Seit 8Wochen auf Subutex

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Quasimodus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 4. Aug 2019 17:34    Titel: Seit 8Wochen auf Subutex Antworten mit Zitat

moin,

ich habe ein paar heftige Monate hinter mir.
April und Mai stationär im KH wegen Leistenabszess.
12mal OP, Bypass, sonst wär das Bein ab.
Jetzt jeden Tag Kompressionsstrümpfe und Blutverdünner.
Die Wunden heilen nur langsam, ich muss alle 2 Tage Verbände wechseln an den Waden und an der Leiste.
Und das alles wegen >Kokain i.v.
500mal ging es gut , aber dann ging garnix mehr.
Ein Aneurysma wurde zusätzlich diagnostiziert.

Nach diesem Film hab ich einen cut gemacht und mich entschieden, mich langsam aber sicher vom Pola/Metha (15 Jahre PROGRAMM) zu verabschieden.
Bekomme jetzt 10mg Subutex, das Original zum Glück.

Was mich echt fertig macht , ist diese Klarheit im Gegensatz zu Jahren auf Pola plus BK. Wegen der Verletzung kann ich nicht arbeiten, und 24h sind lang , wenn man straight ist.
Ich kann das von mir nicht behaupten.
Von den 10mg nehme ich 2mg , den Rest verkaufe ich, und bin somit wieder voll in der scene drin.
Ich kaufe mir Gift, hin und wieder Loras oder Rivos, Lyrica auch.
Das macht mich natürlich voll unzufrieden, ich bekomme es gerade echt nicht auf die Reihe.
Was gut ist, ich trinke nicht.
Auf Pola hatte ich auch einen BK ohne Ende.
Mich zu distanzieren fällt mir schwer, zumal ich immer wieder kleine miese Geschäfte mache, allein das Subutex zu verticken, damit gehts schon los.
Oft denke ich , ok , geh mal NA , mach Kaffeedienst und setz dich dahin und hör zu.
Iwie ist das eine Hürde , die ich nicht packe.
Dann hänge ich zu Hause rum , und fuck mich selber ab.
Klar gibt es Tage , wo ich die Klarheit geniesse, wenn ich straight Subu nehme ohne BK und ohne Scene Kontakt.
Aber die Scheisse ist , Cleankontakte hab ich null.
Ich bin regelmässig Depri vom Feinsten, der Mensch ist ein Rudelwesen , alleine geh ich kaputt, dann fahr ich halt wieder scene ab , nur um unter Leuten zu sein.
Neben mir wird gefixt, und ich zieh mir das rein.
Ja , das ist die Situation im Moment, iwie festgefahren.
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3746

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2019 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Nach deinem "Crash" mit der Leiste dachte ich das vielleich ja endlich mal ein Umdenken bei dir stattfindet!Wenn du jetzt von 10mg Tex 8mg vertickst um dir "Gift" und Benzos zu holen,dann wird es auch mit der "Klarheit" nicht weit her sein wenn du ehrlich bist.
Naja ich denke du gehörst zu der Fraktionen von Süchtels, denen die Folgen egal sind (wo der Brandherd dann woanders liegt), die die einfach eh nicht checken was sie tun, die die sich mit den Folgen arrangiert haben und es akzeptieren, weil sie GERNE konsumieren...und denken"Ja ich bin süchtig, ist halt so, kann man nicht ändern, alles ganz schlimm.". Das war es. Ende im Gelände.
Kennst du noch das Leben ohne Sucht bzw den Zustand es auch SCHÖN sein kann ? Oder warst du seit du denken kannst in einem Zustand.. du nur diese Leere kennst ?
Du wirst immer wieder die gleichen Antworten drauf haben, wenn es letztendlich darum geht das Ganze zu beenden. Nämlich..was wird denn sein ohne Sucht ? Wo liegt da der Sinn ? Was mache ich eigentlich dann..wenn ich nicht junke (konsumiere) ?
Und genau das ist.. nämlich deine große Angst .. und auch die Überzeugung, es kann ja nicht besser werden, dass einen blockiert umzudenken und somit einen Sinn zu sehen und einen Willen zu entwickeln.

Das waren mal meine 5 Cent zu dir Quasi,

Greets,
Mikel
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Südösi
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 19.05.2015
Beiträge: 363

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2019 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Servus, Quasimodus.

