Ärzte befürworten Gras - Verschreiben schwierig

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Nooria 24
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Anmeldungsdatum: 12.03.2016
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 13. Dez 2018 11:22    Titel: Ärzte befürworten Gras - Verschreiben schwierig Antworten mit Zitat

Moin,
gerade im Posteingang gehabt:

hanfjournal.de/2018/12/13/mehrzahl-der-hausaerzte-haelt-medizinisches-cannabis-fuer-sinnvoll/

Die Mehrheit der Ärzte hält den Einsatz von Cannabis für sinnvoll, hat aber formale Probleme, es zu verschreiben.

Nooria 😡
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Nehell
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Anmeldungsdatum: 14.06.2013
Beiträge: 603

BeitragVerfasst am: 14. Dez 2018 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ist ja logisch - wenn man Gras auf Rezept bekäme würde die Pharmaindustrie
mit ihren Mitteln nichts verdienen. Aber vielleicht passiert in dieser Branche
auch ein umdenken...

LG

Nehell
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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3065

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2018 01:01    Titel: Antworten mit Zitat

#Nehell
Ich glaube, da vertust du dich... auch die Cannabisindustrie ist Teil der Pharmaindustrie und wittert da eher ein Geschäft...
Das Problem ist das "Cannabisverordnungsverhinderungsgesetz" und was die Krankenkassen daraus machen!
Ich verschreibe KEIN Cannabis, obwohl ich es für sinnvoll halte.
Zum Einen kenne ich die Voraussetzungen, die die Krankenenkassen an eine Cannabisverordnungsgenhmigung knüpfen - die machen einen Antrag in 90% der Fälle von vornherein aussichtslos. Und selbst die gestellten Anträge werden nur zu 6ß% bewilligt.
Zum Anderen habe ich schon genug Papierkram mit der Substitution. Und trotz des Genehmigungsvorbehalts gilt die Verordnung nicht als Praxisbesonderheit, belastet also das Arzneibudget und kann zu existenzbedrohenden Regressen führen
Eine Verordnung auf Privatrezept ist für die meisten Patienten heute unerschwinglich - füher reichte der Apotheker das 5g-Döschen "Bedocan" für 75 EUR über den Tresen, heute muss er die Droge erstmal prüfen und dann nach "NRF" für die Rezeptur konfektionieren - damit kosten die 5g schon 180 EUR, eine Dosis von 1g/Tag würde im Jahr Verordnungskosten von über 9.000 EUR verursachen!
In München hat gerade ein Arzt wegen "Übermaßverschreibung" von Cannabis auf Privatrezept (!) seine Zulassung verloren - Begründung: Er habe den Patienten ermöglicht, einen unerlaubten nichtmedizinischen Cannabiskonsum zu verschleiern

LG

Praxx
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QyX
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.07.2013
Beiträge: 1263

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2018 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Nehell hat Folgendes geschrieben:
Ist ja logisch - wenn man Gras auf Rezept bekäme würde die Pharmaindustrie
mit ihren Mitteln nichts verdienen. Aber vielleicht passiert in dieser Branche
auch ein umdenken...

LG

Nehell


Cannabis hat zwar zahlreiche Einsatzgebiete aber es ist lang nicht das Wundermittel wie der aktuelle Hype gerade behauptet.

Es ist eher eine Ergänzung und keine Alternative wobei es aber durchaus einige Krankheiten gibt, wo Cannabis eine sehr wirksames Medikament sein kann.

Cannabis ist aber auch nicht gleich Cannabis. Das vergessen auch viele.
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QyX
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.07.2013
Beiträge: 1263

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2018 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Praxx"]#Nehell

In München hat gerade ein Arzt wegen "Übermaßverschreibung" von Cannabis auf Privatrezept (!) seine Zulassung verloren - Begründung: Er habe den Patienten ermöglicht, einen unerlaubten nichtmedizinischen Cannabiskonsum zu verschleiern
/quote]

Ist das Urteil endgültig oder hat der Arzt noch Chancen dagegen Berufung einzulegen?

