brauche hilfe von ALTKONSUMENTEN

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mousepad89
Anfänger


Anmeldungsdatum: 10.02.2009
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 10. Feb 2009 01:50    Titel: brauche hilfe von ALTKONSUMENTEN Antworten mit Zitat

Hey Leutz, ich halte mich kurz...

bin seit einem Jahrr fast abstinent (seitdem vlcht 7-10 mal gekifft), ich habe mit 14 angefangen zu kiffen und mit 17 harte Drogen wie LSD, XTc, Amphe, Kokain und Alk...wegen Führerschein und Ausbildung weniger feiern und weniger Drogen...hatte auch keine Lust mehr...Drogenentug und Schluss...seitdem...fast keine guten gefühle mehr....immer klat auch jetzt...habe Lust auf XTC und Amphe...aber weiß bringt nichts...Leben antriebslos...nur arbeiten und schlafen und jammern...warum ist die Hökke so nahe...nur auf die Drogen zurückzuführen??? Leben verkackt oder nur Phase??? Hilfe wer kennt sowas? Bin 19 und habe alles durchgemacht...immerhin noch mit Erfolg...ich lerne aus und Family ist da...aber ander 19 Jährige gehen Jumpsytle tanzen und denken nicht soviel...bin ich reif oder am sterben...was ist bloß los???

MFG mousepad89
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NoFATE
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 09.02.2009
Beiträge: 52

BeitragVerfasst am: 10. Feb 2009 03:54    Titel: Antworten mit Zitat

herzlich wilkommen im grauen leben eines ex-abhängigen, man redet sich die ganze zeit ein das leben geht weiter und das geht es auch, jedoch zieht es mehr oder weniger an dir vorbei.....
ich denke das liegt daran das du mit deinen exzessen auf einem geistig so befriedigenden punkt angekommen bist, das du die realität jetzt einfach nur öde findest...... kann dir leider nicht sagen ob das irgendwann weg geht.......aber es is hart!!!

mfg
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Gast
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BeitragVerfasst am: 10. Feb 2009 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Kenne ich auch. Mir haben Antidepressiva gut geholfen. Mein Leben ist dadurch zwar nicht zur Party geworden – aber etwas erträglicher.
Wichtig bei der Wahl des Antidepressivums: Hast du Schlafstörungen?
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mousepad89
Anfänger


Anmeldungsdatum: 10.02.2009
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 10. Feb 2009 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, joa also ich schlafe zwar, aber iwie immer verkrampft und mit angezogenen Schultern und immer erst spät. Eigentlich schlafe ich schlecht, ja.

"Das graue Leben" eines Ex-Abhängigen...gut getroffen, ich weiß jetzt auch warum man sagt "Drogen töten"...sie nehmen dir nicht unbedingt deinen Körper oder dein Ego, sie machen dich halt wie soll ich sagen...KALT. Du bist nicht mehr von selber "gut drauf", bist nicht mehr fasziniert, hast keine glasigen Augen mehr, bist nicht mehr beeinflussbar (unbewusst), denkst zuviel, du lässt dich nicht mehr fließen, mit offenen Augen und funktionierenden Sinnen durch die 12 Tagesstunden wandern...traurige Erkenntnis, das 5 Jahre Drogen so etwas machen. Mit 14 dachte ich, na ja solange mir nicht die Zähne rausfaulen oder sowas, aber ich denke das wäre halb so schlimm, wie diese KÄLTE die ich jetzt in mir habe, obwohl auch dieser Vergleich eigentlich Schwachsinn ist. Fakt ist auch...einmal Junkie immer Junkie und das OHNE Heroin zu nehmen...ich sehe es auch so jetzt, das ich loslaufen muss mir Antidepressiva (Drogen) und Amphetaminsaft holen muss um wieder mal einen "gesellschaftsfähig, klaren" Kopf zu bekommen. Diese Kälte verursacht bämlich die tierischsten Verspannungen und sorgt dafür das du glaubst alles zu erkennen und lustlos daran vorbeigehts, was deine Mitmenschen natürlich auch nicht gerade als "lebensfroh und gesund" einschätzen werden und dir um den arm fallen, sobald du kommst, wie so ein eisblock mit immer der wissenschaftlich oder einer gegenantwort die luftnehmeden antwort redest....

