genug drogen?

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Gast





BeitragVerfasst am: 28. Nov 2008 00:30    Titel: genug drogen? Antworten mit Zitat

hallo ihr,
ich habe hier gelesen, das die verfügbarkeit von morphin das problem sei. es müsse also nur genug da sein, billig, wie bei aspirin. krankheit müsse mit medizin bekämpft werden.
---demnach dürfte ein alkoholiker nie probleme kriegen. alkohol ist in massen zu vernünftigen preisen verfügbar.----
also muss die krankheit sucht mit drogen bekämpft werden ??
natürlich habe ich das in meiner aktiven suchtzeit auch geglaubt.
ach hätte ich doch nur ne pipeline in meiner wohnung, mit verschiedenen drogen aller art. aber DIE lassen das ja nicht zu. die bullen, politiker, die ärzte, die gesellschaft, dieses unterdrückersystem usw. blabla.
ich habe das vehement verfochten. dieses denken war jedoch ein teil meiner krankeit sucht. verantwortung abgeben. natürlich bin ich nicht verantwortlich für meine krankheit sucht.
aber ich bin verantwortlich für meine genesung. und diese findet eben durch nüchternheit statt. freiheit des denkens und fühlens habe ich nur mit klarer birne.
und substitution ist nicht cleansein sondern nur ein drogenwechsel.

ich wünsche euch allen ein gutes leben und viel kraft.
danke, ihr haltet mich clean.
joe
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joe
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 958

BeitragVerfasst am: 28. Nov 2008 00:34    Titel: Antworten mit Zitat

hey, wieso gast. ich wars doch, joe
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bright
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Anmeldungsdatum: 09.11.2008
Beiträge: 733

BeitragVerfasst am: 28. Nov 2008 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

joe hat Folgendes geschrieben:
hey, wieso gast. ich wars doch, joe

Joe, Joe, Joe warum hast Du nur so wenig verstanden.
Heute Abend mehr.
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bright
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Anmeldungsdatum: 09.11.2008
Beiträge: 733

BeitragVerfasst am: 28. Nov 2008 21:03    Titel: Re: genug drogen? Antworten mit Zitat

Anonymous hat Folgendes geschrieben:
ich habe hier gelesen, das die verfügbarkeit von morphin das problem sei. es müsse also nur genug da sein, billig, wie bei aspirin. krankheit müsse mit medizin bekämpft werden.

Ersmal entschuldige bitte meine flapsige Vorankündigung.
Was mich betrifft, hast Du es völlig richtig gelesen, und auch verstanden
Und es ist sogar völlig richtig. Das trifft auf das Morphin in wissenschaftlichen Studien, die die sogenannte Originalstoffvergabe im Vergleich Methadon- und Heroinvergabe zum Thema hatten.
Ohne allerdings von einer latenten Selbstmedikation auszugehen.
Anonymous hat Folgendes geschrieben:
---demnach dürfte ein alkoholiker nie probleme kriegen. alkohol ist in massen zu vernünftigen preisen verfügbar.----

Auch dem wäre geholfen, ab er er müsste sich auf Morphin umsuchten. Wie auch dem Spielsüchtigen, Sexsüchtigen, Magersüchtigen, der genauso gefährlichen Fresssucht , die mittlerweile von der WHO ls Epedemie in den Industrienationen angesehen wird. Sie bedient die selben Rezeptoren wie Heroin. Schau Dir nur die Lebensqualität und die Nebenwirkungen bei den Betroffenen an. Versuche das mal bei allen Suchtbefriedigungen zu übertragen Was ist das für ein Leben!!!!
Die Nebenwirkungsbelastung ist bei allen Methoden sehr viel höher als beim Morphin. Morphin ist für den Körper und den Geist ungiftig, da es den körpereigenen Endorphinen so gut wie entspricht. Ist also der Ideale Joker einen Mangel in diesem Bereich auszugleichen.
Alkohol ist im Gegensatz dazu ein Zellgift mit vielen sehr starken unerwünschten Nebenwirkungen. Alkohol ist vergleichbar mit KO-Tropfen, und auch Diazepam, die auch auf dieses System wirken. Alkohol kann man als hochpotentes Gift bezeichnen. Wird nicht umsonst von vielen als Vorspielersatz benutzt.
Ich bezeichne den Alkohol immer als eine "mit Krankheiten verseuchte Wolldecke.
Anonymous hat Folgendes geschrieben:
also muss die krankheit sucht mit drogen bekämpft werden ??

Genau gesagt mit dieser einen speziellen Droge, dem Morphin, ja absolut.
Anonymous hat Folgendes geschrieben:
natürlich habe ich das in meiner aktiven suchtzeit auch geglaubt.

Tatsächlich? Und wer hat es Dir ausgeredet. Und kannst Du dann auch noch den legalen Zugang (Schmerzpatienten und Heroinvergabe) und der damit verbundenen Lebensform, und den illegalen Bedingungen unter denen Du wenn überhaupt Heroin konsumirt hast, umdenken?
Anonymous hat Folgendes geschrieben:
ach hätte ich doch nur ne pipeline in meiner wohnung, mit verschiedenen drogen aller art. aber DIE lassen das ja nicht zu. die bullen, politiker, die ärzte, die gesellschaft, dieses unterdrückersystem usw. blabla.

Nicht verschiedene Drogen, nur auf das Opium bis zum Heroin trifft die positive Suchtheilpotenz zu.
Anonymous hat Folgendes geschrieben:
ich habe das vehement verfochten. dieses denken war jedoch ein teil meiner krankeit sucht. verantwortung abgeben. natürlich bin ich nicht verantwortlich für meine krankheit sucht.

