Drogensucht und Kinder

Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Neues Thema eröffnen   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Drogen-Forum Foren-Übersicht -> Clean sein
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
golden-tulip
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 07.07.2011
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 2. Aug 2011 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hi sonnenscheinchen,
dies nur auf die Schnelle, weil ich am Kochen bin (bei gooxel gefunden)
"hallo, meine mutter nimmt seit 9 Jahre Tafil, außerdem trinkt sie alkohol am abend.eine flasche schnaps"
Trotzdem.
"da durch Alkohol die Wirkung von Tafil 1,0 mg Tabletten in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden kann".
Bei ner Dosis vor 0,25 und 1-2 Bier sollte das also gehen - aber auf meine Kappe nehm ich das nicht.
Frag den Arzt morgen nochmal explizit danach.
In den Gebrauchsanweisungen müssen die sich natürlich auch rechtlich absichern.
Lager beim Schlafen den Kopf höher, dann ist das mit der Apnoe wohl noch unwahrscheinlicher.
Am Ende gilt: Ich weiß es auch nicht, keine Erfahrung.
Ich glaub aber nicht dass alle Benzo-User auf Alkohol verzichten,
Alles Gute für heute Abend, ich meld mich morgen wieder,
Conny
Nach oben
frau holle
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 2. Aug 2011 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo sonnenscheinchen,
Find ich ja toll, dass du heut gleich zum arzt gegangen bist.
Aber warum musste es ausgerechnet dein alter hausarzt sein?
Mein es jetzt nicht bös, aber der muss ja schon uralt sein. Das ist bestimmt ein arzt vom alten schlag noch oder irre ich mich da?
Denn ich denke, dass kein arzt mehr in der heutigen zeit jemanden benzos verschreibt und dann auch noch rät alkohol dazu zu trinken. Benzos werden im allgemeinen als krampfschutz für alkoholkranke gegeben. Klar helfen die auch für angst- und panikattaken. Aber bestimmt nicht im zusammenhang mit alkohol.
Ja google mal, hab ich auch grad gemacht zuerst nur das tafil eingegeben, dann noch tabil und alkohol.
Ich denke jetzt nicht das du die nacht heut nicht überleben wirst, wenn du jetzt 2 bier dazu trinkst. Aber trotzdem würde ich morgen, mich entweder beim arzt nochmal erkundigen oder bei der caritas anrufen und die danach fragen.
Hast du schon mal an eine rehe gedacht. Hab dir auch gesagt, dass ich auch wegen angst-panikattaken eine gemacht habe und da waren einige dabei die auch ein alkoholproblem haben. Gibt es auch als mutter/kind.
Das beste ist aber, dass du es selber erkannt hast, dass es so nicht weitergehen kann. Dann wirst du es auch schaffen und wenn es möglich ist, dann helfen wir dir gerne
LG
Frau Holle
Nach oben
Sonnenscheinchen
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 2. Aug 2011 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frau Holle Smile !

Der heute war nicht der alte Hausarzt, bei dem hätte ich erst morgen früh Termin. Nein, das hier war ein Anderer, er ist so Ende 40. Er hat das wirklich so gesagt, es würde nichts machen, ich sei kein ganz schwerer Fall.

In Reha kann ich nicht, wohin soll so lange mein Kind hin ? Ich warte jetzt auf eine Nachricht von der Klinik in der ich den Entzug machen möchte, ob da anschließend ambulante Reha möglich ist. Und am Montag habe ich ja Termin bei der Drogenberatungsstelle.

Jedenfalls vielen, vielen Dank für eure Anteilnahme, ihr helft mir so sehr !

Und hoffe morgen wieder hier zu schreiben Sad .

