Opioid - Tödliche Krise in den USA

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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 3023

BeitragVerfasst am: 16. Sep 2021 21:46    Titel: Opioid - Tödliche Krise in den USA Antworten mit Zitat

zeit.de/kultur/literatur/2021-09/opioidkrise-usa-pharmakonzern-empire-of-pain-radden-keefe

Opioidkrise in den USA- Tödliches Mäzenatentum

Es wäre nun gar nicht sonderlich bemerkenswert, handelten zwei Erzählungen von ein und demselben Verbrechen.
Beide erzählen davon, wie OxyContin, ein hochdosiertes Opioid, das eigentlich vor allem für die Palliativmedizin geeignet ist,
aggressiv als allgemeines Schmerzmittel vermarktet wurde. Und wie dabei eine Armada von Vertreterinnen und Vertretern dafür sorgte,
dass eine große Anzahl willfähriger Ärztinnen und Ärzte das Produkt als Allheilmittel für jeden Schmerz an unzählige Menschen verschrieb.
Ein medizingeschichtlicher Wandel hin zu einer stärkeren Anerkennung von Schmerz als behandlungswürdig wurde von den Sacklers
und anderen Pharmaunternehmern als perfekte Möglichkeit gesehen, Geld zu verdienen – Schmerz wurde zu einer Geschäftsidee.
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3216

BeitragVerfasst am: 17. Sep 2021 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Na, gelogen ist es nicht, es IST ein wahres Allheilmittel Very Happy
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allesinderwaage
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Anmeldungsdatum: 01.08.2014
Beiträge: 160

BeitragVerfasst am: 22. Sep 2021 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

Moin, ich hab zu Marle's Thema nichts zu sagen, ich wollte euch nur kurz mal nach eurer Meinung fragen: wenn ihr euch für ein Krankenhaus entscheiden müsstet (Operation), würdet ihr euch für ein Universitätskrankenhaus oder für ein spezialisisertes KH das auf euer jeweiliges Krankheitsbild spezialisiert ist, entscheiden?
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 3023

BeitragVerfasst am: 22. Sep 2021 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

kommt auf die OP an, aber ich würde mich jedenfalls für eine spezialisierte Klinik entscheiden, wenn möglich.
in einer Uniklinik hätte ich doch zu viel Bedenken, von Studenten als Anschauungsobjekt operiert zu werden Surprised
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amoebe
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Anmeldungsdatum: 22.09.2016
Beiträge: 153

BeitragVerfasst am: 22. Sep 2021 22:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hi allesinderwaage,

ich würde mich für ein Krankenhaus entscheiden, das auf mein Krankheitsbild spezialisiert ist, eben weil die Ärzte dort mit "Deiner" OP und den Nachbehandlungen entsprechend Erfahrung haben.
Zusätzlich würde ich sämtliche Infos sammeln, die ich über die Klinik bekommen kann (Bewertungen, Zeitungs- und Internetartikel usw.)

Ganz liebe Grüße und schon jetzt alles Gute für Deine OP, amoebe 🐛
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3216

BeitragVerfasst am: 25. Sep 2021 06:29    Titel: Antworten mit Zitat

Schließ mich Amoebe an,

die Bewertungen halfen mir auch schon weiter - Krankenhäuser scheinen keine zu kaufen (noch nicht, lach**) Dafür sind die Bewertungen oft allzu mies. Unikliniken können verdammt gut sein. Auch ein Prof kann MIst bauen, weil er lange schon nicht mehr operierte - oft sind es Oberärzte, die wie am Fließband arbeiten. - noch was, achte auf Infektionen in den Bewertungen, manchmal gibt es Zeiten, in jenen "Spots" auftreten.

Alles Gute für Dich! Wink
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allesinderwaage
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 01.08.2014
Beiträge: 160

BeitragVerfasst am: 26. Sep 2021 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für eure Antworten... bei mir im Umkreis von ca 120 Km gibt es eine super moderne Klinik, die fast wie vom anderen Stern daher kommt.