Ist er seine Zulassung für immer los?

Und ist das wieder so eine Situation ala "typisch Bayern" oder drohen solche Verfahren auch in anderen Bundesländern?
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nebukadnezar
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4024

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2018 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="QyX"]
Praxx hat Folgendes geschrieben:
#Nehell

In München hat gerade ein Arzt wegen "Übermaßverschreibung" von Cannabis auf Privatrezept (!) seine Zulassung verloren - Begründung: Er habe den Patienten ermöglicht, einen unerlaubten nichtmedizinischen Cannabiskonsum zu verschleiern
/quote]

Ist das Urteil endgültig oder hat der Arzt noch Chancen dagegen Berufung einzulegen?

Ist er seine Zulassung für immer los?

Und ist das wieder so eine Situation ala "typisch Bayern" oder drohen solche Verfahren auch in anderen Bundesländern?



moin oyx,


https://www.cannabis-aerzte.de/praxisschliessung-rolf-mueller/

LG N
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QyX
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.07.2013
Beiträge: 1263

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2018 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Cannabis auf Rezept ist ja schlimmer als Opiate auf Rezept zu bekommen.

Ich hab jetzt mein erstes CBD-Rezept bekommen und dafür eine Apotheke zu finden war schon ein Theater.

In einem Monat soll ich dann auch Cannabisextrakt mit THC und Blüten zur Inhalation bekommen.

Wenn ich das alles so lese würde ich am liebsten in Grund und Boden verschwinden.

Da ist es doch echt einfacher und billiger das Zeug vom Schwarzmarkt zu organisieren.
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andy1977
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 2731

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2018 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu,

Also so lange es nur um cbd produkte geht, kommt man im netz billiger.

Cbdnol, canvory...

Da gibts etliche, na gut man hat keine Beratung. Aber man kann sich ja beim Arzt beraten

lassen und dann dort ordern.

Hab neulich mal gesehen 1euro/gramm, ich glaub sogar billiger, zwar schlechte quali, aber

besser als gar nichts.

Sobald man dann ausloten muss zwischen thc /cbd verhaeltniss, ist es besser zu nem Arzt zu

gehen.



Lg Andy
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QyX
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.07.2013
Beiträge: 1263

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2018 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

andy1977 hat Folgendes geschrieben:
Huhu,

Also so lange es nur um cbd produkte geht, kommt man im netz billiger.

Cbdnol, canvory...

Da gibts etliche, na gut man hat keine Beratung. Aber man kann sich ja beim Arzt beraten

lassen und dann dort ordern.

Hab neulich mal gesehen 1euro/gramm, ich glaub sogar billiger, zwar schlechte quali, aber

besser als gar nichts.

Sobald man dann ausloten muss zwischen thc /cbd verhaeltniss, ist es besser zu nem Arzt zu

gehen.



Lg Andy


Meine Ärztin hat mich darauf hingewiesen, dass es auch zahlreiche andere Quellen für CBD gibt, mir aber für diesen Versuch den Bezug aus der Apotheke empfohlen, wo nur CBD und sonst nichts drin ist.

Wir wollen ermitteln, wie ich im Kontext der Medikamente die ich sonst nehme (Morphin, Oxycodon und Oxcarbazepin) auf CBD reagiere, bevor wir mit Produkten beginnen die THC in relevanten Mengen enthalten.

Wenn man gleich mit THC + CBD beginnt weiß man ja gar nicht, was was macht. Klar, das ist auch so schwierig zu ermitteln aber trotzdem ergibt sich durch diese Vorgehensweise doch ein deutlich besseres Verständnis, wie was genau bei mir wirkt.

Was CBD angeht, ich finde dieser Markt gehört etwas besser reguliert. Kann ja jeder einen Tropfen CBD-Öl in Wasser kippen und das dann als Wunderwasser verkaufen.