Grüße, Sonnenscheinchen

Ich weiß auch nicht, vielleicht übertreibe ich ja auch nur. Manche werfen sich die Benzo`s mit Alk ja zum Feiern ein. Keine Ahnung... Sad
Nach oben
frau holle
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 2. Aug 2011 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Sonnenscheinchen hat Folgendes geschrieben:

Ich weiß auch nicht, vielleicht übertreibe ich ja auch nur. Manche werfen sich die Benzo`s mit Alk ja zum Feiern ein. Keine Ahnung... Sad


Aber die sind sie gewohnt. Was ja bei dir nicht der fall ist, oder? Du übertreibst nicht, du willst nur aufpassen.
Habe aber auch gesagt, dass dich die bierchen nicht umbringen werden.
Ok, geb mich geschlagen. Dachte halt nur das das schon dein hausarzt war. Ist schon seltsam, was für ratschläge so mediziner einen geben.
Mein geburtsarzt hat mir damals zum abstillen geraten, hochprozentigen schnaps zu trinken. Das würde mir die tabletten ersparen.
Klar meld dich wennst was neues weisst
LG
Frau Holle
Nach oben
Sonnenscheinchen
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 2. Aug 2011 21:55    Titel: Antworten mit Zitat

Danke das ihr da seid Very Happy !

Zitat:
Mein geburtsarzt hat mir damals zum abstillen geraten, hochprozentigen schnaps zu trinken. Das würde mir die tabletten ersparen.


Shocked . Und wie soll man dann seinem Arzt vertrauen ? Ich habe eben heute mittag auch gedacht, na wenn der das sagt, er ist ja der Arzt. Aber wie gesagt, im Internet lese ich das krasse Gegenteil und das macht mir halt so Angst, nachdem das heute Vormittag wirklich der absolute Horror war. Ich kann nur hoffen das diese Nacht vorbei geht und mir es morgen besser.

Danke für dein Dasein frau holle Very Happy !
Nach oben
Sonnenscheinchen
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 3. Aug 2011 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo frau holle, hallo golden-tulip Very Happy !

Ja, ich habe es überlebt Laughing , konnte aber erst um 3 einschlafen, nachdem ich mir noch 2 Bier eingepfiffen hatte, denn mit nur 2 war nichts zu machen Rolling Eyes .

War jetzt gerade bei dem Arzt von früher. Er hilft mir sehr gerne, die Geschichte meines Vaters damals hätte ihn auch sehr geprägt Shocked , meinte er. Er sagte jedenfalls, Benzo`s seien der völlig falsche Weg im Moment. Bis zur Entgiftung soll ich nun morgens Citalopram 10mg und abends eine halbe oder ganze Opipromol 10mg nehmen. Den Bierkonsum reduzieren auf 3-4 Bier, wenn möglich nach 5-7 Tagen auch noch weiter runter. Umso leichter sei dann ja der Entzug. Ich bräuchte bei dieser Menge auch keine Angst vor Krampfanfällen haben, gut, wenigstens das zu wissen Smile. Jetzt bin ich erst mal ein Stück erleichert und hoffe, das alles in den nächsten Wochen zu packen. Ich könne jederzeit kommen, sollte was sein.

Vielen Dank für eure Begleitung, schade, dass ich im Moment nichts für euch tun kann

Sad .

Habt einen möglichst entspannten Tag, viele liebe Grüße

Sonnenscheinchen
Nach oben
Sonnenscheinchen
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 3. Aug 2011 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Golden-tulip, ich hätte da noch bitte eine Frage. Konntest du während der Entgiftung ins Internet oder war das verboten ?

Lieben Gruß, Sonnenscheinchen
Nach oben
golden-tulip
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 07.07.2011
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 3. Aug 2011 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Tag sonnenscheinchen,
na da war dann die Aufregung an der Stelle gut dafür, dass du jetzt die richtige Medikation bekommst! Super. Du klingst auch gleich viel fröhlicher Very Happy . Guck dir nochmal deinen Eröffungspost an - wieviel Schritte du gemacht hast, da kannst du sehr stolz drauf sein.

