Tod durch Überdosis

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iopiod
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2014
Beiträge: 350

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2020 12:18    Titel: Tod durch Überdosis Antworten mit Zitat

Hallo, zuerstmal wollte ich sagen, ich habe weder ein Drogenproblem noch neige ich zu suizidalen Tendenzen. Das einzige was ich nehme ist Oycodon, was ich vom Doc gegen die Schmerzen verordnet bekomme.

Es tut zwar nichts zur Sache, aber nun wisst ihr es eben. Meine Frage stelle ich gezielt an dieses Unterforum, weil ich etwas von euch wissen will, was mich schon lange interessiert. Aufgrund das ich selbst Oxycodon nehme, ist mir die opioide Wirkung natürlich bekannt. Es entspannt mich auf eine Weise, die ich von anderen Schmerzmitteln her nicht kenne. Es beruhigt (zum. mich) körperlich, wie auch psychisch und lässt mich die Schmerzen ertragen.

Nun aber zu meiner Frage. Wir wissen alle, das von Opioiden die Gefahr ausgeht, bei Überdosierung daran sterben zu können. Mir kann das zwar nicht passieren, weil ich meine Pillen streng nach Plan nehme und ausserdem mein Präperat mit Naloxon versehen ist (Naloxon dürfte sicher jedem ein Begriff sein), aber einem Heroinabhängigem mit Leichtigkeit (nehme ich stark an).

Um zum Punkt zu kommen, wollte ich von Euch wissen, ob ihr erstens jemals eine Überdosis hattet, wie ihr euch dabei gefühlt habt und wie ihr sie überleben konntet. Und zweitens, das ist die Frage die mich am meisten interessiert, wie muss man sich den Tod durch eine Überdosis vorstellen, wenn der gesamte Körper betäubt ist, der Geist ebenfalls, ist da noch irgendetwas, was einem merken lässt, das man gerade stirbt? Ein Schmerz, eine Angst, irgendetwas?

Weil wenn nicht, ist ein Tod durch Überdosis doch der allerschönste Tod, den man sich eigentlich nur vorstellen kann ohne wie gesagt vorzuhaben, mich umzurichten etc. Die Frage interessiert ich eben nur schon eine Zeit lang, also lange Rede kurzer Sinn, ich würde mich freuen, wenn jemand was dazu sagen würde.
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2335

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2020 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

der Tod durch Opiate ist ein Erstickungstod, die Atmung facht ab und setzt irgendwann ganz aus.
davon bekommt man idR allerdings nichts mit, da man vorher schon im Koma ist.
der Körper versucht dann evtl. noch durch Übergeben einige Giftstoffe loszuwerden, somit sterben nicht wenige an ihrem eigenen Erbrochenen bei einer Überdosis.
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2335

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2020 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

...also man erstickt an seiner eigenen Kotze.
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3473

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2020 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ast hats ja gut erklärt...die Atmung setzt aus...nennt sich glaub ich Atemdepression...

Ob man da was mitkriegt?...keine Ahnung...die Toten können ja nicht mehr Antworten wie es war...

Robin Williams ein sehr guter Schauspieler (Club der toten Dichter,Mrs Doubtfire,usw usw)

hat sich ja erhängt...wie das sein muss? wenn er das nicht stark sediert getan hat?

Wie lang dauert das bis du nix mehr mitkriegst? 2 minuten 3 minuten?

2 Minuten in der Hölle sind wie ein ganzes Leben auf der Erde...(Constantin)
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iopiod
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Anmeldungsdatum: 30.05.2014
Beiträge: 350

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2020 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Da hab ich vor einigen Jahren mal was dazu gesehen. Ich glaub ein Video mit Kriminalpsychologin Lydia Schlagmichtot kP... da ging es irgendwie um Selbstmord oder so, jedenfalls war da eine Japanerin, die drauf steht, sich selbst aufzuhängen, aber nur so lange, bis die Bewusstlosigkeit eintritt und das dauert beim erhängen überraschenderweise nur sehr sehr kurz, es dauerte nicht länger als 7 Sek, nicht wegen der Luft, sondern wegen der Unterbrechung des Blutflusses zum Gehirn.

War echt sehr bizarres Video, man konnte dieser Frau zusehen, wie sie sich da quasi selbst erhängt hat. Ein Anwesender hat sie vom draufgehen bewahrt und vom Haken genommen. Das Video heißt Lydia Benecke über Erstickungstod, habs grad gefunden, wer sich das mal ansehen will (verlinken geht irgendwie hier nicht). Hatte bis dahin auch nicht geglaubt, das man nach wenigen Sekunden bereits bewusstlos ist, d.h. wenn man es richtig anstellt ..
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1704

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2020 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich dachte mir, dass da noch eine Menge kranker Scheiß nachgeschoben wird.

