Wie stark ist der Suchtdruck

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Ela1968
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Anmeldungsdatum: 30.05.2015
Beiträge: 345

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2018 19:30    Titel: Wie stark ist der Suchtdruck Antworten mit Zitat

Hallo,Heroin gilt ja als Droge mit dem stärksten Suchtdruck und ich wollte mal fragen,ist es überhaut möglich ohne Substitution davon wegzukommen...was macht die Droge so schwer abhängig...bitte um Antworten,lg,Ela
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Praxx
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3005

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2018 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

Nö Ela - beim Heroin ist es erstmal der drohende Entzug, der dich bei der Stange hält...
Alle Abhänggen von irgendwas bezeichnen den Suchtdruck als vergleichbar... angeblich sind ja Crack und Crystal am schlimmsten - aber auch Benzos oder Alkohol stehen da nicht viel nach...
Es läuft darauf hinaus, dass angeblich immer die Droge den größten Suchtdruck macht, von der der Erzähler selbst am schlechtesten wegbleiben kann.
Wirklich abstinente Ex-User sagen Jahre später immer, das sei ja eigentlich ganz einfach gewesen, egal, was sie früher konsumiert haben

LG

Praxx
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Mohandes59
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1442

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2018 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Kann man so oder so sehen ...

Drohender Entzug ist klar ein massiver (körperlicher) Suchtdruck. Und jeder hat individuell Suchtdruck nach der Droge, der er verfallen ist.

Trotzdem, die Heroine unter den Rauschgiften ist schon besonders! Wer's kennt weiß Bescheid. Aufhören kann man trotzdem. Der Gedanke bleibt immer.

LG Mohandes

P.S. Wenn ich mir eine Henkers'mahlzeit' aussuchen müßte, wäre es eine schöne Nase Heroin. Dazu eine Zigarette ... und dann würde ich dem Tod gelassen entgegensehen.
NEIN - ich habe keine suizidalen Tendenzen, keine Todessehnsucht. Ich lebe gerne!
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3872

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2018 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wirklich abstinente Ex-User sagen Jahre später immer, das sei ja eigentlich ganz einfach gewesen, egal, was sie früher konsumiert haben

Tatsächlich habe ich diese Erfahrungen und teile sie mit einigen Freunden, ohne zu vergessen wie der Entzug war, vom körperlichen her, wie von der Dauer, bis das System wieder funktionierte. Egal, ob Heroin oder Methadon, wobei ich das in meiner aktiven Zeit und auch in den 12-15 Monaten nach dem körperlichen Entzug nie und nimmer unterschrieben hätte...wobei, der körperliche Entzug vom Methadon nen Witz war ggb. kalten H Entzügen!
Zitat:
Der Gedanke bleibt immer.

Natürlich, wie so viele Erinnerungen vom Sex mit der ersten grossen Liebe in Fahrstühlen, Kornfeldern oder dem nächsten Hauseingang oder das erste perfekt zubereitete Tournedo in einem Sternerestaurant,oder einfach nur der Sonnenaufgang am Meer mit guter Musik im Ohr, aber auf der Rangliste irgendwo im hinteren Feld unter den ersten Dutzend Wink

Zitat:
ist es überhaut möglich ohne Substitution davon wegzukommen.


Ich würde sogar meinen, dass der weitaus grösste Teil ohne Substitution den Absprung schafft! Leider habe ich mich den Sachzwängen untergeordnet und bin in Substitution gegangen, zu einem Zeitpunkt, als der Absprung sicherlich fast schmerzlos gewesen wäre.. einfach nur dumm! Aber es war so einfach!

