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Grisu Bronze-User

Anmeldungsdatum: 29.03.2015 Beiträge: 35
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Verfasst am: 12. Jun 2015 08:57 Titel: |
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Hallo dakini, zwar spät aber immerhin überhaupt schaffe ich eine Antwort.
| dakini hat Folgendes geschrieben: | Hi Crisu,
Sabiote hat was wertvolles angesprochen. Das Bewusstsein der eigenen Stärke.
Sie drückte es aus, indem sie auf die Opferrolle verwies, die abgelegt werden kann. Aber ich weiß von meinen Freundinnen, dass dies bei Mißbrauch und Essstörungen kein einfaches Unterfangen ist.
Das Umgehen mit Dir von therapeutischer Seite erfordert sehr viel Feingefühl und Erfahrung. Ich hoffe, Du bist gut aufgehoben mit dem, was Du gerade machst. Ich hatte ja geschrieben, dass mich das sehr interessiert. Ich würde mich freuen, wenn Du auf das Zerschlagen der Seelenbilder noch mal eingehst.
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Also dieses "hör doch mal auf mit der Opferrolle" fand ich weniger 'wertvoll' als vielmehr ziemlich unbrauchbar. Wenn auch gut gemeint. Naja
Und nein, ich bin überhaupt nicht gut aufgehoben. Ich versuche, mich selber aufzuheben und das hilft mir momentan. Auch wenn ich täglich aufs Neue verzweifle, aber genauso fasse ich täglich auch immer wieder neuen Mut irgendwie.
Hier ein link, aus dem hervorgeht, was Synergetik, bzw. Psychobionik ist. Es ist übrigens KEIN Therapeutenfinder. Die, die da angeführt werden, verwenden allesamt nicht Joschkos Methode, sondern irgendeinen anderen Kram. Aber die Erklärung auf dieser Seite hier finde ich recht passend. http://www.therapeutenfinder.com/lexikon/psychobionik.html
Ansonsten einfach mal selber googeln: synergetisches Schlagen, Synergetik, Psychobionik, Innenweltreise etc.
Ansonsten hatte ich jetzt nach deiner langen Erklärung dessen, was du mit Körperarbeit meinst, Blockaden, dir weiterzuschreiben, und habe es in Bezug darauf weiterhin. Da du dich aber für die Innenweltreisen interessierst, hier eben noch kurz diese Antwort. |
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dakini Foren-Guru

Anmeldungsdatum: 07.04.2015 Beiträge: 3361
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Verfasst am: 12. Jun 2015 10:54 Titel: |
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Liebe Grisu,
ist schon ok, ich kann das total nach voll ziehen, nicht emotional, aber ich weiß um die Problematik und kenne die Grenzen, die sie setzt in bestimmten Bereichen des Lebens. Da prallen 2 Welten auf einander:)
Meine Frage galt Dir persönlich. Ich habe im Zuge der Arbeit einer Freundin Einblick in die Richtung erhalten. Mir war nicht klar in dem Gewusel, in dem ich mich in den letzten Wochen befand, was Du meinst. Inzwischen ist es angekommen:) Über das Ergebnis lohnt sich nicht zu schreiben.
Ohne Verhaltensveränderungen kam ich persönlich nicht weiter. Und damit meine ich die Veränderung der eigenen Person. Eine kritische Betrachtung (nicht Bewertung) der eigenen Muster hat mich am weitesten gebracht. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass nichts heilt, so lange man bewertet.
Ich konnte erst vergeben, als ich mich selbst annehmen konnte. Und das ist eine weit größere Herausforderung, als mal eben seinen Drogen Lebe wohl zu sagen. Und erst seitdem kann ich auch andere so lassen, wie sie sind.
Dass Jahrzehnte dafür ins Land gingen, möchte ich Dir nicht verschweigen, aber dass es machbar ist, ist damit belegt.
3 meiner Freundinnen mit Eßstörungen und Mißbrauchserfahrung erfuhren eine "Heilung", indem sie Kinder bekamen und heute selbst eine kleine Familie haben. Therapien hatten nicht annähernd diesen Erfolg - eigentlich erst mal keinen, der für sie fühlbar gewesen wäre. Ich sehe noch ihre Gesichter vor mir, als die Kids geboren wurden - es war auffällig, wie viel Liebe in ihrem Blick auf ihre Babys lag (die heute längst in der Schule sind...). Sie haben es alle geschafft. Nur meine beste Freundin ist tot, aber sie war auch hochkarätig süchtig. Die Bilder wollten nicht weichen und die Gefühle dazu auch nicht.
Wenn ich das im Nachhinein vergleiche, hatten die anderen die Möglichkeit ihr Leben zu leben, weil nicht irgendeine Substanz sie zusätzlich massiv daran hinderte.
Vllt würde es Dir auch helfen, Gruppen zu besuchen, in denen Frauen sich unter einander austauschen. Ich mag völlig falsch liegen, aber manchmal bringt es mehr, zu fühlen, dass man nicht allein ist. Die gegenseitige Unterstützung mag eher zur (Eigen)-Liebe führen, als jede Innenschau, wie sie auch immer angeleitet ist.
Ich bin auch sehr skeptisch. Alle möglichen Therapie Formen schießen wie Pilze aus dem Boden. Ich setze da mehr auf die absoluten Grundlagen, wie das Gehirn funktioniert, wie der Körper Erinnerungen abspeichert und wie epigenetische "Festschreibungen" wieder gelöst werden können. So offen ich für alles bin, medizinisch setze ich auf das, was gesichert ist. Veränderung, die im Grunde tag täglich "geübt" wird, erreicht nachhaltige Veränderung auf Zellebene. Das sagt nicht nur meine Literatur zusammengenommen, sondern das sehe ich auch im Leben. Ich freue mich für jeden, der es schafft, mit sich klar zu kommen, egal wie er/sie das macht. Aber ich bin, was die seelisch, psychologische Problemstellung angeht, sehr konservativ.
Nur zusätzlich habe ich eine tantrische Lebensphilosophie. Das eine schließt das andere nicht aus.
Von Herzen alles Gute für Dich! |
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