Mein Freund, Seine Freunde und das Pep.

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Karo.nix00
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.11.2016
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2016 08:16    Titel: Mein Freund, Seine Freunde und das Pep. Antworten mit Zitat

Hallo ihr!
Erstmal "SORRY" für den langen Text, aber ich brauch einfach mal "Hilfe'.

Mein Freund (22) und ich (18 ) sind seit zwei Jahren ein Paar und haben vor 5 Monaten eine wundervolle Tochter bekommen.
Bevor ich schwanger wurde, haben wir öfters zusammen gezogen, geschmissen und viel getrunken. Mein Freund hat eine "große" Vergangenheit mit Drogen, hat stark gekifft und alles andere eingeworfen/probiert/genommen.
Natürlich habe ich sofort aufgehört als ich wusste das ich schwanger bin. Exclamation
Mein Freund und die Kumpels, die damals jedes Wochenende bei uns gefeiert haben, haben natürlich weiter gezogen. Irgendwann stellte ich meinen Freund dann vor dir Wahl, denn für unsere Tochter wollte ich keinen Papa der Drogen nimmt. Als mein Freund dann nach mehreren Chancen/Versuchen nicht aufhören wollte oder konnte, wäre unsere Beziehung fast daran zerbrochen. Crying or Very sad (Dazu muss ich sagen, dass seine Freunde alle verschiedene Drogen nehmen und nicht grade der beste Einfluss sind) Jedes Wochenende wollte er aufhören und nicht ziehen, versprach es mir immer wieder und, wie soll es auch anders sein, zog er jedes mal. Er war übelgelaunt und total 'kalt' wenn er nich ziehen sollte.
Das ging mehrere Monate so und, nachdem ich ihn vor die Wahl gestellt habe, wir oder das Pepp, brachte er seine Freunde einfach nicht mehr hier mit her, bzw. sie trafen sich nurnoch draußen oder bei anderen zum Feiern.
Mein Freund versprach mir, dass er aufhören würde zu ziehen.
Naja und seit dem geht alles bergab.
Wenn er Freitags weg geht, will er am liebsten bei seiner Mutter "schlafen". (Wohnt ein paar Häuser weiter) Eigentlich schläft er aber nicht, sondern wälst sich hin und her. Dann ist er Samstags richtig down und depri, isst kaum was und will abends/nachmittags nur noch ins Bett. (Kater hat er aber nie)
Vor ein paar Wochen habe ich dann durch Zufall gesehen, dass er jeden Freitag 30€ aufgibt wenn er feiern (ist übrigens nur mit seinen Freunden in irgendeiner Butze zu hängen ) ist.
Als ich ihn darauf angesprochen habe, meinte er er müsste bei seiner Mutter Schulden bezahlen. Allerdings, das muss ich an der Stelle mal erwähnen, lügt er sehr viel.
Evil or Very Mad Egal ob es um seine Freunde geht, um das was er macht, wo er ist oder mit wem er ist. Bei jeder Kleinigkeit (bei wirklich jeder Möglichkeit) wird mir eine Lüge aufgetischt und das selbst bei so banalen Dingen wie: "Wart ihr da und da?" "Nein, nur hier und da" - obwohl ich ihn da und da gesehen habe oder jemand mir erzählt hat das er da gesehen wurde.
Dann, wenn mein Freund mal am Wochenende zuhause bei mir uns unserer Tochter bleiben soll, ist er richtig sauer. Er wach am Freitag morgen schon mit einer Laune auf, da würde ich ihn am liebsten Arrow . Dann kommt er von der Arbeit und ist genervt, wirklich gemein/verletzten und dann läuft es (bis jetzt jedes mal ) darauf hinaus, das er dann irgendwann abhaut und es endet alles in einen großen Streit.
Letztes Wochenende hat er es ausgehalten Freitags nicht zu gehen, hatte einigermaßen gute Laune und dann war Samstag. Gleiches Spiel sie sonst, nur das er gehen 16 Uhr dann plötzlich meinte, er würde es nicht aushalten, er würde jetzt zu seiner Mutter gehen. (Es wurde mir aber erzählt das er bei seinen Freunden war) dann gab es natürlich wieder Streit und ich habe ihn für zwei Tage ausquatiert.

