suchtverständnis

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joe
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 914

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 10:52    Titel: suchtverständnis Antworten mit Zitat

guten tag,
hallo neb, du hast neulich mal von deinen 20 jahren sub geschrieben, und gesagt, zu der zeit warst du nicht süchtig. richtig?
jedenfalls für mich mal anlass, was zu meinem suchtverständnis zu schreiben.

ich glaube, das es bei meiner sucht nicht um eine bestimmte substanz geht. ich bin süchtig, und das hat auswirkungen auf mein gesamtes leben, auch wenn ich clean bin.
es gibt einen körperlichen aspekt, der sich in erster linie in dem ausagieren der besessenheit drogen zu nehmen äussert. als ich clean wurde, habe ich dann festgestellt, das es auch noch andere arten gibt meine sucht auszuleben.
diese sogenannte suchtverlagerung.
ansonsten ertappe ich ich immer wieder dabei meine handlungen zu rechtfertigen oder auch zu leugnen. ihr kennt das alle, "ich war das nicht", "andere sind doch viel schlimmer" usw.
und dann gibts da noch diesen seelischen aspekt, dauernde selbstzentriertheit, misstrauen, angst, wut, minderwert,depris.

wahrscheinlich war ich schon vor meiner drogenzeit süchtig. aus der rückschau erschliesst sich das jedenfalls für mich so.
danke fürs lesen.
joe, heute nehme ich mal wieder nix
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin nur von bestimmten Substanzen abhängig und das hat sich im Laufe der Zeit auch verändert. Zuerst bin ich irgendwann darauf gekommen, abends Alkohol zu trinken, um mich zu entspannen. Ich konnte zu der Zeit nicht "abschalten" und dabei hat der Alk (anfangs) sehr geholfen. Dann habe ich die Opiate entdeckt und damit ging es noch besser. Außerdem konnte ich diese Drogen auch tagsüber, während der Arbeit bzw. des Studiums, nehmen, ohne, dass mich das eingeschränkt hätte. Und so habe ich es dann auch gemacht. Der Alk hat in der Folge ein Attraktivität verloren und ich habe nur noch getrunken, wenn ich keine Opiate hatte.
Mittlerweile ist es so, dass es mir nur noch etwas schwerer fällt, den Opiatkonsum zu begrenzen und zu kontrollieren. Aufs Betrunkensein habe ich einfach keine Lust mehr. Von daher würde ich auch nicht sagen, dass ich noch alkoholabhängig bin. Eine "süchtige Persönlichkeit" schreibe ich mir auch nicht zu, da ich die weitaus längste Zeit meines Lebens keine solchen Probleme hatte (obwohl ich durchaus immer wieder mal Drogen genommen hatte). Und es scheint auch so zu sein, dass die Abhängigkeit früher stärker war als heute. Denn es fiel mir schon eine Weise sehr schwer, mich zu kontrollieren bzw. es hat nicht funktioniert. Heute muss ich mich zwar immer noch gelegentlich zwingen, nicht zu konsumieren, aber die meiste Zeit geht es einfach so.

Was die Idee angeht, dass man vorher schon süchtig war: es wurde mal gesagt, dass Opiatabhängige vielleicht ursprünglich schon einen Mangel in ihrem "Endorphinsystem" hatten, und das könnte ich mir bei mir gut vorstellen, da gerade die Opioide auf mich wirklich so gewirkt haben, als wäre mein Zustand damit endlich "richtig". Es kam mir weniger wie ein Rausch vor als wie "Korrektur". Allgemein denke ich aber, wie gesagt, nicht, dass ich eine "süchtige Persönlichkeit" habe. Ich will jedoch nicht ausschließen, dass es so etwas in der Art gibt. Nur, dass es in jedem Fall so sein muss, schließe ich aus.
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mikel015
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 2930

