Wie geht es Euch heute?

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ast
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2781

BeitragVerfasst am: 3. März 2021 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

hallo dakini,

da kommt ja einiges zusammen bei Dir...meinst Du wirklich jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für so einen Eingriff, in Anbetracht der Lage, dass Du eh schon angeschlagen bist?
ganz davon abgesehen, dass die äußeren Umstände derzeit auch nicht die besten für ne OP sind...
oder meinst Du, es ist die einzige Möglichkeit, aus der Misere wieder rauszukommen?

mit Eisenmangel hatte ich damals nach der OP auch lange Jahre zu kämpfen, das geht schon heftig auf die Lebensqualität, wenn man ständig schlapp und lustlos ist Confused
was mir dann wirklich geholfen hat, war ne Bluttransfusion von Zeit zu Zeit, aber so was wird natürlich nicht leichtfertig, sondern nur in äußersten Notfällen gemacht.
ich weiß noch, wie ich nach meiner ersten Infusion gar nicht wusste, wohin mit der Energie und dann ständig im KH Treppenhaus auf und ab gelaufen bin, lol.
da war ich wohl etwas 'overdosed' Razz

tje, wie geht es mir wirklich...witzig, andere haben mich das vor Kurzem auch, bezogen auf meine Texterei im Forum gefragt.
einerseits hat sich für mich, ganz praktisch gesehen, wenig geändert.
dennoch gibt es heutzutage gewisse Einstellungen und Strömungen in unserer Gesellschaft, die mich fragen lassen, ob so ein Leben in Zukunft überhaupt noch lebenswert ist.

ich denke mal, diesen Schock und das ganze Ausmaß der Verzweiflung, das Du jetzt erlebst, hatten ich (und andere) schon vor einem Jahr, als die ganze Chose anfing und Du noch frohen Mutes warst, im Herbst wieder in die Türkei fliegen zu können.
bei mir kam nach dem Schock die Wut (how dare you) und dann schlich sich langsam die Resignation ein; momentan ist es so eine Mischung von beidem.
aber ich hatte schon immer einen leichten Hang zur Endzeitstimmung, insofern passt das schon - einfach jeden Tag leben, als wenn es der Letze wäre.
große Pläne mache ich derzeit jedenfalls nicht, obwohl man die Hoffnung ja nicht aufgeben soll.

hinzu kommt, dass es mich seit Ende November tatsächlich auch gesundheitlich erwischt hat.
erst hatte ich Probleme mit der rechten Achillessehne, konnte kaum noch laufen, dann wurde fälschlicherweise eine Thrombose diagnostiziert, aber was tatsächlich die Ursache ist, konnte auch ein Facharzt nicht sagen.
physiologisch ist alles i.O., beim MRT ist 'lediglich' ein Knubbel an der Sehne zu erkennen, aber der Arzt meinte, ich müsse das Aussitzen, es ginge von selbst wieder weg.
im Laufe des letzten Monats kam dann auch noch die linke Sehne dazu, wahrscheinlich durch Überlastung, nehme ich an; jedenfalls ist da kein Knubbel.
so ist das, wenn man wirklich krank ist: hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner.
aber genug gejammert...zumindest werden die Schmerzen nicht schlimmer und die Verdickung geht auch ganz langsam zurück, aber es dauert wohl noch ein Weilchen.

so gesehen hänge ich (wie meistens) in der Warteschleife und sehe zu, wie sich das alles so entwickelt - sowohl im Außen als auch im Inneren.

LG von mir!
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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2428

BeitragVerfasst am: 4. März 2021 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

dakini hat Folgendes geschrieben:
Hi Haschi,

ganz nach dem, wie ich Dich hier kennen lernte, hast Du Dich schon wieder "bekrabbelt". Ich freue mich (insofern ich überhaupt was fühle) , dass Du das wieder korrigieren konntest, Stabilität folgt Deinen Anstregungen wieder!

Ich habe immer gerne Deine langen Texte gelesen, niemals langweilig Smile. Du hast einen Weg hinter Dir, den Du "gerade" gegangen bist und hast Dein Leben auf die Kette bekommen. Neben Deiner Persönlichkeit, natürlich auch Anstrengungen, die Du unternommen hast, Dich aus Abhängkeiten zu befreien!

Wir haben uns alle verändert, seit wir hier begannen, zu schreiben. Und seither ist vieles geschehen. Mit Dir, konnte man immer ehrlich kommunizieren, sehr angenehm, empfand ich auch, dass Du es nie nötig hattest, Dich zu verstecken und immer offen warst. Ich weiß noch, wie ich Dir "um die Ohren haute", Du wärst ja nahezu einer "Hausfrau" gleich geworden - meine Güte, das wäre für so manche das "aus" gewesen, an Empfindlichkeit kaum zu überbieten, aber Du warst weniger beeindruckt und hast entsprechend geantwortet. Und weiter gings, mit Austausch! Ich möchte damit sagen, dass es schön war, wie wir uns damals austauschten - alle miteinander! Aber das ist vorbei und jetzt ist es, wie es ist. Jeder hatte seinen Anteil daran. Ich auch. Wichtig ist doch nur, dass man seine Fehler einräumen kann. Und aus ihnen lernt.


