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LukeSkywalker Bronze-User

Anmeldungsdatum: 08.10.2011 Beiträge: 64
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Verfasst am: 15. Aug 2012 23:19 Titel: |
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Schade, Scheiße, kann schon mal passiern.
Aber wie ich des Layout jetzt hingebastelt hab, kann ich leider auch nich mehr nachvollziehen.
Je später der Abend... |
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SAUBERMANN Platin-User

Anmeldungsdatum: 27.03.2012 Beiträge: 1356
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Verfasst am: 16. Aug 2012 20:51 Titel: |
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hallo luke!
also tomasG hat -wie so oft- fast alles gut und auch richtig beantwortet. ich möchte aber auch nochmal bestätigen, dass opioide in reinform i.d.regel NICHT über die maßen ORGANTOXISCH wirken. das ist ganz anders als bei alkohol oder zb. paracetamol.
man darf nicht irrigerweise von der starken psychotropen wirkung eine starke giftigkeit für den körper ableiten.
der vater eines freundes ist ein lokal sehr bekannter und kompetenter chefarzt. der hat seinen söhnen schon früh beigebracht, dass REINES HEROIN für den körper unschädlicher ist als zb. alkohol (und NEIN: er hat seine kinder damit NICHT zum schorekonsum getrieben!). das haben seine kinder dann in der schule im drogenunterricht erzählt und dafür wurden sie sogar von der lehrerin ausgelacht... so viel dazu. das ist ein weit verbreiteter mythos. die leute sehen die junkies am bahnhof und schlußfolgern daraus das falsche...
es gibt bislang kaum ältere methadonpatienten, einfach weil es noch gar nicht so lange überhaupt die substitutionsbehandlung gibt. deshalb glauben manche leute, dass metha-konsumenten generell früh sterben würden... es gibt aber aus früheren zeiten noch hinweise darauf, dass einige hardcore-opiumraucher
trotz ihres konsums steinalt geworden sind.. oder evtl. gerade deshalb?
ok, zurück zum thema...
ich zitiere mal aus einem artikel im ärzteblatt:
"Wie Roth weiter ausführte, eignen sich Opioide aufgrund ihrer fehlenden Organtoxizität besonders für ältere und multimorbide Patienten (cave:COPD) sowie für Langzeittherapien"
vgl: http://www.aerzteblatt.de/pdf/97/21/a1480.pdf
du brauchst dir also KEINE sorgen machen, dass sie vom methadon körperlich krank werden würde. eher wird sie MÖGLICHERWEISE psychische auffälligkeiten haben: abgestumpftheit, gleichgültigkeit, schlappheit, emotionslosigkeit etc.
das KANN evtl. vom metha kommen, MUSS aber nicht.
und es ist u.u. gar nicht so ratsam, unbedingt abzudosieren. wenn deine freundin nicht will, dann sag mir, warum du sie dazu unbedingt überreden willst?! bist du dir denn wirklich sicher, dass sie nicht dann doch evtl. wieder heroin konsumiert? oder benzos? |
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SAUBERMANN Platin-User

Anmeldungsdatum: 27.03.2012 Beiträge: 1356
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Verfasst am: 16. Aug 2012 20:59 Titel: |
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LukeSkywalker hat Folgendes geschrieben: | Bin ja nun auch kein Kind von Traurigkeit und habe vor Jahren mal 2ml genommen. Kurze Zeit später hing ich über der Kloschüssel und hab mir zwei Stunden lang die Seele ausm Leib gekotzt. |
typisch, da wundert sich jemand, der INITIAL VIEL ZU HOCH DOSIERT HAT, was die leute an opioide bloß so toll finden.. hehe.. sei froh, dass du "nur" gekotzt hast.. das hätte leicht ne tödliche OD sein können... bei 40mg sind schon leute gestorben.. und das ist der inhalt von 1 handelsüblichen METHADDICT-tablette..
bei opioiden gilt: weniger ist mehr. mir war bei zigtausendfachen konsum vielleicht 5x übel bzw. unwohl.. ich dosier zu anfang aber grundsätzlich immer erstmal zu niedrig bis es wirkt und ich es einschätzen kann.. du hättest maximal 5mg nehmen dürfen.. wobei ich auch das schon für zu hoch halte, wenn du keine opioide gewohnt warst..
wenn du nochmal konsumierst, würd ich n schwäres opiat nehmen, zb. tilidin, codein oder max. morphin... |
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LukeSkywalker Bronze-User

