Mein Mann ist in die Tablettensucht gerutscht

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Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2012 20:15    Titel: Entzugsdauer Antworten mit Zitat

@veilchenfee:

wie lang dauert so ein Entzug?

Wie lang hat es bei Dir gedauert? Ich will mich nur etwas orientieren können, ab wann ca. der kritische Punkt in etwa überwunden ist.
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2012 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Entzugsdauer bezüglich Kokain? Also ich kann Dir versichern, dass ich noch Jahre nach meinem letzten Druck gierig war. Sogar noch vor zwei Jahren, glaube ich, roch ich an einer Handcreme und hatte plötzlich Koksgeruch in der Nase ...

Aufgehört habe ich 1994, mein endgültig "Letztes Mal" war 1999. So richtig kalt lässt mich das Thema erst seit - tja, weiß gar nicht - ich hier schreibe vielleicht? Also seit zwei Jahren? Wobei das Schreiben hier ja auch eine Art Therapie darstellt. Es ist und bleibt ein Teil meines Lebens und meiner Vergangenheit und um es einfach so zu vergessen, waren es zu viele einschneidende, prägende Erlebnisse. Wie das bei Deinem Mann sein wird, kann ich Dir nicht beantworten, jeder Mensch reagiert individuell.

Es kann ihm aber helfen, wenn er sich über seinen Verstand klar machen kann, dass er keine andere Möglichkeit hat, als aufzuhören. Dass er seine große Liebe, die Droge, verlassen muss, weil er ansonsten als mittelloser Penner allein in der Gosse enden wird. Oder im Leichenschauhaus.

Mir hat es enorm geholfen, einer verständnisvollen Freundin monatelang die Ohren vollzujammern. Sie studierte zu dieser Zeit gerade was Soziales und stellte immer wieder kluge Fragen. Oh, ich war soooooooo gierig! Und quengelig ohne Ende! Das war schlimm und nichts half, da konnte ich kiffen, soviel ich wollte! Doch ich wusste, dass ich mich zusammenreißen musste, wollte ich nicht alles verlieren ...
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Sorgenkind
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Anmeldungsdatum: 24.03.2011
Beiträge: 593

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2012 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

Ähhh ... Wow dieser Thread liest sich wie ein Krimi .
Ich bin Emotional jetzt etwas aufgeladen.

Teilnehmerin erstmal möchte ich dir ganz viel KRAFT schicken .
Ich hab das grad alles gelesen und finde das du dich absolut toll verhältst.
Du hast jetzt in kurzer Zeit eine Vergangenheit deines Mannes aufgedeckt von der Du keine Ahnung hattest. Das ist schon fies. Vor allem in Sachen Sucht sind Rückfälle häufig.
So wie ich das jetzt sehe glaube ich das dein Mann grade enorme Probleme hat. Was er nun wirklich genommen hat steht in meinen Augen nichtmal fest. Allerdings zweifel ich nicht daran das Kokain beteiligt war.

Die Frage bleibt was hat zu diesem Rückfall geführt ?
Läufts in der Firma ? Stress wegen der kleinen Tochter ? Hast du depressive Veränderungen wahrgenommen ?
Möglicherweise ist er aber "nur" auf nen alten "Freund" getroffen als er nen schlechten Tag hatte ...

Oh Man...Wie auch immer. Scheinbar hatte er doch alles ganz gut im Griff. Möglicherweise ist es auch wirklich der erste Rückfall gewesen und ihr habt früh reagiert . Ich drücke dir echt beide Daumen das da nicht noch mehr im Spiel ist und wünsche dir echt alles gute .

@ Veilchenfee
Wie du beschreibst ist Gold wert Smile

@ Karsi
Ich bewundere die ausdauer deiner Frau zu kontrollieren ^^

Lieben Gruß
das Sorgenkind
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Teilnehmer
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2012 21:59    Titel: Reallife Antworten mit Zitat

Hallo Sorgenkind,

ja, ich nutze gerade dieses Forum um Erfahrungen in der Theorie zu sammeln. Und ich bin so dankbar, dass Ihr mir alle so weiter helft. Veilchenfee beschreibt wirklich klasse und ich hatte die Beiträge in anderen Threads schon gelesen. Um ehrlich zu sein, musste ich über einige Beschreibungen schmunzeln. veilchenfee beschreibt zum Teil, ob gewollt oder ungewollt, einiges ironisch nieder. Das liest sich dann einfach so weg und man mag davon mehr lesen. Danke für Eure Kraft, die Ihr mir schickt und die Umarmungen.