Ja, tatsächlich ist vieles passiert. Ich glaube das erste Mal habe ich hier vor 8-10 Jahren geschrieben. Damals noch unter anderem Nick.
Ich habe nicht wirklich das Gefühl das wir uns alle elementar verändert haben, aber genau wie dir habe auch ich das Gefühl heute nicht mehr die Gleiche zu sein wie damals.

Zitat:

Kurzum, es ist wirklich erfreulich, von Dir zu lesen! Du bist eine jener Frauen, die trotz schwieriger Geschichte, ihr Leben auf die Reihe bekamen. Du wirst auch weiterhin der Sucht etwas entgegen zu setzen haben. Bei mir war das ja auch ähnlich, eher sonnigen Gemütes, doch das hat sich geändert, Haschi. Nicht nur wegen der Verluste, die mir zusetzen -ich realisiere gegenwärtig, dass Hanna nicht mehr da ist. Ich werde nie wieder ihre Stimme hören, nie wieder das Gefühl der totalen Verbundenheit, der absoluten Vertrautheit spüren.

Wir sagten immer, Männer kommen und gehen, Freundschaften, wie wir sie haben, sind bleibend. Den Tod, bezog derzeit niemand von uns ein! Wir fühlten uns stark miteinander und waren gemeinsam ein Schutzwall gegen alles von außen. Ein Familien Ersatz, ...weit darüber hinaus.


Eine ebenfalls langjährige Freundin, aber nicht so innig verbunden und lange Phasen, in denen wir uns nicht sahen, von der ich auch schon schrieb, war die Tage bei mir: ihre Mutter gerade gestorben, gleichzeitig hat ihr Fraund sie verlassen, mit dem sie 15 J zusammen war. Sie hat die gleichen Symptome, wie ich. Besorgnis, Ängste, depressive Verstimmung mit suidzidalen Gedanken, nach Diagnose Werk, klar einzuordnen. Ja, es wird vergehen. Wie jede Störung, die vorüber gehender Natur ist.


Schön finde ich, dass du trotz all dem Kummer noch liebevolle Worte für Andere findest. Das ist nicht selbstverständlich. Danke für die wertschätzenden Worte. Du hast mir mit manchem Rat zur Seite gestanden in den Jahren und daher war es sehr wichtig für mich dir etwas zu schreiben in dieser Not.

Hinzu kommen Veränderungen, die nicht vom Außen abhängen. Vor allem hat sich der eigene Körper verändert und damit bei mir, die Psyche. Ich hätte nie gedacht, dass es mir mal so ergehen könnte. Derart abhängig von Substanzen - für den Rest meines Lebens. Ich kann das verbessern, die Dosen senken in Zukunft, aber nicht absetzen.

Meine Gyn sagt, sie kann mir nicht helfen, sie weiß nichts beizutragen, was ich nicht selbst wüsste, in dem Bereich bin ich gut ausgebildet. Aber die Chirurgin ist mir voraus - was ein Glück! Sie hat Erfahrung, die sie mit mir teilen kann. Darauf freue ich mich, mich wieder mal einer Medizinerin anvertrauen zu können. Sie hat die besten Referenzen, die ich finden konnte. Dafür fahre ich auch gerne 600 km. (hin und zurück)

Ich gehe über zu einer endgültigen Lösung für die hormonellen Probleme, das wollte ich lange nicht, wobei ich wusste, es würde vermutlich so weit kommen, da ich die Hormone unmöglich absetzen kann. Das kommt für mich nicht in Frage, was ich anderen raten könnte - und würde. Die OP ist für Ende des Monats eingeplant. Der Termin steht.

[/quote]
Wenn es ein Schritt in Richtung Gesundheit ist, dann ist es ein guter Schritt. Ich kenne es von mir. Aktionismus um mich aus schwierigen Lagen zu befreien. Manchmal ist auch jede Veränderung eine gute Veränderung und wenn du glaubst es hilft dir, dann bin ich dafür.

