Subutex: 60Tage clean = schlecht sehen

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WhitePony
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Anmeldungsdatum: 01.12.2013
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2017 20:27    Titel: Subutex: 60Tage clean = schlecht sehen Antworten mit Zitat

Hallo Leute,

lese hier schon länger mit und konnte auch einiges hilfreiches während meines Subutex Entzuges hier in Erfahrung bringen können. Danke dafür Smile

Ein wirklich gutes/hilfreiches Forum!

Erstmal kurz zu meinem Entzug:

Dachte eigentlich ich nehme das Subutex mit in's Grab, aber am Ende hatte ich nach 5Jahren H, 10Jahren Pola und 5Jahren Subutex einfach so die Schnauze voll, dass ich von 12mg komplett abgekickt habe, nicht mehr zum Doc, @home eingeschlossen.

Die ersten 3Wochen waren gar nicht schön, psychisch wie physisch im Ausnahmezustand,
meine Wohnung/Bett nicht mehr verlassen, kaum gegessen und versucht Flüssigkeit drinn zu behalten, letztendlich war es mir egal ob ich drauf gehe. So wie die letzten Jahre, besonders jetzzt wo der Sommer kommt hätte ich nicht mehr ertragen/überlebt.

Ech hilfreich war das Loperamid, ohne wäre es kritischer geworden, wenn alles direkt aus allen Öffnungen wieder rausläuft.
Ob das Escitalopram, Doxepin und Quetiapin welches ich bereits seit Jahren nehme, auch etwas geholfen haben vermag ich nicht genau zu sagen, bzw. das Quetiapin mußte ich bereits zu Beginn meines Entzuges absetzen = noch schlimmere Restless Leg's als eh schon.

Nach den ersten 3Wochen Einsamkeit und Entzug zu Hause, total verzweifelt und entkräftet, Kontakt zu meiner (substituierenden)Hausärztin aufgenommen und dank ihr konnte ich dann unmittelbar für 10Tage ins Krankenhaus, was mir sehr geholfen hat, dort wieder etwas essen können und Menschen um mich.

Somit tatsächlich clean Smile)

Und das nach 20Jahren Opiaten/Opioiden und als Polytoxer auch noch diverses andere, insbesondere Alk, Speed und Hasch, dass auch die Jahre bevor ich mit den Opiaten begonnen habe.

Gut geht es mir jetzt, nach 60Tagen ohne Subutex und ohne allem anderen nicht wirklich.
Depressionen und Ängste Sad
aber trotz allem zum Glück bis jetzt kein Suchtdruck, da mir die letzten Jahre nix mehr "geholfen" hat und keine Droge oder Medikament mehr so für mich funktionierte wie in früheren Zeiten.

Bin jetzt über 40 und hätte niemals gedacht so alt zu werden, aber die Substitution Jahre war bis auf die ersten Jahre(da hatte es mir echt gut geholfen zu funktionieren)mehr ein dahinvegetieren.

Letztendlich war es beim H, Pola, Pep immer so, dass es mir zunächst ne Zeit lang geholfen hat zu funktionieren, meine Ängste und Depressionen nicht so arg wahrzunehmen, aber irgendwann hat sich das "helfende" komplett gedreht und alles wieder wie zuvor, bzw. um einiges schlimmer, denke auch das diese Erkenntnis, dass mir egal welche Droge und/oder Medikament ich auch nehme(und ich hab in fast 30Jahren Sucht eigentlich alles durch, was der Markt oder die Apo zu bieten hat) mir letztendlich keine "Hilfe" ist, der zu werden, der ich gern sein würde.
Auf Droge egal welche, oder Substututen, habe ich mich nur noch wie ein kleiner Wicht/Versager gefühlt, was ich letztendlich auch war und lange Zeit sah ich keinen Weg da raus, erst totale Verzweiflung, psychisch wie physisch am Ende angelangt und die fast komplette soziale Isolation, haben mich den , zum Glück, geglückten Versuch zu entziehen Wagen lassen.

