Substitution aber nicht Heroin Abhängig! Geht das?

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Schmerzpatient78
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.03.2016
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2017 19:55    Titel: Substitution aber nicht Heroin Abhängig! Geht das? Antworten mit Zitat

Hallo
Ich habe die letzten Tage wirklich versucht die Opiate zu reduzieren, aber ich tue mich da derart schwer das ich wirklich denke eine Entgiftung nicht zu überleben Sad
Ich bin abhängig von Fentanyl (leider als Nasenspray) und Oxycodon... heroin hab ich zwar schon oft genommen, aber schon länger nicht mehr, da durch das Fentanyl die Straßenshore kaum wirkt und somit unbezahlbar ist..
Jetzt hab ich mir überlegt in die Substitution zu gehen, weil ich echt komplett am Ende bin. Ich hab durch die Opiatsucht wirklich alles verloren aber um meinem Leben ein Ende zu setzen fehlt mir der Mut... Ich kann mir nicht vorstellen ohne Opiate zu leben, auch wenn ich es gerne würde.. Und diese kurze Wirkdauer vom Fentanyl macht mir das Leben wirklich zur Hölle. In der Schmerztherapie (die der Sucht quasi den Weg geebnet hat) werde ich nicht mehr weiter behandelt. Ich habe nur noch für vielleicht zwei Wochen Opiate und weiß echt nicht weiter.. Mein Schmerztherapeut denkt ich würde alle 8 Stunden nur das Oxycodon retard nehmen, von meinem Fentanyl Konsum weiß er nichts und ich habe es auch nicht geschafft ihm das offen zu sagen.. Er ist ein sehr autoritärer Mensch mit dem ich noch nie offen reden konnte..
Kann man auch "nur" als Abhängiger von PharmaOpis in die Substi kommen? Ich sehne mich so sehr nach einer langen Wirkung bzw reine "Freiheit" von Entzugserscheinungen würde mir schon reichen...
Ich will deshalb nächste Woche zu einem substituirenden Arzt gehen und hoffe dort endlich mal verstanden zu werden bzw das es mal um mein Wohlbefinden geht und nicht nur darum mit aller härte die Sucht zu bekämpfen, worum es leider meinem kompletten Umfeld geht... Ich habe niemanden der meine Lage versteht, alle sagen mir nur das es der einzige Weg ist komplett ohne Opiate zu leben. Aber das kann ich einfach nicht zur Zeit lässt das meine Lebenssituation auch gar nicht zu. Ich will auch ehrlich gesagt gar nicht ohne leben, aber ich will raus aus der illegalen Beschaffung und wieder ein normales eigenständiges Leben führen was so nicht möglich ist...
Ich weiß welche riesen Nachteile für die eigene Freiheit die Substi hat im Vergleich zur Schmerztherapie aber ich sehe einfach keine Lösung. Eine komplette Entgiftung packe ich nicht und würde die auch nur durch Druck von außen machen..
Vielleicht hat der ein oder andere ja Tips für mich wie ich mich bei dem ersten Treffen mit dem substituirenden Arzt zu verhalten habe damit er nicht auch nur die Entgiftung als einzige Möglichkeit aufzeigt, was mein Untergang wäre..
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Schmerzpatient78
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Anmeldungsdatum: 19.03.2016
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2017 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Achja, ich war schon zu einem Beratungsgespräch bei der Drogenberatung aber alle stellen mir nur den "qualifizierten Drogenentzug" als einzige Möglichkeit dar... Warum hier in NRW alle so gegen eine Substitution sind verstehe ich nicht. Auch mein Schmerztherapeut hat als einzige Möglichkeit eine Entgiftung "vorgeschlagen" eher diktiert...
Opiatfrei Leben packe ich leider zur Zeit nicht und weiß auch nicht ob ich das jemals schaffe, jedenfalls in meiner aktuellen Situation ist es unmöglich. Ich weiß das hört sich traurig an, aber es ist leider so... Ich habe schon soo oft versucht ohne zu leben, aber es fällt mir einfach zu schwer und ich verliere dann jeglichen Lebenswillen... Das kann doch auch nicht Sinn und Zweck sein Sad
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Domenico
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Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 2372

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2017 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

hi schmerzpatient du musst einfach ganz normal sein und nicht vorher anrufen und nach einem platz fragen dann wimmeln die einen sofort ab so war es jeden falls
jedes mal bei mir einfach hingehen und wartezeit mitbringen.und du musst nicht unbedingt was von der schmerztherapie sagen du kannst auch sagen das du fenta und oxys schwarz konsumiert hast über längere zeit.hast du schonmal shoree genommen denn es wäre von vorteil wenn du auf opiate positiv reagierst.lg
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Schmerzpatient78
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Anmeldungsdatum: 19.03.2016
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2017 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ja klar hab ich schon mal Shore genommen. Aber ist das den wirklich notwendig um in die Substi zu kommen? Ich bin zur Zeit fast pleite und meine Familie gibt mir wegen der Sucht kein Geld mehr... Würde es im schlimmsten Fall auch reichen ein "Bubble" (so 0,3g Heroin) zu nehmen bevor ich dahin gehe? Eigentlich müsste ich doch durch das Oxy und Fentanyl immer positiv auf Opiate sein oder?
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 1895

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2017 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Schmerzpatient 78...