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Die Gründe für den Drogenmissbrauch liegen sowieso ganz woanders. In einer Gesellschaft, wo man von kleinauf eingetrimmert bekommt: Konsumiere, konsumiere, konsumiere und "schnella, höha und weita", muss man sich nicht wundern, wenn die Leute das auch auf Drogen anwenden und entsprechende Probleme bekommen.Dazu kommen natürlich noch Dinge wie Perspektivenlosigkeit, mangelnde soziale Anerkennung dazu.
In der Illegalität schweigen nämlich die Konsumenten, solange bis es "zu spät" ist, weil sie aus Angst vor Strafverfolgung lieber den Mund halten und in den dunkelsten Ecken konsumieren.
Wie wäre es, wenn man sich mal fragst, WARUM die Leute konsumieren, OHNE darüber nachzudenken? Sprich mal wirklich an die Ursachen rangeht, anstatt nur über Symptome nachzudenken...ist ja auch viel einfacher, wenn man Scheiße baut, zu sagen: Oh die pöööööööööhse Droge (Sündenbockphänomen) hat mich kaputt gemacht anstatt mal ein wenig Ehrlichkeit gegenüber sich selbst zu haben und zugegeben das man SELBST der Einzige ist, der daran Schuld hat, denn KEINE(!) Substanz macht bereits beim erstem Konsum süchtig. Es dauert immer seine Zeit, bis der Körper sich daran gewöhnt hat und es zu einer Verschiebung des neurologischen Gleichgewichts kommt.
Jeder Konsument, der mit DROGE umgehen kann ist ein Beweis dafür, daß es nicht an den Drogen selbst liegt. Dosis facit venom (die Dosis macht das Gift)!


so long
Mikel
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2337

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube nicht das jemand Schuld hat an meiner Abhängigkeit.
Höre diesen Begriff mittlerweile nicht mehr gerne. Ich versuche ohne diesen Begriff zu leben - fühlt sich besser an.
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Also, ich werde von der Konsum- und Leistungsgesellschaft nicht sonderlich beeinflusst. Gut, ich habe ehrgeizige Ziele, aber nicht, weil ich meinte, ich müsse irgendetwas beweisen oder ich würde sonst nicht anerkannt oder so etwas.
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1651

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

huhu.
ja, das stimmt schon so.
Also hier wäre das Wort "Suchtstruktur" in der Persönlichkeit richtig, und jeder "Verbot" hat dann eine Verlagerung (evtl nicht-stofflicher Art: exzessive viel Sex, Spielsucht, Arbeitssucht, Sport-sucht, chronische Nörgelei, Drama-Sucht, Streit-Sucht) zur Folge, es sei denn man schafft es tiefgreifend, den Geist zu beruhigen mit Hilfe von Meditation oder anderem...

Surreal, dich lese ich ja immer gerne und du bist auch einer der wenigen, der hier konstant stabil rübekommt (abgesehen von den paar "Kopfschmerz-tagen")

Und interessant fand ich, dass du bei dir den gemäßigten Opiat-Konsum eher als "Korrektur" denn als "Rausch" siehst... Wink Idea also ich denke auch, du hast keine süchtige Persönlichkeits-struktur, quasi "angeboren" / genetisch vererbt.
Auch den Hinweis auf einen genetisch bedingten Opiatmangel (wenn auch schon oft hier thematisiert) hat seine Berechtigung! Sehe ich exakt genauso, und habe das auch als Erklärung meinem Hausarzt für die weitere Verschreibung von Oxycodon SO gesagt. Er meinte, "Joah, kann sein, aber sie könnten ihr Opiat-system evtl mit nichtstofflichen Mitteln wieder auf Trapp kriegen"- stellte aber, dies dahersagend, das nächste Rezept aus (ich denke, er weiß, was ich meine!)-
Bei uns Junks sind eben bestimmte Systeme, die für die Ausschüttung von Glückshormonen zuständig sind, träge, bzw. springen erst bei "einer hohen Reizschwelle" an- oder wir sind einfach anspruchsvoller, was das Erleben von "Zufriedenheit / Glück / Gut-Drauf-Sein" betrifft! *leucht* Idea Idea Idea