Ich war in einem normalen Krankenhaus zur Entgiftung, freiwillig, wie du und konnte problemlos mit dem IPad über UMTS rein, gemütlich auf dem Bett sitzend.. Du brauchst also Surfstick oder UMTS-Flatrate Prepaid Karte (monatlich kündbarer Vertrag für ab 10€ fürs Internet),
Das KH wo ich war plant, wie sie sagen, auch die Einrichtung von Internet, vielleicht gibts das ja von Haus aus da, wo du hingehst. Frag mal.
Verboten war da eigentlich nichts außer Alkohol und Klinik verlassen, das hab ich dann ja aber trotzdem zum Spazieren gemacht, als mir nur noch die Decke auf den Kopf fiel. Also Spazieren, nicht Saufen Twisted Evil
Man bin ich froh, dass sich das bei dir jetzt alles anfängt zu regeln,
hab mal keine Bange, alles nicht so schlimm, war auch ganz schön, sich um NICHTS kümmern zu müssen für ein paar Tage, Room-Service, Betten werden gemacht, Rauchen war auch möglich...
Bis später, Bussi
Conny
Nach oben
Sonnenscheinchen
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 3. Aug 2011 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Conny Very Happy !

Vielen Dank für deine Antwort !

Danke für die Info`s. Dann warst du praktisch gar nicht auf der Geschlossenen, das ist ja auch nochmal was wert. Ich kenne mich halt Null aus was das alles betrifft, ich war ja auch nie süchtig Laughing . Auf jeden Fall bin ich schon mal froh diese Medikamtente zu haben. Beide scheinen auch nicht abhängig zu machen. Ich fühle mich zwar ein bischen komisch, auch noch etwas unruhig und mit leichter Übelkeit, aber wenn das alles ist kann ich mich echt nicht beschweren. Jetzt kann ich wenigstens einigermaßen normal bis Ende Monat überbrücken.

Zitat:
hab mal keine Bange, alles nicht so schlimm, war auch ganz schön, sich um NICHTS kümmern zu müssen für ein paar Tage, Room-Service, Betten werden gemacht, Rauchen war auch möglich...


Laughing Da werde ich dann jetzt jedes Mal an dich denken wenn der Service anrollt.

Danke für deinen Post und bleib weiterhin stark, es dauert eben alles seine Zeit. Ich glaube das dir die Gesprächsgruppe auch noch mal helfen wird. Ich drück dir die Daumen !

Auch Bussi, Sonnenscheinchen
Nach oben
frau holle
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 3. Aug 2011 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo sonnenscheinschen,
gut das du nun das gefühl hast die richtigen medikamente zu bekommen. Das hat dein alter hausarzt gut erkannt, dass benzos nicht gerade das vernünftigste mittel für dich ist.
Citaloprom ist ein spiegelmedikamnt, das erst so 10-14 tage seine wirkung vollständig freigibt. Ansonsten kenn ich diese nicht selber.
Aber dafür opipramol, die nehme ich selber seit über 1nen jahr. Die helfen mir sowohl beim einschlafen, als auch tagsüber gegen meinen stimmungsschwankungen. Nur nehme ich 100mg, nicht 10 wie du. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass du die andern noch nehmen sollst. Ist auch ein spiegelmedikament.
Ich kann dir auch sagen, dass bei der engiftung große unterschiede gemacht werden, was freiheiten anbelangt, wenn du wegen drogen oder alkohol da bist.
Da gebe ich conny recht, du bist in dieser kurzen zeit, schon sehr gewachsen. Kannst stolz auf dich sein. Bist echt verantwortungsbewusst.
Meld dich wenns dir danch ist ok
LG
Frau Holle
Nach oben
Sonnenscheinchen
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 25. Aug 2011 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe helfende Wegbegleiter Smile !

Erst mal für Jule, ich bin 38 Jahre alt und Mama einer 11jährigen Tochter. Hab dich hierher verwiesen, dabei steht gar nichts da Embarassed .

So, nun sind ja schon wieder 3 Wochen seit meinem letzten Post hier vergangen, tja, was hat sich getan...

