Opioidentzug auf offener Station in Psychiatrie

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allesinderwaage
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 01.08.2014
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 4. März 2019 14:44    Titel: Opioidentzug auf offener Station in Psychiatrie Antworten mit Zitat

Servus, ich wollte mal bez. eines Opioidentzuges fragen, wo man so einen ggf. machen kann. Ist die nächste Klapp... äh Psychiatrie der richtige Anlaufpunkt? So viel ich weiß, hat die Fachklinik meiner Kreisstadt eine solche Suchtstation, die aber wie ich informiert bin geschlossen ist.

Da mich so was eher abschrecken würde, wäre dies ein gnadenloses Auschlusskriterium, aber ich weißnicht zu 100% ob ich da richtig informiert bin. Zur kurzen Erklärung, bin chron. schmerzkrank und will mich für den Fall vorinformieren, falls ich eines Tages von den Schmerzen geheilt bin und das Zeug dann auch nicht mehr brauche.. also 'n Junkie bin ich nicht, so cool down...^^
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allesinderwaage
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 01.08.2014
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 4. März 2019 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

ps. ich meine nicht, das die Station dicht gemacht hat, sondern geschlossen ist, so wie im Knast halt.. ^^
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Yez
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2461

BeitragVerfasst am: 4. März 2019 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Waage,

bisher habe ich nur negatives von geschlossenen Abteilungen gehört.
Letztes Jahr hat Perl dort einen Entzug gemacht und es war die Hölle .
Daher würde ich es immmer ambulant machen .
Dauert halt nur länger ( sieht man an mir , bin ja auch Schmerzpatient ) und du benötigst viel Disziplin.
Mein Doc meinte auch zu mir , lieber zu Hause.

Alternativ würde ich in Schmerzkliniken anrufen und fragen , ob sie Entwöhnung von Schmerzmittel machen . Da gibt es bestimmt auch in deiner Nähe was .
Das wäre die einzige Option für mich .

Liebe Grüße

Yez
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allesinderwaage
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 01.08.2014
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 4. März 2019 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, so seh ich das auch. Wenn, dann kommt nur offene Station in Frage, ich würde durchdrehen, wie ein Hund im Käfig 24 h am Tag eingesperrt zu sein. Ansonsten haben wir in der Nähe keine spez. Suchtklinik, daher wäre der Anlaufpunkt tatsächlich unsere nächste Psychiatrie. So ein Opioidentzug soll kein Spaziergang werden, ich denke, wenn es so weit ist bei mir, fühl ich mich glaub ich wohler, wenn in einem dafür vorgesehen Umfeld entziehe, da bei so einem Entzug schnell mal lebensbedrohliche Situationen entstehen können was ich so alles gelesen hab darüber. Auch wenn es komplett Panne ist und ich hoffe, das mich dort keiner sieht und so...
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Lillian
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Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3818

BeitragVerfasst am: 4. März 2019 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ich war fast immer auf geschlossenen Stationen und nach ein paar Tagen darf man mit einem Mitpatienten raus und später auch alleine. Je nachdem wie es einem geht.

ES gibt auch TU= Tagesurlaub von 9-19 Uhr. Man sollte natürlich NICHT rückfällig werden, weii sonst ist die gesamte Zeit weg.
Und alles hängt natürlich von den versschiednen Stationen ab.

An Deiner stelle würde ich mal einige " Klapsen" anrufen und fragen wie das mit dem Ausgang geregelt ist und ob jeden Tag Visite ist. Da kann man solche Dinge auch gut ansprechen meiner Erfahrung nach und außerdem kann man an die frische Luft ( so kenne ich das) für die Raucher hauptsächlich. ISt dann wie ein Vogelkäfig und große Bewegen kann man sich im " Außengehege" nicht Laughing Laughing
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 2940

BeitragVerfasst am: 4. März 2019 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Danke, so seh ich das auch. Wenn, dann kommt nur offene Station in Frage,


Eine geschlossene Station wäre auch nur Indiziert wenn du eine Gafahr für dich oder andere wärst,aber gut Medizinisch ist Deutschland,Land der unbegrenzten möglichkeiten,da kann doch viel passieren...