Ich trinke seit ein paar Tagen kaum noch Alk (nur so ein Bierchen am Tag) und damit gehts mir besser,- k.A. wieso, aber ich hatte auf einmal einfach keinen Bock mehr auf diese 2 Liter, nach denen dann endlich (in Kombi mit zig Pillen) eine Art "rauschhaftes Erleben" eintritt... Arrow mal sehen- also "chronisch" ist das jetzt auch nicht der Zustand, den ich lebbar finde. Eben okay.

Also ich denke schon, dass ich Sucht-strukturen habe, auf jeden Fall mehr als surreal, aber was Opiat betrifft, ist es schon komisch, zumal ich auch die Dosis innerhalb eines Jahres nicht nennenswert erhöht habe (deshalb kam mir auch der Gedanke der "Kompensation" / "Korrektur" im System, so wie von surreal dargelegt.
Dann wären Opiate keine Droge, sondern eben eher "Medikament", so wie ich finde, dass THC bei vielen ADHSlern auch keine Droge ist, sondern (ohne Beikonsum) wie ein Regulativ fungiert.
Soviel von mir erstmal dazu.
Lieben Gruß in die Runde!
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Praxx
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2843

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Es hat schon seinen Grund, warum die US-Psychiater im DSM V, dem neuesten Diagnose-Handbuch, auf "Abhängigkeit" als eigenständige Krankheitsentität verzichtet haben - dort gibt es nur mehr die "Substanzgebrauchsstörung" in unterschiedlichen Schweregraden. Damit wird der 100-jährige Krieg darum beendet, wann jetzt eigentlich die "Sucht" beginnt.

Wo liegt die Schwelle zwischen "schlechter Angewohnheit" (wie Nägelkauen oder Nasebohren) und "unheilbarer Krankheit"?

Süchtig ist, wer seine Entscheidungsfreiheit hinsichtlich des Konsums verloren hat: Weder der abstinente noch der aktive Süchtige kann frei entscheiden, ob er konsumiert oder nicht - nur mit unterschiedlichem Vorzeichen.

"Suchtverlagerung" ist übrigens ein Phänomen, das nur auftritt, wenn äußerer Druck den Verzicht auf das Suchtmittel erzwingt.

Bei verhaltenstherapeutischen Selbstkontrolltrainings (zB KISS oder kT) hat sich das Gegenteil gezeigt: Selbstbestimmt verbesserte Kontrolle des Konsums einer Substanz führt auch zu einer besseren Kontrolle anderer Substanzen.

"Spread Out" nennt sich das, wenn die Teilnahme an einem Programm zur Verminderung des Kokainkonsums gleichzeitig zu einer Verminderung des Heroin-BK in der Substitution und einer Verminderung des Alkoholkonsums führt

Der "Leistungsgesellschaft" den schwarzen Peter zuzuschieben, hilft auch nicht weiter. Gerade hier, wo der Sozialstaat jeden auffängt und in seiner Hängmatte pampert, der sein Leben nicht auf die Kette kriegt... Da ist eher der Sozialstaat "schuld" daran, dass die Notwendigkeit einer Veränderung weniger dringlich erscheint. Es steht ja niemand vor der Wahl, entweder an seinem Konsum was zu ändern oder zu verhungern oder zu erfrieren...