Anmeldungsdatum: 08.10.2011 Beiträge: 64
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Verfasst am: 16. Aug 2012 21:49 Titel: |
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Hi SAUBERMANN
Wie gesagt, bisher haben mich Opiate und Opioide nicht die Bohne interessiert. Das hängt nicht nur mit dem Metha-Erlebnis zusammen. Hab früher auch schon Opium und Heroin geraucht. War zwar ein nettes Brett, aber eben nicht meins. Warum ich das Methadon damals genommen hatte, kann ich Dir nicht sagen - ich handle halt oft, bevor ich nachdenke. Das ist eine große Schwäche von mir.
Sorgen um meine Freundin hab ich mir deshalb gemacht, weil ich so gut wie nichts über diese Gattung Drogen weiß. Deshalb habe ich ja hier nachgefragt und TomasG und Du (thanks übrigens für Deine Antwort) habt mich soweit aufgeklärt, daß ich die Sache nun aus einem ganz anderen Blickwinkel sehe.
Ich verurteile ja auch niemanden der Opioide konsumiert - da würde ich mich ja lächerlich machen. Ich zieh mir doch selber genügend anderes Zeugs rein. Allerdings paß ich halt auf, daß ich die Droge beherrsche und nicht die Droge mich - sprich: kein täglicher Konsum von irgend einer Substanz. OK, Zigaretten. Hast mich erwischt.
Hab früher täglich Amphetamine konsumiert, gesoffen und gekifft, solange bis mein Körper schlapp machte und ich merkte, daß es das nich sein kann. Mittlerweile hau ich mir halt - schon regelmäßig aber nicht täglich - ausgewählte Sachen in Kopp, die mir Spaß machen.
Ich hätte mir bei "einmal in der Woche"-Konsum von Opioiden gar keine Sorgen gemacht. Nur sobald jemand was täglich braucht damit er funktioniert schrillen bei mir die Alarmglocken.
Nun weiß ich, daß Methadon gar nich so schlimm ist und sehe die Sache, wie gesagt, ganz anders.
Übrigens hat sich meine persönliche Abneigung gegen diese Substanzen noch erhöht als ich mir kürzlich eine Rippe gebrochen hatte. Zur Schmerztherapie hat mir meine Hausärztin Tilidin 50/4 Tropfen verschrieben. Wollte die Schmerzen weghaben, also hab ichs halt genommen. Vier Tage lang - dann bekam ich eine übelste Darmkolik von dem Zeug.
Für mich isses halt nix, ich vertrags auch nich. Verurteilen tue ich, wie erwähnt, niemanden deswegen.
Aber Sorgen wird man sich ja wohl noch machen dürfen, oder? |
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TomasG Platin-User

Anmeldungsdatum: 03.11.2011 Beiträge: 1301
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Verfasst am: 18. Aug 2012 07:08 Titel: |
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nicht jeder verträgt opioide gut, es gibt leute die bekommen ganz schnell übelkeit/erbrechen, oder auch massive verstopfung bis zum darmverschluss.
deswegen ist es in der schmerztherpaie gerade bei älteren patienten üblich schon vorsorglich ein leichtes abführmittel+ein mittel gegen übelkeit zu erschreiben!
opioide sind also ganz klar nicht jedermanns sache! so wie auch alkohol, zigaretten, amphetamin oder koks nicht jedermanns sache ist!
das du dir sorgen machst, ist ja grundsätzlich gut, und du hast auch die richtige entscheidung getroffen, und dich hier informiert.
leider gibt es ja oft partner/eltern, die sich nicht informieren, und sich trotzdem dann meinen urteile bilden zu können, und somit falsche entscheidungen treffen. |
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SAUBERMANN Platin-User

