Partner kifft viel zu viel

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Sola1704
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2014
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 3. März 2017 23:36    Titel: Partner kifft viel zu viel Antworten mit Zitat

Hallo liebe Community,

nach einigen Jahren Abstinenz hier im Forum, wende ich mich an euch, weil ihr mir damals sehr geholfen habt und ich eure Erfahrungsberichte aus erster Hand immer sehr geschätzt habe.

Ich kann es selbst noch nicht so richtig fassen, dass ich erneut hier gelandet bin.

Nachdem ich mich 2015 endlich erfolgreich und ohne Wiederkehr von meinem langjährigem Partner, dem Kokser, getrennt habe und mein Leben komplett umgekrempelt habe, erlebe ich gerade ein richtig böses Deja vû mit meinem jetzigen Partner. Schleichend hat es sich so entwickelt, dass er mittlerweile ca 2-4 ordentliche joints am Abend raucht. Das tut er tatsächlich jeden Abend. Ab und an komme ich heim und er ist zu nichts mehr in der Lage. Das ist in den letzten Wochen passiert, vorher war der Konsum kontrolliert, aber regelmäßig, was mich aber nicht besonders gestört hat. Heute habe ich gesehen, dass er offensichtlich sogar vor der Arbeit raucht und ich befürchte, dass das ein ungutes Ende nehmen könnte. Außerdem habe ich einfach die Schnauze voll davon, mich von diesem "Suchtis" so behandeln zu lassen. Ich habe gerade nach über 12 Jahren mit dem Rauchen aufgehört, was echt nicht so schlimm war, wie man denkt. Dann muss es doch möglich sein das Kiffen auf ein erträgliches Maß zu beschränken.

Er arbeitet in der Gastro, ich studiere auf meine alten Tage Tiermedizin (was mir wirklich alles an Kraft abverlangt) und er ist mittlerweile zu nichts mehr zu gebrauchen.

Spreche ich ihn direkt drauf an reagiert er total ungehalten und empfindlich darauf.
Ich will mich ja nicht wie seine Mutter aufführen oder aufgrund vergangener Erfahrungen total überzogen reagieren, aber mittlerweile bin ich einfach nur noch verärgert über sein Verhalten. Er ist faul, rücksichtslos, lustlos (bei ALLEM) und gleichgültig.

So, jetzt habe ich mich mal ausgekotzt. Jetzt, wie auch beim letzten Mal die Frage: was ist zu tun? Eigentlich bin ich mir ja bewusst, dass guter Rat hier teuer ist und es eigentlich wieder auf eine Trennung hinauslaufen wird.

Ich bin irgendwie ziemlich fassungslos darüber mir wieder so jemanden angelacht zu haben und sollte wohl mal mein Helfersyndrom behandeln lassen... Nichtsdestotrotz kann es doch echt nicht sein, dass man auf das Zeug nicht mehr verzichten kann und sich jeden Abend so endlos abschießen muss?!

Was hat das bei euch ausgelöst und wie seid ihr da wieder rausgekommen? Gibt's da überhaupt sowas wie einen Hoffnungsschimmer oder ist die Schlacht schon verloren?

Bin dankbar für Tips, Anregungen, Ratschläge, Erfahrungsberichte etc.
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MissElly
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 424

BeitragVerfasst am: 4. März 2017 08:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sola,

Tipps kann ich dir nicht wirklich geben. Du weißt ja aus deinen vorherigen Erfahrung mit einer süchtigen Person, dass man da leider als Partner sowieso nur bedingt bzw. nichts machen kann wenn der Betroffene selbst kein richtiges Interesse daran seinen Konsum zu verändern.
Du könntest als höchsten mal abchecken wenn du das nicht eh schon längst getan hast wie das bei deinem Freund aussieht. Was denkt er über seinen Konsum, findet er es selbst zuviel und würde eigentlich schon etwas daran ändern? Ist die Bereitschaft dazu ernsthaft vorhanden könntest du wenn du es denn auch willst ihn unterstützen usw. Aber wie gesagt, wenn du schon mal Erfahrungen mit einem abhängigen Partner hattest, ist das ja leider nix neues für dicch, ich denke mal du weißt dann so ungefähr wie der Hase läuft.
Du musst dir eben überlegen in wie weit du das alles mitmachen willst, aber das weißte auch eh selbst Wink