Hat mich gerade echt gefreut, deinen Thread hier zu sehen! Weil ich nämlich auch seit ungefähr zwei Wochen auf Buprenorphin bin. Zwar nicht das Original, Subutex also, da gibt's in Österreich keinen Kassenvertrag mehr, müsste man sich selbst bezahlen. Dann doch lieber: Bupensan (Von G.L.-Pharma heißt alles ...-san. Methasan, Levomethasan, Compensan {Morphin} und eben Bupensan).

16 mg bekomme ich zurzeit und nehme davon 100 %.

Wir ähneln uns in unserer Situation sehr stark, finde ich. Beide (ehemals) Koka i.v. Beide davon "schwer gezeichnet", ich habe dem i.v.-Konsum meinen Schlaganfall zu verdanken (davon die ganze linke Körperseite teils gelähmt, teils spastisch), du fast dein Bein verloren. Beide auf Buprenorphin. Beide keine Kontakte außerhalb der "Szene".

Letzteres jedoch lasse ich als Grund, um dabei zu bleiben, einfach nicht gelten. Ich lebe seit mittlerweile dem Schlaganfall im September 2017 komplett ohne Kontakte ins Milieu. "Normale" Freunde, Bekannte, die nichts mit Drogen am Hut haben, habe ich aber auch nicht. Nicht eine(n) Einzige(n). Was ich aber fairerweise dazu sagen muss: ich habe meine Eltern. Meine Mutter sehe ich mindestens dreimal pro Woche, meinen Vater auch regelmäßig.

Trotzdem: Da ließe ich mich lieber für einen zum Beispiel Yoga-Kurs einschreiben, bevor ich mich wieder in solche Runden begebe!

Und noch etwas: Ich finde Bup überhaupt nicht so "schwach", wie alle sagen. Die Wirkung hat auch definitiv etwas "Reizabschirmendes" wie echte Vollagonisten. Craving = Null. Entzugserscheinungen = Null.

Deshalb appelliere ich an dich: Nimm die volle Dosis, halte dich von diesen Kreisen fern und tue stattdessen irgendetwas Neues. Egal was. Ich weiß nicht, wie mobil du zurzeit bist, aber irgendwas gibt's bestimmt für dich! Alles ist besser als, äh, ich sag mal, diese modernen Opiumhöhlen, wo auch immer und in welcher Form sie auftreten. Nimm mich als Beispiel: ich sitze das Gros des Tages alleine vor meiner Zeitung. Wenn mir das zu blöd wird oder mir "die Decke auf den Kopf fällt", gehe ich spazieren, einkaufen, radfahren oder lese und schreibe etwas hier im Forum.

Seid gegrüßt, habt euch wohl!
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Südösi
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 19.05.2015
Beiträge: 363

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2019 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ja: Ich bin von Compensan (Morphin) auf Buprenorphin gegangen. Wenn ich jetzt so gut damit klarkomme, dann du bestimmt auch. Und wegen der Dosis: viele behaupten ja,dass Buprenorphin ab ungefähr 2 bis 4 mg nicht mehr stärker wirkt, wenn man mehr nimmt. Das ist aber, auf jeden Fall für mich, absoluter Blödsinn. Von meinen 16 mg würde ich nicht einen einzigen hergeben!

Aber auf Subutex wechseln, nur 2 mg nehmen, und sich dann beklagen, man käme nicht zurecht?

Warum nicht die ganzen 10 mg?

Auf Buprenorphin sein ist ohnehin schon ein riesiger Erfolg, auch, wenn man 30 mg braucht!
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Seppel 4
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1566

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2019 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Quasimodus, ich habe das alles hinter mir! Manche Sachen etwas anders, doch

immer war es KOKAIN iv., was mich nie so richtig mich mit dem Leben

anfreunden liess.

Durch die Kokserei habe ich mir vermittelt:

Seppel, tolle Gefühle fühlen kann man MACHEN. Machen und kaufen.

Ich habe tolle Gefühle gemacht, in dem ich Koks gekauft und geballert habe.

Die Substitution lief so nebenher. Und die Heroinsucht und Codeinsucht mündeten lediglich

in die Substitution. Mehr nicht!

Durch einfaches Leben gute Gefühle zu bekommen war für mich echt schwer!

Ich wollte immer Gefühle machen!

Geht das überhaupt: Gefühle machen ? Ist das nicht etwas, was geschieht; also

eher passiv ist?