Anmeldungsdatum: 27.03.2012 Beiträge: 1356
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Verfasst am: 20. Aug 2012 23:28 Titel: |
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LukeSkywalker hat Folgendes geschrieben: |
Hab früher täglich Amphetamine konsumiert, gesoffen und gekifft, solange bis mein Körper schlapp machte und ich merkte, daß es das nich sein kann. |
hi luke,
find ich übrigens auch ganz gut, dass du dir sorgen um deine freundin machst. methadon ist zwar weit davon entfernt, "harmlos" zu sein: zb. kann eine nicht-opioid-tolerante person an einer durchschnittlichen substi-tagesdosis sterben. aber bei sachgerechter anwendung halten sich die nebenwirkungen bei opioiden in grenzen.
DIESER UMSTAND -die weitgehende nebenwirkungsfreiheit- macht für mich persönlich übrigens n großen teil des suchtpotentials aus: da ich es hasse, kotzend und verkatert in der ecke zu liegen, rühre ich seit jahren keinen alk mehr an. auch alle andere substanzen, inkl. nikotin, meide ich. das einzige, was ich neben kaffee nehme, sind opioide bzw opiate.
ich finde, bei opiaten gilt: WENIGER IST MEHR! gerade zu beginn, wenn man den kram nicht gewohnt ist, ist man meist gut beraten, nicht zu hoch zu dosieren. manche menschen neigen ja auch zum "abschiessen". das kann man zwar auch mit opiaten machen, aber dann gehts einem körperlich meist echt mies...
ich nehme opioide seit jahren und ich kann auto fahren, wirke normal, bin arbeitsfähig usw... das war nicht so, als ich gekokst hab oder getrunken.. das hatte viel zu üble auswirkungen auf meine verfassung..
dass viele leute denken, heroin mache so extrem kaputt und breit, liegt oft daran, dass man es mit bahnhofsjunks assoziiert. aber die trinken häufig und pfeifen sich zt. alles mögliche rein, um breit zu werden...
richtig breit, so mit lallen usw., war ich seit jahren nicht mehr. und von opioiden eh noch nie... das einzige, was das zeug bei mir beeinflusst, ist die stimmung. klar, es gibt gewisse NW wie verstopfung usw... aber bei bestimmungsgemäßem gebrauch hält sich das in grenzen.
anders sieht es evtl. aus, wenn man seit jahren starke opioide nimmt, weil man abhängig ist. dann geht die "gute-laune-komponente" nämlich i.d.r. flöten, während man die NW viel stärker wahrnimmt. ich schwitze durchs metha leider extrem und hab auch viel zugenommen. und mich stört es zuweilen auch, dass metha psychisch abstumpft auf dauer. allerdings ist dieser effekt von einigen usern erwünscht, weil man so gewisse probleme kaum spürt/wahrnimmt.
das ganze ist ne zwiespältige geschichte... bei gelegenheitskonsum sind opioide die beste rauschsubstanz der welt; bei sucht sind sie teufelszeug..
aber körperlich richten sie nicht so viel schaden an, besonders wenn man das mit alkohol zb vergleicht...
dass du tilidin nicht vertragen hast, könnte evtl. auch am naloxon liegen. das zeug ist ein "gegenmittel" von opioiden. das wurde dem naloxon beigemischt, damit es die leute nicht mehr spritzen können, weil dieser stoff SOFORT wirkt, wenn man ihn sprizt. nimmt man ihn dagegen oral ein, wird er von der leber "deaktiviert". wenn die leber nicht soooooooooo gut funktioniert, zb. durch viel alk usw., kann es sein, dass du das naloxon auch in geringen mengen evtl. nicht gut abkannst. diese erklärung ist zwar nicht wissenschaftlich, aber viele konsumenten haben diese erfahrung gemacht und führen sie auf das naloxon zurück. jenes naloxon wirkt auch dann, wenn man zu viel tilidin nimmt.
wenn du aber bei einnahme nüchtern warst und mit 50mg tilidin gestartet bist, hätte sowas aber im normalfall nicht passieren dürfen...
ok, alles gute und man liest sich! |
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tuutsweet Gold-User


