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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4294

BeitragVerfasst am: 14. Dez 2015 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

kije hat Folgendes geschrieben:

Jeden morgen eine Pille zu nehmen ist nicht das Problem, aber die Surroundings eine Sub können - und sind es leider oft - schon.




folgendes verstehe ich nicht:
aber die Surroundings eine Sub können - und sind es leider oft - schon.


Hi,

mit ´surroundings´meine ich das ganze drumherum einer Substitution.
Vorab die rechtlichen Bestimmungen, die einen Sub-patienten zu einem unmündigen Bürger machen. Dann die Situation während der Vergabe, man steht im Pulk anderer Junks - wobei man diesen Kontakt eigl. vermeiden will, da Trennung von der Szene auch Schutz bedeutet - , wartet auf die Vergabe,muss unter Aufsicht regelm. Urin abgeben, ist dem Wohlwollen der Arzthelferin ausgeliefert und
das ggf. jeden Tag , bestenfalls 1x Woche ( bei TH). Das muss alles nicht so ablaufen, aber meistens ist es so.
Für mich war das kein Leben und eine unerträgliche Situation, und ich musste das nur 1 x Woche ertragen.
Wenn man in eine Sub-Behandlung kommt, ist es erstmal eine Erleichterung. Aber wenn man ein , ich sage mal,ein normales Erwerbsleben führt, dann schwindet diese Erleichterung doch schnell. Spätestens dann, möchte man doch auch beim Arzt als Mensch/Patient behandelt werden. Irgendwo ist man ja auch zahlender Kunde.
Das ist bei jedem etwas differenzierter, aber unter´m Strich läufts so.
Hängt viel vom Doc ab, wie er seine Subs behandelt.
Ich hatte 17 J ( ?leider?)Glück, und nie Probleme mit der Sub, war ein normaler Patient, der seinen Doc viell. 6 x / J gesehen hat , die Mädels bekamen ne Flasche Sekt und Selbstgebackenes zu Weihnachten und alles war gut.
Wie gesagt, 2011 wars damit vorbei!

LG N
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Phil78
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 479

BeitragVerfasst am: 14. Dez 2015 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Frau hat zu Anfang unser Substitution zu mir gesagt, dass ich mir Bewußtsein muss, dass ich einiges an Lebensqualität bzw Freiheit einbüßen werde...
Und sie hatte recht...
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kije
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Anmeldungsdatum: 12.12.2015
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2015 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="nebukadnezar"]
kije hat Folgendes geschrieben:


Vorab die rechtlichen Bestimmungen, die einen Sub-patienten zu einem unmündigen Bürger machen.

LG N


Ich habe mal die rechtlichen Bestimmungen gegoogelt, aber nichts gefunden, auch im BGB nicht.

Vielleicht könntest du mir eine link oä empfehlen. Es interessiert mich. Vor allem, da ich meinem Freund vollkommen geistig in der Lage einschätzen würde, jegliche Arten von Verträge etc abzuschließen.

Ist das dann bei allen Süchtigen so? Denke zB auch an Alkoholiker (nur das es da ein legales Suchtmittel ist)...

Lieber Gruß
Kije
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kije
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Anmeldungsdatum: 12.12.2015
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2015 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

Phil78 hat Folgendes geschrieben:
Meine Frau hat zu Anfang unser Substitution zu mir gesagt, dass ich mir Bewußtsein muss, dass ich einiges an Lebensqualität bzw Freiheit einbüßen werde...
Und sie hatte recht...


Wie lange seit ihr schon in der Substitution ? Wie kommt ihr voran?
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Phil78
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 479

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2015 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Google mal nach BtMVV. Und richtlinien substitution Kassenärztliche vereinigung. Da findest du alles.

Wir sind jetzt seit 4 Monaten dabei. Ich hab gerade den Arzt gewechselt. Aber es ist ok, soweit es ok sein kann wenn man in der Substi ist.
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oxy moron
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Anmeldungsdatum: 23.08.2014
Beiträge: 387

BeitragVerfasst am: 16. Dez 2015 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

kije hat Folgendes geschrieben:
Vor allem, da ich meinem Freund vollkommen geistig in der Lage einschätzen würde, jegliche Arten von Verträge etc abzuschließen.


Das hast Du wohl falsch verstanden, auch Substis werden nicht für geschäftsunfähig erklärt - nur sind die Regelungen so strikt, dass man den Ärzten quasi ausgeliefert ist, was die Gewährung von Mitgabe oder das Antanzen zu bestimmten Zeiten etc. angeht. Auch ist man dann wohl gefühlt das "unterste Glied in der Nahrungskette".. was dem Selbstwert nicht unbedingt zuträglich sein dürfte..
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kije
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 12.12.2015
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 17. Dez 2015 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Aufklärung! Ja, habe ich echt falsch verstanden und schon alle möglichen Gesetzestexte gelesen und mich gewundert, warum ich nix finde.

mündig war in meinem Kopf mit Geschäftsfähig verdunden.
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kije
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 12.12.2015
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 20. Dez 2015 01:26    Titel: Antworten mit Zitat

Was macht man dann zB, wenn man in den Urlaub möchte?
Kann man da einen Antrag oder so stellen, wenn man "vorbildlich" war, dass man die Tabletten für 2 Wochen oder so bekommt?
Und was braucht man, um die Tabletten mit ins Ausland nehmen zu dürfen?
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nebukadnezar
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4294