Zitat:


Ich weiß, dass ich danach weit freier sein werde, vor allem, ein Stop der Anämie, die mir die Konz raubt und vieles mehr. Ich hab es geschafft, mir inzwischen 2 Ampullen i.v. zu injezieren, etwas besser, geht es mir schon. Das ist gar nicht so einfach mit den kaputten Venen mit einer Hand und dem großen Volumen, das gespritzt werden muss. Und ausgerechnet jetzt,ist mein Arzt anderweitig beschäftigt. Er könnte mir helfen, die Amänie in den Griff zu bekommen (Infusionen) - jetzt zu einem anderen zu gehen, dafür fehlt die Motivation. Ich komme wirklich kaum noch hoch derzeit.Muss gleich zusehen, die nächste Ampulle iwie in den Körper zu bekommen, was ein Mist, dass dies nicht i.m. möglich ist - das wäre so einfach. Aber mit Eisen nicht möglich. Entweder oral oder i.v.

Ich "wäre" doch frei, wie Du schreibst, Haschi, aber aufgrund des hohen Andranges hier, müsste ich 3 Jahre! warten oder mich wonaders anmelden... Das erzeugt Druck, den ich so gar nicht brauchen kann. Ich kann kaum denken - niemand ist ist in solch einer gesundheitlichen Lage Prüfungsfähig. Letztes Jahr, war ich wirklich gut dabei, doch dann wurde Hanna krank.

So lief das für mich und es war niemals so schwer, all dem zu begegnen. Ich kann kaum noch stehen manchmal, aber wie gesagt, ich weiß wenigstens, wie ich aus der körperlichen Geschichte wieder raus komme. Die Psyche wird nachziehen. Dessen bin ich mir sicher. Aber es wird ein langer Weg, anderes kommt hinzu, das auch in Ordnung gebracht werden will.

Danke für Deine unterstützenden Zeilen, Haschi! Sie erinnern mich an die Dakini, die ich einst war. Im Moment kenne ich mich nicht wieder, daran hat sich noch nichts geändert, vor allem Mut fehlt mir derzeit, alles kein Wunder. Einfach machen. Bloß nicht aufgeben...

Geht es Dir gut inziwschen, Haschi? Oder sind da noch andere Probleme, die Dich beschäftigen? Ich bin,wie Du, nicht die Stillleserin, wenn ich anklicke, schreibe ich auch. Manches geht so halt unter. Bist Du sozial eingebunden?


Ach Gott... es rührt mich richtig was du schreibst. Du bist noch die gleiche wie zuvor. Glaub mir. Es ist nur ein Schatten, der auf dir liegt. Identifiziere dich nicht mit diesem Gefühl. Du bist nicht deine Hoffnungslosigkeit. Du bist nicht deine Trauer und Einsamkeit. Es ist der Schmerz, der aus dir spricht und meine Psychologin würde wohl dazu raten diesen Schmerz anzunehmen als ein Teil von dir. Dieser Teil mag gerade so dominant sein, dass er der einzige zu sein scheint, aber dem ist nicht so. Bestimmt nicht. Alleine wie liebevoll du zu mir schreibst. Du wirst auch weitere liebevolle Momente im Leben erfahren, denn auch das ist ein Teil von dir.
Mach dir auch keine Sorgen darüber das du grade nicht an das Wohl der anderen denken kannst (ich merke es dir ein wenig an, das schlechte Gewissen). Auch das ist ganz normal. Wenn der Schmerz zu groß ist, dann ist das einfach so. Niemand nimmt dir das übel, zumindest mal hier nicht.

Mir geht es soweit gut. Sozial eingebunden? Ja. Im Vergleich zu manch anderem - in jedem Fall. Tief in mir drin habe ich immer noch Probleme mit Bindungen, aber ich habe Freunde und Familie. Auch mit den Kollegen komme ich gut aus und habe hier neue Kontakte geknüpft. Ich habe es sogar geschafft meine Beziehung zu retten bzw. neu zu beleben Wink. Wir leben nun zusammen und arbeiten in der gleichen Firma. Haben im kleinen Stil beruflichen Erfolg. Es geht uns wirklich gut, auch wenn nicht alles perfekt ist. Ich bin sehr dankbar dafür wie es jetzt ist. [/quote]
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Schlaumeier
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 1830

BeitragVerfasst am: 4. März 2021 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Dakini, eine virtuelle Umarmung fuer Dich. Ich hoffe mit dem Fruehlung kommt dir die Kraft Dich aus Deinem Tief zu ziehen.



Bei uns ists heiss und die naechsten Monate wirds immer heisser. Sommer halt. Zum Glueck hats meist ne Brise ...
Wir haben neben unseren Moetern einen Neuzugang. Maense, halb Mensch halb Gaense. Die sind echt lustig und mittlerweile rennen sie mir nach wie unsere Moeter. Was soll das nur werden wenn sie Fluegel haben. Nicht das sie mir nachfliegen wenn ich mit dem Moped losfahre ... Laughing
Hier mal live: Ying & Yang

yt S2WVQ_2zr5E
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3079

BeitragVerfasst am: 4. März 2021 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen, Haschi,

Deine Zeilen haben mich angestupst. Und so rief ich gestern meinen längjährigsten Freund an, wie kennen uns, seit meinem 6. Lebensjahr...Wir sehen uns direkt nach der OP. Ich brauche jetzt Menschen, die ich schon lange kenne und sie mich. Danch ruft alles in mir.