Zitat:
und ich hoffe, das mich dort keiner sieht und so...


Zumindest dein Hausarzt und die Krankenkasse bekommen Wind von dem Entzug...ganz unbehelligt gehts leider nicht...

Lieben Gruß...
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Yez
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2461

BeitragVerfasst am: 4. März 2019 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Waage ,

habe eben im Netz nachgesehen , es gibt zB. in Eisenhüttenstadt eine Schmerzklinik
die auch Medikamentenentwöhnung macht
Das Wort Entwöhnung ist dabei ganz wichtig , damit du nicht als Drogi abgestempelt wirst .
Selbst hier im Norden , machen die Schmerzkliniken Medikamentenentwöhnung .

Schau mal nach Schmerzkliniken in deiner Nähe ,
da bist du besser aufgehoben als in der Psychiatrie

Liebe Grüße
Yez
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allesinderwaage
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 01.08.2014
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 4. März 2019 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es soweit ist, werd ich kucken, was für mich das Beste ist, auf Psychoklinik hab ich auch keinen Bock, da wird man womöglich oder eher wahrscheinlich mit echten Süchtigen zusammengewürfelt und zu der Sorte gehöre ich ja eigentlich auch gar nicht. Ich hab halt nur viel über Opioidentwöhnungen gelesen und der soll kein Spaziergang sein.

Da fänd ich es schon beruhigend, in einem ärztlichen Umfeld oder so zu entwöhnen, bevor ich zu Hause zusammenkrache. Thema Schmerzklinik hab ich mich auch grade mal schlau gemacht, da gibts zwar 20 Km entfernt eine, nur nehmen die keine Patienten stationär auf, das ist sowas wie ne Tagesklinik und die haben den Schwerpunkt auf Schmerztherapie gelegt, von Entwöhnung an sich ist da keine Rede, nur halt Physio und so und sonst gibts bei uns nichts anderes, eben nur noch Psychokliniken und da wollte ich wie geagt auch nicht unbedingt hin.

Naja, aber im Moment ist an Entwöhnung nich nicht zu denken, erst müssen mal die kaputten Gelenke raus und neue rein, doch momentan komm ich dank Schmerztabletten nich halbwegs zurecht. So ne TEP ist halt nicht mehr rückgängig zu machen und noch bin ich dazu noch nicht bereit.. Hab halt die Arschkarte gezogen, womit auch immer ich das verdient hab.. Achtung Selbstmitleidssermon^^
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Yez
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2461

BeitragVerfasst am: 4. März 2019 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

Oh ja , Opiatentzug ist wahrlich kein Spaziergang.
Stecke ja selbst auf den letzten Metern und die ziehen sich ...


Was für Gelenke benötigst du denn ? Neue Knie ?
Ne , ich glaube TEP ist Hüfte .
Einer meiner engsten Freunde hat 2 neue Hüftgelenke.
Er sagte nach der Op : warum hab ich damit nur soooo lange gewartet .
Er kommt absolut ohne Schmerzmittel sehr gut zurecht .
Macht endlich wieder Spaziergänge am Strand ect. ( auch nach Stunden ohne Beschwerden )

Schönen Abend

Yez
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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3048

BeitragVerfasst am: 5. März 2019 01:39    Titel: Antworten mit Zitat

@aidw
Wenn du das Zeug eines Tages nicht mehr brauchst und bist "nur" Schmerzpatient", bauchst du nicht in eine Entgiftung - dann wird das schrittweise über mehrere Wochen ausdosiert und alles ist ok...
Wenn du das Zeug aber überwiegend nimmst, um antzipierte Entzugserscheinungen zu vermeiden und auch aus anderen Gründen, die nichts mit den körperlichen Schmerzen zu tun haben, wäre eine Detox angezeigt. Dafür musst du nicht unbedingt in eine Entzugsklinik, wenn du als Schmerzpatient hingehst und deine Situation schilderst.

