Polamidon - Dosis(-findung)

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Südösi
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 19.05.2015
Beiträge: 331

BeitragVerfasst am: 20. Mai 2017 15:51    Titel: Polamidon - Dosis(-findung) Antworten mit Zitat

Hey, ich bin's wieder mal!

Wie ihr bzw. einige von euch vielleicht schon wissen, bin ich seit Mittwoch (der 17. Mai) umgestellt worden. Von Compensan auf Polamidon.

Also bin ich heute erst den vierten Tag auf Pola und tu' hab' so meine Probleme mit der Dosisfindung.

Am Mittwoch hab' ich mit 7,5 ml begonnen (die hiesigen Ärzte rechnen nur in mg und wissen nicht mal, wo von ich spreche, wenn ich "ml" erwähne. Trotzdem bleibe ich bei ml.), dann am Donnerstag 8 und seit Freitag 9 ml. Und anfangs hab' ich das Gefühl gehabt, dass mir die Dosis hoffnungslos zu wenig wäre und ich auf jeden Fall eine Dosis im zweistelligem ml - Bereich brauchen werde.

Doch seit gestern fühl' ich mich sogar leicht überdosiert und trotzdem reicht mir die Dosis aber nicht über 24 Stunden. Und ich war ja bereits auf Pola, ein Fast-Metabolizer bin ich also sicher nicht, oder kann man das auf einmal werden?

Jetzt wollte ich euch fragen, ob jemand von euch die Einstellungsphase auf Pola noch gut in Erinnerung hat oder sie sogar erst kürzlich hinter sich gebracht hat?

Ist das normal, dass man anfangs 24 Stunden ohne leichte Entzugserscheinungen nicht übersteht? Und ist es auch normal, dass man sich zu Beginn leicht überdosiert fühlt, auch wenn die Dosis eigentlich passt, und man einfach eine gewisse Zeit benötigt, um sich an den "Stoff" zu gewöhnen?

Es wäre wirklich super, wenn sich jemand noch gut an seine Umstellung erinnern kann bzw. sie erst vor kurzem vollzogen hat. Denn ich kann mich überhaupt nicht mehr daran erinnern und bin damals auch von Subutex umgestellt worden, das macht, schätze ich mal, auch einen Unterschied.

Ich hab' weder Lust auf eine Umstellungsphase, die wochenlang dauert, denn in dieser Zeit muss ich jeden Tag in die Ambulanz, noch möchte ich mir voreilig ein Rezept über ein Monat und einer völlig unpassenden Dosis geben lassen!

Deshalb wären Infos diesbezüglich für mich so wichtig...

Danke schon mal und ein schönes Wochenende euch!
Euer Südösi
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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3064

BeitragVerfasst am: 20. Mai 2017 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Also Südösi,
ich erklär dir mal, wie ich das machen würde: Am 1. Umstellungstag morgens 1/16 der Morphindosis, nach 4 Stunden Kontrolle des "COWS"-Scores, bei Hinweis auf Entzügigkeit gleiche Dosis nochmal, dann nachmittags nochmal checken. Am Folgetag 1/8 der Morphindosis, nochmal den COWS bestimmen und bei Bedarf nachlegen und nochmal nach 4 Stunden kontrollieren.
"COWS" = "clinical opiate withdrawal scale".

LG

Praxx
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Suri
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 30.06.2016
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 26. Mai 2017 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Also ich bin jetzt sicherlich nicht der Regelfall, aber das was Du beschreibst, deckt sich sehr mit meiner ganzen Zeit auf Pola.
Ich war sehr niedrig dosiert, das höchste waren kurzzeitig 4ml.Ich hatte entweder immer viel zu viel oder viel zu wenig. Gefühlt. Jeden Morgen Übelkeit und kotzen, Schwitzen, frieren... Panik, Angstzustände und etc... Insgesamt ein halbes Jahr lang. Wurde dann umgestellt auf Subutex, bekomme noch AD. Und nun ist alles super.
Ich kann Dir nur raten, Dich nicht zu lange in diesem Auf und ab aufzuhalten bzw. Es auszuhalten. Das Du es früher gut vertragen hast muss nichts heißen. Der Körper verändert sich ja ständig.