Also ich habe gerade mit meinem Mann telefoniert und er war erstaunlich offen. Er sagte "was soll ich jetzt noch verstecken?!". Er kann sich nicht mehr erinnern was er alles genommen hat... viel in jedem Fall. Immerhin hat er binnen weniger Tage 500-600 € um die Ecke gebracht. Ums Geld ist es schade aber desswegen bin ich gar nicht sauer, sondern wegen der Tatsache selbst. Sauer und enttäuscht...aber auch verbunden mit Verlustangst. Mein Mann sagte, dass er definitiv nicht gespritzt hat. Er kann sich erinnern, dass er sich Koks besorgt hat und es bestimmt auch genommen hat aber nicht gespritzt. Macht das einen Unterschied? Das Zeug bleibt doch das gleiche. Im Urin wurden Spuren von Opioide gefunden sagte er. Das alles hat er binnen 2 Tagen genommen. Er sagte, dass er aber die 2 Wochen davor Tramal regelmäßig genommen und zolpidem 4 Tabletten konsumiert hat. Davor hatte er (ab ca. Oktober) Subutex eingenommen. Jedes Medikament hatte quasi das andere abgelöst. An die besagten 2 Tage, wo ich ihn nicht mehr greifen konnte, kann er sich kaum noch erinnern.

Meine Mann hatte aus seinem alten Entzug noch Kontakte. Der eine vermeidliche Freund hatte ihm ein Schmerzmittel gegeben, als mein Mann dröhnende Kopfschmerzen hatte. Der Freund von ihm hatte ein Schmerzmittel bei sich, weil er eine Nasen-OP hatte. Das stimmt tatsächlich, ich kann mich erinnern, dass der völlig lädiert aussah, weil der Gute im Bad ausgerutscht war und unsanft auf der Badewannenkante aufkam.

Das war seiner Meihnung nach der "Start-frei-Schuss" - das ganze war im Sommer. Mein Mann hatte davor keine Depressionen. Im Gegenteil. Er ist sehr humorvoll und sehr gesellig.

Er meinte vorhin, dass es ihm schlechter geht. Aber, dass er auf keinen Fall aus der Klinik gehen will - er wolle es durchziehen. "Ich liebe dich mehr als mein eigenes Leben. Wie soll ich dann mein Leben leben, wenn ich dich nicht mehr habe?!" Keine Ahnung ob er nur versucht mich zu beruhigen. Da er dort ja in einer Notaufnahme der Klinik für Suchterkrankte ist, sind da natürlich die passenden Gestalten untergebracht. Dazwischen mein Mann. Ein wirklich skurriles Bild aber vielleicht merkt er ja dann, dass er in wenigen Jahren auch so katatonisch auf einem der Gangstühle sitzen könnte.
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2012 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Teilnehmer schrieb:
Zitat:
Er kann sich erinnern, dass er sich Koks besorgt hat und es bestimmt auch genommen hat aber nicht gespritzt. Macht das einen Unterschied? Das Zeug bleibt doch das gleiche.


O ja, es macht einen Unterschied, einen gewaltigen sogar. Gottseidank hat er es nicht gespritzt, wobei rauchen fast genau so übel ist. Koks per Nase kannste fast vergessen, das macht nicht ansatzweise so gierig. Und da es nur zwei Tage waren und er sich sowieso an kaum was erinnern kann, dürfte dieses Problem "aus dem Rennen" sein.

Alles in allem hört sich das doch ganz hoffnungsvoll an, was Du schreibst! Ich drücke Euch weiterhin die Daumen!
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2012 22:59    Titel: hmm Antworten mit Zitat

Das klingt ja erstmal gut. Was meinst du mit (...) er sich sowieso an kaum was erinnern kann, dürfte dieses Problem "aus dem Rennen" sein? Ist das für die Suchttherapie wichtig, ob sich jemand erinnern kann?
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2012 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

Damit meine ich: Wenn er sowieso total zu war mit Opioiden, womöglich Benzos etc., dann hat er die Gier, die das Kokain verursacht, nicht so derb registriert, als wenn er keine anderen Substanzen konsumiert hätte. Es ist ein Unterschied, ob ich zwei Tage am Stück exzessiv Kokain konsumiere und sonst nichts, oder ob ich sowieso total malle in der Birne bin und dann halt auch noch dazu kokse.
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Teilnehmer
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2012 10:09    Titel: Guten Morgen Antworten mit Zitat

...ich habe die Nacht furchtbar geschlafen. Ich habe geträumt, dass mein Mann aus der Klinik abhauen will um nach hause zu kommen. Es war furchtbar. Ich merke heute wie erschöpft ich wirklich bin.

