Morphin und Pola

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Südösi
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 19.05.2015
Beiträge: 363

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2017 15:56    Titel: Morphin und Pola Antworten mit Zitat

Hey zusammen,

da ich diesbezüglich kein Experte bin, hätte ich da mal eine Frage an Euch...

Und zwar hab ich heute, wieder mal, etwas von meiner Sonntagsration dazu genommen. Jetzt hab ich nur noch 300 mg Compensan für morgen (normalerweise bekomme ich 500 mg). Und jetzt hab ich von einer Freundin noch eine Kleinigkeit von ihrem Pola bekommen, so 2 oder 3 ml. Jetzt frage ich mich, ob sich das irgendwie "behindert" oder abschwächt bzw. nutzlos ist (wegen der Affinität), wenn man Morphin und Pola gleichzeitig nimmt...

Kann mir da jemand weiterhelfen? Sollte ich morgen lieber bis abends warten, wenn ich vielleicht auch schon ein bisschen entzügig respektive "unterversorgt" bin, und dann erst das Pola nehmen? Oder ist das egal und ich kann mir beides auf einmal reinkippen?

Schon mal danke und liebe Grüße an alle!
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Lillian
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3894

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2017 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

Du könntest Dir beides reinziehen. Aber ich würde warten, bis du leicht entzügig bist, denn die Umrechnung vom Morphin zum Pola ist mir nicht bekannt. Nicht das es dann doch über Nacht nicht reicht und du die ganze Zeit entzügig im Bett liegst.
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Kilon
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 187

BeitragVerfasst am: 6. März 2017 02:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ja außerdem ist Methadon nicht dafür gedacht einmalig gebraucht zu werden. Nicht dass es nicht möglich ist, aber es entfaltet dabei nicht sein volles Potential. Bei extrem hoch dosierten Menschen wie mir befinden sich "Reste" (Metaboliten + Hauptsubstanz) von mehreren zurückliegenden Tagen im Blut bzw. sind aktiv. Wobei die Dosis egal ist, bei niedrig dosierten Menschen ist es das selbe im entsprechend kleinerem Rahmen, wie jetzt die Spiegel genau aussehen weiß ich nicht.

Bei den meisten Substanzen sind sie nicht linear sondern meist führen hohe Dosen auch zu höheren Spiegeln als die höhere Dosis alleine es rechtfertigen würde (z.b. 5 mg Diazepam vs. 10 oder 20 mg Diazepam in der Fachinfo-Service-Tabelle)

Wenn jemand frisch im Programm ist, dauert es daher auch 3 bis 7 Tage (5 Tage ist das Mittel) bis "Steady State" erreicht ist, also der Punkt an dem die höchste Menge sich im Körper angesammelt ("kumuliert") hat und in etwa aufrecht erhalten wird bei weiterer täglicher Gabe,

das ist ja eben leider auch einer der Gründe wieso es in den 60er Jahren in den USA benutzt wurde in diesem Test, wobei die Zuständigen Ärzte o.ä. damals schon von einer lebenslangen Verabreichung ausgingen und ich glaube erst in den 1970er Jahren die Opioid-Rezeptoren beim Schwein entdeckt worden sind.

Da ja in Deutschland inzwischen Heroin und Morphin legal verschreib- bzw. verkehrsfähig (Heroin halt verkehrs- aber nicht verschreibungsfähig) sind würde ich niemals freiwillig (Levo-)Methadon nehmen... Bin mal gespannt, weil das Heroinprogramm war für mich ein "No Go" (ja die lassen da sogar extremst junge Menschen rein weil sich Anfangs viel zu wenige fanden, ist halt eine 365 Tage-Bindung, ausnahmslos, zwar ist Doktor P. im Berliner Programm extremst verschreibungsfreudig... Benzos wenn es bei 20-30mg Diazepam bleibt überhaupt kein Problem, Lyrika/Pregabalin, Ritalin/MP gegen Kokain- oder Amphetamincraving usw...

Allerdings orales Morphin ist da schon anders, sogar Take-Home obwohl ich dachte das gibts nicht, aber gibt es doch, jedoch verleitet die niedrige Bioverfügbarkeit oral irgendwie zu "Missbrauch", während man bei Methadon ballern sogar noch viel niedrigere Plasmaspiegel hat und in etwa die doppelte Tagesmenge braucht ist es beim Morphin sogar ~3-mal effizienter :>

War Jahre nicht aktiv, damals im "DF" noch und hätte 2004/2005 als ich wegen meines alters noch oft im KH kalt entziehen musste nie gedacht, dass wir mal Morphin als Substitut kriegen, geschweige denn Heroin intravenös...wobei ich das Morphin auf jeden Fall nicht ballern würde, wenn das Wachs (kenne nur uralte Österreichische Wiener Substitol von 2004/05) dies erlaubt wäre die Nase eben ein Mittelweg... Wenn man das hier nicht sagen darf dann löscht es (hab in Erinnerung, dass die Regeln hier etwas paradox sind, bin auch "nur" dank Google hier und habe mein altes Passwort und Nickname versucht und siehe da^^).
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Los Fritzos
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 08.09.2015
Beiträge: 979

BeitragVerfasst am: 8. März 2017 04:18    Titel: Los Fritzos Antworten mit Zitat

Ich persönlich finde es völlig richtig, dass Morphin zur Substitution mittlerweile zugelassen ist. Allerdings ist es auch nur ein Sibstitut unter mehreren. Jeder H-Süchtige hat andere Erwartungen an sein Substitut und kommt deswegen mit dem einen oder anderen Mittel besser oder schlechter klar.
Ich persönlich halte von Morphin sehr viel und lasse mich seit eineinhalb Jahren damit behandeln. Allerdings bin ich voll gegen eine Entretardierung des Mittels. Dabei ist es ganz egal, ob es gespritzt oder durch die Nase gezogen wird. Der Sinn und Zweck der Substitution geht nämlich dadurch verloren. Es soll bei täglich einmaliger Einnahme über den gesamten Tag wirken, was es in anderer Form so nicht tut.
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