Jetzt, brauche ich Unterstützung und ich bin auf dem Weg, sie mir zu holen. Meinem Freund, hab ich natürlich alles erzählt. Ich werde dort mal bleiben, bis ich wieder fit(ter) bin. Der "Griff nach meinen Wurzeln", es gibt immer mehrere Wege, sich zu helfen, neben der Cardinal Arbeit...

Ich bin sofort eingebunden dort. Habe noch wenige, aber nahe Kontakte in der Gegend, in der ich aufwuchs. Seine Stieftochter, ist mir auch sehr vertraut, sie möchte sich ebenfalls einer Hysterektomie zuwenden, wie er mir berichtete, ihre Gyn scheint ihr erzählt zu haben, sie sei kanzerogen gefährdet - ich bin echt gespannt, was da mal wieder an Nonsens an die Frau gebracht wurde. Sie ist hochschwanger, keine 30, mit dem zweiten Kind. Wenn ich das schon höre: kanzerogene Vorstufen! Vermutlich Papilloma...Meine Güte, sowas macht man doch nur, wenn es gar nicht anders geht, das Organ ist ja nicht nur ein "Platzausfüller". Zusätzlich die Eierstöcke "sicherheitshalber mit entfernen", ist das denn die Möglichkeit? Solche Fälle, ziehen massive Probleme nach sich, die Frauen wissen dann gar nicht, wie ihnen geschieht. Substitution fkt nicht so easy, wie sich das manche Gyn vorstellt...Ich war sofort bei der Sache. Und besorgt um die junge Frau, die auf den "Rat" hören würde, sich "ausräumen zu lassen", ohne zu wissen, was das bedeuten kann und was das nach sicht zieht. Er meinte, da sei ich ja zur rechten Zeit vor Ort, darauf klärend ein zu wirken. Ohne mich dabei zu vernachlässigen. Ich freue mich schon auf die Menschen und mein ehemaliges Zuhause. Ich bin echt neugierig, was die Gyn vorzubringen hat, ihren "Rat" zu rechtfertigen, eine junge Frau ihrer wichtigsten Syntheseorte zu berauben. Und sie in die vorzeitigen Wechseljahre zu schicken? Aufgrund eines pos Abstriches vermutlich - der erst mal wenig aussagt! Hm, die lieben Studien, die derart missinterpretiert werden. Shocked Da war ich wieder "wach".

Und so kann ich mich auch freuen für Dich - ja, heute Morgen sind solche Gefühle wieder spürbarer, manchmal braucht es nur die Besinnung auf sich selbst, wer man ist. Und da hast Du mich nun auch unterstützt, Haschi, ja wirklich!

Ich finde es unglaublich schön, dass Du es MIT Deinem Freund geschafft hast, mir ist ja noch sehr vieles in Erinnerung, wie schwer das einst war, die Sucht, hat es nicht geschafft, Euch zu trennen letztendlich - nicht einfach, wenn beide die gleichen Probleme teilen. Ihr habt Euch beide ins Leben integriert, anstatt morgens den ersten Joint zu rauchen und sich noch ein Näschen drauf zu legen...was war da los damals! Du auf Thera, ihr getrennt - und dann wieder zusammen gekommen. Eine schöne Geschichte mit Happy End! Aber erst mal, hast Du losgelassen und Dich um Dich gekümmert - so ist es richtig!

Hm, ich erinnere mich auch, dass es für Dich nicht einfach ist, was Bindungen betrifft. Umso schöner, wie es lief! Das ist doch das Leben, das Du haben wolltest! Du mochtest ihn nicht verlieren, bist trotzdem Deinen Weg gegangen, der ihn erst mal ausschloss. Ich fand das damals ganz schön mutig und vor allem Ziel führend, der aktiven Sucht den Rücken zu kehren.

Opiate sind noch mal ein Zacken heftiger durch die körperlichen (und biochem) Anteile. Da kommt man nicht so schnell wieder raus - aber eines ist gleich und das ist bestimmend: NEIN zu sagen und alles dafür zu tun, sein Leben clean zu leben.

Die Zeit werde ich mir geben, gesund zu werden, Haschi. Denn anders, geht es ohnehin nicht, wie sich zeigt. Ich hab´s "gefressen"! Und bringe mich erst mal in Sicherheit, wo ich zuhause bin. Ich werde hier her zurück kommen, wenn ich so weit bin und weiteres angehen.

Im Zuge des Vorgespräches, werde ich auch erfragen, wie es mit nachfolgender Reha ausschaut...gleich mal recherchieren, was es da an Möglichkeiten gibt.

