindest die Unversehrtheit ist in Gefahr. Wenn mir jemand sagt, ich müsse bald sterben, vor was soll ich mich da fürchten? Viele sagen, sie würden wohl komplett ausrasten, wenn sie diese Nachricht bekämen, aber ich persönlich meine immer, das totale Panik dann das letzte wäre, was ich wohl fühlen würde. Genau wissen kann ich's natürlich nicht, ich schätze das nur so ein.


Ich gebe Jana Recht, und zusätzlich würde ich behaupten, man wird alles genießen und schätzen. Nur so nebenbei... Habt ihr SAW 2 gesehen? Da erklärt der Jigsaw-Killer doch, das er Krebs hat usw. Und sagt folgendes, was ich nie vergessen werde: ''Wissen sie wie das ist, wenn man sie beim Arzt Platz nehmen lässt und ihnen gesagt wird, das sie sterben?''
''In Sekundenbruchteilen geht ein Riss durch die Welt... Die meisten Menschen wissen nicht!, wann ihre Uhr abglelaufen ist, und die Ironie dabei ist, das sie deshalb garnicht richtig leben. Sie trinken ein Glas Wasser, aber nehmen den Geschmack nicht wahr''.

Vieles würde sich bei einer solchen Mitteilung für den Einzelnen schlagartig ändern. Auf jeden Fall die eigene Wahrnehmung, die Prioritäten, die Einstellung gegenüber manch hverhasstem, manch geliebtem...

Ich glaube für viele hier, und auch für mich, wäre diese Diagnose, sagen wir in 2 Jahren zu sterben, ein Grund, mal wirklich aufzuräumen in ihrem Leben, egal ob es um die Sucht geht, um blöde, verbitterte Streitigkeiten mit welchen, die es wert sind, den Blödsinn, der einen trennt, weil beide zu stur sind, beizulegen...oder ähnliches!
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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 10. Mai 2010 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

SAW2 ist einer meiner Lieblingsfilme. Gerade wegen dieser treffenden Philosophie.

Aber man kann nicht immer das aus dem Leben raus holen, was man normalerweise nur unter Angst tun würde. Eben weil man Zeit hat, nimmt man sich sie manchmal, um lange nichts zu tun, und nachzudenken. Das ist das menschlichste, was es gibt, und gehört zu einem erfüllten Leben dazu.

Verachtenswert wird es, wenn die Leute wirklich des Jammerns wegen Jammern. Die Dinge überbewerten, gar keinen Bock haben, sich ihr Glück zu erarbeiten.
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 10. Mai 2010 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Habe keine Nerven für Horrorfilme, deshalb kann ich zu SAW nichts sagen.

Ich gebe euch recht, dass es bei vielen Menschen so eine Schockdiagnose benötigt, damit der Groschen fällt, und sie bewusster leben können.
Allerdings sollte man sich doch Gedanken machen, warum es erst soweit kommen musste. Auch wenn es jetzt kitschig klingt, aber man muss stets im Hinterkopf behalten, dass jeder Tag der letzte sein könnte. Jeden Tag aber auch so zu leben, als wäre es der letzte, halte ich für eine gewagte Folgerung, der man absolut nicht gerecht werden kann. Deshalb stimme ich dir in dem Punkt zu, Jana.[/i]
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TramaWolfpack
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 01.05.2010
Beiträge: 153

BeitragVerfasst am: 11. Mai 2010 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Sienna hat Folgendes geschrieben:
Habe keine Nerven für Horrorfilme, deshalb kann ich zu SAW nichts sagen.

Ich gebe euch recht, dass es bei vielen Menschen so eine Schockdiagnose benötigt, damit der Groschen fällt, und sie bewusster leben können.
Allerdings sollte man sich doch Gedanken machen, warum es erst soweit kommen musste. Auch wenn es jetzt kitschig klingt, aber man muss stets im Hinterkopf behalten, dass jeder Tag der letzte sein könnte. Jeden Tag aber auch so zu leben, als wäre es der letzte, halte ich für eine gewagte Folgerung, der man absolut nicht gerecht werden kann. Deshalb stimme ich dir in dem Punkt zu, Jana.[/i]


Sehr richtig, Sienna. da gebe ich dir vollkommen Recht. Nur kann man den Leuten (leider) nunmal keinen Vorwurf machen, das sie die auf alle zutreffende, und auch bewusste Diagnose : ''Sie werden auf jeden Fall mal sterben, fragt sich nur wann''...verdrängen, und deshalb gut leben können. Das ist nur menschlich. Alles andere fällt schnell in Paranoia...denn andererseits gibt es Menschen, die wirklich jeden Tag nur dran denken, wie sie an diesem und jenem Tag draufgehen könnten. Das ist dann schon beeischränkende, höchst negative Paranoia mit fatalen Konsequenzen.