@Saufnix, ich muss kurz etwas weiter ausholen, bis zum Treffen mit der Selbsthilfegruppe gestern.

Unmittelbar nach meiner Medikamenteneinstellung wurde ich von heftigsten Nebenwirkungen derselben befallen. Sie hatten mein Gehirn regelrecht vergewaltigt, so weit, dass ich mein Kind weggebracht habe, weil ich kaum noch Kontrolle über mich hatte und ganz kurz davor war mich selbst in die Klappse zu fahren. Es waren, ohne Übertreibung, einige der schlimmsten Tage in meinem bisherigen Leben. Ich hatte nun keine Angst mehr vor dem Alkohol oder den Entzugserscheinungen, sondern nur noch vor mir. Während dieser Tage kam ich auf 1-2 Bier am Abend runter, mehr brauchte ich auch gar nicht mehr Rolling Eyes . Ich dann, innerhalb von 5 Tagen psychisch und körperlich völlig am Ende, ging dann zu einem 3. Arzt Laughing , ja, jetzt kann ich wieder etwas darüber lachen, und der sagte mir dann alle Medikamente sofort absetzen, was ich dann tat. Und, WELCH EIN GLÜCK, ich wurde von Tag zu Tag wieder das, was man "normal" nennt. Meine Fresse, ich hatte mich schon sabbernd in der Zwangsjacke gesehen Shocked !

Und zur Zeit ist es eben so, dass ich noch täglich 1-2 Bier trinke, ich aber durch den reduzierten Alkoholkonsum mich richtig fit fühle, morgens und abends, ich kenne das gar nicht mehr, aber es ist ein sehr schönes Gefühl, welches nach mehr verleitet Smile . Ich bin zur Zeit sogar Angst- und Panikattackenfrei. Warte aber natürlich ständig darauf, wann es wohl wieder damit los geht Rolling Eyes. Nehme auch zur Zeit keine Medikamente.

Bei der Drogenberatung war ich jetzt auch schon 2 mal, ich weiß aber im Moment noch gar nicht was ich machen soll. Die Räumlichkeiten dort sind wahnsinnig ungemütlich, es ist alles uralt, versifft, dunkel und es stinkt dort wie Sau. Mit der Therapeutin dort werde ich überhaupt nicht warm, sie ist sehr freundlich, aber doch kein Mensch bei dem ich eine wöchentliche ambulante Therapie machen würde, geschweige denn ihr meine Intimitäten anvertrauen. Ich denke das beruht auch auf Gegenseitigkeit, ich vertraue da meinem Gefühl. Das Blöde ist ja nur, dass ich zur nächsten ambulanten Therapiestelle einfache Wegstrecke so ca. 45 km fahren müsste. Irgendwie fühle ich mich da gerade in einer Zwickmühle, ich muss mir das erst mal alles überlegen.

Und aktuell gestern nun die Gruppe. Es treffen sich dort in der Regel zwischen 7-10 Menschen, mal mehr mal weniger. Und zwar ist es eine von diesen:

http://www.freundeskreise-sucht-bayern.de/

Die gibt es auch in ganz Deutschland. Den Tipp habe ich übrigens von der Drogenberatungsstelle bekommen. Sehr nette Menschen sind es, alle im Moment "clean" oder schon jahrelang trocken, außer ich, was aber, @Saufnix, im Moment völlig irrelevant ist. Lies mal etwas in dem Link, vielleicht interessiert er dich. Was mir persönlich wichtig ist ist, dass es keine Selbsthilfe-Sektengruppe ist die mit den 12 Schritten arbeitet. Ihr könnt euch vorstellen was das für mich als Atheist bedeuten würde, Rückfall wäre garantiert. Die werden u.a. auch von der evangelischen Diakonie getragen, haben aber mit mantramäßigem Suchtwegbeten nichts am Hut. Ich will ja nicht von einem Wahnsinn ( Sucht ) in den Nächsten ( Religion ). So, und da gehe ich ab jetzt regelmäßig hin, es tut sooooo gut sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, und ich bin so froh diesen Schritt gegangen zu sein. Nochmals so vielen Dank an frau holle und golden-tulip !