LG

Praxx
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allesinderwaage
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Anmeldungsdatum: 01.08.2014
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 5. März 2019 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, ich nehm das Zeug wirklich, weil ich es ohne keine Sekunde aushalten könnte. Wer selbst kaputte Hüften hat, wird dir das selbe erzählen. Wie lange wird das denn ausgeschlichen, um wieviel mg wird die Dosis reduziert und über einen wie langen Zeitraum?
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Dr.Mabuse
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 2940

BeitragVerfasst am: 5. März 2019 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Nein, ich nehm das Zeug wirklich, weil ich es ohne keine Sekunde aushalten könnte.


Warum willst du dann in deiner momentanen Situatiion abdosieren? Wenn die Schmerzen doch so schlimm sind...kapier ich nicht,...

Praxx hat geschrieben:
Zitat:
Wenn du das Zeug aber überwiegend nimmst, um antzipierte Entzugserscheinungen zu vermeiden und auch aus anderen Gründen, die nichts mit den körperlichen Schmerzen zu tun haben, wäre eine Detox angezeigt.


Ich wiedersprech ja Ärzten gern,aber Praxx hat wohl recht,,,gibt viele "Schmerzpatienten" hier,die aufenmal abdosieren wollen,als hätte es die Schmerzen nie gegeben...komisch...ganz komisch...
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allesinderwaage
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 01.08.2014
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 6. März 2019 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, Ihr habt da was falsch verstanden. Ich komme erst von den Tabletten wieder runter, wenn ich 2 künstl. Hüftgelenke implantiert bekommen habe, momentan kann ich die Schmerzen aber mit den Tabletten noch aushalten und von dem her will ich jetzt auch noch keine Hüft TEP durchführen lassen, denn einmal drin, lässt sich die Entscheidung nicht mehr rückgängig machen.

Einem solchen Eingriff stehe ich im Moment wenigstens noch nicht positiv gegenüber. Für mich ist es eine Horrorvorstellung mit 2 solchen Metallstelzen wie ein Roboter durch die Gegend zu watscheln, ich fühe mich dafür noch zu jung (bin ja nicht mal 40...). Die Vorstellung davor fgraust mich heute schon, wenn ich dran denke, das irgendwann mal der Zeitpunkt erreicht sein wird, aber momentan muss ich das wirklich noch nicht haben... hoffe das jetzt alles klar ist..
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Cariote
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 1001

BeitragVerfasst am: 7. März 2019 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ein 35 jähriger Klient von mir hat ein neues Hüftgelenk seit nun einem knappen Jahr. Es ging ihm nach der OP sehr schnell, innerhalb 14Tagen sehr gut! Er hat keine Schmerzen mehr, kann gut laufen, ist glücklich. Er sagt heute: "Warum habe ich so lange mit Schmerzen vergeudet?"

Auch andere, etwas ältere mit neuen Hüften berichten von guten Erfahrungen!

Opiate kannst du schrittweise abdosieren so wie YEZ das macht, machte. Sie ist ja nun fast raus. Das ist dann nicht lebensgefährlich.

Bei "nur"Schmerzpatienten geht das Absetzen meist schneller , auch wenn es Monate dauert, als bei Suchtpatienten. Bei Dakini hat es insgesamt Jahre gedauert bis sie auf Null war. Ich weiss nicht genau wie lange. Bei Yez schätzungsweise 12Monate bis zur Null?
Subjektiv geschätzt...Was ich sagen wollte ist, dass wenn du nur Schmerzpatientin bist,dass es dann etwas leichter ist und wahrscheinlich nicht lebensgefährlich, da keine gravierenden Rückfälle die gefährlich sein können.

LG Caro
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