Zum Suchtdruck habe ich mir letztens allerdings noch Gedanken gemacht. Nachdem mein Vater auf Fenta umgestellt wurde, brachte ichs nicht übers Herz die noch vorhd. 60-70 Oxys wegzuschmeissen, ausserdem gaben sie Energie fast ohne Schlaf auszukommen. Aber nach 6 Wochen waren sie weg und es fehlte mir etwas ( oh Wunder!), aber Nachschuborga war keine Option, also wurde der Suchdruck ( den ich eher hier als Lust bezeichnen würde) weggeschoben. Suchtdruck ist ´was anderes!

LG N
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rock
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2018 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

nebukadnezar hat Folgendes geschrieben:
Ich würde sogar meinen, dass der weitaus grösste Teil ohne Substitution den Absprung schafft!

Unterschrieben, mit Brief und Siegel !
Man bemerkt es kaum, weil die Leute einfach verschwinden. Manche in den Knast, in die Klapse, aber der eigentlich überwiegende Teil verabschiedet sich in ein "anderes", ein "normales" Leben. Diese Leute binden dann auch nicht jedem auf die Nase, daß sie mal süchtig waren. So fallen sie nicht auf - und sie fallen aus praktisch allen Statistiken heraus.
Cheers
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3573

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2018 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
Nö Ela - beim Heroin ist es erstmal der drohende Entzug, der dich bei der Stange hält...





Mich hat früher(leider!) noch kein H-Entzug davon abgehalten, wieder zuzugreifen, egal wie sehr ich gelitten und über den Affen geflucht hab. In dem Moment sagte ich dann: Nie wieder! ... aber leider hatte dieses Wissen offenbar nur eine sehr kurze Halbwertszeit...

Heutzutage komme ich mit meinem Opioid klar und es geht mir NICHT UMS AUFHÖREN! es geht nur ums reduzieren und ums gesund bleiben und richtig damit umgehen!Mir geht es tipitop und vorallem.. der Suchtdruck ist tatsächlich weg, ich habe wirklich kein Bedürfniss mehr auf H...

Nichts desto trotz...bin ich immer wachsam, denn diese Selbstsicherheit kann auch trügerisch werden...
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Ela1968
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2015
Beiträge: 345

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2018 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

Meinst Du jetzt Subutex, aber das ist ja kein Opiod, sonden ein Opiatblocker oder`?
Bei mir sind es die Benzos,die ich immer wieder versuche zu reduzieren, denn ursprünglich brauchte ich sie nur wegen meinen Angstzuständen und Panikattaken,doch jetzt bin ich körperlich abhängig und das ist so scheisse, denn auch wenn es mir psychisch gut geht,muss ich sie nehmen.
Habe auch schon öfters Tramal genommen,ursprünglich wegen Schmerzen,aber dann merkte ich, dass sie mir auch psychisch halfen.
Habe die Tropfen schon dreimal abdosiert, aber wenn ich sie im Haus habe,gehe ich dran, spätestens bei meiner nächsten Migräneattacke.
Diese Attacken habe ich dann immer tagelang und sie helfen auch zum schlafen.
Diese bes...Abhängigkeit, würde gerne ohne alles leben können, doch ohne alles habe ich solche Angstzustände ...hatte Zeiten, da konnte ich nicht mal das Haus verlassen, einkaufen oder busfahren.
Und wie ist das bei Dir...wie kommst Du so im Alltag klar?LG, Ela
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Soltau
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1621

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2018 16:30    Titel: Re: Wie stark ist der Suchtdruck Antworten mit Zitat

Ela1968 hat Folgendes geschrieben:
Hallo,Heroin gilt ja als Droge mit dem stärksten Suchtdruck und ich wollte mal fragen,ist es überhaut möglich ohne Substitution davon wegzukommen...was macht die Droge so schwer abhängig...bitte um Antworten,lg,Ela


Ela, bist du selbst betroffen?
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Mohandes59
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1442

