zuviele Krankheiten/Abhängigkeiten - wie gehts weiter?

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Felgirl
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2016
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 13. März 2018 00:18    Titel: zuviele Krankheiten/Abhängigkeiten - wie gehts weiter? Antworten mit Zitat

Hi!
Ich bin seit 2 Jahren mit Subutex substituiert. Dazu kommen noch Attentin (ADS) und Hydrocortison (Nebenniereninsuffizienz) und Diazepam (5-10mg).
Vor der substi hatte ich ne Essstörung, Depressionen, Ängste, Polytoxikomanie.
Hauptsächlich Amphetamine waren vor der Behandlung mit Attentin ein extremes Problem...
Die Substitution hat mich gerettet und ich komme mit take home und ohne Beikonsum seit 3 Monaten recht gut zurecht aber leider schaffe ich es einfach nicht vom Subutex runter zu kommen. Ich muss mich unglaublich zusammen reissen nicht ständig amfetamin zusätzlich zu konsumieren, da ich -neben dem das ich keine Ahnung mehr habe wie sich der nüchterne Zustand anfühlt- wenn ich nicht 60mg Dexamfetamin nehme einfach nur müde und lustlos usw bin. Ich würde gerne ein Leben wieder frei von Substanzen führen und meinen Zustand nicht nur der Einnahme oder des Fehlens eines Medikaments zuschreiben aber ich schaffe es einfach nicht bzw. befürchte das mich die Depris/Ängste sehr schnell wieder zu illegalem oder IV (war eine zeitlang auch ein großes Prob) führen werden.
Andererseits merke ich aber das ich so auf der Stelle trete... ich hatte irgendwie immer eine Idee (neues Medikament, Therapie, Umfeld wechseln usw..) wie ich es hinbekommen kann das ich ein "normales Leben" mit Suchtmitteln führen kann und nicht abzustürzen aber jetzt hab ich kein Plan mehr was tun. Ich will gerne ohne aber nur das weglassen des Beikonsums von Speed hat mir die letzten Monate ausser sozialer Isolation, Depris und das ich mich komplett wertlos fühle nicht viel gebracht (klar, meion Umfeld nimmt mich lieber so als ständig drauf und ich habe auch wieder meine Finanzen im Griff und arbeite. mache Sport und lebe gesund aber es geht mir psychisch einfach nicht gut, trotz meiner Medikation...).
ich werde bald stationär gehen und versuchen das Subu über 8 Wochen zumin dest stark zu reduzieren und hoffe es fällt mir der Alltag mit der Zeit leichter. Jemand sonst ne Idee? Ich bin für jeden Kommentar oder Hilfe dankbar Wink
Liebe Grüße
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Felgirl
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2016
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 13. März 2018 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

aja ich bin 28, hab meinen zweiten Studiengang grade geschmissen, da ich nur damit beschädtigt war amfe zu konsumieren oder totalen abf*** hatte die letzten Jahre , habe ne Langzeittherapie und zahlreiche entgiftungen gemacht. Ambulante Therapie mache ich natürlich immer noch und habe keinen externen Grund so weiter zu machen. Intakte Familie, keine finanziellen Nöte, soziales Umfeld wäre schnell eins wieder da wenn ich mich dazu aufraffen könnte (mir fehlt einfach die Lust dazu im Moment...) wenn die Sucht nicht wäre könnte ich im POrinzip machen was ich will. Tja aber eins nach dem anderen, ich könnte drauf stolz sein nicht mehr IV zu machen und BK frei zu sein aber "nüchtern" betrachtet find ich es so erbärmlich überhaupt damit angefangen zu haben dass das ein schwacher trost ist...^^
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Mohandes59
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1319

BeitragVerfasst am: 13. März 2018 01:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Felgirl,

mit den Krankheiten, ADS usw. & Amphe kenne ich mich nicht so aus. Wenn Du vom Subu weg möchtest, könnte ich Dir praktische Tipps geben. Wieviel Subu bekommst Du?

Was mir gerade so spontan durch den Kopf geht:

- Sei doch mal stolz auf Dich, daß Du weg bist von i.v. und ohne BK!

- Vorläufig akzepziere die Sucht als Teil von Dir und lebe mit ihr. Das ist ein entspanntes Gefühl und eine gute Basis für weitere Schritte.

- Soziales Umfeld, Freunde, Familie usw. sind wichtig. Gute Ernährung auch.

LG Mohandes
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2413

BeitragVerfasst am: 13. März 2018 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Felgirl,

ich hab gelesen, Du bekommst Hydrocortison, wegen der Nebenniereninsuffizienz. Das reicht, um zu überleben( ich bekomme L-Thyroxin - reicht auch) . Nun stelle ich mir vor, was da sonst noch fehlen mag? Was ist mit DHEA und anderen, wie bsp Androgenen und Hormonen des Nebennierenmarks, wie (Nor)-Adrenalin?

Mir erscheint die Substitution sehr mangelhaft. Allein das Fehlen von DHEA, führt doch schon zu Zuständen, des sich müde fühlens, freudlos, usw.

Ich denke, da sollte mal ein erfahrener (spezialisierter) Heilpraktiker draufschauen, oder ein guter/besserer Nephrologe. Bin mir fast sicher, dass eine Zugabe weiterer Stoffe, die durch die Insuffizienz fehlen, Dein Lebensgefühl ein anderes sein könnte.

Ich schreibe aus Erfahrung, im Schilddrüsenbereich. Nach der Resektion, dachte ich, mir hat einer die Lebensfreude raus operiert. Man nehme ne Pille und schwups ist alles gut - nein, eben nicht. Ich bin seit Jahren dabei, eine Hormonachse zustande zu bringen, die meinen Gemütszustand in den ursprünglichen versetzt - ein schwieriges Unterfangen, da eins, am anderen hängt.

Ich habe 1 Jahr ausgehalten (war schon vor der Resektion 1 Jahr gruselig, aber wenigstens lebendig) und mich dann damals auf Subutex eingestellt - jetzt, hab ich die Sucht am Bein, noch dazu. (Lange, hat es mir aber geholfen.)

Wenn die Einstellung (Hormone) stimmt, ist das Absetzen leicht, stimmt sie nicht, wird es zu einer Qual. Es schwankt sehr massiv und damit bin ich starkem auf und ab unterworfen.

Es wäre sicher sinnvoll, sich zuerst der Krankheit zuzuwenden und dann zu schauen, ohne Drogen klar zu kommen, oder?

Es wird schwierig, mit einer verrutschten Körperchemie, clean glücklich zu sein. Bei mir sind andere Bereiche betroffen, wo die Substitutionen/Dosen halbwegs eindeutig sind, aber es gibt auch Wochen und Monate, wo ich kaum ertrage, was vorher für mich selbstverständlich war.

Alles Gute für Dich!
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