Was deine Frage zum Kiffen betrifft. Sicher kann man auf das Zeug verzichten und sich auch einschränken. Aber die Frage ist halt will man das auch bzw. kann man das noch so einfach?
Klar im Vergleich zu anderen Drogen ist Cannabis evtl. eher milde. Aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, so ne Cannabisabhängigkeit ist unter Umständen auch nicht mal so eeben abzustellen und da kann auch das reduzieren echt schwer fallen.
Ich selber war lange Jahre bevor ich mit anderen Drogen Probleme bekam meiner eigenen Ansicht nach relativ stark abhängig von Cannabis. Mein Konsum war sehr hoch, war eigentlich ständig bekifft auch oft schon morgens erstmal einen geraucht. Abends immer richtig Gas gegeben, ich hatte sonst gar keine Chance einzupennen. Naja und ich habe soooo oft versucht zu reduzieren oder aufzuhören, ist mir nie gelungen.
Habe es erst geschafft auch das Kiffen hinter mir zu lassen als ich schon längst mit anderen Drrogen Probleme hatte und dann beschloss mit allem aufzuhören.
Was ich damit sagen will, es gibt durchaus Leute denen es sehr schwer fällt mal eben mit dem Kiffen aufzuhören. Abgesehen davon, häufig schiebt man auch durch das ständige bekifft sein irgendein anderes Problem beiseite. Weißt du da was bei deinem Freund?

Alles Gute Missy
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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2392

BeitragVerfasst am: 4. März 2017 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich keine Psychose gehabt hätte, würde ich heute noch kiffen.
Ein anderer Mensch hätte mich davon nicht abhalten können, denke ich.
Sieh´s ein - anderer Stoff - gleiches Thema.
Du kannst andere nicht ändern - nur dich selbst.
Mach die Biege und gut ist - und achte halt mal drauf, dass du dir mal einen anlachst, der keine Drogen nimmt Wink Ist auch ganz nett!
Grade Kiffer sind für aktive Menschen mit nem Funken Ehrgeiz auf Dauer schwer zu ertragen (musste ich auch einsehen). Man stumpft ab, man ist antriebslos, "zu nix zu gebrauchen". Ja die Erfahrung hab ich auch gemacht, insbesondere wenn an freien Tagen dann auch direkt schon morgens gekifft wird - dann is echt gar nix mehr an Aktivität da.
Also entscheide dich, ob du das so akzeptieren kannst - und wenn nicht, dann geh deiner eigenen Wege. Anders gehts nicht.
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Lillian
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3805

BeitragVerfasst am: 4. März 2017 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Suuch erst einmal das Gespräch und versucht heraus zu finden, warum er sich abends so abschießt. Vielleicht fehlt ihm in eurer Beziehung ja auch etwas.

Es kann natürlich 1000 Gründe habe. Ich würde mich nicht gleich trennen., Das kann man immer so lieicht schreiben, nur wer loebt, dem ist damit nicht sonderlich geholfen und trennen kannst Du Dich immer noch.

Arbeitet zusammen an einem clenanen Leben und/oder einigt euch für 1 Joint vor'm schlafen gehen.

Was auch immer und wie immer auch Dein/Euere Wünsche aussieht. Aber erst einmal reden. Nicht gleich fallen lassen !
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Schlaumeier
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 1567

BeitragVerfasst am: 4. März 2017 15:55    Titel: Re: Partner kifft viel zu viel Antworten mit Zitat

Sola1704 hat Folgendes geschrieben:
erlebe ich gerade ein richtig böses Deja vû mit meinem jetzigen Partner.

... er ist zu nichts mehr in der Lage. ... ich befürchte, dass das ein ungutes Ende nehmen könnte. Außerdem habe ich einfach die Schnauze voll davon, mich von diesem "Suchtis" so behandeln zu lassen.

... er ist mittlerweile zu nichts mehr zu gebrauchen.

... reagiert er total ungehalten und empfindlich darauf.

...Er ist faul, rücksichtslos, lustlos (bei ALLEM) und gleichgültig.

Hi sola,
trenne doch einfach mal das oben Zitierte vom kiffen. Egal wer oder was verantwortlich fuer sein Verhalten ist, moechtest Du unabhaengig vom Drogenkonsum mit einem Mann zusammen leben der so drauf ist?
Wie Du schon schreibst, Du bist nicht seine Mutter. Seine Therapeutin schon gar nicht.
Aber das weisste ja alles, haste sogar ne Loesung parat "Eigentlich bin ich mir ja bewusst, dass guter Rat hier teuer ist und es eigentlich wieder auf eine Trennung hinauslaufen wird. ... Ich bin irgendwie ziemlich fassungslos darüber mir wieder so jemanden angelacht zu haben...".
Na ja, konnteste ja vorher nicht wissen wie er/es sich entwickelt. Ich kenne genug Kiffer die unternehmungslustig, nett, ruecksichts-l und liebevoll sind. Mann muss nicht immer alles auf den Drogenkonsum schieben. Mann kann auch nuechtern zum faulen Arsch werden.