Jetzt kennt ihr unsere kleine "Vorgeschichte". Zu meinem eigentlichen Anliegen.
Mein Freund hat nämlich am Montag Geburtstag und will fast natürlich mit seinen Freunde feiern.
Er hat sich nun 60€ dafür genommen, (er meinte er nimmt sich nur 40€) obwohl 60€ für uns eine Woche essen bedeutet und meint er müsste Alkohol ausgeben. Da er uns seine Freunde aber nur 5 Personen sind und er nur vorhat zwei Flaschen vodka und MischKram zu kaufen, frage ich mich wozu er das Geld schon wieder braucht. Question
Kann ich "am Tag danach" irgendwie erkennen das er gezogen hat? Deutet sein "schlechte Laune und genervt sein" darauf hin das er zieht? Gibt's irgendwas was ich machen kann, um ihm vor's Auge zu führen was es bedeutet wenn er zieht? (Trennung)


Falls jemand sagt "frag ihn doch": Oh das habe ich mehr als einmal gemacht. 1000 mal in etwa.

Danke jetzt schon! Smile
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Schlaumeier
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 1567

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2016 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Es macht wenig Sinn mit Trennung oder anderem zu drohen. Wie ist denn Eure Beziehung im Allgemeinen? Liebt Ihr Euch? Seid Ihr ein Team?
Wie wirkt sich sein Konsum auf Euren Lebensstandard aus? Drogen sollte mann sich leisten koennen. Wenn er seine Drogen vom Haushaltsgeld finanziert, ist das unverantwortlich. Er sollte verstehen was Familie bedeutet und Verantwortung uebernehmen.
Arbeitet er? Du bist ja sicher Hausfrau und Mutter?
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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3048

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2016 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Karo,

"sicher" wäre nur ein Urintest unter Sicht. Aber der Test kostet nochmal, ob du ihn selber kaufst oder beim Arzt machen lässt.

"Sekundäre" Hinweis auf Amfetaminkonsum am Vortag wären Unfähigkeit zu schlafen, Schwitzen, Reizbarkeit etc., die er aber auf den pöhsen Alkohol schieben wird. Er wird sich sicher ordentlich einen hinter die Binde kippen, um den Speedkonsum zu überdecken.

Der Junge ist von seiner Vaterschaft völlig überfordert, mag das aber nicht zugeben. Für dich und dein Kind wäre eine Trennung sicher das Beste - er wäre wahrscheinlich erleichtert, wenn er endlich wieder feiern kann wie früher, ohne ständige Kontrolle durch dich... der muss wohl erst erwachsen werden.

Andererseits - warum gehst du nicht einfach mal mit zum Feiern? Die Kleine kann doch genauso mal zur Oma wie er dort schläft! Dann bist du dabei und kriegst mit was passiert, er muss nicht widerwillig zuhause rumhocken und Frust schieben... du kannst nicht erwarten, dass ein 22-Jähriger zur Couch-Potatoe mutiert, nur weil er Vater geworden ist!
Du willst selber doch sicher auch mal wieder raus!

Damit wäre euch beiden erstmal am besten gedient. Er fühlt sich nicht mehr von dir und dem Kind angekettet und kann dann vllt eher auch mal auf sein Stöffchen verzichten.

LG

Praxx
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EheDame
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 17.12.2015
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2017 00:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hello!

Da wirst du denke ich erstmal nicht sonderlich viel machen können, vielleicht muss er auch erst in die Rolle des Vaters hineinwachsen, das kann natürlich auch mit der Zeit passieren.