Anmeldungsdatum: 22.05.2012 Beiträge: 929
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Verfasst am: 22. Aug 2012 08:52 Titel: |
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Also 15 ml methadon sind nicht gerade wenig , aber auch nicht ,gerade nach soviel Jahren, besonders hoch, Toleranz.
Das Problem ist, je länger du das zeug nimmst und je älter du wirst, desto schwieriger wird es, sich nochmal zu überwinden, total abzuturnen.
Das würde ich in eurer situation aber erstmal schrittweise machen, jetzt kommts auf ein jahr auch nicht mehr an.
Soweit ich verstanden habe BK frei, das ist schon mal ein grosser Pluspunkt.
Das Ding ist,will sie das denn überhaupt, ganz runter, ich muss meinem Vorredner recht geben , mit methadon kann man alt werden, jedoch clean kann nach solanger zeit drauf eine positive erfahrung sein, aber auch das Gegenteil kann der Fall sein.
Sucht euch eine Klinik ,wo sie das runterdosieren,falls sie will, in mehreren Schritten machen kann, also immer für 2-3 Wochen in die Entgiftung und dann erstmal wieder auf einer niedrigeren Dosierung raus und gucken , wie das alles so rüberkommt und ob es auszuhalten ist.
lg |
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Frau.LORKE Gold-User


Anmeldungsdatum: 16.08.2012 Beiträge: 646
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Verfasst am: 22. Sep 2012 02:33 Titel: |
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TomasG hat Folgendes geschrieben: | |
Zitat: | ich habe mit 320mg oxycodon am tag eine MPU gemnacht, und wurde für fahrtauglich befunden.
320mg oxycodon entsricht ca. 480mg morphin oder 240mg methadon pro tag. |
Hab x ne Zwischenfrage
Wann war das,die MPU?
Mir wurd bis vor 5-6 Jahren immer eine Obergrenze von 7 od.8 meter genannt.
Danach Gesetzesreform -> 0 meter = Ende Lappen
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bewa Gold-User

Anmeldungsdatum: 30.08.2012 Beiträge: 881
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Verfasst am: 22. Sep 2012 07:46 Titel: |
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wenn sie wirklich "nur" metha nimmt, dann sei doch froh - ich bin kein fan von metha, aber da sie es so lange nimmt, scheint sie ja damit zurechtzukommen, d.h. sie nimmt keine illegalen sachen...
ich habe allerdings noch nie von einer drittel - stückelung bei metha gehört, ich weiss, dass es leute gibt, die ihre dosis in zwei etappen nehmen, (wenn der arzt das mitmacht!), aber drei?
jedenfalls ist es gesundheitlich unbedenklich, nach allem was ich weiss, wenn man es nicht i.v. nimmt.
@saubermann: was ist denn bitte der "bestimmungsgemäße gebrauch" von heroin?
hast du etwa einen beipackzettel aus der guten alten zeit, heroin von bayer, nehmen sie 3 mal zwei dosiseinheiten pro tag?
ich weiss schon, was du meinst, weniger ist mehr, ich habe früher meine dosis vom geld abhängig gemacht, als ich gut verdient habe, war ich relativ hoch dosiert,
aber wenn man hoch dosiert ist, braucht man eben mehr, um den "wohlfühlmodus" zu erreichen,
bei metha ist es genauso, ich denke, alles über 8 - 10 ml ist eigentlich selbstverarschung, man ist nicht wirklich breiter, aber die nebenwirkungen treten stärker auf
hängt natürlich auch vom stoffwechsel ab! |
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