Natuerlich kannste auch das Gespraech suchen, wieder und wieder. Bla bla bla trallala, kennste sicher auch alles. Der kifft, das anscheinend gerne, exzessiv und mit fuer Dich unertraeglichen Kolateralunzulaenglichkeiten. Wenn er bis jetzt nicht mitbekommen hat das was falsch laeuft, wird da denke ich nix mehr kommen ... Wink
Manchmal muss mann loslassen. Shocked
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Sola1704
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 31.08.2014
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 4. März 2017 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für eure geduldigen Antworten. Es tut wirklich gut zu hören, dass ich mit meinen Befürchtungen anscheinend ziemlich richtig liege.

Ich bin jetzt eigentlich wirklich auf einen Partner angewiesen, der mich unterstützt. Aber egal, wie oft ich ihm das sage, egal ob ich das Gespräch mit ihm suche um herauszufinden woran es liegt, ändern tut sich gar nichts.

Ich vermute, das ganze hat einiges mit seinem Selbstwert zu tun. Der ist nämlich ziemlich unterirdisch. Das ich nun eine akademische Laufbahn anstrebe scheint ihn irgendwie zu stören. Er redet öfter davon, dass ich mir eh einen anderen Mann suchen werde, der gebildeter und erfolgreicher ist als er etc.
Manchmal bekomme ich sogar glatt den Eindruck er boykottiert uns extra, als wolle er mich "loswerden". Er kennt meine Vergangenheit und ich dachte eigentlich auch, dass ich klargemacht hätte, dass ich so etwas nicht erneut tolerieren werde. Und trotzdem führt er sich so auf.

Das er erfolglos im Job ist könnte auch damit zusammen hängen, dass er gern mal unter Vorwänden zu Hause bleibt um zu Kiffen und sein Lieblings-Spiel zu zocken. Ständig lügt er über seinen Konsum oder die Beschaffung von Cannabis. Außerdem hängt er an seiner XBox wie ein Süchtiger an der Nadel. Das allerwichtigste ist mittlerweile: heim kommen, joint drehen, zocken. Echte soziale Kontakte? Fehlanzeige! Die Jungs aus dem Clan und sein Gras, mehr braucht er nicht.

Ich strotze nur so vor Energie, gehe zur Uni, mache gerade mein erstes Staatsexamen, arbeite und trainiere in einer Kampfkunstschule und kann einfach schwer mit dieser Lethargie umgehen. Meine ganze Lebensfreude ist dahin und seine auch. Im Haushalt macht er eigentlich gar nichts mehr, gemeinsame Aktivitäten beschränken sich aufs Filme schauen (wobei er eh immer einpennt) und essen bestellen. Mit zum Sport will er partout nicht, sein ganzes Leben ist eigentlich immer nur scheiße, seine Kollegen sind doof usw. Schuld sind eh immer die anderen, ach es hapert irgendwie an allem.

Am schlimmsten ist, dass ich einen ganz anderen Menschen damals kennen gelernt habe. Mittlerweile ist er einfach nicht mehr derselbe...

Tobe ich, beleidigt er mich, bitte ich ihn darum mehr zu helfen geht das zwei Tage gut, sage ich gar nichts wird es immer nur schlimmer. Egal was ich tu, ich kann es nur falsch machen. Entweder bin ich eine hysterische Zicke für ihn und bin an allem Schuld oder ich halte den Mund oder suche ein vernünftiges Gespräch und er sieht das als Freifahrtschein sich gleich oder noch schlimmer aufzuführen weil er mich und meine Bedürfnisse überhaupt nicht ernst nimmt.

Ich werde wohl die Reißleine ziehen müssen, denn so will und kann ich nicht leben.
Auch wenn er sich gerade heute wieder Mühe gegeben hat... das sind eh nur so kurze Aussetzer, weil er merkt, dass seine Felle wegschwimmen. Das ist wirkich sehr bitter...
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Haschgetüm
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2392

BeitragVerfasst am: 5. März 2017 20:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Klingt alles nicht so pralle.
Eine ehrgeizige erfolgreiche Freundin - ja das Ängste auslösen und Minderwertigkeitskomplexe fördern.
Sollte dich aber nicht weiter beeindrucken. Mitleid hilft niemandem weiter.
Er sieht das schon ganz richtig und du letzlich auch.
Tja. Zieh Konsequenzen aus deinen Einsichten, würd ich empfehlen.
Sonst quält man sich nur unnötig lange rum.
Ich sprech da aus Erfahrung.
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