Von L-Polamidon auf Buprenorphin wechseln

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ANPP
Anfänger


Anmeldungsdatum: 03.01.2015
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 8. Sep 2017 02:46    Titel: Von L-Polamidon auf Buprenorphin wechseln Antworten mit Zitat

Hi,

"ist schon ne weile her und seitdem ist viel passiert, Scheiße kommt und Scheiße geht .. nichts als Scheiße weit und breit.."

Nee, quatsch eigentlich ist bei mir so weit alles ok. Was mich jetzt nach einigen Jahren Polamidon auf ziemlich genau 50mg/Tag ein wenig nervt ist die Tatsache dass ich -für mich untypisch- ziemlich faul und lethargisch geworden bin. Auch ein wenig dicklich, immerhin 115kg auf 194cm..
Das Hauptproblem ist aber dass mir Schmerztechnisch mit dem Polamidon wahrscheinlich nicht optimal geholfen ist und ich aus den beiden genannten Gründen gerne auf Buprenorphin wechseln möchte.
Wenn ich genau nachdenke kommt noch hinzu dass ich gerne ein Leben ohne ständiges Opioidgefühl probieren möchte, da ich gerne ja irgendwann auch mal komplett ohne auskommen möchte... vielleicht illusorisch.. vielleicht aber auch mein zum Glück noch nicht aufgegebener, ständig wütender Kampf. Für mein Trigeminusproblem ist gerade ein spezieller Arzneistoff in der Entwicklung der mir in einigen, wenigen Jahren ermöglichen könnte ohne die Kombi aus Opioid und Antiepileptikum aus zu kommen.

Tjo, also das ist die Ausgangssituation, substituierter Schmerzpatient der seit Jahren auf einer mittelhohen Polamidondosis rumlungert mit diverser Motivation zum Wechsel auf Buprenorphin.
Dass das nicht einfach so geht ist wohl klar.

Mein Arzt hat mir mehrere Szenarien vorgeschlagen wie das ablaufen könnte:

1. Wochenweises abdosieren um 5mg bis ich auf ca. 10-20mg bin und dann wechseln. (Blöd weil dann wochenlang die Schmerzen teilweise unbehandelt sind)
2. Ein paar Tage (3-4) gar nichts nehmen bis es richtig eklig wird und dann wechseln.
3. Sofort runter auf 20mg .. das ein paar Tage nehmen, dann 1-2 Tage Pause
und dann wechseln.

Mit wechseln ist bei ihm jeweils gemeint, erstmal 2mg BUP, ein paar Stunden abwarten, dann wieder 2mg.. bis es irgendwann gut ist oder (Und das ist meine Angst -es richtig kracht)

Es ist nämlich so dass ich mit Buprenorphin schon gute sowie schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich hatte mal .. vor Jahren, nachdem ich Fentanyl (ein eher kurz wirksames opioid) genommen hatte, 48 Stunden gewartet, bevor ich Buprenorphin genommen habe. Erst 2mg -nix passiert dann wieder 2mg und da ging die Party so richtig los. Durchfall, Erbrechen, Entzug vom feinsten. 12 Stunden später war es dann OK, aber die Nacht hatte mir so einen Schiss eingejagt dass ich ziemlich gleich wieder mit "normalen" opis weitergemacht habe. Diese Aktion hat sich ein bisschen bei mir fest gebrannt und ich kann mir nicht so recht vorstellen dass Vorschläge Nummer 2 und 3 so recht funktionieren können ohne einem Mindestmaß an Komplikationen.
Blöderweise ist Nummer 1 Auch keine Option, da ich nicht wochenlang mit schlimmen Schmerzen aushalte.

Hat von euch jemand Vorschläge oder Erfahrungen wie so etwas ablaufen könnte?

