Wie stark ist der Suchtdruck

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Sternenkämpferin
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 14.12.2016
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

Vergessen Idea

Ich wurde sehr liebevoll erzogen mir hat es an nichts gefehlt. War im Sportverein und hatte immer Freunde...
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rock
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ela1968 hat Folgendes geschrieben:
Aber da hätte ich ja dann keine Betreuerin und kenne niemanden,trotzdem werde ich das bei meiner Betreuerin ansprechen.
Ich hätte sogar eine Wohnung ab 1.April in Aussicht...aber erstmal ne nacht drüber schlafen,lg Ela@
Was hälst Du davon?

Tapetenwechsel kann ausgesprochen gute Auswirkungen haben.
Probleme, Kontakte zu knüpfen (generell) oder gar Sozialphobie hast Du ja nicht. Mir ist zumindest nichts in die Richtung aufgefallen bei Dir.
Natürlich wäre es super, fändest Du an einem neuen Wohnort gleich ein paar liebe Leute, Kontakte, die Dir das "Einleben" erleichtern.
Es ist aber auch so, daß man sich an einem neuen Wohnort erst einmal orientieren, sich organisieren muß. Also wo geh' ich einkaufen, wie komme ich von A nach B ? Usw, usf ... Das beschäftigt einen und wenn man mit offenen Augen durch die Weltgeschichte läuft, dann hat man erst mal einiges zu tun, das von den unnötigen Problemen der Vergangenheit (Ex-Freund, Familie etc) ablenkt und alleine die "Neuheit" der Umgebung kann eine Super-Unterstützung sein.
Grundsätzlich fände ich es also gut, würdest Du die Stadt wechseln. Grundsätzlich ...
Denn das Ganze kann natürlich auch andere Formen annehmen. Wenn Du unsicher bist, ist es schon möglich, daß die positiven Effekte ausbleiben und Du Dich nach der "alten Heimat" zurücksehnst.
Ich selbst bin "geborener" Reisender, ich liebe es, fremde Gegenden zu erkunden. Und ich kann mich überall heimisch machen. Das ist aber nicht allen gegeben. Wie es bei/mit Dir ist, das kannst wohl nur Du wissen/ergründen.
Deine anscheinend fähige Beraterin wird Dich unterstützen bei diesen Entscheidungen und ich hoffe sehr, daß sie Dich gut unterstützt, daß sie Dir gute Ratschläge gibt und Dir nach Möglichkeit hilft, sie umzusetzen.
Aber Du wirst das schon schaffen, ich wiederhole mich: Ich habe ein gutes Gefühl, was Deine Zukunft anbelangt ! Du darfst nur nicht den Fehler machen, zu sehr mit der Vergangenheit zu hadern. Das Leben, Dein Leben liegt in der Zukunft !
Cheers
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Kamikaze1970
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 396

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt meine ich auch noch einmal meinen Senf dazugeben zu müssen:
Also ich denke schon, das die Genetik einen mehr oder weniger großen Einfluß auf eine Suchtkarriere hat, ganz egal ob illegale Substanzen oder Alkohol.
Mein Opa war Alkoholiker, mein Onkel hat besoffen einen Menschen mit dem Auto getötet( in den 70ern), die Familie bestohlen, belogen und später bei der Bundeswehr hat er seine Kameraden beklaut...abartig.
Obwohl er ein armes Schein war, dass von klein auf ständig Prügel von seinem Vater, also meinem Opa bekommen hat.
Meine Ma ist zwar nicht Drogenabhängig und auch (noch?) keine Alkoholikerin, aber sie trinkt doch immer wieder gerne mal 2-3 Pinnchen Vodka am späten Abend, so 2-3 mal die Woche, manchmal mehr.
Mein Vater hat sich beim Bund (12 Jahre) den Magen kaputt gesoffen ist aber seit Jahren ein recht gemäßigter Trinker geworden.
Meine Schwester(die Gute), studierte Psychologin und gut dotierter Job als Beamtin bei Agentur für Arbeit, trinkt seeeehr gerne und oft viel Alkohol und hat bis vor 2-3 Jahren auch gerne mal gekifft.
Und ich bin ja seit bald 30 Jahren mit Cannabis, Koka, Pilzen usw. dabei und seit gut 25 Jahren von Heroin und anderen Opioiden abhängig.
Aber seit einigen Monaten dosiere ich das Metha ab, inzwischen auf 5,8 ml von 12 ml kommend.
Sorry für das Geschwafel, bin gerade etwas stoned.
Aber glaube auch, dass neuere Erkenntnisse der Wissenschaft einen Zusammenhang zwischen Genetik und Suchtveranlagung vermuten lassen.
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Dr.Mabuse
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 2940

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Genetik ist doch schon längst bewiesen...