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2018 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ela1968 hat Folgendes geschrieben:
Meinst Du jetzt Subutex, aber das ist ja kein Opiod, sonden ein Opiatblocker oder`?
Bei mir sind es die Benzos,die ich immer wieder versuche zu reduzieren, denn ursprünglich
Diese bes...Abhängigkeit, würde gerne ohne alles leben können, doch ohne alles habe ich solche Angstzustände ...hatte Zeiten, da konnte ich nicht mal das Haus verlassen, einkaufen oder busfahren.
Und wie ist das bei Dir...wie kommst Du so im Alltag klar?LG, Ela

Hi Ela,

wen meinst Du? Ich komme gut klar, auch im Alltag. Bin nicht in Substi, hole mir 1x im Monat mein Substi privat (vom Schwarzmarkt) und kann es mir inzwischen auch gut einteilen. Nicht zum breitmachen, sondern um die Synapsen zu füttern & die inneren Dämonen zu killen. Kleine Dosen reichen auch. Suchtdruck nach H erstaunlich gering, 2-3 Mal im Jahr ein 'Rückfall' bei dem ich nicht (mehr) verzweifele.

Manche würden sagen, ich habe resigniert. Nein, im Gegenteil. Ich habe nur die Sucht als Teil von mir akzeptiert. Und seitdem (war ein langer Prozeß) ist der Druck weg. Und es gibt noch so viel mehr im Leben ...

Zu den Begriffen:
Opiat = im Opium vorkommend, also Morphin, Codein, etc.
Opioid = opiatähnlich, dockt an dieselben Rezeptoren an. Also Oxycodon, Hydromorphon, Tramal, etc. und die in der Substi verwendeten wie Methadon, Polamidon, Subutex (Buprenorphin).
Subu ist ein atypisches Opioid, sehr hohe Affinität an den Rezeptoren und verdrängt fast alle anderen Opioide.

Grundsätzlich (nach meinem Körpergefühl) sind halb- oder vollsythetische Opioide schlechter verträglich als z.B. Morphin. Tramadol würde ich nicht nehmen, Subutex erst recht nicht, der Affe von Metha ist quälend weil er sich über Monate hinzieht, usw.
Schreibe ich so nach meiner Erfahrung ... da sind schon so einige Entzüge zusammengekommen Sad *grusel* Sad - H ist dreckig aber kurz, am schlimmsten hat mich ein Metha-Entzug vor Jahren geschüttelt.

LG Mohandes
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Ela1968
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2015
Beiträge: 345

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2018 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Oh nein, aber mein Exfreund...er ist ja auf Subutex und habe ihn damals erwischt,dass er sich was gespritzt hat.Das war ein Schock für mich und als wir später darüber redeten, meinte er, dass es immer in seinem Kopf kreist, sich was zu spritzen.Er meinte er hätte sich Subutex gespritzt...und es war nicht das einzige Mal, ich habe es immer sofort in seinen Augen gesehen.
Er meinte auch, ohne Subutex würde er sofort wieder Heroin nehmen und er könnte Subutex nie abdosieren.
Deswegen meine Frage...Gott sei Dank hatte ich vor Drogen wie Heroin,Kokain, LSD usw. immer Angst.lg,Ela
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Ela1968
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2015
Beiträge: 345

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2018 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, ja ich meinte Dich Mohandes und der andere Beitrag ist die Antwort auf Deine Frage Soltau
Smile
Kann es eigentlich sein,dass das genetisch ist, wenn man süchtig ist?Mein Vater wa tablettensüchtig und alkoholabhängig.LG, Ela Smile
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rock
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2018 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ela1968 hat Folgendes geschrieben:
Oh nein, aber mein Exfreund...