Von der berner/ravensburger-Methode hält mein doc nicht so viel.. wahrscheinlich mangels Erfahrung.
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Domenico
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 3085

BeitragVerfasst am: 8. Sep 2017 07:21    Titel: Antworten mit Zitat

hi ,es gibt noch eine vierte und die meiner meinung nach beste möglickeit sich in
einem stationären aufenthalt umstellen lassen die gehen auch bis 4ml mindestens runter also 20mg aber in kürzerer zeit und du musst mindestens 48st assetzen und es klappt hab ich auch schon gemacht und ich habe damals mit 60mg angefangen
und es hat gut geklappt nur leider war subutex nichts für mich weil meine depris und ängste immer schlimmer wurden aber in der regel ist das nicht so ich denke das war nur bei mir so wegen etlichen störungen die ich habe.aber das wäre doch eine variante 4 wochen entgiftung und umstellung auf tex.lg
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Lillian
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3894

BeitragVerfasst am: 8. Sep 2017 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hälst du dich an die Regeln zur Umstellung wird dir nichts passieren wenn du umgestellt wirst. Ich habe mich 2 mal umstelllen lasssen. Einmal vom Metha und einmal von Pola.

Letztes Mal am Sa. noch 2 ml genommen, So nicht zur Vergabe und am Montag gab's direkt ne 8er.

Und da ist auch nichts passiert.

Habe mich innerhalb von einer Woche von 7ml auf 2ml runterdosieren lassen. Ging auch ohne Probleme.

Wünsche dir alles gute und Durchhaltevermögen.
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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3064

BeitragVerfasst am: 8. Sep 2017 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Beste und gut bewährte Möglichkeit:
Das "Ravensburger Modell"
Metha- oder Poladosis beibehalten, Buprenorphin sukzessive in steigender Dosis dazu, Beginn mit 0.4mg. Täglich um 0.4mg steigern, ab 2mg jeden 2.Tag 1mg dazu, bei 8-16mg kann Metha/Pola dann sofort beendet oder über wenige Tage schnell ausdosiert werden.
Hab das gerade mit gutem Erfolg durchgezogen - keine Probleme, nur geringer Entzug nach Absetzen des Methadon, keine weiteren Maßnahmen nötig...

LG

Praxx
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dakini
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2709

BeitragVerfasst am: 8. Sep 2017 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

ANPP,

ich kann Dir auch nur Mut zusprechen. Meine Freundin hat es vor kurzem auch so durchgezogen, wie Praxx beschreibt. Sie war zwar im Krankenhaus, aber das Modell wurde so angewandt. Von Metha auf Subutex. Sie hat es sehr gut verkraftet und nimmt nun Subutex. Wink
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simbalabum
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.10.2015
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2017 03:07    Titel: Antworten mit Zitat

@Praxx:
gibt es für die Ravensburger Methode auch schon Anwendungsversuche bei Morphin, also Substitol?

Bin momentan etwas verwirrt, welche Dosierungen bei Substitol jetzt wirklich erhältlich sind. Bei Einführung hieß es, 100 und 200mg, im "Waschzettel" stehen jetzt auch noch 30 und 60mg drin, inkl. Farbbeschreibung, scheint also mittlerweile zu existieren.
Falls aber nicht, hab ich eher Horror in 100er Schritten runterzugehen...
(sicher ist das Granulat teilbar, damit hätte ich selbst auch kein Problem, das Gegenüber mglw. aber schon)

Und gleich noch ne Frage zu Substitol, vllt. kannst Du oder jmd anderes mir das auch noch beantworten: wieder im Waschzettel steht, es gäbe 10er, 30er, 60er, 90er und 120er (2x60) Packungen - sind die auch im Handel erhältlich?
Denn es steht gleichzeitig dabei, dass mglw *nicht* alle erhältlich sind, und dann kapier ich an der Stelle gar nichts mehr, wieso es Packungsgrößen gibt, zumindest laut Packungsbeilage, wenn die dann nicht zu bekommen sind.

heißen Dank!
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simbalabum
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 13.10.2015
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2017 06:07    Titel: Antworten mit Zitat

jetzt hab ich noch was gefunden, kriege aber davon nicht mehr als die Quellenangabe:
Zitat:
Substitutionstherapie bei Heroinabhängigkeit – Substi-
tol ® : Neue Wirkstärken und optimierte Packungsgrößen.
Suchtmedizin Jg. 18, H. 5 (2016), S. 276

- sonst würde das evtl. meine 2. Frage schon beantworten.

immer diese doccheck-wall... :/
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