Daher kann ich allen die sich auch auf Subutex nicht mehr wohl fühlen und entziehen wollen, nahe legen, den Entzug zu versuchen.
Auf mich hätte keiner einen Cent gesetzt, dass ich das schaffe, selbst ich nicht.

Vom Pola habe ich es unzählige Male versucht, aber die Dämonen die da in mir aufgestiegen sind und welche mich schon bei meinen Heroin Entzügen scheitern ließen waren unerträglich.
Besuch von meinen Dämonen und nicht verdrängbaren Erinnerungen bekam ich auch beim Subutex Entzug, aber zum Glück waren sie nicht ständig da, sondern kamen immer mal wieder und sind dann wieder verschwunden, ansonsten hätte ich es nicht geschafft.
Ob ich den Kampf dauerhaft schaffe vermag ich nicht zu sagen, denn leider sind diese Gefühle unberechenbar, aber ich versuche alles um nach Vorne zu schauen und die mit der Vergangenheit abzuschließen.


So, nun aber zum Titel, bzw. meinem Problem:

das sind meine Augen:

Seit der ca. 1-2Woche des Entzuges sehe ich extrem schlecht. Irgendwie wie Doppelbilder, bzw. alles versetzt.
Meine Ärztin vermutete es liegt an meiner Unterernährung, wog 58kg bei 186cm, habe aber bereits 10KG zugenommen, die Augen jedoch nicht besser Sad

Das nervt echt und einen Augenarzttermin habe ich auch erst in Wochen bekommen. Ist ja so schlimm wie bei den Neurologen/Psychologen, dass man ewig auf einen Termin warten muß.

Vielleicht hat ja wer von euch ähnliches erlebt, dass die Augen nach dem Subutex Entzug schlechter sind. Hatte immer gute Augen, gut gesehen, auch keine Brille.

Im Krankenhaus hatte auch keiner eine Idee, neurologisch wurde noch nicht geschaut, auch Augenarzt leider noch nicht.

Meine Erklärung für die eindeutig auf den Entzug eingesetzten schlechten Augen wäre der, dass meine Pupillen ja jetzt 2Jahrzehne immer klein waren und seit dem Entzug hatte ich die ersten Wochen Pupillen wie auf E's, riessen Teile, selbst die Ärztin war geschockt, konnte mir aber leider keine Erklärung hierfür geben.

Medikamente, Escitalopram und Doxepin abgesetzt, dachte es könne vom Escitalopram kommen, zwecks Serotonin, aber keinerlei Besserung nach Absetzten der Psychopharmaka und nahm die Medis, auch Quetiapin(abgesetzt) ja schon einige Jahre ohne das sich meine Augen verschlechterten, daher muß es doch mit dem Subutex Entzug Zusammenhängen, oder?

Mittlerweile hat sich die Pupillengrösse relativ eingependelt, aber wenn ich unterwegs, aufgeregt bin oder die Ängste recht heftig sind, erweitern sich meine Pupillen wieder sehr, dass schlechte sehen bleibt jedoch dauerhaft schlecht.
Wie gesagt, die Pupillen sind meistens wieder relativ normal, also erweitern und verkleinern sich und nich dauerhaft klein, wie auf Subutex, aber schlecht sehen tu ich immer noch, auch noch nach 60Tagen ohne TeX, keinerlei Verbesserung Sad

Sorry für den langen Text für eine eigentlich kurze Frage, aber ich wollte hier schon länger schreiben, und vielleicht jemanden der auch entziehen will, etwas Mut es zu versuchen zusprechen, daher Bissel mehr Text.
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Fjara
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Anmeldungsdatum: 31.05.2016
Beiträge: 366

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2017 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Wow echt krass wie du das geschafft hast, von 12mg direkt auf null.
Ein ganz fettes herzlichen Glückwunsch 🍀
Ich freue mich sehr für dich.
Ich habe mit 16mg angefangen und reduziere. Gerade bin ich bei 6mg.
Bin für jeden tip dankbar.
Man sagt ja oft subutex Entzug ist einfacher als Pola. Also beim Pola Entzug hab ich immer kläglich versagt. Bis jetzt hatte ich nur Kleinigkeiten und nur so 4 Tage lang etwas beim reduzieren. Welche Symptome hattest du so?
Liebe Grüße und alles gute auf deinen neuen Weg in eine tolle selbstbestimmte Zukunft.
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 1852