Als ich meine große heute ins Wohnzimmer geführt habe, zu ihrem Geburtstagstisch habe ich ihr dabei ein Geburtstagslied gesungen und hatte solche Mühe mir die Tränen zu verkneifen.

Und genau dafür hasse ich meinen Mann gerade! Was hat er uns da nur angetan?! War ihm dieser peinliche Tripp das wert? Er hat so viel kaputt gemacht. Ich könnte vor Wut heulen! Er wird mindestens ein dreiviertel Jahr nicht nach hause kommen. Das glaube ich nicht, dass er bald wieder da ist.
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Catinka0472
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Anmeldungsdatum: 12.12.2011
Beiträge: 430

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2012 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Teilnehmerin,

das ist sicher heute ein ganz schön schwerer Tag für Dich!
Das Sonntagslächeln für Deine Tochter aufsetzen, obwohl es in Dir drin ganz anders zumute ist.
Ich finde, Du hast alles Recht der Welt, auf Deinen Mann sauer zu sein und Du musst natürlich jetzt vor allem für Deine Kinder und Dich selbst da sein.
Aber bedenke, Dein Mann ist schlichtweg krank. Ob es der Trip wert war? Sicher nicht, aber wenn der Suchtdruck so groß ist, wird alles andere Vernunft usw. ausgeschaltet.

Wie kommst Du auf ein dreiviertel Jahr? Ist diese Zeit schon im Krankenhaus genannt worden? Würde mich interessieren. Mein Freund hatte bisher nur stationäre Therapien von 3-4 Monaten.

Drücke Dich und wünsche Dir ganz viel Kraft!
LG
Catinka
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Sorgenkind
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Anmeldungsdatum: 24.03.2011
Beiträge: 593

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2012 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Gute Morgen Teilnehmerin,

Tut mir sehr leid das deine Nacht so mies war. Leider ist das aber erst der Anfang von deinem Gefühlschaos. Gefühle wie Wut,Hass,völlige erschöpfung,Zukunftsangst,und Einsamkeit werden sich leider in den nächsten Tagen evtl Monaten immer wieder abwechseln und dir das Leben schwer machen Confused Nein,gewollt hat das sicher niemand. Auch dein Mann nicht.Aber diese Gefühle müssen bearbeitet werden.
Ich würde dir den Rat geben dich mit einer Drogenberatungsstelle (drobs) in verbindung zu setzen. Die sind auch darauf geschult sich mit den Partnern und ihren Problemen zu befassen.
Du wirst jetzt sicher erstmal denken, ich geh doch nicht zu ner Drogenberatung wenn ich keine Probleme mit Drogen habe...
Aber kaum jemand kann dir hier mehr hilfestellung geben als die Drobs. Die werden sicher auch wissen was in der zwischenzeit mit eurem Bauunternehmen passieren kann. Bzw was du jetzt beantragen musst und so weiter...

Ich weiß das dir mein Text jetzt nicht gefallen wird. Sind ja auch nicht die schönsten aussichten Confused Aber ich bin Realist.

Ich wünsche dir und deiner Großen das ihr ihren Geburtstag trotz allem schön verbringen könnt. Halt die Ohren steif und versuch dich im positiven denken.

Ein kleiner Tipp von mir wäre, schreib all das was dich nun beschäfftigt auf. Ob hier oder in ein Buch ist egal. Mir hat es sehr geholfen bei der Verarbeitung und ich fand es auch gut die Kontrolle darüber zu haben was sich in der Zeit verändert hat. Bzw ob sich etwas verändert hat. So ist man nicht so leicht zu täuschen ^^

Vom Herzen alles gute das Sorgenkind
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Teilnehmer
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2012 11:53    Titel: Hallo Ihr lieben Antworten mit Zitat

... ich schreibe Euch heute Abend wieder. Ich sitze noch immer im Bademantel rum und muss mich erstmal um die Wohnung und das Vorbereiten kümmern. Die kommen ja alle gegen 14:30 Uhr. Lust hab ich keine weil ich völlig erschöpft bin.