Das du kein Schmerzpatient bist checken halt auch dein Arzt und Drobse...

Ich mein du gibtst dir Fentanyl...das kriegen Menschen mit Krebs im Endstadium und Höllenqualen...

Du willst aus der Sache mit nem "Fingerschnipp" raus...so als wär nie was gewesen...

Das wird nicht funzen...
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Domenico
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 2372

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2017 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

nein es ist theoretisch nicht nötig das du opiate positiv bist aber das würde das ganze erleichtern.den ich hab schon von nem kumpel gehört der auch schmerzpa-
tient war und übertrieben hatte so wie du also halt mehr genommen hat und noch andere oipiode dazu und als er das so beim subtiarzt erzählt hatte hatte er
gelitten.der arzt hat dann gesagt er solle sich an seinen vorigen schmerzarzt wenden und ende.deswegen nichts davon erzählen das du schmerzpatient bist ist aber deine entscheidung.und wenn du nicht gut lügen kannst dann lass es auch sein weil der arzt es sofort merken würden.aber das mit meinem kumpel ist nur ein fall es könnte auch so klappen.ich glaub sogar hier im forum war jemand hab den namen vergessen der als schmerzpatient in subti ist.
ich weiss ja auch net wieviele subtiärzte ihr bei euch habt bzw. wieviele noch aufnehmen und wie streng die sind.also ich musste bis jetzt bei keinem arzt ein halbes jahr kommen bevor ich take home bekam und ich habe zwei ärzte gehabt und meine jetzige ärztin.also insgesamt drei verschiedene.spätestens nach 2-3 monaten hab ich take home bekommen.
aber jetzt ist es überall strenger ich hatte nur glück nach zwei wochen take home zu bekommen nach meiner letzten nicht geschafften bzw. in einverständins mit dem chefarzt beendete therpie weil sie nichts für mehrfachdiagnosen war,weil ich
die ärztin halt schon lange kennne und schon öfters bei ihr in subti war.aber die meisten gerade wenn du da wohnst wo die subti ist musst du auf jeden fall überall ein halbes jahr kommen bevors take home gibt.ausnahmen nur manchmal bei job und weiter wegwohnen ohne füherschein zusammen,dann vielleicht.aber nie von anfang an!fazit:es ist klar von vorteil wenn du opiate positiv hast!muss ja nur einmal drin sein danach darfste ja eh keinen BK mehr haben.lg
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Domenico
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Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 2372

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2017 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

PS:ja klar 0,3 würden reichen wenn das zeug nicht total scheisse ist.und erst so
spät wie möglich konsumieren weil manche geben UK ins labor macht meine ärztin auch alle zwei wochen und dann soll der wert in deinem fall doch so hoch wie möglich sein,oder? Wink
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Schmerzpatient78
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.03.2016
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 6. Aug 2017 03:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das ich schwer abhängig bin weiß ich leider auch... Ich hab es ja schon versucht das Fenta abzusetzen aber diese hammer harten Entzugserscheinungen die sogar bei "nur" 3-4 mal 80mg Oxycodon auftretten sind echt qualvoll und haben mich zur Verzweiflung getrieben in den letzten Tagen...
Wird man denn beim Substiarzt dementsprechend eingestellt oder muss man am Anfang sehr leiden ? Ich hab einfach Angst das alles nicht zu packen... Und in ner Entgiftung wird bestimmt nur das als Anhaltspunkt genommen was ich offiziell vom Arzt bekommen habe oder nehmen die Rücksicht auf meinen Fentakonsum ? Ich hab einfach null Erfahrung mit sowas und weiss überhaupt nicht was da auf mich zu kommt.. Und das fördert natürlich Ängste ins unerdenkliche..
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Praxx
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2756

BeitragVerfasst am: 6. Aug 2017 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

Die Drobse hält sich nur an ihre Leitlinien, wenn sie dir als erstes eine Detox vorschlagen.
Auf dem Einweisungsschein steht dann nicht "Abhängigkeit von Opioiden", sondern "Opioidfehlgebrauch, Überprüfung der Indikation, ggfs Neueinstellung der Schmerztherapie", du wirst dann erst auf ein gut steuerbares Opi eingestellt und schrittweise abdosiert - z.B. mit einer programmierbaren Pumpe, die das Abdosieren automatisch und ganz langsam übernimmt
Da bist du dann nicht auf einer Entzugsstation mit institutionell fest eingebauten Grausamkeiten, sondern wirst weiter als Schmerzpatient geführt... bei deinem jugendlichen Alter ist es extrem wichtig, die Diagnose "F11.2" zu vermeiden, die wirst du sonst dein Leben lang nicht mehr los!