Alles Gute
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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3064

BeitragVerfasst am: 26. Mai 2017 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Südösi,

wie hat das denn geklappt bei dir? Schon eine fixe neue Dosis oder noch kleine Korrekturen? Und bei wieviel Pola bist du jetzt?

LG

Praxx
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simbalabum
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.10.2015
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 8. Jun 2017 04:24    Titel: Antworten mit Zitat

rein vom mechanismus her, dass metha/pola eigentlich nur deswegen 24h 'funktionieren', weil der abbau länger braucht als nachdosiert wird und sich das in der einstellungsphase eben einstellen bzw akkumulieren muss, bis der grundpegel erreicht ist, würde das von dir beschriebene passen.

ich hab mich auch inzwischen gefragt, wie ich eigentlich die woche einstellung überstanden hab, mit der initialen minidosis von 30mg (ml kenn ich wiederum nicht, sry) - aber zumindest bei mir war viel placebo bzw. positive erwartung dabei, das erklärt das eigentlich recht gut.
wenn man 'wieder' auf pola kommt, hat man ggf. auch die positive erwartungshaltung nicht mehr, wie wenn man erstmalig direkt aus dem straßenzirkus auf geordnete saubere umstände umsteigt.

nach ~8 wochen war's bei mir aber vorbei mit erleichterung und substi-seligkeit, weder metha noch später pola hielten über 24h vor, hochdosieren half immer nur 2 monate und dann das ganze von vorn. ich hab jetzt für mich den umgekehrten weg, also zu morphin-retard durchgesetzt.
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Domenico
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 3085

BeitragVerfasst am: 9. Jun 2017 05:05    Titel: Antworten mit Zitat

mir gehts genauso mein metha und davor das pola hält auch nie 24 stunden ich bin jetzt vor kurzem wieder nen ml hoch gegangen auf 11ml also 110mg metha.
ausserdem ist metha und pola dreck man ist nur letargisch,ich werde immer fetter,ich bin oft depri und schwerfällig hab auf nichts lust sehr oft habe magenschmerzen und habe totale probelme beim wasser lassen.und was dazu kommt ist das der enzug bis zu einem halben jahr dauern kann also bis alles weg ist!ich hab schon mehrmals versucht endlich auf subtitol umgestellt zu werden.ich habe bekannte die kommen alle besser darauf klar und erfreuen sich endlich wieder am leben!
aber meine ärztin wollte wegen der aok noch nicht umstellen und erstmal abwarten bis es sich mehr etabliert hat.und jetzt ist es in deutschland schon mehr als zwei jahre legal subtitol zur subti zu nehmen.kotzt mich schon an denn subutex
habe ich auch net vertragen hab ich ein jahr getestet und dadurch wurden meine angst und panikstörung und die depris immer schlimmer so das meine damalige beziehung mit einer nicht abhängigen in die brüche gegangen ist.aber so ist das!
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simbalabum
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.10.2015
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 9. Jun 2017 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

@domenico:
genau wie du beschreibst, ging's mir mit Pola auch. war mittlerweile auf 55mg, also auch äquiv. 110mg Metha. hab die nicht mal immer kpl genommen, weil es mir einfach viel zu hart war. dann noch lieber morgens erstmal ne Stunde heulen, aber den Rest des Tages bisschen mehr leben. hab abnorm zugenommen, massiv Wasser eingelagert, psychisch dauernd im Tran, schier narkoleptische Schlafanfälle, vergesslich, - hat mich mittlerweile schon mehr beeinträchtigt und sogar sozial isoliert als vorher der Missbrauch.
mein Wechsel ist noch ganz frisch, ich kann noch nicht viel drüber sagen, fühlte mich aber zum ersten Mal seit langem mal wieder erfrischt nach dem Schlafen, das war unter Pola schon ewig nicht mehr vorgekommen.
wenn deine Ärztin nicht mitmacht, kannst du vllt. den Behandler wechseln? bei mir ging zwar das Wechseln glatt (war aber auch nicht Patient 0), aber ich plane aus anderen Gründen schon nen Wechsel. mein Sozialer war davon nicht irritiert, ich muss halt im Prinzip "nur" wen finden, der mich übernimmt, aber der Plan steht eigentlich schon fest...
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