Oder es gibt, in meinem Umfeld kenne ich eine, die macht das so rigoros wie folgend ausgeführt: Jeder könnte der letzte Tag sein...so rigoros, das sie, selbst bei langjährigen, wahren Freunden, die sie ein Leben lang kennt, bei Streit diejenige Person einfach aus ihrem Leben verbannt, weil der Streit ansich, das Annähern und das Versöhnen danach ja in ihren Augen Zeitverschwendung ist.

Gruß
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MissGonzo
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 06.10.2010
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 15. Nov 2010 02:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe hier alles einfach mal überflogen.
Meine Mama hat immer zu mir gesagt,dass es nicht nur ein Leben Nach dem Tod gibt, es gibt sehrwohl auch das Leben vor dem Tod...:)Und um das sollte man sich immer zuerst Gedanken machen, bevor man sich ausmalt, wie es danach sein wird.
Ich glaube aber nicht, dass etwas nachher kommt.Denn dass ist meiner Meinung nach nur dass, an was wir glauben, um weniger Angst vor dem sterben zu haben.
Also Trama, wenn deine Bekannte (?) es als Zeitverschwendung ansieht,sich zu versöhnen...mhm,das ist echt schade!Es gibt nichts besseres als wirklich wahre Freunde.Menschen,die die Melodie deines Herzens kennen und sie dir vorspielen,wenn du sie einmal vergessen hast!Das sind Freunde,da wäre mir persönlich egal wie lange eine Versöhnung dauert.Wahre Freunde lässt man nicht einfach gehen,egal was für ein Streit war!

Warum muss man erst eine Nachricht vom bald eintreffenden Tod bekommen, um Dinge zu schätzen? Question Exclamation
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Cable War
Anfänger


Anmeldungsdatum: 27.10.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 17. Nov 2010 23:13    Titel: Antworten mit Zitat

mmmh ich habe schon viele ..sehr viele Menschen sterben sehen, und die Art wie sie sterben ist krass, es gibt die einen, die glauben fest daran das es ein " leben " nach dem Tod gibt, diese menschen sterben leichter..wenn man das so sagen darf, die anderen kämpfen und sterben sehr schwer...

ich persönlich glaube nicht an "was danach kommt" für mich ist der Tod endlich das ersehnte Ende eines teilweise beschissenen Lebens, indem es nur um den Kampf ums Überleben geht...der alltägliche Alltagswahnsinn...Sorgen hier, sorgen da, dann meint man endlich wird alles besser, neee dann kommt der nächste Hammer...warum nehm ich Drogen..um mich manchmal aus dem Alltag abzuschießen, wenn alles wieder über mich einstürmt...

für mich persönlich ist es nur noch wichtig, das ich meine kinder groß bekomme und sie gut auf das Leben vorbereite, das sie nicht den selben scheiß machen, den ich gemacht habe...und dann ist es mir ehrlich gesagt egal, wann ich abtrete...das danach kann nicht schlimmer sein, wie das was jetzt ist...so seh ich das...
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Takeshi Kovacs
Anfänger


Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 11. Jun 2011 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

ich glaube das es ein dannach gibt. Ich glaube nicht das es möglich währe das wir Bewusstsein erfahren würden wenn unser Bewusstsein nicht unendlich währe.

Zeit ist eine Illusion, ein Trick unseres Gehirns das wir sie wahrnehmen so wie wir es tun. Jedenfalls, ich denke sobald unser Gehirn zerstört wird, im Tode, und somit wohl unsere Erinnerungen, unsere Wahrnehmung wohl, dann vergessen wir alles sofort... und da es dannach wohl nichts mehr gibt... erleben wir also dannach auch nichts mehr. Wir würden geboren werden und sofort zum Ende der Geschichte springen.

Biologisch gesehen basieren unser heutigen neurobiologische Beschreibungen des Gehirns auf
Newtons Physic. Angesichts dessen das wir inzwischen bei Quanten Physik angekommen sind ist das so als würde man eine Reise zum Mond planen basierend auf Aristoles Lehren der Physik.

Es gibt verschiedene Modelle die Versuchen die Quantenphysikalischen Effekte zu erklären, und was ich sehr interessant dabei finde ist das im Grunde einige sehr plausible das Gehirn dabei jetzt als Schnittstelle zwischen Bewusstsein und Körper sehen, aber nicht als dessen Quelle.

Forschungstechnisch wissen wir also im Grunde nur das wir nichts wissen, und alles viel komplizierter ist als wir eigentlich dachten. Und viel schöner.
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