Lass Dir danken, Haschi! Alles Liebe für Dich!
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2428

BeitragVerfasst am: 5. März 2021 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Dakini,

freut mich zu hören. Ein wenig Kraft scheint also durchaus noch übrig zu sein Wink

Tu was gut für dich ist. Ich drücke die Daumen.


Heute geht´s mir nicht so gut. Stressiger Tag. Beruf, Haushalt, Verwaltung von Omas Angelegenheiten. Gestern Termin beim Anwalt (wir hatten mal wieder Scheisse gebaut ^^). Bock auf Speed. Wenn ich es hier hätte, ich würds nehmen. Wie gut das dem nicht so ist.

Jetzt freu ich mich aufs Wochenende. Habe mir einen guten Film angemacht. Schnapp mir Freund und Kätzchen und versuche die Woche hinter mir zu lassen.

Gestern Abend ne Runde meditiert. Mache ich die letzte Zeit häufiger. Steigert die Konzentration und entspannt.

Ich wünsch euch allen ein schönes We!
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joe
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1048

BeitragVerfasst am: 12. März 2021 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Haschi,
willkommen zurück. schön von dir zu lesen.

ich muss mich gerade um so Kleinkram kümmern, UPS Ärger, falsche Schuhe gekriegt, Rechnungen bezahlen, Amtskram, meine Partnerin unterstützen, Geduld zeigen, so das alltägliche Leben eben. Ich habe immer noch so Probleme damit. Das Erledigen fällt mir nicht schwer, aber ich habe keine Lust drauf, fühlt sich alles so gewöhnlich an.
Jetzt warte ich auf einen Rückruf von UPS, ungeduldig natürlich, sitze am Läppi und würde lieber aufn Acker. boaah.
Das Leben zu seinen Bedingungen annehmen.
Mir fehlt gerade so ein wenig das Grandiose in meinem Leben. Vielleicht soll ich aber auch lernen, mich mit 60 Jahren mal so langsam davon zu verabschieden.
Möglicherweise brauche ich das ja auch gar nicht mehr so.
na mal sehen.
nur für heute nehme ich also mein Leben mal so an wie es ist.
Joe, dankbar und clean
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 2512

BeitragVerfasst am: 12. März 2021 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

joe hat Folgendes geschrieben:

nur für heute nehme ich also mein Leben mal so an wie es ist.
Joe, dankbar und clean

Shocked Ziemlich deprimierende Perspektive. Shocked
Ich nehm dann mal mein Leben, so wie es ist, heute, morgen und bis ...
Und wenn es so kommen sollte, dass ich es so nicht mehr nehmen kann,
dann weiß ich, dass ich schleunigst etwas ändern muss Wink

Grüßle
Marle
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3845

BeitragVerfasst am: 12. März 2021 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja nicht jeder Tag kann perfekt sein,sprich es gibt auch Tage wo man dies auch mal akzeptieren kann,,,

insofern finde ich Joes einstellung ganz gut...
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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2428

BeitragVerfasst am: 12. März 2021 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Joe,

Schön das du noch da bist.

Mir geht's heute gut. Endlich Wochenende Smile heute Abend werden wir bekocht. Was will man mehr.

Mache jetzt seit neustem youtube workouts. Hin und wieder bisschen radeln für die Fitness.
Der Po ist schon strammer jetzt Very Happy bin zufrieden grade.

VG Haschi
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3937

BeitragVerfasst am: 14. März 2021 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Todmüde...und nicht schlafen können...
ich würde gerne mal einen Tag mit dem Kopf im Kissen versinken und mit dem Nichts verschmelzen, einfach mal abschalten dürfen...
Was ist das eigentlich für einen Bullshit mit dem"Im Alter wird man gelassener"..
Wenn ständig neue Kracher aufs Leben einprügeln, weiß man auch nicht wo man Gelassenheit herbekommen soll und und eh du dich versiehst bist du irgendwann 70 und ärgerst dich darüber, es verkackt zu haben...
Naja,am Arsch vorbei geht auch ein Weg ist manchmal leichter gesagt als gefolgt,dabei gabs ja nur dies eine Leben, welches so fragil ist...

Trübe Gedanken am Sonntag...
Macht es besser...

Mikel
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2428

BeitragVerfasst am: 14. März 2021 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Moin.

Ich warte drauf das mein Herzblatt aufsteht. Er ist von meinem Schnarchen auf die Couch geflüchtet. Very Happy
So lange liege ich im Bett, trinke Kaffee und schaue Shameless.