Und so sehe ich bei Dir nur eine Chance, wenn Du Dich mit dem, was hinter der

Sucht, für Wünsche und Illusionen sind, auseinandersetzt.

Und dass Du genau, wie viele anderen auch Angst hast. Und dass Du wie viele

andere auch, Dich mit Deinen Ängsten, Sorgen und Hoffnungen auseinander-

setzt! Auch oder gerade WEIL es schwer für Dich und alle anderen ist.


Doch dann wirst Du vielleicht auch die Erfahrung machen können, dass Du nie

ALLEINE bist. Und dass Du Hilfe bekommen kannst, wenn Du darum bittest.


Denn: Wenn Du wieder zu Deinen normalen menschlichen Gefühlen und

Bedürfnissen findest, dann fallen Dir die Möglichkeiten auf und ein, die

Du im Koksrausch nicht gesehen hast und vielleicht auch nicht sehen konntest.


Vielleicht musst Du auch erst GANZ UNTEN ankommen, bevor Du wieder

stabil nach OBEN kannst.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du in Kontakt mit Deinem Vertrauen in das

Leben kommst. Meist sind dabei Helfer/innen zwischengeschaltet.

Alles Gute für Dich!

Seppel Wink
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Quasimodus
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2019 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

moin,

erstmal danke für eure Beiträge.
@Südösi: Hast du denn, wenn du die 16mg nimmst, sowas wie ein anfluten wie jetzt zB auf Pola/Metha ?
Und wenn du es dann drin hast, hast du jawohl eine sehr sehr starke Hausmarke.
Subutex ist ja nix anderes als Temgesic, welches es schon lange lange vor den Anfängen der Substi in D bzw AT oder CH.
Die üblichen Dosierungen liegen bei 0,2mg Temgesic aufwärts.
Bei 16 mg wäre das die 80fache Dosierung.
Dann frage ich mich natürlich, warum Anfang 21.Jhd. ein Medikament mit dem Namen Subutex auf den Markt der Pharmariesen kam.
So nach dem Motto, okay, Temgesic heisst jetzt Subutex, damit substituieren wir jetzt junkies, fertig aus Ende.
Buprenorpühin ist ebenfalls der Bestandteil von Temgesic, verabreicht aks Schmerzmittel.
Wir, die Subu Substituierten nehmen , wie zB meiner Dosis 10mg, die 50fache Dosis, wie bei Temgesic, wo die empfolene Dosis zw 0,2 und 2mg liegt.

@Mikel
ja Mann, was soll ich dazu sagen.
Ich hab ein niedrigschwelliges Selbsbewustsein,
diverse Ängste und Depris, die ich wenns schnell gehen muss mit Loras plus Pregabilin mir selbst erträglicher mache.
Ich bin jetzt Anfang 50 und würde echt gerne nochmal beruflich was starten.
Aber die ganzen Verletzungen( die haben mir beide Waden aufgeschnitten, Unterbauch und Oberschenkel krase nARBEN HIHNTERLASSEN, da kam der Bypass durch.
Kennt ihr wen , der mit 50 noch ne Umschulung finanziert bekommt ?
Ich fühle mich wie ein nutzloses Stück Scheisse, und ich wünsche mir oft , hätte ich meine Drogenkarriere doch bloss nicht überlebt

Dieses Nichtstun , das macht micg sowas von fertig, das kann ich nur mit Konsum ertragen oder ich schmeiss die Glotze aus dem Fenster oder sowas.
Erschwerend dazu kommt, dass ich Polytox bin. Sehe ich einen mit der crackpfeife an mir vorbeigehen, gehe ich wie ein Hund hinter ihm her.
An Konsequenzen , die ein Rückfall mit sich bringt, denke ich erst , wenn kein Krümel mehr da ist.

Ok erstmal , Fortsetzung folgt
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Seppel 4
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1566

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2019 17:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Quasimodus,

wenn mein ' ich habe das alles hinter mir ' irgendwie zu arrogant rüber kam

dann war es nicht so gemeint.

Und: Ich habe das alles hinter mir, das Hin- und Hergerissensein vom

Koksrausch und der Unfähigkeit mein Leben endlich in den Griff zu bekommen.


Ich werde diesen Monat 60 und danke dem lieben Gott, dass ich mit 2 Anläufen

den Beikonsum und das Methadon loslassen konnte.