Ansonsten solltest du halt trotz Baby auch nicht komplett darauf vergessen, dass ihr auch noch Mann und Frau seid und nicht nur Eltern. Eventuell kannst du ihm ja mit kleinen Gesten zeigen, dass du ihn natürlich auch noch liebst. Ich habe etwa damals für meinen Partner beim Wiener Schlüsseldienst ein Liebesschloss mit unseren Initialen anfertigen und ihm geschenkt.
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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2394

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2017 00:33    Titel: Re: Mein Freund, Seine Freunde und das Pep. Antworten mit Zitat

Karo.nix00 hat Folgendes geschrieben:
Gibt's irgendwas was ich machen kann, um ihm vor's Auge zu führen was es bedeutet wenn er zieht? (Trennung)


Jo, eine Trennung.
Fassen wir mal zusammen. Du bist dir sicher, dass er weiterhin konsumiert und dich oft belügt.
Er trifft sich weiterhin mit seinen Freunden, aber nun außerhalb.
Er ist sauer, wenn er daheim bleiben soll.
Ein Ultimatum macht nur dann Sinn, wenn man es auch durchzieht. Du erreichst grade nur, dass dein Freund dich nicht ernst nehmen kann, denn du machst deine Drohungen ja doch nicht wahr.

Es ist halt problematisch, wenn man vorher konsumiert (wundert mich übrigens, dass du da nicht erkennen kannst, wann einer konsumiert - das solltest du bei deinem Freund doch eigentlich sehen können).
Nun hat sich die Lage geändert - du bist nun Mutter und musst nun eine Entscheidung treffen.

So wie du es beschreibst, ist eure Beziehung grade ziemlich im Arsch.
Ich würde mich also vorerst trennen - und zwar bis auf weiteres. Es muss ja keine Trennung fürs Leben sein - aber so solltest du es erst Mal hinstellen. Keine Trennung auf Zeit - kein "Wenn du clean bist, kannst du wiederkommen".
Einfach ein:
So geht es nicht weiter - ich muss mich trennen. Lass uns dem Kind zuliebe friedlich bleiben und ja klar, kannst du dein Kind jederzeit sehen.
So in etwa.
Vielleicht begreift er dann irgendwann, das er sich ändern muss und versucht es mal ernsthaft und will dich zurückgewinnen (das wird dann aber mindestens Monate dauern, bis man da wieder Vertrauen aufbaut, eher länger) - vielleicht arrangiert er sich aber lieber mit der Situation und ist froh dem ganzen Dilemma zu entkommen. Das weiß man nicht. Bei meinem Freund war es Letzteres (da war allerdings kein Kind im Spiel)
Das würde aber bedeuten, dass du dann erst Mal alleine dastehst - kriegst du dahin? Hast du irgendwo Unterstützung? Ich hätte da Angst vor, aber Ängste sollten einen nicht an den richtigen Entscheidungen hindern.

Naja, so viel zu meiner Einschätzung des Ganzen.
Oder du machst halt weiter bisher und lebst in einer Beziehung, in die du kein Vertrauen hast.
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mesut976
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Anmeldungsdatum: 15.02.2015
Beiträge: 926

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2017 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

Dein Freund hatte vorher anscheinend schon genug Probleme, wenn er sich dauernd berauscht hat. Und nun kommt eine Frau und ein Kind dazu, er weiß doch nichtmal mehr wo rechts und links ist.

Und wegen der Überforderung wird er eben Aggressiv, das ist alles völlig normal...

Was willste jetzt machen ?

Wenn es unerträglich wird, dann erstmal getrennte Räumlichkeiten, wobei das dann eigentlich in seine Karten spielt. Er berauscht sich dann weiter und seine Welt ist wieder in Ordnung. Für deine Welt wird dann immer weniger Platz da bleiben, denn ich glaube kaum, das er dann nach 14 Tagen wie verwandelt in die Vaterrolle hüpfen kann

Er muss jetzt langsam raffen, das er eine Verantwortung hat und Vater ist. Niemand wird als Vater geboren, die wachsen da alle rein oder tasten sich an die Vaterrolle ran.

Aber mit "hör mit den Drogen auf" wirste nichts erreichen, auf Dauer muss er aber aufhören oder eben nur auf ein paar mal im Monat reduzieren oder du brauchst viel Geduld und ziehst dann beide durch, also dein Kind und den Papa...
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2017 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Die Geschichte ist hier schon unzählige Male erzählt worden, eigentlich immer mit dem gleichen Schluss. Es bringt einfach nichts, jemanden zum Aufhören zu "zwingen". Das muss schon von einem selbst kommen. Ansonsten fängt die Person einfach das Lügen an. Wie gesagt, das wurde hier schon sehr oft fast exakt so beschrieben und es gab nie die "gewünschte" Entwicklung.
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2017 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
Der Junge ist von seiner Vaterschaft völlig überfordert, mag das aber nicht zugeben.