Das ist der aktuellste Stand und mal richtig lang geworden Laughing .

Sollte irgend jemand von euch noch einen Tipp oder Ratschlag für mich haben, bitte immer her damit ! Habe schließlich noch Größeres vor, hoffe aber vor allem das mein Optimismus weiter anhält, ohne den geht bei mir leider nichts.

Ich wünsche euch allen viel Kraft weiterhin zu kämpfen !

Danke für`s lesen, Grüße, Sonnenscheinchen Smile
Nach oben
JuleXXX
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 29.05.2011
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 25. Aug 2011 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen

Erstmal danke für die Infos, du hast meine Neugier voll und ganz befriedigt Wink

Zu deinem Problem:
Ich muss dir erst mal sagen, dass ich es echt beeindruckend finde, dass du lieber in Kauf nimmst, entzügig zu sein, als deiner Tochter "zuzumuten", dass sie dich am frühen Morgen mit ner Bierflasche sieht.
Cool!

Desweiteren würde ich dir ja sehr gerne bei deinem Problem behilflich sein, aber ich kenne mich mal sowas von gar nicht mit Alkohol/Alkoholsucht aus. (Ich trinke vielleicht 2 Gläser Sekt innerhalb von 4 Jahren)
Das einzige was ich "weiß", ist dass es doch diese "Distras" gibt, die sind doch sozusagen das für den Alkohol, was das Methadon für Heroin ist, oder liege ich jetzt falsch?
(Auf der Entgiftungsstation wo ich mal war -im städtischen krankenhaus- werden Alkoholkraanke, Drogensüchtige, und Medikamentenbhängige zusammen "behandelt", und da haben diejenigen, die einen Alkoholentzug gemacht haben, immer sofort diese Distras bekommen.
Wenn man das zum lindern von Entzugsschmerzen nimmt, dann kann man das doch bestimmt auch -so rein theoretisch jedenfalls- als dauerhaftes (bzw. längerfristiges) Substitutionsmittel nutzen, oder?

Wäre doch -so rein theoretisch- ne Möglichkeit für dich, oder?
Du hättest keine Entzugssymptome mehr, also auch keine schlechte Laune am Morgen, und deine Tochter würde dich NIE mit einer Flasche am hals sehen.

Oder denke ich jetzt zu "einfach" ?

Hast du eigentlich schonmal einen Alkoholentzug gemacht?
Bei dir ist die psychische Sucht wahrscheinlich eh viel schlimmer, als die körperliche Abhängigkeit, oder hast du dir über diese thematik noch keine Gedanken gemacht

Question Confused Question

Grüße jule
Nach oben
Sonnenscheinchen
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 26. Aug 2011 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

JuleXXX hat Folgendes geschrieben:
Ich muss dir erst mal sagen, dass ich es echt beeindruckend finde, dass du lieber in Kauf nimmst, entzügig zu sein, als deiner Tochter "zuzumuten", dass sie dich am frühen Morgen mit ner Bierflasche sieht. Cool !


Hallo Jule Smile ! Vielen Dank für das Lob !

Ich war in der letzten Zeit eben kurz davor, auch tagsüber meine Angst- und Panikattacken mit Alkohol zu bekämpfen. Erst seit morgendliches "trockenes Kotzen" und typische Alkoholmissbrauchssymptome auftraten, machte ich mir Gedanken über meine Sucht. Es dauerte sogar erst mal eine Zeit bis ich diese Symptome überhaupt mit dem Alkohol in Verbindung brachte Rolling Eyes Rolling Eyes Rolling Eyes . Wie gesagt, alles noch nicht lange her.
Was mein Kind betrifft, ich selber musste als Kind und Jugendliche 5 Delirium tremens meines Vaters mitmachen, wo bei keinem sicher war ob er sie überleben wird oder nicht. Am Schluss entwickelte er auch noch ein Korsakow-Syndrom. Frage bitte nicht was ich alles gesehen und mitgemacht habe. Traurigerweise verfolgt mich das alles immer mehr, statt weniger. Deswegen habe ich habe mir geschworen, mein Kind wird so etwas durch mich NIEMALS erleben müssen !