Ich will Dir nicht unterstellen, aber es hört sich doch ganz gewaltig nach Therapeuten-Kauderwelsch an. Du bist zwar nicht verantwortlich, aber diese nicht vorhandene Verantwortung hast Du abgegeben.
Anonymous hat Folgendes geschrieben:
aber ich bin verantwortlich für meine genesung. und diese findet eben durch nüchternheit statt. freiheit des denkens und fühlens habe ich nur mit klarer birne.

Es gibt eben auch Nüchterndrogen. Die nur einen Mangel ausgleichen, und genau dadurch erst Denken ohne Suchtdruck und unterschwelligen oder ohne permanenten Stress ermöglichen. Auch auf das Fühlen trifft das zu. Mit Angst im Nacken und ständiger Angst vor Panikattaken, dem permanenten Wunsch sich zu schneiden oder umzubringen, ist wohl freies Fühlen nicht möglich. Und klare Birne wohl auch. Stress und Kopfrechnen, Konzentrationsfähigkeit schliessen sich doch wohl aus oder?
Anonymous hat Folgendes geschrieben:

und substitution ist nicht cleansein sondern nur ein drogenwechsel.

Klar! Aber es gibt zwei Paradigmen, das akzeptierende Paradigma und das Abstinenzparadigma, bei letzterem ist das Abstinent sein gleich Gesundsein. Das akzeptierende Paradigma ist auch nicht auf Drogenwechsel aus, sondern auf stabile Medikamentation, mit dem Originalstoff, dem Morphin. Und zwar solange wie nötig. Man geht dort von einer zu erwartenden Zeit von 15 Jahren aus, bis dieser Mangel (Serotonin-Endorphin) durch Nachreifen herausgewachsen ist.

Anonymous hat Folgendes geschrieben:
ich wünsche euch allen ein gutes leben und viel kraft.

Dagegen ist absolut nichts einzuwenden, und das wünsche ich Dir auch. Ohne den leichten Unterton, den ich bei Dir raushöre.
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joe
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 958

BeitragVerfasst am: 29. Nov 2008 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

hallo bright,
fundierte argumentation. vor 10 jahren habe ich das gleiche erzählt. schön das noch mal so zu lesen. das hält mich clean.
alles liebe.
joe
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bright
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Anmeldungsdatum: 09.11.2008
Beiträge: 733

BeitragVerfasst am: 30. Nov 2008 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

joe hat Folgendes geschrieben:
hallo bright,
fundierte argumentation. vor 10 jahren habe ich das gleiche erzählt. schön das noch mal so zu lesen. das hält mich clean.
alles liebe.
joe

Bei Dir scheint soviel Allgemeingültiges nicht vorhanden zu sein, dass Du vielleicht Gott danken solltest, nicht so zu sein wie die Anderen.
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Gast





BeitragVerfasst am: 30. Nov 2008 20:15    Titel: Re: genug drogen? Antworten mit Zitat

bright hat Folgendes geschrieben:
. Man geht dort von einer zu erwartenden Zeit von 15 Jahren aus, bis dieser Mangel (Serotonin-Endorphin) durch Nachreifen herausgewachsen ist.


Wie bitte ? Was soll das denn Sein (Nachreifen) ? gibs ne Quelle ?
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bright
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Anmeldungsdatum: 09.11.2008
Beiträge: 733

BeitragVerfasst am: 30. Nov 2008 22:28    Titel: Re: genug drogen? Antworten mit Zitat

Anonymous hat Folgendes geschrieben:
bright hat Folgendes geschrieben:
. Man geht dort von einer zu erwartenden Zeit von 15 Jahren aus, bis dieser Mangel (Serotonin-Endorphin) durch Nachreifen herausgewachsen ist.


Wie bitte ? Was soll das denn Sein (Nachreifen) ? gibs ne Quelle ?

"Natürlich" ,
http://www.socialnet.de/rezensionen/676.php
die Fachbegriffe dafür sind "ageing out" sowie als auch "maturing out".
Das Buch ist sehr zu empfehlen, obwohl ich selbst nur über die 95iger Ausgage verfüge, und die Empfehlung nur über das positive Vorurteil, dass diese Ausgabe bewirkt, auf die neueren Ausgaben übertrage.
Meine Interpretation für das "Nachreifen" ist darauf begründet, dass das kontinuierliche überschreiben (löschen) des Schmerzgedächtnisses die Quelle der meist latenten Faktoren für Stress immer mehr reduziert.
Natürlich kann da alles was das fördert hilfreich sein.
Die heutigen Therapieangebote werden in diesem Buch eher als Kontraproduktiv angesehen. Eine dort zitierte Untersuchung hatte ergeben, dass 2/3 der Betroffenen ohne therapeutische Hilfe ausgestiegen sind, währenddessen je mehr Kontakt zu den Therapeuten und auch Strafvollzug dazukommen, die Chancen entsprechend sinken. (Wie gesagt, die 95iger Ausgabe) Heute wo man über die Erkenntnisse der Heroin-Studie verfügt, rückt alles um so mehr was nicht diesen, als meist erfolgversprechenden Weg verfolgt, in den Bereich der schweren Körperverletzung, und ist mit der systematischen Zufügung weiterer schwerer Traumatisierungen verbunden.
Man braucht sich nur die Lebensgeschichte der Hamburgerin Tanja, die von einem NDR Team quasi bis zum Tod begleitet wurde vor Augen zu führen . Wenn man dann noch kann, sollte man die Lebensbedingungen dieser eigentlich tollen, ausserordentlich geraden Frau, mit dem grossen Herzen, in legale Heroinvergabebedingungen umdenken.
Höre erstmal auf. Eine fürchterliche Grippe hat mich im Würgegriff.
Danke für die konstruktive Frage!
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