Entlassen durch Therapeuthen

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Sannchen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.11.2014
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2014 20:50    Titel: Entlassen durch Therapeuthen Antworten mit Zitat

Hallo, habe eine wichtige Frage. Darf ein Therapeut, bzw. eine Klinik einen Klienten vorzeitig entlassen, weil der Therapeut mit dem Klienten nicht klar kommt und der Meinung ist, dieser öffnet sich nicht? Das ist gerade meinem Sohn passiert Shocked Immer wieder "drohte " sie ( die Terapeutin) mit Entlassung, da er ihrer Meinung nach nicht richtig mitarbeite und sich nicht öffne. Nun haben die das im Team heute wohl besprochen und sie hat ihm die vorzeitige, nicht disziplinarische, Entlassung mitgeteilt : Ist das Rechtens? Kann man sich dagegen wehren? Und wie unprofessionell ist das denn bitte? Sie hatte im Vorfeld schon erwähnt, dass das richtig an ihrer Ehre kratze, das sie an meinen Sohn nicht rankommt. Habe meinen Sohn geraten, morgen früh als erstes einen Anwalt anzurufen und die Krankenkasse! Weiß jemand Rat?
Vielen Dank schon mal im voraus
Sannchen
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nanun
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 09.08.2014
Beiträge: 353

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2014 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

hey sannchen

ich kann deinen ärger gut verstehen - und ja, vielleicht würde eine klage sinn machen - rein rechtlich. therapeutisch halte ich davon aber wenig - glaubst du, dein sohn würde sich nach der nummer mehr öffnen? sicher nicht! das vertrauensverhältnis/die beziehung (und ohne beziehung läuft im therapeutischen kontakt mal rein gar nichts...) wäre und ist wahrscheinlich schon - zerstört.

vielleicht wäre es besser, sich eine andere therapie zu suchen. eine, die individuell auf die bedürfnisse deines sohnes eingeht. ich weiß, dass ist mit einer menge papierkram verbunden und wahrscheinlich nicht so leicht beim rententräger durchzukriegen aber so macht das ja alles keinen sinn...

schade, dass es in der drogenhilfe immer wieder solche trottel gibt - die ihr eigenes ego in den vordergrund stellen und absolut beratungsresistent sind - aber das ist nunmal fakt und a tok nicht zu ändern.

wichtig ist jetzt dein kind - das er das bekommt, was ihm zusteht, was er braucht!

kämpf drum - aber nicht auf nebenkriegsschauplätzen, die du gerade nicht ändern kannst.

lg
alles gute für euch
nanun
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graham
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2205

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2014 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

natürlich können sie ihn entlassen, wenn die der meinung sind, daß er nicht mitarbeitet! steht auch mmn. immer im therapievertrag drinne?!

was soll denn das bringen, dafür jetzt n anwalt einzuschalten?! gehen wir mal davon aus, daß geht jetzt vor gericht, ihr gewinnt... und dann?!

greetz
graham
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Sannchen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.11.2014
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2014 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

graham hat Folgendes geschrieben:
natürlich können sie ihn entlassen, wenn die der meinung sind, daß er nicht mitarbeitet! steht auch mmn. immer im therapievertrag drinne?!

was soll denn das bringen, dafür jetzt n anwalt einzuschalten?! gehen wir mal davon aus, daß geht jetzt vor gericht, ihr gewinnt... und dann?!

greetz
graham



aber wer bestimmt /bewertet das, dass nicht mitgearbeitet wird? er befolgt alle regeln - disziplinarisch ist da nichts - und geht eben auch zu den einzelgesprächen und genau da ist das problem. er weiß nicht, was er ihr antworten soll, wenn sie nachhackt oder nachfragt. zum einen ist er schon sehr introvertiert und hatte schon immer probleme, sich anderen zu öffnen zum anderen weiß er wirklich nicht, was er ihr alles noch sagen soll. sie ist lt. seiner aussage nie zufrieden und er meint, er könne doch keinen dramen erfinden, damit sie zufrieden ist...denn wenn er das täte, müsse er sich in diese dramen ja auch einfinden und dann immer weiter dazu etwas "erfinden"...für jetzt nutzt es ihm vielleicht nicht, aber ich will das einfach nicht so stehen lassen...auch für die nicht, die nach ihm kommen
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nanun
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 09.08.2014
Beiträge: 353