Ich kenne die aktuellen Regeln nicht aber wer ein Produkt mit CBD verkauft, der sollte angeben müssen wie viel CBD genau enthalten ist. Und wer das nicht einhält oder versucht seine Kunden zu bescheißen, dem sollten ordentliche Strafen drohen.

Dieser Markt ist so unübersichtlich, groß und teilweise dubios geworden, das man gar nicht mehr weiß, wem man eigentlich trauen kann.
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andy1977
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 2731

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2018 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu,

Soweit sind sie ja jetzt in oesterreich das zu regulieren, kontrolle verschaerfen.

So an sich sollte schon das drin sein, was drauf steht.

Ausserdem besteht ja cannabis nicht nur aus cbd und thc, sondern aus, viel, viel mehr

wirkstoffen.

Wobei das CBG mindestens genauso wichtig ist wie das CBD.


Lg andy
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QyX
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.07.2013
Beiträge: 1263

BeitragVerfasst am: 16. Dez 2018 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

andy1977 hat Folgendes geschrieben:
Huhu,

So an sich sollte schon das drin sein, was drauf steht.


Lg andy


Anscheinend ist aber oft genau das nicht der Fall.

Ich hab aber erst angefangen mich mit dem Thema zu beschäftigen.

Hätte meine Neurologin mich nicht angerufen und mich zu dieser Cannabis-Ärztin geschickt, ich würde das Thema heute noch ignorieren.

Mit 17, 18, 19 hab ich mir wie viele andere die Birne aus dem Kopf gekifft und habe entsprechende Vorurteile was Cannabis als Medikament angeht, auch wenn das damals wohl primär Selbstmedikation gegen Schlafstörungen war.

Dieser aktuelle Hype um Cannabis ist mir einfach etwas suspekt. Es ist nicht das Wundermittel, als das es viele hinstellen.

Es wird zwar viel experimentiert aber die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit steht im Vergleich zu vielen anderen Substanzen noch ganz am Anfang.

Auf jeden Fall, ich werde offen und ehrlich hier berichten was mir Cannabis nützt.

Bei mir geht es um Schlafstörungen & Schmerzen im Kontext eines schweren Restless Legs Syndrom. Bekomme nun schon seit 6 1/2 Jahren Opiate und Opioide plus Antiepileptika als Co-Analgetikum, Benzos als Bedarfsmedikation die aber aufgrund der Antiepileptika oft schlecht und meistens gar nicht wirken.

Vor der korrekten Diagnose hat man mich jahrelang mit Neuroleptika, Antidepressiva und Co. zugemüllt, insgesamt über 50 verschiedene Medikamente. Natürlich wurde alles noch schlimmer.

Und da nach 6 1/2 Jahren Opiate mittlerweile die Toleranz zunehmend ein Problem wird und die schlaffördernde Wirkung der Antiepileptika kaum noch existiert, ich nicht im geringsten kontrollieren kann wann ich schlafe und wann nicht, soll ich nun Cannabis versuchen.

Das ganze Programm, CBD, Cannabisextakt mit THC zu CBD im Verhältnis 1:1 und Blüten mit hohem und niedrigen THC bzw. CBD gehalt. Die Ärztin ist überzeugt, dass wir das schon hinkriegen, war was meine "Geschichte" angeht aber doch etwas schockiert.

Z.B. hat man mir auch so Sachen wie Chloralhydrat und Clozapin verschrieben, nicht weil ich Schizophren bin und nicht mehr anders zu behandeln war sondern weil es sonst einfach nicht mehr gab. Ich war auch der einzige Patient, dem mein alter Arzt jemals Flunitrazepam verschrieben hat, da mein Körper einfach nicht schlafen wollte.