Ich geb nicht auf...Suizid liegt mir nicht Laughing
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Gast
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BeitragVerfasst am: 10. Feb 2009 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn schlafen nicht das Problem ist, versuch es mal mit Cymbalta. Habe ich drei Wochen genommen. Wirkung klasse bis krass – aber ich habe halt drei Wochen nicht geschlafen. Nun nehme ich Stangyl. Wirkung fast wie ne Schlaftablette. Ich nehme es zur Nacht. Mir hilft das jetzt schon fast acht Monate. Aber die Wahl des Antidepressivums ist so ne Sache. Du musst einfach mal ein paar ausprobieren. Dabei sollte dir aber ein Doc helfen. Rede mal mit einem. Ich dachte auch immer: Doc´s sind scheiße. Die können nur Nasentropfen bei Erkältung verschreiben. Die wirklich guten Sachen behalten sie für sich und klagen dich an, wenn du dir mal was gönnst. Aus gegebenem Anlass musste ich dann mal ganz ehrlich zu einem Doc sein. Steckte halt zu tief drin im Sumpf. Der Doc war spitze und ist bis heute mein Ansprechpartner Nr.1. Du hast nichts zu verlieren. Gehe zu einem Doc. Wenn er ein Arsch ist erinnere ihn an sein Schweigepflicht, gehe und probiere den nächsten aus. Nur Mut.
Ärzte sind auch nichts anderes als ehemalige Medizinstudenten. Und die lassen es im Studium auch krachen. Das weiß ich noch zu gut aus meiner Studizeit.
Laughing
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cupcakexxx
Anfänger


Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2009 04:58    Titel: Antworten mit Zitat

ich würde sagen, das ist einfach nur ne phase . die jeder mal durchmacht . blick nach vorne . nie nach hinten .
leichter gesagt als getan Sad

ich würde nicht mit anti irgendwas zeugs anfangen .. sonst hängste noch an diesem zeugs drann :O wolln wa doch nicht ?!
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worstcase
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 28.11.2008
Beiträge: 596

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2009 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

also ich habe sehr gute erfahrungen mit ad gemacht. nehme venlafaxin und trazodon (auch schlaffördernd) und muss sagen, dass es mir damit sehr gut geht. ich falle einfach nicht so leicht in ein stimmungsloch und wenn mal doch, dann find ich leichter raus. ausserdem ist meine grundstimmung besser und ich bin nicht so antriebslos, was nach meinem entzug echt sehr schlimm war. damals bin ich in der früh aufgewacht und dachte nur: omg, noch ein tag in meinem scheiss-leben, den ich überstehen muss.
heute beginnt sich dieses loch langsam wieder zu füllen...ich fange an, wieder einen sinn in meinem leben zu sehen und freue mich daran, wenn ich es schaffe, dinge positiv zu verändern.
ich weiss nicht, ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso manche leute gegen ad sind oder angst davor haben. sie machen nicht abhängig in dem sinn, man muss sie halt ausschleichen und darf sie nicht aprubt absetzen. wenn mir jemand argumente dagegen liefern will-nur zu! würd mich interessieren!
mir haben sie auf jeden fall über die total hoffnungslose, todtraurige, sinn-lose zeit nach dem entzug geholfen- besser gesagt: ich musste diese zeit erst durchmachen, um zu erkennen, dass ich es ohne ad nicht schaffe. ich wäre an dieser hoffnungslosigkeit und leere fast zugrunde gegangen.

ich finde, dass ist überhaupt keine schande. ich stehe in der früh auf, schlucke mein ad und komme gut durch den tag und am abend schlucke ich noch ein ad und schlafe wie ein baby. (man soll nie unterschätzen, was ein guter nachtschlaf alles ausmacht!)
wenn man von irgendeinem zeug abhängig ist, war, ist kurzgesagt der ganze hirnstoffwechsel durcheinander... man KANN teilweise also gar nicht anders als sich so zu fühlen. ad helfen, wieder eine ordnung reinzubringen. (sehr kurze und unmedizinische aussage, aber das würde den rahmen jetzt sprengen)
ich hatte auch das glück, einen arzt und einen therapeuten zu finden, die sich gut auskennen und mich gut eingestellt haben. probiers einfach mal aus.
lg karo
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joe
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 958

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2009 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

......leute, leute,...... einmal junkie, immer junkie. das ist ja deprimierend, und vor allen dingen stimmt das nicht.
ich war fast 20 jahre drauf und bin fast 1o jahre clean. ich kenne dutzende von ex usern mit einer cleanzeit von 1 woche bis 27 jahren.
wir fuehren wirklich kein graues, oedes leben.
umbringen wollte ich mich auch schon in meiner cleanzeit. es liefen dinge scheisse, ich wollte drogen nehmen, nicht existieren. aber ich habe stumpf nix genommen.
habe mir ne selbsthilfegruppe von cleanen menschen gesucht, und so gehts halt.
also, schaut euch um. ich kenne das von mir, jammern gehoert zum handwerk, aber diese ewige opferrolle bringt es nicht.
wir sind keine opfer, wir machen uns hoechstens dazu.

viel kraft auf euren wegen.
joe

ps. lese hier gerade noch was ueber antriebslosigkeit. das hatte ich ewig lange, das gehoert einfach zum entzug dazu. kopf hoch, geht alles vorbei. danach hatte ich mal ne phase da bin ich morgens nach 15 sekunden ausm bett. das ging auch vorbei. gluecklicherweise. hihi.