Gestern hatten wir Besuch von einem Kollegen und seiner Freundin. Sehr brave Leute aus einer uns eher unbekannten Ecke der Gesellschaft. Wohl behütet und gut betucht, aber nicht abgehoben oder snobbig. Schon ok.
Ich habe fast ausschließlich cleane Freunde inzwischen. Schon witzig wenn ich das mit früher vergleiche.
Es war ein sehr lustiger Abend. Wir haben Pizza gefuttert, Tabu gespielt und bisschen was getrunken.
Nun komme ich mir grad ein wenig faul vor. Ich wollte eigentlich noch die "neuen" Küchenmöbel restaurieren am WE, aber daraus wird wohl nix. Die hatte jemand verschenkt. Das Holz ist gut, aber die Griffe will ich austauschen und die Fronten lackieren. Liegt alles parat. Muss nur noch getan werden.

Gehabt euch wohl.

VG,

Haschi
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Yez
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2954

BeitragVerfasst am: 14. März 2021 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Juhu ...

der Motor von meinem „kleinen „ wurde gerade repariert 😍😍
Die Sommer kann beginnen 😜

Wenn jemand Langeweile und Interesse hat
Auf YouTube von Motoren Zimmer – Betriebsgeheimnis gelüftet
Da ist mein Motor zu sehen .
Link wollte das Forum nicht annehmen...

Wünsche allen einen schönen Sonntag

Yez
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3079

BeitragVerfasst am: 15. März 2021 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Joe,

wir sind alle "Kick-Jäger". Und ich merke auch, dass das mit zunehmendem Alter nicht unbedingt so anders wird, allenfalls etwas ruhiger. Wie sehen das denn die anderen Question

Hi Mikel,

naja, das scheint ja in etwa "in die Ecke reinzugrätschen", die Joe ansprach.

Steht für Dich die Frage im Raum: was habe ich aus meinem Leben gemacht? Oder war das mal grad ein schlechter Sonntag. (den man immer mal hat)

Ich selbst, kann nur sagen, in dem Alter geht es reihum nahezu so. Mit oder ohne Partner, spielt da weniger die Rolle. Vllt, weil man jetzt noch die Kraft hat, etwas zu verändern, aber die Möglichkeiten sich längst einschränkten. Eines Tages wacht man auf und fragt sich, ob man da hinwollte, wo man ist. Und ich denke schon, dass es mit damit zu tun hat bei den meisten.

yes, schön, mal wieder von Dir lesen, dass es Dir gut geht - kommst so rüber Smile

Mir geht es so lala. Hab den Fokus grad auf meiner Schussligkeit - das ist ja milde ausgedrückt.

Im Zuge des lernens, verstärt der psychologische Anteil seit einiger Zeit, musste ich erkennen, dass ich mich verdiagnostiziert hatte. Das ist einerseits eine gute Nachricht (da war nie ein Bordie mit drin, es ist schlicht ADS -> die letzte Psch. war sich nicht sicher. Aber dass sie ihrerseits nicht drauf kam, dass diese Stoffwechelstörung allein, mir das Leben schwer macht, finde ich schon heftig, auch wenn ich das im Umfeld miterlebte, wie daneben die Behandler zuweilen lagen, kann man diese Störung, doch gut erkennen und auch abgrenzen, hat man gelernt.)

Man fragt sich immer, warum man das nicht kann, was für andere selbstverständlich ist. Warum man so vergesslich ist, kaum kommt ein bischen was von außen, dreht man schiergar durch, weil das Gehirn schnell überfordert ist, selbst wenn man trainiert ist, Reize, wie ein bischen Lärm, einen schier gar wahnsinnig machen, so schnell ablenkbar ist, usw...ich wusste das seit einiger Zeit, dass es überdauerte. Aber dass es ausschließlich vorlag von jeher (außer die generalisierte Angststörung/ früher Angstpsychose), kam nun auch ans Licht. Kein Wunder, dass ich alles in den Griff bekam, was mit gestörter Impuls Kontrolle zu tun hatte, so dass sich nach außen, keine Auffälligkeiten mehr zeigen. (innerlich rege ich mich trotzdem auf - bspweise in einer Schlange vor einer Kasse warten - ein Grund, im Bioladen fast ausschließlich meist einzukaufen, ect) Nie ist genug, was man bringt, nie kann man mal Erfolge "feiern", weil man immer denkt, andere sind besser...(ich schreibe "man", weil es andren nicht anders ergeht mit der Störung)

Opiate beruhigen das System, logo - bis es dann contra produktiv wird... Nichts hilft, außer Ruhe und nochmal Ruhe. Sich um konditionieren.

Manchmal bin ich so müde dessen, mich zu "regulieren"! Meine Gefühle aushalten zu müssen. -> gerade war mal wieder so was. Ein Bekannter sucht Whg, mag mich zur Mieterin - was ein run! Ich hatte andres zu tun, wollte mir die Möglichkeit jedoch nicht entgehen lassen, günstige Räume, auch zum arbeiten zu bekommen...ich kann gar nicht beschreiben, was sich da abspielte! Es brachte mich total aus dem Konzept. Zumal ich Hannas Tod noch nicht verarbeiten konnte, noch nicht mal gebührend trauern...selbst im Morgentief.