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2014 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

schlüssige argumentation, sannchen - find ich okay. zeig ihnen ihre fehler auf, aber hol erst dein kind aus der schusslinie.

das ist nur mein rat und meine subjektive meinung.

lg
nanun
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graham
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2205

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2014 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

wie sicher ist denn, daß dein sohn dir alles erzählt hat?!

graham


Uhobougfizgviuzgiuzvuzgcuzfctufxutdxzrtciztgiuzgoiuhpiubiztczreyewyegydgdjhggkuhbjil
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Sannchen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.11.2014
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2014 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

graham hat Folgendes geschrieben:
wie sicher ist denn, daß dein sohn dir alles erzählt hat?!

graham


Uhobougfizgviuzgiuzvuzgcuzfctufxutdxzrtciztgiuzgoiuhpiubiztczreyewyegydgdjhggkuhbjil


sollte er definitiv entlassen werden - hatte ja langes gespräch mit ihm und im geraten, das gespräch noch einmal zu suchen und alles zu sagen - auch im hinblick mit dem verhalten der therapeutin ( er hat doch eh nichts mehr zu verlieren ) - und auch nachzuhaken, warum keine alternativen angeboten bzw abgelehnt wurden. seine anfrage, ob er die gruppe ( und damit ja auch zwangsläufig den bezugstherapeuten) wechseln kann, stellte er gestern und heute wird ihm seine vorzeitige entlassung mitgeteilt?
ob er mir die wahrheit sagt, kann ich nur fühlen, nicht wissen...aber er wird ja seine papiere bekommen...und da muss ja wohl eine begründung drinnen stehen...schlimm, dass ein mensch, der voller positiver energie und mit zuversicht in eine solche einrichtung geht, sich mit solcher situation konfrontiert sehen muss...gerade oder auch wenn man ( noch) nicht stabil genug ist...
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graham
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2205

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2014 23:40    Titel: Antworten mit Zitat

wer das bestimmt oder bewertet, ob dein sohn mitgearbeitet hat?!
die therapeuten!

sannchen, versteh mich bitte nicht falsch, ich hoffe natürlich für dich und deinen sohn, daß das auch wirklich alles so ist, wie er sagt aber meine erfahrung ist voll von storys, wo das eben nicht so war und der betroffene seine eigene wahrheit erfunden hat!
ich weiß auch aus erfahrung, daß viele therapeuten schräg drauf sind aber das sie jemanden was unterstellen, um jemanden damit dann rauszuwerfen, hab ich noch nie erlebt, bzw. schon gehört aber da hat der betroffene eben gelogen und alles hat sich am ende ganz anders dargestellt!
da jetzt n anwalt einzuschalten, ist komplett vermessen, mmn.! was soll der auch bringen? durchdrücken, daß dein sohn die therapie weitermachen kann? womit? und selbst wenn; wie soll dein sohn da denn noch therapie machen?

wenn dein sohn mit therapie clean werden will, dann wird er sich eine andere suchen!

graham
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JohnDoe46
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 07.10.2014
Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 13. Nov 2014 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sannchen,
auch ich habe Therapie gemacht und habe dabei meine liebe Not mit den Therapeuten gehabt. Ich kann mich an zahlreiche Konflikte erinnern.
Graham hat recht mit seiner Meinung bezüglich des Anwalts, der einzige, der dabei etwas gewinnt ist der Anwalt selbst. Auch wenn der Anwalt es schaffen sollte, das er bleiben kann, ist das Klima vergiftet. Keine gute Voraussetzung, um erfolgreich Therapie zu machen. Das beste wäre sich einen neuen Laben zu suchen. Ich kann die Kliniken Wied empfehlen.
Wo ist dein Sohn auf Therapie? Hat er Druck vom Gericht?
LG
JohnDoe
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Sannchen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.11.2014
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 13. Nov 2014 00:19    Titel: Antworten mit Zitat

graham hat Folgendes geschrieben:
wer das bestimmt oder bewertet, ob dein sohn mitgearbeitet hat?!
die therapeuten!