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2017 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

kann schon was dran sein mit den Augen...meine Sehkraft hat sich jedenfalls auch plötzlich verschlechtert, als ich nach 5 Jahren von Fenta entzogen hatte...
als wenn ein ansonsten schleichender Prozess durch den Entzug getriggert würde und sich dann quasi schlagartig einstellt Confused bei mir ist es allerdings nur Weitsichtigkeit, was sich mit einer Brille korrigieren lässt.
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Praxx
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2810

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2017 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ast,
das mit dem Sehen ist ganz easy... je kleiner die Blende, desto schärfer das Bild und um so größer die Tiefenschärfe (oder Schärfentiefe?) ... viel Opiat - ganz enge Pupillen - scharfes Sehen (dafür etwas dunkler...)
Wenig Opiat - normle Pupillen . weniger scharf... Entzug oder Koka oder Amphe - ganz weite Pupillen, unscharfes Sehen...

Wirst halt auch langsam älter und brauchst einfach ne Lesebrille

LG

Praxx
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WhitePony
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Anmeldungsdatum: 01.12.2013
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2017 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Fjara,

lieben dank für deine Antwort und Glückwünsche Smile

Beim Metha/Pola welches ich 10Jahre nahm hatte ich auch bei jedem Entzug bereits recht schnell kläglich versagt, egal ob zu Hause oder Krankenhaus/Psychatrie.

Der Pola Entzug war für mich nicht mehr machbar, zu oft gewagt und versagt, daher war ich froh vor einigen Jahren mit Hilfe meiner Ärztin mittels der "Berner Methode/Ravensburger Strategie" auf Subutex zu wechseln.

Die letzten Jahre auf Pola konnte ich nicht mal mehr auch nur etwas reduzieren und wachte jeden morgen mit Entzug auf, dass bei 8ml täglich, daher war es für mich ein Geschenk auf Subutex zu wechseln, wenngleich der Wechsel mittels der "Berner Methode" für mich keinesfalls so Easy wie dort beschrieben war.

Es war beim aufdosieren vom Subutex(0,2Temgesic, dann 0,4mg Subutex und täglich weiter bis 8mg Tex)und beibehalten der Pola Dosis (8ml)täglich Entzug über Wochen angesagt(aber seltsamerweise jeden Tag Entzug aber nich über 24Stunden, sondern immer etwa 8-12 Stunden nach der Einnahme vom Subutex, ab 0,4mg)
Daher war meine Ärztin so gnädig, dass ich die Einnahme auf Abends verlegen konnte, waren eklige Nächte mit viel Schweiß und Tränen) und kurz vorm sichtbaren Ziel(8mg Subutex und 8ml Pola absetzen) hab ich leider wieder mal versagt, hat mir echt alle Sicherungen rausgehauen und hatte einen über Wochen dauernden Rückfall bei dem ich mir alles geballert habe was ging, wie die letzten Jahre immer bei Rückfällen komplett auf Selbstzerstörung und Selbshass programmiert. Das hatte nix mehr mit "Genuss" oder safer use.

Hab mich dann kurz vor knapp in die Psychatrie einweisen lassen und dann dort innerhalb 3Wochen geschafft mich auf 8mg Subutex relativ zu stabilisieren.
Erstmal froh ohne Pola zu leben, aber dauerte ne Weile bis ich mich an den neuen klareren Zustand gewöhnen konnte. Allerdings waren meine Ängste wieder schlimmer, aber Depressionen nicht mehr so lähmend wie unter' Pola.

War definitiv eine gute Entscheidung und ein wichtiger Teil, dass ich jetzt letztendlich clean bin Smile

Was ich beim Subutex entziehen erträglicher fand, war dass mich meine Psyche, Erinnerungen, negativ Gedanken mich nicht so dauerpenetriert haben wie beim Metha/Pola Entzug, dass ließ mich immer beim Pola scheitern und das es kein Ende nahm.