LG

Praxx
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1651

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

naja, guter Text, Praxx, - aber "Suchtverlagerung" findet eben meistens auch dann statt, wenn der Betroffene sich den Verzicht auf Drogen (wg. der "Vernunfts-erkenntnis", das sämtliche Aspekte der Person Schaden dadurch erleiden) selbst auferlegt.
Question Arrow Idea
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schattengewächs
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1651

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

uähhh... keine Antwort auf dieses so hochinteressante Thema! Confused
Aber evtl mag Praxx mich ja auch nicht so arg, weil ich ja "einer von denen bin, die sich es sich so gemütlich wie möglich machen, auf Kosten des Staats"- obwohl, naja, das war jetzt auch nicht richtig.
Wenn ich mich einklinken würde als Teil der Leistungsgesellschaft (siehe mikels post) bräuchte ich viiiiiel mehr Tranquillizer abends zum "abschießen" und ständig sehr teure "Kuren" zwecks Regeneration usw...
Also pi mal Daumen bin ich für die Gesellschaft nur ne "Last"- egal, für welchen Lifestyle ich mich entscheide als HSP mit Suchtstrukturen.

Aber das ist doch mal ne Diskussion wert, Leute! Was ist denn los.
Hier sind sämtliche coole Leutz einfach von der Bildfläche verschwunden, so nebenbei! why?


Ich find echt, Menschen haben den Charakter von Tieren.

Und es gibt echt den Typus Mensch, den vergleiche ich mit einer Kuh!
Die kann man einfach so auf die Weide stellen, die mampft ihr Gras und ist damit weitgehend glücklich... die läuft nicht zu "Hochtouren auf" wie ein Löwe, wenn er Fleisch wittert oder so...
Und ich denke, keiner von uns Drogisten hat den Habitus einer friedlich vor sich hingrasenden und leicht zufriedenzustellenden Kuh, oder?

Oder ist es einfach eine "niedrige Frustrations-toleranz"-
Warum können manche Menschen einfach "nicht schöne Zustände" irgendwie besser aushalten, bzw. sagen sich "während der Arbeitszeit"- hoffentlich ist das bald geschafft und ich kann mich danach mit meinen "drugs" belohnen... traurig, aber wahr.

Egal. Ich habe wohl gerade einen difusen Laber-drang. Sorry. Keiner muß darauf antworten, ist ja klar. Bin eh mit dem Monologisieren schon zufrieden.
Somehow. Aber ne "Kuh" bin ich nicht! Idea
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Soltau
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1565

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:
uähhh... keine Antwort auf dieses so hochinteressante Thema! Confused
Aber evtl mag Praxx mich ja auch nicht so arg, weil ich ja "einer von denen bin, die sich es sich so gemütlich wie möglich machen, auf Kosten des Staats"- obwohl, naja, das war jetzt auch nicht richtig.
Wenn ich mich einklinken würde als Teil der Leistungsgesellschaft (siehe mikels post) bräuchte ich viiiiiel mehr Tranquillizer abends zum "abschießen" und ständig sehr teure "Kuren" zwecks Regeneration usw...


Ich find echt, Menschen haben den Charakter von Tieren.



Wieso beteiligst du dich nicht an der Gesellschaft schattengewächs evtl. bräuchtest du dann abends nichts mehr zum runter kommen, sondern wärst ausgepowert und platt, dass du von selbst ganz ruhig wirst und einfach nur froh bist auf deiner Couch den Abend zu verbringen.
Dann wäre auch dieses miese Gefühl weg, auf Staatskosten zu leben und andere schuften dafür täglich für dich mit.

Menschen wirst du nicht mit Tieren vergleichen können, kein Tier ist süchtig und wenn der Löwe nach Fleisch giert, dann auch nur weil er Hunger hat und wenn er satt ist, ist damit auch Ruhe. Oder wie meintest du das?