sannchen, versteh mich bitte nicht falsch, ich hoffe natürlich für dich und deinen sohn, daß das auch wirklich alles so ist, wie er sagt aber meine erfahrung ist voll von storys, wo das eben nicht so war und der betroffene seine eigene wahrheit erfunden hat!
ich weiß auch aus erfahrung, daß viele therapeuten schräg drauf sind aber das sie jemanden was unterstellen, um jemanden damit dann rauszuwerfen, hab ich noch nie erlebt, bzw. schon gehört aber da hat der betroffene eben gelogen und alles hat sich am ende ganz anders dargestellt!
da jetzt n anwalt einzuschalten, ist komplett vermessen, mmn.! was soll der auch bringen? durchdrücken, daß dein sohn die therapie weitermachen kann? womit? und selbst wenn; wie soll dein sohn da denn noch therapie machen?

wenn dein sohn mit therapie clean werden will, dann wird er sich eine andere suchen!

graham


eine unterstellung in dem sinne ist es ja nicht wirklich...er spricht ja mit ihr...und sie wird dann konkreter, detaillierter in der fragestellung und das kann er eben nicht beantworten...nicht weil er nicht will...sondern weil er es nicht kann...oder noch nicht kann oder sie auch einfach nicht versteht,worauf sie hinaus will...sicherlich sollen die menschen auch wieder in kontakt mit sich selber kommen, sich und ihre gefühle wieder spüren lernen bzw. sie erst einmal erkennen, benennen lernen...doch wenn jemand halt (noch) nicht so weit ist? das fing schon bei der frage nach zielen an...arbeit, wohnung, ortswechsel...das waren für sie keine ziele...sicherlich sind das ziele, aber eben fernziele, das habe ich meinem sohn versucht zu verklickern...man zäumt das pferd vom anderen ende auf - stellt sich erst einmal die frage, warum hast du keine wohnung,keine arbeit und willst den wohnort wechseln...was muss passieren, damit du überhaupt dahin kommst? welche veränderungen?dann wäre ja ein ziel z.b. anderer umgang mit frusttration, ändern der tagesstruktur und dergleichen, das habe ich ihm erklären müssen...sie lässt ihn einfach stehen und sagt, das sind keine ziele und er hatte eine woche zeit,ziele aufzuschreiben...und sucht rat bei mir? da hat sie dann aber ihren job nicht gut gemacht...die frage nach kindheit - er sagt, er hatte eine glückliche ( hatte er aber aus meiner sicht nicht,jedenfalls nicht auf der psychosozialen ebene), sie sagt, das kann nicht stimmen...menschen verdrängen ja auch,verdrängen gefühle,ereignisse und dergleichen...selbst wenn die diese möglichkeit in betracht zieht, ist ihre antwort nur, dass das nicht stimmen kann...da wird nicht erklärt,worauf man hinaus will...angebote eines angehörigengespräches wurden bisher nicht in anspruch genommen...wenn mein sohn mich anruft, rede ich mit ihm über all diese dinge und auch über meine sichtweisen...ich bin nicht seine therapeutin, habe aber manchmal den eindruck, dass ich ihren job mache...ich denke nicht, dass er mich anruft und um rat fragt und dabei die ganze zeit lügt...und eine aussage ist mir im kopf: ich will ja mit ihr reden, ich weiß nur nicht wie und was...und die vermeintliche aussage der therapeutin, dass sie sich schon fast ein bissel gekränkt fühlt, weil sie nicht an ihn herankommt. o-ton lt. aussage meines sohnes : herr xxxx, sie sind wie eine burg mit einem riesigen wassergraben und ich stehe auf der anderen seite des wasser und sie bitten mich nicht zu sich...gut erkannt, aber zu ergründen, warum das so ist und da anzusetzen, kann sie für sich keinen therapieerfolg verzeichnen...sprich, wer unbequem ist, der geht?
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Sannchen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.11.2014
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 13. Nov 2014 00:32    Titel: Antworten mit Zitat