Bis heute Abend..
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Felidaea
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.11.2011
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2012 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Teilnehmer... das was Du schreibst... es liest sich wie meine Geschichte.
Ich wollte schon abbrechen und dieses Thead schließen, weil es mir die Tränen in die Augen treibt, die ganze Verzweiflung und Hilflosigkeit von mir und wie ich mich damals gefühlt habe, es kommt gerade alles wieder hoch.

Wir hatten auch eine kleine Firma,
auch an mir hing dann die ganze Verantwortung,
mein Mann war irgendwann in seiner Jugend mal Drogenabhängig, hat dann aber (wie er immer wieder erzählt hat) einen Selbstentzug gemacht.
Als wir uns kennen lernen, da hat er gekifft, was ich aber nicht weiter schlimm fand.
Aber mehr nicht... Drogen waren für mich ganz weit weg. Ich hatte eine wunderbare Kindheit und Jugend und kannte Drogen nur davon, dass eben der eine oder andere Freund im Bekanntenkreis ab und zu einen Joint geraucht hat.
Daher fand ich auch nicht weiter tragisch, dass es mein Mann gemacht hat.
Zudem er es abends tat, vor dem Fernseher... zur Entspannung, wie er sagte...


nun denn... es vergingen Jahre...
wir haben ein Haus gekauft, er hat diese kleine Firma übernommen,
hatten Hunde, Katzen, Pferd... einfach alles was zu einem glücklichen Leben gehört.

Drogen gehörten nicht in mein Leben, ich hatte keine Ahnung was passierte, als er sich immer mehr verändert hat... er war launisch und aggressiv... war dann nie zu Hause, weil er sich um seine Kneipe kümmern musste, die er auch noch übernommen hatte.

Er ist alkoholisiert gefahren... diese ganzen durchwachten Nächte, die Angst, dass ihm etwas passiert... oder dass er den Führerschein verliert, den wir doch brauchten. für sein Gewerbe, in dem er auf das Auto angewiesen war.
Und ich musste doch auch jeden Morgen selber an die Arbeit...

Dann habe ich die Spritze gefunden, morgens.. im Wohnzimmer... und selbst da habe ich nicht bemerkt, oder glauben wollen... ich habe ihn gefragt, was das ist... und da kamen Erklärungen.. er hätte sie nur gefunden und für irgendwas an seinen Geräten benutzt...

Wie ich dann letzten Endes doch auf die Wahrheit gekommen bin.. das kann ich Dir gar nicht mehr sagen.. da ist eine Lücke in den Erinnerungen...

Aber ich habe geweint und immer gehofft, dass ich aus diesem Alptraum aufwache.
Dass alles vorbei ist...Mir jemand hilft.

Ich habe auf dem Sofa geschlafen, auf Autoschlüsseln, auf dem Bargeld das im Haus war, habe ihm alle Vollmachten entzogen.
Er hat Geld einer anderen Firma veruntreut für die wir den Service gemacht haben, das kam natürlich raus... es kam zur Anzeige... gegen mich, denn unsere Firma lief zu diesem Zeitpunkt auf meinen Namen.
Er hat Post vor mir versteckt... Stapelweise habe sie im Schrank gefunden... Mahnungen, Ankündigungen zur Zwangsvollstreckung und alle gegen mich.
Er hat auf Nachfragen entweder rumgebrüllt, alles runtergespielt, mir die Schuld gegeben oder angefangen zu weinen...

ich habe in dieser Zeit oft darüber nachgedacht, mir einfach das Leben zu nehmen um dieser Hölle irgendwie zu entkommen...
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Felidaea
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.11.2011
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2012 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Schicht ist gleich vorbei und ich werde vor der nächsten Woche keinen Zugang zum Internet haben.. daher an dieser Stelle noch der Rat.
Wenn Du oder Ihr Kredite laufen habt und es nicht mehr sichergestellt ist, dass diese bedient werden können. Dann setzte Dich ganz schnell mit den Gläubigern in Verbindung.
Meine Erfahrungen diesbezüglich sind alle positiv. jeder hatte ein Einsehen und hat mir Forderungen erst mal gestundet.
Schenken kann Dir natürlich niemand das Geld, aber wenn die Gläubiger das Problem kennen, dann werden erst mal keine Schritte eingeleitet.
Wenn Du erst reagierst, wenn die Bank die Zwangsvollstreckung ankündigt, ist es zu spät.
Vertrauen und Offenheit waren ein guter Begleiter und nur das erste Gespräch ist in den ersten Minuten unangenehm.
Ich habe das alles mehrmals durch und hinter mich bringen müssen.
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Karsi
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 24.03.2009
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2012 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