Soltau
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1651

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

also, ganz verkehrt ist das, was du da sagst, nicht, soltau! Shocked
Ein geregelter Tag mit Arbeit würde evtl dazu führen, dass ich abends nur noch "fix und foxi" apathisch vor der Glotze sitzen kann oder direkt einratze, ohne Drogen zu konsumieren.
Aber!
Das wäre für mich keine Alternative, somehow.
Ich kenne mich dafür gut genug und meine Entscheidungen resultieren immer aus einem langen "Abwiegeln der Für s und Wieder s" -
man kann das "verurteilen" (wie meine Familie auch, z.B) oder versuchen, sich in meine Lage zu versetzen.
Wenn die Arbeit nicht meine Leidenschaft wäre, dann würde ich "mit Drogen kompensatorisch intervenieren müssen"!
Und dann bekäme ich mit Mitte 40 Krebs, bräuchte Chemo- und Bestrahlung (sehr teuer!) - so lebe ich eben "grundabgesichert & durchschnorrend" irgendwie weiter, ohne dass wirklich "exorbitant hohe Kosten" für den Staat entstehen... obwohl - naja...
Aber das Thema ist einfach zu "hot" um hier rumzudiskutieren. Natürlich bin ich auch somehow "traumatisiert" und deshalb "nicht belastbar"- und auf einen 1 Euro Idioten-job hab ich auch keinen Bock.
So, das geht jetzt in ne Richtung, die nicht zum Thema passt... sorry.

klar, Tierarten haben charaktertypische Eigenschaften.
Ich bin schon eher der Typ "Raubkatze" , um ehrlich zu sein.
Klar, ich chille am liebsten. Aber wenn s ums Überleben geht, kann ich auch noch zurückgreifen auf "eingelagerte Energien"- sporadisch eben, kurz mal Vollgas geben um dann wieder lange zu Chillen. Das wäre mir "wesensverwandt" sozusagen.
Deshalb auch meine sehr ausgeprägte Liebe zu Katzen...
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Soltau hat Folgendes geschrieben:
kein Tier ist süchtig


Antilopen verfallen dem Opium

Laughing
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andy1977
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Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu,

ich glaub die haben es sogar geschafft seesterne kokain abhaengig zu machen.

lg andy
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
Süchtig ist, wer seine Entscheidungsfreiheit hinsichtlich des Konsums verloren hat: Weder der abstinente noch der aktive Süchtige kann frei entscheiden, ob er konsumiert oder nicht - nur mit unterschiedlichem Vorzeichen.


Ich habe eine Zeit lang, vielleicht so ein Jahr, so getrunken, dass ich laut den gängigen Diagnosekriterien sicher als "abhängig" diagnostizierbar war zu der Zeit. Nun kann ich aber problemlos mal ein Glas trinken und verliere dabei nicht die Kontrolle, bekomme nicht einmal Lust auf mehr.
War ich jetzt zu diesem früheren Zeitpunkt süchtig oder nicht?
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Soltau
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1565

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2017 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:

Ein geregelter Tag mit Arbeit würde evtl dazu führen, dass ich abends nur noch "fix und foxi" apathisch vor der Glotze sitzen kann oder direkt einratze, ohne Drogen zu konsumieren.
Aber!
Das wäre für mich keine Alternative, somehow.

.. oder versuchen, sich in meine Lage zu versetzen.
Wenn die Arbeit nicht meine Leidenschaft wäre, dann würde ich "mit Drogen kompensatorisch intervenieren müssen"!
Und dann bekäme ich mit Mitte 40 Krebs, bräuchte Chemo- und Bestrahlung (sehr teuer!) ...


Wie ist deine Lage schattengewächs?

Wie mir scheint bist du noch jung, da gibts doch noch viele Möglichkeiten, als jetzt daran zu denken, was mit 40 J. los ist.
Ein Job kann Spaß machen und gibt einem das Gefühl, dass man sich selbst versorgen kann bzw. was Sinnvolles tut...

Was heitßt "traumatisiert", das kann doch verheilen, wenn du daran heilen magst.
Nun, ich kenne mich zu wenig aus mit deiner Situation; kommt mir halt immer etwas unlogisch vor, wenn jemand gerne nichts tut und sein Geld nicht selbst verdient, wenn auch körperlich möglich.

Soltau
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