Das war das letzte, was ich mir anschaute, ich stieg noch nicht mal aus. Mit eigenem Eingang, zwei Etagen...echt schnuckelig. Im Netz wurde es "geschönt", mit "Blick über den Park" - ich dachte, da habe ich Ruhe. Kann Gespäche anbieten. Ich war so erschrocken über das gesamte Umfeld! Auch das Haus kann einen Anstrich vertragen - was da im Netz schön gepindelt wird, sieht real ganz anders aus:

https://www.pic-upload.de/view-36869833/bilder050.jpg.html


Ich kam zu dem Schluss, dass anderes wichtiger ist gegenwärtig. Ich mag erst mal alles abschließen, selbst gesund sein. Wieder leben, was ich darunter verstehe. Meine Freunde sind ja grad hier ringsum, bis auf wenige, in der "Stimmung", wie oben angesprochen. Rückzugsverhalten, Rückfälle, Depris...

Es wird Zeit, dass der Sommer kommt! Dann geht es doch allen besser. Ich mag endlich wieder mehr einladen zu mir und selbst mehr besuchen - bereits für nächstes Wochenende, wurde was ausgemacht, freue mich drauf. Ich bin ja wie fest geklebt (hinter Büchern)...BEWEGUNG fehlt. Bevor das mit Hanna passierte, ging es zusehens aufwärts. Mit allem. Gegenwärtig ist es nach wie vor, ein gutes Gefühl der Wärme etc zusammen. Aber iwas ist "anders", als schwebe ein Schwert über einem, das jederzeit auf einen nieder sausen kann.

Ich darf mich also bemühen, wieder mehr Leben einzuhauchen! Die letzten Monate waren nicht schön, seit Hanna starb. Doch es liegt das meiste an mir selbst, wie geschrieben. Ich kann das verändern, doch ohne Anstrengung, ist es nun mal nicht mehr möglich - was früher "geschenkt" wurde. Darf nun hart erarbeitet werden, ich bin ja nicht die Einzige, die spürt, dass die letzten guten Jahre an stehen - bald ist man alt. (vllt ist das auch ähnlich bie Dir Mikel?) Auf jeden Fall, kommt das schon zur Sprache, bei allen derzeit, die in dem Alter sind - es mutet ja fast an, wie eine Seuche!

Die Whg Suche, zum ungünstigsten aller Zeitpunkte, hat mir wieder mal klar gemacht, was "Ablenkung" für mich bedeutet. Wie schnell ich mich begeistern kann und im nächsten Moment "entsetzt" kehrt mache...

Alles nicht so einfach! Muss los...

Habt alle einen guten Wochenbeginn! Liebe Grüße in die Runde!
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 2512

BeitragVerfasst am: 15. März 2021 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Gute Morgen – zur Mittagsstunde.
Nach erholsamer Nacht, frühem Aufstehen, ca. 5 Kilometer Runde mit vierbeinigem Kumpel im tröpfelnden Regen bei 4°C, und ganz vielen Gedanken und Ideen zur neuen Woche.

Ich bin etwas erstaunt darüber, wie die „relativ“ noch jungen Fories hier übers Älterwerden ächzen und stöhnen.
Ich mein: Bei dem, was „Suchtis“ schon alles „hinter sich“ gebracht haben – und, entgegen aller Prophezeiungen und empirischen Vorhersagen – immer noch, oder trotzdem, sich ihres Lebens erfreuen können. Wenn sie es wollen.
Okay, mit einem „jungen Hüpfer“ um die 30 braucht man über dieses Thema meist nicht diskutieren. Sehe ich bei meinem Sohnemann, der in voller Blüte, Kraft, Saft und Energie steckt. Die Perspektiven sind andere. Auch die Prioritäten. Da geht’s ja mehr darum „was kann ich mir noch alles leisten“ – „wie weit komme ich noch (auf der Karriereleiter)“ – „wo kann ich für mein Können und meine Qualifizierung noch mehr bekommen“ – „wie kann ich mich und meine (zukünftige) Familie so absichern, dass wir „gut“ leben können“, usw.
G a n z n o r m a l e Alterserscheinungen und Zipperlein sind da noch weit, weit weg. Gut so!

Wobei: In dem Alter kannte ich schon die Hölle meiner Sucht. Sie war damals mein Alltag, und – da bin ich rückblickend sehr ehrlich – ich konnte mir ein anderes Leben gar nicht mehr vorstellen. Also eines ohne den täglich Suchtstress, Beschaffung, Draufsein und täglicher Entzug, Kotzen, und halt allem Drum und Dran.
Hätt mich einer gefragt, wie ich darüber mit … sagen wir mal 60zig … denke, hätt ich gelacht, drauf einen gezischt und heldenhaft geantwortet: So alt werd‘ ich sowieso nicht. Guck nach links, und guck nach rechts, und schau, wie Viele, die mit mir gekokst, gesoffen und gehurt haben, den Löffel abgegeben haben.