einen mehr oder weniger guten tag*grummel*
die nacht mal wieder nicht schlafen können und erst gegen 6 uhr weggedöst,morgendosis verpasst,und nun konnte ich nichtmal die kaffeetasse ruhighalten und nur 1/3 vollmachen.aber hab jetzt mal 200mg oxy+2,5mg tavor genommen.hoffe es legt sich gleich wieder:-( komm noch nicht mit der umstellung von subu auf oxy klar...irgendwie wirkten die länger.
aber nochmal zum thema:
je mehr ich in diesem thread lese umsomehr kann ich auch mich darin finden...sind wir süchtigen alle so?sind wir alles schlechte menschen?wieso kommt mir das auf autoschlüsseln+bargeld schlafen,sperren meiner konto+kreditkarte usw.soooo bekannt vor?ahja...hatte meine frau auch alles durch.von familienfesten wie geburtstage,weihnachten usw garnicht zu sprechen.wie oft fragten die kids:wo ist vater?meine frau:müssst ihr ihn irgendwo in seiner welt suchen,oder im bett,bzw.isser vieleicht wieder aufm klo eingeschlafen.war natürlich so.oder ich hab am waldrand nach ner guten dosis da mal n paar stunden im auto gepennt.kann noch heute die handyfotos oder videos vor mir sehen die meine frau machte um sie mr zu zeigen...um mich wachzurütteln damit ich kapiere wies um mich steht.
irgendwie sind wir auf gottes erden einfach alle gleich.
@Teilnehmer,ich glaub nicht das er was gespritzt hat.ich denke ehr hat was geraucht oder sich mal gut die nase gepudert...hats nicht vertragen weil ers nicht gewohnt ist/war und war deswegen so verpeilt.ich sprach auch schon ne nachtlang mit nem sandwich und als es nicht einer meinung mit mir war flog es zum fenster raus.ja,so und noch schlimmer stand ich öfter neben mir.ich seh bei dir wirklich noch hoffnung da das mit deinem mann noch nicht zu lange so geht...aber dann muss jetzt schnell was passieren.entzug/entgiftung-->therapiegruppe(n)--->langzeitthera. das wirdd der weg sein.anders kann ich mir nix vorstellen.natürlich wird er,wenn er jetzt langsam auf den boden der tatsachen zurückschwebt meinen:das war n einmaliger ausrutscher oder das passiert nimmer und ich schaff das alleine.geh nicht darauf ein.in der regel schafft es keiner alleine.es gibt nur 2 wege die er gehen kann.den einfachen oder den steinigen.einen mittelweg gibt es nicht.
wünsche dir aber trotzdem ne schöne feier.schalte einfach mal ab und lass gestern gestern sein...auch wenns noch so schwer fällt.wenn er noch in der klinik ist ,lass ihn.da ist er gut versorgt und aufgehoben.


alles liebe
karsi
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Teilnehmer
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2012 21:43    Titel: ...weiter gehts... Antworten mit Zitat

Also wenn Euch das mit meiner Schreiberei auf den Keks geht, müsst Ihr mir das unbedingt sagen - ich würde es verstehen. Es dreht sich ja immer ums gleiche.

Kredite haben wir Gott sei Dank nicht und das Geld ist bei mir auf dem Konto.

Ich glaube es ist tatsache immer das gleiche, das Geld wird genommen ohne darüber nachzudenken, was das für die Familie für Konsequenzen hat / haben kann. Aber denkt denn ein Abhängiger nicht einmal darüber nach, dass das entscheiden kann, ob die Kinder noch versorgt werden können?
"Nein Schatz, Saft können wir nicht kaufen. Der Papi hat unser Geld in Koks und Tabletten investiert, Granulattee kannst Du in den Einkaufswagen packen." Wenn die Kinder den Zustand vom Vater mitbekommen..ist dem zugedröhntem Vater das egal? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Wahrscheinlich kann sich aber jemand, der so einen Zustand noch nie erreicht hat, nie eine Vorstellung machen.

@Karsi... strebst Du keine Therapie an? Für Deine Kinder und Deine Frau und ein ganz normales Leben? Dir ist doch der Zustand selbst eine Last.
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