Auf kippenpackungen steht "Kinder von Rauchern werden selbst Raucher"...

Bei Alkohol wenn eins der Elternteile Abhängig war/ist besteht 50 Prozent Chance das das Kind auch Abhängig wird...

Ich bin 45 und hab keine Kinder...irgendwo tut das weh wie Sau...aber besser...

Das die Blutlinie endlich ausläuft und so kranke Gene nicht weitergegeben werden...

Dreck Sucht...
Dreck Sicht
DRECK SUCHT
..
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andy1977
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 2699

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke eher das bei kindern die Mechanik ,wie zb umgang mit Problemen etc

weitergegeben wird.

Genetik stimmt aber auch , wie zb Chinesen.


LG Andy
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andy1977
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 2699

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Bei den Chinesen aber nur der Alkohol. Denen fehlt irgend ein Enzym in der

Leber ,glaub ich. Was bewirkt das sie schon bei kleinsten mengen betrunken

werden.

LG andy
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Dr.Mabuse
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 2940

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Enzym hat ja mit Genetik nix zu tun...

Und ja...den Chinesen fehlt was...

Gehirn...
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1218

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bei Alkohol wenn eins der Elternteile Abhängig war/ist besteht 50 Prozent Chance das das Kind auch Abhängig wird...


So einfach ist das, und dann doch wieder so kompliziert Wink
Seriöse wissenschaftliche Untersuchen weisen darauf hin, dass Alkoholismus zu 50% genetisch determiniert sein kann. (Man beachte "hinweisen" und "kann".)
Wenn dann noch andere Faktoren, wie das Umfeld u.a. dazukommen, dann kann das Risiko für ein Suchtveranlagung deutlich erhöht sein.
Sehr, sehr selten kommt es vor, dass eine Person auch wirklich alle Risikofaktoren, von denen viele bis heute der Wissenschaft noch unbekannt sind, auch tatsächlich aufweist.
Ferner "überspringen" genetische Faktoren manchmal auch ganze Generationen.
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andy1977
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 2699

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alkoholintoleranz


LG andy
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Dr.Mabuse
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 2940

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2018 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Welche Seriöse Erkenntnisse?

Aus dem Hindukush..?

Was mein Umfeld betrifft alles Studierte oder Bodenständige Leute...
Am Umfeld kanns bei mir nicht gelegen haben...
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Mohandes59
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1559

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2018 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

Dr.Mabuse hat Folgendes geschrieben:
Welche Seriöse Erkenntnisse?

Aus dem Hindukush..?

Was mein Umfeld betrifft alles Studierte oder Bodenständige Leute...
Am Umfeld kanns bei mir nicht gelegen haben...

Genetische Veranlagung? Was mich betrifft: Vater, Tante, Onkel, Großvater, usw. - alles mehr oder weniger hochgradige Suchtis! Aber diese Ausrede lasse ich für mich nicht mehr gelten. Es ist eine VERANlagung, ob zu 50% oder wie viel auch immer. Was ICH dann daraus mache, ist mein Leben!

Studierte und bodenständig Leute? Können auch strohdumm sein. Wieso Hindukush? Die Menschen dort haben es nicht so mit Statisiken, aber sie sind trotzdem nicht dümmer.

Hindukush - kommt da nicht dieses sagenhafte Harz her? Süß und schwer duftend. Pande me glyko hasisi Wink.
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Soltau
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1623

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2018 00:18    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist doch Quatsch mit den Genen. Familien, die Sucht vorleben erlernen das tagtäglich ihren Kindern und geben es somit weiter.

Kamikaze schreibt, dass Mutter und Vater suchtveranlagt sind - das sind aber doch zwei unterschiedliche Herkunftsfamilien.
Kann natürlich sein, dass Suchtcharakter einen Suchtcharakter anzieht, man / Frau lebt ja sehr gerne unter seines gleichen.
Süchtig wird nur derjenige, der sich dafür entscheidet, anfangs unfreiwillig und dennoch um sich selbst den schwachen Charakter zu beweisen bzw. zu veranschaulichen. So denke ich das in etwa, wissen tun wir das alle nicht.