BeitragVerfasst am: 20. Dez 2015 08:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

http://www.dr-preisner.de/startseite/substitution/urlaub/

z. Beispiel, spuckt deine Suchmaschine aus.
Hängt aber auch vom Patienten und vom Doc ab. Die Rahmenbedingungen regelt das Gesetz.


schönen 4. Advent,

LG N
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Los Fritzos
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Anmeldungsdatum: 08.09.2015
Beiträge: 982

BeitragVerfasst am: 20. Dez 2015 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich gibt es die Möglichkeit, sein Substitut bis zu insgesamt 30 Tage im Jahr als Urlaubsverschreibung zu bekommen. Geregelt ist das in der BtMVV:

Zitat:
Im Falle eines Auslandsaufenthaltes des Patienten, dem bereits Substitutionsmittel nach Satz 4 verschrieben werden, kann der Arzt unter Berücksichtigung aller in diesem Absatz genannten Voraussetzungen zur Sicherstellung der Versorgung diesem Verschreibungen über eine Menge des Substitutionsmittels für einen längeren als in Satz 4 genannten Zeitraum aushändigen und ihm dessen eigenverantwortliche Einnahme erlauben. Diese Verschreibungen dürfen in einem Jahr insgesamt die für bis zu 30 Tage benötigte Menge des Substitutionsmittels nicht überschreiten. Sie sind der zuständigen Landesbehörde unverzüglich anzuzeigen...


Der genannte Satz 4 und die Bedingungen dazu haben den folgenden Inhalt:
Zitat:
Sobald und solange sich der Zustand des Patienten stabilisiert hat und eine Überlassung des Substitutionsmittels zum unmittelbaren Verbrauch nicht mehr erforderlich ist, darf der Arzt dem Patienten eine Verschreibung über die für bis zu sieben Tage benötigte Menge des Substitutionsmittels aushändigen und ihm dessen eigenverantwortliche Einnahme erlauben.


Die Aushändigung einer Verschreibung nach Satz 4 ist insbesondere dann nicht zulässig, wenn die Untersuchungen und Erhebungen des Arztes Erkenntnisse ergeben haben, dass der Patient
1.
Stoffe konsumiert, die ihn zusammen mit der Einnahme des Substitutionsmittels gefährden,
2.
unter Berücksichtigung der Toleranzentwicklung noch nicht auf eine stabile Dosis eingestellt worden ist oder
3.
Stoffe missbräuchlich konsumiert.
Für die Bewertung des Verlaufes der Behandlung durch den substituierenden Arzt ist im Übrigen der allgemein anerkannte Stand der medizinischen Wissenschaft maßgebend.


Diese Urlaubsverschreibung ist also nur dann möglich, wenn man bereits auf Take Home eingestellt ist. Allerdings hängt das trotzdem noch davon ab, ob der Arzt mitmacht und vor allem muss man vorher unbedingt abklären, wie die zollrechtlichen Bestimmten im Urlaubsland aussehen.


Gruß, Fritze
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kije
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Anmeldungsdatum: 12.12.2015
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 20. Dez 2015 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Das hatte ich im Netz auch gefunden.

Aber da hat immer der Arzt das letzte Wort? Auch wenn noch kein Fehlverhalten aufgetreten ist, nur weil der Arzt das nicht möchte?
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nebukadnezar
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4294

BeitragVerfasst am: 20. Dez 2015 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

Eins muss man als Sub Patient ( leider) akzeptieren: Der Arzt hat IMMER das letzte Wort!
Einzige Möglichkeit: sich einen neuen Arzt suchen.

Der Indro Link auf der Seite, bzw. die Adresse INDRO, war mir in meiner aktiven Zeit immer eine sehr gute Anlaufadresse bei allen auftauchenden Fragen. Kann man auch anrufen, Termine machen etc. Sind , zumindest zu meiner Zeit, immer top aktuell informiert und professioneller als z.B. ´ne Drob .

LG N
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nebukadnezar
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4294

BeitragVerfasst am: 20. Dez 2015 11:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ups, der Indrolink funzt bei mir nicht, liegt evtl an meiner z . Zt. schlappen Verbindung, zur Sicherheit hier nochmal die Startseite:

http://www.indro-online.de/startindexdeutsch.htm

eigtl. ne Bibel der Subs,

LG N
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kije
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 12.12.2015
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 20. Dez 2015 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für den interessanten Link.
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kije
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 12.12.2015
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 16. Feb 2016 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wollte euch mal wissen lassen, wie es mittlerweile aussieht:

Mein Freund ist nun in der Entgiftung.
Er hat langsam angefangen mehr zu trinken und hat selbst gemerkt, er muss die Notbremse ziehen.

Die erste Woche ist Besuchsverbot. Wir können am Abend 10 Minuten miteinander telefonieren.

Er sagt es ist alles gut, ihm geht es gut, er hat keine Beschwerden von der Entgiftung...

Das hört sich für mich nicht sehr realistisch an. Vielleicht will er auch einfach nix sagen, da es ein Telefon im Aufenthaltsraum ist. Deswegen habe ich dann nicht nachgebohrt.

Seine Stimme hört sich anders an und er scheint distanzierter zu sein.

Mal sehen, wie der erste Besuch wird. Ein bisschen ängstlich bin ich schon.

Hauptsache, er kümmert sich jetzt erstmal um sich und seine Probleme, dass er positiv in die Zukunft schauen kann.
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