Vorschlag: Probiers einfach aus und berichte uns dann Twisted Evil
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2894

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2020 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Geht es Dir um eine OD oder um einen angenehmen Tod? (darf ich mal fragen..?)

Die meisten starben an Dreck, nicht an einer Überdosis. Meist an HIV, es raffte die Menschen wie ein Lauffeuer dahin, nach Diagnosestellung verging oft nicht mehr viel Zeit. Monate...höchtens wenige Jahre.

Man hat doch auf dem Schrim, was man sich geben kann, das ist so, als wenn Du weißt, wenn ich noch ein Steak futtere,... Solange man am Leben hängt, passiert eine OD selten. Wohl unbewusst meist, wie sehr ein Mensch am Leben hängt.

Störungen aller Art, neurologisch, den Bewegungsapparat betreffend, sind doch ein Thema, wenn es mal sehr knapp war.

Ein Einkauf von H, Koka wird zudem oft so enden, dass man es bleiben lässt im Übrigen, hätte man zuvor dran gedacht, denn ist man erstmal gut drauf, weil es wirkt, mag man sich auch nicht mehr aus dem Leben bugsieren.

Aber jeder fühlt anders und hat andere Erfahrungen. In meinem damaligen Umfeld war es so, dass es...nie eine OD gab. In Frankfurt war man nicht zimperlich, was das Zumischen von giftigen Zutaten betraf. Ein zuvor wirklich hübsches Mädel hatte Narben im Gesicht nach einem Schuss - zunächst Blasen, die dann narbig abheilten. ...

Bei meinen Erfahrungen zumindest, ist dies ein sensibles Thema, mag ich mich erinnern, wer alles daran starb...Der Tod allgegenwärtig. Menschen, die ich gut kannte. Und meist war der Tod ein Siechtum. Kein schönes Thema, das spüre ich jetzt auch, zu Beginn dachte ich es lediglich. Aber das kann niemand wissen, der da nicht drin steckte. Wink
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2335

BeitragVerfasst am: 30. Jun 2020 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

na ja, ist schon interessant:
die stärkste neuronale Aktivität ist in sterbenden Netzwerken/ Systemen zu sehen, der Körper schmeißt sozusagen nochmal alles ins Feld, um sich vor dem Untergang zu bewahren.
darauf sind wahrscheinlich auch die ganzen Nahtoderfahrungen zurückzuführen, der Körper und das Gehirn schütten halt nochmal alles an Stoffen aus, was ihnen zur Verfügung steht Arrow
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iopiod
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2014
Beiträge: 350

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Also das Selbsterhaltungssystem wenn man es so bezeichnen will oder gibt es für dieses letzte aufbäumen einen Fachbegriff? Ob jemand bei einer Überdosis noch solche letzten Reflexe zeigt, wär mal spannend zu erfahren.

Ich hab noch nie jemanden während einer OD gesehen, hab aber mal aus Versehen zu viel Tramadol genommen, konnte die Menge nicht abschätzen, weil die Punpe i.A. war und hab frei Schnauze in den Becher gekippt, mit dem Ergebnis OD, was Herzrasen der heftigsten Art in mir auslöste, also das pure Gegenteil einer H- OD.

Und wie ist eigentlich Fentanyl in Bezug auf OD, Fentanyl ist ja glaub ich 100 mal so stark wie Heroin, bei dem Zeug ist doch eine OD quasi vorprogrammiert, ich hab gelesen, das bloßer Hautkontakt einen schon ins Jenseits befördern kann, i mean wtf?

Und dann ist Fentanyl ja lange nicht das stärkste was es gibt, es gibt da ja noch stärkere Opiode. Hat von euch mal jemand Carfentanyl oder noch stärkeres Zeug gehabt und wie dosiert man das eigentlich, wenn der bloße Hautkontakt schon tödlich ist (wahrscheinlich für Leute ohne Opiodtoleranz). Würde ich z.B. den Hautkontakt überleben, bei 60 mg Tagesdosis Oxycodon? Ich interessiere mich nur aus reiner Neugier für diese Substanzen, hab zu viel Respekt vor dem Zeug und würde auch gar nicht dran kommen, also alles cool...
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2335

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

manchmal ist weniger mehr...
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2335

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.scinexx.de/news/medizin/tod-letztes-leuchtfeuer-im-gehirn/

https://www.vice.com/de/article/8x5pnk/5000-mal-so-stark-wie-heroin-eine-neue-droge-ist-in-deutschland-aufgetaucht
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1704

BeitragVerfasst am: 1. Jul 2020 23:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mir lange überlegt, ob ich noch was dazu schreiben soll.
Aber ich schreibe es – ausschließlich! – für die hier, die ein ernstes Interesse und einen (noch) klaren Blick für solche Lebenssituationen haben.