Entscheidend ist doch, dass jeder für sich selbst weiß weshalb er süchtig geworden ist bzw. sich auf den Weg machte süchtig zu werden.
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Soltau
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1623

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2018 00:25    Titel: Antworten mit Zitat

Dr.Mabuse hat Folgendes geschrieben:


Ich bin 45 und hab keine Kinder...irgendwo tut das weh wie Sau...aber besser...

Das die Blutlinie endlich ausläuft und so kranke Gene nicht weitergegeben werden...

Dreck Sucht...
Dreck Sicht
DRECK SUCHT
..


Du kannst morgen schon was verändern, wenn dir darin liegt.
Ausgeliefert bist du deiner Sucht nicht Mabuse, auch wenn das für dich eine angenehme Entschuldigung zu sein scheint.
Mit 45 J. werden viele Männer erst zum Vater Wink
Du entscheidest jeden Tag selbst welches Leben du wählst / wählen willst. Das möchte ich mal gesagt haben!

Besten Gruß
Soltau
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Mohandes59
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1559

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2018 01:37    Titel: Antworten mit Zitat

Soltau hat Folgendes geschrieben:
... schwachen Charakter zu beweisen bzw. zu veranschaulichen ...

Ist Sucht tatsächlich eine Carakterschwäche oder eine Krankheit nach ICD?! Ich denke beides.

Soltau hat Folgendes geschrieben:
Entscheidend ist doch, dass jeder für sich selbst weiß weshalb er süchtig geworden ist bzw. sich auf den Weg machte süchtig zu werden.

Und wenn er/sie es nicht weiß, Soltau?

Ich habe es aufgegeben, nach den Gründen meiner Sucht zu graben. Ich komme einfach nicht dahinter. Statt also psychoanalytisch in der Vergangenheit zu forschen sehe ich nur einen Weg: nach vorne schauen. Die Sucht annehmen. Und trotzdem im Leben klar zu kommen, sich Ziele zu setzen, Neues zu erleben.

LG Mohandes
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Schlaumeier
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 1567

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2018 04:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke aktive, gelebte Sucht ist eine Krankheit. Aber jede Krankheit hat auch Ursachen. Dann kommen wir zur vermeintlichen Charakterschwaeche, die im uebrigen auch durch falsche Erziehung oder andere private Umstaende anerzogen werden kann. Man koennte es auch mangelndes Selbstbewusstsein, falsche Vorbilder etc nennen. Ist wie mit dem Essen. Es schmeckt am besten was in der Kindheit serviert wurde. Man kann sich noch so kulinarisch veraendern, exotisch essen, am Ende landet man immer wieder bei Muddies Eintopf oder Omis Sonntagsbraten, bei Harzlern ists dann Tiefkuehlpizza oder Maeces.
Voraussetzung gerade, also mit Rueckrat durch die Sucht zu gehen, vieleicht sogar den cleanen Weg zu gehen ist erstmal das:
Mohandes59 hat Folgendes geschrieben:
Die Sucht annehmen.

Es sollte eine Entscheidung folgen, sei es um im Leben weiter zu kommen, respektive vernuenftig mit der Sucht/Krankheit umzugehen oder den beschwerlichen Suchtausstieg anzugehen, in jedem Fall sollte man erstmal die Urssachen und damit entstandenen Befindlichkeiten finden. Das kann mitunter schmerzhaft bis seelisch grausam werden. Ich habe viel in den therap. Gruppen in der Langzeit ueber mich erfahren. Aus den Erfahrungen anderer, oder auch weil ich dazu motiviert wurde mal in mein Innerstes einzukehren. Bei fast allen wurden die Voraussetzungen fuer die Sucht in Kindheit und/oder Pubertaet geschaffen.
Was ich auch gelernt habe, es gibt keinen Koenigsweg Sowohl die Wege innerhalb der Sucht, wie auch der Pfad aus der Sucht heraus sind individuell und vielfaeltig und man sollte kompromissbereit sein, wie auch lernen manche Dinge einfach mal hinzunehmen oder wenigstens damit umzugehen. Eines gilt fuer uns alle, wenn Du nicht anfaengst einen Weg zu gehen, wirst Du Ihn nie kennenlernen oder gar hinter Dir lassen. Idea
Das war das Wort zum Sonntag eines Schlaumeiers der weiss das er eigenlich nur sehr wenig weiss ...
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