JohnDoe46 hat Folgendes geschrieben:
Hallo Sannchen,
auch ich habe Therapie gemacht und habe dabei meine liebe Not mit den Therapeuten gehabt. Ich kann mich an zahlreiche Konflikte erinnern.
Graham hat recht mit seiner Meinung bezüglich des Anwalts, der einzige, der dabei etwas gewinnt ist der Anwalt selbst. Auch wenn der Anwalt es schaffen sollte, das er bleiben kann, ist das Klima vergiftet. Keine gute Voraussetzung, um erfolgreich Therapie zu machen. Das beste wäre sich einen neuen Laben zu suchen. Ich kann die Kliniken Wied empfehlen.
Wo ist dein Sohn auf Therapie? Hat er Druck vom Gericht?
LG
JohnDoe


mein sohn ist in mecklenburg, vitense-parber...den platz hatte er schon und ja, das ist ihm jetzt vom gericht zur auflage gemacht worden, da er während der wartezeit straffällig wurde...mir ist das schon klar, dass dieses kind in den brunnen gefallen ist...das vertrauensverhältnis dort ist eh hin...aber die haben nicht nur eine klinik...ich bin so gegen eine entlassung, mein sohn auch, weil sie eben auch keine alternative anbieten oder anbieten wolle/können, wie z.b. ein anderes haus...und die begründung als solches nicht fachlich ist...diese klinik hat viele klienten mit §35, die therapeutin selbst hat in einer justizanstalt vorher gearbeitet und die abbruchrate scheint hoch, aus unterschiedlichsten gründen...mangelnde mitarbeit mit an erster stelle oder die leute ziehen es vor,freiwillig zu gehen...parber könnte so schön sein, gäbe es keine patienten Very Happy
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Praxx
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3203

BeitragVerfasst am: 13. Nov 2014 00:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Therapeut alleine darf so eine Entscheidung nicht treffen - erstens schädigt er die Klinik damit, zweitens müßte er/sie die Entscheidung erst mal vor dem Kollegium rechtfertigen. Es kann ja sein, dass es mal mit dem zugeteilten Bezugstherapeuten nicht klappt, aber dann erfolgt normalerweise ein Wechsel des Therapeuten und nicht eine Entlassung des Patienten.
Natürlich gibt es Kliniken, die auf der Basis der "12-Schritte-Programme" von AA und NA arbeiten - die verstehen unter "Mitarbeit", dass der Klient bestimmte Geschichten erzählt oder Inhalte für sich akzeptiert, die von ihm erwartet werden, wenn er ein "richtiger" Süchtiger sein will...
Allerdings kann eine Therapie nur funktionieren, wenn der Patient bereit ist, daran mtzuwirken. Wenn sich zeigt, dass jemand weder in den Gruppensitzungen noch im Einzelgespräch mitzumachen bereit ist, hat es auch keinen Sinn, weiterzumachen.
Da hilft dann nur die Entlassung und ein neuer Anlauf, vielleicht in einer anderen Klinik mit einem anderen Therapieansatz.

LG

Praxx
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graham
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2205

BeitragVerfasst am: 13. Nov 2014 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

der therapeut schädigt die klinik damit? meinst du nicht, daß denen das schei*egal ist? der nächste mit §35 wartet ganz sicher schon!
und wenn ein therapeut der meinung ist, daß patient x nicht mitarbeitet, dann findet sich meist schnell eine mehrheit an therapeuten, die das bestätigt und der sack ist zu!

aber das alles ist jetzt überhaupt nicht mehr wichtig! dein sohn muss jetzt einen anderen weg suchen, alles andere ist zeitverschwendung!