Manche sagen ja der Subutex Entzug sei Easy und nach paar Tagen alles vorbei.
Kann ich so nicht bestätigen,
dass heftige war, dass sich in den ersten Zwei Wochen, nachdem der Entzug allerdings auch erst am 4 Null Tag begonnen hat, sich keinerlei Verbesserung einstellt.
Nichts, immer, jeden Tag gleich beschissen, dass zermürbt,
mit den bekannten Symptomen, volles Programm, Loperamid war hilfreich und heiß baden. Bin in der heißen Badewanne mit Gänsehaut gesessen, frieren, schwitzen usw., wobei bei allen meinen vorher versuchten Entzügen(Pola) mein psychischer Zustand mir mehr zu schaffen machte und das war beim Subutex Entzug deutlich erträglicher, die Dämonen und Gedamken kamen immer in Schüben und verließ mich ab und an, da konnte ich wieder Luft holen.
Entweder ist meine Psyche mittlerweile so im Arsch, dass es erträglicher war als frühere angegangene Entzügen oder es ist wirklich erträglicher als unter Pola.

Die Ängste und Depressionen sind natürlich weiterhin da, diese waren auch einer der Gründe meine Hilfe in Drogen zu suchen, war immer auf der Suche nach was mich irgendwie Überleben lässt, was auch meist eine Zeit lang funktionierte, aber die letzten Jahre nicht mehr. Egal was, es ging steil bergab...

Muß jetzt halt schauen wie ich klar komme, habe in den letzten Wochen, mal bessere Tage, aber dann wieder Tage an denen nix geht, aber zum Glück kein Gedanke an Drogen, hilft ja eh nicht und die Wochen des Entzuges, die elenden Jahre zuvor, vergesse ich nicht, da war echt Ende, nix geht mehr, daher kann ich es bis heute selbst nicht Glauben damit durch zu sein.

Schlafen ist halt immer noch grausig, hoffe darauf dass sich das noch einpendelt und sich der Körper schon den Schlaf holt, bin oft total aufgedreht durch den Schlafentzug.

Und eben die Sache mit den Augen?
Dachte das pendelt sich ein, dass vielleicht der Augenmuskel etwas "ausgeleiert" ist, da meine Pupillen 20Jahre immer auf klein eingestellt waren und jetzt wieder normal sind und sich das dann einpendelt, aber da ich auch jetzt nach 2Monaten immer noch schlecht sehe, glaube ich nimmer daran, dass sich da noch was normalisiert und Augenarzttermin dauert noch ...

Nach meinen Erlebnissen kann ich sagen, der Subutex Entzug ist machbar. Beim Pola Entzug habe ich kapituliert.

Körperlich über 2-3Wochen sehr unangenehm, ohne merkliche Verbesserungen, dann etwas Besserung, aber auch wieder Verschlechterungen, man kann nicht wirklich sagen es wird von Tag zu Tag besser, konnte da kein Schema erkennen und das ist das schlimmste, die Dauer, selbst heute bekomme ich noch Entzugsschübe, aber jetzt echt absolut erträglich, nur die Psyche, dass merke ich braucht noch lange, bzw. Ich werde wohl jetzt, clean, an mir und meinen Prob's arbeiten müssen.

Lyrika und Benzos habe ich trotz bescheidenem Schlaf bewusst ausgelassen, hätte es im Krankenhaus bekommen und vor Jahren hätte ich da nicht nein gesagt, aber mittlerweile weiß ich das bringt mich nur wieder weiter nach unten und da ich mich kenne und weiß das ich leider süchtig durch und durch bin, will ich es jetzt anders machen als die Jahre zuvor und bin mir sicher wenn ich nix mehr nehme, kann es nur besser werden, alles andere hab ich jetzt mehr als mein halbes Leben probiert und gebracht hat es nix, außer Selbszerstörung und Leid denen angetan zu haben die einen lieben Sad

Btw: Auf Methadon bin ich letztendlich bei meinen H-Entzügen auf den "Geschmack" gekommen, die Ängste waren da ne Zeit lang meist weg, aber kamen nach einiger Zeit heftiger als zuvor zurück.