Mancher drastische Einbruch in meiner Biografie kam natürlich von und durch die Sucht. Logisch.
Aber erstaunlicherweise – oder gerade deswegen? – gab es auch so manchen Senkrechtstart, wenn ich mal wieder „gerade so“ die Kurve gekratzt hatte.
Klar sind Schäden entstanden, und natürlich haben einige „Zipperleins“ ihren Ursprung, sodass ich keinen Arzt und keinen „Experten“ fragen muss, woher’s kommt.
Vielleicht ist das – wie bei einigen hier? – das größte Glück?
Blöd im Kopf sind wir deswegen nicht geworden. Blöd anstellen dagegen, tun nicht nur wir uns.

Ich sehe das – im Gegensatz zu Mikel – ganz gelassen und relaxt:
Wenn ich will, wenn ich mein Scherflein dazu beitrage, wenn ich den Möglichkeiten, die ich auch heute noch habe, und vor allem: wenn ich meinem Leben eine Chance gebe (und die ergreife) – dann liegen noch mindestens 30 (Dreißig!) gute, schöne, lebensfrohe Jahre vor mir!
Sag das mal einem heute 30-jährigen! „Du musst noch 30 Jahre malochen, bis du soweit bist!“. Dem wird das Grauen in den Augen stehen!

Natürlich würde mir Vieles nicht (mehr) gelingen, und ich wäre bestimmt den lieben langen Tag frustriert, wenn ich versuchen würde, die Dinge in meinem heutigen (älteren) Leben so zu regeln, wie ich sie mit 30 geregelt hätte. Oder die Dinge insgesamt so anpacken würde, als wäre ich noch ein Jungspund.
Bei meinen derzeitigen körperlichen Tätigkeiten weiß ich, dass ich andere Lösungen, und andere Wege finden muss, wie als junger, kraftstrotzender Kerl.
Ich stelle dann immer wieder fest, dass aber gerade die Suche nach – für mich machbaren Realisationen enorme Chancen und neue Lösungen hervorbringt, die soooo schlecht gar nicht sind.

Also nein, ich habe überhaupt keinen Grund zum Jammern.
Im Gegenteil: „Hurra, hurra, ich lebe noch! Und das verdammt gut!“

Ich denk dabei auch an die, die niemals überhaupt etwas mit Sucht zu tun hatten.
Mein Bruder ist hat einen „sogenannte“ sozialisierte Autismus, Morbus Bechterew, kaputte, wenn auch mit künstlichem Gelenk reparierte Hüfte, ist glücklich, wenn er mal 1.000 Meter ohne nennenswerte Schmerzen dahintappen kann -
und freut sich seines Lebens. Gerade richtet er sein E-Bike her, und plant die nächsten langen Bike-Touren mit seinen Fahrradkumpels.
Nach sage und schreibe 47 Jahren übelster Maloche, und Bedingungen, bei denen ich mir ehrlich gesagt längst einen Strick genommen hätte, freut er sich wie ein Kleinkind an Weihnachten über seine verdiente Rente. Und das Tag für Tag!

Also: Think big, not small! Denkt an die großartigen Chancen, die Euch das Leben geschenkt hat!
Trotz Allem! Und obwohl die Chancen insgesamt mehr als beschissen dafür waren!

Grüßle
Marle
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joe
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1048

BeitragVerfasst am: 15. März 2021 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Marle,
der gelassenheitsspruch im gesamten lautet,
...gebe mir die gelassenheit, dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann
... die kraft, dinge zu ändern, die ich ändern kann
und die weisheit, das eine vom anderen unterscheiden zu können.
anstatt pünktchen steht bei uns das wort göttin, götter, höhere macht, gott oder sowas. egal.

was für ein gefühl hast du denn so dabei, wenn du 8 posts von 0.35 uhr bis 22.15 raushaust? und immer gehts ums gleiche? stilistisch finde ich das immer sehr schön, aber lesen kann ich das nur sporadisch.
(bzw. interessiert mich thematisch auch nicht sonderlich)

99% der dinge auf dieser welt kann ich nicht ändern. in das restliche prozent stecke ich meine ganze kraft. das fühlt sich gut an.

übrigens bin ich NA ler, nicht AA ler. unser suchtbegriff ist ein etwas anderer.

also lieber Marle, nix mit öder, deprimierend und so.
ansonsten freu ich mich für dein cleanes leben.
ich betrachte meine nüchternheit als geschenk.

sooo, bis denne
schönen tag.
joe, clean 24h
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