Immer diese weitreichenden Schlüsse... Im Text steht nur, dass es nicht mit den Drogen aufhören will. Warum das so ist, steht da nicht. Vielleicht gefällt es ihm einfach und er sieht nicht ein, warum er es jetzt lassen soll, weil er Vater ist. Wie wäre die Situation, wenn er jedes Wochenende in die Kneipe ginge? Das haben die Väter wohl schon seit Jahrhunderten so getrieben und da hieß es auch nicht, sie seien "überfordert". Im Einzelfall mag das so sein, aber so eine Pauschalaussage halte ich für unangebracht.
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mesut976
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 15.02.2015
Beiträge: 926

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2017 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Da steht der Kerl ist 22 und hat eine große Drogenvergangenheit, die hat er bestimmt nicht aus Lust und Laune . . . .. . Und so ein Kind bedeutet viel, wirklich SEHR viel Verantwortung . . .. .

Und Surreal, ohne Grund schießt sich keiner so übel ab . . . .er ist hochgradig anhängig und stellt alles hinten dran...vielleicht kannst du das nicht nachempfinden, weil du noch nie so abhängig warst ...
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2017 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sage nur, dass man dieses Verhalten nicht einfach so damit erklären kann, dass er mit seiner Vaterrolle überfordert sei. Allein deshalb schon nicht, weil er nicht damit angefangen hat, nachdem er Vater geworden war.
Außerdem geht es doch nur ums Wochenende. Von so einer drastischen Abhängigkeit würde ich da nicht sprechen. Natürlich kann jemand auch so süchtig sein, aber ein Extremfall ist das für mich nicht.
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2017 17:37    Titel: Antworten mit Zitat

Und, wie gesagt, dass die Väter sich am Wochende in der Kneipe die Kante gegeben haben, das war Jahrhunderte lang Gang und Gäbe. Da ist niemand auf die Idee gekommen, zu sagen, die seien mit der Vaterschaft überfordert. Ich finde es ja gut, dass die Rollen nicht mehr so zementiert sind, und die Meinung, die Frau habe zuhause zu bleiben, damit der Mann sich besaufen kann, nicht mehr haltbar ist. Aber darum geht es hier ja nicht, denn die Frau will ja gar nicht feiern gehen. Und für sie ist es klar, dass der Mann das genauso handhaben muss. Wenn der es selbst nicht so sieht, hat man einen Konflikt. Für mich ist aber nicht so klar, wer da nun der "Schuldige" ist, oder ob da nicht ein Kompromiss möglich wäre usw.
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Prelux
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 22.05.2015
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 21. Jan 2017 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich komme mal von einer anderen Seite:

Meine Freundin hat sich nach 5 Jahren Beziehung von mir getrennt wegen dem
weißen Dreck. Und dabei ging es nicht ums Geld oder das Ziehen per se. Wir
sind beides Studenten und gehen arbeiten, Geld war also kein Problem so billig
wie die Plempe ist.

Auch das Ziehen war kein Problem. Wir sind beide Mitte 26 und sie hatte mal
ne wilde "Druffi-Phase" mit so 20 in der Abizeit, ich hab mit dem Ziehen erst
mit 22 angefangen, hatte davor nie damit Kontakt. Das erste mal war an Silvester
wo sie noch mal ne Nase mitgezogen hat. Sie hat schnell gemerkt, dass mir das
Zeug sehr gut taugt und ich relativ flott alle zwei Wochen, dann wöchentlich
auf Speed war. Anfangs nur eine Nacht durchgemacht, ihr auch immer gesagt
wenn ich druff war.