Hatte leider auch etwa 5Jahre unter Pola, Speed Beigebrauch(iv), was sicherlich auch nicht förderlich für meine eh schon Kranke Psyche war, bin froh da ohne größeren Schaden(auch durch die Koks und Methylphenidat ballerei) raus gekommen zu sein.

Auf Subutex hab ich auch die letzten Jahre versucht abzudosieren und das begann eigentlich immer recht gut, war sooft guter Dinge dass das klappt,
von 12 auf 8 auf 6 auf 4 ging eigentlich meist recht schnell und ohne größere Probleme, aber immer alles unter 4mg wurde dann doch unangenehm, war auch 2x auf 0,4mg unten, dann reicht die Dosis auch nicht mehr bis zum nächsten Tag und der Entzug ist immer spurbar, da dache ich:
Hey, 0,4mg Subutex, da biste durch, ist ja nur noch ne "homöopathische Dosis"(liest man ja auch oft oder hört man von Ärzten) und war ja nicht so schlimm,da biste durch = leider, von wegen(!)

Denn dann auf 0 ging es los und dann nicht erst ab Tag 3-4 sondern recht schnell und ich konnte groß keinen Unterschied von den 12mg auf o oder 0,4mg auf Null feststellen, nur das einsetzen des Entzuges beginnt dementsprechend später oder früher.

Liebe Fjara ich Drücke dir die Daumen, es ist definitiv machbar, aber ich kann dir halt nur mein Erleben schildern.
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WhitePony
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Anmeldungsdatum: 01.12.2013
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2017 23:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Praxx,

dass mit unter Opiaten schärfer &. dunkler sehenkann ich so auch bestätigen, denn seit ich das Subutex los bin, bin ich auch wesentlich lichtempfindlicher, gehe nur noch mit Sonnenbrille raus.
Dann sind also die Opiate der Grund, dass ich der einzige in der Familie bin der keine Brille braucht, aber jetzt wohl auch ...

Dann Pegeln sich die Augen wohl zwei Monate ohne Besserung nicht mehr ein?

Aber wenn ne Brille das in Ordnung bringt, ist ja OK.

Der Entzug hat mich echt mitgenommen, seither hab ich auch so ne Art Verkrampfung auf der Stirn, so dass der Muskel der die Zornesfalten bildet dauerhaft angespannt ist. Wirklich permanent, nicht nur wie oft bei Anspannung.
Ich sehe echt aus wie gezeichnet, von dem Entzug Sad
Hatte ich vorher nicht, hoffe das geht wieder weg oder könnte auch diese Muskelanspannung auf das schlechte Sehen schließen?

Muß aber auch sagen , dass ich von Tag zu Tag eine intensivere Selbswahrnehmung bekomme, welche ich gar nicht mehr kenne und vieles unter Drogen/Medikamenten gar nicht wahrgenommen habe.

Echt anstrengend,
aber vieles auch schön, Wieder Musik hören zu genießen, wieder bewusst zu essen und nicht nur Süßes Zeug, die Natur wahrnehmen, manchmal fast wie in der Pupertät Cool und das mit Anfang 40, fühle mich derzeit oft als würde ich jetzt ansetzen, als ich mit dem Alk und Drogen begonnen habe.

Hoffe nur ich halte negatives in Zukunft clean aus ...
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rock
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2022

BeitragVerfasst am: 7. Jun 2017 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