Ich war insgesamt schon 4 Mal „tot“. Also so tot, dass auch die hervorragendsten Ärzte sicher waren, es sei „für immer“ aus mit mir.
Daneben war ich dank meiner Sucht noch mindestens 5 Mal „so tot“, dass man mich halt einfach auf eine Intensivstation legte, und – abwartete. Wäre ich nicht mehr aufgewacht, hätte man irgendetwas vermerkt, wie etwas „Exitus nach Drogenkonsum“, oder „Exitus nach multiplem Organversagen durch Intoxikation von …“
Das erste Mal konnte ich nichts dafür. Da war ich „am längsten“ tot. Man brauchte mich nicht einmal in ein künstliches Koma legen, weil das Koma ganz von allein kam.
Über das, was ich – glaube, denke, oder mir „zusammenreime“ – in der Zeit (viereinhalb Wochen) in dem Zustand erlebte, schreibe ich hier nicht. Nur so viel: Hinterher „denkt man es sich schön“, weil anders sonst gar kein Überleben „danach“ möglich ist.

Aber der wirkliche Knackpunkt bei all diesen „Nahtoterfahrungen“, waren die Erfahrungen danach. Also dann, als ich wieder einigermaßen so klar war, dass ich das ganze Ausmaß des Desasters überblicken konnte.
Das wünsche ich meinem schlimmsten Todfeind nicht.

Was diese grandiosen Filmemacher, wie im Film „die Flatliners“ und Co. nämlich niemandem erzählen: Wenn Du am „Verrecken“ bist, wenn sich Deine Organfunktionen so minimiert haben, dass das „berühmt, berüchtigte Neuronen-Gewitter“ in Deinem Hirn abläuft, dann erleidet Dein Gehirn dabei i.d.R. auch Schädigungen, an denen Du ganz nett hinterher zu knappern hast. Weil dafür ist das menschliche Gehirn einfach nicht geschaffen. Das ist, wie wenn man einen Motor so überdreht, das er kurz vor dem Kolbenfresser ist. 😉
Und wie groß diese Schäden sind, das weißt im Voraus (und während Deiner Nahtoterfahrung) kein Arzt und niemand. Wenn Du viel Glück hast, dann merkst Du das selbst hinterher, und kannst was dagegen tun. Wenn Du Pech hast, so wie es die meisten haben, dann merkst Du die Schäden selber hinterher nicht mehr. 😉

Über solche Situation so zu schreiben und zu reden, wie es hier zutage tritt, können nur Menschen, die keinen Respekt und keine Achtung vor dem Tod – und vor dem Leben haben.
Der Tod an sich, das schrieb ich hier schon mehrfach, ist an und für sich für den, der dann tot ist, nichts Schlimmes. Weil tot ist halt tot, und es hat sich hinterher noch keiner darüber beschwert.
Aber diejenigen, die hier mit dem Tod „kokettieren“, die haben mit Sicherheit noch keinen „echten Junkie“ oder „echten Säufer“ beim elendigen Verrecken miterlebt.
Vielleicht aber, so denke ich, sind bei denen eh schon so viele Gehirnzellen hinüber, dass sie gar nicht mehr wissen, über was sie reden und schreiben?
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iopiod
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Anmeldungsdatum: 30.05.2014
Beiträge: 350

BeitragVerfasst am: 2. Jul 2020 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Meinst du mich oder was? Soll ich mich dafür entschuldigen, das ich mit der Junkieszene nichts zu tun habe und noch nie jemanden währnend einer Überdosis gesehen habe? Ich bin halt ein neugieriger Mensch und stelle mir alle möglichen Fragen, ich versteh ehrlich gesagt nicht, wie man sich davon so dermaßen angepisst fühlen kann. Ich hatte noch nie eine Nadel im Arm, außer wenn ich mir meine Tetanusimpfung abhole und selbst da sträubt sich mir bereits die Nackenhaare. Wie ein Mensch sich Heroin und zwar jeden Tag in die Arme pumpt, werde ich halt nie verstehen. Wenn ich dann sage, ich hab nich nie jemanden nach einer OD gesehen, heißt das doch nicht, das ich das gerne mal sehen würde oder es in irgendeiner Weise gut finde odr gerecht, ich bin ja schließlich kein kranker Sadist. Das wollte ich nur mal klar gestellt haben.
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der der immer wieder aufs
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 25.11.2016
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 2. Jul 2020 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich frage mich gerade was Du UEBERHAUPT wissen willst ? Nimm Deine Medis nach anweisung ein und zieh den Kopf ein...
Du willst keinen OD ? ..dann hat Dich das auch nicht zu interessieren !
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iopiod
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2014
Beiträge: 350

BeitragVerfasst am: 2. Jul 2020 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wow was für ein freundliches Forum. Wenn ihr hier das Stammpublikum seid, kann der Betreiber die Seite besser schließen. Kommt euch voll deep und mysteriös vor wa?! Armselige Wichtigtuer...

Arreviderci bitte löscht mein Konto und sagt keinem das ich da war...
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