Die Klinik trägt den Namen Campus und befindet sich in Neutsadt an der Saale/ Bayern (schaut euch das Video man als auf deren Seite, dann wisst ihr was ich meine). Über die Klinik wird hier sehr positiv gesprochen, scheinbar lassen sich viele von hier dort operieren, mit guten Resultaten.

Ein Arzt mit dem ich ab und zu auf einer soz. Plattform schreibe, schrieb mir über die Klinik aber gerstern:

Tja…. Eine gute Adresse für Hand-und Schulterchirurgie, aber bei Hüften mir gänzlich unbekannt.

Der einzige Fachexperte, der dort ausgewiesen wird, ist der Chefarzt… und selbst der hat keinen Schwerpunkt Hüfte/Knie…

was mich schon wieder enttäuscht, weil ich wie gesagt nur gutes über die Klinik gehört hab in Sachen Endoprothetik (Knie, Hüfte etc).

Würdet ihr die Klinik abhaken?
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3216

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2021 06:49    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt zig Kliniken für Hüft OPs!
Ich würde auch weiter weg von Dir operieren lassen, aber so was wird von vielen wie am Fießband gemacht. Such Dir doch was aus, wo sich darauf spezialisiert wurde. Ich kenne einige wenige, die das im nächstgelegenen Haus machen ließen - davon hat niemand Probleme. Meiner Mutter wurde jedoch abgeraten, nachdem ein Arzt zur OP riet, was nun schon wieder bald 5 Jahre her ist.
Wie lautet denn Deine genaue Diagnose?
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Quasimodus
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1739

BeitragVerfasst am: 11. Okt 2021 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

Auf die Bewertungen im netz kann man sich mMn nicht verlassen.
Ich würde mich in Foren informieren und medizinisch/wissenschaftliche Lektüre durchforsten.
Bewertungen von Betroffenen sind immer hilfreich.
Wenn es um eine heikle OP geht, würde ich sonstwohin fahren, wo die besten Bedingungen herrschen.
Schliesslich braucht man Vertrauen und ein gutes Gefühl.
Als Kassenpatient ist es aber halt auch kein Wunschkonzert, ich schätze , die besten Ärzte haben Dubai etc schon weggekauft.
In D operieren mittlerweile viele Metzger aus Osteuropa, was aber nicht unbedingt in einer Katastrophe enden muss.
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Praxx
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3179

BeitragVerfasst am: 12. Okt 2021 01:09    Titel: Antworten mit Zitat

Am besten guckst du hier:
https://klinikradar.de/kuenstliches-hueftgelenk/kliniken/
Du kannst dort für jede Klinik die Fallzahl sehen, die Qualitätsberichte, auf denen die Reihenfolge beruht, sind ganz offizielle Dokumente und nicht manipulierbar...

LG

Praxx
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Quasimodus
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1739

BeitragVerfasst am: 26. Okt 2021 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Was nützt dir das Beste kh, wenn die im OP Saal ihr Besteck nicht ordentlich desinfizieren und du dir ne Megainfektion einfährst.
Gerade ist es bei Vielen so, wenn die das Wort Konsument illegaler Drogen und Methadon hören, sie dich behandeln als wärst du gerade von der Grundschule gekommen oder ganz komisch werden auf einmal.
Schubladendenken und das Verhalten einzelner hat natürlich dazu beigetragen, dass es so läuft.
Wenn ich so stories höre, dass der BtM Raum durchforstet wird und sie den Dieb dann mit ner 20ml gun voll mit Propofol, H, Pola, Diazepam flüssig vorfinden und ihn erstmal wiederbeleben müssen, kann ich das verstehen.

Erstmal ist man Mensch und Patient.
Und wenn man sich auch so verhält, rauchen aufm Klo und son Scheiss unterlässt, dann merken die irgendwann auch, dass du es ernst meinst.