Der Abstieg bei uns kam eben, wie du schon geschrieben hast, durch die
Gefühlskälte. Nach ca 1 Jahr mit Speed, lag mein Verbrauch bei mind. 10gr
im Monat. Studium hab ich alles weiterhin hinbekommen, aber ich war halt 3-4
Tage am Stück Wach, und war dann in den paar Tagen Pause immer sehr Müde,
antriebslos und vor allem ihr gegenüber kalt, abweisend und sehr passiv. Auch
hatte ich keine große Lust was zu unternehmen und auf Streit schon gar nicht.

Ich habe zwar wahrgenommen, dass ich mich anders verhalte, aber nicht
das ich mich um 180° gedreht hab. Was soll ich sagen? Es gab einige Gespräche
das ich kürzer treten soll und der Konsum immer exzessiver wurde, nach
Weiteren 3-4 Monaten hat sie sich dann getrennt. Ich ziehe zwar heute noch
in den Semesterferien wenn es sich anbietet, aber die Trennung war für mich
ein Schlag ins Gesicht, nachdem ich 12 Monate keinerlei Drogen mehr anfasste.
Kein Alk, Koffein, Amphetamin - nichts mehr. Bin ziemlich depressiv geworden,
weil als mein Kopf nach einigen Wochen ohne Speed wieder klar war ich
bemerkte, was ich da eigentlich verloren habe und wofür. Dafür hasse ich mich
heute noch - denn auch die Gefühle zu ihr waren Clean dann wieder präsent.

Heute muss ich sagen, es war heilsam und eine Lektion die ich lernen musste.
Es gibt zwei Möglichkeiten. Wenn du dich trennst kann das für ihn der
Paukenschlag sein, das Leben mal wieder ernster zu nehmen, oder er stürzt
komplett ab, was er dann vllt. brauch.

In jedem Fall, falls du dich trennst, mach da keine On / Off Beziehung draus.
Dann wird sich das Theater in Dauerschleife wiederholen.
Verbieten bringt übrigens nichts, dann wird er dich nur weiter belügen. Wenn
du dich nicht trennen möchtest fang erst mal so an, dass du einfach von ihm
möchtest, dass er dir ehrlich bescheid sagt wenn er losgeht zum ballern - du ihm
deswegen aber keinen Stress machst. Wie und ob er aufhört ist seine Sache, da
kannst du ihm nicht helfen. Mit Kontrolle machst du es nur schlimmer weil er
alles verstecken wird und das führt nur zu Stress der die Beziehung zusätzlich
belastet.

Viel Kraft und viel Glück euch beiden.
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mesut976
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 15.02.2015
Beiträge: 926

BeitragVerfasst am: 21. Jan 2017 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Prelux hat Folgendes geschrieben:
Ich komme mal von einer anderen Seite:

Meine Freundin hat sich nach 5 Jahren Beziehung von mir getrennt wegen dem
weißen Dreck. Und dabei ging es nicht ums Geld oder das Ziehen per se. Wir
sind beides Studenten und gehen arbeiten, Geld war also kein Problem so billig
wie die Plempe ist.

Auch das Ziehen war kein Problem. Wir sind beide Mitte 26 und sie hatte mal
ne wilde "Druffi-Phase" mit so 20 in der Abizeit, ich hab mit dem Ziehen erst
mit 22 angefangen, hatte davor nie damit Kontakt. Das erste mal war an Silvester
wo sie noch mal ne Nase mitgezogen hat. Sie hat schnell gemerkt, dass mir das
Zeug sehr gut taugt und ich relativ flott alle zwei Wochen, dann wöchentlich
auf Speed war. Anfangs nur eine Nacht durchgemacht, ihr auch immer gesagt
wenn ich druff war.

Der Abstieg bei uns kam eben, wie du schon geschrieben hast, durch die
Gefühlskälte. Nach ca 1 Jahr mit Speed, lag mein Verbrauch bei mind. 10gr
im Monat. Studium hab ich alles weiterhin hinbekommen, aber ich war halt 3-4
Tage am Stück Wach, und war dann in den paar Tagen Pause immer sehr Müde,
antriebslos und vor allem ihr gegenüber kalt, abweisend und sehr passiv. Auch
hatte ich keine große Lust was zu unternehmen und auf Streit schon gar nicht.