WhitePony, das Thema mit den Augen gab's hier schon mal.
Ich kenne es auch. Interessanterweise trifft es allem Anschein nach nur einen Bruchteil der Entziehenden.
Mir wurde die Geschichte mal so erklärt, daß die Augenmuskulatur (die die Pupille vergrößert, verkleinert) dauerhaft auf eine bestimmte Brennweite eingestellt bleibt (durch das Opiat -> Miosis) und nach dem Entzug halt einige Zeit benötigt, sich wieder zu normalisieren, die angezüchtete Trägheit zu überwinden.
Bei mir hat's übrigens einmal etwa drei Monate gedauert, bis ich wieder normal sah.
Zuvor sah ich ab einer gewissen Entfernung (5-10m) alles doppelt ...
Das ist extrem lästig, aber es besteht Hoffnung, daß es sich normalisiert.
Alles Gute dabei und natürlich auch für Dein cleanes Leben !
Cheers
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WhitePony
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Anmeldungsdatum: 01.12.2013
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 7. Jun 2017 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Rock für deine Erklärung Smile

So in der Art habe ich mir das selber auch erklärt, aber da sich auch nach 2monaten nix gebessert hatte, war ich mir doch nicht mehr so sicher ob sich das verhält.

Hab auch bei Google und Co. gesucht aber leider nix dazu finden können.

Deine schnelle Anzwort und Erklärung, auch die von Praxx, zeigen mir wieder wie gut und wichtig dieses Forum ist.

Denn im Krankenhaus konnte mir keiner eine Erklärung hierfür geben.

Interessant auch, dass es dir nach einem Entzug ähnlich ging und du erst nach 3Monaten wieder besser sehen konntest, dann habe ich ja noch Hoffnung auf Besserung und weitere 30Tage Zeit.

Es ist auch so wie du es schilderst, bei mir entstehen die Doppelbilder ab einer Entfernung von ca. 2Metern. Alles nahe geht, selbst auf Smartphone geht lesen, aber sobald weiter weg sehe ich alles versetzt.
Und eben lichtempfindlicher, was sich aber über die Wochen gebessert hat, zu Beginn des Entzuges war die plötzliche Helligkeit und gesteigerte Wahrnehmung schon heftig.

Rock, wollte auch einfügen, dass ich deine Beiträge sehr gerne verfolge.

Danke

und dir auch alles Gute Smile
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honeygirl
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Anmeldungsdatum: 07.08.2016
Beiträge: 1266

BeitragVerfasst am: 7. Jun 2017 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Keine Ahnung, ob es dir hilft - ich mach gerade n Benzoentzug ,was mit Subutex rein gar nix zu tun hat- aber hab auch extreme Sehstörungen. Muss wohl so sein , dass jede Substanz die Nerven (Sehnerv) eben schädigt.

Auch diese Verkrampfungen in Gesichtsgegend kenne ich ,wechseln sich bei mir mit Taubeitsgefühlen ab, aber eben Benzoentzug.

Gib deinem Körper noch Zeit.
Congrats, dass du abkicken konntest.

LG, Honey!
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Praxx
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2810

BeitragVerfasst am: 7. Jun 2017 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Pony,

deine Stirnfalte ist dann wohl eine "psychiatrische Indikation" für Botox! KEIN WITZ! Die Botox-Behandlung der für die "Zornesfalte" zuständigen Muskulatur wird in den USA gezielt zur emotionalen Stabilisierung von Borderlinern genutzt und ist nachweislich wirksam. Wenn die mimische Muskulatur ans Gehirn "Gelassenheit" meldet und das wütend werden schon an der Mimik scheitert, scheint das tatsächlich eine effektive Methode zu sein.

Und nochmal zum Entzug: 0.4mg Buprenorphin sind immer noch 30mg Morphin oder 10mg Diamorphin oder 300mg Tili/Trama/Codein!
Verschätzt euch da nicht - fast alle Subu-Patienten sind eigentlich überdosiert - in der Schmerztherapie entsprechen 4mg BUP 900(!)mg oralem Morphin

LG

Praxx
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rock
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2022

BeitragVerfasst am: 7. Jun 2017 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
- fast alle Subu-Patienten sind eigentlich überdosiert -