graham
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JohnDoe46
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 07.10.2014
Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 13. Nov 2014 00:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Praxx hat recht mit dem, was er schreibt. Die Therapeutin allein kann das nicht entscheiden. Das ist eine Team-Entscheidung, vor allem die Therapeuten die auch mit deinem Sohn arbeiten (Ergotherapeuten) haben da noch ein Wörtchen mit zu reden. Ich habe die Vermutung, dass vielleicht doch etwas mehr dahinter steckt. Hast du das Gespräch mit der Therapeutin gesucht? Was sagt sie zu dir?
JohnDoe
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Sannchen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.11.2014
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 13. Nov 2014 01:00    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
Ein Therapeut alleine darf so eine Entscheidung nicht treffen - erstens schädigt er die Klinik damit, zweitens müßte er/sie die Entscheidung erst mal vor dem Kollegium rechtfertigen. Es kann ja sein, dass es mal mit dem zugeteilten Bezugstherapeuten nicht klappt, aber dann erfolgt normalerweise ein Wechsel des Therapeuten und nicht eine Entlassung des Patienten.
Natürlich gibt es Kliniken, die auf der Basis der "12-Schritte-Programme" von AA und NA arbeiten - die verstehen unter "Mitarbeit", dass der Klient bestimmte Geschichten erzählt oder Inhalte für sich akzeptiert, die von ihm erwartet werden, wenn er ein "richtiger" Süchtiger sein will...
Allerdings kann eine Therapie nur funktionieren, wenn der Patient bereit ist, daran mtzuwirken. Wenn sich zeigt, dass jemand weder in den Gruppensitzungen noch im Einzelgespräch mitzumachen bereit ist, hat es auch keinen Sinn, weiterzumachen.
Da hilft dann nur die Entlassung und ein neuer Anlauf, vielleicht in einer anderen Klinik mit einem anderen Therapieansatz.

LG

Praxx


es wurde im team besprochen, so die aussage der therapeutin...ja, geschichten erzählen...das ist in etwa, was mein sohn sagte...die wollen immer irgendwelche geschichten hören...richtige dramen...so hat er es jedenfalls empfunden...und er ist kein erzähler, er redet eh nicht viel...und er ist kein mensch, der sich auflehnt, sachen hinterfragt, sich für seine belange einsetzt - er hat schon auch ein obrigkeitsgefühl und sagt dann eh nichts...und bleibt,blieb dabei immer auf der strecke...diese klinik ist definitiv die falsche...irgendwie wusste ich das vorher schon...er hat sich gar nicht mit verschieden kliniken beschäftigt und mit deren konzepten - einfach hin, weil sein "freund" auch da ist/war...ich hatte das schon...aber er ist er und ich bin ich...in den gruppensitzungen wurde er schweigsamer, weil vieles aus den sitzungen nach außen getragen wurde...das hat er im plenum auch so gesagt...er wurde mehrmal wegen sachen von leuten aus anderen häusern angesprochen, die eben in der gruppe gesprochen wurde...für einen menschen, der eh schwer vertrauen fasst und sich schwer öffnet, ist so etwas ein no go...er hat ja montag um einen wechsel gebeten, der abgelehnt wurde ( ich hatte ihm dazu geraten) ...mir ging es darum, ob und wie kliniken so etwas machen dürfen oder wie die handhabung im allgemeinen ist, denn es hat ja echt ja echt konsequenzen...er sagt selbst, außer dem konflikt mit der therapeutin ist es im großen und ganzen ok dort , die sehr harten regeln da hat er akzeptiert und nicht in frage gestellt, die "arbeitstherapie" auch...die machen dort nämlich fast alles selbst, nett umschrieben...die ländliche abgeschiedenheit, damit hat er sich auch arrangiert...disziplinarisch nicht auffällig...deswegen war er so baff, dass die therapeitin ihre androhung wahr gemacht hat...nun denn, nach vorne schauen...neue klinik, neuer antrag beim rententäger...das wird wohl alles nicht einfach Crying or Very sad
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