Wenn das nicht funktioniert, hast du immer noch die Möglichkeit, eine Substitutionsbehandlung zu beginnen, die Voraussetzung "Opiatabhängigkeit" läge ja vor.

Die entfällt übrigens mit der neuen Gesetzesänderung, da steht jetzt "Abhängigkeit von Opioiden", was sogar Tramadol und Tilidin einschließt.

LG

Praxx
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Schmerzpatient78
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.03.2016
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 6. Aug 2017 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Praxx
Es ehrt mich ja wenn Du schreibst "in Deinem jugendlichen Alter" Wink aber leider bin ich schon etwas älter, die 78 steht tatsächlich für mein Geburtsjahr... Und was Du schreibst bzgl der Schmerztherapie, so eine habe ich dieses Jahr schon hinter mir. Aber leider total verbockt und weder geschaft das Oxy zu reduzieren noch mit dem Fenta aufgehört Sad im Nachhinein weiß ich erst wie gross dieser Fehler war und das mein Leben jetzt dadurch wahrscheinlich für immer versaut ist...
Was genau steht mir denn bevor mit so einer F11 Diagnose ? Ich hatte schonmal vor zehn jahren einen Arzt der mir diese aufdrücken wollte, was aber zum Glück nicht passiert ist... Jetzt komme ich da wohl nicht mehr drum herum, ausser ich versorge mich weiter illegal mit Opiaten, was aber soo viel an Lebensquallität nimmt...
Ich bin zur Zeit hin und her gerissen und weiss nicht was ich tun soll. Wenn ich zum Substiarzt gehe bekomme ich ja bestimmt auch sofort die Diagnose "Junky"
Ich wollte eigentlich noch etwas von meinem Leben haben und es nicht einfach so vergeuden als ewig Drogenabhängiger Sad aber von heute auf morgen aufhören klappt auch nicht.. Wäre es eigentlich möglich (wenn auch sehr unrealistisch) sich selbst ohne Klapse mit Metha/Pola runter zu dosieren und endlich weg vom Fentanyl ? Mit dem kurzwirkenden Zeug kann man sich ja unmöglich abdosieren. Im Gegenteil sogar, die Toleranz steigt ins unendliche und Oxy und co wirken nicht mehr wie früher, was mein größtes Problem ist
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Dr.Mabuse
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 1895

BeitragVerfasst am: 6. Aug 2017 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Schmerzpatient...

Mit F11 ist dann gemeint,das du Abhängig bist,das erfährt deine Krankenkasse,und die Diagnose ist dann in Stein gemeisselt...

Ich hab die Diagnose F blablabla als Alkoholiker...die geht auch nie mehr weg...

Die Nachteile,die durch solch eine Diagnose entstehen können,kannst du ja mal in ruhe im Netz Googeln...

Ich wollte eine Reha beantragen,damals wegen meiner kaputten Schulter...abgelehnt wegen F blablabla...

Du hast Angst und die "Scham" ist sehr groß,das kann ich gut verstehen...weil das "Kartenhaus" langsam in sich zusammenfällt...

So wars bei mir auch...

Kongrete Tipps kann ich dir nicht geben,da Alki und noch nie Opis genommen...

Mach aber bitte kein Scheiß,aus einer Kurzschluss Reaktion heraus...dein Leben sollte dir mehr wert sein,als die Angst "Erwischt" zu werden...

Und hör auf Praxx...

Gruß..
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buddy84
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 10.11.2014
Beiträge: 145

BeitragVerfasst am: 9. Aug 2017 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo schmerzpatient,
Versuch erstmal ehrlich zu sein und sage das hat dir nicht gereicht und du hast dich noch anders versorgt und bist dadurch in eine abghängigkeit gerutscht oder versuche zu sagen das die Dosis nicht ausreicht und so so dolle schmerzen hast,dass du mehr genommen hast und es nicht mehr aushält und Hilfe brauchst.normal dürfte es kein Problem sein in substi zu kommen weil du ja opioid abhängig bist...oder Versuch es so und Rauch dir vorher ne Kugel dann kommst du auf jeden Fall in substi eigentlich was keine Animation sein soll nur eine Idee:)
Vielleicht könnte ich dir ein wenig helfen hoffe ich sowas ich doch immer sch...
Glg der buddy
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Yez
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 1437

BeitragVerfasst am: 9. Aug 2017 09:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hey " Schmerzpatient "

wie sieht es denn jetzt aktuell aus .

In welche Richtung möchtest du laufen ?
Oder was hast du unternommen ?

Gruß

Yez
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