Ich war soo oft bereit, mich ( genauso, wie mein grosser Bruder ) wegzu-

machen; zweimal wachte ich auf der Intensivstation auf.

Gottseidank hatte ich danach nicht mehr den Mut dazu.

Oder vielleicht sah ich auch für mich einen WEG aus der Sucht, vielleicht un-

bewusst. Egal!

Ich würde Dir gerne irgendwie helfen, wenn ich darf. Doch ich selbst war bis

zu meinem Entgiftungsplan nie bereit von JEMANDEM Hilfe anzunehmen!


Das Annehmen gelang erst, als ich mir irgendwann und irgendwie die ehrliche

Frage stellte, WAS ICH NOCH IN MEINEM LEBEN ERLEBEN WOLLTE.


Und da bekam ich ein paar Punkte zusammen; ich glaube es waren 5.
'
'Mich mit meiner Angst aussöhnen' und ' Den Führerschein beantragen ' und

' Mit meiner Frau mal wieder in den Urlaub fliegen ' gehörten dazu.

Ich glaube, Quasimodus: Dass ich ein Ziel hatte, machte für mich den Unter-

schied, denn:

Aus der Entgiftung kommend schlitterte ich drei Tage später in eine Ehekrise

und verliess total wackelig und unsicher meine Frau.

Nach fast drei Wochen versöhnten wir uns und ich zog wieder ein.


Ich wäre in der Phase 100% wieder komplett rückfällig geworden, wenn ich

ohne Ziele gewesen wäre.

Das ist meine Meinung.

Ich weiss, wie schwierig es ist, stimmige Ziele für sich zu finden und:

Es hilft! Ich habe mal gelesen:

WER EIN WARUM HAT, DER ERTRÄGT JEDES WIE!

Klingt für mich sehr plausibel. Meine Umschulung bekam ich mit 45 Jahren;

über 50 J geht da wohl nix mehr, so denke ich. So weit erst mal, Quasimodus.

Melde mich später!

Liebe Grüsse

Seppel Wink
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Südösi
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 19.05.2015
Beiträge: 363

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2019 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

Dass Buprenorphin gleich Temgesic gleich Subutex ist, ist mir bewusst. Und Bupensan ist sicher keine starke bzw. stärkere "Hausmarke", bei uns hätte jeder damit Substituierte viel lieber Subutex. Alleine schon aus "Nostalgie-Gründen". Und Bupensan lässt sich nur schwer ziehen, geht zwar, aber es "staubt" wie Schwein. Aber das mach ich eh schon Ewigkeiten nicht mehr.

Und wegen dem Anfluten, ja das habe ich (noch). Aber das bleibt allerhöchstens ein Monat, sag ich jetzt einfach mal. Irgendwann pendelt sich das ein. Deswegen heißt's ja:

Bist du auf der Suche nach dem Kick, so gehe dem Buprenorphin aus dem Weg (gebt euch bei der gedanklichen Betonung ein bisschen Mühe, dann reimt's sich sogar - ein echter Merksatz eben)!

Nichtsdestotrotz ist es verdammt starkes Zeug, dass einen trägt, also Craving beseitigt. Bei mir übrigens als einziges Subsitut auch nach Nicht-Opiaten, nach Kola und co. Ich war (sorry, no offense!) das "Luschen-Dasein" auf Morphin einfach leid!

Ich habe ja sogar mit Subutex angefangen, das war mein erstes Opioid. Und ich habe von ungefähr einem halben mg (Temgesic-Dosierung) zwei Tage lang durchgehend gekotzt! Mit dieser Erfahrung habe ich wohl einen Vorteil.
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MissElly
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 425