Ja, dem ist wohl so.
Es gibt einige Leute, die auf mich gehört haben und einfach mal weniger genommen haben. Da haben einige ganz schön geschaut, als sie bemerkten, daß sie sich das Zeug in einer Dosis 'reinklopften, die sie eigentlich gar nicht brauchen.
Ich kann es nur jedem empfehlen, einfach mal nur die Hälfte zu nehmen und abzuwarten. Fängt's an zu zwicken, legt man nur die Hälfte der verbliebenen Hälfte nach. Und siehe da, so Mancher hat verwundert den Kopf geschüttelt, wie wenig er braucht.
Auch zeitlich läßt sich das Zeug "strecken". Oft genug könnte man locker noch einen halben, ja einen ganzen Tag warten bis zur nächsten Dosis. Es wirkt länger, als zumeist angenommen.
Auch zum Abdosieren ist das Zeug wirklich gut geeignet. Man braucht gar nicht so viel Disziplin dazu, weil man von Bupre ja eh kein Feeling bekommt (in der Substi, ohne Toleranz soll man ja etwas spüren) wie von M, H.
Cheers
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WhitePony
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Anmeldungsdatum: 01.12.2013
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 7. Jun 2017 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank Praxx für die wichtigen Info's

und auch dir, honeygirl, danke und gutes Gelingen beim Benzoentzug.

Praxx ist echt der Beste, kurz und knapp wichtige Info's vermittelt, was mir bisher niemand beantworten konnte, sowohl was die Augen, als auch Stirn betrifft, aber vermute bevor im Krankenhaus jemand was falsches sagt, dann lieber nichts.

Praxx, dass mit dem Botox hatte ich auch in Erwägung gezogen,
nur dachte ich, dass bringt vielleicht nichts(kam mir irgendwie dann doch auch Abwägig vor, Schönheits-Op?) auch da es ja nicht nur um die Zornesfalten geht, sondern eher um die Muskelanspannung der Stirn und die daraus entstehenden Falten, daher dachte ich Botox bringt da vielleicht doch nichts und der Muskel muß sich irgendwie(?) lösen.
Die Verspannung der Stirn ist ja auch fühlbar und sieht halt echt scheisse aus, bzw. sieht aus als wäre ich immer grimmig oder extrem angespannt(was ich leider auch häufig bin)

Wäre ja regelrecht phantastisch, falls bei einer Botox Behandlung, sich auch evtl. innerliche Verpannungen lösen.

Bin halt auch jemand der sich über alles ständig Gedanken mache, daher waren die Drogen in der Vergangenheit oft auch einfach mal die Möglichkeit für eine Zeit lang nicht denken zu müssen.

Hyaloron wäre vielleicht auch ne Möglichkeit, oder dann eher gleich Botox?
Dass diese Verkrampfung der Stirn von alleine weggeht glaube ich eher nicht.

Werde mich mal über die Botoxbehandlung informieren und wäre toll wenn das Besserung bringt.
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Yez
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 1557

BeitragVerfasst am: 7. Jun 2017 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Pony ,

erstmal mein Glückwunsch .

Eine ehemalige Arbeitskollegen ist durch die Botoxspritze sogar ihre Augen
und Kopfschmerzen los .
Die glatte Stirn ist ein kleiner Bonus.

Weiterhin viel Kraft und Energie

Liebe Grüße

Yez
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WhitePony
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 01.12.2013
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 8. Jun 2017 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Yez,

danke Smile

Das hört sich ja gut an.

Werde mich da mal genau informieren, auf's Schnelle konnte ich ausfindig machen, dass Botox auch oft wegen Kopfschmerzen verabreicht wird.

Bei mir eben wegen der Stirn-Verspannung und der daraus resultierenden Zornesfalten.

Kosten sollen so zwischen 200 - 600 EUR liegen.

Die Kasse wird da wohl eher nicht einen Teil übernehmen, oder vielleicht doch?

Danke an alle nochmal für die interessanten/ wichtigen Info's.

LG
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Guybrush Threepwood
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 12.07.2016
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 9. Jun 2017 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat ja schon die wichtigsten Tipps in seinem ersten Post beschrieben.