schlaflosigkeit: die ersten monate war da nix mit gross pennen. 15 minuten, ping, usw. nach einem 1/2 jahr konnte ich echt 3 stunden durchschlafen, nach einem jahr dann 4-5 stunden.
ich glaube im nachhinein, das ich so 1 jahr, vielleicht laenger auf "entzug" war. war auch nur ne phase.
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aint ez
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.11.2008
Beiträge: 398

BeitragVerfasst am: 12. Feb 2009 04:50    Titel: Antworten mit Zitat

psychopharmaka wie z.B lorazepan finde ich gut u komme ichganz gut mit klar.ist wohl wichtig diese leere auszufüllen um nicht rückfällig zu werden
sport ist auch gut weil man sich nach hartem ttraining fühlt als wäre man auf stoff.
lass dich nicht runterziehen auf regen folgt sonnenschein man muss nur diese scheisszeit durchstehen.
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SoFlow
Anfänger


Anmeldungsdatum: 21.03.2009
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 21. März 2009 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo mousepad89....kann Dich sehr gut verstehen! Ich hoffe immer noch, dass es nur ne Phase ist und irgendwann ein "normales glückliches Leben" möglich ist, aber z.Z. halte ich auch "einfach nur" durch. Bin jetzt seit knapp anderthalb Jahren clean nachdem ich ca. 14 Jahre lang konsumiert habe. Darf ich Dich fragen, was dazu geführt hat, dass Du keine Lust mehr hattest? Kann mir das gar nicht vorstellen... Ich habe einen Sohn bekommen (ungeplant!) und habe das Problem: Ich liebe mein Kind über alles, ich liebe meine Familie, grundsätzlich lebe ich gern und trotzdem macht mich das alles nicht wirklich glücklich. Ich wäre gern an dem Punkt, wo ich sagen könnte "Ich WILL ohne Drogen leben", denn die ganze Zeit durchzuhalten ohne wirklich zu wollen, ist wohl nicht so effektiv.
Denke "NoFATE" hat Recht... in manchen Momenten vermisse ich mein altes wahnsinnig glückliches, kreatives Leben so sehr, dass ich es kaum aushalte...vielleicht stimmt es ja, dass es die Hälfte der Zeit, die eine Beziehung Bestand hatte, dauert, um sie zu verarbeiten...dann muss ich ja nur noch die nächsten fünfeinhalb Jahre durchhalten...Dir weiterhin viel Erfolg!
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aint ez
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 30.11.2008
Beiträge: 398

BeitragVerfasst am: 21. März 2009 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

wer traegt nich die hoelle in seinem kopf...man muss lernen damit umzugehen ich habe jedenfalls alles andere nicht geschafft...
viel glueck
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Chrystal
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 15.03.2009
Beiträge: 206

BeitragVerfasst am: 22. März 2009 08:30    Titel: Antworten mit Zitat

Aloha ihr Lieben!

Ich kenne diese Kälte nur zu gut und bin meisten zu schwach um sie durchzuhalten, iwann hole ich mir doch bisl subu, aber ich will das eigentlich nicht. Der Suchtdruck verhält sich aber bei mir auch nicht, wie bei den meisten, meinte zumindestens meine Drogenberaterin. Ich friere und zittere meistens mehrere Tage am Stück und suche in meinem Zimmerchen Sachen die ich verticken kann...zja keine mehr da.
Ich denke mir jetzt einfach jeden Tag, der Tag ist mein Ziel! Wenn ich wieder einen geschafft habe, dann kann ich mich freuen. Und die Sonne an so schönen Tagen wie gestern tut an manchen Tagen auch ihr übriges. Es ist einfach SCHWER man kann nichts anderes sagen, aber wenn ich dann von ex usern höre, dass sie es dann doch mit ihrem Hormon- und Glücksgefühlhaushalt iwann wieder in einen Normalzustand geschafft haben, gibt mir das Mut. Und ich hoffe, dass mir meine Therapie dabei helfen wird.
Einmal Junk immer Junk, mhh, iwie denke ich das schon. Aber nicht in der Hinsicht, dass ich für immer Drogen nehmen muss. Sondern eher in der Hinsicht, dass ich ewig die anderen Junks verstehen werde und nicht so, wie der Großteil der Gesellschaft reagieren werde.
Mit der Zeit denkt man auch nicht mehr soviel daran Drogen zu nehmen, war auf jeden Fall in meiner Cleanzeit so, als ich H noch nicht kannte. Ich denke es ist ein bemwerkenswerter Schritt von ganz allein von dem Scheiß wegzukommen. Denn iwann werden die Partys immer gleich und es verliert seinen Reiz, es ist gut, dass du nicht weiter gegangen bist. Lass blos die Finger von den nächst härteren Drogen!!! Dann wird sich wohl bald eine Besserung einstellen.

Ich wünsch Euch allen viel Kraft!
LG
Chrystal
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