BeitragVerfasst am: 6. Aug 2019 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich schreibe jetzt einfach mal was dazu, weil ich auch seit wenigen Wochen auf Subutex eingestellt wurde.
Kurz zur Orientierung: das letzte halbe Jahr war ich ziemlich heftig auf Braun unterwegs, hab ne hohe Menge pro Tag genommen. Zusätzlich habe ich mehr oder weniger regelmäßig Koka, Amphe und Benzos, und davon dann auch nicht gerade wenig, konsumiert. Die ca. letzten 2 Monate, hatten ich mir Methaddict besorgt in dem utopische Vorsatz, stellste dich selbst darauf ein und dosiert dann ab um vom H weg zu kommen. Hat natürlich null gefunzt. Ende vom Lied war, dass ich tgl 40-60mg Metha geschluckt habe und Braun wie vorher die Menge auch noch oben drauf. Hab mich also nochmal so richtig hoch geschossen.
Anfang/Mitte Juni ging dann gar nix mehr. Mir ist das mehr und mehr außer Kontrolle geraten mit allen Substanzen, mir ging es nur noch scheiße, so dass ich in die Entgiftung bin. Wurde auf Pola eingestellt und abdosiert und von den Benzos ebenfalls.
Mein ursprünglicher Plan war mit allem ganz raus zu gehen. Mit den Benzos ging das auch ganz gut, aber beim Pola wurd es je näher ich Richtung null ging unerträglicher. Und wenn ich ehrlich zu mir selber war wußte ich auch wie unrealistisch es wäre jetzt zum Zeitpunkt ganz clean zu bleiben, auch ohne Opiate.
So kam es dass ich auf 0,5ml Pola den Entschluß gefasst habe mich erstmal auf Subu einstellen zulassen.
Die Einstellung hat super geklappt. Bin jetzt seit wenigen Wochen zu Hause und bekomme 10mg Buprenorphin.

Was ich jetzt eigentlich mit dem ganzen Geschreibsel sagen wollte. Im Grunde wollte ich nur meine Erfahrung als ebenfalls recht frisch eingestellte auf Subu mitteilen.
Ich komm nämlich ähnlich wie Südösi echt sehr gut damit klar. Ich nehme die 10mg auch komplett. Ich merke für ne halbe Stunde nen leichtes Anfluten, aber ist alles sehr subtil. Ich bin sehr klar aber trotzdem ohne Beikonsum zufrieden. Habe auch selten mal so was wie Suchtdruck und entzügig bin ich nie.
Ich muss echt sagen für mich war das aktuell die beste Entscheidung gewesen. Mir geht es so gut wie lange nicht mehr. Ich merke richtig jeden Tag wie ich wieder mehr und vorallem bewußter am Leben teilnehme und wieder zu mir selber finde und bei mir bin.

Quasimodus, ich bin auch der Meinung es macht durchaus nen Unterschied ob man nur 2mg oder seine ganze Substidosis nimmt. Vielleicht wäre es ja für dich ein Versuch mal regelmäßig die 10mg zu nehmen. Es braucht eben auch ein bisschen bis sich Körper und Psyche richtig daran gewöhnt haben.

Naja, ich wollte wie gesagt nur mal meine Erfahrung dazu teilen, weil es bei mir auch gerade so frisch und aktuell ist.
Ich wünsche dir Quasi und allen anderen alles Gute!

Ganz liebe Grüße

Missy
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Quasimodus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 6. Aug 2019 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

xhanks für die Zeilen.
Jeder authentische Bericht über klarkommen/nicht hilft mir weiter.
LG
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nebukadnezar
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4064

BeitragVerfasst am: 6. Aug 2019 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Quasi,

eine Umschulung mit ü50 ist schon möglich theoretisch, allerdings muss man einige Voraussetzungen erfüllen und! SICH DARUM KÜMMERN! Sprich mal z. B mit deinem zustdg. SB im Jobcenter,... Das Leben ist ja mit 50+ nicht vorbei, evtl. fängt es da erst an Wink

Missy! Was machste denn für Sachen?! Man hofft ja immer, dass User, die sich nicht mehr melden, ihre Dinge geregelt haben, aber die Wahrheit sieht wohl oft leider anders aus Sad
Nutze die Chance einer stabilen Substitution und steige aus, wenn du so weit bist!
Alles Gute!

LG N
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Quasimodus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 6. Aug 2019 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

das Ding ist, Ich könnte durchaus 5/6 h arbeiten, nicht malochen.
Ich hab n Rentenstatusund müsste ins kalte Wasser /hartz4 springen.
Vorausgesetzt der Arzt bzw Gutachter gibt grünes Licht.
Da bin ich mir garnicht so sicher bei meiner Vita.
Fest steht : Ich brauche Beschäftigung. Bin zum GLück in Betreung (ambulant) und die Frau hat Einfluss in HB. Dazu kommt meine derzeitige Verletzung mit Bypass und den offenen Stellen ( Leiste und Waden ). Durch die Blutverdünner heilt das nur sehr slowly ab.
Dazu kommt noch die Hep C , die schwächt mich schon sehr. wir warten noch 2 Blutentnahmen ab, also 6 Monate, wenn der Körper die nicht schafft, dann Therapie, soll ja nicht mehr so heftif wie damals mit Peg- Interferon und Ribavarin.
Das war die Hölle, Haare fallen aus , voll mies drauf usw
okay , ich berichte weiter.
Mannomann ich bin alt geworden, die Knochen tun mir weh, nicht nur die.
Ich würde jeder Auseinandersetzung , die aus dem Ruder läuft, umgehen.
Die Überholspurfahrt ist vorbei.
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Yez
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2674