Ab 40 macht sich bei jedem die sognannte Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) breit. Der eine bekommt es etwas früher, der andere etwas später. Das ist nichts schlimmes, die Augenlinse altert einfach mit jedem Tag, wie der Rest deines Körpers. Die Augenlinse wird bei diesem Prozess nicht faltig wie zB Haut, sondern wird mit den Jahren einfach immer härter. Dadurch können die Muskeln im Auge die Linse mit zunehmenden Alter immer weniger verformen.
Dadurch kannst du in der Nähe immer schlechter Sehen, also immer schlechter Lesen. Den meisten fällt das erst ab mitte 40 auf und zack --> Lesebrille.
Du kannst dich ganz einfach selbst testen indem du mal in die Zeitung schaust und guckst ob du alles noch scharf lesen kannst. Wenn nicht, oder nur angestrengt, weisst du bescheid. Dann geh einfach mal zum Optiker. Die meisten machen einen Sehtest umsonst. Und wenn der Optiker gut ist berät er dich auch erstmal und klärt dich auf bevor er dir was verkaufen will.

Falls es das nicht ist (du also in der Nähe scharf siehst), kannst du trotzdem mal zum Optiker gehen und dich durchmessen lassen. Erklär ihm, dass du Probleme hast beim Sehen und du das mal gecheckt haben willst. Sag ihm, dass das wahrscheinlich von Medikamenten kommt und mal besser und mal schlechter ist. Wieder: Wenn der Optiker gut ist wird er dich nach der Messung 2 Wochen später nochmal einbestellen und nochmal Messen. Das würde ich über einen Zeitraum von vllt 2 Monaten machen, also ca. 2-3 Messungen insgesamt. Es gibt nur zwei Dinge die da passieren können:
1. Die Werte bleiben gleich - in dem Fall kannst du dir wahrscheinlich mit einer Brille behelfen und fertig
2. Die Werte ändern sich - wenn sie dann noch zurück, also in Richtung 0 gehen, hast du ein paar Sorgen weniger über die du dir dem Kopf zerbrechen musst Smile

Die Angaben sind aber mit Vorsicht zu genießen, denn jeder Mensch ist anders!

Kurze Infos noch zum allg. Verständnis:
* Es gibt + Gläser (vergrößern) und es gibt - Gläser (verkleinern)!
* Durch das Krümmen der Linse durch die Augenmuskel erzeugt jeder Mensch mehr +. Dieses brauchst du einfach um in der Nähe zu Sehen.
* Je jünger der Mensch, desto mehr + kann er noch erzeugen.
* Menschen die in der Ferne schlecht Sehen werden immer mit + oder -, oder einer Kombination aus beidem auskorrigiert.
* Es gibt also auch Leute die in der Ferne + bräuchten und - weil sie noch jung sind und das selbst "herstellen" können - deswegen trotzdem keine Brille tragen/brauchen.
* Diese Leute sehen mit zunehmenden Alter automatisch auch in der Ferne schlechter weil sie ihre Linse nicht mehr ausreichend krümmen können.
* Erste Anzeichen für eine zunehmende Sehschwäche (egal ob Ferne oder Nähe) sind auf tränende Augen, Kopfweh und Müdigkeit. Der Fachbegriff ist: Astenopische Beschwerden, falls du Nachschlagen möchtest.
* Nahezu jeder Mensch hat eine minmale Sehschwäche, lass dich also nicht entmutigen wenn am Ende immer noch Werte auf dem Zettel stehen, selbst wenn du wieder gut sehen solltest - das ist völlig normal.

ÜBRIGENS: Es ist keine Schande beim Optiker das Wort "Medikamente" zu sagen! Viele Leute nehmen Medikamente gegen Bluthochdruck, Diabetes und noch vieles mehr... Und all das wirkt sich auch auf die Augen aus, dich wird also keiner schief anschauen!

Falls du den Schritt zum Optiker gehen solltest, und du hast Fragen dazu kannst du jederzeit hier posten und ich antworte dir gern. Alles was ich beschrieben hab kann man an den Werten ableiten die dir der Optiker gibt. Aber auch so kannst du gern hier nochmal Fragen, ich schau alle paar Tage mal rein.


Viele Grüße von einem Augenoptikermeister
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