Was die Medi`s angeht, natürlich überlege ich mir zur Zeit ob Baclofen o.Ä. etwas für mich wäre, aber nach den Erfahrungen Anfang des Monats, was Chemie betrifft, bin ich im Moment noch sehr zurückhaltend.

Zitat:
Hast du eigentlich schonmal einen Alkoholentzug gemacht?


Nein, ich war doch noch nie süchtig Laughing Wink Wink !

Zitat:
Bei dir ist die psychische Sucht wahrscheinlich eh viel schlimmer, als die körperliche Abhängigkeit, oder hast du dir über diese thematik noch keine Gedanken gemacht ?


Doch. Und damit hast du vollkommen Recht. Aber wie gesagt, diese 2 Bier am Abend. Körperlich brauch ich die nicht. Psychisch steig ich noch nicht dahinter wieso. Es kotzt mich an weißt du. Ich denke schon das eine Therapie dringend nötig ist, aber die Umstände im Moment habe ich oben beschrieben. Ich weiß noch nicht wie`s weitergeht, hoffentlich komme ich bald zu einer Lösung.


Zitat:
aber ich kenne mich mal sowas von gar nicht mit Alkohol/Alkoholsucht aus.


Das ist schön Very Happy ! Schau zu das es so bleibt, versäumen tust du nichts !

Danke für dein Interesse !

Liebe Grüße, Sonnenscheinchen
Nach oben
Saufnix
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 21.08.2011
Beiträge: 60

BeitragVerfasst am: 26. Aug 2011 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sonnenscheinchen

fang keine Therapie an wenn Du nicht mit der Gruppe /Therapeuten warm wirst.
Man muß sich nicht gleich verlieben, aber wenn sofort eine innerliche Ablehnung da ist wird aus der Therapie sowieso nix. Bei einer Therapie ist das gegenseitige Vertrauen sehr wichtig.

Mit der Medikamentenerfahrung bist Du mir vorraus. Ich hab es aus genau den Gründen die Du beschrieben hast nie versucht.

Aber lass den Kopf nicht hängen.
Viele müssen erst experimentieren und haben Rückfälle bevor sie ihren Weg entdecken.
BLEIB DRANN.

Bei mir läuft alles glatt. Zu glatt.
Ich habe kaum Probleme an denen ich die Problembewältigung üben kann.
Ich habe meinen Thrapeuten gesagt das ich einen Rückfall brauch um abstinent zu bleiben.
Der hat vieleicht geguckt Shocked Very Happy

Abwarten und Teetrinken ist meine devise immoment.
Nach oben
Saufnix
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 21.08.2011
Beiträge: 60

BeitragVerfasst am: 26. Aug 2011 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Noch was

ich denke das eine Therapie für Dich wichtig ist.
Das es nicht eine gewisse Auswahl in einer annehmbaren Entfernung gibt kann ich garnicht glauben.
Wenn es aber so ist, wie sieht es mit stationärer Therapie aus?
Dann wäre dein Kind aleine (bei Oma?)
Aber vieleicht besser 3 Monate aleine als für immer eine Problem-Mutti.

Denk darüber nach
Das ist das, was die Therapeuten auch sagen werden
Die werden aber bessere Tips geben und genauer auf Deine Probleme eingehen.
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Drogen-Forum Foren-Übersicht -> Clean sein Alle Zeiten sind GMT + 2 Stunden
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Seite 3 von 4
Gehe zu:  
Impressum & Rechtliches
ForenübersichtIndex   SucheSuche   FAQFAQ   LoginLogin