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2019 07:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Quasimodos,

wenn du deinen Rentenstatus behalten möchtest ,
dann such dir doch ein 400 € Job .
Im Bremer–Raum sollte es machbar sein .
Und wenn’s am Anfang für Mindeslohn ist , egal .
Willige Leute werden immer gesucht und junge „Rentner“ werden gerne genommen.

Liebe Grüße und gute Besserung

Yez
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3746

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2019 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Quasimodus hat Folgendes geschrieben:
Dazu kommt noch die Hep C , die schwächt mich schon sehr. wir warten noch 2 Blutentnahmen ab, also 6 Monate, wenn der Körper die nicht schafft, dann Therapie, soll ja nicht mehr so heftif wie damals mit Peg- Interferon und Ribavarin.




Quasi,
Ich habe vor 3 Jahren eine Hep-C Thera über 12 Wochen mit Viekirax gemacht!
Viekirax hat kaum Nebenwirkungen,die erste Zeit über hatte ich dann ab und an Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit,aber alles im grünen Bereich .Naja Viekirax killt sie alle, bei mir war nach 4 Wochen kein Virus mehr im Blut
Also am Beginn meiner Viekirax Therapie hatte ich 2,4 Millionen Hep C Viren pro Blutmilliliter“
Nach 2 Wochen Therapie ist die Virusanzahl bereits unter die Messbarkeit gerutscht. Damals hieß es „kleiner als 12“ weil mit dem Test nur maximal 12 Viren pro Blutmilliliter gemessen werden können.
4 Wochen nach der Hep-Thera hieß es :ES KONNTE KEINE HEPATITIS C-VIRUS-RNA NACHGEWIESEN WERDEN“
Kannst du alles hier in meinem Hep-C Thread von damals nachlesen...

Greets,
Mikel
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Seppel 4
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1566

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2019 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Quasimodus, ich wünsche Dir, dass Du Deinem niedrigen Selbstbewusstsein

die oberste Priorität einräumst. Ich habe mit demselben Thema zu tun und

habe gemerkt, dass ich mein ' wackeliges Selbstbewusstsein ' immer und

überall mit hinschleppe. Und die Stimmungsschwankungen waren auch nicht

gut, um zu beikonsumsfrei zu bleiben, als ich substituiert wurde.


Wenn Du grundsätzlich mit Deiner Rente einigermassen auskommst, dann hast

Du einen grossen Vorteil bei Deiner Arbeitssuche. Du musst nicht alles nehmen,

was kommt und kannst auch lockerer kündigen, wenn es zu stressig wird.


Hast Du beim Versorgungsamt schon einen Antrag auf Schwerbehinderung

gestellt ? Das kann Dir viel Geld bringen, wenn Du gearbeitet hast.

Schon bei der Arbeitssuche und evtl. Behördengängen kannst Du Dein Selbst-

vertrauen und das Gefühl, was für Dich in Deinem Leben stimmig ist, entwickeln

und verbessern.

Nur ( wie Neb es schon schrieb ) Du musst Dich drum kümmern! Für mich ist

deshalb im Leben so viel so schlecht und schmerzhaft abgelaufen, weil ich es

absolut nicht auf die Reihe bekommen habe, gut zu mir zu sein! Crying or Very sad


Wenn Du wirklich noch mal durchstarten willst, dann sieh Dir an wer und was

Du bist, wertschätze Dich dafür und dann schau was Du im Leben willst und wie

Du es bekommen kannst.

Das Wichtigste:

Hole Dir immer HILFE, wenn Deine Vorstellung von Deinem Leben nicht aufgeht.

Sich Hilfe zu holen ist viel befriedigender als zu stagnieren und wieder komplett

rückfällig zu werden, oder ? Und nimm die Dinge, die Dich behindern nicht zu

ernst; dafür gibt es so was wie Ausdauer Wink !

Soweit erst mal.

Liebe Grüsse von

Seppel
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