Vermutlich wäre es schlauer gewesen schon viel früher mal Cannabis zu probieren. Stattdessen habe ich Dopamin-Agonisten ala Pramipexol und Ropinirol geschluckt, die alles nur noch schlimmer machten bis es dann hieß, dass sie mir außer eine Dauertherapie mit Benzodiazepinen und Opiaten nix mehr anbieten können.
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Nooria 24
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 12.03.2016
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 16. Dez 2018 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Grüß Dich QyX,

hast Du Dich auch mal mit dem Thema "Heil-Hypnose" beschäftigt? Schaue einmal hier:

http://hypnosezimmer.de/anwendungen/

Der Bereich Schlafprobleme gehört zu dem Behandlungsspektrum der Hypnosetherapie.

Meine Tochter und ich waren bei Frau Dr. Vanheiden in Behandlung und sind von den Ergebnisssen total beeindruckt.

Dir mit Cannabis viel Erfolg.

Nooria
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2732

BeitragVerfasst am: 16. Dez 2018 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo OyX,

ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du es bereits mit Lyrika, (oder auch Gabapentin) versucht hast, wenn Du von einer Opioid Unterstützung schreibst? Falls nicht, könnte ich mir vorstellen, dass es doch besser greift, als Cannabis. Oder? Wo liegt da der Wirkmechanismus?

Ich rauche abends, um mein Nervensystem runter zu fahren, seit diesem Hormonwahnsinn, der schon mal suizidale Gedanken nach sich zieht. Nach wie vor keine Aufgabe, die Mediziner bis heute gelöst hätten. Ich schrieb Dir davon. Immerhin war ich es selbst, die mich auf Opiate gesetzt hat, als ich meinte, es nicht mehr aushalten zu wollen. War ganz besondern toll, mit diesem Leiden zusätzlich noch abzukicken.

Ich bin dazu übergangen, mein entgleistes System mit Ly nachts runter zu fahren, wenn es zu schlimm wird und es fkt - die Wirkung auf das Nervensystem ist phantastisch. (keine Dauereinnahme) Diazepam ist bislang aber der einzige Wirkstoff, der die Psyche so stabiliert, dass ich mich nahezu im Normalzustand empfinde, ohne Ängste, u.m., wenn es mich total umnietet, kommt schon ein paar Tage vor, im Mo, manchmal auch Wo. - Doch das muss ich aushalten,ich brauche nicht noch ein Problem mehr und kann es nur anderes angehen. Über Bewegung. Ein kunterbuntes (Gesundungs-)Programm, welches, so hoffe ich, zum Erfolg führt...der Beweis mag wohl noch erbracht werden.

Seit M.Basedow kam ich auf die Idee, dass ich mich innerlich verbrannte. Ich kam doch ins Grübeln, Ursachen allgemein betreffend. War zumindest ein guter Ansatz, etwas umfassender hinzuschauen. So kann ich auch mehr für mich tun.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3024883/

Es wäre unglaublich toll, wenn sich die gewünschte Wirkung einstellen würde - DIE Sorte! Das wird natürlich sehr spannend, wenn Du berichtest! Denn die Samen werden die ersten sein, die ich kaufe Smile

Meine Mutter konnte L-Dopa, das sie seit Ewigkeiten einnimmt, um die Hälfte reduzieren, nach einer Akupunktur. Die Nadeln verbleiben. Das ist schon einige J her. Und es hält sich. (ich hatte nicht daran geglaubt, aber es war eine super Geldanlage) Sie meidet Alkohol u.v.m. Und ist dauernd in Bewegung.

Erfolg und alles Gute!
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QyX
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.07.2013
Beiträge: 1263

BeitragVerfasst am: 18. Dez 2018 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

Lyrica, Gabapentin usw. usf. ... ich hatte das alles schon längst ... und 50 andere Medikamente, inklusive L-Dopa, Pramipexol, Ropinirol oder sogar Clozapin (nur wegen Schlafstörungen!)

Es gibt kein in Europa zugelassenses Medikament, was ich noch versuchen könnte.
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andy1977
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 2731

BeitragVerfasst am: 18. Dez 2018 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu,

Na ob da cannabis noch anschlägt...

Trotzdem viel Glück dabei.

Halt uns auf jeden fall auf dem laufenden.


Lg andy
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