Ich habe zwar wahrgenommen, dass ich mich anders verhalte, aber nicht
das ich mich um 180° gedreht hab. Was soll ich sagen? Es gab einige Gespräche
das ich kürzer treten soll und der Konsum immer exzessiver wurde, nach
Weiteren 3-4 Monaten hat sie sich dann getrennt. Ich ziehe zwar heute noch
in den Semesterferien wenn es sich anbietet, aber die Trennung war für mich
ein Schlag ins Gesicht, nachdem ich 12 Monate keinerlei Drogen mehr anfasste.
Kein Alk, Koffein, Amphetamin - nichts mehr. Bin ziemlich depressiv geworden,
weil als mein Kopf nach einigen Wochen ohne Speed wieder klar war ich
bemerkte, was ich da eigentlich verloren habe und wofür. Dafür hasse ich mich
heute noch - denn auch die Gefühle zu ihr waren Clean dann wieder präsent.

Heute muss ich sagen, es war heilsam und eine Lektion die ich lernen musste.
Es gibt zwei Möglichkeiten. Wenn du dich trennst kann das für ihn der
Paukenschlag sein, das Leben mal wieder ernster zu nehmen, oder er stürzt
komplett ab, was er dann vllt. brauch.

In jedem Fall, falls du dich trennst, mach da keine On / Off Beziehung draus.
Dann wird sich das Theater in Dauerschleife wiederholen.
Verbieten bringt übrigens nichts, dann wird er dich nur weiter belügen. Wenn
du dich nicht trennen möchtest fang erst mal so an, dass du einfach von ihm
möchtest, dass er dir ehrlich bescheid sagt wenn er losgeht zum ballern - du ihm
deswegen aber keinen Stress machst. Wie und ob er aufhört ist seine Sache, da
kannst du ihm nicht helfen. Mit Kontrolle machst du es nur schlimmer weil er
alles verstecken wird und das führt nur zu Stress der die Beziehung zusätzlich
belastet.

Viel Kraft und viel Glück euch beiden.


sehr gut reflektierter Beitrag mit dem Hinweis was Drogen anrichten.

Danke dir, viele wollen das nicht wahrhaben und redet sich das oft schön oder verharmlosen das immer...
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 21. Jan 2017 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Also, ich zumindest sage nicht, dass so ein regelmäßiger Konsum in jedem Fall ohne Probleme bleiben wird. Je nach Droge wird es wohl sogar meistens Probleme geben. Mir ging es nur um diese spezielle Erklärung. Außerdem finde ich, dass manche eben ins andere Extrem schlagen, wenn sie jeden regelmäßigen Konsum gleich als extreme Abhängigkeit betrachten. Ich bin da eher für eine nüchterne Betrachtung, die davon absieht, die eigenen Vorurteile in die Interpretation eingehen zu lassen.
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Prelux
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 22.05.2015
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 3. Feb 2017 08:17    Titel: Antworten mit Zitat

surreal hat Folgendes geschrieben:
Also, ich zumindest sage nicht, dass so ein regelmäßiger Konsum in jedem Fall ohne Probleme bleiben wird. Je nach Droge wird es wohl sogar meistens Probleme geben. Mir ging es nur um diese spezielle Erklärung. Außerdem finde ich, dass manche eben ins andere Extrem schlagen, wenn sie jeden regelmäßigen Konsum gleich als extreme Abhängigkeit betrachten. Ich bin da eher für eine nüchterne Betrachtung, die davon absieht, die eigenen Vorurteile in die Interpretation eingehen zu lassen.


Naja wir besprechen hier ja den Fall vom Anfangspost.
Er belügt seine Freundin um ziehen zu gehen, entwendet Geld aus der gemeinsamen
Kasse und lügt auch hier bezüglich dessen, das er damit wohl
das Zeug kauft. Er macht sich massive soziale Probleme (Beziehung, Geld)
nur um am Wochenende Speed zu nehmen - das sind durchaus genug
Anhaltspunkte um von Sucht zu sprechen. Sucht heißt ja nicht, dass man
nur noch für den Stoff lebt, das fängt irgendwann eben mal langsam an. Und
drückt sich auch von Droge zu Droge verschieden aus.
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