Du solltest das Kapitel bereits abgeschlossen haben !
Subutex hat er kaum gedrückt, da hat er Dir vermutlich einen Bären aufgebunden. Es wird wohl was anderes gewesen sein, möglicherweise H.
Subutex bringt, wenn überhaupt, nur eine sehr subtile Wirkung. Es läßt einen klaren Kopf haben und bietet die vergleichsweise zu H zB stark erleichterte Möglichkeit, aktiv zu sein. Das ist ja das Gute daran, man ist nicht so "gedämpft", wie von Opiaten/Opioiden idR sonst üblich.
Darum ist es auch ideal, um abzuspringen. Man ist nicht entzogen, nach wie vor d'rauf, kann sich aber sehr gut organisieren und gegebenenfalls auf den Absprung vorbereiten. Da man das Zeug ja normalerweise vom Doc bekommt, ist man auch entsprechend versorgt. Man kann wunderbar abdosieren. Insgesamt also in meinen Augen das Beste um einigermaßen glatt aus einer Opiatsucht herauszukommen.
Nichts ist das Zeug hingegen für jene, die eine Wirkung spüren wollen. Und da hakt es sich mit Deinem Ex-Freund und dem Subutex ...
Aber wie schon gesagt, vergiß' ihn doch, es hindert Dich nur, wenn Du Dich sorgst. Helfen kannst Du ihm nicht ! Du mußt Dir helfen und da ist es gar nicht gut, zurückzublicken !
Cheers
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Ela1968
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2015
Beiträge: 345

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2018 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lieber rock,
das Thema kommt eben ab und zu wieder hoch, wenn ich in die Wohnung muss und ich ihn manchmal dann sehe...aber es wird nie wieder was werden,spiele doch sogar mit dem Gedanken, hier ganz wegzuziehen und habe heute Wohnungen in Bochum gesucht.
Aber da hätte ich ja dann keine Betreuerin und kenne niemanden,trotzdem werde ich das bei meiner Betreuerin ansprechen.
Ich hätte sogar eine Wohnung ab 1.April in Aussicht...aber erstmal ne nacht drüber schlafen,lg Ela@
Was hälst Du davon?
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Soltau
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1621

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 08:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ela1968 hat Folgendes geschrieben:

Kann es eigentlich sein,dass das genetisch ist, wenn man süchtig ist?Mein Vater wa tablettensüchtig und alkoholabhängig.LG, Ela Smile


Ich persönlich glaube nicht daran, dass das genetisch bedingt ist; ich denke eher, dass es daran liegt, dass ein Kind bestimmte Verhaltensweisen, die es von den Eltern tägl. vorgelebt bekommt verinnerlicht. Das eine Kind wird später dann ebenfalls süchtig und das andere extrem abstinent, da es sein erlebtes Leid nicht wiederholen mag bei sich selbst.

Kinder, die liebevoll erzogen werden und mit einem gesunden Selbstwert ausgestattet sind werden kaum süchtig werden, da sie es sich Wert sind ihre psychische und physische Gesundheit zu erhalten.

Soltau
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Sternenkämpferin
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 14.12.2016
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 09:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

also ich bin mir nicht sicher, ob es da doch was mit den Genen zu tun hat.
In meiner Familie gibt es jede Menge Alkoholiker, die auch daran gestorben sind. Eine Cousine war auch stark abhängig von Heroin und wird schon seit Jahren mit Morphin behandelt.
Meine Mama sagt mir schon, seit dem ich 16 bin, ich soll ja mit dem Alkohol aufpassen, da wir wirklich einige Süchtigen in der Familie haben.
Wie das so ist trinkt man mit 16 und da hieß es schon, wenn ich so weiter mache werde ich zum Wochenendalkoholiker wie mein Opa. Sind auch alle relativ früh gestorben...
Meine Eltern z.B. Trinken zum Essen 1 Glas Wein. Habe meinen Vater bisher nur 3x betrunken gesehen und meine Mama 2x. Also, beide keine Trinker, genauso wie mein großer Bruder, der schon immer Sportler ist.
Bei mir war es z.B. so, dass ich das Kiffen immer ausprobieren wollte, das war mir mit 14 schon klar, aber woher das kommt wusste ich nie.
Von daher denke ich, dass es da schon einen Zusammenhang gibt...

Grüße
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