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nomad55 Anfänger
Anmeldungsdatum: 27.08.2013 Beiträge: 3
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Verfasst am: 27. Aug 2013 19:02 Titel: Benzo Rückfall nach längerer Abstinenz |
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Hallo,
ich bin neu hier, möchte mich vorstellen und einen kurzen Verlauf meiner
Geschichte und meiner momentanen Situation schildern.
Bis vor 8 Monaten war ich Alkohol- und Benzodiazepinabhängig. Hatte jahrzehntelang Depressionen, Angstzustände und Panikattacken. Ich habe
so 4 Flaschen Bier sowie 4-6 0,2l Jägermeister tgl. getrunken sowie 1mg Rivotril täglich genommen (entspricht ca. 20 mg Diazepam). Ich habe mich dann in eine Entzugsklinik begeben, wo ich mit dem Alk-Entzug ganz gut zurecht kam, allerdings wurden mir die Rivotril innerhalb von 10 Tagen entzogen, so dass ich aus
Vorsicht selber noch 1 Monat nach Entlassung langsam ausgeschlichen habe, was gut funktionierte. Ich bin jetzt seit 8 Monaten alkoholabstinent und seit 7 Monaten benzoabstinent, worauf ich sehr stolz bin und eine viel bessere Lebensqualität habe, mit vorher gar nicht zu vergleichen. Allerdings begleiten mich immer noch gelegentlich Angstzustände und schlimme Panikattacken, die manchmal einen ganzen Tag lang anhalten. Das war vorgestern so schlimm, dass ich wieder 2 Rivotril genommen habe und heute auch. Jetzt habe ich grosse Angst, dass ich von den 2 Tagen wieder Benzoentzug kriege (den ich eigentlich vorher gar nicht so schlimm hatte). Ist das sicher oder wahrscheinlich? Ich hoffe nicht. Vielleicht kann mir da jemand aus eigener Erfahrung etwas zu sagen. Ich nehm sie jetzt auch nicht mehr, da ich alle 5 , die ich noch hatte, weggeworfen habe.
Liebe Grüsse,
nomad |
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newlife Platin-User

Anmeldungsdatum: 30.11.2011 Beiträge: 1844
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Verfasst am: 27. Aug 2013 20:50 Titel: |
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bei mir genau die gleichen Süchte wie bei dir. Auch Angstzustände, die ich bis heute nicht mehr richtig wegbekommen habe und die Gedanken an Benzos sind immer da. Ich hab keine hier, ich leide auch unter starkem Kontrollverlust, wenn ich mal anfange.
Ich lebe seit November wieder alkohol- und benzofrei.
Ich denke mal, du muss aufpassen. Du hast ja im Grunde genommen bei den Benzos immer ne niedrige Dosis gefahren, ich denke da kannst du jetzt noch mit aufhören.
Ich weiss natürlich auch, wie es ist, wenn du wieder welche genommen hast und gespürt hast, wie es hilft. Geht es denn gar nicht ohne.
Ich hab heute auch noch Panikattacken, ich weiss aber auch, dass letztendlich die regelmäßige Benzoeinnahme das Ganze verstärkt. Ich hatte nen satten Entzug 6 Wochen lang und dachte, das hört gar nimmer auf. |
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nomad55 Anfänger
Anmeldungsdatum: 27.08.2013 Beiträge: 3
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Verfasst am: 28. Aug 2013 18:35 Titel: |
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hallo newlife,
danke für deine antwort. ich hatte mich gefragt, ob ich nach jahrelanger einnahme von den benzos und jetzt längerer abstinenz von 2 mal wieder-einnahme
an zwei tagen nach 7 monaten sofort wieder so abhängig bin und entzug kriege wie vorher. bin mal gespannt, vielleicht geht ja alles gut.
viele grüsse
nomad. |
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TomasG Platin-User

Anmeldungsdatum: 03.11.2011 Beiträge: 1301
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Verfasst am: 30. Aug 2013 17:23 Titel: |
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mit entzugserscheinungen ist nach 2 tagen nicht zu rechnen.
aber versuch trotzdem wenn möglich auf benzos zu verzichten.
spirch doch mal mit deinem arzt darüber, ob er dir ein anderes medikament gegen deine ängste verschreiben kann, es gibt bzw gewisse antidepresiva die gegen ängste helfen können. |
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nomad55 Anfänger
Anmeldungsdatum: 27.08.2013 Beiträge: 3
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Verfasst am: 31. Aug 2013 14:35 Titel: |
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danke thomas,
ich nehm ja schon seit zwei jahren fluoxetin 20mg/d, das ist auch ganz gut,
aber ich bin letztens durch diagnose einer autoimmunkrankheit und dann noch
wegen einer trennung auf einmal in ein tiefes loch gefallen. ich schluckte zwei oder drei tage(weiss ich nicht mehr genau) 50 10-er diazepam am tag, und ich weiss eben nicht, wenn ich schlagartig aufhöre, ob ich dann eingehe oder lieber wieder ausschleichen sollte. mein arzt ist auch im urlaub. habe ziemlich schiss, denn ich habe den entzug schonmal mitgemacht, aber von viel weniger.
ich wünsch mir mal glück...  |
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