Aber Misstrauen und Vorurteile bleiben, weil einige wenige Idioten alles kaputtmachen.
Das ist doch überall so mit dem Assi Verhalten, nicht nur im kh.
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Quasimodus
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1739

BeitragVerfasst am: 26. Okt 2021 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

zum eigentlichen strang Opioidkrise USA, hab ich mich auch gewundert, wie das ?
Aber die verantwortliche Firma/Konzern Purdue Pharma ist ja mittlerweile dichtgemacht worden, viel zu spät.
Die Eigentümer, alte Männer voller Geldgier, beteuerten ja immer wieder Oxycontin macht nicht süchtig und bla, immer wieder die Leier-
Und anscheinendhatten sie damals noch Glaubwürdigkeit und Ansehen in der Elite der United states of corruption.
Ich glaube , die waren noch nichtmal retardiert, also turn vom Feinsten bei ner 80mg , die auf dem Schwarzmarkt 100$/80mg einbrachten.
Manche wurden dadurch reich un konnten einen Lebenstil führen wie Gott in Frankreich, wenn siie Ärztrhopping machten und 1000sende Oxys verschrieben bekamen, ohne viel Aufwand.
Das lief teilweise wie bei McDoof drive in Schalter mässig ab.
Und dann schlug die Bombe ein.
Auf einmal gabs nada mehr, Purdue Pharma ging in die Insolvenz, ich weiss garnicht ob die Chefopis verurteilt wurden.
Jetzt kamen sie alle auf Heroin, der Oxy Affe musste weg.
Das waren ja stinknormale Bürger, mit Kind und Kegel und Job, die jetzt plötzlich Gift kaufen mussten, die Ärzte verschrieben kein Oxy mehr.
2010 gab es ca 37000 Drogentote im Jahr !
2017 stieg die Zahl auf ca 72 000/ Jahr.
Kein Oxycontin, dafür mit Fentanylpulver aus Mexico importiert aus China, wie will man da seine Dosis rausfinden ?
H versetzt mit Fentapulver ist eine tödliche Mixtur, das Ganze ist ausser Kontrolle geraten.
Und es fing damit an, dass es hiess, Oxycontin mache nicht abhängig, und dann noch unretardiert, da kannst du die Leute von der Strasse kratzen.
Und der üble Film istbnoch nicht zu Ende-
Mexikanische Kartelle sind in Holland aktiv, ich warte auf den Zeitpunkt, wo es in D H gemixt mit Fenta gibt.
Die Zeit wird kommen.
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3971

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2021 07:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber die verantwortliche Firma


Ein bissjen eigenverantwortung liegt nunmal auch beim Verbraucher...

Ich als alki kann auch nicht jede Tanke verklagen weil es alkohol dort zu kaufen gibt...

Und ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen das im Beipackzettel nicht doch steht das Oxycodon abhängig macht...
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 3023

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2021 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

Dr.Mabuse hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Aber die verantwortliche Firma


Ein bissjen eigenverantwortung liegt nunmal auch beim Verbraucher...

Ich als alki kann auch nicht jede Tanke verklagen weil es alkohol dort zu kaufen gibt...

Und ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen das im Beipackzettel nicht doch steht das Oxycodon abhängig macht...


• Das Arzneimittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und bei Absetzen können Entzugserscheinungen auftreten.
• Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
• Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
• Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
• Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.

Das wollen aber die "Patienten" nicht hören oder lesen Wink Schon gar nicht später, wenn sie richtig drauf sind.
Ist doch bei Alkis auch nicht anderes. Da werden mehr die Gründe "gesucht", warum man ohne Bier und Schnaps das Leben nicht lebenswert finden kann. Laughing

Grüßle
Marle
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 3023

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2021 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

schon witzig, im Zusammenhang mit Sucht von Eigenverantwortung zu sprechen...wenn du plötzlich einen Stoff hast, mit dem du dich so gut wie nie im Leben fühlst und alle Probleme wie weggeblasen sind, macht man sich herzlich wenig Gedanken über das Kleingedruckte Wink
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